W Retreat & Spa (Fesdu Island)
Wir sind am 24.5.08 nach drei Wochen Hochzeitsreise von den Malediven zurückgekommen. 2 Wochen waren wir im W Retreat & Spa (2. – 16.5.) und 1 Woche im Banyan Tree Vabbinfaru (16. – 23.5.). Wir wollten uns zu unserem Honeymoon wirklich etwas Großartiges und Luxus gönnen. Dies war, nach Meedhupparu, unser zweiter Maledivenaufenthalt.
Wir sind von Wien über Doha mit der Quatar Airways geflogen. Beim Hinflug haben die uns echt total genervt: Den Flug haben wir bereits im November/Dezember gebucht und die Sitzplätze reserviert. Wir waren über 2 Std. vorab am Check-in (sicher ist sicher) um nach einer ordentlichen Wartezeit am Schalter dann informiert zu werden, dass unser Koffer um 3 kg zu schwer ist und sie ihn deswegen nicht mitnehmen. Wir fliegen echt regelmäßig und haben immer einen gemeinsamen Koffer, weil wir unsere Gepäckanzahl klein halten wollen und es war noch nie ein Problem. Der Koffer war auch mit 35 kg deutlich unter den für 2 Personen erlaubten 40 kg…. Man kann sich vorstellen, wie happy wir waren! Ich ging eine extra-Reisetasche kaufen, und wir packten unseren Koffer um. Dann neu anstellen, wieder ewig warten. Endlich an der Reihe, bekommen wir allen Ernstes gesagt, dass wir beim Weiterflug Doha – Male nicht nebeneinander sitzen können!! Irgendwas ist da komplett schief gelaufen – denn es ging nicht nur uns so, der komplette Flieger von Doha nach Male hat vorm Start angefangen, die Sitzplätze zu tauschen, weil kaum einer nebeneinander saß. Flieger und Service im Flieger selbst waren sehr gut, mit Video im Vordersitz, so verging die Zeit ruckizucki. Retour war alles paletti und flott. Den Koffer hatten wir gleich "richtig" aufgeteilt, also keine Verzögerungen und wir saßen auf unseren reservierten Plätzen.
Kaum in Male angekommen, hat uns ein Mitarbeiter von W Retreat & Spa abgeholt und unser Gepäck abgenommen. Von diesem Moment an haben wir es bis zum Auspacken im Retreat nicht mehr angreifen müssen. Er hat das Gepäck für uns abgewogen und eingecheckt und uns dann zur W-eigenen, angenehm klimatisierten Lounge gebracht. Dort wurden wir mit Erfrischungstüchern versorgt sowie mit einem kleinen Buffet und Getränken. Der Hotel-Check-in findet hier statt, was die Wartezeit verkürzt und für einen schnelleren "Start" auf der Insel selbst sorgt.
Nach kurzer Zeit flogen wir, mit zwei kleinen Zwischenstops, ca. 25 min auf die Insel. Da es noch sehr früh war (7 Uhr), legten wir an einer kleinen Plattform, ca. 5 min von der Insel entfernt, an und wurden mit dem Speedboot zur Insel gebracht. Am Welcome-Steg standen der General Manager und andere Mitarbeiter am Steg, mit einem breiten Grinsen, und winkten uns herzlich zu. Total süß :-). Wir wurden mit einem Getränk, Erfrischungstuch und netten Plaudereien begrüßt und dann in einem Golf-Buggy zur "Inselumrundung" verstaut. Naja, DAS war natürlich übertrieben, aber trotzdem witzig. Wir hatten Glück, unser Retreat (wie der Bungalow und das eigene "Areal" dort genannt wird) war bereits fertig und wir konnten gleich einziehen. Wir haben ein Beach Oasis Retreat gebucht, weil wir wollen aus unserem Bungi raus und unsere Zecherl in den Sand stecken können. Außerdem hatte dieses Retreat, im Gegensatz zu den Ocean Oasis Retreats/Wasserbungis, einen oberen Stock mit einer riesigen Hängeschaukel. Hier konnten wir auch Rollos runterlassen und komplett ungestört relaxen. Traumhaft. Während der paar (schweren) Regenschauer verzogen wir uns da rauf und konnten trotzdem super-gemütlich im Freien sein und unsere eigene, mitgebrachte Musik anhören. Es gab einen "Anstecker" für i-pods im Zimmer, was sehr praktisch war.
