Filitheyo

Reisebericht Filitheyo 13.12. – 20.12.2007

Damit die Vielfalt der Reiseberichte für diese wunderschöne Insel ein wenig wächst und sich jeder einen genaueren, objektiven Überblick verschaffen kann, verfasse ich diesen Reisebericht. Ich hatte mich kurzfristig entschlossen auf die Malediven zu fliegen, um dem Advents- und Arbeitsstress zu entgehen. Wichtig Kriterien bei der Inselauswahl waren für mich: typische (kleine) Malediveninsel mit vielen Palmen, schöne Bungalows, flach abfallender Strand, gutes Hausriff, gutes Essen in Buffetform. Normalerweise bevorzuge ich wegen des Inselfeelings eher kleinere Inseln, aber so kurzfristig war auf meinen kleinen Wunschinseln (Vilu Reef, Mirihi, Velavaru) nichts mehr frei. Da ich ein gutes Angebot ergattern konnte, habe ich diese Insel gebucht, da sie bis auf die Inselgröße meinen Kriterien entsprach. Und schon mal im Voraus: ich wurde nicht enttäuscht – die Insel ist einfach traumhaft.
Ich war zum 5. Mal auf den Malediven und kann daher Filitheyo ganz gut mit anderen Inseln vergleichen. Davor besuchte Inseln waren Meedhupparu, Vakarufalhi, Eriyadu und Embudu (alles 3-4 Sterne Inseln). Die fast ausschließlich positiven Reiseberichte über Filitheyo kann ich nur bestätigen.

Anreise
Der Flug ging mit Air Berlin / LTU von München nach Colombo (Nachtflug) und dann weiter nach Male. Der Zwischenstopp war bei Buchung nicht ersichtlich (es hieß Direktflug!); mir ist die lange Flugzeit spanisch vorgekommen und ich habe im Reisebüro nachgefragt. Also Vorsicht bei diesen Flügen.
Seit LTU ein Teil von Air Berlin ist, hat sich der Service an Board sehr zum Positiven gewendet. Der Service war sehr gut: Getränke gab es auf Nachfrage durchgehend, das Essen wurde per Menükarte angekündigt, das Personal war sehr freundlich und bemüht.
In Colombo mussten alle Passagiere aussteigen (erst diejenigen, die in Colombo auch ausgecheckt haben und dann diejenigen, die nach Male weitergeflogen sind). Die Maschine wurde innerhalb des kurzen (~1-stündigen) Zwischenstopps neu aufgetankt und gereinigt. Für den 1,5-stündigen Weiterflug kam eine neue Crew an Bord. Man erhält vor dem Aussteigen in Colombo eine Transitkarte und gelangt direkt in den Gang vor (!) dem Transitbereich. Da der Sicherheitscheck ausführlicher als in München ist (hier werden sogar die Schuhe kontrolliert!) und daher auch länger dauert, sollte man keine Zeit verschwenden und sich sofort wieder in den Transitbereich begeben. Sonst kann es nämlich passieren, dass man in einer ellenlangen Schlange steht und am Monitor der Hinweis „final call“ blinkt…! Was ich beängstigend fand, war die große Militärpräsenz am Flughafen in Colombo. Auch auf dem ca. 1,5-stündigen Flug von Colombo nach Male gibt es eine Kleinigkeit zu Essen (Sandwich) und etwas zu trinken. Zusätzlich erhält man mit zusätzlich Sauerstoff versehenes Wasser zum Mitnehmen. Leider sieht man auf dieser Flugstrecke fast keine maledivischen Inseln von oben, was ich sehr schade fand.

In Male angekommen geht es zunächst durch die Passkontrolle. Danach wurde man, wie gewohnt, in der Eingangshalle von Mitarbeitern der Reiseveranstalter erwartet. Die Eingangshalle wurde neu gestaltet; die Gepäckannahme für die Weiterreise mit dem Wasserflugzeug befindet sich jetzt ebenfalls hier. Nachdem das Gepäck gewogen ist (Achtung: 30 kg Gepäckmaximum – darüber kostet jedes kg 2 US$ Aufschlag!), geht es gleich mit den Minibussen, die direkt hinter der Eingangshalle parken, in ca. 5 Minuten weiter zum neuen Wasserflugzeughafen (man fährt jetzt außen herum und nicht mehr quer über das Landefeld). Dieser bietet einen offenen, mit Sandboden ausgestatteten Wartebereich. Die verschiedenen Flugverbindungen werden auf LCD-Displays angezeigt und zusätzlich in Englisch und Maledivisch angesagt. Nach einer kurze Wartezeit (ca. 30 Minuten) ging es mit dem Wasserflugzeug (rot-weiß / Maledivian Air Taxi) weiter zur Insel Filitheyo. Was ich ein wenig schade fand, ist die Tatsache, dass keine Ohrstöpsel mehr verteilt werden.

