Cocoa Island

Reisebericht Cocoa Island März 2008

Nach unserem Aufenthalt auf Velavaru Angsana  (s. gesonderter Reisebericht) hatten wir uns noch eine Woche Luxus auf Cocoa gegönnt. Wir waren sehr gespannt auf diese Insel, da es hierzu nur sehr wenige Informationen gibt.

Die Tage auf Cocoa waren einfach traumhaft. Die Insel ist ein Winzling, nur 80 x 150 Meter, hat aber trotzdem genügend Platz, weil bis auf Rezeption, Bar, Restaurant und SPA alle Bungalows in der Lagune ihre „Ankerplätze“ haben.  Diese Wasserbungalows, zumeist in Form von Dhonis  gestaltet, liegen aneinander gereiht entlang der Südwestseite, mit direktem Zugang zum Riff.

Es gibt verschiedene Bungalowtypen, schon die einfachen Villen sind funktionell ausgestattet und haben genügend Platz. Die Villen-Suiten sind großzügiger, und ab den Loftvillen wird es richtig luxuriös.

Die kleine Insel hat große Strandflächen, insbesondere an den beiden Inselspitzen. Und bei Ebbe wird ein imposantes Naturschauspiel sichtbar. Die Lagune öffnet sich fächerförmig zum offenen Meer, bei Niedrigwasser wird diese so flach, dass überall größere Sandbänke entstehen. Dabei verlängert sich dann die Südspitze um einen schier endlos erscheinenden Weg, weit in das offene Meer hinaus. Dort lassen sich dann viele Vögel nieder und auch Strandspaziergänger kommen voll auf ihre Kosten. 

Der Service ist gediegen und unaufdringlich. Jeder Wunsch wird erfüllt, jedes Anliegen so behandelt, als wäre es das wichtigste überhaupt. Die Küche ist stark indisch angehaucht und bietet erlesene A-la-Carte-Menüs. Zusätzlich gibt es einmal wöchentlich Fisch-Barbeque, mit feiner Auswahl bis hin zum Lobster. Zum Frühstück gab es ein kleines Buffet, ergänzt um eine Menü-Karte zum Beispiel für Eierspeisen, Waffeln oder Käse. Frisch gepresste Säfte sowie leckeres Obst waren ebenfalls selbstverständlich. Alles wird ganz hervorragend zubereitet, auch optisch immer sehr ansprechend.

Die SPA-Einrichtungen und –Behandlungen sind ebenfalls eine Klasse für sich, können aber mit der einzigartigen Atmosphäre auf Angsana oder Banyan doch nicht ganz mithalten. Und dann gibt es noch einen sehr großzügigen und überdachten Hydro-Pool, mit allen möglichen Massagedüsen.

Wie schon erwähnt, ist das Hausriff sehr einfach erreichbar. Man geht entweder zum Steg (bei Ebbe) oder man lässt sich von seiner Terrasse ins Wasser fallen und schnorchelt über die Riffkante. Das Riff ist recht fischreich, auffallend ist insbesondere die Artenvielfalt der Rochen. Dagegen sind die Korallen enttäuschend. Es sieht so aus, als wäre El Ninjo erst letzte Woche vorbei gekommen, das gesamte Riff ist noch immer ein ziemliches Geröll. Schade.

Fazit:
Cocoa ist ein Erlebnis. Sehr luxuriös, hervorragender Service, beste Qualität bei den Speisen und eine unglaubliche Romantik. Die kleine Bar sowie die wenigen Tische im Restaurant, direkt vor dem schön angelegten Pool verschmelzen mit der Natur. Alles ist sehr ruhig, alles taktet wie in Zeitlupe. Eine sehr private, elegante und doch ungezwungene Atmosphäre.

Jürgen