Im riesigen und sehr stylish gestalteten, trotzdem sehr gemütlichen Zimmer hatten wir jede Menge Stauraum und alle Annehmlichkeiten, die man sich halt so wünscht (oder auch nicht ;-)…) Für Leute, die ohne Laptop nicht leben können, gibt es auch einen W-Lan Anschluss gratis. Als unser Honeymoon-Welcome gab es eine Schale mit frischen Erdbeeren, Schlagobers und eine Flasche Champagner. Wir haben jeden Tag einen Liter Wasser pro Person bekommen, was uns persönlich gereicht hat, da es dort auf der Insel verteilt sogenannte Sweetspots gibt, wo du rund um die Uhr gratis Softdrinks (div. Schweppes-Sorten inkl. Soda, Coke/Coke light, Kakao, Fruchtsäfte,…), Eiscreme (Magnum, Solero, Cornetto, Häagen-Dazs,…), Eiswürfel, Erfrischungstücher, Sonnencreme, Mückenschutzcreme und Handtücher erhältst. Außerdem waren wir fast täglich tauchen und haben am Tauchboot ebenfalls soviel Wasser wie wir wollten gratis erhalten. Am Zimmer gibt es auch einen Wasserkocher und Tee/Kaffee gratis zur Verfügung. Obwohl sich der Strom, wenn man den Zimmerschlüssel (=Karte) zieht, abschaltet, läuft die Klimaanlage weiter, was wir als großes Plus empfanden (im Gegensatz zu Banyan Tree Vabbinfaru). Wir haben die Klimaanlage auf 26 Grad eingestellt, was für uns optimal war. Sie hat nicht gezogen und wir haben sie nicht gehört, echt klasse!! Aber am besten war das riesige Bett – wir haben wie in Wolken geschlafen, es war einfach genial und das beste Bett, in dem wir je geschlafen haben, unser eigenes eingeschlossen :-)!!! Der Roomboy ist zweimal am Tag gekommen, das Zimmer und Bad war blitzsauber. Wir haben jeden Abend Süßigkeiten bekommen sowie frische Badehandtücher. Das Bad ist (halb) im Freien und ausgestattet mit einer Rainfall-Shower und einer Badewanne. Weiters stellt das Hotel Facial Soap/Duschgel/Schampoo und Conditioner ausreichend zur Verfügung, sodass man dieses Zeugs, sofern man nicht pingelig ist, getrost zu Hause lassen kann. Vor dem Retreat ist eine Terrasse mit einem eigenen Infinity-Pool und integriertem Whirl-Pool, den wir uns hin und wieder abends gegönnt haben, ansonsten waren wir natürlich nur im Meer. Pool ist natürlich toll und ein nettes "add-on", aber mit Meer vor der Haustüre eine unwichtige Nebensache ;-).
Zu den Wasserbungalows kann ich nicht viel sagen, außer, dass sich hier die Meinungen extrem teilen: Ein Pärchen auch aus Österreich war ein paar Tage im Anschluss an das Beachretreat da untergebracht und fand es weniger toll, ein Pärchen aus England war dort lieber als auf der Insel. Auch Leute, die die Insel nur "von außen" kennen, sehen hier nur eine Legebatterie, was ich gut nachvollziehen kann. Hier haben sie echt übertrieben!!! Auf der Insel selbst sieht man am Strand sehr wenige Leute und es ist sehr privat, auch wenn manche das kaum glauben – glücklicherweise verläuft sich das sehr stark.
Die Insel ist eine reine barfuß-Insel. Ich hatte Flip-Flops mit, weil ich in diesem Fall zickig bin ;-), aber jeder "Normalsterbliche" braucht echt keine – und die meisten waren auch ohne Schuhe unterwegs.
An unserem ersten Tag hatte ich vorab ein Honeymoon package "sip&soak" gebucht im Spa, welches wirklich SEHR teuer war, selbst für die ohnehin schon gehobene Preisklasse, dennoch war mir das – vorab – wert. Die Behandlung dauerte insgesamt 3 Stunden mit Ganzkörpermassage und –packung, Gesichtsbehandlung und anschließend einem Bad mit romantischen Blick auf's Meer inklusive einer Flasche Champagner und Petit Fours. Die Damen waren "nett" und das Ambiente "schön", aber für den Preis…. Nö, Preis/Leistungsverhältnis echt daneben, spendiert das lieber für was anderes. Das fanden wir schon, bevor wir den Vergleich mit Banyan Tree (der Spa dort war der Hammer!!) hatten.
Das Essen war sehr gut und ansprechend. In allen Restaurants bemühen sie sich, dir jeden extra-Wunsch zu erfüllen – und ich denke, das gelingt auch fast immer. Da die Preise – eh-schon-wissen – hoch sind, gibt’s dann da auch nicht NOCH extra-Kosten. Einmal bin ich ohne Haarband "vom Winde verweht" worden, worauf mir 3 Haarbänder zur Auwahl "serviert" wurden ;-). Natürlich hat das nichts gekostet. Die KellnerInnen sind alle extremst freundlich und herzlich, niemals mussten wir lange auf irgendwas warten, leere Teller werden ruck-zuck abgeräumt, nachgeschenkt, etc. Das Service ist sehr gut und professionell! Und nein, es ist nicht notwendig, das kleine Schwarze auszupacken oder gar Krawatte (uahhhh). Shorts und T-Shirts sind total in Ordnung.
FISH: Wie der Name schon sagt, gibt es dort hauptsächlich Meerestiere in allen Variationen; Lobster, Garnelen, Sushi/Sashimi, Tintenfische, Kaviar, Austern und sonstige Meeresbewohner. Es ist auch das teuerste Restaurant, aber exzellent.