Ankunft auf der Insel
Nach ca. 50 Minuten Flug und einem Zwischenstopp auf (Hilton?) erreichte das Wasserflugzeug die kleine Holzplattform vor Filitheyo. Leider existiert das Schild „Filitheyo Airport“ dort nicht mehr – wie schade, dass hätte ich sehr witzig gefunden. Hier wurde man von der schweizerischen Reiseleitung per Speedboot abgeholt und in ca. 5 Minuten zur Insel gebracht. Schon bei der Anfahrt fallen die ungewöhnlich vielen Palmen (lt. Inselführer über 2750 Stück) auf. Das kristallklare Wasser, die Ruhe, die leuchtenden Farben und die vielen Palmen vermitteln gleich zu Beginn einen wunderschönen Eindruck von der Insel. Und dieser täuscht nicht! Die schweizerische Reiseleitung hat dann zunächst die Bungalows zugeteilt (juchhu – meinem Wunsch, ein Bungalow im 80-er Bereich zu erhalten, wurde entsprochen) und eine kurze Übersicht über die Insel gegeben. Das Gepäck wurde dann, wie gewohnt, von den Kofferträgern aufs Zimmer gebracht. Hier bitte das Trinkgeld (1-3 $ pro Person) nicht vergessen!

Insel
Die 4,5 *-Insel liegt im Nord Nilandhe Atoll und ist für maledivische Verhältnisse relativ groß (~ 800 x 500 m), dicht bewachsen, sauber (es wird ständig gekehrt – nur der Strand wird dabei ab und zu vergessen) und eine (fast) reine Barfußinsel. Warum nur „fast“? Die Wege im Inselinneren sind betoniert, mit Sand bedeckt und „nur“ ca. alle 20 Meter von einer kleinen Lampe beleuchtet. Wenn es viel regnet, wird der Sand von den Böden weggespült; die Wege sind nicht optimal beleuchtet (dafür gibt es aber in jedem Bungalow eine Taschenlampe). Man sollte also nach einem Regenguss bzw. im Dunkeln darauf achten, wo man hintritt. Vor allem auch deshalb, da es auf dieser Insel auf allen Wegen und am Strand vor Einsiedlerkrebsen nur so wimmelt und man möchte ja nicht aus Versehen auf einen dieser quirligen Inselbewohner treten.

Im Süden der Insel liegen der Anlegesteg und die Deluxebungalows (Bungalow 1 – 22); der Strand ist hier deutlich breiter, flach abfallend, es ist windstill (Vorsicht Mücken) und daher sehr ruhig. An diesem Strandabschnitt gibt es aber kaum Schatten spendende Palmen direkt am Strand – es existieren vor den Bungalows nur ein paar wenige Sträucher und jedes Bungalow hat seinen fest (!) installierten Sonnenschirm. Dafür befindet sich auf dieser Seite die geschützte Lagune.

An der Südwestspitze der Insel liegt die Sunsetbar inklusive einem kleinen Süsswasserpool. Von hier aus gelangt man über einen Steg zu den in einem Halbkreis über der Lagune gebauten Wasserbungalows mit den Nummern 23-38. Als sehr positiv empfand ich die Tatsache, dass auf dem Steg alle paar Meter ein Behältnis mit Wasser zum Abkühlen der Füße stand. Hinter der Sunsetbar liegt der Volleyballplatz.

Im Norden der Insel liegen die Superiorbungalows (Nr. 39 - ~ 100); der Strand ist auf dieser Seite ebenfalls flach abfallend, aber nicht ganz so breit: ca. 10-15 m im nord-westlichen-Bereich und verschmälert sich auf 5-10 m zur Nord-Ost-Spitze hin; ab ca. Bungalow Nr. 45 gibt es eine ganz kleine (wenige cm messende) Abbruchkante, in dessen Bereich die Wurzeln der Palmen hervorschauen. Dies stört aber wirklich nicht. Apropos Palmen: hier stehen alle paar Meter schräge Palmen am Strand, unter denen man wunderbar sitzen kann. Aber Vorsicht: meistens hängen noch Kokosnüsse dran ;-). Da dies die windige Seite ist (der Wind trifft schräg von Nordost auf die Insel), gibt es hier eine leichte Brandung; daher ist es auch nicht so ruhig, wie man es sonst gewöhnt ist. Der Wind war zu meinem Reisezeitraum so heftig, dass es selbst mit T-Shirt und Handtuch zum Teil zu kühl war, um am Strand an der Wasserkante zu sitzen! Ich habe mir deshalb auch gleich mal einen ordentlichen Schnupfen geholt. Am Anfang meines Urlaubs war es für mich richtig schwierig zu unterscheiden, ob das Rauschen vor dem Bungalow vom Wind oder vom Regen kommt (zum Wetter im Dezember steht weiter unten noch etwas).

