Ellaidhoo Reiseberichte

 

Ellaidhoo vom 10.11. - 24.11.09

Über die Insel und das Hotel Chaaya Reef haben unsere Vorredner schon so viel berichtet, daß wir uns das an dieser Stelle sparen wollen. Nur soviel, uns hat es insgesamt sehr gut gefallen. Unsere Beachbungalows waren nett eingerichtet, sauber und ruhig gelegen. Die Küche ist gut, es gibt eine große Auswahl an internationalen Gerichten. Alles schmeckte recht lecker. Das Personal von Chaaya Reef war sehr freundlich und hilfsbereit, der Service war einwandfrei. Bilder von der Insel Ellaidhoo gibt es auch so viele im Net, daß man sich einen Eindruck verschaffen kann. Wobei der Gesamteindruck von der Insel vor Ort besser ist als die Bilder das vermuten lassen. So haben uns z.B. die Wellenbrecher, welche die Insel umgeben und uns beinahe davon abgehalten hätten Ellaidhoo zu buchen, dann aber überhaupt nicht gestört.

Und nun sofort zum Wichtigsten, dem Tauchen.

Wir haben direkt nach der Ankunft auf Ellaidhoo die Tauchbasis von Dive&Sail aufgesucht um unser Tauchgepäck dort zu deponieren. Unser erster Eindruck war sehr gut, wir wurden herzlich begrüßt und haben uns gleich willkommen und zuhause gefühlt. Die Tauchbasis ist sehr geräumig und gut konzipiert. Alles macht einen extrem ordentlichen und sauberen Eindruck. Nachdem wir unsere Ausrüstung verstaut hatten, dafür gibt es numerierte Kisten und Bügel für die Anzüge, haben wir uns für den Checktauchgang am nächsten Morgen angemeldet. Dieser findet am Hausriff statt, aber vorher gibt es eine ausgesprochen gründliche Einweisung. Man bekommt alle notwendigen Informationen um sich von der ersten Stunde an zurechtzufinden und erkennt dabei schon, daß diese Tauchbasis perfekt organisiert ist. Danach ging es dann endlich ans Hausriff auf das wir so neugierig waren. Der Ruf des Ellaidhoo-Hausriffs ist quasi schon legendär und man liest durchwegs nur Gutes im Internet. Weil das Hausriff so gut sein soll, haben wir uns letztendlich auch für Ellaidhoo entschieden und wir wurden nicht enttäuscht. Das Hausriff ist sagenhaft und macht seinem Ruf alle Ehre. Man kann zu jeder Tages- und Nachtzeit unbegrenzt lange am Hausriff tauchen. Es gibt 6 Ein- und Ausstiegstellen und die Tauchausrüstung wird von den Mitarbeitern zum Einstieg gebracht und beim Ausstieg wieder abgeholt. Also kein Tragen und kein Schwimmen gegen die mitunter knackige Strömung. Man läßt sich einfach zum Ausstieg treiben oder erkundet die großen Höhlen und Überhänge, wo man immer im Strömungsschatten ist. Die Höhlen sind mit riesigen Fächer- und Peitschenkorallen und mit bunten Schwämmen bewachsen. Viele Muränen und Rifffische, sowie jede Menge kleiner Lebewesen halten sich dort auf. Nachts haben wir freischwimmenden Muränen, schlafende Napoleons und Schildkröten in den Überhängen gesehen. Weißspitzenriffhaie, Schnapper, große Makrelen und natürlich die zahmen Rochen werden von dem Licht der Lampen angelockt und machen einen Nachttauchgang am HR zu einem einmaligen Erlebnis. Es sind mehrere Tauchgänge notwenig um das Hausriff wenigstens ein bißchen kennenzulernen, denn es führt um die gesamte Insel herum und ist so abwechslungs- und fischreich, daß man nie müde wird dort zu Tauchen. Wir haben jedesmal etwas Neues entdeckt und fast all unsere Fotos sind dort entstanden. Nachmittags kommen meistens alle Stachelrochen ans Hausriff. Wenn die Gruppe komplett ist, umfaßt sie ca. 15 Rochen und die haben irgendwie eine Vorliebe für Taucher entwickelt. Sie sind nämlich so anhänglich und verspielt, daß man meinen könnte, sie kommen überhaupt nur wegen der Taucher ans Riff. Irre, so etwas haben wir noch nie erlebt. Mit ihnen zu Tauchen war eindrucksvoll und wunderschön, und so haben wir unter anderem auch wegen der Rochen viel mehr Hausrifftauchgänge gemacht als ursprünglich geplant. Trotz alledem hatten wir auch etwas Pech, denn wir waren so oft am Hausriff und haben die zwei Walhaie, die dort immer wieder gesichtet wurden regelmäßig verpaßt. Waren wir auf dem Boot, waren die Walhaie am Hausriff. Und waren wir am Hausriff, kamen die Anderen zurück und hatten wieder mal Mantas oder einen Walhai (einmal sogar zwei Walhaie bei der Paarung) gesehen. Es war wie verhext. In der letzten Woche riß unsere Pechsträhne dann endlich ab. Vier Mantas am Hausriff, fast eine ganze Stunde lang und ein Walhai am nächsten Tag bei Kanduludu Thila. Ja wir wurden schon allesamt recht verwöhnt während dieser Tauchferien. Denn dann folgten noch einmal zwei Tage mit Mantabegegnungen bei Maga Inside Corner und Ellaidhoo Thila. Das waren allerdings nur normale Mantasichtungen, die man das ganze Jahr über haben kann (wie uns die Leute von Dive&Sail erklärt haben), denn für den Mantapoint Donkalu Thila waren wir noch etwas zu früh dran. Der wird ab ca. Ende Dezember, Anfang Januar regelmäßig angefahren und dann gibt es praktisch eine Garantie für Mantasuppe mit meist über 30, manchmal auch bis zu 100 Mantas.

Wir waren jedoch auch ohne Mantasuppe schon mehr als zufrieden. Jeden Tag Mengen von den verschiedensten Fischschwären und Rifffischen, Anglerfische, seltene Nacktschnecken, alle möglichen Arten von Muränen, Napoleons, Schildkröten, Stachelrochen und Haie (Graue und Weißspitzen) bis zum Abwinken, ein Silvertip. Was will man mehr? Wir hatten 12 fantastische Tauchtage, einer erlebnisreicher als der andere. Für uns waren die Mantas und der Walhai das I-Tüpfelchen auf einem ohnehin schon unvergeßlich schönen Tauchurlaub, für den nicht zuletzt auch das Super-Team von Dive&Sail verantwortlich war. Leider vergingen die zwei Wochen viel zu schnell, aber wir kommen ganz sicher wieder zum Tauchen nach Ellaidhoo!

Nadia, Mike, Susanne und Horst

Tauchinformationen in Stichpunkten:

* Hervorragendes Hausriff, oft als das Beste auf den Malediven bezeichnet (dem stimmen wir gerne zu). 24 Stunden HR-Tauchen und kostenloser Flaschenservice.
* Sehr gutes Tauchgebiet mit viel Großfisch und schönen, abwechslungsreichen Riffen
* Bootstauchen, vormittags 2 Tauchgänge, nachmittags 1 Tauchgang
* Spezielle Trips, z.B. nur für erfahrene Taucher, Ganztagestouren, Early-Morning-Trips zum Hammerhaiplatz, Nachttauchgänge, Day&Night mit Hafsa Thila und Maaya Thila
* Tauchboote, verfügen alle über Toilette, Sonnendeck, GPS, Sauerstoff etc., Rettungswesten
* Heißen Tee und Kokosnuß nach dem Tauchen
* Begleitete Schnorchelausflüge mit dem Boot
* Nitrox32 kostenlos
* 12 Liter Flaschen ohne Aufpreis (normal 10 Liter)
* Alle Padi-Tauchkurse
* Ausrüstung, Tauchcomputer und digitale Unterwasserkameras können ausgeliehen werden
* Shop in der Tauchbasis mit Verkauf von T-Shirts, Tauchaccessoires, Unterwasserfilmen etc.
* Tauchbasiswerksatt, kann von allen Tauchern genutzt werden, Ersatzteile sollten aber mitgebracht werden. Das Basispersonal hilft gerne und kompetent bei Problemen mit der eigenen Ausrüstung, was wir nach einem geplatzten Hochdruckschlauch selbst erlebt haben
* Deutschsprachiges Personal
* Perfekte Organisation und ausgezeichneter Service


Wir haben im August zwei wundervolle Wochen auf der Insel Ellaidhoo verbracht. In Gedanken sind wir noch gar nicht wieder daheim. Wir vermissen „Erwin“ unseren verschmusten Lieblings-Stachelrochen, der uns zusammen mit seinem Harem immer am Hausriff von Ellaidhoo begrüßt hat, und die netten Leute von Dive&Sail. Die zwei Wochen vergingen viel zu schnell und beim Niederschreiben unserer Eindrücke für euch, kommt mächtig Fernweh auf.

Insel
Dies war unser fünfter Maledivenaufenthalt und es war bisher der Beste. Vor vier Jahren haben wir Ellaidhoo schon einmal kurz vom Safariboot aus für einen Drink besucht. Damals war die Insel recht einfach und wir hatten leider keine Gelegenheit dort zu Tauchen. Ellaidhoo wurde 2007 komplett renoviert und ist nicht wiederzuerkennen. Für eine 3Sterne (oder 3+) Insel ist sie wirklich ausgesprochen schön. Das gesamte Ambiente, die Zimmer, alles ist sehr geschmackvoll. Auch das Management ist nicht mehr italienisch. Chaaya Hotels (eine Hotelkette aus Sri Lanka) betreibt jetzt Ellaidhoo und das Publikum ist international, wobei die Mehrzahl der Touristen und Taucher aus dem deutschsprachigen Raum und aus England kommen.
Das Preis-Leistungsverhältnis hat uns sehr gut gefallen. Die Insel gehört zu den Noch-Bezahlbaren, von denen es leider gar nicht mehr so viele gibt. Um so angenehmer war die Überraschung beim Blick in unseren Bungalow und bei unserem ersten Inselrundgang. Wir hatten weniger erwartet.

Unterkunft
Es gibt verschiedene Kategorien. Standard/Garten-, Strand-, Wasserbungalows und Superior Zimmer. Die Unterkünfte machen alle einen sehr guten Eindruck. Wir haben in einem Strandbungalow gewohnt und waren mehr als zufrieden. Die Ausstattung ist schön, man hat viel Platz, es ist alles da was man braucht (Minibar, Klimaanlage, TV, eine Terrasse zum draußen Lesen etc.), und es ist sehr ruhig, was will man mehr. Die Bäder sind alle halboffen, das hat was. Wir haben uns auch andere Unterkünfte angesehen und werden das nächste Mal wahrscheinlich eines der Superiorzimmer im Obergeschoß buchen. Die Superiorzimmer haben uns fast noch besser gefallen, aber das ist Geschmackssache. Sie sind sehr, sehr geräumig und in Vierereinheiten untergebracht, je zwei im Erd- und 2 im Obergeschoß, haben entweder eine Terrasse oder einen großen Balkon auf dem man absolut seine Ruhe hat. Ich wohne nun mal gerne oben, wenn ich die Wahl habe, denn da hat man mehr Privatsphäre.

Küche
Es gibt zwei Restaurants und einen Cofee-Shop (Bar). Ein Hauptrestaurant und ein separates Restaurant für alle Leute die einen Wasserbungalow bewohnen. Wir hatten Vollpension und haben im Hauptrestaurant gegessen. Die Buffets sind abwechslungsreich und die Auswahl an Speisen so vielfältig, daß jeder seine Leckereien findet. Uns hat es generell immer sehr gut geschmeckt. Es gibt sowohl asiatische Küche mit Curry´s, als auch jede Menge europäischer und internationaler Gerichte. Als Grünzeugfan habe ich mich auf das leckere Salatbuffet gestürzt. Für Pastafans, gibt es mittags und abends immer zwei verschiedene Sorten. Das Dessertbuffet ist phänomenal, hier ist Vorsicht geboten…

Sonstiges
Der sehr schöne Spa-Komplex beeinhaltet auch ein richtig gutes Fitneßcenter, welches sich durchaus mit deutschem Standard messen kann. Darüber hinaus gibt es dort Pool-Billard, Squash und einen Tennisplatz mit Flutlicht. Der Süßwasserpool ist bei den Wasserbungalows angesiedelt. Am Pool kann man sehr schön sitzen, einen Drink genießen oder, wenn man nur Halbpension hat, etwas Essen. Der Strand auf Ellaidhoo ist nicht sehr groß, was uns aber nicht gestört hat, denn wir waren vorwiegend dort um zu Tauchen.

Tauchbasis
Die Tauchbasis von Dive&Sail, der Inhaber ist Alfons Straub, gehört mit zu den Größten und Modernsten in den Malediven. Die Basis ist auch 2007 neu gebaut worden und liegt jetzt direkt am Strand, unweit vom Anlegesteg. Das bedeutet, man hat nur wenige Schritte bis zum Tauchboot und wenige Flossenschläge bis zum Hausriff. Alles ist wohldurchdacht, man erkennt, daß der Alfons seine langjährige Erfahrung umgesetzt hat. Insgesamt hat man überall sehr viel Platz, sowohl für die eigene Ausrüstung, als auch im Bereich Hausrifftauchen, wo man seine Ausrüstung zusammenbaut etc. Die Spülbecken zum Waschen der Ausrüstung sind groß und das Wasser ist sauber! Zum Quatschen trifft man sich auf der basiseigenen Terrasse mit Blick aufs Meer.

Einchecken bei Dive&Sail
Wir sind gleich am Ankunftstag herzlich von den Basismitarbeitern empfangen worden, haben den Papierkrieg erledigt und uns für den nächsten Morgen zum Checktauchgang angemeldet, welcher bei Dive&Sail Orientierungstauchgang genannt wird.. Während dieser Orientierung wird ein Rundgang durch die Tauchbasis gemacht und man bekommt alles ganz genau erklärt. Jeder Taucher bekommt seinen festen Platz für Jacket und Anzug, sowie eine numerierte Box zum Verstauen der restlichen Ausrüstung.
Macht man eine Bootsausfahrt mit, stellt man seine Box dann einfach auf den dafür vorgesehenen Platz und findet sie auf dem Boot wieder. Das Drumherum wird einem so bequem als möglich gemacht, schleppen muß man nichts. Getaucht wird mit 10l und 12l Aluminiumflaschen, Nitrox ist kostenfrei.
Nachdem man den Rundgang gemacht und seine Box eingeräumt hat, unternimmt man den Checktauchgang gemeinsam mit einem Tauchlehrer am Hausriff. Dabei erfährt man auch, wie man das Hausriff in Zukunft allein betauchen kann. Und das lohnt sich! Wir hatten gerade erst den Kopf unter Wasser gesteckt, da kam uns schon ein großer Napoleon entgegen. Ein paar Meter weiter eine seltene Nacktschnecke in einem toll bewachsenen Überhang. Unzählige Muränen, Garnelen und andere niedere Tiere. Ein Blick ins Blauwasser, da zieht ein riesiger Schwarm Fledermausfische direkt an uns vorbei. Weisspitzenriffhaie in regelmäßigen Abständen, Fisch wohin man schaut und kurz vor dem Auftauchen noch ein schlafender Rochen in einer Höhle. Nicht schlecht für einen ersten Hausriff-Check-Dive. Da fragt man sich „kann´s noch besser werden?“ Es wurde…

Tauchen
Jeden Vormittag werden Bootsausfahrten mit 2 Tauchgängen (double tank diving) angeboten. Das bedeutet, nach dem ersten Tauchgang wird eine Oberflächenpause von 1 Stunde gemacht. Während dieser Zeit fährt man zum zweiten Tauchplatz, trinkt heißen Tee, sonnt sich auf dem Deck und hört dem nächsten Briefing zu. Rechtzeitig zum Mittagessen ist man wieder auf der Insel. Wenn Bedarf besteht, wird auch am Vormittag eine Ausfahrt zusätzlich mit nur einem Tauchgang angeboten. Am Nachmittag gibt es eine Ausfahrt mit 1 Tauchgang. Mehrmals pro Woche finden zudem spezielle Trips statt, wie z.B. Day&Night und Full Day (beide äußerst empfehlenswert), Early Morning oder Trips nur für erfahrene Taucher.
Gefahren wird mit Dhonis (den maledivischen Fischerbooten), die auf Ellaidhoo alle eine Toilette und ein großes Sonnendeck haben.

Wir fanden das double tank diving absolut klasse, denn die kostbare Urlaubszeit wird viel effizienter genutzt.. Das Verhältnis Tauchzeit und Fahrzeit zum Tauchplatz ist einfach besser. Man hat bereits 2 Tauchgänge gemacht und viel gesehen, aber trotzdem ist der ganze Nachmittag frei und man kann mal etwas anderes unternehmen. Besonders, wenn man nichttauchenden Anhang dabei hat, ist das ein Vorteil. Wir haben allerdings fast jeden Nachmittag noch einen dritten Tauchgang (manchmal auch einen vierten) gemacht. Die Tauchplätze sind so gut, daß man glaubt etwas zu verpassen, wenn man nicht dabei ist.. Oft sind wir aber auch noch mal nachmittags oder nachts ans Hausriff gegangen.
Generell kann man sagen, daß das Ari Atoll für Taucher die wohl beste Region in den Malediven ist. Die Strömungen sind zwar mitunter recht stark, sonst wäre auch nicht so viel (Groß)Fisch da, aber man gewöhnt sich schnell daran. Vor jedem Tauchgang gab es ein ausführliches und sehr gut verständliches Briefing. Am Tauchplatz angekommen, prüfte zunächst erst ein Guide die Strömung. Die Stömungschecks waren immer richtig, das haben wir schon ganz anders erlebt. Man merkt, daß das Personal bei Dive&Sail sehr erfahren ist und die Leute ihr Tauchgebiet aus dem Effeff kennen. Dank der guten Planung war das Tauchen auch bei starker Strömung problemlos und wir hatten die tollsten Erlebnisse, beim Abhängen in der Up-Current (dort wo die Strömung auf das Riff trifft). Die Bootscrews waren freundlich und hilfsbereit, wichtiger jedoch, die Boote waren gleich nach dem Auftauchen wieder zur Stelle um uns aufzunehmen. Das perfekte Zusammenspiel von Tauchguides und Bootsleuten sorgte für ein gutes Gefühl von Sicherheit.

Tauchplätze
Wir haben so viele Tauchgänge der Superlative gemacht, so daß es schwer fällt Lieblingsplätze zu benennen. Da wären z.B.: Bathala Maaga Kan Thila mit den Grauen Riffhaien und Adlerrochen; Maaya Thila mit den wunderschönen Blöcken und Fischschwärmen; Fish Head mit den zahmen Napoleons; die Fischsuppe von Fanka Thila; Bathala Thila und Ellaidhoo Thila wo Ammenhaie in den Überhängen schlafen; Hafza Thila, wo sich Grauhaie auf dem Riffdach putzen lassen und dabei bis auf Armeslänge herankommen; Mahlos Thila (Full Day Trip), Höhlen und Terrassen, welche über und über mit weißen Weichkorallen bewachsen sind, so daß man sich wie in einer Märchenwelt vorkommt usw. usw. Man weiß gar nicht wo man anfangen und wo man aufhören soll. Das gesamte Tauchgebiet ist einfach sehr gut. Die Riffe sind intakt, keine Spur mehr von EL Nino. Überall gibt es flächendeckend gesunde Hart- und bunte Weichkorallen und Schwämme, üppig bewachsene Überhänge, riesige Fächergorgonien und farbenprächtige Riffdächer. Besonders beeindruckend war für uns der enorme Fischreichtum. Soweit das Auge reicht sieht man Fisch, Fisch, Fisch. Man taucht meist schon durch riesige Schwärme von Füsilieren, Schnappern, Wimpelfischen und Makrelen ab. Es gibt regelmäßig Begegnungen mit Napoleons, Schildkröten, Ammenhaien, verschiedenen Stachel- und Adlerrochen. In keinem anderen Atoll haben wir bisher so viele Haie gesehen. Weißspitzenriffhaie trifft man praktisch bei jedem Tauchgang an, für Graue Riffhaie gibt es mehrere Tauchplätze mit Quasi-Garantie.
Leider waren wir nicht zur Mantasaison auf Ellaidhoo. Die ersten Mantas kommen nämlich im Dezember und die letzten gehen im Mai. Hauptzeit ist von Januar bis März, dann kann man auf 100 und mehr Tiere treffen. Alfons hat uns einen Film gezeigt, da blieb uns die Spucke weg. Mantas, einer neben dem anderen soweit das Auge reicht, und die Taucher mittendrin. Unser Entschluß wieder nach Ellaidhoo zu kommen stand ohnehin schon fest wurde, jetzt wissen wir aber auch schon wann.

Hausriff
Vorweg, das Hausriff ist phantastisch und kann rund um die Uhr betaucht werden. Es gibt sechs Ein- und Ausstiegsstellen rund um die Insel, welche so idiotensicher mit Seilen und Bojen markiert sind, daß man selbst bei einem Nachttauchgang die Orientierung nicht verlieren kann. Der Einstieg an der Basis ist nur wenige Meter entfernt. Steigt man an einem der anderen Plätze ein, so wird die Ausrüstung von Mainar und Rokko (die Beiden sind ein Schatz) dort hin gebracht. Je nachdem wo man seinen Tauchgang dann beendet, läßt man seine Flasche (oder auch die gesamte Ausrüstung) einfach neben einer der Bänke, die es an jeder Ein/Ausstiegsstelle gibt stehen und die beiden Jungs holen sie wieder ab. Einfacher und bequemer geht´s nicht.

Die Südseite des Hausriffs (dort sind auch die Basis und der Anlegesteg) ist eine atemberaubende Steilwand mit Überhängen und Höhlen. Ein kleines Wrack liegt vor dem Anlegesteg auf 30m Tiefe. Am Wrack trifft man auf einen großen Napoleon, viele große Barsche, Fledermausfische und Füsiliere. Die Überhänge sind voll mit Fischen, Muränen, niederen Tieren und schönem Korallenbewuchs. Überall sieht man große Schwärme von Wimpelfischen, Schnappern, Makrelen, Füsilieren etc. Weißspitzenriffhaie schwimmen dir eigentlich bei jedem Tauchgang über den Weg. Adlerrochen (bis zu 7 Stück auf einmal) haben wir mehrmals gesehen, ebenso wie Graue Haie. Nachmittags sind garantiert Stachelrochen anzutreffen. Manchmal sind es nur 2 bis 3, manchmal sogar bis zu 10 Tiere. Wenn man sie zum ersten Mal trifft, reagiert man noch eingeschüchtert, denn so etwas hat man halt noch nie erlebt. Die Rochen kommen nämlich extrem nahe und bleiben oft eine Weile. Man wird umtanzt und es kann schon mal passieren, daß man angerempelt wird, und zwar von „Erwin“. Der Macho unter den Rochenmännchen steht nämlich gerne im Mittelpunkt.
Die Nordseite des Hausriffs ist ein Abhang mit kleineren Höhlen und Überhängen, aber auch sehr schön und fischreich. Die Ost- und Westecke muß man mindestens einmal umrundet haben. Da gibt es wieder irre viele Fischschwärme und einen kleinen Adlerrochen als Stammgast.

Was man nicht verpassen darf, ist der organisierte Stachelrochentauchgang, welcher 1 bis 2x pro Woche nachmittags am Hausriff stattfindet. Dabei entdeckt dann auch der letzte Skeptiker seine Liebe für die Rochen. Die Tauchlehrerin Dagmar geht mit etwas Köderfisch ins Wasser um die Tiere anzulocken, füttert aber nicht, und die Taucher folgen 20 Minuten später. Weil die Rochen den Fisch riechen, kommen sie ganz schnell ran und bleiben den ganzen Tauchgang über. Bei uns waren es 11 Rochen. Obwohl im Briefing empfohlen wurde die Tiere nicht zu berühren (falls man es doch tut, dann auf eigenes Risiko), konnte sich kaum jemand beherrschen. Wenn man der Dagmar so zusieht wie sie mit den Tieren schmust und wenn man sieht, wie die Rochen das genießen und Schlange stehen, dann juckt es einfach in den Fingern. Das Erlebnis war einmalig und unvergeßlich. Danach sind wir noch ein paarmal zur Rochenzeit ans Hausriff um Erwin und seine Freunde zu besuchen und wir wurden nie enttäuscht. Meist haben uns die Rochen den ganzen Tauchgang über begleitet.

Schnorcheln
Obwohl das Hausriff von Ellaidhoo auch ein grandioses Schnorchelrevier ist, blieb uns durch das ausgiebige Tauchen wenig Zeit dafür. Als Schnorchler nutzt man die gleichen Ein- und Ausstiegsstellen. Man treibt einfach mit der Strömung an der Riffkante entlang und segelt dabei über Fischschwärme hinweg, während man nach Hai und Co Ausschau hält. Das schöne Riffdach, das mit Tischkorallen und anderen Hartkorallen übersäht ist, ist auch für ungeübte, ängstliche Schnorchler geeignet.. Die verschiedensten Rifffische tummeln sich dort im flachen Wasser, wie.. Z.B.: Papageienfische, Hornhechte, Drückerfische, Süßlippen, Koffer- und Kugelfische, Barsche, Kaiserfische und Muränen. Häufig trifft man auf die Hausriff-Rochen, auf Babyhaie und Weißspitzenhaie.

Fazit
Dive & Sail war bislang so ziemlich die beste Tauchbasis die wir kennengelernt haben. Das Tauchgebiet um Ellaidhoo ist spitze und das Hausriff unschlagbar. Das Team von Dive&Sail hat uns das Gefühl gegeben immer herzlich willkommen zu sein.. Die Leute sind nicht nur sehr freundlich, hilfsbereit, geduldig und kompetent, sondern selbst auch total tauchbegeistert. Ein fettes Dankeschön an Alfons und seine Mitarbeiter Dagmar, Feli, Mohamed, Clemens, Solee, Hamza und Laia für die tolle Zeit und die super Tauchgänge die ihr uns beschert habt. Wir kommen wieder, diesmal im Winter, wenn auch die Mantas da sind.

Wir wünschen Euch viele schöne Tauchgänge und allzeit gut Luft
Kartin und Dieter


 

Reisebericht vom 14. bis 28 Mai 2009

Condor Flug war in Ordnung. Alles bestens . Fluglinie empfehlenswert, hat alles geklappt, freundlich, pünktlich, sauber.....etc.


Die Insel ist für Taucher sehr geeignet. Die Tauchplätze sind schön. Leider hatten wir zu wenig Sicht auf Grund des vorangegangen schlechten Wetters über 4 Tage (Regen/Wind) vor unserem Urlaub. Dafür waren die vereinzelten Mantas, Rochen und Haie um so mehr eine Attraktion. Aber insbesondere das Hausriff selbst ist klasse und die "kleineren" Meeresbewohner und Fischschwärme waren überall sehr zahlreich und vielfältig anzutreffen. Die Tauchschule ist klasse von A. Straub organisiert. er selbst hat uns jeden Tag "begleitet". Alles hat seinen Platz, gute Einweisung, hilfsbereite Tauchlehrer und Crew. Man fühlt sich wohl. Kein Taucher trägt seine Flasche selbst . Sogar beim Ein- und Ausziehen auf dem Boot vor und nach dem Tauchgang wird dir einzeln , persönlich geholfen. Toll!

Die Strandbungalows zwischen Nr. 310 bis 325 empfanden wir als die Besten. Innen gute Ausstattung, sauber, täglich frische Handtücher. Kleiner Safe im Zimmer, es wurde nie etwas gestohlen, obwohl wir im Zimmer alle Wertgegenstände liegen liessen. Hier war Ruhe, kleine Terrasse mit Liege und Stuhl, kleiner Sandstrand, direkter Zugang ins Wasser, schöne Liegen mit Auflagen.....was will man mehr? Wege gepflegt, alle barfuß begehbar, ebenso das Restaurant. Wellnesstempel mit Sportgeräten ist OK., wobei das Preis-Leistungsverhältnis meines Erachtens hier nicht ganz stimmt. Sicher hätte ich mehr Massagen genommen, wenn die Preise nicht zwischen 70 und 120 Dollar liegen würden.Vielleicht wäre dann auch die Auslastung der Wellnessanlage besser. Dafür habe ich aber auch immer zu jeder Tageszeit einen Termin bekommen.....

Das Essen war, sowohl beim Frühstück als auch beim Abendessen, reichlich und abwechslungsreich. All inclusiv hatten wir nicht- zum Glück- wir haben auch so zugenommen !! Tennis, Tischtennis, Kanu haben wir nicht gebraucht , ist aber günstig nutzbar. Die Bars sind ebenfalls zu empfehlen.Preis-Leistungsverhältnis ist OK..

Sonnenanbeter die nur mal geschnorchelt haben gab es auch sehr viele. Hiiiiiilfe, die meisten haben sich ganz schön vebrannt. Sonnenschutz ab 30 empfehlensert und trotzem nicht ausreichend. Parole : gehe nicht in die Sonne wenn du nicht musst. Man glaubt es nicht wie unvernünftig die Meschen sein können, wenn es um die Urlaubsbräune geht die man zuhause wohl zeigen will- echt der Hammer was da abgeht- aber jeder ist sich selbst der Nächste !

Ellaidhoo ist eine absolut empfehlenswerte Insel, besonders auch für Taucher, mit korrektem Preis- Leistungsverhältnis. Da kann man wiederkommen!!!


 

Reisebericht Ellaidhoo 23.06. - 08.07.2008

Unsere 6. Maledivenreise ging nach Ellaidhoo im Nord-Ari Atoll.

 

Anreise:

Der Flug erfolgte mit LTU ab MUC, dorthin reisten wir per Zubringer (Air Berlin) von TXL. Auch diesmal haben wir über unser Reisebüro Sitzplätze für alle Flüge im Vorfeld reservieren lassen, alles hat reibungslos geklappt.

Der Nachtflug verlief ohne besondere Vorkommnisse, Beinfreiheit, Essen und Service allgemein lagen im „grünen Bereich“. Einziger Wermutstropfen war dabei die unmittelbare Nähe zu der reinen Kleinkindreihe. Da war an Ausruhen oder gar an etwas Schlaf nicht zu denken.

In Male angekommen, verlief die Einreise zügig, sowohl Passkontrolle als auch Gepäckfassen kosteten nur Minuten.
Der Transfer zur Insel erfolgte mit MAT. Deren Check-in Counter befinden sich aktuell direkt in der Vorhalle des Flughafengebäudes. Hier wird das Gepäck gewogen, markiert und man erfährt die Flugnummer des Airtaxis.
Besonderheit hier für uns: Durch ein „Sonderabkommen“ zwischen MAT und Ellaidhoo können Gäste der Insel 5kg extra Gepäck mitnehmen, also 30kg statt 25kg.

Nach der Busfahrt auf die andere Seite von Hulule mussten wir nur noch kurz auf den Aufruf unserer Flugnummer warten und schon saßen wir im Wasserflieger Richtung Ellaidhoo. Nach 25 min Flug erblickten wir unser Ziel und nur wenig später setzten wir zur Landung an der vorgelagerten Plattform an.

Insel:

Ellaidhoo liegt ungefähr 45 km vom Flughafen entfernt im Nordosten des Ari Atolls, ist ca. 300 m x 280 m groß und hat eine ursprüngliche Vegetation mit vielen Kokospalmen. Die Insel selbst wird an vielen Stellen von einer Mauer eingefasst und ist komplett von vorgelagerten Wellenbrechern umgeben. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass aufgrund des besonderen Inseltyps jedes weggespülte Sandkörnchen durch die umgebende Riffsteilwand für immer verloren ist. Ellaidhoo verfügt nicht über die klassische sandige Lagune, die zum Baden einlädt, sondern ist eher Anziehungspunkt für Taucher und Schnorchler, die auch mal eine ordentliche Strömung zu schätzen wissen.

Im Jahr 2007 war Ellaidhoo für einige Monate geschlossen, in diesem Zuge erfuhren alle Bungalows und Einrichtungen der Insel eine Renovierung und Modernisierung, zudem wurden Wasserbungalows und eine Poolanlage errichtet.

Gastronomische Einrichtungen: Madi Restaurant, Malamathi Restaurant and Bar sowie die Iruohsenee Bar.
Sport- und Freizeiteinrichtungen: Dive & Sail Maldives, Ellaidhoo Sports Center mit Sanctuary Spa, Fitnesscenter und Tennisplatz.

Bungalows/Strand:

Es gibt 114 Bungalows in 4 verschiedenen Zimmerkategorien. Die Ausstattung ist in allen Bungalowkategorien grundsätzlich identisch: halb offenes Bad mit Dusche (jedoch haben einige Zimmer auch eine Badewanne) und Föhn, Klimaanlage, Deckenventilator, Satelliten - TV, Minibar, Tee- und Kaffeeutensilien, Direktwahltelefon.

Standard Bungalows:

Diese 7 Doppelbungalows befinden sich direkt hinter den Beach Bungalows in zweiter Reihe. Die Bungalows Nr. 101 bis 106 befinden sich hinter der Poolbar. Die Bungalows Nr. 107 bis 114 liegen weiter Richtung Nordwesten.