FIRE: Das Barbecue-Restaurant mit One-price->All you can eat: Hier findest du wirklich ausgezeichnete Steaks aller Teile und Tiere, Fish-Steaks, Shrimps/Tigerprawns, Tintenfische, etc etc zum Grillen, sowie leckere Curries, Hühnchen, und diverse passende Beilagen. Abschließend gibt’s noch eine Nachspeise des Tages. Nachher rollst du zum Bungi ;-).
KITCHEN: Hier bekommst du Salate, Pizza, Spaghetti und Burger in allen Variationen zu einem einigermaßen vernünftigeren Preis, außerdem ausgezeichnete (scharfe!) Curries, Fisch oder auch Steaks. Das echt tolle Frühstück wird hier ebenfalls in Buffet-Form serviert. Es gibt eine große Auswahl an frischen Früchten, Mehlspeisen/Plunder, verschiedene, auch dunkle Brote/Brötchen/Weckerl, verschiedene Wurst- und Käsesorten, Asiatische Frühstücksvariationen (Dim Sum, oder wie das heisst ;-)…), frisch gemachte Omlettes/Eier etc, Waffeln, Joghurts, Gemüse (Fingerfood), Sashimi/Fish, … Wenn ihr irgendwas nicht findet, dann fragt unbedingt danach. Wir haben uns alle Arten von frisch gepressten Fruchtsäften ausgedacht und auch bekommen: Mango-Ananas, Banane-Erdbeer, Heidelbeer, Wassermelone, Papaya, Passionsfrucht/Maracuja-Orange… um nur ein paar zu nennen.
Mittags konnte man auch "nur" ins Kitchen gehen oder Snacks im WET, der Poolbar essen, wir haben das Mittagessen immer sausen lassen. Wir waren meistens noch vom Frühstück voll, oder vom Tauchgang, wo nach den Tauchgängen ebenfalls frische Früchte serviert wurden, und "notfalls" haben wir die Zeit bis zum Abendessen mit Eiscreme aus den Sweetspots überbrückt :-).
Alle Mitarbeiter auf der Insel waren extrem freundlich und professionell. Bereits in der Wartelounge wird man gefragt, ob man mit Vor- oder Nachnamen angesprochen werden will und ab dem Moment scheint jeder deinen Namen zu wissen. Erstaunlich. Jeder, der dir über den Weg läuft, egal ob Gärtner oder der General Manager, grüßt dich und strahlt dich an. Wir haben uns noch nie so willkommen gefühlt wie dort. Sie sind auch jederzeit – unaufdringlich! – bereit, mit dir zu plaudern und Kontakt zu knüpfen, wenn du das denn willst.
Im TripAdvisor haben sich ein paar über die Musik beschwert und wir waren z.T. schon ein bißchen besorgt, denn auch wir stehen auf den Malediven auf die Stille und die "natürlichen" Geräusche. Ja, es gab viel Musik, auch auf den Laufstegen und besonders in den Restaurants. Jedoch war, insbesondere auf den Laufstegen, diese leise und chillig, am Strand hörte man gar nichts davon. In den Restaurants war es allerdings, zugegebener Maßen – vorallem im Kitchen – , teilweise lauter. Für uns jedoch noch im Rahmen. Man konnte jedoch Pech und einen "freakigen" Nachbarn haben, der seine Außenlautsprecher auf Anschlag dreht. Ist uns nicht passiert, außer bei einem und bei dem war das unabsichtlich und nach einem kurzen, freundlichen Gespräch gleich geklärt.
Unser absolutes Highlight dort war Down Under, die Tauchbasis. Wir sind begeisterte Taucher. Die Mitarbeiter/Tauchinstruktoren/Boots-Crew waren allesamt absolut großartig. Wir hatten total viel Spass, ausgezeichnete Tauchlocations und haben diese Zeit genossen wie keine andere. Das Boot war modern und sehr bequem, die Crew ausgewöhnlich zuvorkommend. Auch wenn es normalerweise zum Tauchen dazugehört, es ist auch mal angenehm, wenn du nur deinen Anzug selbst anziehen brauchst (und den hätten sie mir auch angezogen, wenn ich darum gebeten hätte) und selbständig die ersten zwei Stufen ins Boot klettern musst. Ansonsten brauchst du keinen Finger krümmen. (Die Sauerstoffanteil-Messung beim Nitrox-Tauchen haben wir – natürlich – auch selbst gemacht ;-)…). Wobei ich ja glaube, dass sie schon an einem ausgeklügelten Plan feilen, wie sie dich easy aus dem Wasser hieven können…. Die Ausrüstung war neu und sehr gut gewartet. Wir konnten unsere Ausflugswünsche angeben und wenn es möglich war, fuhren wir da auch hin. In diesem Sinne: nochmals ein RIESEN Danke schön an Markus, Mari, Cristina, Eldar und die Boots-Crew. They made our stay!!
Ja, es war für unsere Verhältnisse teuer, aber jeden Cent wert – Erholung und Genuss pur.
Und hätten wir das Geld, würden wir wieder dorthin fahren (nachdem wir die –zig anderen Inseln ausgekundschaftet haben, also so mit 70 dann ;-)))))
Wenn ihr sonst noch Fragen habt, könnt ihr euch gerne an uns wenden:
Thomas & Katrin
malediven2008 at gmail.com