Zu dieser Kategorie sollten laut Aussage der Rezeption auch die beiden Einzel-Stelzenbungalows Nr. 515 und 516 zählen. Diese liegen auch in zweiter Reihe, genau zwischen den Nr. 106 und 107 in Nähe des Tennisplatzes. Da diese beiden Bungis auch neu renoviert wurden, haben wir im Vorfeld per Mail auf der Insel den Stelzenbungalow Nr. 515 für uns vormerken lassen.
Wie gewünscht, erhielten wir den Stelzenbungi Nr. 515. Unsere Freude war groß, als wir jedoch den Bungi von innen sahen, war die Freude bald verflogen: kein offenes Bad, die Minibar war abgeschlossen, der Schlüssel dazu nicht vorhanden und dessen Aufenthaltsort auch der Rezeption nicht bekannt, der große Kleiderschrank hatte keine Türen, das Bettgestell war nicht aus Holz, sondern mit beschmutzten Stoff bezogen und dann war da noch diese Seitentür, draußen waren zwei Bretter zusammengenagelt als Austritt, wie ein Minibalkon ohne Geländer, wir wissen bis heute nicht, wozu das gut war.
Jedenfalls sind wir sofort zurück zur Rezeption und sprachen mit unserer Gästebetreuung bzgl. eines neuen Bungalows. Sie war sehr freundlich, sie wolle sich kümmern und uns in einer halben Stunde im Bungi zurückrufen. Zurück im Bungi angekommen, suchten wir unser Telefon, nach einiger Zeit mussten wir feststellen, hier gibt es kein Telefon, also sind wir wieder zurück zur Rezeption.
Nach einigem hin und her, zeigte man uns die Bungalows Nr. 113 und 114, wir entschieden uns für den Bungi 113 und waren mit ihm bis zum Ende des Urlaubes sehr zufrieden. Einziger Nachteil für uns, dieser Standard Bungalow war am weitesten von der Tauchbasis entfernt.
Dafür hatten wir vom Bett aus fast freie Sicht zur Meer, all die anderen Standard Bungis hatten Sicht auf den Vorderen Beach Bungi.

Superior Bungalows:

Die 28 Superiorzimmer befinden sich an der Ostseite der Insel in 7 doppelstöckigen Gebäuden à 4 Wohneinheiten. In diesem Bereich war besonders wenig Strand vorhanden und das Buschwerk extra dicht.

Beach Bungalows:

46 Beach Bungalows befinden sich in direkter Strandlage rund um die Insel verteilt.
Sie sind noch größer im Raumangebot und verfügen zudem über einen extra Badeingang im hinteren Bereich.

Wasserbungalows:

Die 24 Zimmer befinden sich in 12 Bungalows à 2 Wohneinheiten halbkreisförmig angelegt im Westen der Insel, direkt am Pool. Der Balkon/Austritt ist äußert knapp geraten, so dass die 2 kleinen Liegen gerade so darauf Platz finden.
Trotz Neubau hatten Gäste Grund zu Beschwerden: In einer stürmischen Regennacht kam bei einigen das Wasser in die Zimmer.

Essen/Restaurant/Bars:

Das Madi ist das Hauptrestaurant der Insel, hier werden alle Hauptmahlzeiten eingenommen. Im Restaurant ist überall Sandboden, nur direkt am Buffet ist ein kleiner in Stein gefasster Bereich. Im Restaurant trafen wir zu unserer großen Überraschung auf den uns von Fihalhohi bekannten Tischkellner, der uns sofort in "sein Revier" holte.

Die Öffnungszeiten:
Frühstück von 07.30 Uhr bis 10 Uhr
Mittag von 12.30 Uhr bis 14.30 Uhr
Abendessen von 19.30 Uhr bis 22 Uhr

Kulinarisch betrachtet, gab es auf Ellaidhoo für uns das bisher beste Essen auf den Malediven. Sowohl die Qualität der Speisen und Zutaten, die Fülle des Angebotes, die Vielfalt und auch die optische Darbietung waren in unseren Augen hier nahezu perfekt.
Als sehr angenehm empfanden wir die Live-Musik während des Abendessens, meist zwischen 20.00 – 20.30 Uhr. Eine Band aus Sri Lanka spielte weltbekannte Songs, spät am Abend an der Bar traten Sie dann nochmals auf und nahmen auch Musikwünsche entgegen.

Gäste der Wasserbungalows speisen in der Poolbar, können aber auch im Madi ihre Mahlzeiten einnehmen.

Ellaidhoo wird mit allen Verpflegungsstufen angeboten, von Übernachtung mit Frühstück bis hin zu all-inclusive.
Wir buchten wieder einmal AI und nutzten trotz vieler Tauchgänge das Angebot aus und fuhren auch damit in die „Gewinnzone“.

Preise: Wasser 1,5 l 3,50 $, Softdrinks 3,50 $, Bier 4,50 $, Wein 1/3 l 6,00 $, Cocktails 8-10 $.

AI-Gäste bekommen bei Ankunft ein farbiges Bändchen, welches den gesamten Aufenthalt sichtbar am Handgelenk zu tragen ist. Erst nach einigen Protesten durften wir unser Bändchen am Bungischlüssel befestigen. Wir waren das von unseren früheren AI-Inseln nicht gewohnt und empfanden dies als „lästige Markierung“.
Das AI-Angebot gilt täglich bis 24 Uhr, die Kellner nehmen es sehr genau, daher bei Bedarf rechtzeitig Nachschub ordern. Auch AI-Gäste unterschreiben ihren Tageskonsum.

Iruohsenee Bar:

Die Hauptbar der Insel mit Terrasse war allabendlich gut besucht. Hier wurde während unseres Aufenthaltes auch die Fußball EM übertragen. Die Kellner waren recht träge, auch am letzten Abend kannte unser Stammtischkellner immer noch nicht unsere Zimmernummer.
Täglich gab es hier für die AI-Gäste den Nachmittags-Snack, meist kleine Sandwichs und Kuchen, dazu Tee und Kaffee. Andere Gäste durften hier auch snacken, mussten dafür aber pro Person 5 $ zahlen.

Hausriff/ Tauchbasis:

Ellaidhoo verfügt über ein spektakuläres Hausriff mit Steilwand und einem Wrack auf der Südseite. Gleich beim ersten Besuch sahen wir einen Napoleon und eine Schildkröte. Zudem gibt es hier einen stationären Schwarm Blaustreifenschnapper direkt am Wrack in ca. 27m Tiefe, dazu Fledermausfische, Muränen, Papageienfische, Drücker, Anemonenfische, Barsche usw.
Auch korallentechnisch braucht sich das Hausriff hinter vielen anderen Tauchspots nicht verstecken. Es gibt in der Steilwand diverse Überhänge und Grotten, die mit ein wenig Erfahrung und Ruhe auch betaucht werden können. Hier tummelten sich große Zackenbarsche, Stachelrochen, mitunter auch schlafende Haie.
Vor allem bei Nacht lohnt sich ein Besuch des Hausriffes.
Die Nordseite ist nicht ganz so sehenswert, hier läuft das Riff flacher aus und wir haben bei einigen Tauchgängen auf dieser Seite wesentlich weniger gesehen.
Da Ellaidhoo am östlichen Rand des Atolls liegt, zieht die Strömung oft sehr heftig. Je nach Tageszeit und Tide wurde dies noch verstärkt.

Die Tauchbasis "Dive & Sail" unter der Leitung von Alfons Straub wurde zu unserer Zeit stellvertretend von Hans und Yvonne geführt. Die beiden kannten wir noch gut von unserer vorherigen Insel Fihalhohi und es gab beim Wiedersehen ein großes „Hallo“.

Als Leihausrüstung gab es nagelneues Equipment z.B. SeaQuest Jackets, Aqualung Automaten, Suunto Tauchcomputer, Olympus Digital Kameras inklusive Gehäuse. Weiterhin im Ausleih erhältlich Unterwasserlampen und ABC-Grundausrüstung.

Die Guides der Basis waren sehr nett und professionell, obwohl einige auch erst frisch auf die Insel kamen und wir mitunter Tauchplätze anfuhren, bei denen sie das Briefing von uns bekamen. ;-)

Für die Bootstauchgänge, welche 13 $ bzw. 18 $ für den 2 Tank kosten, konnte man sich am Abend zuvor in die aushängenden Listen eintragen. Sofern möglich wurde gern auf Wünsche der tauchende Gäste Rücksicht genommen, so dass wir auch mehrmals unsere Lieblingsspots anfahren durften. Es werden auch Ganztagestouren mit 3 Tauchgängen angeboten. Dieser Trip kostet allerdings 35$ Aufpreis.

Wir betauchten u.a.: Hafsa Thila (starke Strömung, Grauhaie, Adler- und Stachelrochen, Schildkröte, unzählige Rotzahndrücker, die einem die Sicht nahmen); Maaya Thila (mehrere Nachttauchgänge, Haie, Stachelrochen, fischfressende Schildkröte, tintenspuckender Oktopus); Fish Head (zutraulicher Napoleon, viele Langusten); Kandholhu Thila und HR (Anglerfisch, gut erhaltener Korallen-Altbestand); Bathala Thila (Haie, Schaukelfisch, viel Kleinzeug).

Insgesamt absolvierten wir 80 Tauchgänge (4x 6 Tage NonLimit) und haben keinen davon bereut.

The Sanctuary Spa:

Das Spa befindet sich eigentlich im Haupthaus, in dem auch das Sports Center untergebracht ist. Zu unserer Zeit war hier jedoch Baustelle, so dass die Massagen in einen kleinen Staffbungalow angeboten wurden, jedoch zum vollen Preis. Da für uns aber auch das Ambiente eines schönen Spabereiches passen muss, verzichteten wir diesmal auf eine Behandlung.

Internet/Bibliothek/Inselshop:

Hinter der Rezeption befindet sich ein kleiner, aber gut klimatisierter Internetraum mit zwei Rechnern. Die Internetnutzung kostet hier 5 $ für 10 Minuten. Um eine „Ich bin gut angekommen“ Mail abzusenden, reicht das alle Mal.
Des Weiteren befinden sich im Rezeptionsgebäude ein Juwelier und der Inselshop mit den üblichen Souvenirs, jedoch keinerlei Postkarten von der Insel Ellaidhoo selbst. Abhilfe verschaffen nur die 2 in der Zimmermappe liegenden Ansichtskarten des Resorts. Wer mehr verschicken möchten, sollte höflich bei der Rezeption nachfragen.

Ein wenig Urlaubslektüre findet sich in der kleinen Bibliothek, welche im Bereich der Hauptbar stand.

Ausflüge:

Zur Auswahl standen die üblichen „Verdächtigen“, wie Schnorchelsafari, Delfintour, Nachtfischen, Inselhüpfen, Besuch in Male usw.
An keinem dieser Ausflüge haben wir jedoch teilgenommen, können somit nichts über deren Qualität oder Preise sagen.

Wetter:

Reisezeit Juni/Juli ließ uns auf alles vorbereitet sein, jedoch war das Wetter in den 2 Wochen überwiegend sonnig. An manchen Tagen hatten wir etwas Wind und auch höhere Wellen. Nachts ein paar Male Regen, die durchschnittliche Tageslufttemperatur lag bei 30 °C und in der Lagune war das Wasser angenehme 33 °C warm.
Wir lernten wieder einmal daraus, dass es für uns entscheidender ist, in einer preislich günstigen Reiseperiode zu fliegen, egal ob nun Regen- oder Nichtregenzeit ist.

Sonstiges:

Der Safe im Zimmer kann ohne Gebühr genutzt werden.
Auf alle, auf der Insel kostenpflichtig konsumierten Sachen, mit Ausnahme Tauchbasis, Internet und Inselshop, werden 10 % Servicegebühr aufgeschlagen.

Ellaidhoo hat keine eigene Inselzeit, d.h. es gilt Malezeit.

Fazit:

Ein wunderschöner Urlaub auf einer Insel, die nicht jedem optisch gefallen mag, dennoch hat sie unseren Geschmack getroffen, gerade bzgl. Tauchen und Essen. Zudem war Ellaidhoo nur zu gut einer Hälfte belegt und konnte damit auch hinsichtlich „Robinsonfeeling“ punkten.

Weitere Fragen bitte per Mail an (info<at>tina-guido.de)

Tina und Guido (www.tina-guido.de)

 


Ellaidhoo, 1. – 15.4.2008

Anreise
Direktflug mit LTU ab Düsseldorf (Jahn-Reisen). Sitzplatzreservierung scheint heute Standard zu sein. Haben beim Internet-Check-In (30 Stunden vor Abflug!) den letzten Fensterplatz ergattern können.
Weiterflug mit Maldivian Air Taxi. Gepäck wird von MAT komplett (einschl. Handgepäck) gewogen. Die im Katalog angegebenen Hinweise hinsichtlich Freigepäck (25 kg einschl. Handgepäck) und Kosten für Mehrgewicht (ca. 2 US-$ pro Kilo und Strecke) wurden allerdings sehr kundenfreundlich ausgelegt: uns wurden 35 kg Freigepäck zugebilligt (wir hatten beide komplett eigene Tauchausrüstung dabei); Mehrgewicht wurde mit 2 US-$ für Hin- und Rückflug in Rechnung gestellt. Beim derzeitigen Dollarkurs ohnehin kein Grund, sich den Urlaub vermiesen zu lassen. Wartezeit bis zum Weiterflug ca. 1 œ Stunden – akzeptabel.
Landung ca. 300 m vor der Insel an einer schwimmenden Plattform (ca. 3 x 6 m) mitten im Meer. Aber keine Panik: sofort nach dem Aussteigen war das Dhoni von der Insel da, um uns einzuladen. Gepäck war  auch vollständig dabei. Anderen Mitreisenden fehlten allerdings einzelne Gepäckstücke – wurden aber im Laufe des Nachmittags nachgeliefert. Im Zweifel also eine Badehose ins Handgepäck – spätestens am Flughafen umpacken!

Empfang
Kurzer Empfang an der Rezeption durch das einheimische Personal (Erfrischungstücher, Getränk). Um die Verteilung der Nationalitäten unter Kontrolle zu haben, werden an die großen Reiseveranstalter nur begrenzte Kontingente abgegeben (, damit eventuell nicht verkaufte Plätze nicht ins Ausland weiterverkauft werden). Die geringe Platzzuteilung ist aber für die Reiseveranstalter Grund genug, keinen Repräsentanten auf der Insel zu platzieren. Da wir in der Regel jedoch ohnehin einen Reiseleiter nicht in Anspruch nehmen, war das für uns kein Problem.

Zimmer
Nach Ausfüllen der Anmeldekarte wurden wir zu unserem Bungalow begleitet. (Koffer wurden gekennzeichnet und gegen das übliche Trinkgeld per Schubkarre angeliefert.) Wir hatten die einfachste Kategorie (Standardbungalow) gebucht. Nr. 111 war eine einprägsame Nummer, der Bungalow war auch geräumig und freundlich eingerichtet. (Sollte so unmittelbar nach einer Renovierung wohl auch so sein.) Allerdings machten wir am Abend nach der Rückkehr vom Strand die unangenehme Erfahrung, dass sich hinter dem Bungalow offensichtlich die Kläranlage und dahinter der Stromgenerator der Insel befanden. Geruchs- und Geräuschbelästigung veranlassten uns deshalb, nach einem Alternativquartier zu fragen. Unser Gesuch wurde auch wohlwollend behandelt. Wir bekamen sogar ein Upgrade auf einen Superior-Bungalow (zweistöckig/Obergeschoss) angeboten; da wir aber lieber ebenerdig wohnen wollten, einigten wir uns mit dem Management, nach 3 Tagen in einen anderen Standardbungalow umzuziehen (Nr. 108). Gott sei Dank half uns eine Änderung der Windrichtung, die Belästigungen für 2 Tage zu mildern.

Der Strand
Rund um die Insel (außer im Bereich der Bar/des Restaurants) ist – eingefasst durch eine Schutzmauer – ein schmaler Strandstreifen mit Holzliegen vorhanden. Für jede Liege gibt es auch Matratzen als Auflagen, und täglich gab es frische Handtücher speziell als Auflagen für diese Liegen. Die Liegen sind stabil, und man kann sich nach eigenem Gutdünken einen Platz in der Sonne oder unter den Sträuchern/Bäumen suchen. Allerdings gibt es in einigen Bereichen, wo der „Strand“ besonders schmal ist, schon mal Gedränge, weil die Bewohner der Beachbungalows in der ersten Reihe diese Plätze für sich beanspruchen.
Nach dem Umzug orientierten wir uns ohnehin mehr in Richtung des einzigen größeren Strandabschnittes (in früheren Berichten auch als „Little Rimini“ bezeichnet). Entgegen früherer Schilderungen gab es hier aber weder Gedränge noch eine übermäßige Anzahl italienischer Touristen; hinsichtlich der Geräuschkulisse gab es hier absolut nichts auszusetzen. Dass einzelne Gäste ihre Strandlaken (selbst nach offensichtlicher Abreise) auch über Nacht auf den Liegen beließen (Mallorca lässt grüßen), merkt man spätestens am 3. Tag – und entsorgt die Handtücher diskret.
Vom „großen“ Strand aus kommt man bequem ins Wasser. Da sich die Tauchbasis in unmittelbarer Nähe befindet, gibt es hier auch Ein- bzw. Ausstiege für die Taucher. An den übrigen Strandabschnitten befinden sich in kurzen Abständen Treppen in der Mauer, über die man bequem ins Wasser gelangt.

Schwimmen/Schnorcheln
Rund um die Insel läuft eine Mauer, die die Insel gegen die Wellen und Meeresströmungen abschirmt – auf den ersten Blick sicherlich kein schöner Anblick. Allerdings gewöhnt man sich doch sehr schnell an diese Optik. Es gibt genügend Unterbrechungen in der Mauer, die ein Hinausschwimmen zur Riffkante ermöglichen.
Innerhalb der Mauer ist – insbesondere bei Ebbe – das Schwimmen schwierig bis unmöglich. Da sich in diesem Lagunenbereich aber ohnehin nicht sehr viel Sehenswertes abspielt, kann man darauf gut verzichten. Wer einmal den Weg durch eine Maueröffnung nach außen genommen hat, hat auch keine Sehnsucht mehr nach Lagune. Außerhalb der Mauer bietet sich ein recht intaktes Riffdach mit einer um die gesamte Insel herum fast senkrecht abfallenden Riffkante. Hier kann man Alles sehen, was man von einem Maledivenurlaub erwartet. Bereits mein erster Schnorchelausflug (am Ankunftstag) präsentierte mir eine Schildkröte, einen Weißspitzenriffhai, einen Adlerrochen und einen Napoleonfisch (von den übrigen Rifffischen gar nicht zu sprechen). Einer der grünen Riesendrücker war allerdings auch sehr aggressiv bemüht, sein Revier zu verteidigen. (Wir haben uns am Ende auf ein Unentschieden geeinigt!)

Die Tauchbasis
Den Inhaber, Alfons Straub, hatten wir bereits im Januar auf der „Boot“ kennengelernt. In unserer ersten Urlaubswoche war er auch auf der Insel anwesend. Ansonsten wird die Basis von Adam (Nationalität nicht hinterfragt; der Hautfarbe nach aber aus der näheren Umgebung) geleitet. Er sowie die übrigen Dive Guides waren jederzeit ansprechbar und freundlich bemüht, uns das Tauchen so angenehm wie möglich zu machen. Bootstauchgänge wurden täglich reichlich angeboten- wahlweise für einen oder zwei Tauchgänge. Selbst wenn man mal bei einem 2-Tauchgänge-Trip nur einen mitmachen wollte, wurde auch nur ein Tauchgang in Rechnung gestellt.
Tauchgänge am Hausriff waren praktisch jederzeit möglich. Je nach Strömung konnte man in unmittelbarer Nähe der Basis einsteigen oder an einem entfernteren Punkt. In diesem Falle standen 2 junge Männer (habe die mir die Namen mal wieder nicht merken können – trotzdem nochmal ein ausdrückliches Dankeschön)bereit, die einem die Ausrüstung per Handkarren zum Einstiegspunkt transportierten bzw. die leeren Tanks dort einsammelten.
Die Ausrüstung war bestens untergebracht: Jackets hatten während des ganzen Urlaubs ihren festen Platz; für den Rest der Ausrüstung standen stabile Plastikboxen bereit, die für Bootstauchgänge einfach zur gekennzeichneten Bank („Boot 1“, „Boot 2“ etc.) gebracht wurden, Tanks dazu – und Alles wurde vom Personal aufs Boot transportiert. Nitrox gibt’s ohne Aufpreis, der Kurs für Neulinge ist offiziell gratis (,wenn man ein Tauchpaket – also mindestens 8 Tauchgänge – ausnutzt), jedoch kostet die Zertifizierung 130 Dollar.
Abgerechnet wurde bestmöglich, das heißt Tauchpakete (8, 12 oder 18 Tauchgänge) wurden automatisch berücksichtigt. Bei Anrechnung eines 6-Tage-Non-Limit-Paketes wurden allerdings für wie weiteren Tauchgänge nur der Durchschnittspreis für das 12er-Paket angesetzt, so dass meine 21 Tauchgänge mit dem Durchschnittspreis des 18er-Paketes günstiger ausfielen.

Das Publikum
Die Gäste waren international gemischt, ohne dass sich eine Nationalität zahlenmäßig besonders hervorgehoben hätte: Deutsche, Schweizer, Österreicher, Franzosen, Engländer, Japaner, Osteuropäer. Keine der  Nationen fiel generell negativ auf; dass sich einzelne Gäste ihrer Gastrolle nicht würdig zeigten (Oben-ohne), damit muss man wohl immer und überall inzwischen rechnen.

Restaurant
Sowohl das Frühstück als auch das Abendessen (wir hatten nur Halbpension) waren üppig und für jeden Geschmack ausgelegt. Zwischendurch wurden Salate und Frischobst knapp; das Versorgungs-Dhoni hatte Verspätung. Danach war aber wieder für jeden Geschmack was dabei. Schweine(!)- und Rindfleisch liegen aber nicht in der Routine der Köche; sie hatten die Konsistenz einer Schuhsohle. Allerdings probiere ich im Ausland ohnehin lieber die heimische Küche; insgesamt konnte jeder hier was zum Glücklichsein finden.
Das Personal war aufmerksam und in der Regel sehr schnell am Tisch. Spätestens am 2. Tag wusste unser Tischkellner auch, was wir zum Frühstück und zum Abendessen gerne trinken (inklusive der richtigen Menge Milch im Kaffee).
Die tief heruntergezogenen Dächer des Gebäudes störten uns nicht. Einen Wärmestau, wie von anderen Urlaubern berichtet, konnten wir nicht feststellen. Lag vielleicht aber auch daran, dass unser Tisch in der 2. Reihe hinter dem Eingang stand. Dafür passte sich das Strohdach harmonisch in die Insellandschaft ein.

Die Insel
Die Bungalows befinden sich – abgesehen vom Bereich zwischen Tauchbasis und Restaurant – im gesamten Randbereich rund um die Insel. Im Inselinneren gibt es viel gepflegtes Grün. Die Wege sind durch Korallenblöcke zum Landschaftsbereich abgetrennt, könnten aber ein bisschen mehr Sand vertragen. Trotzdem haben wir während des gesamten Urlaubs auf Schuhwerk verzichten können. Die in früheren Berichten erwähnten Beleuchtungspilze wurden zwischenzeitlich durch optisch ansehnliche Lampen in Holzkäfigen mit farbigen Holz-Seesternen ersetzt. Ebenso war von dem antiken römischen Garten nichts mehr zu sehen. Die neu erbauten Wasserbungalows bieten beim Sonnenuntergang einen schönen Rahmen zum bekannt eindrucksvollen Farbspiel, sind aber ansonsten nichts für unseren Geschmack, zumal sie auch keinen direkten Abstieg ins Wasser ermöglichen. (Da gibt’s – da innerhalb der Mauer – ohnehin nicht viel zu sehen.) Der Pool – ebenfalls neu – liegt zwischen Strandbar (gleichzeitig Restaurant für die Bewohner der Wasserbungis) und den Wasserbungis. Allerdings vermeide ich Chlorwasser, wenn ich 30° warmes Meerwasser wählen kann. Alles machte insgesamt einen sauberen Eindruck. An der Wellenschutzmauer wurden noch Ausbesserungsarbeiten durchgeführt, was aber nicht zu Lärmbelästigung führte.

Insgesamt war es für uns ein erholsamer Urlaub. Wir haben uns wohlgefühlt, das Personal war fast ausnahmslos freundlich und hilfsbereit. Vom Preisniveau war die Insel aber höher anzusetzen als unsere bisherigen Malediven-Ziele (Kandooma zum Einstieg inclusive Tauchausbildung; Embudu); das fantastische Hausriff erklärte und rechtfertigte aber diesen Mehrpreis.

Brigitte und Bernhard


 

Ellaidhoo 17.03.-01.04.2008

Unser Urlaub auf Ellaidhoo war ein richtiger Traumurlaub.
Ich habe zuvor ziemlich viel im Forum gelesen und so hatten wir schon eine gute Vorstellung davon wir es auf der Insel sein wird. Steht ja sowieso schon alles im Forum, deshalb wird mein Bericht auch nicht so ausführlich.

Wir waren schon ein paar mal auf den Malediven:  Summer Island, Sun Island, Villamendhoo, Meedhupparu und Holiday Island. Ich denke, dass ich so gute Vergleichsmöglichkeiten habe.

Wir wollten wieder auf eine schöne kleine Insel und was uns ganz wichtig war: schöne Tauchplätze. Wir wussten dass es keine Insel mit einem super Strand ist, sondern mit einer Mauer und noch einer Wellenbrechmauer, aber da wir vor allem tauchen wollten haben wir uns für Ellaidhoo entschieden.
Die Tauchplätze waren im Vergleich zu den früheren Urlauben viel schöner. Mehr Korallen, mehr Farben, mehr Fische. Wir haben fast bei jedem Tauchgang eine Schildkröte gesehen und Haie. Bei einem Tauchgang waren es ca. 15 Haie. Leider haben wir keine Mantas und auch keinen Walhai gesehen- aber andere Taucher auf der Insel-sogar beim schnorcheln.
Die An- und Abreise hat wunderbar funktioniert. Das Essen war gut, viel Auswahl und der Service auch. An der Bar waren die Kellner ein bisschen langsam, aber wir waren ja im Urlaub. Das Spa Center habe ich einmal genutzt. War entspannend, doch leider wurde ich von ein paar Moskitos gestochen J
Zu den Tieren und diversen Dingen: Wir haben Kakerlaken und  Ratten gesehen-doch diese gibt es auf fast jeder Malediveninsel. Ein Vogel mit roten Augen hat uns ein Buch zerfetzt, als wir was trinken waren. Es lag auf unsrer Liege. Ich habe insgesamt 3 rostige Nägel gefunden-sind weg, hab sie weggeworfen. Bruno hat zugebissen: habe von 4 Schnorchlern Horrorangriffe erzählt bekommen. Ich habe ihn jedoch nicht gesehen.
An der Rezeption gibt es ein LAN Kabel-so kann man die Urlaubsbilder gleich schon mal als eMail nach Hause schicken.

Alles in allem ein toller Urlaub, super Tauchplätze. Wir haben uns sehr wohl gefühlt.

M & G


 

Ellaidhoo – 17.04. – 02.05.2008 – Reise- und Inselbericht

Die Anreise erfolgte mit Qartar Airways. Vor Reiseantritt haben wir unser Tauchgepäck registrieren lassen, somit hatte jeder zu den 20kg Freigepäck nochmals 10kg. Gemäss Qartar Airways müssen diese 10kg auch nicht in separaten Taschen verpackt werden. Flug Wien – Doha erfolgte in einem halb leeren A320. Dann 2.5 Stunden Aufenthalt in Doha und weiter gings in einem A330 nach Male. Die Flüge waren sehr ruhig, die Flight Attendants angenehm und in der Mitte der Reise sich mal für 2.5 Stunden aus der Maschine wälzen und die Füsse vertreten war durchaus willkommen. Der Weiterflug war mit Maldives Air Taxi. Wir mussten ca. 1 Stunde auf den Weiterflug warten und nach einer Zwischenlandung bei einer anderen Insel und insgesamt ca. 30min Flugzeit erreichten wir “unsere Insel” Ellaidhoo.

Check-In:
Willkommensdrink, ausfüllen aller Papiere, umschnallen der AI-Bändel. Für die erste Nacht hatten wir ein Downgrade. Anstelle des gebuchten Wasserbungalows hatten wir einen Strandbungalow zugeteilt bekommen mit der Zusicherung, am nächsten Morgen um 11h den Wasserbungalow beziehen zu können. Somit hatten wir auch die Gelegenheit, einen Strandbungalow von innen zusehen.

Bungalows:
Wir hatten für die erste Nacht den Bungalow Nr. 317 erhalten. Die Einrichtung ist schön, das maledivische Bad ebenfalls. Offene Dusche und WC sind direkt nebeneinander. Wenn man duscht, muss man schauen, dass der Deckel des WC-Papier-Halters unten ist, sonst wird das WC-Papier von der Dusche nass….
Die Insel ist sehr dicht bewachsen und somit hat jeder Bungalow ein, zwei Sträucher vor dem Sitzplatz, was das ganze zwar schön schattig macht, allerdings sind die Zimmer dann auch ein wenig dunkel. Aber wer sitzt schon den ganzen Tag im Zimmer, anstelle rauszugehen….
Der Bungalow Nr. 317 ist unser Meinung nach nicht der optimalste, weil der Abstand zur Mauer sehr gering ist, zwischen Bungalow und Mauer ein riesiger Strauch steht und die Liegestühle somit etwas schräg stehen. Aber es gibt sicher Möglichkeiten, diese anders zu stellen resp. sie irgendwohin zu verschieben.
Je nach Lage der Strandbungis hat man mehr oder weniger Abstand zur Mauer. Die besten Strandbungis sind sicher Nr. 301 – 311 – die liegen direkt am grossen Strandabschnitt und sind auch an der Sonnenuntergangsseite (Westen). Die Nummern 312 – ca. 325 haben einen recht kleinen Abstand zur Mauer, aber auch da hat ein jeder sein Plätzchen gefunden. 329 – 331 haben den zweiten, kleineren,  Strandabschnitt vor der Haustüre. Die Bungis >331 haben einen recht grossen Abstand zur Mauer, der das ganze ein wenig lockerer wirken lässt.
Die Bungis > 312 sind gegen Norden / Osten ausgerichtet – somit kein direkter Sonnenuntergangsblick. Meistens geniesst man diesen aber eh an einer der Bars, im Pool, bei der Tauchschule oder am grossen Strandabschnitt. 
Die Bungalows in der zweiten Reihe sind die Standard-Bungalows und die “Stelzenbungalows”. Von zweiteren gibt es zwei Stück. (Ich hab allerdings keine Ahnung, in welche Kategorie die gehören. Die Wasserbungis haben eine 4er-Nummer, die Standard-Bungis eine 1er, die Superior- eine 2er und die Strand-Bungalows eine 3er-Nummer. Die Stelzenbungis (von Touristen bewohnt) haben eine 5er, wie auch die kleinen grünen Häuschen, die jetzt anscheinend für Staff verwendet werden)
Die Standard-Bungalows liegen, da in der 2. Reihe, im “Durchgangsverkehr”, dh man hat immer wieder Spaziergänger, Personal etc. welche am Sitzplatz entlangschlendern (diesen hat man aber übrigens bei den Strandbungis auch, wenn die Schnorchler zu den Riffausgängen gehen). Die Bungalows 101/102 sind gleich links hinter der Poolbar und haben somit am meisten “Weitsicht” – allerdings wahrscheinlich auch am meisten Durchgangsverkehr. Die Bungalows nebenan 103/104 schauen direkt auf die Restaurant-Hinterseite, 105/106 sind rechts nebenan mit Blick auf Poolbar. Zum Teil ist der Abstand zu den davorstehenden Strandbungalows nicht besonders gross, am schönsten liegt sicher Bungalow 111/112 – die haben den meisten Abstand zu dem Strandbungis und am wenigsten Durchgangsverkehr. Allerdings haben sie am weitesten zu den Restaurants, Tauchschule etc. – sofern man auf einer Insel von 300m etwas als “weit” bezeichnen kann.
Die Doppelbungalows sollen ebenfalls sehr schön und geräumig sein und überhaupt nicht hellhörig. Diese liegen auf der Ostseite der Insel (somit Sonnenaufgang), direkt neben dem Hauptrestaurant und der Hauptbar.

Unseren Wasserbungalow konnten wir dann wie geplant am nächsten Morgen beziehen. Wir hatten den Bungalow Nr. 417. Der Bungalow ist sehr schön, sehr hell und auch sehr gut ausgestattet (inkl. Bügeleisen und Bügelbrett, falls mal Bedarf wäre…) Das Bad ist sehr geräumig mit einer Eckbadewanne unter freiem Himmel, einer separaten Dusche, separates WC, Doppelwaschbecken und einem riesigen Schrank, wo man all sein Zeug verstauen kann. Zwei Nachteile haben die Wasserbungalows allerdings. 1.) Zum Badezimmer ist keine Türe. Dh. wenn man die Klimaanlage laufen lässt, geht quasi die ganze abgekühlte Luft durch das offene Bad wieder ins Freie und somit ist es sinnlose Energieverschwendung, den Bungalow abkühlen zu wollen. Aber sofern wir das richtig beobachtet haben, wurden in den derzeit nicht bewohnten Wasserbungis jetzt Türen zu den Badezimmern eingebaut.
2.) Die Zimmer sind äusserst hellhörig.Wir konnten unsere englischen Nachbarn um 7h morgens schon immer Tee trinken hören, und nicht nur dabei ;-)
Dafür hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf den Sonnenuntergang und einmal sind sogar Delfine vor unserem Zimmer vorbeigeschwommen. Die Balkone sind nicht besonders gross, aber äusserst gemütlich.
Als Entschuldigung furs Downgrade hatte man und noch einen Night-Fishing-Trip angeboten. Da wir beide keine Fischer sind, haben wir dies aber dankend abgelehnt.

Die Zimmer wurden morgens von den Roomboys gereinigt, wobei auch immer die Handtücher und die Bettlaken gewechselt wurden – egal, ob man das Schild “bitte nicht wechseln” aufs Bett gestellt hat oder nicht. Dies sollte aus Umweltschutzgründen dann doch noch “nachgeschult” werden. Am Abend wurde das Bettlaken dann dekorativ gefaltet und die Strandtücher wurden auch ausgetauscht (ausser, man versicherte dem Roomboy mehrmals, dass man wirklich kein neues brauche…).

Insel:
Ellaidhoo zählt zu den älteren Touristeninseln und ist somit sehr stark mit Palmen und Büschen bewachsen. Neuere Inseln können so einen schönen Bewuchs (noch) nicht aufweisen. Die Mauern haben wir zu keinem Zeitpunkt als störend empfunden. Wenn man das Hausriff gesehen hat, kann man sich gut ausmalen, wieso es Mauern braucht. Zum einen, damit das Hausriff nicht total versandet und zum anderen, damit die Insel mit der Zeit nicht “weggespült” wird. Ellaidhoo ist offiziell eine Barfussinsel und wir sind auch die meiste Zeit barfuss unterwegs gewesen. Es gibt sicher das eine oder andere Wegstück, auf dem der Sand dünn ist oder auch mal Pflanzenteile liegen, aber es wird laufend gefegt und gewischt und wenn man schaut, wo man hintritt (was man ja eigentlich sonst auch immer tut), kann man sehr gut barfuss auf der Insel herumlaufen. Schuhe braucht man evt. für den Steg zu denWasserbungis und für den Steg zu den Dhonis – die können tagsüber ein bisschen heiss werden. 

Die Insel umfasst ein Hauptrestaurant (Madi Restaurant), eine Hauptbar (Erushanee Bar), ein Poolrestaurant (Malamathi Restaurant) und eine Pool-Bar. Dann gibt es noch ein Spa, einen Spielplatz (der allerdings hauptsächlich aus Rutschen und Spielhäuschen besteht und ich dort auch nie ein Kind gesehen habe), div. Sportmöglichkeiten wie Tennisplatz, Fussballplatz, Billard, Beach Volleyball, Tischennis, Badminton, Darts und natürlich das Tauchcenter.
Der Pool ist auch sehr nett. Man kann darin wunderbar den Sonnenuntergang geniessen und der Barman bringt einen auch noch das Getränk an den Poolrand. Die Liegen rund um den Pool waren meist gut belegt, aber man konnte meistens auch noch eine frei für sich ergattern.

Hauptrestaurant (Madi Restaurant):
Als Buffet gehalten. Man kann mit den Füssen im Sand spielen, während man isst. Das Dach ist tatsächlich ein bisschen weit heruntergezogen, was einen Durchzug verunmöglicht und somit ist es ein wenig heiss dort drinnen. Das Essen ist lecker – immer eine maledivische Ecke und andere feine Sachen, die es einem verunmöglicht, sein Gewicht in diesen zwei Wochen Urlaub zu halten….

Pool-Restaurant (Malamathi Restaurant):
Ebenfalls in Buffetform. In diesem Restaurant essen die Leute aus den Wasserbungalows (man kann aber auch im Hauptrestaurant essen, wenn man das ankündigt). Das Buffet ist ein wenig kleiner, aber es gab auch hier jeden Tag ein feines Curry, es wurde diverses Fleisch und Fisch frisch gebraten und auch hier gab es morgens, mittags und abends frisches Obst (meist Ananas, Wassermelonen, Maracujas, Papaya, Äpfel, Bananen) und natürlich feinen, zum Teil recht süssen Dessert.

Man konnte auch am Strand oder in einem der Türmchen beim Pool ein Dinner buchen – Lobster, Riesencrevetten etc. Das Lobster-Dinner kostet z.B. US$ 44.- und umfasst ein 5-Gang-Menü.

Die Poolbar ist eine kleine Bar gleich beim Pool-Restaurant. Das Angebot ist das gleiche wie an der Hauptbar, nur eben in einem viel kleineren Rahmen.

Bier wird offen ausgeschenkt, Wein ebenfalls, im AI-Paket sind auch noch alle Soft Drinks und Wasser enthalten, eine ganze Liste an Cocktails, diverse Spirituosen (keine Premium-Marken), Tee, (Instant-)Kaffee und auch noch Snacks, die am Vormittag, Nachmittag und nach dem Abendesesen an der Hauptbar angeboten werden.

Die Hauptbar ist in zwei Teile unterteilt: der überdachte und der unter freiem Himmel. Der überdachte Teil verfügt über bequeme Korbstühle und Sandboden. Hier findet auch das wöchentliche Crab Race und Karaoke statt. Auf der Strandseite ist der andere Teil der Bar. Hier kann man unter freiem Himmel sitzen, entweder an Tischen oder direkt am (beleuchteten) Wasser und die Fische beobachten. Die Drinks holt man sich am besten selbst an der Bar, weil man zum Teil etwas länger wartet, bis jemand kommt und die Bestellung aufnimmt. Kommt somit auf den Durst drauf an, den man gerade hat  ;-)
Abends wird man von drei Musikern (die tagsüber in der Rezeption arbeiten) unterhalten und die über ein erstaunliches Repertoire verfügen. Sie gehen von Tisch zu Tisch und bringen ein, zwei Ständchen und gehen dann weiter. Wenn man seine Ruhe haben will, wird das aber auch sofort verstanden.

Tauchcenter:
Wir haben unseren Checktauchgang mit austarieren, Masken ausblasen und Automaten raus/rein in der Lagune begonnen und sind dann direkt beim Jetty ans Hausriff. Wir sind nicht so die Kampftaucher, dh wir machten einen, max. zwei Tauchgänge pro Tag. Folgende Tauchplätze haben wir besucht:
Hausriff: An der Südseite ist es eine gerade abfallende Steilwand, an der Nordseite ist die Wand nicht ganz 90° abfallend. Beide Seiten mit schönen Überhängen, vielen vielen Rotzahndrückern, Napoleon, Muränen etc.
Kanduludhoo Thila – Riff, das von der Korallenbleiche verschont geblieben ist.
Ein sehr schönes Riff mit vielen Fächerkorallen.
Medu Thila -  sicher gleich schön, nur mit viel mehr Fischen. Einer meiner persönlichen Favoriten.
Hafsaa Thila – kleines Thila, das gut umrundet werden kann. Schildkröten, Haie, viele Skorpionsfische, Steinfische, ein Stachelrochen – hatten leider nicht so gute Sicht.
Nachttauchgang an der Maaya Thila - Unmengen an Schildkröten, Haien – und vielen anderen Tauchern. Es waren insgesamt acht Tauchboote dort!!!
Fesdu Wreck – Wrack auf 30m – auch dem Riff nebenan auch schön zum austauchen
Fish Head – leider nicht so gute Sicht (ca. 15m). Kaum Korallen, aber Unmengen von Fischen – vor allem auf 5-15m. Haie, Schildkröten, ein riesiger Napoleon, der sehr zutraulich war und kaum mehr von uns weg wollte
Orimas Thila – kleines Thila, ab mittlerer Strömung etwas schwierig zu betauchen, weil man schnell weggeweht wird. Schöne Korallen, viele kleinere Fische, aber auch Haie.
Der gebuchte Tagestrip zu einem Manta Point wurde leider wegen Schlechtwetters abgesagt.

Wie das Tauchcenter ausschaut und wie es organisiert ist, wurde an dieser Stelle schon ein paarmal beschrieben – ich lass das somit.
Nur eins noch: wir haben uns zu keinem Zeitpunkt schlecht aufgehoben gefühlt. Die Tauchguides haben gute Breefings durchgeführt, klare Richtlinien mitgeteilt (kein Tauchgang länger als 60min, kein Deko-Tauchgang, rauf mit mind. 30Bar, etc.) und auch ansonsten sehr gut auf uns geschaut.
Man musste immer 15Minuten vor Abfahrt beim Dhoni sein und sein Tauchequipment zusammenschrauben, damit man dann pünktlich losfahren konnte. Es gab natürlich immer wieder jemand, der sich nicht daran hielt und zu spät kam – dafür kann aber das Tauchcenter nichts.
Die Tauchcrew hat anscheinend ziemlich gewechselt. Folgende Guides gibt es derzeit: Adam (rechte Hand von Alfons), Mohamed, Yvonne(Schweiz,  Hans (Schweiz), Dagmar (Deutschland), Dieter (Deutschland), Solee und Michiyo (Japan)

Zum Abschluss unseres Urlaubs gönnten wir uns noch eine balinesische Massage im Spa. War das herrlich! Die Massage dauerte 60min und kostete USD 79.- Verglichen mit den Preisen zu Hause in der Schweiz liegt das absolut im Rahmen. Eine Ganzkörpermassage ist bei uns zwischen umgerechnet 90 – 110 USD zu haben. In der tiefsten Provinz Österreichs kosten 30min auch schon EUR30.- - also ist das Spa hier auf Ellaidhoo preislich gesehen ok!

Gäste:
Die Nationen waren gut durchmischt. Hauptsächlich Italiener, Engländer, Deutsche und Franzosen, aber auch Schweizer, Russen, Asiaten, Israeli, etc.
Es gab ältere Pärchen, jüngere Pärchen und auch junge Familien. Dh. es waren auch immer wieder einige wenige Kinder so bis ca. 3 Jahren zu sehen, die hauptsächlich am Strand spielten oder sich im Pool vergnügten.

Der Strandabschnitt ist sicher nicht zu vergleichen mit anderen Inseln, die rundherum einen Strand haben. Aber wir fanden ihn denoch schön, man konnte am Strand spazieren, in der Lagune baden, die Krebse beobachten und die Kinder beim Sandspielen zuschauen. Man muss sich aber schon bewusst sein, dass bei einer Insel mit so einem tollen Hausriff auch ab und zu Korallenschutt im Sand zu finden ist. Alles andere wäre blauäugig.

Ausflüge werden folgende angeboten: Night-Fishing, einen Tag auf einer einsamen Insel, Besuch einer Einheimischeninsel, Besuch von Male und – jetzt neu – Dabeisein beim allabendlichen Fische füttern vom Dhoni aus (es sollen bis zu 2m grosse Haie dabei sein)

Und für die, die den Urlaub nicht ohne Internet verbringen können/wollen: der Internet-Corner umfasst zwei Computer, verfügt über eiine 1MB-Leitung und kostet US$ 5.-/15min.

Zusammengefasst: Auch wenn der Himmel nicht immer nur blau, sondern auch mal grau war, war unser Urlaub auf Ellaidhoo wunderschön – über und unter Wasser. Wir stellen noch – wie gewünscht – die Fotos ins Netz. Bitte noch 2-3 Tage Geduld haben, wir müssen sie erst mal aufbereiten….

Eva & Stef

 


 

Ellaidhoo vom 29.2-16.3.08

Ankunft am 01.03. gegen 1700 Uhr auf Ellaidhoo. Übliche Ankunftsritualien und dann die Schlüsselübergabe des Bungis. Wir bekamen Bungi Nr. 312 und ich freute mich riesig,  da ich wußte, dass dieser Bungi Richtung Südwesten ,also am einzigen größeren Strand hätte liegen müssen. Weit gefehlt! Wir passierten leider diesen Abschnitt (Bungi Nr. 301-311)und unsere Kofferboys zeigten auf einen Bungi, der rechts vom Pool bzw. Restaurant der Wasserbungigäste lag. Das wäre alles nicht so schlimm gewesen, aber als wir unsere Terrassentür öffneten, traf mich fast der Schlag. Aussicht: kein Meer, sondern die Rückansicht der Wasserbungis, kein Strand, kein Sand, nur Steine und Bauschutt. Eine Frechheit, diesen Bungi überhaupt Gästen anzubieten.



            Strand vor Bungi 311(ähnlich wie 312)

Also, ab zur Rezeption und um besseren Bungi nachgefragt; wurde auch prompt erfüllt (die wissen selbst, wie Schei.... dieser Bungi ist, aber man kann es ja mal versuchen).Neuer Bungi der 330iger Reihe dann ok, lag im Nordwesten und hatte einen schönen Ausblick von der Terrasse über die beiden Mauern auf das Meer,



etwas Strand dazu, zwei Liegen mit Auflagen und volle Sonne von morgens bis ca.1400Uhr, danach verschwindet sie im dichten Urwald, macht aber nix, bei schönem Wetter kann man es sowieso nicht in der prallen Sonne aushalten. Fazit: Finger weg vom Bungi 312 bis 320!!!



                Strand vor Bungis 312 – ca. 320

Gut sind, wenn man auf pralle Sonne verzichten kann, Bungis von ca. 330 bis ca.345. Die Bungis haben alle ein winzig kleines Stück Strand (kein Nachbar hängt einem auf der Pelle) und mehr oder weniger direkten Blick auf das Meer, kommt darauf an, wie dicht der Bewuchs vor dem Bungi ist. Das bisschen Strand vor dem Bungi reicht eigentlich aus und die Mauern haben wir als nicht so schlimm empfunden.


Am Abend konnten wir leider nicht auf unserer schönen Terrasse sitzen, weil man vor lauter Mücken , trotz Spray umkam. Es wurde zwar „gegast“, aber nur im Bereich des Restaurants und im Inneren der Insel. Den Mücken war das egal, nur die Kakerlaken fanden das weniger gut . Morgens lagen sie mit den Beinen nach oben im Bad und im Schlafzimmer.
An unserem kleinen Strand konnten wir in Ruhe lesen oder schlafen, denn es ging kaum jemand vorbei, da es an manchen Stellen schon sehr eng zum gehen war.

Die Bungis 301-311 liegen im Süden an dem  einzigen,  größeren Strandabschnitt der Insel, zwischen Tauchbasis und Wasserbungis. Der Strand lässt eine Malediveninsel erahnen, doch liegen die Bungis vergraben hinter dem dichten Bewuchs der Insel. Dort hatte man zu keiner Zeit genügend Tageslicht im Bungi geschweige denn die Sonne. Man musste sich teilweise einen Trampelpfad zum Strand bahnen.  Muss jeder für sich entscheiden, was ihm besser gefällt! Die erste Woche hatten wir schönes Wetter, doch dann kam der Regen und vor allem der Wind und unser megakleiner Strandabschnitt verschwand im Wasser, dass über die Mauer schwappte, den Sand wegspülte und den freien Blick auf Sandsäcke entlang der Mauer frei gab.


Zwischen den beiden Mauern ist das Wasser schön warm, wenn es denn da ist. Super zum Baden, aber ohne Schuhe keine Chance. Steine, Steine, Steine , Bauschutt, alte Säcke und Stangen, alles zu sehen bei Ebbe, denn dann ist fast kein Wasser in diesem Bereich.



Schuhe kann man sich für 7$ im Shop kaufen. Standardbungis in zweiter Reihe fanden wir unmöglich. Jeder läuft vorbei, kein Ausblick auf das Meer,  sondern auf die Rückansicht der Beachbungis. Außerdem hatten diese keine eigenen Liegen. Superiorbungis liegen neben dem Restaurant, sind zweistöckig und der obere Balkon ist supergroß. Wenn schon Supbungi, dann ist oben besser, da größerer Balkon, mehr Ruhe, denn unten zieht drei Mal am Tag eine kleine„Karawane“ vorbei, um zum Essen ins Restaurant zu gehen. Restaurant ganz ok,  möglichst Platz im hinteren Bereich wählen, denn vorn am Buffet schwitzt man weg. Das Restaurant ist eine Fehlkonstruktion. Das Strohdach geht über die Seitenmauer hinweg, man kann nicht hinaussehen und kein Lüftchen kommt hinein. Einzige Öffnung ist der Aus- bzw. Eingang. Abends spielt dort eine Drei-Mann Band internationales Liedgut aus den 50ziger, 60ziger Jahren. Essen ist für jeden etwas dabei. Hat man vergessen sich etwas scheinbar leckeres zu nehmen, macht nix, am nächsten Tag findet man das Gleiche,  nur vielleicht an anderer Stelle am Buffet wieder. Mir hat es geschmeckt, meinem Mann weniger. Vorsicht vor Rind! Zäh wie eine Schuhsohle. Das Personal im Restaurant ist super freundlich und immer hilfsbreit und freut sich über jeden Dollar, den sie auch verdient haben, für das Essen können die wahrscheinlich am wenigsten.  Überdachte Bar war vorhanden, es war immer genügend Platz und der Service recht gut. Barleute waren zu jeder Zeit freundlich und aufmerksam. Die neugestaltete Dhonibar sah aus als wäre das Geld ausgegangen. Der Holzboden war plötzlich zu Ende und der Rest bis zur Mauer war Sand und die gemauerte Theke sah für uns auch sehr unfertig und wenig dekorativ aus. Funktional aber hässlich.  Zu den Wasserbungis und deren Restaurant und Bar können wir kaum etwas sagen, außer das die Cocktails dort besser zubereitet wurden. Furchtbar fanden wir, dass es nachmittags keinen frischen Kaffee gab, nur Instant, mußte man selber aufgießen und die heiße Milch dazu war meistens schlecht, bei dem Wetter kein Wunder!! Für den Reisepreis und 4 Sterne unserer Meinung nach schlechter Service. Abschließend wäre noch zu sagen, dass das Schnorcheln und Tauchen am Hausriff einfach für uns unübertroffen war, aber das tröstet nur ein bisschen darüber hinweg , dass die Insel nicht sehr schön ist und wir für den Preis etwas mehr erwartet hätten.
Einmal Ellaidhoo aber nie wieder. Dies war unserer vierter, schlechtester und teuerster Maledivenurlaub. Was wir bis dahin auf den Malediven auch noch nicht gesehen hatten waren Ratten. Sie waren selbst im zweiten Stock auf dem Balkon der Superiorbungis zu bewundern, scheint wohl ein Problem zu sein.  
   
Tipps: Badeschuhe, viel Mückenschutz  und Achtung vor Drücker, sehr aggressiv, wurden drei Mal mächtig attackiert.

 

 


 

Reisebericht Ellaidhoo vom 1.-16.03.2008

1. Anreise
erfolgte per Direktflug von Frankfurt (Condor). Transfer mit Wasserflugtaxi dauerte inklusive Wartezeit ca. 5 h; keine Zusatzgebühren für Tauchgepäck.

2. Unterkunft
wir hatten einen Wasserbungi gebucht und waren mit diesem sehr zufrieden. Dass wir die darin befindlichen Regenschirme und "Ostfriesennerze" benutzten, zeugt von teilweise schlechtem Wetter (mehr als 1 RegenTAG). Service war einwandfrei. Lediglich bei stürmischem Wetter drang Regenwasser durch die Balkontür (Meeresseite)ein.

3. Verpflegung
wir hatten "AI" gebucht und hatten eine reichliche Getränkeauswahl inkl. einiger Cocktails. Das "zugeordnete" Restaurant hatte immer reichhaltige Auswahl zwischen Fisch, Rindfleisch, Hühnchen, Schweinefleisch. Außerdem gab es ein frisch per Wok zubereitetes Gericht mit frischem Gemüse. Da gibt es nichts zu meckern. Der Service war ebenfalls einwandfrei und freundlich. Besonders positiv hervorzuheben ist der "Barservice". Z.B. als kein "Haus"-Weisswein mehr verfügbar war (dauerte lediglich zwei Tage bis das nächste Versorgungsdhoni Neuen brachte) gab es zum Essen Weisswein aus dem Flaschenbestand.
Die Drinks waren einwandfrei und als Dekobier gab es dieses aus einem 0,5l-Glas. Superfreundlicher Service!

4. Tauchen/Schnorcheln
Da ich kein Hardcoretaucher bin, reichten mir die Nachmittagstauchgänge aus. Das Tauchangebot ist in der Tat super, mit der Sicht war ich nicht wirklich zufrieden. Das Wetter war aber auch nicht ideal. An dem stürmischen Freitag (14.3.) tauchte ich nicht; dass die Crew morgens trotz des Wetters rausfuhr und das Auflesen/Finden der Taucher in der Tat bis zu 90 Minuten dauerte (man spricht ja miteinander) halte auch ich für fragwürdig!- Man muß auch einmal nein sagen können zum Geschäft! (Der Sinn des Check-dives erschließt sich mir (langjähriger AOW) allerdings nicht wirklich) Am Hausriff schnorcheln war super. Es war alles da. In der Lagune der Wasserbungis zeigten sich oft der "kleine Hai" und ein Eagle-Ray, sowie mehrere Octopusse als tolle Verwandlungskünstler.

5. Wetter
ist kein Thema, da nicht beeinflussbar; war jedoch für die Jahreszeit eindeutig zu schlecht. Dass es im März über einen Tag "durchregnet" ist sicher unüblich. Die abendlichen Regengüsse störten uns allerdings nicht.

6. Insel gesamt
Obwohl sich das Ellaidhoo-Team bemüht, Überreste der Bauarbeiten zu beseitigen, zog ich Sandalen als Fußbekleidung vor. Der Strand - von den Wasserbungis bis zur Tauchschule - war ausreichend und auch nicht überfüllt. Das Personal ist stets bemüht und freundlich.

7. Abreise problemlos

8. Fazit
Für uns als gewolltes Erholungsziel bietet die Insel alles! Ruhe, super Hausriff mit allem an Fischen, gut organisiertes Tauchangebot, Essen und Trinken in  guter Qualität, genügend Liegeplätze für Sonnenanbeter (ich bin keiner) und freundliches "Personal".

Randolf


 

Reisebericht Ellaidhoo vom 3.-17.03.2008

Kleines ‚Vorwort’

Wir sind mehrfach zum Tauchen auf den Malediven gewesen und gehören nicht zu den Menschen, die jede weite Reise supertoll finden müssen. Für uns ist andererseits wichtig, hilfreiche und faire Informationen von anderen zu bekommen – so haben wir auch den nachfolgenden Reisebericht geschrieben.
Wir hatten übrigens oft schlechtes Wetter.

Insel an sich

Ellaidhoo ist weder schön noch eine Barfußinsel. Zum Erhalt der Insel wurden Mauern gezogen, die das Abtragen durch Wellen verhindern sollen. Schöner Strand ist nur an der Bar/dem Restaurant für die Bewohner der Wasserbungalows vorhanden. Dieser Bereich bedeckt nur einen sehr kleinen Teil der Insel.
Barfuß nur für ganz harte Kandidaten: weicher Sand siehe oben, ansonsten Korallenschutt klein gemahlen und viele Steine. Mit Sandalen kein Problem.
Die Insel ist international mit einem eher ruhigen Publikum belegt, das sich aus deutsch­sprachigen Personen, aber auch Engländern, Italienern und anderen Nationen zusammen­­­­­setzt.

Bungalows

Nach Upgrading haben wir 14 Tage einen Strandbungalow bewohnt. Der war schön und zweckmäßig mit allem angenehmen Komfort. Viele Ameisen im außen liegenden Bad, einige Moskitos (normal). Service nicht brillant, aber o.k. Vor unserem Bungalow gab es keinen Strand (gilt für 90 % aller Bungalows), der Blick auf das Meer (schön!) wird durch die zweite Mauer ein wenig eingeschränkt, die wellenbrechende Mauer (ca. 40 m im Meer) stört da weniger. An der zweiten Mauer: Bauschutt ganz offen.
Wir hatten es bezogen auf die Lage sehr schön ruhig – kein Lärm, richtig angenehm.

Verpflegung/Versorgung

Essen ist tendenziell englisch und italienisch. Wir waren zufrieden. Schweine- und Rindfleisch sind nicht gut zu genießen (zäh), Nudeln dafür umso mehr. Kosten im üblichen Rahmen. Unangenehme Empfindlichkeit des Personals, wenn nach frühem Aufstehen noch kein Hunger da ist und zwei Stückchen Kuchen mitgenommen werden wollen – das gab unerfreuliche Gespräche (es gibt zahlreiche Hinweise, dass Tauchschule und Restaurant ein sehr gespanntes Verhältnis pflegen, z. B. kein Entgegenkommen mit frühe­rem Frühstück bei früh startenden Ganztagestrips, ärgerlich!).

Tauchen

Wir kommen wegen des Tauchens auf die Malediven.
Wichtig: die Tauchplätze sind sehr interessant und vielfältig. Besonders die Vielfalt von Tier und Pflanzen ist schon etwas Besonderes (Mantas, Haie, gesunde und bunte Korallen, auch Makro). Es gibt aufgrund der zahlreichen Taucher (bis zu 80!) ein vielfältiges Dhoni-Angebot vor- und nachmittags. Das war prima, wir haben jeweils ca. 25 Tauchgänge wahrgenommen. Unterstützung auf dem Boot: sehr gut.
Die kritischste Rückmeldung geben wir zur Basis. Zum angebotenen Equipment können wir nichts sagen (alles selbst dabei). Es waren auch alle Basisleute hilfsbereit. Schwierig und problematisch erlebten wir die konkrete Tauchbegleitung einschließlich Briefing und Sicherheitsmaßnahmen. Nur das Glück hat uns vor Erfahrungen bewahrt, die andere Taucher bei Sturm und Regen allein auf einem Riffdach über 60 Minuten machen mussten. Aus unserer Sicht lebensgefährlich. Es gab weitere unangenehme und ärgerliche Erfahrungen. Wir werden nie wieder mit dieser Crew tauchen.
Der „Basisleiter“ Alfons Straub war zu keiner Sekunde unseres Urlaubs sichtbar (den haben wir nur auf der „Boot“ erlebt), die Basis wird von Adam geleitet. Unsere kritischen Anmerkungen wurden angezweifelt, z. T. „war das Wetter schuld“. Für die ca. 50 deutschsprachigen Taucher gab es mit Markus einen deutschsprachigen Guide, der zwei unserer Tauchgänge begleitete (war im Stress: Begrüßungen, Einführungen, Checkdives). Aber im Vergleich zu den o. g. Problemen ist das unwichtig.
Entgegen den Publikationen: es gibt keine 12 l Nitrox-Flaschen. Stattdessen werden 10,6 l Flaschen als 12 L ausgegeben. Für uns ärgerlich, weil einer von uns dann normale Luft tauchen musste (passt für uns besser).

Fazit

Nach den uns bis dahin vorliegenden Rückmeldungen aus dem Malediven.net sind wir mit Ausnahme der Taucherfahrungen eigentlich ganz zufrieden gewesen. Die Insel bietet sich als Ausgangspunkt interessanten Tauchens an, Versorgung und Verpflegung sind ordentlich. Aber mit diesen „Basiserfahrungen“ – da erinnern wir uns gern an Helengeli oder Thulagiri!

Dorit und Henning


Ellaidhoo vom 21.02.2008 – 02.03.2008:

Also zurück vom Urlaub:

Alles in allem war es ein schöner Urlaub. Allerdings würde ich die Insel  nur bedingt empfehlen, da sich viele kleine unschöne Dinge gehäuft haben. Aber alles nun ausführlich:

Unterkunft/Zimmerservice:
Die Bungis und Sup.Zimmer sind wirklich schön, wenn auch nur der Optik nach renoviert worden. Die Zimmer waren alle sehr sauber. Allerdings gab es Unterschiede je nach Roomboy. Während das Zimmer unserer Freunde 2x am Tag gemacht wurde, war unser Bungi nur einmal pro Tag dran, trotz Beachbungi (Sand).Die Minibar wurde erst nach dem vierten Tag neu gefüllt, nachdem fast alles leer war. Am letzten Abend war, nachdem wir vom Essen kamen, war sogar die Minibar abgeschlossen!

Die Wasserbungis sind zwar schön anzusehen, haben jedoch keinen Zugang zum Meer (liegt wahrsch.auch daran, dass diese bei Ebbe im Trockenen stehen),  und haben eine sehr kleine Terrasse.

Die Gesamtzahl der Zimmer, die im Reiseprospekt mit 78 angegeben war, stimmt leider auch nicht, so dass sich auf dieser kleinen Insel ca. 150 Unterkünfte befinden!

Essen:
Geschmacklich wirklich gut, aber!!!! Nach zwei Tagen wurden anscheinend die Vorräte knapp, da es immer weniger Auswahl gab. Es gab 5 Tage nacheinander den gleichen Fisch, und Roastbeef, welches am sechsten Tag schlussendlich frittiert wurde. Während dieser Zeit gab es nur begrenzten Wein, bis am dritten Abend gar kein Rotwein (Hauswein) mehr zu haben war. Dergleichen lief es mit Salat oder Früchten. Zu dieser Zeit war plötzlich mehr Personal an den "Futterstationen" verteilt, welche die Ausgabemenge versuchten zu begrenzen (Pro Person nur zwei Stücke Fisch o.ä.).  Nach einer Woche legten gleich 3 Versorgungsschiffe an. Danach gab es wieder volles Programm.

Die Konstruktion des Restaurants erwies sich leider ebenfalls, als absolut nicht gelungen, da sich die Dachüberhänge soweit hinunter ziehen, so dass die Luft sich absolut nicht bewegt. Da im vorderen Bereich einige Koch-/Grillstationen befinden, wird es sehr schnell sehr warm und stickig.

Service/Personal:
Das Personal ist m.E. großteils nicht genügend geschult und zeigt teilweise sehr wenig Interesse oder Motivation. Da kam es schon vor, dass man seinen Kaffee oder Tee erst nach ca. 15min angeboten bekam, nachdem man sein Frühstücksei schon verspeist hatte, da der Kellner zuerst die Reihe nebenan schon für mittags fertig deckte. Oder man hat beim Einschenken den Ellenbogen des Kellners im Gesicht.
Es gab auch genügend andere (Rezeption, Souvenirshop, Spa) die das ganze mit Ihrer Freundlichkeit wieder wettmachten.

Tauchen/Schnorcheln:
Da wir beide bislang "nur" schnorcheln, können wir nur aus Sicht der Wasseroberfläche beurteilen. Allerdings ist hier schon vieles superschön und interessant. Die Taucher konnten diese Eindrücke auch weiteren Bereich bestätigen und noch übertreffen.

Allerdings waren die Fische teilweise durch die große Anzahl an Schnorchlern und Tauchern teilweise sehr aggressiv und griffen ohne Grund an (Riesendrücker und Papageifisch).

Die Tauchschule an sich kann ich nur durch zwei Versuche Schnuppertauchen beurteilen: Der erste Termin ging völlig in die Hose. Yannick ließ uns drei (absolute Neulinge) nach kurzer Einweisung - Kommunikationszeiche + Tarierweste - vom Boot ins Blauwasser, zwischen Ellaidhoo und der Nachbarinsl, springen. Wir alle drei waren völligst überfordert mit der Situation und dementsprechend ging es in die Hose, so dass wir völligst verschreckt nach 15  min abgebrochen haben.
Alfons hat uns allerdings nach gutem Zureden und Entschuldigungen zu einem zweiten Versuch überreden können, den wir drei Tage später mit Markus in der Lagune starteten. Das Ganze lief super gut und Markus hat eine solche Ruhe ausgestraht, so dass wir nach kurzer Zeit uns pudelwohl im Wasser fühlten. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal, Markus!

Spa:
Die Ladys vom Spa sind wirklich supernett und herzlich! Ihr Handwerk verstehen sie eben so gut! Nur Vorsicht: Wenn die Mädels eine Massage als „strong“ ankündigen, ist sie das auch. Muskelkatergefahr! Aber ansonsten absolut relaxend!

Insel/Fazit:
Die Insel wird als Barfussinsel angeboten. Allerdings bitte aufpassen, wo man hintritt! Gleich auf den ersten Metern vom Steg zur Rezeption fand sich ein 5 cm langer rostiger Nagel im Sand. Um die Bungis herum liegen noch viele kleine Reste von gebrochenen Fliesen oder Glas!

Das Inselniveau wird auf 4 Sterne angegeben. Unserer Einschätzung nach - im direkten Vergleich zum Cottage auf Kuramathi, welches auch 4 Sterne hat - sind hier 2,5 Sterne, höchstens 3 gerechtfertigt.

Alles in allem war es ein schöner Urlaub, wenn auch mit kleinen Ärgernissen. Allerdings ist die Insel für Nichttaucher weniger geeignet, da es keinerlei Alternativen gibt. Das Wassersportzentrum auf der Nachbarinsel musste sich derzeit im bau befindliche Luxusresort weichen.

Für Taucher allerdings, die Wert auf die Unterwasserwelt und nicht auf das "Drumherum" legen, die ideale Insel!


 

Ellaidhoo 10. bis 24. Februar 2008

Vorab, wir waren total happy und unsere Erwartungen wurden übertroffen, bzw. nach den nicht so guten Kritiken waren wir etwas verunsichert über unsere Wahl. Fakt ist, wenn man etwas Negatives sucht, findet man immer etwas...

Zuerst für uns das Wichtigste ;-)

Tauch-Basis:
Wir sind beide keine Crackies und hatten so um die 100 Tauchgänge gelogt. Am Montag Morgen sind wir zum Tauchcenter geschlendert und haben uns von Yannick alles zeigen und den Ablauf erklären lassen. Alles gut organisiert, für die Weste eine Stange, für den Anzug einen Bügel und für den Rest eine Box. Es hat zwei Aushänge, einen mit diversen Infos und der andere mit den Boots-Tauchgängen immer für die nächsten zwei Tage (2-Tank um 8.30 Uhr, 1-Tank um 9.00 und um 15.00 Uhr, zusätzlich einen 3-Tank-Full-Day oder 2-Tank Nachmittag/Nacht pro Woche), wo man sich einschreiben konnte. Zu jedem Tauchspot, gibt es eine Zeichnung und eine kurze Beschreibung. Danach wurde ein Termin für den CheckDive vereinbart, welchen wir mit Markus gehabt haben und zwar vom Einstieg bei der Tauchbasis und dann mit der Strömung am Hausriff entlang (linke Schulter zum Ausstieg 207), wo wir gleich eine Schildkröte und einen Adlerrochen gesichtet haben! Danach hatten wir grünes Licht um eigenständig am Hausriff zu tauchen. Für die Bootsfahrten konnte man am Vorabend die Nitrox-Flaschen richten, die Ausrüstung in den Box auf die Bank davor stellen und am Morgen nur noch auf's Boot gehen, wo dann alles bereit stand (hat immer geklappt). Auf dem Boot wurden die Boxen der Buddies nebeneinander gestellt, die Ausrüstung vor der Ausfahrt zusammengesetzt und kontrolliert. Kurz vor dem Tauchspot wurde ein Briefing gemacht, mit Blackboard und Kreide, danach haben die Guides die Strömung geprüft und nochmals kurz gebrieft. Wenn man einen Wunsch hatte betreffend Tauchspot, konnte man diesen ungeniert anbringen und er wurde nach Möglichkeit erfüllt. Das Hausriff ist der Hammer, wir sind oft nach dem 2-Tank-Morgen-Bootsausflug noch gemütlich am Hausriff getaucht oder haben einen Early-Morning oder Night-Dive gemacht, wo wir immer wieder Haie, Rochen, Schildkröten gesehen haben, aber auch die vielen Fischschwärme sind wunderbar, ganz zu schweigen von den jagenden Tunas oder Makrelen-Schulen. Die Jungs auf dem Boot und diejenigen, welche die Ausrüstung zur gewünschten Einstiegsstellen am Hausriff karren, sind hilfsbereit, aufmerksam und nett und wir fühlten uns gut aufgehoben.

Ein ganz grosses Merci an Alfons, Adam, Francesca, Yannick, Markus, Mohamed, Nishey, Solee und die gesamte Crew!

Flug/Transfer:
Wir sind mit dem Nachtflug der Edelweiss am Sonntag Morgen fast pünktlich in Male gelandet und zwei Stunden später, nach einem kurzen Transfer mit dem Wasserflugzeug, wohlbehalten auf Ellaidhoo angekommen. Leider ist mein Gepäck inkl. Handgepäck erst 7 Stunden später eingetroffen, was den Sonntag Nachmittag etwas getrübt hat.

Reception:
Wir wurden mit kühlen Tüchern und Drinks empfangen und konnten sofort unser Zimmer beziehen, die Nr. 221 im Erdgeschoss (7 Bungalows mit je 4 Superior-Einheiten), nach Anfrage konnten wir am nächsten Tag in die Nr. 208 im 1. Stock wechseln, was uns sehr gepasst hat.

Zimmer:
Die Zimmer sind recht gross und schön eingerichtet, die Teppiche sind unserer Meinung nach überflüssig. Während unseres Aufenthaltes wurden noch diverse Dinge ergänzt. Das offene Bad ist sehr gross und gut ausgestattet. Die Badetücher sowie die Strandtücher wurden jeden Tag ersetzt, was wirklich fehlte war eine Leine, um die nassen Sachen aufzuhängen. Die Sauberkeit ist abhängig vom jeweiligen Roomboy, alles in allem war es okay.

Restaurant/Bar:
Das Essen war gut und bei der Riesenauswahl am Buffet, fand man immer etwas, dass einem schmeckte, sogar der Hauswein war geniessbar. Wir hatten Halbpension gebucht, was für uns durchaus Sinn gemacht hat, da wir uns als 'Vieltaucher' entpuppten. Das Restaurant ist modern eingerichtet, die Beleuchtung ist etwas zu hell. Der Tisch wurde einem zugewiesen und den hatte man den ganzen Urlaub durch sowie den gleichen Kellner, der nach drei Tagen wusste, was wir trinken... An der Bar konnte man sich dann zwischendurch mit kleinen oder grossen Snacks verköstigen oder einen Cocktail geniessen. Wir hatten eigenen Kaffee dabei und das war gut so.

Insel:
Die Insel ist ideal für Taucher, für Nicht-Taucher ist sie unseres Erachtens nicht so geeignet, da es für Sonnenanbeter einfach zu wenig 'richtigen' Sandstrand hat. Die Insel ist schön bewachsen und eine reine Barfussinsel, wir haben während unseres gesamten Aufenthaltes, keine Schuhe gebraucht, auch keine Flip-Flops.

Spa/Fitness/Tennis/Sport:
Haben wir überhaupt nicht in Anspruch genommen. Wir wollten eigentlich noch etwas surfen, aber das Wassersportcenter auf Maaga wurde ersatzlos gestrichen, war wir etwas schade fanden, denn es hätte 4 Tage genug Wind zum Surfen gehabt.

Publikum:
Es hatte Gäste aus Deutschland, Österreich, Italien, England, Frankreich, Russland und der Schweiz und wie überall gibt es angenehmere oder unangenehmere Zeitgenossen...

Bezahlung:
Man braucht während des Auftenthaltes kein Geld inkl. Tauchbasis (Bootsfahrten), d.h. nur für Trinkgeld (Roomboy und Kellner), am Vorabend der Abreise geht man die Abrechnung mit der Tauchbasis durch (die nehmen die besten Konditionen für den Kunden), danach geht diese zur Reception, nach dem Nachtessen kann man dann die gesamten Kosten begleichen.

Fazit:
Wir sind mit 40 Tauchgängen mehr abgereist und das sagt ja eigentlich schon alles, oder? Wir können die Insel allen Tauchern wärmsten empfehlen! Wir hatten eine phantastische, unvergessliche Zeit, von unserer Seite gibt es nichts zu beanstanden, ausser, dass wir keine Mantas, Walhaie oder Hammerhaie gesehen haben; guter Grund um nochmals zu kommen ;-))

Herzliche Grüsse an die Dive&Sail-Crew, sowie an Günther & Birgit, Claudia & Wolfgang aus Österreich, Veronika & Peter aus Deutschland und Migi & Ebi mit ihren Partnerinnen aus der Ostschweiz

Marc und Monique
 


 

Ellaidhoo,

ein kurzer Bericht über Ellaidhoo, wo wir im Februar 2008 2 Wochen verbracht haben.

Zum Hausriff:
Dieses Riff ist spektakulär. Innerhalb von 2 Wochen wurde alles, was erwähnenswert ist, dort gesichtet, sowohl beim Schnorcheln als auch beim Tauchen: vom Adlerrochen, Stachelrochen, über Napoleon, Weißspitzenhai, grauer Riffhai, Barrakuda, Schildkröte, Octopus, Delphin bis zum Manta, von Fischschwärmen bis zur Fischsuppe. Es war atemberaubend und jedes Mal ein echtes Erlebnis.

Zur Tauchschule:
Unter Alfons Straubs Leitung läuft alles bestens. Seine Crew ist sehr hilfsbereit, gewissenhaft, nett und kennt sich sehr gut aus. Das Equipment ist neu und wird gepflegt. Die Organisation mit den verschiedenen Dhonis und Flaschen (Pressluft und Nitrox)läuft reibungslos. Kisten muss kein Gast mehr schleppen. Gewünschte Tauchziele werden nach Möglichkeit berücksichtigt. Bei den Tauchgängen haben die Guides die Taucher im Blick, sofern diese das wollen. Was will und braucht man mehr?

Zur Küche:
Das Essen war das beste, was uns bis jetzt auf den Malediven geboten wurde. Diese Reise war unsere sechste. Nur wer sich nach Schweinshaxe mit Sauerkraut sehnt, ist wohl am falschen Platz. Der Service im Restaurant und an der Bar war sehr freundlich und prompt.

Fazit:
Ellaidhoos Ruf als ausgezeichnete Taucherinsel hat sich für uns bestätigt. Wer jedoch einen strömungsfreien Bade- und Planschurlaub braucht und das Essen möglichst so wie zu Hause haben möchte, sollte von Ellaidhoo absehen.

Monika und Artur
 


 

Reisebericht Ellaidhoo 23.01.- 07.02.2008

Unser Flug von Berlin mit Qatar Air, mit Zwischenstopp in Doha, dann nach Male, klappte gut. Die fünf Stunden Aufenthalt in Doha waren etwas zu lang. Auch in Male warteten wir zwei Stunden auf das Air-Taxi nach Ellaidhoo.

Bei Ankunft auf der Insel mussten wir feststellen, dass hier noch immer gebaut wird. Zum Glück war der Baulärm an unserem Beach Bungalow Nr.311 erträglich, andere Gäste sind nach einigen Tagen in andere Bungalows umgezogen. Beim Rundgang über die Insel mussten wir genau hinschauen, wo wir hintraten, denn im Sand lagen Steine und teilweise Glas. Der Schutzwall um die gesamte Insel trübt das Bild einer Malediven Insel, zumal der Wall teilweise zerstört ist. Für Badeurlauber ist die Insel nicht sehr gut geeignet, da der Strand nicht sehr schön und bei Ebbe auch das Wasser bis zum Wall sehr niedrig und steinig ist. Für meine Frau und mich steht fest, Ellaidhoo so wie es jetzt ist, nicht wieder.

Da kann auch die Tauchbasis mit Ihrem guten Service und das schöne Hausriff nichts ändern.
Unser Bungalow war gut ausgestaltet und sehr sauber. Dass andere Gäste unsere Liegen vor dem Bungalow belegten und auch der Strand vor dem Bungalow ständig von anderen Gästen belegt war, störte uns zum Glück nicht, da wir drei mal täglich zum Tauchen waren. Am dritten Tagen hatten wir auch eine Hausratte, welche sich am Entwässerungsschlauch der Klimaanlage ihr Trinkwasser holte. Danach wurden dann aber Fallen und Köder im Bad und um die Bungalows aufgestellt, wonach sich das Problem „Ratte“ löste. Man sagte uns, die Ratten seien mit den Schiffen, die das Baumaterial gebracht haben, eingeschleppt worden.

Der Service im Restaurant ließ trotz Trinkgeld zu wünschen übrig. Das Essen entsprach nicht einer 4 Sterne Insel. Das Fleisch vom Rind und Schwein war immer hart und zäh und das Huhn teilweise verbrannt. Aber es gab ja zum Glück auch Anderes. Am besten waren die Spaghetti und der Nachtisch. Die Backwaren und das Obst waren wirklich sehr gut und vielfältig. Auch die Vorsuppe und der Käse waren schmackhaft.

Der Service an der Dhoni-Bar war das Letzte. Man hatte das Gefühl, All Incl. Gäste sind Gäste zweiter Klasse und können warten. So mussten wir oft direkt an die Bar gehen, um etwas zu bestellen, wobei wir aber auch nicht immer, trotz Englischkenntnissen, verstanden wurden.

Der Shop der Insel war sehr klein und hatte kein gutes Angebot. Es gab kaum etwas zum Auswählen. Die Ansichtskarten waren schlecht und Briefmarken gab es erst am vorletzten Tag, nur nach ständiger Nachfrage, und dann auch nur noch in einer Restmenge von 5 Stück. Urlauber, die Bekannten, Verwandten, Kindern und Enkelkindern etwas mitbringen wollen, haben hier keine Möglichkeiten. Es gibt keine T-Shirt`s von den Malediven. Leider gab es auch auf der Tauchbasis keine T-Shirt`s. Dabei möchte doch fast jeder Taucher ein T-Shirt als Andenken von seiner Insel mit nach Hause nehmen.

Für uns bleibt nur zu sagen: Ellaidhoo ist zur Zeit keine 4 Sterne Insel, sondern maximal 3 Sterne. Natürlich gibt es diese nicht für den Service an der Dhoni-Bar.

Wir waren sehr enttäuscht und würden jeden vorerst abraten, die Insel zu buchen. Es gibt schönere Inseln.

Gabi und Jürgen
 


 

Ellaidhoo, vom 29.01.2008 bis 09.02.2008

Unsere siebte Insel habe ich im Dezember über e-two-Reisen gebucht. Trotz kurzer Buchungsfrist und Hauptsaison konnte uns Frau Beeck neben toller Beratung noch ein freies Standard-Zimmer im Wunschzeitraum bei ORCA besorgen. Weil ich diesmal mit einem Bekannten unterwegs war, waren uns Zimmerlage und Blick nicht so wichtig. Wir haben das Geld lieber in den All-Inklusive-Zuschlag gebuttert.
Die besorgte Zurückhaltung anderer Reisenden aufgrund der Renovierung war unser Glück.
So flogen wir am 28.01.2008 ab Frankfurt mit Emirates via Dubai planmäßig und gut nach Hulule. Neu war für mich, dass sowohl MAT als auch TMA je einen großen Check-In-Schalter hinter den „Buden“ am Flughafen von Hulule haben. Dort wurde auch unser Gepäck schon gewogen und aufgeben. Bustransfer zu MAT und nach ca. 90 Minuten ging’s los. Bei bestem Wetter landeten wir gegen 11 Uhr neben Ellaidhoo an der Plattform.
Dhoni-Transfer, Hotel Check-In und Zimmervergabe verliefen freundlich und reibungslos. Wir bekamen Nr. 110.

Bungalow :
Das Zimmer war nagelneu renoviert und hat uns sehr gut gefallen. Es sah genau so aus, wie auf den kürzlich von Laredo veröffentlichten Bildern.
Der Raum ist groß, freundlich einreichtet und macht einen sauberen und gepflegten Eindruck. Unser Roomboy war sehr nett und als er uns zwei Männer sah, bot er sofort an, aus dem Doppelbett zwei Einzelbetten zu bauen. Das ist daher erstaunlich, weil ich im Vorfeld ca. 5 E-Mails verschickt habe, um genau dies zu erbitten. Allerdings bekam ich keine einzige Antwort. Ich versuchte es auch über die Homepages von Chaaya und John Keells. Einziger Nachteil des Zimmers ist die Verbindungstür zum Nachbarzimmer. Dadurch ist der Doppelbungalow extrem hellhörig. Zum Glück hatten unsere Nachbarn das gleiche Bedürfnis nach Ruhe wie wir. Das Bad ist halboffen und bis auf die fehlende Wäscheleine war es perfekt. Es gibt täglich frische Handtücher inkl. eines Strandhandtuchs für jeden. Vor dem Zimmer stehen eine Sitzbank mit Polster und ein kleiner Tisch. Am Strand befinden sich schöne und bequeme Holzliegen mit verstellbarem Kopfteil und Auflage.

Wege :
Ellaidhoo ist eine Barfussinsel. Allerdings war der Sand an einigen Stellen recht dünn gestreut und eher grogkörnig. Es war jedoch die ganze Zeit eine Truppe damit beschäftigt neuen Korallensand in Säcken auf die Insel zu schleppen und auf Wege und Strand zu verteilen. Wo sie fertig waren, war eine deutliche Verbesserung zu spüren (!). Von uns aus konnten wir entweder links rum, den etwas längeren Weg am Sportcenter vorbei in Richtung Restaurant / Bar gehen, oder den Kürzeren rechts. Dieser verläuft allerdings quer über das eher unschöne Fußballfeld, auf dem es wegen dem normalen Sand in der Mittagssonne „heiß“ her ging (Achtung : Brüller !).

Restaurant und Bars :
Das Main-Restaurant hat Sandboden, komplett neue Tische und Stühle und ist eher unspektakulär. Es ist offen, hat ein hohes aber von innen eher europäisches Dach. Also nicht so eine schöne asiatische Holzkonstruktion wie auf einigen anderen Inseln. Es gibt Deckenventilatoren und die äußere Tischreihe am offenen Fenster besteht aus Steinnischen für je zwei Personen. Ganz nett. Hier haben wir Frühstück, Lunch und Dinner bekommen. Das Essen hat uns gut geschmeckt und vor allem haben wir es sehr gut vertragen. Zum Frühstück kann man sich wie üblich ein Omelette oder Pancake frisch zubereiten lassen. Sehr lecker. Zum üblichen Obstangebot ist zu sagen, dass es nur morgens Ananas gibt. Auf meine Frage, warum nicht auch zu den anderen Mahlzeiten bekam ich keine Antwort. Ist halt so. Etwas Wurst und Käse gibt es auch, habe ich aber nicht probiert. Habe aber keine Beschwerden gehört. Empfehlen kann ich die tollen, warmen Croissants. Das Essen bei Lunch und Dinner war ähnlich, wobei mir das Lunch besser gefallen hat. Nach einiger Zeit vermisst man etwas Abwechslung bei den Gerichten, aber durch die stets anwesende frische Pizza/Pasta-Ecke, konnte man immer etwas finden. Die Maledivischen Currys waren gut aber auch ordentlich scharf. Papadum gab es ständig und immer. Yummi ! Leider gab es als Fisch ausschließlich den langweiligen Thunfisch. Schade.

Die Kellner waren stets sehr nett, mal fleißig und schnell und mal eher lustlos und langsam. Aber das ist ja normal.
Die Mainbar befindet sich neben dem Restaurant und ist zweigeteilt. Der überdachte Bereich hat Sandboden und war kaum besucht, weil das Wetter so gut war. Am Meer gelegen befindet sich die Bar-Terasse mit eigener Theke. Auf der großen Holzterrasse stehen erstaunlich wenige Tische. Es hat aber immer gereicht. Die Tische und Stühle auf der Terrasse sind nagelneu. Die Stühle haben Armlehnen. Im Sand um die Holzfläche stehen noch einzelne alte Tische und Stühle.

Zu den Getränken folgende für uns wichtige Beobachtungen : Es gibt Cola-Light. Das Fassbier ist eiskaltes Fosters und somit das beste Bier, dass ich je auf den Inseln getrunken habe. Für All-Inklusive-Gäste (immer an den jämmerlichen Armbändern zu erkennen) gibt es eine Cocktailkarte mit ca. 20 versch. Cocktails. Auch nicht schlecht. Ich fand den „Palm-Heaven“ mit Arrak ganz lecker.

Beim Pool gibt es eine Poolbar und ein Restaurant. Die Poolbar ist nur dann geschlossen, wenn in der Mainbar die Snacks serviert werden (15-17 Uhr). Im Restaurant können in erster Linie die Gäste der Wasserbungalows die Malzeiten einnehmen. Das Essen ist dabei das gleiche, dass im Mainrestaurant serviert wird. Allerdings gibt es keine maledivische Ecke ! Die Wasserbungalowbewohner können auch im Mainrestaurant essen gehen, müssen das aber ankündigen. Die Stühle von Poolbar/Restaurant sehen zwar nett aus, sind aber irgendwie zu hoch. Nur so nebenbei bemerkt.

Gäste :
Bei uns waren es hauptsächlich deutschsprachige (ca. 50%) und Italiener (ca. 30%). Daneben einige Asiaten (Japaner und Chinesen), Engländer und wenige Russen. Hier waren es aber nur ganz normale Paare, die überhaupt nicht laut oder unangenehm waren. Der Altersdurchschnitt etwas älter, als auf den andern von mir besuchten Inseln. Außer die Italiener, die schicken ja immer noch die jungen. Da war kaum jemand über 30. Im Ganzen ein buntes und angenehmes Volk, das von zwei Gruppen dominiert wird. Den deutschen Tauchern, die sich allabendlich in der Bar zusammenrotten, um fachzusimpeln und den Italienern, die ebenfalls lautstark in Gruppen die Bar bevölkern. Zum Glück gab es genug Platz, damit wir uns von beiden distanzieren konnten.

Pool :
Der Pool ist sehr schön und passt sich der Form der Insel an. Er ist nicht tief, man kann aber schön seine Runden ziehen oder nur am Rand rumdümpeln und den Sonnenuntergang genießen.
Es gibt Stühle und verschiedene Liegen. Ein Angestellter gibt Handtücher aus.

Sortcenter :
Darin befinden sich das Spa, der Fitnessraum, der Billardraum und das Tennisfeld. Tennis war für uns kostenlos. Auch mit Flutlicht. Die Flughunde mögen das Flutlicht besonders gerne und segeln im Tiefflug über den Court um nach Insekten zu jagen. Mein Bekannter hat auch das Spa ausprobiert und machte einen sehr entspannten und zufriedenen Eindruck auf mich. War wohl gut.

Die Mauer und die Wellenbrecher :
E. ist komplett von einem Steilwand-Hausriff umgeben. Ohne Wellenbrecher würde die Insel durch Strömung und Brandung abgetragen werden. Auf dem kurzen Riffdach stehen die Wellenbrecher relativ dicht an der Insel. Zwischen ihnen und der Insel ist die Lagune an den meisten Stellen sehr flach, wodurch richtiges Schwimmen eher außerhalb der Wellenbrecher stattfindet. Zusätzlich sind dreiviertel der Insel mit einer kleinen Mauer umgeben. Das sieht so aus, dass man vom Bungalow nicht einfach über den Strand ins Wasser gehen kann ! Im Sand vor den Beach-Bungalows stehen die Liegen, dann kommt die kleine Mauer, hinter der es ca. 1m runter geht. Dahinter ist an manchen Stellen ein kleiner Strand entstanden, an anderen kommt direkt Wasser oft auch mit Korallenstücken. Alle 5-10 Meter befindet sich eine kleiner gemauerte Steintreppe in der Mauer, wodurch man problemlos und bequem ins Wasser kommt. Der einzige Abschnitt ohne Mauer ist vom Jetty aus in Inselrichtung gesehen links. Also an der Tauchschule und den folgenden Beach-Bungalows Nr. 301 bis 310 (glaub’ ich). Jedenfalls bis zum Pool und zu den Wasserbungalows. Das ist zwar der schönste Inselabschnitt, allerdings würde ich dort nicht wohnen wollen. Hintergrund ist die Belagerung des Strandes durch die Italiener. Das war zumindest bei uns so. Die haben vermehrt in den Superior-Zimmern gewohnt und sind dann stets zum Strand gepilgert um sich dort in losen Gruppen lautstark zusammen zu finden. Ich habe öfters beim Vorbeischnorcheln (wohlgemerkt hinter den Wellenbrechern mit dem Kopf unter Wasser) gedacht, das vollbesetzte Tauchdhoni sei in der Nähe und habe beim erschreckten Aufsehen festgestellt, dass das Geschnatter von irgendwo jenseits der Wellenbrecher kam. Im Vorfeld hatte ich die gleichen Sorgen wegen Mauer und Brecher, wie die meisten Member, die zurzeit über Ellaidhoo nachdenken und diskutieren. Allerdings hat mich dies auf der Insel überhaupt nicht mehr gestört. Die Insel ist völlig ok. D.h. der üppige Bewuchs, die Sandwege, die schönen Bungalows. Es passt einfach alles hier. Ich finde es sehr schade, dass eine so tolle Insel bei vielen einen schlechten Ruf hat. Für uns war es toll.

Hausriff :
Klasse ! Es handelt sich um ein Steilwandriff an dessen „Enden“, damit meine ich die beiden Spitzen der ovalen Insel hinter den Wasserbungalows und hinter den Superior-Gebäuden, sich jeweils ein tolles Riffdach mit wunderschönen Korallenlandschaften befindet. Auf der Süd-, also der Jettyseite, geht die Riffkante senkrecht auf über 20m runter. Hier herrscht mehr Strömung als auf der Nordseite. Wir sind meistens bei den Superiorzimmern rein gegangen, haben die Strömung geprüft und dann die Richtung festgelegt. Am Besten war es für uns, kurz gegen die Strömung zum Inselende zu schwimmen, dort die Korallen bestaunen und nach Haien Ausschau halten, um dann mit der Strömung die gesamte Inselseite entlang zu driften. Abgesehen vom üblichen im Riff haben wir mehrfach Weißspitzenhaie gesehen und einmal Adlerrochen. Schön sind die ansässigen Schwärme der Wimpelfische, Riffbarsche, Doktorfische, Buckelschnapper und Papageifische (ein Schwarm in türkis). Auffällig sind die tausenden von Rotzahndrückern, die allgegenwärtig und für mich in bisher unerreichter Vielzahl die Riffkante bevölkern.

Tauchen :
Das Tauchen mit Dive&Sail macht Spaß. Die Tauchplätze sind bekanntermaßen sehr gut. Es wird täglich morgens um 9 Uhr mit dem Dhoni für zwei Tauchgänge losgetuckert und nachmittags um 15 Uhr normal für einen Tauchgang. Gelegentlich werden Fullday-Trips angeboten mit drei Tauchgängen. Die Spots werden schon 1-2 Tage vorher benannt und man genug Zeit sich einzutragen und im ausgelegten Tauchplatzbuch nachzusehen, was einen erwatet. Ist zuviel Strömung wird der Spot kurzfristig geändert. Die Bote sind nicht voll, obwohl viele Taucher auf der Insel sind. Bei einem Nachmittagstausgang waren wir etwa zu zehnt plus Guides und sind mit zwei Dhonis gefahren ! Nach erfolgreichen Check-Dive im Hausriff wird erklärt, ob man selbständig dort Tauchen darf. Dafür hängt eine Tafel zum Ein- und Austragen aus und es gibt auch eine Tafel, auf der man nach Buddies suchen kann, wenn man keinen hat. Je nach Strömung, die man in der Tauchschule abfragen kann, wird einem das Gerödel von den netten Jungs zum Einstieg gebracht. Ich bin mit Adam, Francesca, Aali, Ahmed und Markus getaucht. Allesamt haben ihren Job prima gemacht. Erfreulich war, dass es üblich ist, unter Wasser neue Buddy-Teams zu bilden, wenn der Luftverbrauch unterschiedlich ist. So habe ich immer die 60 Minuten austauchen können. Ausnahme war das Halaveli Wrack. Da war auch bei mir bei starker Strömung und 27m Tauchtiefe nach knapp 50 Minuten die Luft raus. Zum Glück gibt es auch für normale Luft 12 Liter Tanks. Die Ausrüstung ist prima. Die Basis gut organisiert. Man findet sich schnell zurecht, kann sich aber stets helfen lassen. Die Jungs sind wachsam und helfen gerne. Ich habe die Kritik an Basis und Guides gelesen und kann diese überhaupt nicht bestätigen. Ich habe durchweg nur Gutes erlebt und fühlte mich zu keiner Zeit unwohl. Das hat mir auch mein Freund bestätigt, der dort seine allerersten Tauchgänge hatte. Er war im Hausriff und wir konnten zusammen mit Extraguide vom Boot aus tauchen. Er hat sich sehr wohl gefühlt und wird wohl bald den OWD machen.

Ausflüge :
Ein Muss ist der Halbtages-Schnorcheltripp nach Kandoludhu. Angeboten wird er von der Tauchbasis alle 2-3 Tage für 40 $. Weil auf dem Anmeldezettel kein Ziel angegeben wird und es mehrere Ziele gibt, haben wir es so gemacht, dass wir uns nur unter der Bedingung eingetragen haben, dass es nach K. geht. War kein Problem. Seit über 7 Jahren habe ich nun von diesem Hausriff gelesen und endlich war ich dort. Es ist, wie alle schreiben, fantastisch. Ein intaktes Korallenriff, dass vor Tisch- und Geweihkorallen nur so strotzt.
An der Rezeption werden zudem die üblichen Touren angeboten, die wir nicht mitgemacht haben.

Fazit :
Ellaidhoo ist eine Reise wert. Für uns hat alles gepasst. Vor allem das Preis- Leistungsverhältnis. Beim nächsten Mal würde ich einen Beach-Bungalow mieten, weil der wirklich schön ist und meiner Meinung nach die beste Wahl gegenüber den anderen. Auch gegenüber den Wasserbungalows, die zwar einen hochwertigen Eindruck machen, aber mir persönlich nicht besonders gut gefallen. Das liegt daran, dass es Doppelbungalows sind und sie keinen Zugang zum Meer haben (ok, würde sowieso blöd aussehen, bei der Lage). Außerdem ist die Veranda ist viel zu klein, WC und Dusche als Einzelkabine mit Glastür gefällt mir nicht und die Einrichtung und Farbwahl erinnert eher an ein Ferienhaus in Skandinavien als den indischen Ozean.

Die Rückreise hat bestens geklappt. Wie immer mit kurzem Stopover in Dubai. Diesmal nur eine Nacht. Aber zum Shopping, tollem Essen im Sheraton-Creek und lustigem Abend im Pub vom Metropolitan Deira war es perfekt.

Das war’s.

Gruß aus Bonn

Dirk

 


 

Reisebericht Ellaidhoo vom 14.1.-29.1.2008

Vorab: Wir waren sehr enttäuscht und würden davon abraten die Insel zu buchen! Es gibt schönere Inseln. Die Insel befand sich auch am Tag unserer Abreise immer noch im Bauzustand, entgegen der Berichte im Forum! Auf jeden Fall noch ein Jahr warten!

Unser Flug mit LTU und Transfer mit dem Wasserflugzeug klappte reibungslos.

Bei der Ankunft bekamen wir Bungalow 319. Dies ist ein Strand-Bungalow. Es gibt noch 100er Nummern, das sind die Garden-Bungalows in zweiter Reihe, 200er Nummer, dies sind doppelstöckige Superior-Bungalows, sowie Wasserbungalows, mit 400er Nummern. Der Bungalow 319 liegt auf der Nordseite der Insel, dort wo kaum Strand ist und viel Schatten ist. Das hätten wir nicht so schlimm gefunden, weil uns der Blick gefiel und es dort wild-romantisch ist, aber direkt hinter unserem Bungalow war eine riesige Baustelle, dort wurden zwei neue Garten-Bungalows gebaut. Auch bei unserer Abreise war diese Baustelle immer noch vorhanden. Den ganzen Tag wurde gehämmert, gesägt und es stank nach Farbe, den ganzen Abschnitt konnte man nicht betreten, uns blieb also nur der Weg über den Strand. Als wir dies realisiert hatten, haben wir uns direkt beschwert und wollten einen anderen Bungalow haben. An diesem Tag war es aber nicht möglich. Wir haben dann unseren Reiseveranstalter in Deutschland angerufen, diese wollten uns erst auf eine andere Insel umbuchen, dies hat aber letztendlich auch nicht geklappt, aber sie haben dann wohl das Management auf Ellaidhoo angerufen, jedenfalls haben wir am nächsten Tag die 301 bekommen, liegt direkt am Sandstrand, neben der Tauchschule, angeblich die beste Lage auf der Insel. Dieser Abschnitt wurde aber komplett von Italienern belagert, die sich die Liegen von überall her zusammentrugen und mit ca. 15 Personen direkt am Strand vor unserem Bungi aufbauten und den ganzen Tag herumkreischten und palaverten. Das Wort: "mangare" war unsere einzige Erlösung. Unsere eigenen Liegen mussten wir uns hart erkämpfen. Wir haben dann eine Liege auf unsere Terasse gestellt und dort oben gelegen, damit wir wenigsten etwas ungestört waren. Einen schönen Blick hatten wir dadurch aber nicht mehr. Den Bungalow selbst fanden wir schön. Er war nett eingerichtet, Schränke, Bügel etc. vorhanden. Das Bett und Matratze o.k. Das Telefon fehlte, wurde aber nach ca. einer Woche installiert. Ein Deckenventilator war nicht vorhanden (entgegen der Katalogbeschreibung). Das halboffene Bad hatte einen schönen Garten, leider keine Wäscheleine. Die Dusche war so dämlich angebracht, dass die Toilette auf jeden Fall beim Duschen nass wurde, samt Toilettenpapier, dies mussten wir aus der Halterung nehmen und wo anders hinlegen. Ein Föhn war vorhanden, habe ich aber länger als 3 Minuten gefönt, sprang die Sicherung raus und wir hatten dann einen kompletten Stromausfall im Bungi. Ich habe dies zweimal gemacht und danach die Haare nicht mehr gefönt..

Fernseher war auch vorhanden, haben wir aber nicht benutzt. Die Inselleitung hat uns versichert alle Bauarbeiten würden innerhalb der nächsten Tage beendet. Tatsächlich verging kein Tag ohne Baulärm. Irgendwo wurde immer mit der Kreissäge hantiert oder gehämmert. Die Inselbeleuchtung wurde erst in der zweiten Woche vervollständigt. Pool, Poolbar, Wasserbungalows ebenso. Die Wasserbungalows haben wir von innen besichtigt, können sie aber nicht empfehlen. Die Einrichtung ist sehr schön, aber sie stehen kaum im Wasser, man hat kein Zugang zum Meer und muss erst lange über die Stege laufen um zum Meer oder zum Strand zu kommen. Die Balkone sind extrem klein. Zwei Liegen passen gerade so darauf und sie sind dem Wind voll ausgesetzt.

Die gesamte Insel ist von einer Mauer/Wellenbrecher umgeben. Dies ist dringend notwendig. Es hätte uns auch nicht gestört, wenn diese Mauer nicht teilweise total verfallen gewesen wäre. Sie hat aber einen guten Effekt: Man kann ungestört von der Strömung im Bereich des Sandstrandes ganz toll baden. Im Nordteil gibt es kaum Strand, man hat versucht den Abschnitt durch Mauern zu befestigen, aber diese sind teilweise wieder unterspült worden, trotz der häßlichen Sandsäcke, die immer noch dort liegen. Schön fanden wir die neu gebauten Piere, am Ende sind sie kreisrund und man kann dort schön zu zweit auf den Liegen verbringen.

Die Insel nennt sich zwar "Barfuß-Insel", aber überall im Sand befindet sich Bauschutt und Steine. Direkt vor unserem Bungalow ist ein Gast über einen Stein gefallen und hat sich den Zeh gebrochen...Als der Tauchlehrer vor unserem Bungalow mit den Füßen im Sand wühlte, kam ein großer Nagel zum Vorschein!

Essen: Wir fanden das Essen gut bis sehr gut. Es gibt reichlich Auswahl, für jeden ist etwas dabei. Was uns manchmal gestört hat: Entweder war Fisch/Fleisch, das frisch zubereitet wurde noch halbgar oder verbrannt. Ein Koch hatte dafür ein besonderes Händchen! Man musste schon genau auf das Stück zeigen, welches man haben wollte..An der Strandbar und an der Poolbar konnte man Nachmittags einen Snack einnehmen, was wir auch getan haben, da wir nur Halbpension hatten. Für unser hätte sich All-Inclusive oder Vollpension nicht gelohnt.

Service: Im Restaurant fanden wir es schlecht. Meistens mussten wir den Kellner erst herbeirufen. Übliches Trinkgeld half auch nichts. An der Bar klappte es besser, aber auch nur teilweise.

Hausriff: Super! Zum Schnorcheln ideal! Wir sind sogar zweimal um die Insel geschnorchelt. Hat ca. 1,5 Stunden gedauert. Wir haben beim Schnorcheln alles gesehen: Haie, Rochen, Octopus, alle nur erdenklichen Sorten von Fischen, Schwarmfische, Schildkröten. Einfach klasse! Aber Vorsicht: Strömung beachten. In der Tauchschule kann man Gezeitentabelle ablesen.

Spa: sehr teuer, ich hatte eine Aroma-Massage gebucht und war sehr zufrieden. Hat 1 Stunde gedauert, aber 103 Dollar!!

Tauchschule: Ausstattung: Die Tauchschule liegt direkt am Strand, dadurch hat man es nicht weit ins Wasser. Es gibt drei Becken zum Waschen der Ausrüstung, nicht viel aber ausreichen. Das Wasser wird regelmäßig gewechselt. Die Ausrüstung kann man unbedenklich in der Tauchschule lassen. Man kann sich eine Kiste borgen oder die Sachen aufhängen. Die Kisten kommen dann auch mit auf das Boot. Es gibt zwei wahnsinnig nette Jungs aus Bangladesh, die sehr hilfsbereit sind und auch immer darauf achten, ob und wer in den Ausrüstungsraum kommt. Die Anzüge kann man außerhalb auf Bügeln aufhängen. Ich hatte meine eigene Ausrüstung, aber mein Mann hat Ausrüstung geliehen und wir fanden Sie in Ordnung. Wir haben aber mitbekommen, dass es schon mal Probleme mit den Atemreglern gab, aber anscheinend schon vor dem Tauchgang festgestellt und ausgetauscht. Vor der Tauchschule gibt es Bänke, wo man die Ausrüstung fertig machen kann. Entweder geht man dann direkt ins Wasser oder je nach Strömung gibt es andere Einstiegstellen. Dann wird die Ausrüstung von den Jungs mit Karren dorthin gebracht.

Wir konnten den Checkdive direkt am nächsten Tag bei Marcus, dem einzigen deutschen Tauchlehrer machen. Wir haben den Checkdive dann in einer superstarken Strömung gemacht, in 9 Minuten waren wir am Hausriff entlanggesegelt. Danach sollten wir zurückschnorchen. Kommentar: Checktauchgang nicht bestanden, da Bodies zu weit auseinander. Übungen wurden nicht gemacht, wegen der starken Strömung. 48 USD!!! Nachmittags haben wir dann den Checktauchgang wiederholt, bei einer italienischen Tauchlehrerin namens Francesca. Sie hat dann die Übungen mit uns vor der Mauer im Flachwasser gemacht. Danach bekamen wir die "Erlaubnis" zu tauchen. Ich hatte leider Probleme mit meinen Ohren und konnte nur noch 3mal Tauchen. Mein Mann ist insgesamt 8mal getaucht. Wir konnten uns deshalb kein intensives Bild machen, aber wir haben von mehreren gehört, dass die Tauchschule nicht sicher ist, weil die Tauchlehrer keine Ahnung haben. Hierzu zwei weitere Erlebnisse: Bei einem Bootstauchgang hieß es:direkt runter, ohne Luft im Jacket, wegen der Strömung direkt abtauchen. Da ich mit meinen Druckausgleichsproblemen nicht so schnell abtauchen konnte, sind mein Mann und ich so schnell vom Riff abgetrieben worden, dass wir den Tauchgang beenden mussten, da wir jegliche Orientierung verloren hatten. Jetzt kann man natürlich sagen, selbst Schuld, aber von den Guides keine Spur! Obwohl wir im Nachgang erfahren hatten, dass wir intern nur 1 Sternchen hatten, d.h. Anfänger, Divemaster muss in der Nähe bleiben, hat das niemanden interessiert. Man hat uns dann kulanter Weise diesen Tauchgang nicht berechnet. Bei einem weiteren Bootstauchgang hat man uns direkt über einer Verwirbelung abgesetzt, ein Tauchlehrer, der dort selbst in Urlaub war hatte einen Tauchanfänger als Body, den er bei 30m festhalten musste, damit dieser nicht noch weiter absackte. Er hat uns dann auch unter Wasser den richtigen Weg angezeigt, damit wir aus der Verwirbelung herauskamen. Vom Divemaster an dieser Stelle wieder keine Spur. Nach diesem Tauchgang haben wir uns bei dem Manager Adam beschwert, der versicherte, dies würde nicht wieder vorkommen. Wir hatten danach gar keine Lust mehr zu Tauchen, uns war das als Tauchanfänger/Nur-Urlaubs-Taucher einfach zu gefährlich. Wir haben auf Kuredu und Filhalhoi ganz andere Erfahrungen beim Tauchen gemacht, kompetente Guides, die uns wirklich durch Strömungen führten und bei Schwierigkeiten halfen. Für Tauchanfänger finden wir die Tauchschule überhaupt nicht geeignet. Für Vieltaucher ist dies sicher kein Problem.

Abendunterhaltung: Null! Nur Live-Musik Untermalung beim Essen.

Wir haben das beste daraus gemacht, aber nach Ellaidhoo würden wir auch nach Beendigung der Bauarbeiten nicht wieder reisen.

 


 

Reisebericht: Ellaidhoo 11.1.-24.1.2008

Unsere Anreise war von Frankfurt nach Colombo und weiter nach Male mit Sri-Lankan Airlines. Dadurch konnten wir einen Zeitraum von 10 Nächten buchen Zum Vergleich mit LTU 2004 nach Embudu war die Fluggesellschaft und der Flieger besser. Würden ohne bedenken wieder so buchen.
In Male mussten wir 1,5 Std. auf den Transport mit dem Wasserflugzeug zur Insel warten. Wie sich später herausstellte ist das der Durchschnitt und normal.

Bei der kurzen Überfahrt von der Landeplattform bis zur Insel mit den Dhoni wurden wir zu unserer Überraschung von einer Gruppe Delphinen begrüßt und begleitet.

Obwohl wir Unterkunft „Superior“ (1. stöckig) gebucht hatten wurde uns zuerst ein Beachbungi zugewiesen. Nach einer kurzen Reklamation an der Rezeption wurde es berichtigt und wir hatten Nr. 215 Erdgeschoß. Für uns eine schöne Lage. Die Superiorzimmer und das Bad sind größer! Kleine „Privatbucht“ direkt vor der Haustüre. Bis auf fehlende Ablagemöglichkeiten für T-Shirt und ähnliches (Fachböden), war es bestens.

Wasserbungis:
Während unserer Anwesenheit sahen wir, dass sie eingeräumt wurden. Am 19.1. wurde der erste bezogen. Alfons Straub, der Besitzer der Tauchschule gab uns die Möglichkeit einen fertig eingerichteten Wasserbungi vorher zu besichtigen. Sie sind in hellen Weiß-Grau Tönen und mit vielen Glastüren ausgestattet. Überrascht hat mich der verhältnismäßig große Flachbildschirm. Die Balkons sind wirklich etwas klein geraten. Mir hat das „Innenleben“ gefallen. Einen direkten Zugang zum Meer gibt es aber leider nicht.

Der Pool ist mit aufbereitetem Süßwasser gefüllt und ca; 1,35mtr tief. Er dient an dieser Stelle als Wellenbrecher und ist an einer Seite ins Meer gebaut.
Alfons hat uns alles wichtige gezeigt. Er hat uns versichert, dass auch „Schnorchler“ mit Fragen und ähnlichem bei Ihnen an der Tauchschule an der richtigen Stelle sind. Zur Tauchschule können wir nicht mehr sagen, da wir nur „Schnorchler“ sind.

Küche, essen u. trinken:
Wir hatten AI. Da wir den ganzen Tag auf der Insel waren, hat es sich für uns gerechnet. Es ist angenehmer. Beim Frühstück war alles da, allerdings nicht so umfangreich wie im Verhältnis zu mittags und abends. Zu jeder Mahlzeit 2 Suppen, sowie Italienisch, Hähnchen, Steak, Fisch in allen Variationen und Curry mit sämtlichen Beilagen. Immer sehr gut gewürzt!!

Das Bier war für uns als „Bayern“ auch in Ordnung. Der gut gekühlte Weißwein wurde unsere Hausmarke. Das Personal war flink und zuvorkommend.

Schnorcheln:
Das Hausriff war für mich an Fischreichtum und Artenvielfalt nicht zu überbieten. Wir konnten die Insel komplett umschnorcheln. Dadurch traten bei längeren Touren Gegenströmungen auf. Mit Flossen sind sie aber gut zu bewältigen. Die Korallen sind hier bereits wieder sehr weit gewachsen und schon teilweise wieder farbig. Gegenüber 2004 Embudu.

Allgemein:
Die Insel hat eine neue sehr gute Wasserentsalzungs- und Aufbereitungsanlage. Das Wasser war weich und für Maledivische Verhältnisse hervorragend. Die Bade- und Handtücher waren sehr weich, duftig und angenehm. Der Zimmerservice beschränkte sich bei uns auf Bett, Waschbecken und teilweise Dusche. (Trotz Trinkgeld) Das währe verbesserungswürdig. Es gab kein deutsches Fernsehen. (wers braucht?).

Die im Katalog (Jahn Reisen) angebotenen Bootsfahrten zur unbewohnten kleinen Nachbarinsel wegen Wassersport (im Preis enthalten) fanden nicht mehr statt. Hier wird laut Alfons Straub ein exklusives Luxusresort mit ca; 6 Bungis gebaut.

Insgesamt kann man sagen, dass alle sehr bemüht waren die Insel komplett fertig zu stellen. Man sah täglich Fortschritte. Am 13.1.2008 wurde die Insel mit großer Zeremonie offiziell eröffnet. Mit Nationalhymne (von den Angestellten gesungen) und 3 Stück Flaggenhissungen mit Folklore. Es war sehr interessant. Wir glaubten der Präsident kommt persönlich, so offiziell!

Gäste:
Die Russen vorher waren laut angaben nur eine vorübergehende Erscheinung. Es waren wirtschaftlich zu viele Zimmer frei, dadurch die Belegung. Deutschsprachig ca; 55% (Österreich, Schweiz , Deutschland) Italienisch ca; 25%. Andere wie Asiaten und Inder ca. 20%.

Wetter:
Die ersten 2 Tage immer wieder nass von oben, dann aber trocken und sonnig.
Tag 30° C, Nacht 26° C, Wasser ca; 28° C.
Der Bewuchs der Insel mit Bäumen, Pflanzen und Sträuchern ist nicht zu überbieten und hat durch den Umbau nicht gelitten. „Ein tropischer Park“.
Angeboten wurden: Massage, Tennis, Whirlpool (wers braucht) und Fitnesscenter.

Fazit:
Wir betrachten uns als Durchschnittsurlauber mit „normalen“ Ansprüchen. Wir wussten bei unserer Anreise dass die Insel noch nicht ganz fertig ist. Wir waren überrascht dass schon alles bis auf Kleinigkeiten so gut funktionierte. Laut unseren Beobachtungen sind wir überzeugt, dass eine komplette Fertigstellung in kürze vollzogen ist.

Noch herzliche Grüße an unsere Urlaubsbekanntschaften nach Wien, Freiburg, München, Wuppertal und Luxemburg. Bedanken wollen wir uns auch bei Alfons Straub für die Inselführung und die Betreuung bis er nach Düsseldorf zur „Boot“ musste.
Erna und Andreas

 


 

31.12.07 – 15.01.08 Ellaidhoo

Vorab: Möglichst erst ab März/April 08 hinfliegen. Begründung folgt.

Flug/Wasserflieger bestens organisiert. Da haben wir schon anderes erlebt. (Unsere zehnte Insel).

Vorgeschichte: Gebucht als Hochzeitsreise für den 17.12.07. 3 (!!!) Tage vor Anreise teilte uns Meiers Reisen mit, dass die Insel noch nicht komplett fertig renoviert sei. Sie boten uns eine andere luxuriösere Insel an, die aber über kein Hausriff verfügte. Natürlich abgelehnt. Was soll man auf den Malediven ohne Hausriff?! Und, wie wir nach ausführlicher Info wussten, hat Ellaidhoo ein super Hausriff. Dann fieberhaft gekramt, welche Insel als Alternative in Frage käme. Alle, die in Frage kamen, waren ausgebucht. Während wir noch ratlos überlegten, kam vom Reisebüro die freudige Botschaft, die Insel wäre Ende Dezember nun endlich total fertig mit allem Drum und Dran. Ich habe gefragt, ob es evtl. doch noch Baulärm gäbe – NEIN. Bereits ab Weihnachten wäre alles perfekt.

Wir schafften es, um 14 Tage zu verschieben, was ja nicht selbstverständlich ist. Von Meiers war das schon mal die erste Zumutung. Wer kann als Angestellter einfach um 14 Tage verschieben? In Male angekommen, empfing uns ein Meiers-Reiseleiter mit den Worten, dass Ellaidhoo leider NICHT fertig sei. An den Wasserbungis werde noch gebaut. Upps. Er bot uns wieder eine Insel an, die kein Hausriff hat. Aber selbst wenn sie eins gehabt hätte - wer kann so schnell auf dem Flughafen innerhalb von 5 Minuten sagen, klar, ich nehme jede x-beliebige andere Insel? Schließlich hat man sich ja nicht ohne Grund gerade für diese Insel entschieden. Wer hat da alle Inseln im Kopf, ob die einem zusagen, zumal wir immer AI buchen, wo ja auch jedes Angebot etwas anderes beinhaltet. Manche haben keine Cola Light, andere keinen Wein usw. Wie will ich das plötzlich am Flughafen wissen? Also abgelehnt.

Mehr oder weniger gezwungenermaßen sind wir dann nach Ellaidhoo geflogen.

Strand: Unser Bungi (333) lag nicht sehr schön. Man muß wissen, dass der Strand fast überall extrem schmal ist, aber ich denke, das wurde genug beschrieben. Vor der Hütte hat man kaum Platz für die Liegen, und mit jeder Nacht brach mehr vom „Strand“ weg. Wobei das ja nicht mal Strand war. Das war aufgeschütteter Sand, und der wurde nicht aufgefüllt. Dazu kommt, dass es nicht nur eine Wellenbrechermauer gibt etwa 20 -30 m weit, also sehr nahe, sondern die erste direkt am Strand vom Bungi ca. 2-5 m weg sozusagen direkt vor der Terrasse. Es gibt also 2 Wellenbrecher. Der vordere ist teilweise momentan marode, der hintere streckenweise auch eine Ruine. Kein schöner Ausblick. Zuerst ist man einfach nur entsetzt. Wir haben einen Wechsel erwogen, aber die Bungis, die uns zugesagt hätten, waren belegt oder beherbergten zu dem Zeitpunkt permanent schreiende Säuglinge, und das wollten wir auch wieder nicht. Also sind wir geblieben. Der Strand war einfach außerordentlich schlecht. Dazu kam, dass man kaum Sonne hatte. Die Vorgänger hatten die Liegen schon rückwärts an den Wellenbrecher hochgelegt, damit man überhaupt mal etwas Sonne wenigstens im Gesicht hatte. Die hatte man dann nach dem Mittagessen auch noch mal eine Viertelstunde, auch nur im Gesicht. Das war es dann. Den ganzen Tag die Sonne genießen kann man nur an einem einzigen Strandabschnitt um die 303 herum sowie auf einigen ins Meer hinausgebauten Zementstegen – vor unserer Hütte war aber keiner. Da wir keine ausgesprochenen Sonnenanbeter sind, sondern lieber ausführlich schnorcheln, hätte uns das nicht besonders gestört, wenn das Wetter so weit mitgespielt hätte, dass man wenigstens mal ein Stündchen die volle Sonne hätte genießen können, und sei es lesend oder dösend in der Wärme im Schatten. Dazu war es aber zu kühl und zu windig, und spätestens nachmittags setzte auch schon der Regen ein. Wie schon auf Filitheyo haben wir uns zeitmäßig dann doch nach den wenigen Sonnenmöglichkeiten gerichtet, die uns überhaupt zuteil wurden. Die schweren Holzliegen wollten wir nicht Gott weiß wo hinschleppen, und sowieso möchten wir direkt vorm Bungi liegen.

Großes Problem: Es gibt neben den einstöckigen Standard-Bungis die Beach-Bungis und Garden-Villas. Bucht möglichst keine Garden-Villas. Diese liegen in zweiter Reihe und haben keine eigenen Liegen. Die Leute aus der zweiten Reihe suchen sich natürlich auch einen Platz am Strand, haben aber dort offiziell keine zugewiesenen Liegen. Das ist nicht nur für sie von Nachteil, sondern auch für die Beach-Bungi-Leute, denn die Garden-Villa-Leute kommen dann nach vorne an den Strand und besetzen die Liegen der Beach-Leute, auch wenn sie direkt vor der Terrasse liegen. Die Liegen sind leider nicht nummeriert. In unserem Fall hatten wir hinter uns Russen. Erst verschwanden die Handtücher, als wir beim Schnorcheln waren, dann zogen sie mir fast unter dem Hintern eine Liege weg, und dann holten sie auch noch eine Auflage, als wir weg waren. Das heißt, wir hätten permanent auf unsere Liegen aufpassen müssen, was ja nicht geht, weil man halt beim Schnorcheln ist. Morgens lag dann einer direkt vor unserer Nase auf der Liege und schlief seinen Rausch aus. Da er nichts verstand und sich offenbar im Recht fühlte, konnten wir ihn verbal nicht erreichen. Das ist äußerst schlecht organisiert. Jeden Morgen liefen die Russen herum, wo sie eine Liege mitnehmen könnten. Ich weiß nicht, was sich das Management dabei denkt. In diesem speziellen Fall wäre eine Nummerierung der Liegen tatsächlich notwendig, und auch den Garden-Villas gehören eigene Liegen zugewiesen. Wie das dann allerdings werden soll auf dem winzigen Strandabschnitt, wissen die Götter. Da lag man ohnehin schon nicht gerade komfortabel. Wer wie auf Malle liegen will, würde sich dann vielleicht wohl fühlen. Allerdings braucht man dafür nicht um die halbe Welt zu reisen.

Bungis: Sehr einfach und klein. Aus der Dusche kam kaum ein Strahl. Das wurde auf Reklamation hin etwas verbessert. Kleiderschrank schlimm. Kaum Kleiderbügel. Der Hauptflügel der Tür war fast nicht zu öffnen, da die Nachtkonsole quer davor stand. Im Schrank gab es ein einziges Fach für Shirts, Bikinis, Unterwäsche ect.. Für eine Person evtl. mal gerade genügend. Einer von uns musste den Großteil der Sachen im Koffer lassen. Dafür hingen im Schrank Bademäntel in Kindergröße. Dann – Kakerlaken im Großformat reichlich. Im Bett. Im Bad. 5 Stück täglich. Die großen Ameisen fanden wir schon sympathisch, weil sie die toten Kakerlaken nachts abtransportiert haben – danke, Ameisen. Es gab keine Leine, um die nassen Klamotten zu trocknen. Die Toilettenrolle war direkt neben der Dusche – sehr intelligent angebracht. Im Fernsehen nur Buddha-Kanal und ab und zu englische Nachrichten und englische Filme, aber immer wieder fielen Kanäle aus, wurde alles durcheinander gewirbelt – mitten in einem englischen Film plötzlich Kanal-Neueinstellung von der Rezeption. Nett bei Regen, den wir nicht zu knapp hatten, wo man tatsächlich mal die Kiste anmacht. Stromausfall auch bei gutem Wetter, dann auch mal kein Wasser. Schön, wenn man vom Schnorcheln kommt und kein Wasser läuft und man nicht mal in die Sonne kann, weil der Strand zu schmal ist und sowieso keine Sonne vorhanden (dafür kann das Management natürlich nichts). Der Sand an den Liegen einerseits seltsam hoch aufgehäuft andererseits plötzlich vom Meer trotz der Wellenbrecher weggespült, so dass die Liegen morgens vorne heruntergekippt waren und man kaum noch wusste, wohin man sie ziehen sollte. Unter dem Sand waren streckenweise Plastiksäcke gut sichtbar, vor dem ersten Wellenbrecher auch wieder Sandsäcke, im Wasser Konservendosen und Bauschutt - alles in allem nicht der Hit. Übrigens haben sie die Nummern geändert. Die Beach-Bungis fangen alle mit 3 an.

Rezeption: Nett, bemüht, entgegenkommend, aber bei der kleinsten Kleinigkeit überfordert. Dann auch lahm bis tot. Roomservice einigermaßen in Ordnung.

Kellner in Restaurant und Bar: Unglaublich gut und perfekt. „Unser“ Jobi o.ä. im Restaurant war einsame Spitze. Wirklich enorm aufmerksame, sehr freundliche Angestellte, äußerst zuvorkommend und schnell und einfach nur lobens-und liebenswert. Dieser Service ist einmalig für die Malediven. Da haben wir schon anderes erlebt.

Essen: Für maledivische Verhältnissen gut bis sehr gut. Mittags und abends Fisch und Geflügel , wenn auch oft zu trocken, Salat, täglich frische Pasta (viele italienische Gäste), frisches Gemüse, ab und zu auch Fleisch, das man wirklich essen konnte. Am Salatbuffet sogar eine Flasche Balsamico und offenes Öl. Täglich Tomaten, grüner Salat und Salatgurken und immer aufmerksam nachgefüllt. Auch Vegetarier können damit sowie mit dem täglich angebotenen Buttergemüse und den Nudeln satt werden. Reiches Dessert-Buffet mit frischem Obst, Kuchen, Cremes usw. Das Frühstück war eher arm. Viele Tröge, nix drin. Wer will morgens Fisch-Curry essen? Es gab die übliche wenig verlockende Wurst und dazu Käse am Stück. Trotz der Brotvielfalt schmeckte uns keine Sorte wirklich, und die Säfte waren zu süß. Bald war Jobi so nett, mir eine Cola zu bringen, was offenbar die Ausnahme war. Eier konnte man sich kochen oder braten lassen. Na gut, wegen des Essens fährt man eigentlich nicht hin. Da wäre man in der Karibik besser bedient. Übrigens ist es ein absolutes Nichtraucher-Restaurant. Nur in der Bar darf geraucht werden. Wir finden, das sollte im Katalog Erwähnung finden.

Bar: Außerordentlich guter Service. Weißwein gut genießbar. Cocktails weniger. Etwas Trinkgeld, und alles läuft gut. Nette, sehr freundliche Kellner. Zu unserer Zeit keine Abendunterhaltung. Einmal Diskoabend, aber der war eher übel. Alle sind nach draußen geflüchtet. Man wäre gerne an die Poolbar geflohen, aber leider gab es sie noch nicht. Und damit zu unserem Hauptproblem:

Man hatte uns gesagt, sie Insel wäre komplett in Ordnung. Das war sie nicht annähernd. Ein Drittel der Insel war mit großen Planen abgesperrt. Der Pool war nicht zu benutzen, die Poolbar auch nicht, die Insel war nicht zu umrunden, man konnte sie auch nicht umschnorcheln, es wurde eben noch permanent gebaut. Und das war die Unehrlichkeit von Meiers. Es gab Lärm, es stank nach Lacken und Farben, es gab Eisenstangen im Wasser, und man konnte eben diese doch recht kleine Insel nicht umrunden bzw. schön auf ihr spazieren gehen. Beim Schnorcheln hatte man große Mühe, wenn die Strömung wechselte, noch an Land zu kommen. Ansonsten wäre man mitten in der Baustelle gelandet. Also hieß es Zähne zusammen beißen und gegen die Strömung ankämpfen, bis die Baustelle überwunden war. Das war schon ärgerlich. Manchmal habe ich gedacht, ich schaffe es nicht, ich muss in der Baustelle raus, aber das ging ja nicht, weil da alles abgesperrt war. Also musste mich mein Mann mit rausschleppen. Hinterher war ich total kaputt. Generell war die Strömung allerdings schwach. Trotzdem ist es beschwerlich, wenn man mit der Strömung losschnorchelt und unterwegs dann auf Gegenströmung trifft. Da wollte ich gerne an Land, aber, wie gesagt, es war nicht möglich.

Die Wasserbungis werden inzwischen wohl fertig sein, der Pool und die Poolbar auch ganz allmählich, aber es fehlt noch an ziemlich vielem. Die Wegweiser waren noch in Arbeit, der Strand war nicht aufgefüllt, die „alten“ Bungis sind nicht modernisiert usw. usw.. Ich persönlich würde erst nach einem halben Jahr hinfliegen. Vorher wird das nichts. Wenn mal alles komplett ist, wird es allerdings wahrscheinlich sehr schön, zumindest um die Poolgegend mit den neuen Wasserbungis.

Schnorcheln: Superschön. Wir haben ja nun schon 10 Inseln gesehen – dies hier war das Beste! Schwärme über Schwärme, viele Muränen, auch wieder schöne Korallen, ein Oktopus, ein Adlerrochen, drei Haie, 4 Schildkröten, dicke Schwärme von türkisfarbenen Papageienfischen, auch andere, wunderschöne gelbe, blaue und schwarze Schwärme, eben sehr fischreich, wirklich ganz tolle Schwärme, Tausende, in die man eintauchen konnte. Vor den Wasserbungis erschien es uns am schönsten. Unbedingt sollte man Nachbarinseln besuchen. Wir waren vor Komandhoo (???) , der direkten Nachbarinsel, schnorcheln, wo die schönsten Korallen der Malediven sind, und das war ein Traum. Eine so schöne Korallenwelt habe ich noch nie gesehen. Weite Felder blau blühender Korallen, Korallen einfach jeder Art, wunderschön anzusehen. Seltsamerweise gab es dort aber auffällig wenig Fische im Vergleich zu Ellaidhoo. Ich war vor Jahren schon mal auf der Nachbarinsel Bathala und fand es damals auch so traumhaft und hätte auch diese Nachbarinsel sehr gerne besucht. Leider war dann das Boot kaputt, so dass wir nirgends mehr hinkonnten. Das haben wir extrem bedauert. Wir haben so oft an der Rezeption gestanden, ob und wie man einen Schnorcheltrip organisieren könnte, aber das war ein Riesenmanko von dieser Insel – sie haben keine Schnorcheltrips organisiert. Da halfen alle Beschwerden nichts – es wurde einfach nichts organisiert, und das, wo so viele schöne Inseln direkt vor der Tür lagen. Das haben wir sehr bedauert. Das ist schon traurig, wenn man sagt, wir bezahlen ja gerne einen angemessenen Preis, wenn wir hier nur mal für 2 Stunden wegkommen können, und die Rezeption bietet lediglich eine Romeo-und-Julia-Insel für sage und schreibe 300 Dollar an und dann noch Male für 100 ( ab 20 Personen) und die Einheimischen-Insel Rasdhu, die wir schon 3mal gesehen haben, aber keinen einzigen Schnorcheltrip zu einer vorgelagerten Insel. Wir fanden das sehr, sehr traurig. Die vorigen Touren waren von den Italienern organisiert worden, die dann aber abreisten. Neue Italiener wurden wegen der massiven Beschwerden bis auf weiteres nicht mehr auf die Insel geschickt.

Tauchen: Dazu können wir leider nichts sagen. Mein Mann ist zwar Taucher, schnorchelt aber lieber zusammen mit mir. Wie wir hörten, soll das Tauchen im Vergleich zum Schnorcheln nicht besonders sein, aber wie gesagt, wir selbst haben nicht getaucht.

Insel-Tierwelt: Lustige Vogelpärchen, die an den Bungis und im Restaurant herzerwärmend singen und betteln und sich besonders über Käse freuen. Sie kommen pünktlich morgens und mittags sowie zwischendurch, wenn sie Hunger haben, schauen durch die Tür ins Zimmer oder kommen auch rein und picken sogar aus der Hand. Wenn man länger nicht da war, warten sie schon ganz aufgeregt. Wo bleibt der Käse? Die zwitschern wirklich superniedlich, ganz anders als die bei uns heimischen. Im Restaurant wird das Füttern aber nicht gerne gesehen. Dann mehrere Reiher und Krähen und dieser Vogel, der so klagend schreit. Leider kenne ich die genauen Bezeichnungen der Vögel nicht. Eine Ratte haben wir gesehen, aber das ist ja nicht ungewöhnlich. Unschön waren die Kakerlaken im Zimmer.

Gäste: Etwa 50 % Italiener, 30 % Russen, 20 % Deutsche und Schweizer. Italienische, sehr nette Reiseleitung vor Ort, von Meiers leider keine.

Wetter: 4 Tage fantastisch, danach unsicher bis Regen. Windig, schlecht, kaum Sonne. Einheimische sagten uns, nach dem Tsunami wäre das Wetter schlechter geworden. Keine Ahnung. Ich bin seit Jahren dort, und seit ca. 2 Jahren ist es fast nur schlecht, und das außerhalb der Monsunzeiten.

Fazit: Besonders schöne Unterwasserwelt, miserabler Strand, mickerige Hütte, schlechtes Wetter, gutes Essen, hervorragendes Personal, viele Ärgernisse am Strand sowie im Bungi und gute Aussichten auf eine bald sehr schöne Insel insgesamt, wenn sie denn endlich mal fertig wird. Das aber kann noch dauern. Haltet Euch mit dem Buchen möglichst noch etwas zurück, und nehmt auf keinen Fall eine Garden-Villa. Die einstöckigen Standard-Villas waren übrigens nur von Gruppen/Familien belegt, dazu können wir nichts sagen.

Euch allen einen schönen Urlaub!

Helmut und Linda

 


 

Ellaidhoo, Dezember 2006

Auf Ellaidhoo hat sich in diesem Jahr einiges getan und vor allem im kommenden Jahr wird sich sicherlich noch vieles zum Vorteil der Insel ändern. Leider gibt es aber auch einiges Unerfreuliches von der Insel zu berichten:
Dies hat aber nichts mit dem neuen Management (John Keells Gruppe) zu tun, dass seit Mitte diesen Jahres auf der Insel ist. Nein – dieser Wechsel ist als klarer Vorteil anzusehen, weil die Sri Lankische Hotelgruppe in vielen Hotels des eigenen Landes, aber auch auf Malediveninseln, wie z.B. Velidhu eine sehr gute Arbeit macht.
Auch der gleichzeitige Wechsel der Tauchbasisleitung von SeaExplorer zu Dive&Sail hat nichts damit zu tun. Dieser war keinesfalls zum Nachteil der tauchenden Besucher und wird Ellaidhoo´s Ruf als Taucherinsel sicher auch nach der anstehenden Renovierung weiter stärken. Zu diesen Wechseln aber später mehr.

In der Vollmondnacht vom 4. auf den 5. Dezember haben die Wellen der Flut einen Großteil der Wellenbrecher auf der Nordseite der Insel zerstört. Als anschließend die Wellen von den Resten des Schutzes nicht mehr entschärft wurden, haben diese dann große Teile des Strandes, aber auch der inneren Schutzwand und Sandes davor, bzw. dahinter weggespült.
Das traurige Ergebnis lässt sich besser mit Bildern als mit Worten beschreiben, die Ihr auf meiner Homepage sehen könnt.

Die Bungalows auf der Westseite bis ca. 120 haben davon am wenigsten mitbekommen. Hier kann man seinen Urlaub genau so genießen, wie zuvor. Der Strand vor den Nummern um 130 ist nun kaum noch als solcher zu bezeichnen und für Gäste kaum noch unzumutbar. Entweder hat man fast direkt Sandsatzbarrikaden vor der Tür oder anstelle von Sand nur eckige, kantige Steinbrocken anstand von Strand. Ins Wasser kommt man an diesen Stellen nicht mehr.
Spätestens ab Nummer 140 kann man zumindest seine zwei Liegen einigermaßen in den nun recht steil abfallenden Sand stellen. Viel weicher Sand ist aber auch hier nicht geblieben und man kann an der Kante zwischen dem teilweise frei liegenden Wurzelwerk die Nähte der Sandsäcke herausschauen sehen.
Bei den doppelstöckigen 4er-Bungalows bemerkt man aufgrund der stärkeren Bepflanzung kaum noch etwas von diesem Problem.

Aufgrund der anstehenden Schließung und Renovierung vom 1.5.2007 – voraussichtlich zum 30.11.2007 werden die aktuellen Schäden bis dahin wohl nur noch notdürftig geflickt. Sand wird wahrscheinlich nicht neu aufgefüllt (macht ohne neue Wellenbrecher allerdings auch wenig Sinn).

Unabhängig der sonstigen Qualitäten, aber auch Mängel von Ellaidhoo ist bei der aktuellen Planung eines Bade- und Strandurlaub auf Ellaidhoo die Auswahl des Bungalows besonders wichtig. Von einem solchen Aufenthalt im Bereich der Bungalows um 130 ist derzeit eher abzuraten – zumindest, solange der volle Preis dafür zu bezahlen ist. Wer seinen Urlaub als Taucher oder Schnorchler überwiegend im oder unter Wasser verbringt, spielen diese Einschränkungen natürlich eine geringere Rolle.

Die Insel

Ellaidhoo liegt am östlichen Rand des Ari Atolls, ca. 50km vom Male/Hulule entfernt. Der Wasserflugzeugtransfer dauert ca. 20, der Schnellboottransfer ca. 90 Minuten. Allerdings bieten einige deutsche Reiseveranstalter den Bootstransfer nicht an. Das Wasserflugzeug landet dabei an einer Plattform in der benachbarten Lagune. Hier steht ein großer Sendemast und es wird zurzeit dort auch ein Schiff gebaut. Der Transfer von der Plattform zum Anleger Ellaidhoos dauert keine 5 Minuten.

Die Insel ist fast rund und hat einen Durchmesser von knapp 300m, kann aber aufgrund des an vielen Stellen fehlenden Strandes und des „Hafens“ nicht außen umgangen werden.
Dennoch ist Ellaidhoo eine Barfuss-Insel. Rezeption, Bar und Restaurant sind wie alle Wege mit Sand belegt. Schuhe sind also während des Aufenthalts überflüssig.

Nach diversen Umbauten bietet Ellaidhoo momentan knapp 200 Touristen Platz, was sich auch nach dem Umbau 2007 nicht ändern wird. Im Moment werden aber manche Bungalows (vor allem 2. Reihe) nicht vermietet.
Mit uns waren ca. 100 Personen auf der Insel, die sich meist aber so gut verteilten, dass es uns eher leer vorkam. Lediglich beim Abendessen im (für 200 Personen zu kleinen) Speisesaal sieht man zu den Mahlzeiten viele Menschen.

Zurzeit arbeiten übrigens 135 Angestellte für das Wohl der Gäste - die meisten davon bleiben allerdings unsichtbar.

Ellaidhoo ist keine reine „italienische“ Malediveninsel mehr, was sich nach der Wiedereröffnung im Dezember 2007 noch weiter verringern dürfte.
Je nach Saison und Ausbuchungsgrad kann, darf oder muss man mit 25-50% italienischen Gästen rechnen. Den Rest machen vor allem deutschsprachige Urlauber (viele Taucher), aber auch Japaner, Russen, Portugiesen, Briten und Touristen anderer Nationen aus.

Vor allem am (immer noch vorhandenen) Strand an der Südwestseite der Insel treffen sich gerne italienische Gruppen zum gemeinschaftlichen Sonnenbraten und Schwatzen. Die von mir verwendete Bezeichnung „klein Rimini“ ist aber eher mit Augenzwinkern zu verstehen. Zwar gibt es einen Reiseleiter aus Italien, der sich sehr aufmerksam um „seine“ Gäste kümmert. Animation gibt es aber während des Tages nicht. So bleibt es auf der Insel meist angenehm ruhig.

Wir hatten den Aufenthalt über Orca gebucht. Auf der Insel ist diese Veranstalter aber noch nicht einmal mit einem Aushang oder einem Ordner vertreten. So erfolgte der Empfang durch das Inselpersonal in der Rezeption. Nach dem obligatorischen Ausfüllen der Anmeldung bekamen wir neben einem Eistee innerhalb weniger Minuten eine (zu) kurze Einführung über die wichtigsten Details der Insel und wurden dann zu unserem Bungalow gebracht. Auf der Hälfte der Strecke nahm ich meinem (kleinen) Roomboy dann die Schubkarre mit unseren 3 Koffern ab.
Am Empfang gibt es von den anderen Veranstaltern Informationen als Aushang und Ordner. Auch die Angebote für Touren (Nachtfischen, etc.), Sport und Spa hängen dort mit Listen zum Eintragen.
Informationen z.B. über Fahrten zur Insel Maaga, Essenszeiten u.a. muss man sich aber durch Nachfrage selber besorgen, weil diese weder dort aushängen, noch in einem Informationsordner im Zimmer stehen.

Bungalows

Alle von mir besichtigten Bungalows sind zwar nicht unbedingt luxuriös, aber völlig ausreichend ausgestattet. Dabei ist die Möblierung nicht in allen Bungalows (auch der gleichen Kategorie) identisch. So gibt es in einem Strandbungalow ein Sofa, in dem anderen vielleicht zwei und in dem nächsten „nur“ einen Sessel.
Vor jedem Bungalow befindet sich eine Terrasse mit 2 recht bequemen Sitzgelegenheiten. Jeder Bungalow verfügt zusätzlich über 2 nummerierte Auflagen. Die zugehörigen Liegen befinden sich am Strand, sind aber nicht nummeriert, was bei den Bungalows hinter dem beliebten und belebten Weststrand zu kleineren Problemen führen kann, da dort kaum zusätzliche Liegen zur freien Verfügbarkeit stehen.

Die Zimmer haben alle fernbedienbare Klimaanlage, Ventilator, TV und Minibar, die allesamt hörbar, aber doch noch dezent arbeiten. Für das Alter der Einrichtung sind die Mängel recht gering und trüben den Urlaubsgenuss nicht. Leider war DW-TV nicht eingestellt. Dafür gab es aber 2 englische Spielfilmkanäle, die jedoch teilweise in wesentlich schlechterer Qualität als in der Bar liefen. Aber wer kommt schon zum Fernsehen auf die Malediven…
Wie auf den Malediven üblich ist ein fester Roomboy für die Reinigung einer Anzahl von Bungalows zuständig (hier: 8). Während oder nach dem Frühstück erfolgt die Hauptreinigung und während des Abendessens kommt dieser ein zweites Mal vorbei, um nach dem Rechten zu sehen. Die Sauberkeit ist gut und wenn man wie wir einen „netten“ Roomboy hat, dann darf man sich hin und wieder auch über ein schön dekoriertes Bett oder Bad freuen, so dass man gerne auch mal ein Trinkgeld gibt.

Wir hatten den Einzelbungalow 146.
Obwohl die 50 Einzelbungalows zum „Erstbestand“ der Insel gehören, unterscheidet sich nur genau dieser eine von den anderen 49. Warum dieser eine Bungalow eine größere Holzterrasse, eine etwas anderes Vordach, einen Holzfußboden (ansonsten Stein) und eine Naturdecke aus Stroh hat, konnte uns niemand wirklich erklären. Ein wirklicher Vorteil war das allerdings nicht und wird sich sicherlich nach der Renovierung auch erledigt haben.

Die aktuelle Einrichtung war für die Größe des Raumes etwas spärlich, insgesamt aber völlig ausreichend. Das Bett war nur ca. 1,85m lang, die Matratze war etwas durchgelegen, aber noch ok, die Klimaanlage gut und recht leise. Gleiches galt auch für den Ventilator. Das Bad und auch die Badezimmerarmaturen waren in gutem Zustand. Zu Stoßzeiten kann der Wasserdruck aber schon mal etwas schwächer werden.
Insgesamt entsprechen die Zimmer dem Inselstandard von 3 Sternen und sind z.B. durchaus mit den (4*) Bungalows auf Eriyadu zu vergleichen.

Weitere Hinweise zu den Bungalowarten habe ich bei den Aussichten nach dem Umbau zusammengefasst.

Essen

Insgesamt liegt das Essen auf maledivischem Niveau. Frühstück (7:30 – 10:00), Mittagessen (12:30 – 14:00) und Abendessen (20:00 – 22:00) werden in reichhaltigen Buffets angeboten, die zu jeder Zeit kontrolliert und aufgefüllt werden.

Das Restaurant liegt neben Bar und Rezeption und erscheint mir für 200 Gäste deutlich zu klein zu sein. Da aber auch der spätere Gast immer die volle Auswahl erwarten kann, erfolgt der Ansturm der Hungrigen nicht genau zur Restaurantöffnung, was sich durchaus positiv bemerkbar macht. Dennoch musste man sich selbst bei nur 100 Inselbesuchern teilweise einen umständlichen Weg durch die Tischreihen zum Buffet bahnen, was bei voller Belegung recht lästig und umständlich sein dürfte.
Nur gut, dass das Restaurant nach dem Umbau deutlich vergrößert werden soll.
Am Buffet selber kam es erfreulicherweise nie zu Wartezeiten.

Wie üblich bekommt man bei ersten Restaurantbesuch einen Tisch und „seinen eigenen“ Kellner zugewiesen. Natürlich hat man die Möglichkeit bei der Platzvergabe mitzureden – dies aber nur zusammen mit dem „Chef der Platzverteilung“ und im Rahmen der freien Tische. Sollte man in Gruppen anreisen, so besteht natürlich auch die Möglichkeit mehrere Tische zusammenzustellen und gemeinsam zu sitzen/essen.

Das Frühstück bietet von Brot, Marmelade, Wurst, Käse, Obst, Cornflakes, frisch zubereiteten Eiern, Waffeln, Bohnen, Würstchen, Currygerichten und Kuchen wirklich fast alles, was das Herz begehrt.
Neben Kaffee und Tee (leider kein Kakao) gibt es die leider typische Selektion aus 3 Getränken, die nur eine entfernte Verwandtschaft mit Säften aufweisen und für mich in die Rubrik „kaum genießbar“ fallen.

Zum Mittag- und Abendessen werden unterschiedliche Fleisch, Fisch und vegetarische Gerichte angeboten und immer auch durch Nudeln, 1 oder 2 Currys und Pizza ergänzt. Das Salatbuffet mit einer großen Auswahl an Dressings ist ebenso gut und umfangreich wie das Nachtischbuffet aus Obst, Pudding oder Kuchen/Torten.

Spezielle Themenbuffets gibt es nicht. Für einen 2 wöchigen Aufenthalt ist die Abwechslung aber völlig ausreichend. Wie immer liegt es im Auge des Betrachters, ob man sich auf die Wiederholung mancher Speisen freut oder sich darüber ärgert.
Wer beim Nachtfischen erfolgreich war, der kann sich am Abend seinen Fang servieren lassen.

Insgesamt bietet Ellaidhoo also prima Voraussetzungen neben schönen Urlaubserinnerungen diese auch in Form neuer Hüftringe mit nach Hause zu nehmen. Mit dazu beitragen könnte auch die sehr späte Zeit des Abendessens. Wir würden lieber ab 18:30 oder spätestens ab 19 Uhr zu Abend essen.

Schnorcheln

Leider hat auch auf Ellaidhoo El Ninjo und Korallenleiche voll zugeschlagen. Vor allem der Schnorchler wird nur an recht wenigen Stellen eine vollkommen intakte Korallenwelt vorfinden. Zwar blüht zwischen den vielen abgestorbenen Korallen auch immer mal wieder das Leben neu auf und es lassen sich durchaus auch Stellen mit schönen Korallenformationen finden. Insgesamt überwiegt im Bereich der ersten Meter (Tiefe) aber leider (noch) graue Tristesse.

Bekannter weise stört dies die Fische aber glücklicherweise überhaupt nicht. Hier gibt es den gesamten Katalog des indischen Ozeans zu besichtigen; allerdings viele häufiger und manche eben seltener.
Wie man an der Außengrenze des Atolls erwarten und erhoffen kann, hat man dabei auch gute Chancen große Fische und Schwärme zu sehen. Haie, Schildkröten, Napoleons, Stachel- und Adlerrochen lassen sich durchaus am Hausriff blicken (eigene Erfahrung) und selbst Mantas und ein Walhai sollen dort schon gesichtet worden sein. Man muss halt nur zur richtigen Zeit am passenden Ort sein und sicherlich auch etwas Glück haben.

Allerdings muss man am Hausriff von Ellaidhoo mit Strömung rechnen, die entweder von Westen (einlaufende) oder Osten (auslaufende) kommt. Nicht nur hier gilt: Je stärker die Strömung, desto größer ist die Chance auf Großfisch und größere Schwärme. Es empfiehlt sich dann gegen die Strömung zur Strömungsspitze zu Schnorcheln und dort das vielfältige Leben zu genießen. Anschließend kann man sich mit derselben wieder zurücktreiben lassen. Leider gibt es an Ost und Westseite (noch) keine Ausgänge durch die Wellenbrecher, so dass dieser Weg für ungeübte Schnorchler bei Strömung beschwerlich und weit werden kann. Das Riff ist allerdings fast an allen stellen tief genug um darüber hinwegschnorcheln zu können. Nach ein paar Metern beginnt dann die Steilwand und fallt auf bis zu 30m in die Tiefe. Hier lohnt auch immer mal ein Blick ins tiefe Blau.

Insgesamt sind die Bedingungen zum Schnorcheln nicht ideal, die Korallen weniger sehenswert. Dafür gibt es recht gute Chancen auf Großfisch.
Für einen reinen Schnorchelurlaub würde ich persönlich eher eine andere Insel wählen.

Tauchen

Die Tauchbasis steht unter der Leitung von Dive & Sail und wird vor Ort vom Malediver Adam geleitet.
Zusätzlich sind aber auch 2 deutschsprachige Tauchlehrer „an Bord“. Die Basis ist groß und auf relativ viele Taucher eingerichtet. Dies ist gut, denn Ellaidhoo ist vor allem im deutschen Sprachraum als Taucherinsel bekannt und wird entsprechend beworben. Die Tauchbasis ist gut ausgestattet und auch einem größeren Ansturm gewachsen.

Insgesamt wird Ellaidhoo ihrem Ruf als gute Taucherinsel durchaus gerecht. Die Basis ist zwar groß, aber dennoch übersichtlich und gut organisiert. Dabei bleibt der Umgang immer freundlich und locker, was einen entspannten Aufenthalt und Tauchen ermöglicht. Die angefahrenen Ziele fast immer lohnend und das Hausriff wird auch nach mehreren TG nicht langweilig.

Sonstige Freizeitgestaltung

Neben dem Fußball- und Volleyballplatz, die beide hauptsächlich am späten Nachmittag von den Angestellten genutzt werden gibt es noch folgende Einrichtungen:

Wassersport auf Maaga.
Wassersport wird ausschließlich auf der Nachbarinsel Maaga angeboten, aber eher wenig genutzt. Auf dieser kleinen Insel kann man nicht übernachten. Jeden Tag fährt morgens und Nachmittags ein kostenfreies Dhoni nach Maaga, so dass man dort 2-2,5 Stunden verbringen kann.
Dies wird aber wahrscheinlich nach der Renovierung nicht mehr angeboten. Es gibt Gerüchte, dass Maaga zu einem kleinen Luxusresort umgebaut werden soll. Ich kann dies aber weder bestätigen, noch nähere Informationen dazu liefern.

Inselshop
Der Inselshop ist den ganzen Tag über geöffnet und recht groß. Hin und wieder gibt es einen Sonderangebotstag. Hier kann man aus einer recht großen Auswahl Souveniers und alles, was man zu Hause vergessen hat einkaufen.

Internet / Snacks
Im Internetcafe kann man (theoretisch) für 35ct/min ins Internet gehen. Momentan muss man das aber über die Rezeption machen. Im Internetcafe werden auch Snacks angeboten.
Falls man kein Mittagessen gebucht hat, lohnt es sich aber eher für 12$ das normale Mittagessen nachzuordern, denn für das gleiche Geld bekommt man in der Snackbar nicht viel.

Sport / Spa
Im, bzw. am Sportkomplex gibt es einen Fitnessraum, ein Spinningraum, ein Squash- und zwei Tennisplätze. Zusätzlich sind im gleichen Gebäude noch Behandlungsräume für den Spa Bereich untergebracht, der aber während unseres Aufenthaltes praktisch nicht genutzt wurde. Gleiches galt auch für den Sportbereich. Lediglich die Tennisplätze wurden hin und wieder genutzt.
Ob dies am Wetter, an den Gästen, dem recht dunklen Ambiente oder den doch recht hohen Preisen gelegen hat, kann ich nicht sagen.

Bar
Die Bar ist in einen überdachten Teil mit diversen Sitzgelegenheiten und Tanzfläche und einen großen Außenbereich unterteilt.
Im inneren Bereich der Bar findet das abendliche Unterhaltungsprogramm (Disco, Krabbenrennen, Trommel, Karaoke) statt. Hier werden auch die italienischen Gäste in einer knappen Stunde in die Besonderheiten der Insel eingewiesen (anderssprachige Touristen erhalten an der Rezeption eine 3-5 minütige Einweisung in englisch).
Die Getränkepreise liegen im unteren Rahmen der Malediven: 1,5l Wasser kostet z.B. 3,50$, ein Softdrink 2,50$ und ein gezapftes Bier (0,3) kostet 3$.
Alle Veranstaltungen an der Bar finden in recht gemäßigter Lautstärke statt, so dass es nicht zu besonderen Lärmbelästigung der anderen Touristen kommt.

Abends gibt es an 3 von 7 Wochentagen ein festes Abendprogramm; es wird je einmal Krabbenrennen/Trommeln, Disco und Karaoke angeboten. Zuständig dafür scheint eher die italienische Fraktion zu sein, wobei natürlich jeder andere Gast ebenso willkommen ist. Überhaupt ist uns nicht aufgefallen, dass die Behandlung der verschiedenen Nationalitäten unterschiedlich ist.

Die Abendveranstaltungen beginnen nach dem Abendessen und werden in recht gemäßigter Lautstärke durchgeführt. Sicherlich kann man an einigen nahe an der Bar liegenden Bungalows die Musik leise wahrnehmen. Inwieweit das störend ist, liegt dann natürlich an der Empfindlichkeit des Einzelnen.

Kinderspielplatz
Es gibt ihn. Ob er genutzt wird, kann ich nicht sagen.

(römischer) Garten / natural Disaster
Wer auf die Idee gekommen ist den Garten (auch auf den Wegweisern) „natural Disaster“ zu nennen, ist mir nicht klar. Vielleicht gab es früher ja mal einen größeren Teil der ursprünglichen Vegetation. Mir wäre das auf jeden Fall lieber als dieser „merkwürdige“ Garten mit den römischen Figuren, den wirklich niemand braucht.

Tierwelt (über Wasser)
Natürlich gibt es Ameisen und Mücken; beides aber nicht allzu zahlreich.
Ansonsten beschränkt sich die Tierwelt auf Geckos, Schönechsen, Krähen, Flughunde, Laufvögel, Reiher, Sittiche und Kakadus.
Fast Überwasser kann man abends auch noch Stachelrochen beobachten, die im Meeresbecken gegenüber der Bar hin und wieder gefüttert werden und die auch ohne Fütterung neugierig aus dem Wasser lugen und sich mit Glück streicheln lassen.

Wege
Und dann sind da noch die (in anderen Berichten erwähnten) Pilze, die die Wegebeleuchtung darstellen und mich zusammen mit dem Frosch dazu bewogen haben dies die „Tour durch den Märchenwald“ zu nennen. Natürlich ist das genau so übertrieben, wie das Gemeckere über die beleuchteten Pilze.

Wetter
2006 war für Touristen einer der schlechtesten November überhaupt. Schon im Oktober hatte es viel geregnet und sich die Sonne wenig gezeigt. Dies sollte sich im November noch verschlechtern. Von den 30 Tagen ab es gerade mal 3-4 halbwegs gute Tage, an denen sich die Sonne zumindest hin und wieder blicken ließ. Ansonsten war es meist bewölkt und regnete fast jeden Tag. Der Dezember brachte erstmal keine deutliche Verbesserung.
An unserem Anreisetag (7.12.) regnete es meist und die Nacht verwandelte den etwas tiefer gelegenen Sportplatz in einen großen See, was zumindest die Reiher gefreut haben dürfte.

Nach 2 Tagen kam aber dann endlich ein (kleiner) Wetterumschwung und wir hatten fast 5 Tage herrliches Wetter, was aber leider nicht beständig hielt. Natürlich waren die Temperaturen unvermindert hoch – wenn auch für die Malediven mit teilweise „nur“ 26-27 Grad recht „frisch“.

Diesen Bericht mit zusätzlichen Informationen vor allem zur Tauchbasis, den geplanten Veränderungen der Insel und vielen Bildern findet Ihr unter:

http://www.tschauder.de/html/ellaidhoo.html


 


 

Reisebericht Ellaidhoo vom 20.11.2005

Wir wurden nach Ellaidhoo umgebucht, da Eriyadu nach dem Generatorbrand noch geschlossen war. Ein Satz nur zum Flug, Condor kennt ja Jeder, das Personal war absolut nett und zuvorkommend. Der Bootstransfer scheiterte, so dass wir gleich 70 Dollar für Gepäck bei den Airtaxis loswurden. Neckermann erstattete es aber später zurück.

Nun zur Insel. Da wir schon 9 x auf den Malediven waren, kann ich etwas vergleichen, vor allem zu Eriyadu.
Vom Bewuchs her ist Ellaidhoo sehr schön, viele Palmen und ordentliche Randbebauung.
Die Bungalows sind eindeutig besser als die von Eriyadu, größer, heller und das Bad ist eindeutig Spitze. Wir hatten einen Einzelbungalow. Es gibt aber auch andere, die später beschrieben werden.

Wir hatten einen Beachbungalow vorbestellt, so weit das geht, aber auch einen bekommen. 102. Es war ein Einzelbungi, was einfach Klasse war, weil wir die letzten Jahre auf Eriyadu sehr laute Nachbarn hatten, aber auch die Zwischenwand in den Doppelbungis nur aus Tapete zu bestehen scheint.

Vor unserem Bungi war ein schöner Sandstrand mit direktem Zugang zum Meer. Leider war das so gut, dass viele von der Insel kamen, die keine Zugang oder Strand hatten. Die Liegen wurden schon am Morgen mit Handtüchern reserviert, Malle lässt grüßen, oder weggetragen, wenn man kurz weg war. Das führt nun zu dem Thema Italiener. Die meisten waren schon OK, vor allem ältere. Bei den jüngeren sind die Burschen alle Machos und benehmen sich auch so, die Mädchen sind alle Bella Donnas. 10 % konnten sich das auch leisten, aber der Rest machte sich mit dem "kaum verdecken Outfit" und jedes Röllchen bis Rolle auch noch betonen, eher lächerlich. Sie haben leider eine laute Landessprache, Telefonitis und schreien bei jedem Fisch, den sie sehen. Man kann nicht sagen, dass wir einen "ruhigen" Urlaub hatten. Um den italienischen Landsleuten, die immer in der Mehrheit sind, ein heimisches Gefühl zu vermitteln, ist ein römischer Garten angelegt, den niemand nutzt. Absoluter Stilbruch ist aber die Wegbeleuchtung. Sie besteht aus ca. 60 - 100 cm großen Pilzen. Abends, wenn sie brennen, fühlt man sich in den Märchenwald zu Rotkäppchen versetzt und nicht auf die Malediven. Einfach grotesk.
Das Essen variiert zu Eriyadu, aber ich denke, es gleicht sich aus. Es findet sich immer was zu Essen und wir haben wie immer zugenommen. Zum Tauchen kann ich nur vom Hörensagen Stellung nehmen. Es war ganz nett, aber nicht mehr, sehr wenige Highlights.

Nun zum Schnorcheln, welches ich massiv betreibe. Es wurde bis jetzt immer als super beschrieben. Ich will mal versuchen den Unterschied zu Eriyadu deutlich zu machen. Es herrscht auf Ellaidhoo immer viel Strömung. Dadurch bedingt (Sand und Plankton Verwirbelungen, hohe Wellen) ist die Sicht oft bis auf 2 - 3m beschränkt. Zum Fotografieren ist die Strömung ebenfalls sehr schlecht. Ich hatte ca. 80% Bilderausschuss, sonst ca. 10%. Der Wasserstand über den Korallen ist höher, gerade an der Süd-Ostecke und Süd-Westecke. Dazu noch die schlechte Sicht. Hier stehen die größten Fischschwärme, und sind oft nur schemenhaft zu sehen. Auf die Süd-Westecke trafen immer so hohe Wellen auf, dass man schon sehr Seefest sein musste. Fotografieren unmöglich. Es gibt wenig Ein und Ausgänge. Viele Zwischenräume zwischen den Wellenbrechern sind zugeschüttet. Wer mal schnell aus dem Wasser muss, Pech gehabt. Zu den Fischen: Willst du 30 Muränen sehen, 5 Haie, Stachelmakrelen von gigantischen Ausmaßen, 50 - 100 Süßlippen im Schwarm, Kofferfische in allen Variationen, Rotzahndrücker zu zehntausenden, Schwarmwimpelfische zu hunderten bis tausenden etc. etc. pp. , schwimm einmal um Ellaidhoo. Die weitaus größere Fischvielfalt, ruhigeres Schnorcheln, bessere Ein und Ausgänge, schönere Korallen, in Ruhe schöne Fotos machen, keine Strömung, kein Wellengang, ein Korallenriff, das auch von innen beschnorchelbar ist, etc. pp., das ist Eriyadu. Eriyadu hat einen gewissen Scharm und Flair, der schwer zu beschreiben ist, aber den alle Repeater kennen. Wer ganz spezielle Fragen hat, mailt mir bitte, dann gehe ich individuell darauf ein. Das Nachtschnorcheln, lieber Wolfgang, war ein Flop. Ich hatte zwar eine gute Partnerin, aber es gab einfach nichts zu sehen, Fehlanzeige. Was hatten wir auf Eriyadu nachts für Erlebnisse, und haben auch noch hoffentlich welche gemeinsam.

Das Personal war immer nett und freundlich, grüßte oder winkte schon von weitem, hier sind keine Beanstandungen. Wegen einem Notfall mit meiner Frau mussten wir eines Nachts einen Arzt konsultieren. Auch hier von der Reiseleitung bis zum Bootsmann alles professionell. Auf der Nachbarinsel ist ein Arzt stationiert, den wir innerhalb kurzer Zeit erreichten. Er konnte auch helfen. Viel Anteilnahme seitens der Einheimischen. Die Arztbehandlung und die Medikamente waren kostenlos, weil die Ärzte dort (Halaveli) kostenlos Urlaub machen können, müssen sie abends eine Sprechstunde abhalten, und Notfälle behandeln. Das ist eine gute Sache.

Wir mussten die Reise vorzeitig beenden (1 Woche). Von allen Seiten hatten wir sehr viel Hilfe und Unterstützung. Danke
Die Bar ist ein weiterer Flop. Innen, wo bequeme Sessel stehen ist es immer stickig, und draußen stehen nur so eine Art Küchenstühle, äußerst ungemütlich, und daher wurde beides nur selten benutzt, aber von allen Urlaubern. Ein weiterer Grund nicht hinzugehen war, das alle Getränke zur Happy Hour Zeit absolut verpanscht waren. So macht man keinen schnellen Gewinn, so vergrault man seine Gäste.

Die Bungi Situation.
Was mit 1 beginnt ist 1. Reihe
mit 3 ist 2. Reihe.
305-309 310-314 sind zwei 5'-Blocks.
315-330 sind Doppelbungi. Nach 324 kommt ein Tennisplatz, ab 330 Zaunabtrennung für den Einheimischen Bereich.
101-111 ist Südseite und guter Sandstrand
112-122 Süd-West, kaum Platz vor dem Bungi, wenig Sandstrand, Mauerkante.
123-139 Steinstrand nicht gemauert kaum Platz, schlechteste Empfehlung.
140-150 noch Einzelbungis, etwas Platz zum Sonnen, Mauerkante. Nord-Ost.
151-178 4`er Bungis im Doppelstock, sehr wenig Platz zum sonnen, Mauerkante
Danach kommen Restaurant, Coffeeshop, Bar, Rezeption, Kaufshop, Anlegesteg und Ende der Inselrunde.
Das nächste Mal kommt für uns nur wieder Eriyadu in Betracht.

Thomas

http://thomastimpen.de


 

Auch wir waren ein Opfer des Brandes auf der Insel Eriyadu, als wir vom 05.10. bis 27.10.05 unseren Urlaub auf den Malediven verbringen wollten. Den nachfolgenden Berichten können wir voll zustimmen. Wir sind nun bereits das 9. bzw. 11. Mal auf den Malediven gewesen, aber diese Insel war bei weitem das schlechteste was wir erlebt haben. Dieser Eindruck ist nicht nur entstanden, weil ein Großteil der Urlauber aus Italien kamen. Hier haben wir bereits andere Inseln mit besseren Erfahrungen kennen gelernt, bei denen ebenfalls Italiener die Mehrheit bildeten.

Auf die nachfolgend geschilderten Erlebnisse möchten wir nicht weiter eingehen. Viel mehr ist es uns wichtig, mit weiteren Ergänzungen einen Eindruck von der Insel zu vermitteln, der sicherlich subjektiv ist, bei der Wahl des Urlaubsortes allerdings hilfreich sein soll.

Bungalows: Wir haben zu Anfang einen Bungalow bekommen, der in zweiter Reihe stand. Der Blick auf das Meer war uns damit versperrt gewesen. Irgendwie hat uns dabei was gefehlt. Dies hätten wir dann auch ertragen, wenn nicht die Toilettenspülung Ihren Geist aufgegeben hätte. Nach zweimaliger erfolgloser Reparatur hat man uns dann anstandslos in einem der 4er Bungalows einquartiert. Vorteil hier: Der Bungalow war geräumiger, der Blick zum Meer war wieder vorhanden. OK, bei Südwest-Monsum hat man immer gerochen, was es zu Essen gab, aber immer noch besser als einen Bungalow zu haben, der in erster Reihe am Strand auf der westlichen Seite steht und bei dem bei Regen das Wasser in den Bungalow läuft (Erfahrungsbericht anderer Urlauber). Täglich gab es frische Handtücher, aber nur, wenn man am Abend vorher die gebrauchten Handtücher draußen auf die Stühle gelegt hat. Mit Glück hatte man dann am nächsten Tag um 08.00 Uhr neue, rechtzeitig zur Abfahrt der Tauchboote. Aber Vorsicht, es gibt auch Leute, die die Handtücher der anderen Gäste einfach wegnahmen! Die Betten waren für mich einfach zu kurz, obwohl ich mit 1,81 m nicht unbedingt ein Riese bin.

Strand: Wie schon unten beschrieben, war die Insel eingemauert. Hilft sicherlich beim Erhalt des Strandes, aber stellen wir uns so das Paradies vor? Viel Strand gab es eh nicht. Die Liegen waren zwar teilweise sehr breit, aber aus Holz ... und ohne Auflagen!! Gut für die, die Luftmatratzen dabei hatten. Gibt's übrigens im Shop zu kaufen, kostet nur ein kleines Vermögen. Überall stehen Schilder, dass auf der Insel jeden Tag gegen 17.00 Uhr Insektenvernichter versprüht wird. Haben wir innerhalb von 3 Wochen zweimal erlebt, immer gegen Mittag, die Mücken waren aber an den anderen Tagen auch da! Also, Mückenschutz nicht vergessen.

Restauration: Irgendwie war es schon komisch. Egal, wann man mittags oder abends zum Essen kam, das Essen war immer nur lauwarm bis kalt. Nein, wir haben uns nicht ausschließlich vom Salat ernährt!! Auch hier haben wir auf anderen Inseln wesentlich bessere Erfahrungen gemacht. Ach so, nicht alles war kalt, die Suppe war wenigstens heiß. Eine echte Abwechslung hat es nicht wirklich gegeben. Nudeln gab es immer. BBQ hieß, es wurde in der Küche gebrutzelt, und auf Alufolie den Gästen vorgeführt. Kein Showcooking, wie wir es schon oft erlebt haben. Die Essenzeiten waren auch gewohnungsbedürftig. Abendessen gab es erst ab 20.30 Uhr, wobei diese Zeit aber an unserem Abreisetag auf 20.00 Uhr vorverlegt wurde. In der Bar gab es bis 20.00 Uhr Happy Hour auf alle alkoholischen Getränke.

Staff: Es war Ramadan. Ich kann ja auch verstehen, dass man dann nicht soviel Lust hat zu arbeiten. Und es geht auch alles etwas langsamer. Aber warum haben wir eigentlich unseren Kaffee / Tee am Frühstückstisch erst bekommen, nachdem wir aufgegessen hatten? Und das lag nicht am fehlenden Trinkgeld! Ansonsten war es manchmal auch wichtiger, die Rollos am Restaurant hochzuziehen, bevor man sich um das Wohl der Gäste kümmert. Es sei denn, man war Italiener. Die wurden irgendwie bevorzugt behandelt. Der Room-Boy dagegen war wirklich super. Das haben wir vor allem gemerkt, als er leider mal 4 Tage wegen eines Muränen-Bisses aussetzen musste. Da gab es dann plötzlich nur einmal am Tag einen Service. Es war halt Ramadan!

Tauchen: Die Tauchschule von Seaxplorer hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Die Tauchlehrer waren ohne Ausnahme sehr freundlich und kompetent. Nitrox for free für brevertierte Nitroxtaucher!! Die Tauchplätze waren alle phantastisch, obwohl die Sicht teilweise mehr als bescheiden war, was aber um diese Jahreszeit klar gewesen ist. Es wurden morgens ein bzw. zwei Two-Tank-Tauchfahrten angeboten, nachmittags eine One-Tank-Tauchfahrt. Schön für die, die gerne viel tauchen, wir empfanden es nicht immer als gut. Wenn Du morgens und nachmittags rausfahren willst, wirst Du gezwungen, 3 Tauchgänge vorzunehmen. Geht ganz schön auf den Geldbeutel, aber gut fürs Geschäft der Tauchbasis. Alternative hieß nachmittags am Strand liegen, auf einer Holzliege... Manko war auch, dass die Abrechnung nicht nach dem günstigsten für den Gast erfolgte. Der 6-Tage-Non-Limit-Preis hat nur gegriffen, wenn man vorher Bescheid gesagt hat. Da sind andere Tauchbasen kulanter. Die Preise für die Bootsfahren (18 $ für Two-Tank, 13 $ für One-Tank) sind ebenfalls ziemlich happig.

Man könnte meinen, der Urlaub hat uns nun überhaupt nicht gefallen. Hätten wir nur geschnorchelt, wären wir auch gestorben!! ;-) Tauchen reißt dabei vieles wieder raus. Es war aber das erste mal, dass wir uns gefreut haben, wieder nach Hause zu kommen. Dieses Gefühl hatten wir die anderen Urlaube auf den Malediven nicht gehabt. Schade, dass Eriyadu geschlossen hatte.

Cornelia und André Email: Tauch3000@aol.com

 


 

Hallo,
nachdem es auf unserer ursprünglich geplanten Urlaubsinsel ERIYADU einen Brand gegeben hatte, wurden wir durch unseren Reiseveranstalter NECKERMANN auf die Insel Ellaidhoo umgebucht. Also flogen wir am 20. Oktober voller Vorfreude in Richtung Malediven.

Wir wussten, dass die Insel mit einer Schutzmauer eingefasst wurde und haben darüber auch Bilder gesehen, aber als wir sie im Original sahen, bekamen wir doch erst mal Schnappatmung.

Hässlich ist wirklich kein Ausdruck dafür. Die Mauer wird zwar mittlerweile durch eine andere, natürlich aussehendere ersetzt, aber ich glaube, man hat mittlerweile nur 40 Meter geschafft. Der Rest sieht aus wie eine Burgmauer mit Schießscharten. Die Mauer ist teilweise unterbrochen, wo sich dann die Ein- und Ausstiege zum Riff befinden.
Das Riff beherbergt viele Großfische, aber ist unserer Meinung nach für Schnorchler nicht geeignet. Die Korallen wachsen mehr an der Außenseite der Mauer und ein richtiges Riffdach haben wir auch nicht gefunden. Dafür natürlich eine sehr schöne Steilwand, die mir als Schnorchler nicht wirklich was gebracht hat.
Zudem mussten wir vor jedem Schnorchelgang einen Strömungscheck machen, da die Strömung teilweise so stark war, dass man auch mit Flossen nicht gegen die Strömung schwimmen konnte.
Also auch nur für Schnorchler mit einer guten Schwimmerfahrung geeignet.
Zu unserem Aufenthaltszeitpunkt herrschte auch immer ein sehr hoher Wellengang.

Zwischen der Mauer und dem, ebenfalls mit einer Mauer eingefassten Strand (teilweise nur 1m breit) befand sich dann eine Wasserpfütze, ca. kniehoch, welche man dann irgendwie schnorchelnd (um nicht auf den Korallenstücken rumzulatschen)überqueren musste, um zu einem Riffausgang zu kommen.
Es gab im Bereich der Bungalows 101 bis ca. 120 auch einen breiten Strandabschnitt, der allerdings überfüllt mit Italienern war. Zudem befand sich dort noch ein Volleyballnetz und diverse Plastikspielgeräte (Rutschen etc.) für Kinder.
Also nicht wirklich ein erholsamer Strandabschnitt, insbesondere, weil manche Gäste nicht mal einen Mindestabstand zu dir einhalten wollen. Am liebsten wollen sie auch noch auf deine Liege, hatte ich manchmal den Eindruck..
Auch wir wurden zunächst in einen doppelstöckigen 4er Bungalow einquartiert. Als wir wechseln wollten, teilte man uns mit, dass diese aber doch so schön wären. Wir wollten aber einen Einzelbungalow und man hat uns dann widerwillig auf eine Liste gesetzt und gesagt, man weiß noch nicht, wann was frei wird, denn so viele wollen ihre Zimmer wechseln.
Da denke ich mir, ob sich die Inselleitung mal fragt, warum das so ist.
Ansonsten merkte man schon, dass es eine reine Italienerinsel ist. Das schöne Restaurant mit Sandboden bot immer Themenabende an. Zuerst eine Italian-Night, der Tag danach eine Pasta-Night, dann Maledivian-Night mit Pizza und Nudeln.
Also einen Unterschied haben wir wirklich nicht erkennen können.

Vielleicht gab es ja irgendwann mal für den Deutschen-Urlauber eine Eisbein mit Sauerkraut Nacht.
Und das die italienischen Gäste keinen Respekt vor der Tierwelt haben, mussten wir auch erkennen, als beim abendlichen Auftauchen der Rochen, ein Mann ins Wasser ging und meinte er müsse sie am unteren Ende des Schwanzes ziehen. Man habe ich mir gewünscht der Rochen würde sich mal wehren. Aber leider waren sie sehr zutraulich.
Das Inselinnere wirkte sehr gepflegt und hatte mit dem Fitnesscenter ein wirkliches Highlight.
Ich weiß zwar nicht, wofür ich einen römischen Park brauche, aber er war halt da.
Nachdem wir unseren obligatorischen Inselrundgang gemacht haben und uns auch durch die Fluten gekämpft haben, stand für uns fest: Wir wollen hier weg, koste es was es wolle.
Gesagt getan. Neckermannreiseleitung angerufen und ihr die Sache erkärt. Sie war sehr verständnisvoll und hat noch nicht einmal versucht uns zu überreden, auf der Insel zu bleiben. Kam uns ja sehr verdächtig vor.
Naja, nach vielen Telefonaten und Faxen, hatte wir dann die Bestätigung, dass wir nach 3 Tagen Aufenthalt auf Ellaidhoo, auf die Insel EMBUDU wechseln konnten.
Also noch einmal einen großen Dank an die Silke Endt von Neckermann, die da alle Hebel in Bewegung gesetzt hat, um dieses Möglich zu machen.

Als man beim ersten Telefonat gehört hatte, dass wir mit der Reiseleitung reden und auch andere Inselnamen auflisten, konnten wir am nächsten Tag fast jeden Bungalow auf der Insel haben den wir wollten. Angeblich weil so viele nach hause fahren würden.
Also wir würden diese Insel nicht empfehlen, es sei denn man kann ein paar Brocken Italienisch, kommt mit deren Lebensweise klar und taucht zusätzlich noch.

Denn zum Tauchen ist das Riff mit Sicherheit absolut super.
Wir würden diese Insel auch auf keinen Fall freiwillig buchen.
Bevor also jetzt den eingefleischten Ellaidhoo-Fans die Köpfe rauchen, denn immer daran das unser Eindruck der Insel rein subjektiv ist und die Geschmäcker auf jeden Fall verschieden.

Einen Reisebericht über Embudu werde ich in den nächsten Wochen auch noch erstellen und diverse Fotos wird es auch noch zu sehen geben. Dauert nur alles ein wenig.

Brit & Jürgen
www.fischer-oberhausen.de

 


 

Hallo,

da ich öfters auf der Internetseite stöbere nach Berichten möchte ich auch einmal eine Info abgeben.
Wir waren ja nun schon zum weiten Mal auf den Malediven. Letztes Jahr im Juli 2004 auf Sun Island, was sehr schön war und in diesem Jahr waren wir auf Ellaidhoo.

Eigentlich hatten wir Eriyadu gebucht, aber auf Grund eines Brandes auf der Insel erfuhren wir zwei Tage vor Abflug die Umbuchung.
Was sollten wir machen, also versuchten wir es einfach.

Wir waren vom 7.10. - 21.10.2005 auf der Insel Ellaidhoo, würden aber diese Insel nicht mehr wählen.
Mir hat es nicht so gefallen. Auf Grund, dass ich aus der Gastronomie komme achte ich eben auch mal auf Kleinigkeiten. Es gibt schon Sachen die mir dann egal sind, aber so nach und nach sammelte es sich dann.

Bei der Ankunft auf der Insel bekamen wir erst mal ein Standard - Zimmer ohne Kommentar warum.
Bei nachfragen wurde uns mitgeteilt, dass wir das Zimmer dann nach 4 Tagen tauschen können.
Es wurde einfach mal versucht, ohne irgendeine Entschuldigung oder eine Info, dass z.B. die Insel wegen der Umbuchungen von Eriyadu überbucht ist. Das hätten wir ja verstanden, aber so ohne eine Erklärung finde ich es nicht nett. Wir waren nicht die einzigen auf der Liste für Zimmerumbuchungen und standen irgendwo auf Nummer 23 oder 24. Mir ist aufgefallen, dass es einige Zimmer gab welche tauschen wollten.
Naja, dann endlich hatten wir unser Zimmer, welches wir gebucht hatten. Es ging dann weiter. Das Essen ist gewöhnungsbedürftig.
Ich mag z.B. gerne Salat, aber die Auswahl war nicht toll. Ich habe zwei Wochen Gurken und Fisch gegessen, ab und zu mal Nudeln. Sonst war die Auswahl an Speisen nicht so mein Fall.
Außerdem ist es eine Italiener - Insel und die werden bevorzugt behandelt. Manchmal kamen wir uns vor wie Menschen zweiter Klasse. Die Freundlichkeit am Tisch hätte besser sein können und die Bedienung war langsam.
Bei allen Tischen von Italienern wurde die Deckserverviette jeden Abend gewechselt, aber bei uns erst nach 10 Tagen.
Obwohl die Decke schmutzig war wurde es ignoriert.
Nun es gibt auch positives, allerdings nicht viel. Tauchlich ist es eine Herausforderung und zum schnorcheln super.
Bei Ankunft wurden wir darauf aufmerksam gemacht die Fische oder die Vögel nicht zu füttern. Ich weíß nicht ob das für alle Gäste galt. Viele Gäste haben die Fische mit Brot gefüttert und auch aus der Küche kamen Abfälle für die Rochen.
Ich finde es schrecklich und die Info am Anfang fand ich zum verschauckeln. Außerdem haben die Italiener die Tiere nicht respektiert als Lebewesen. Eine Muräne, welche dort häufig zu finden sind, wurde von einer Italienerin mit kleinen Steinen beworfen, damit sich die Muräne mal bewegen soll, weil so sah die Dame sie ja nicht richtig. Das fand ich furchtbar.
Auf jeden Fall werden wir die Insel nicht mehr buchen. Jeder muss selbst entscheiden ob er die Insel bucht. Wir auf jeden Fall nicht mehr.

Viele Grüße,
Verena
 


 

Susanne und ich haben uns im Frühjahr 2004 entschlossen, die Malediven für uns zu erobern. Da Susanne bei Lufthansa arbeitet und in ihrer Zeit als Stewardess viele schöne Fleckechen dieser Erde für sich entdecken konnte, hatte sie zwar Erfahrungen und Erinnerungen an diesen sogenannten "Insel-Urlaub" aber die Malediven waren nicht dabei.
WIr haben uns auf einen Tipp verlassen und haben spontan zwei Wochen auf Elleidhoo gebucht. Da wir natürlich ein wenig andere Flugpreise haben, entschieden wir uns, direkt per email unseren Bungalow zu buchen.
Alles kein Problem, eine mail als Anfrage, eine Mail zurück mit Preisen und Terminen, zweite mail hin als AUftrag, eine mail zurück als Bestätigung, fertig.

Sehr nett, sehr schnell, sehr freundlich...
Wenn man nicht unbedingt an günstige Flugtickets kommt, dann sollte man auf jeden Fall pauschal buchen, im Endeffekt haben die anderen Touris nicht wirklich mehr bezahlt...ok, wir sind business geflogen... ;o)

aber insgesamt sind die Preise moderat, man kann sich überlegen ob man Vollpensoin (was nicht All-inclusive entspricht!!!) oder Halbpension bucht...

Vollpension sieht so aus, dass man Frühstück, Mittagsbuffet und Abendbuffet nutzen kann... man sollte sich beim einchecken informieren ob die Softdrinks inclusive sind, wir haben eine halbe Std. Diskussion gahabt (am Ende!!!)mit dem Ergebnis, dass es inclusive war... aber normalerweise ist nur das Wasser inclusive was man am Tisch eingeschenkt bekommt. Sobalt die Flasche am Tisch sehen bleibt, wird sie berechnet...! Also lieber vorher nochmal fragen !
Wir haben Leute kennen gelernt, die Halbpension hatten, was durchaus ok ist. Man kann für ein paar $ mittags einen Burger oder ähnliches, Sandwiches etc. bekommen, die auch satt machen. Wir persönlich haben es bevorzugt am Buffet wählen zu können: Morgens süß und typisch herzhaft englisch, also Speck und Ei etc. oder Pancake oder Omelette und dazu Brot mit Süßem etc... war alles ok, also nicht zu vergleichen mit einem Frühstück in einem Hotel in London... (Toast,Tee, Butter..) war schon alles ok...
Mittags das Übliche: Hier ein Curry, da eine Nudel, dort was Scharfes und Reis und dies und das... sicher geht das noch ne Nummer raffinierter, aber es war immer lecker und in 2 WOchen nicht langweilig.
Abends wiederum ein paar Thai-Curries, ein bisschen gegrillt, ein bisschen gebraten, Fisch, Fleisch, Gemüse, alles etwas asiatisch angehaucht...wer schon einmal ein bisschen im Wok gekocht hat würde sagen: das kann ich ähnlich... was nicht heißen soll dass es nicht ok war, aber es war auch nicht der Gaumen-Orgasmus... wobei der gegrillte Fisch wirklich nicht zu toppen ist!!!! Fangfrisch und garantiert auch dementsprechend verarbeitet... super lecker, das gibts zu Hause nicht....!!!

Die Bungalows waren sehr ok, Kleintiere sind ab und zu nicht auszuschließen, auch wenn eifrig gesprüht wird (ca. 1x/Woche)... wir selbst hatten so gut wie keine "Mitbewohner" (bis auf den blinden Passagier im Koffer...den wir in Deutschland "entsorgt" haben), unsere Nachbarn waren etwas gestresster, aber auch hier hat das freundliche Management geholfen: ein andererer Bungalow und schon wars ok... ;o)

Fittness-Studio, Wellness.Brereich sind absolut TOP, für mich als Sportlehrer mehr als zufriedenstellend. Neue Geräte, absolut Super-Service (immer neues x-tra Handtuch!) und wie bei allen Dienstleistungen: nett, netter, Elleidhoo...

bei längerem Aufenthalt sollte man sich nach einem Wochen-Rabatt erkundigen, das geht eigentlich immer... (normalerweise 5,-$/Tag... geht günstiger...)

Schnorcheln: Elleidhoo gilt ja allgemein als Taucher-Paradies. DIeses "Gerücht" können wir nur bestätigen. Ich bin mehr oder weniger zwar nur geschnorchelt, aber das Hausriff ist einfach Spitze... alles 50m von Strand weg und sehr sehr vielfältig... Riff ist zwischen 25 bis 50m breit, man findet so gut wie alles: vom kleinen Hai bis zum Rochen über Muräne und etliche bunte Fische, die man so oder so schonmal gesehen hat (im TV!!!)... die Korallen erholen sich so langsam und wer ein bisschen schnorcheln kann, der hat auch ohne Flasche seine Freude... ich bin z.B. ne Minute in einem Schwarm von wunderschönen Schmetterlingsfischen getaucht, keine Luftblasen, keine Geräusche, nur Stille und das Knabbern der Fische an meinen Flossen ;o)... das RIff fällt dann steil mab und an der Riffkanste tummeln sich wunderschöne Fische... bin Laie, deshalb glaubt mir einfach: es ist NUR SCHÖN...!!! aber auch AUF dem Riff gibts sehr sehr viel zu sehen, eigentlich alles was auf den Postern der Tauchbasen so zu sehen ist.

Man sollte auf jeden Fall mal eine (kostenlose) Führung mit einem einheimischen Taucher machen, denn der kennt die Ecken und seine "Schätzchen" die eigentlich immer an der gleichen Stelle zu finden sind...

Fazit: wer DEN ultimativen paradiesischen Insel-Urlaub möchte mit dem gewissen "Robinson-Felling" (einmal rum in max. 15 min), der sollte Elleidhoo auswählen... es gibts sicher Inseln mit besserer Ausstattung (obwohl Klima, Farb-Sat-TV und sehr sauberer Zimmer/Outdoor-Bad reichen sollten) und luxeriöserem Buffet, aber für 2 Wochen ist diese Insel einfach Top, es wird nicht langweilig...weder kulinarisch noch Freizeit-mäßig...

Die Nachbarinsel MagaMaga....: naja: nach unserem Eindruck eher mager-mager: ein Waalfisch-Skelett, ansonsten Ruhe pur... mit einem guten Buch ist auch DAS sehr nett...

Achso: unbedingt einen Angel-Ausflug machen... inklusive Grillen und Verzehr der gefangenen Fische... very geil! ich bin dieses Jahr nach Kanada zum Fischen, weil mir das auf Elleidhoo so einen Spass gemacht hat!!!! UNBEDINGT die 25,-$ investieren... macht Spass ohne Ende... und die Bilder sind auch unbezahlbar... Sonnenuntergang, Blick auf Elleidhoo, Meer bei Nacht... Toll....!!!!

WIr werden die Maledieven sicher alle 2 Jahre einplanen... wer uns treffen möchte: wir sind sicher dieses Jahr im Sommer wieder auf Elleidhoo... irgendwann im August 2005... ;o)

Alle Angaben sind subjektiv...!!! das kann jeder anders empfinden, aber wir fahren wieder hin...;o) und wir sind mer oder weniger verwöhnt... DAS sollte reichen ;o)

Susanne&Bernd
 


 

Reisezeit vom 7.10 bis 22.10.2004 mit Neckermann Reisen

Hallo Malediven-Fans

Ankunft mit Condor um ca 9:00 in Hulule /Male
Empfang der Neckermann- Reiseleiterin wie erwartet.
Gebucht wurde Boot- Transfer nach Ellaidhoo ca. 1,5 Std.
Doch da wir die einzigen mit Bootbuchung waren,
wurden wir mit dem Wasserflugzeug auf die Inselgebracht was uns aber doch noch
Kosten für Zusatzgepäck $ 54.- einbrachte. Diese wurden uns aber vor dem Rückflug durch die Reiseleiterin zurückerstattet.

Zur Insel:
Die Insel ist üppig bewachsen und wird auch von den anwesenden Gärtnern sehr gepflegt.
Die Bungalows sind alle und geräumig und verfügen alle über eine Klimaanlage und Sat-TV.

Das Essen:
Die Küche macht einen sehr guten Job, viel Abwechslung und auch genug an Menge.

Die Tauchschule und Leitung
Sea Explorer seit Mai 2004 auf Ellaidhoo
Internet unter http://www.sea-explorer.net
Die Basisleitung Karen und Matt

Die Basisleitung und Crewmitglieder sind freundlich und hoch qualifizierte Tauchlehrer und Guides. Sie haben für fast jedes Problem, sei es beim Tauchen oder mit dem Equipment eine Lösung. Sie geben Tips und haben auch von der Unterwasserwelt einen enormes Wissen, dieses Sie auch weitervermitteln.

Das Gebäude
Sehr geräumiger Trockenraum für das Equipment, eigene Box für das Equipment, genügend Platz für Anzüge und Jackets. Ein genügend großes Süßwasserbecken um nach dem Tauchgang das Equipment zu waschen. Ein gesondertes Süßwasserbecken für Photoapp., Lampen und Computer. Gut ausgestattete Werkstatt mit kompetentem Mitarbeiter für Reparaturen. Getaucht werden 10l Alu-Flaschen, Nitrox32 in 10 und 12l Alu-Flaschen wobei letztere $ 3.- Aufschlag kosten. Leihausrüstung (Automaten /Computer/Anzüge/Jackets /Flossen/Foto) macht einen gepflegten Eindruck und ist auch ausreichend in verschiedenen Größen und Mengen vorhanden. Das Equipment für das Boot am morgen 8:30 und 8:45 Uhr mit 2 Tauchgängen kann (muß aber nicht) am Abend vorher in der Basis bereitgelegt werden, da es am Abend auf das Dhoni geladen wird. Dieses Dhoni ist bewacht und somit ein verschwinden so gut wie ausgeschlossen.

Die Tauchplätze für den nächsten Tag werden nach dem Mittagessen ausgehängt und sind auch an der Tauchschule mit Plan und Beschreibung versehen. (Nur eintragen und Gerödel bereitstellen)

Das Tauchen:
Morgens 2 Tauchgänge bei Bedarf mit 2 Dhonis.
Nachmittags 1 Tauchgang
Immer Dienstag wird nach Intresse ein Full-day mit 3 Tauchgänge mit Lunch an Bord, Donnerstag geführter Nacht-Tauchgang am Hausriff mit Boot.
Auch No Limit Taucher kommen auf Ihre Kosten da das Hausriff theoretisch 24 Std. betauchbar ist.
Das Hausriff ist eines der schönsten das wir in unseren 5 Maledivenurlauben auf verschiedenen Inseln gesehen haben.

Beim Tauchen wird permanent auf Sicherheit( Bodycheck, Boje, Schnorchel) geachtet

Die Briefings werden ausführlich und verständlich in verschieden Spachen (Deutsch, Englisch, talienisch)durchgeführt. Es wird vor jedem Tauchgang ein Strömungs- Check mit anschließender Bestätigung oder Korrektur des Briefings gemacht.

Es werden ca 40 Tauchplätze geboten, wo bei einige Tauchplätze Saisonbedingt sind und nicht immer angefahren werden können. Es werden auch auf persönliche Wünsche der Taucher hinsichtlich der Tauchplätze eingegangen dadurch kann man auch div. Plätze mehrmals anfahren. Die Auswahl erfolgt immer nach den Gesichtspunkten: „Jeder sollte da zurecht kommen.“

Die beiden Boote werden sind für ca 30 Taucher ausgelegt werden aber nur mit max. 20 Taucher beladen. Die Dhoni`s verfügen über ein WC für das kleine Geschäft und Sonnendeck.

Zwischen und nach den Tauchgängen wird Tee mit Kokosnuß oder anderen Snacks angeboten.

Aus Sicherheitsgründen ist das Rauchen auf dem Boot vor und zwischen den Tauchgängen verboten.

Fazit:
Wir werden diese Insel auf jeden Fall wieder besuchen und auch wieder Tauchen.

Bei Fragen : Hollygag@gmx.net

 


 

Hallo liebe Malediven-Fans!

War in der 1. März-Woche 2004 auf Ellaidhoo und möchte auch meinen Beitrag zur Aktualisierung der Urlaubsberichte beitragen.

Problemloser Flug mit LTU ab Düsseldorf und Umsteigen in die Maledivian Air Taxi´s (mit Wartezeit von ca. 1 Stunde ) in Male.

Nach 2. Umsteigen in ein Doni letztendlich gute Ankunft auf E.

Hier erfuhr man allerdings recht schnell, dass die Insel zu gut 80% überbelegt war und mit viel Glück wurde mir ein Bungi in der 3. Reihe (sie gibt es wirklich)  direkt neben der Tauchbasis zugewiesen, gebucht und bezahlt hatte ich allerdings "Seafront".(mit all inclusive, sehr zu empfehlen)
Nach dem Urlaub wurden mir  (nach entsprechender schriftlicher Reklamation) vom Reise-Veranstalter "Sub Aqua" 100.- Euro in bar plus 50.- in Form eines Reisegutscheines rückerstattet.

Den neuankommenden Urlaubern wurden Tauchsafaris angeboten mit kostenlosen Tauchgängen, nur um sie wieder los zu werden. Andere Urlauber wurden in Personal-Unterkünften untergebracht, man kann sich gut vorstellen, wie es dort ausgesehen haben mag!

Unterkunft:

Mein Bungi war sicherlich renovierungsbedürftig und die Klimaanlage und der Kühlschrank waren so laut,dass ich beides in der Nacht abstellen mußte. Morgens befand sich dann eine große Wasserlache im Zimmer, da der K-schrank abgetaut war. Rutschgefahr.

Stichwort Ungeziefer: hatte nur eine oder zwei Kakerlaken und einmal Ratten auf dem Dach, man nennt sie dort Palmhasen oder ä.

Verpflegung:

Das Essen ist o.k., viel Curry, nicht sehr große Abwechslung.Wein ist im all inclusive nicht mit enthalten.

Wetter:

Luft um 30 Grad , Wasser ca. 28 Grad.  8 Tage keine Wolken .

T a u c h e n :

Hatte 12 TG vorab gebucht und bezahlt. Der Vollständigkeithalber muß erwähnt werden, dass ich Anfänger bin mit zum damaligen Zeitpunkt 25 TG. (Die meisten auf Fuerte, Club Aldiana).

Aus versch. Gründen habe ich allerdings nur 7 gemacht (s.u.) der Basisleiter Ulli hat jedoch die Bootsfahrten , die ja vor Ort zu bezahlen sind etc. angerechnet, sodaß ich zuletzt  insgesamt nur ca. 25$ verloren habe.Vielen Dank noch einmal. Ulli ist sehr nett und ich bin sehr gerne mit ihm getaucht.Man fühlte sich bei ihm in guten Händen. Auch ein weiterer Tauch-Guide (Name leider vergessen) muß positiv erwähnt werden.

Allerdings waren auch zwei Guides auf der Insel, mit denen ich nicht mehr tauchen würde. Kuen und Dino heißen sie.

Dazu muß man fairerweise sagen, daß man auf Fuerte (nachdem man sich auf dem Wasser gesammelt hatte) ganz gemächlich  und ruhig an einem Seil auf ca. 17 Meter herabgleiten konnte ,um dann den TG zu beginnen. Bei Kuen  (Belgier?) hatte ich leider Probleme ,schnell genug runter zu kommen, auch hatte ich leider (wie auf Fuerte) an der Oberfläche  noch abgewartet, da ich das briefing  wohl nicht völlig verstanden hatte. Meine Schuld? Ich hätte wegen der Strömung sofort tauchen müssen.

Kuen tauchte schließlich weit vor mir gegen die Strömung auf das Riffdach in vielleicht 20 Meter Tiefe zu und ich hatte mehr als Probleme, auch nur halbwegs mitzuhalten.Er hat sich nicht ein enziges Mal nach mir umgesehen, ich hatte ziemliche Angst.
Es war bekannt, daß ich der Unerfahrenste von allen war.

Nach dem TG hat mich Kuen recht unmissverständlich  und alles andere  als freundlich darauf hingewiesen,daß dies mein erster und gleichzeitig letzter TG  mit ihm gewesen sei, wenn ich noch einmal so lange bis zum Abtauchen brauche. Dies zu Kuen, mit dem ich zum Glück nicht noch einmal tauchen mußte.

Im Vergleich zu Kuen war Dino allerdings insofern völlig verantwortungslos, als daß er mich als praktisch einzigen Anfänger und auch ohne jegliche Strömungserfahrung (trotz Fuerteventura!) absolut alleine gelassen hat.

Bei seinem TG war extreme Strömung (auch nach Aussage der Profis) und man ist nur so durchs Riff "geflogen".

Da ich mich jedoch etwas weiter von der Riffkante befand, wurde ich von ihm weggetrieben, da er näher zum Fels war. So landete ich abseits und völlig alleine mindestens 40 Meter von ihm weg, obwohl ich versuchte, an ihn heranzukommen. Er hat sich jedoch kein einziges Mal den Tauchern zugewandt und betrachtet in Ruhe Flora und Fauna!! Für mich war dies einer der Gründe, warum ich zuletzt nur 7 TG gemacht habe, ich mußte mich erst "erholen". Es war der schlimmste TG für mich!!

Einmal hat er sich schließlich jedoch rumgedreht und mir mit entsprechender Gestik mitgeteilt, gegen die Strömung zu ihm zu tauchen, während er jedoch keine Anstalten machte, sich mit der Strömung  vielleicht etwas schnellder in meine Richtung zu begeben, um mir in dieser mißlichen Lage beizustehen und mir vielleicht sogar ein bißchen zu helfen.

Ich kam fast in Panik und mit einem Blick auf meinen Tauch-Computer stellte ich auch fest, daß ich mich  zeitweise nur noch in 3  Meter Wassertiefe befand, die max. Tiefe bei diesem TG war ca. 28 Meter gewesen.

In meiner Aufregung hatte ich Probleme mit dem Tarieren bekommen, erstmals während meinen bisherigen Tauchgängen. Die Angst war Schuld gewesen.

Dino gab mir zu diesem Zeitpunkt zu verstehen, ich solle tiefer kommen und zog mich letztendlich erst etwas herunter, nachdem er meine hilfesuchenden Blicke (und Panik) nicht mehr übersehen konnte,. Mit ihm würde ich nie mehr tauchen, er hat seine fürsorglichen Pflichten völlig vernachlässigt.

Ich habe Ulli  (Basisleiter) und auch den Reiseveranstalter eindringlich über diesen  "TG" informiert.

Erwähnt werden sollte noch die Tatsache, daß das non-limit-Tauchen auch am Hausriff nur Tauchern mit CMAS-Grad Silber (oder natürlich vergleichbar) gestattet ist. Das Hausriff ist sehr schön, man kann die gesamte Insel umschnorcheln, muß nur auf die Eingänge sehr aufpassen.

An meinem letzten Tag wurde sogar ein großer Manta am Hausriff angetroffen und an der in Sichtweite entfernten Nachbar-Insel ein großer Ammenhai!!

Fazit:

Bis auf die schlechten Erfahrungen der zwei Tauchgänge insgesamt empfehlenswert. Basisleiter Ulli sehr nett.

Übrigens, mich hat die Mauer nicht sehr gestört.

Für weitere Fragen bin ich unter magicpasskd1@aol.com zu erreichen.


 

Reisezeit 29.10.-13.11.03
Ellaidhoo
Gebucht über Neckermann
-keine Reiseleitung auf der Insel verfügbar

Wir haben diese Reise am Kölner Flughafen gebucht, jedoch später festgestellt, daß es sich bei dem Preis von 1400,- Euro um den ganz normalen Katalogpreis von Neckermann handelte. Einziger Vorteil war der Übergang vom Sommer- auf den Winterkatalog. Vorteil insofern, daß der Preis im Sommerkatalog incl. ICE Transfer zum Frankfurter Flughafen galt.
Nach ca. 9 Std. Flug mit Thomas Cook kamen wir endlich in Hulule, dem Flughafen von Male, an. Wir erkundigten uns am Neckermann-Schalter wie wir auf unsere Insel kommen sollten. Wir waren der Meinung, daß im Katalog etwas von Flugtransfer stand. Also hat man uns zu einem Restaurant geschickt, um dort zu warten. Da wir aus vergangenen Reisen bereits wissen, daß es z.B. eine Cola für 5,- US $ gibt, haben wir es direkt abgelehnt, dort etwas zu trinken.
Nach ca 1 ½ St. Warten und mehrmaligem Nachfragen wurden die ebenfalls dort wartenden Gäste und wird an den Hafensteg gebeten, an dem ein großer Katamaran lag. Dieser sollte uns nach Elleidhoo bringen, natürlich nicht ohne vorher noch einen Umweg nach Velidhoo zu machen. So kamen wir nach ca 3 Stunden endlich in Elleidhoo an.

Der Schock war nicht mehr ganz so groß, als wir die rund um die Insel gezogene Mauer sahen, da wir uns im Internet bereits über die Insel informiert hatten (jedoch leider erst nach dem Buchen – dumm gelaufen). Jedoch hatten wir es uns so schlimm nicht vorgestellt. Für uns ein Grund, diese Insel nicht mehr zu besuchen. Wer will schon immer auf eine Mauer sehen, wenn er eigentlich den ungetrübten Blick auf’s Meer sucht.
Auch ist bei Ebbe kaum noch Wasser in der Lagune und es schwimmen teilweise Algenreste auf der Wasseroberfläche, was doch ziemlich ekelig ist.

Nachdem wir zur Rezeption geführt wurden, hielten wir Ausschau nach einer Reiseleitung, die natürlich nicht anwesen war und auch künftig nicht anwesend sein sollte. Sie ist nur abends für 1 Stunde per Telefon auf einer anderen Inseln erreichbar. So kümmert sich Neckermann also um seine Gäste. Da kann man sich doch nur noch an den Slogan „Neckermann macht’s möglich“ erinnern.

Aus älteren Reiseberichten ging hervor, daß ein italienischer Veranstalter das Management auf der Insel hat und es dort zugehen soll wie am Ballermann in seinen besten Zeiten. Gott sei Dank sind wir davon verschont worden, denn man sagte uns, daß die Insel bereits seit 4 Jahren unter maledivischer Leitung geführt wird. Das ließ hoffen!

Wir bezogen also unseren Bungalow mit der Nr. 131, ausgestattet mit Venilator, Klimaanlage, Minibar, TV, und einem offenen Bad (WC, Dusche ,Warmwasser und ....Badewanne?) Wir fragten uns natürlich, was will man dort mit einer Badewanne, haben dies allerdings nicht weiter ergründet.

Als erstes machten wir, wie andere sicher auch, einen Inselrundgang, um zu sehen wo alles zu finden ist. Das Restaurant ist recht groß und hat Sandboden (wunderbar!) Als lästig empfanden wir die Vögel, die dort zum Frühstück verschiedenen Gästen aus der Hand fraßen. Sie sehen zwar recht putzig aus und zwitschern ihre gesamte Palette von Lauten herunter, sind jedoch auch recht räuberisch. Sitzt mal niemand am Tisch und steht ein voller Teller dort, kann es vorkommen, daß sie sich ganz einfach davon bedienen. Na ja, für Vogelfreunde ist das sicher ein Erlebnis.
Das Essen ist sehr reichhaltig und ausgesprochen gut. Jeder Tag steht unter einem anderen Motto wie z.B. Maledivischer Abend, Chinesischer Abend, Europäischer Abend usw.
Die maledivische Bedienung spricht teilweise sogar ein paar „Brocken“ Deutsch wie: „Alles klar?“ oder , was ich noch auf keiner anderen Insel erlebt habe „Spiegelei?“ Das war schon erstaunlich.
Neu für uns (wir waren nun schon das 6. Mal auf den Malediven) war, daß zum Essen das Wasser nicht kostenpflichtig war. Lediglich was man mitnehmen wollte mußte man mit 3 Dollar bezahlen.
Weiterhin gibt es einen kleinen Shop (natürlich auch dort alles überteuert), eine Bar und ein Internetcafe, wenn man davon sprechen darf. Es handelt sich um zwei aufgestellte PC’s, von denen der eine durch die Angestellten selbst genutzt wird. Allerdings ist es dort nie voll gewesen und eine Mail zu verschicken kostete 50 Cent.
Das Personal ist insgesamt auf der Insel sehr freundlich, aber auch immer mit dem Dollarzeichen in den Augen.

Der erste Tag nach der Ankunft war bereits der erste Regentag und zwar von morgens bis abends. Es sollte aber noch schlimmer werden. Kurzum von den 13 Tagen gab es:
- 2 reine Sonnentage
- 2 Vollregentagen
- und der Rest gemischt von Sonne, über stärkere Bewölkung, Gewitter und Regen
Entweder waren wir zu früh oder das Klima hat sich mittlerweile auch hier verschoben. Durch den vielen Regen war es natürlich auch unter Wasser nicht so erquickend, da es bei Sonne eben mehr Spaß macht. Die Korallen sind, wie überall noch immer kaputt, mit wenigen, kleinen Ausnahmen, die schon wieder nachwachsen. Ich schätze, daß es bestimmt noch mehrere Jahrzehnte braucht, bis es wieder so bunt wird, wie es mal war.

Die Gäste waren zu 70 % Italiener, 20 % Deutsche und Österreicher und 10 % Russen bzw. Slawen.

Insgesamt gesehen, war es trotz vieler Nachteile ein schöner, erholsamer Urlaub, der wie immer, viel zu schnell zu Ende ging.

 


 

MALEDIVEN  -  ARI ATOLL - ELLAIDHOO   (01. – 14.04.2003)

Angebot:

Last-Minute mit Neckermann ab Frankfurt am 31.03.2003 für 14 Tage HP und Superior-Bungalow für läppische € 1.390 pP.

Anreise:

Condor-Viehtransport  - mit unmotivierten und arroganten Servierdamen - statt non-stop nun unplanmässig via Colombo mit 2,5 Stunden Aufenthalt im nicht gerade einladenden Transitbereich - liessen wir alles stoisch über uns ergehen, was ist man nicht alles bereit zu ertragen für das herrliche Ziel Malediven.  Gesamtanreisezeit: über 20 Stunden.

Speedboot-Transfer Male-Ellaidhoo:

1,5 Stunden  - war superflott, Fahrtwind entsprechend heftig, da half nur, sich samt Handgepäck und Kamera in einer Ecke festzuklammern -  und erst am Ziel (aber erst da) wieder loszulassen.

Ankunft Ellaidhoo:

Freundlicher Empfang auf Ellaidhoo mit Bodu-Beru-Trommeln,  heissen Erfrischungstüchern und Kokosnusscocktails.

In Ermangelung der Anwesenheit einer deutschsprachigen Reiseleitung – die sich übrigens nie auf Ellaidhoo blicken lässt – ist ja aber eh überflüssig – übernahm Tauchbasisleiter Uli Althoff die Begrüßung und das tat er so charmant und locker, dass ab diesem Moment unser Urlaub wirklich begann.

Unterkünfte:

Statt im (gebuchtem) Superior-Bungalow wurden wir in den Deluxe-Studios (zweistöckig) untergebracht . Sind wirklich „deluxe“, sehr, sehr schöne, riesige Zimmer mit gepflegtem Holzfußboden, separatem Ankleideraum, einem phantastischen riesigen offenen Bad, supertoller Holzterrasse und klasse Ausblick. Aber das echte Maledivenfeeling ist’s dann halt nicht  in der 2. Etage.  Ein freundliches Gespräch an der Rezeption und der Umzug in einen Superior-Bungi war kurzerhand möglich.

Die Superior-Bungalows liegen alle direkt am Strand, sind freistehend und palmgedeckt, nett und zweckmässig ausgestattet (sogar mit SAT-TV für die, die’s gar nicht lassen können), haben  ein grosses halboffenes modernes Badezimmer und jeweils eine  schöne Holzterrasse mit Holzmöbeln. Frische und kuschelige Hand- und Strandtücher gab‘s täglich.

Bungis Nr. 101 bis 130 haben die schönere Lage (nah am Wasser, feiner Sand, fast jeder Bungi verfügt über seine eigene kleine Badebucht). Absolut traumhaft liegt Nummer 120 (sonnig, toller Sandstrand, Sicht direkt aufs Meer). Fein ist auch Nr. 108. Wir waren mit unserer Nr. 130 sehr zufrieden (eigene kleine Bucht, eigene Bacardi-Palme und vor allen Dingen sehr ruhig gelegen!!!)

Dann gibt’s noch die Standard-Bungalows, diese liegen in der 2. Reihe und haben eine total verhunzte Aussicht auf die Rückseiten der Superiors (erträglich aber nicht schön).

Insel - Mitbewohner:

1)     Es gibt ein ganz, ganz nettes, verliebtes und unzertrennliches Pelikanpaar, vier Graureiher, freifliegende Papageien, hunderttausend freche Beos (betteln ständig im Restaurant und mögen am liebsten Croissantkrümel !!!), außerdem sehr viele Flughunde, weiterhin die ein oder andere Ameise im Bad oder verirrte Kakerlake im Zimmer und wenn man abends still  vor sich hin lesend auf der Terrasse sitzt kann man auch die berühmten Palmhörnchen (sehr scheu und putzig) beobachten.

 

2)     Schätzungsweise 90% der Urlauber kommen aus bella Italia. Somit geht’s am Strand schon mal recht lebhaft zu (bei Bungi 101 – 110 herrscht Strandbad-Atmosphäre) und es bimmelt auch schon mal das ein oder andere Handy - ansonsten benehmen sie die Italiener auch nicht besser oder schlechter als andere Nationalitäten. Recht unterhaltsam  war abends im Restaurant die Vorführung der aktuellen italienischen Sommermode.

Küche:

Die Verpflegung ist durchweg prima. Wie überall auf den Malediven muss man so seine Abstriche machen, aber wir kamen mit HP sehr gut klar und sind nicht verhungert. Positiv ist, dass es täglich morgens und abends mehrere Sorten  frisches Obst gibt und auch die vielen verschiedenen Salate sind sehr lecker. Fisch und Geflügel gibt’s natürlich auch jeden Tag ....

Zusammenfassend lässt sich sagen, wer italienische Küche mag der wird zufrieden sein.

Aktivitäten:

Schnorcheln und tauchen ist klar.

Dann gibt es noch ein Wassersportangebot (Jet-Ski, Banana-Boat und sowas alles ...) auf der Nachbarinsel Maaga. 2 x täglich Dhoni-Transfer, dauert ca. 10. Minuten und kostet für Nichtitaliener 3 Dollar. Wir  haben es allerdings nie geschafft uns dorthin zu bewegen.

Das supermoderne Fitnesscenter ist wirklich chic, Bauweise sehr dezent, stört überhaupt nicht – geht aber eigentlich auch keiner hin, die Investition war mit Sicherheit für die Katz‘.

Im Fitnesscenter gibt es einen Karaoke-Raum – ein Glück schalldicht – stört also weiter nicht.

Hin und wieder auch Abendunterhaltung in Form von Live-Musik einschl. Barbeque-Dinner draussen oder auch Discoabende (Achtung: wildes tanzen im Sand geht ganz schön auf die Knochen!!)

Strand:

Ellaidhoo  kann (bis auf wenige Meter) durchgängig barfuss umrundet werden. Überwiegend schöner Sandstrand, teilweise leider aber auch grober Korallensand. Viele kleine Badebuchten vor den Bungis geben oft das Gefühl, alleine am Strand zu sein.

Optisch unschön ist die Insel-Ummauerung. Man gewöhnt sich dran, aber schön ist’s nicht wirklich.

Lagune:

Tja, die Lagune ist leider nicht  schön. Durch besagte Ummauerung der  Insel ist bei Ebbe fast kein Wasser in der Lagune, das sieht nicht schön aus und erschwert es auch erheblich, an das Aussenriff zu gelangen ohne nachwachsende Korallen zu zerstören.

Hier würden Stege leicht Abhilfe schaffen!!!

Hausriff:

Nach ElNino gibt’s ja leider viel trauriges zu berichten. Auch hier. Aber man sieht auch, dass das Riff sich an vielen Stellen schon erheblich erholt hat und es gibt  jetzt wieder viel Schönes und Buntes zu bewundern.

Kann 24 Stunden komplett umschnorchelt/umtaucht werden, hat stellenweise mittelstarke Strömungen.

Riffbewohner hat’s viele, viele bunte und nette und teils anhängliche, die Dich die ganze Zeit im Wasser begleiten und spielen wollen mit den Luftblasen der Taucher. Lustig. Und als Mika (TL) beim Filmen am Hausriff war, ist ihr eine Schildkröte, weil sie so neugierig war und mal gucken wolle, was das jetzt wohl wieder neumodisches komisches ist, mit dem Kopf direkt auf die Kameralinse gestossen und hat dann ganz verdutzt dreingeschaut. Das ganze hat Mika auf einem Unterwasser-Video festgehalten. Könnt man heulen so rührend ist das. Achja und Haie hat‘s auch jede Menge, und Delphine schwimmen schon mal vorbei und Stachelrochen, Adlerrochen und Muränen, Napoleons und und und ....

... und BRUNO. Großer aggressiver Drückerfisch, 13 Jahre alt, liebt gelbe Flossen und den absoluten Nahkampf. Uns passiert am 1. Tag - Attacke ca. 15 Minuten lang – Ergebnis: durchgebissene Taucherflossen. Am gleichen Tag wurde ein anderer Urlauber (huhu Wolfgang aus dem Schwabenländle !!) sehr heftig von Bruno in den Arm gebissen (untertellergroße Bisswunde und heftiger Bluterguss).  Vor Bruno sollte man sich als Schnorchler in Acht nehmen, Taucher findet er wohl eher ok.

Tauchbasis:

Ganz, ganz toll und super !!! 100 Punkte. Preise auf Maledivenniveau moderat.

Basisleiter Uli hat alles perfekt organisiert und die Tauchbasis ist top gepflegt. Schön fanden wir auch, er hatte stets ein offenes Ohr für unsere  Fragen oder das ein oder andere Problemchen (med. Notversorgung bei Ohrenentzündungen oder so ...) und stand immer kompetent mit Rat und Tat zur Verfügung.

TL Mika ist ein zierliches Persönchen mit supersympathischer Ausstrahlung. Sie sieht und findet unter Wasser alles – wenn möglich immer nah bei Mika bleiben. Das allertollste sind ihre Unterwasser-Videos. Auf Wunsch filmt sie Euch bei Euren Tauchgängen und brennt das ganze zum Mitnehmen auf CD-ROM / DVD und die Ergebnisse, die wir (leider zu spät) gesehen haben , sind supergrandiosphantastisch. Unbedingt machen !!!! Kosten ca. 50 Dollar.

TL Bruno (nicht der Bruno vom Hausriff, kicher) hatte immer gute Laune (hai Bruno, wir sind‘s, die Spatzis) und wir hatten sowohl über als auch unter Wasser viel Spass miteinander.

Ganz toll war auch der Infoabend der Tauchbasis mit Unterwasser- Bildern und einem Film von Mika.

Tauchspots:

Beschreibung würde diesen Rahmen sprengen – alle Spots waren gut und sehenswert. Verpasst haben wir leider den Tauchgang „Hammerhad bei Sonnenaufgang“ (soll bombastisch gut sein). Besonders gut gefallen hat uns persönlich der „Mantapoint Himendhoo Tila“ (HEY, WIR HABEN SIE AUCH GESEHEHEHEN !!!) und Fish-Head (Gruss an den alten Riesen- Napoleon, der alle Taucher persönlich begrüsst !!!) und Maayafushi Tila (superschönes Aquarium).

Ausführliche Beschreibungen findet ihr auch unter:

www.sub-aqua.de/subaqua/reiseziele/malediven/ellaidhoo.html

Abreise:

.... und ich hatte mir fest vorgenommen dieses Mal nicht zu heulen wenn es heisst Abschied nehmen von den Malediven und war überzeugt, das diesmal hinzukriegen weil ja keine andere Heulsuse dabei war (Gruß an Alex aus München, die heult auch immer so schön !!!) ... aber als es dann soweit war ... und Ulli so einsam im Sonnenaufgang am Jetty zurückblieb und uns zum Abschied winkte bis er nur noch als kleiner Punkt am Horizont zu sehen war ...  da kullerten sie dann doch ... aber ein Glück hab ich einen superlieben Mann der ganz toll trösten kann: „Wir kommen doch wieder ... nächstes Jahr !“

 

Tina und Siggi

 

 


 

Wir waren vom 10.10.02 – 24.10.02 auf der Insel Ellaidoo

Die Reise haben wir am 01.09.02 in einem Reisebüro am Flughafen Berlin/Schönefeld gebucht. Der Veranstalter war Bucher-Reisen (über Neckermann), wir sind mit Thomas Cook ab Frankfurt/Main geflogen und haben für die Reise 1.349,- Euro pro Person, inkl. Halbpension & Speedboot-Transfer bezahlt.

Nachdem wir nach 9 Stunden und 30 Minuten Flugzeit gut in Hulule angekommen sind, haben wir noch ca. 45 Minuten gewartet bis unser Transfer Speedboot uns abholte. Die Transferzeit war eigentlich mit ca. 1:30 Stunden angegeben. Da wir aber einen relativ grossen Umweg zur Insel Velidhu (welche wesentlich weiter nördlich im Ari Atoll liegt) gefahren sind, kamen wir auf fast 3 Stunden, was den Passagieren, die seekrank geworden sind (also den meisten) natürlich weniger gefallen hat.

Als wir dann endlich auf Ellaidoo angekommen sind, wurden wir nett mit dem obligatorischen Cocktail & einem Erfrischungstuch, allerdings ohne die angekündigten Boduberu-Trommeln empfangen, welche den italienischen Landsleuten (auf die wir später noch kommen) vorbehalten waren. Das einchecken & die Formalitäten waren relativ schnell erledigt und wir bezogen unseren Bungalow. Es gibt insgesamt 99 Bungalows auf der Insel, 55 davon einzeln, direkt am Strand, 28 in Vierer Blocks ebenfalls direkt am Strand, 14 in Doppelblocks hinter den Einzelbungalows und 2 einzelne Bungalows auf Betonstelzen, ebenfalls hinter den Einzelbungalows.

Wie wir später erfahren habe wir die Insel seit August diesen Jahres fast ausschliesslich von italienischen Veranstaltern bebucht, so das der Anteil der Italiener bei ca. 95% liegt. Diese werden offensichtlich vorzugsweise in Einzelbungalows untergebracht. Die Insel hat einen Durchmesser von ca. 300m, ist von einer mehrmals unterbrochenen Mauer umgeben, (unterbrochen wegen dem Wasseraustausch während der Gezeiten) die Personalunterkünfte sind in der Mitte der Insel angeordnet und von aussen kaum ersichtlich. Die Insel hat nur 2 Strandabschnitte von ca. 100m Länge. Das restliche Ufer besteht aus einem ins Meer abfallenden gemauerten Steinwall, in den einige "Badetreppchen" hineinbetoniert sind. Die Lagune ist je nach Gezeitenstand zwischen 20-70cm tief und hat einen sandigen, mit vielen Steinen versetzten Boden. Auf Grund dessen eignet sich die Insel nur bedingt für einen reinen Badeurlaub. Zum schnorcheln oder tauchen ist sie allerdings ideal, da sich das Außenriff direkt hinter der die Insel umgebenen Mauer befindet. Fahrten mit dem Dhoni zur Riffkante entfallen also. Dort sieht man Rochen, Schildkröten und unzählige Fischarten schon beim schnorcheln.

Zum baden und planschen eignet sich die Nachbarinsel "Maaga" besser. Dorthin fährt 2x täglich ein Dhoni.

Für Nicht-Italiener kostet der Transfer pro Person 3,30 Dollar. Für die Italiener ist der Transfer kostenlos, da der Veranstalter (Kuoni) alle Kosten dafür übernimmt.

Des weiteren gibt es auf der Insel Ellaidoo das zweifelsfrei modernste Fitnesscenter (Fitnessraum) auf den Malediven, welches bei einer Nutzungsgebühr von 5 Dollar pro Stunde verständlicherweise kaum von Gästen genutzt wird. Obwohl man, wenn man vor dem Ablauf der Stunde mit seinem Trainingsprogramm fertig sein sollte, sogar noch den Whirlpool bis zum Ablauf der Stunde kostenfrei nutzen darf... Auf der Insel befindet sich auch eine Müllverbrennungsanlage. (lieber so als den Müll ins Meer zu kippen) Man sieht sie zwar nicht, aber unser Bungalow (147) stand zwei mal am Tag in der übel riechenden Abgasfahne.

Alle Wege auf der Insel, die Rezeption, die Cocktailbar & das Restaurant haben einen Sandboden. Das heisst, man kann 2 Wochen lang immer & überall barfuss laufen, was wir als sehr angenehm empfanden. Die Insel ist dicht bewachsen, Palmen spenden fast überall Schatten, die meisten Bungalows sind vom Wasser aus nicht zu sehen und den ganzen Tag über sind Gärtner mit der Pflege der Grünanlagen beschäftigt.

Trotz der Themenabende im Restaurant (maledivisch, chinesisch, BBQ, European...) gab es jeden Tag mindestens ein Nudelgericht, offensichtlich aufgrund der vorherrschenden Nationalität auf der Insel. Das Frühstücks- und Abendbuffet war aber im grossen & ganzen trotzdem ganz lecker. Das musikalische Abendprogramm in der Cocktailbar war abwechslungsreich, allerdings 2 Mal die Woche so laut, dass bis ca. 2 Uhr Nachts problemlos die ganze Insel beschallt wurde. Ich glaube das ist auf den Malediven etwas fehl am Platz. Die Leute die laute musikalische Unterhaltung dieser Art suchen sind auf den Balearen oder Kanarischen Inseln eigentlich besser aufgehoben als den Malediven.

Cocktails kosten währen der "Happy Hour" ca. 5 Dollar, sonst 8-9 Dollar, 1,5L Wasser 3,60 Dollar und 0,2L Cola 2,20 Dollar.

Das gesamte Personal auf der Insel ist freundlich. Unser Roomboy war allerdings mit seiner Arbeit trotz üppigem Trinkgeld und regelmäßigen Süssigkeiten-Bestechungsversuchen etwas überfordert, da er uns nur einmal am Tag besuchte um Zimmer & Bad zu reinigen. Den 2. Service beschränkte er auf das Austauschen der Badehandtücher. Bei anderen Gästen wurde 2x am Tag der Bungalow gereinigt, was wir von anderen Maledivenaufenthalten eigentlich auch so gewohnt waren. Alle Handtücher wurden täglich, die Bettwäsche gar nicht gewechselt. Schön war allerdings das offene, zum Teil überdachte Bad wie man es von den meisten Malediveninseln kennt, mit Fön, einem Baum der ins freie wuchs, einer Eck-Steinbadewanne mit zweiter Dusche, und einem Waschtisch mit grossem Spiegel.

Da wir uns bei der Abreise den unfreiwilligen Ausflug zur Insel Velidhu sparen wollten, entschieden wir uns bei dem Rücktransfer zum Flughafen für das Wasserflugzeug. Und diese Investition i.H.v. 106,-Dollar war jeden Cent wert! Abgesehen davon, dass es ein echtes Erlebnis ist, ist die Aussicht auf die Inseln & Atolle einfach atemberaubend.

Im grossen & ganzen hatten wir 2 angenehme Wochen auf Ellaidoo. Empfehlen können wir diese Insel aber nur bedingt, da es mit Sicherheit schönere gibt.

Bei Fragen: andre2412@gmx.de

 


 

Reisebericht Ellaidhoo, Ari-Atoll, Malediven, 19.-27.Juli 2002

Wie Antje Bauer in ihrem Reisebericht schon erwähnte, hat sich auf Ellaidhoo wirklich viel getan. Wir können die positiven Änderungen nur bestätigen: freundlicher Trommel- und Cocktail-Empfang, nette Malediver, charmante Strandbungalows mit Terrasse, weißer Sandstrand, türkisblaues Meer, üppige Vegetation, ein neu erbautes Fitness-Center, Abendgestaltung auf Wunsch (Disco, Live-Musik, Karaoke, Candlelight-Dinner), ein tolles Hausriff für Schnorchler und Taucher und eine professionell geführte Tauchbasis. Die flache Korallenmauer um die Insel herum zum Schutz vor Sandabtragungen hat uns übrigens nicht gestört. Mit ihren Dhonis und den zwei Aussichtstürmen sieht die Jetty eher aus wie ein kleiner Hafen. Bedenken, in der Regenzeit im Juli auf die Malediven zu fliegen, muss man auch keine haben. Sommerliche 30 °C (Wassertemperatur 28 °C) und zwei kurze, nächtliche Regenschauer - so war das Wetter der Woche.

Wie viele andere Gäste sind wir natürlich des Tauchens wegen nach Ellaidhoo gekommen. Die SUBAQUA Tauchbasis wird seit Dezember 2001 von Uli Althoff geleitet wird. Anhand einer Wunschliste, die an der Basis aushängt, kann jeder Taucher seine favorisierten Tauchziele eintragen. Uli und sein Team organisieren dann alles, was das Taucher-Herz begehrt: jede Menge Two-Tank-Dives, Tauchgänge zu Schiffs-Wracks, Nachttauchgänge etc. Nicht versäumen sollte man einen Foto- und Video-Tauchgang mit Ulis Freundin Mika. Die digitalen Unterwasser-Fotos und -Videos, bekommt man nachher auf CD-ROM gebrannt. Zusätzlich hat Mika noch eine eigene CD-ROM mit den Highlights der maledivischen Unterwasserwelt erstellt. Auch Nitrox-Tauchen wird angeboten. Leider ging die Woche im Nu vorbei - viel zu kurz für die wunderschöne Über- und Unterwasserwelt. Wir möchten auf jeden Fall wieder nach Ellaidhoo kommen und können die Insel allen Tauchbegeisterten nur wärmstens weiterempfehlen.

Alexandra & Markus


 

Leider muss ich feststellen, dass viele der Reiseberichte über Ellaidhoo veraltet sind und dass sich in der Zwischenzeit wahnsinnig viel auf dieser Insel getan hat. Nach eifrigen Studium der Internetseiten war ich doch sehr ueber die negativen Berichte überrascht. Vor Ort hat sich mein Bild jedoch grundlegend geändert. Bis Ende des Jahres 2001 war Ellaidhoo noch ein italienischer Club und dieses Hirngespinst wandert heute noch durch das Internet. Italiener gibt es zwar noch, aber nur sehr wenige. Der Hauptteil der Gäste kommt aus Deutschland. Von lauter Animation kann auch keine Rede mehr sein. Allein schon der Empfang bei Ankunft auf der Insel mit Boduberutrommeln war ein Traum. Die einzelnen Bungalows sind mit Palmenblaettern bedeckt und innen sehr gemütlich eingerichtet. Vor 2 Jahren wurden sie alle komplett renoviert. Es gibt einige sehr schöne Bade- und Strandabschnitte auf der Insel. Wer zum TAuchen auf die Malediven kommt, ist hier goldrichtig. Einen schöneren Tauchgang als am hiesigen Hausriff gibt es kaum. Das wunderschöne an der Insel ist allerdings das Flair. Man fühlt sich wie in einer großen Familie, da die Malediver sehr aufgeschlossen sind und man abends bei einem Schwätzchen unter Palmen schon mal die Zeit vergisst. Zeit kurzer Zeit gibt es den wohl schönsten Sportkomplex der Malediven auf der Insel, der nicht zu wünschen übrig lässt. Dennoch ist die Insel nicht künstlich, sondern hat ihre natürliche Schönheit behalten. Zu Ellaidhoo gehört eine schnuckelige Nachbarinsel, auf der sich der Wassersport befindet. Aber auch zum Baden ist sie sehr einladend. Unvergesslich ist sicherlich auch ein Candleligthdinner auf der besagten Insel. Man moechte am liebsten, dass die Zeit stillsteht. Das Essen ist sehr abwechselungsreich und der Einfluss der italienischen Küche ist nur noch sehr schwach zu spüren. Auf Wunsch der Gäste wird die Abendunterhaltung gestaltet. Das kann eine Disco am Strand oder auch Karaoke sein, an der sich auch die Einheimischen gerne beteiligen.
Alles in allem eine faszinierende Insel, auf die ich auf jeden Fall zurückkehren werde.
Antje Bauer, Diez

 


 

Reisebericht Ellaidhoo, Ari-Atoll, Malediven, August 2000

Vom 26.08.2000 bis 10.08.2000 verbrachten wir 2 Wochen auf Ellaidhoo. Die Insel liegt im Nordosten des Ari-Atolls, ca. 2 Schnellbootstunden von Male entfernt. Der Flugtaxitransfer kostet Aufpreis und bringt wegen der damit
verbundenen Warterei auf Gepäck, Einchecken ins Airtaxi usw. zumindest zeitlich wenig bis nichts. Eine kleine unrepräsentative Umfrage auf dem Tauchboot ergab, dass die Höchstpreise von jenen bezahlt wurden, die brav 6 Monate vor Abreise buchten. Lastminute war schon mindesten 20% günstiger. Am billigsten buchten Leute, die am Frankfurter Flughafen 5 Wochen vor Abreise die Schalter der Veranstalter abklapperten!! Das haben wir aber selber noch nie getestet, ich gebe das hier als Tipp ungeprüft weiter!

Die Insel bietet neben Restaurant und Rezeption eine Bar, Coffeeshop und ein Internetcafe, 1 Minute surfen 1US$(!), 1 E-Mail schreiben 1$. Windsurfen und Segeln und Jetski sind auf eine kleine Nachbarinsel ausgelagert, zu der 2 mal täglich ein kostenloses Dhoni fährt. Das Abendprogramm war öfter von Discomäßiger Lautstärke geprägt. Teilweise konnte man sich in der Bar nicht unterhalten. Für die Schumi-Fans wurde Sonntag abend das Rennen in Hockenheim live auf der Großbildleinwand gezeigt! Die Standardbungalows liegen alle direkt am Wasser bzw. Strand und sind sehr schön. Vor allem stehen alle einzeln. Man kann auch Superiorzimmer buchen. Diese sind größer, liegen in 2stöckigen Bungalows mit insgesamt 4 Einheiten und haben zusätzlich eine grosse Badewanne und Satelliten-TV. Wer´s braucht.......

Zur Zeit herrscht rege Bautätigkeit. Diverse Bungalows werden renoviert, außerdem wird in der Inselmitte ein Fitnesscenter mit Squash etc. gebaut. Mit Lärmbelästigung von 7 bis 23 Uhr darf an einigen Stellen der Insel gerechnet werden, wurde von uns persönlich aber nicht als sehr störend empfunden, da unser Bungalow weit genug entfernt lag (ab Nr. 115). Das Management hat die Italiener entdeckt. Mit Riminiähnlichen Zuständen mit Handtuchreservierung auf den Liegen muß man sich schon mal anfreunden. Zumal der Strand nicht mehr (wie noch auf den Katalogbildchen)um die ganze Insel reicht, sondern nur noch maximal 1 Drittel des Inselumfanges ausmacht. Daher konzentrieren sich die Gäste auf das verbliebene Strandstück gleich rechts vom Jetty..... Das Essen war immer gut, alle Mahlzeiten gab es als Buffet. Ab September soll ein neuer Nobelkoch die Gaumen verwöhnen, besonders die italienischen..... 

Und nun zum Tauchen:
Die Subaqua-Tauchbasis unter der Leitung von Axel Horn gehört zum Besten, was wir je gesehen haben. Komplette Ausstattung inklusive Nitrox und Rebreathertauchen ist vorhanden. Alle Guides waren immer supernett und hilfsbereit. Die Tauchplätze wurden ausführlich dargestellt, auf Sicherheit und umweltschonende Tauchweise wurde grosser Wert gelegt. Getaucht wird je nach Erfahrung der Taucher auch "unguided", Limits 30m maximale Tiefe und 60 Minuten Tauchzeit. 11 Liter und 14 Liter Pressluft Alu DIN-Anschluss und 11 Liter Nitrox 32%O2 sind vorhanden. Die Tauchgänge wurden einwandfrei organisiert und fanden pünktlich statt. Besonders angenehm ist das Tauchen am Hausriff. Man kann jederzeit, auch nachts, tauchen. Eintragen, Flasche nehmen, Strömung checken und hinein ins Vergnügen. Bei der Endabrechnung wurde immer der jeweils günstigste Preis berechnet. Eine Vorrausbuchung der Tauchpakete über Subaqua oder direkt bei Axel unter www.axel-horn-dive.de lohnt sich wegen der Rabatte, die eingeräumt werden.

Das Tauchen am Hausriff lohnt sich immer, außer Walhaien und Mantas gab es alles zu sehen, was euch auch am Fishhead oder am Maayafushi-Thila erwartet. Vor dem Jetty wohnen einige sehr große Stachelrochen, die abends um 21:30 gefüttert werden. Macht auf alle Fälle einen Nachttauchgang dort, bevor die Fütterung startet. Die Rochen sind dann schon aktiv, neugierig und auch ein wenig unheimlich, wenn sie zum ersten mal aus dem Dunkel anschweben wie Ufos.....

Besonders gefallen hat uns auch der Tauchgang bei Malos auf der Westseite des Atolles. Dort sind wunderschöne Überhänge, bewachsen mit hellblauen Weichkorallen zu bestaunen. Unbedingt hinfahren! Auf der Westseite des
Ari-Atolles hat auch die Korallenbleiche weniger Spuren hinterlassen.. Die bekanntesten und schönsten Plätze im Nord Ari Atoll, das Fishhead und das Maayafushi Thila wurden häufig angefahren.

Fazit: Sehr empfehlenswerte Basis mit sehr guten Tauchplätzen. Für nähere Infos zu den Plätzen konsultiert Ihr besser entsprechende Tauchführer oder fragt direkt bei mir per Mail nach. Die Insel wird umgestaltet, wie Sie in einem Jahr aussehen wird, wissen wir nicht. Leider war unser Urlaub von ziemlich viel Regen und ziemlich mieser Sicht
geprägt. Es hätte noch viel schöner sein können, als es schon war.......

Volle Flossenzahl!

Iris und Jürgen

Zahn@Dr-Kaercher.de
http://www.Dr-Kaercher.de


So nun waren wir endlich auf der Insel Ellaidhoo und können berichten. Wir sind hauptsächlich wegen dem Tauchen dort hingefahren. Wie ja jeder mittlerweile weiß, hat das Korallenbleiching auch hier zugeschlagen. Wir waren aber überrascht, das es hier auf Ellaidhoo noch viele schöne Korallen gibt. Das war leider auf der Insel Maayafushi, wo wir im letzten Jahr waren nicht so. Auf der Südseite hat man insgesamt 3 Einstiege und auf der Nordseite 2. Auf der Südseite ist das Steilriff das auf ca. 30 Meter abfällt. Hier sind sehr schöne Überhänge mit einem großen Fischreichtum. Man sieht hier unter anderem, Feuerfische, Skorpionfische, Zackenbarsche, Napoleonfisch, sehr viel Muränen, Titandrückerfische, ab und zu arrakudas und Haie. Ja und viele, unter anderem auch meine Freundin, haben da einen Manta gesehen. Glück braucht man eben. Was absolut zu empfehlen ist , ist der Nachttauchgang. Hier kommen die Stachelrochen sehr nah ran. Der größte dürfte so einen Durchmesser von 1,7 Meter haben. Es lohnt sich probiert es aus. Man hat hier entweder eine Strömung von Westen oder Osten, die teilweise sehr stark werden kann. Mal ein paar Worte zur Tauchschule, da gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, außer das sie absolut spitze ist. Es sind alle total nett, haben einen sehr hohen Sicherheitstandart und der Gesamteindruck ist eine 1 wert. Für den reinen Badeurlauber ist die Insel nicht so zum empfehlen, da bei Ebbe nicht mehr sehr viel Wasser zum schwimmen da ist.  Uns hat die Korallenmauer überhaupt nicht gestört, das mag andere mehr stören. Das Essen ist wie auf den meisten Inseln nicht sehr abwechslungsreich, aber da es eh sehr warm dort ist, hat man nicht das verlangen auf große und abwechselungsreiche Mahlzeiten. Das negativste was uns aufgefallen war, ist das die Insel total überbucht war. Viele von Neckermann sind auf eine andere Insel verfrachtet worden. Anscheint hat hier da Management mehr Bungalows vermietet als sie haben. Im großen und ganzen war es ein super Urlaub und wir würden da jeder Zeit wieder hinfahren. Wenn Ihr fragen habt Mail uns , wir schreiben Euch dann zurück.        


Viele liebe Grüße
von
Jürgen & Marion

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