Die Insel ist im Osten komplett von einer Steinmauer umgeben, da hier der Wind und der Indische Ozean direkt auf die Insel prallen. Hier herrscht auch absolutes Badeverbot, was jedem einleuchten dürfte! Die Insel kann in diesem Bereich nur im Inselinneren umrundet werden.
Vom Anlegesteg im Süden gelangt man direkt zum Rezeptionsbereich. Wendet man sich von dort nach rechts erreicht man nach wenigen Metern die „Inselklinik“, den Souvenirshop, den Juwelier, die klimatisierte Bibliothek (brr ist das kalt hier), die Mainbar, das Mainrestaurant, das Wassersportcenter und die Tauchschule. Links vom Anlegesteg liegt, leider ohne Meerblick, das Spa. Hinter der Rezeption zweigen einige wenige, gut beschilderte Wege zu den Bungalows ab. Ich fand es wunderschön, die ca. 300 m lange „Palmenallee“ zu meinem Bungalow Nr. 83 auf der Nordseite entlang zuschlendern. Tagsüber brechen sich die Sonnenstrahlen in den Palmenkronen und nachts glitzern die Sterne durch das dichte Blätterwerk, Einfach traumhaft.
Die Insel war zu meinem Reisezeitraum im Dezember bezüglich der Deluxe- und Wasserbungalows ausgebucht. Auf der Nordseite waren aber zahlreiche Superiorbungalows frei. Ein Bungalowtausch war hier problemlos möglich.

Probleme:
Mücken: Da es sehr viel geregnet hat, waren die Mücken eine regelrechte Plage. Auch das 2x Sprühen entlang der Wege im Inselinneren am Vor- und Nachmittag hat daran nicht viel geändert. Diese Prozedur ist schon von weitem zu hören (klingt wie ein sehr lauter Rasenmäher) und zu sehen (das Inselinnere verschwindet hinter dichtem, grau-weißen Rauch). Auch wenn immer wieder behauptet wird, dass die verwendeten Substanzen nicht gesundheitsschädlich sind, so bin ich davon nicht wirklich überzeugt. Auch die Verwendung von Mückenschutzmitteln war nur bedingt erfolgreich: Cactus Juice hat relativ gut geholfen; sobald man aber mal auf einer Hautstelle keinen Mückenschutz drauf hatte (besonders während oder kurz nach dem Duschen), war man gleich um 2-3 Mückenstiche reicher. Unter den Tischen in der Sunsetbar, der Mainbar und dem Mainrestaurant stehen daher auch kleine „Räuchertöpfe“.

Personalmanagement: Für das Fegen der Wege und des Strandes sind auf Filitheyo ausschließlich die Frauen zuständig. Soweit so gut. Dass sie diese Arbeit allerdings gebückt, mit einem Reisigbesen ohne Stiel erledigen müssen, finde ich beschämend. Dies habe ich auch im Evaluationsbogen angegeben.
Strandreinigung: Die Insel wird entlang der Wege im Inselinneren gehegt und gepflegt. Zivilisationsmüll am Strand und im ufernahen Bereich wird dagegen oft tagelang nicht entfernt.

All inklusive: Im AI sind keine Cocktails und keine Wasserflaschen, sondern nur Tischgetränke enthalten. Auch dies entspricht nicht dem Standard anderen, vergleichbarer Inseln.

Bungalows
Es gibt Superior-, Deluxe- und Wasserbungalows.
Die Superior- und Deluxezimmer haben die gleiche Ausstattung. Einzigster Unterschied: Die Deluxezimmer sind Einzelbungalows – die Superiorzimmer Doppelbungalows.
Beide Bungalowkategorien verfügen über fließend warmes und kaltes Wasser, eine stufenlos verstellbare Klimaanlage und einen Deckenventilator (welcher zu meiner Freude nicht über dem Bett, sondern etwas versetzt an der Decke hängt); das halboffenes Badezimmer verfügt über einen Open-Air-Dusche, Waschbecken, Fön (in Bungalow 83 ausschließlich im Bad!), 2 Ablagemöglichkeiten für nasse Sachen, 2 Regenschirme und den Kleiderschrank (dies ist nicht optimal, da die Kleidung durch das tropische Klima immer klamm ist) inkl. Minibar und Kühlschrank. Duschgel, Seife, Duschkappen und Nähmaterial wird ebenfalls gestellt. Hoteleigene Bademäntel gibt es nicht. Die Handtücher werden täglich gewechselt. Das Bad verfügt zusätzlich über einen Seiteneingang. Dies ist sehr praktisch, da man, wenn man aus dem Wasser kommt, direkt ins Bad gehen kann und nicht mit den nassen Sachen durch das Bungalow laufen muss. Der Wohn- und Schlafraum ist bedingt durch die Möbel und die Vegetation vor dem Bungalow relativ dunkel; man kann zusätzlich Holzschalusien auf- und zuziehen. Er enthält ein Doppelbett (inkl. Moskitonetz) sowie ein Einzelbett, 2 Tische und mehrere Stühle. Ein Wasserkocher steht ebenfalls bereit; eine Taschenlampe hängt neben dem Spiegel. Tee, Kaffee, Zucker und Kaffeeweißer stehen oberhalb der Minibar kostenlos zur Verfügung. Ein Adapter für Elektrogeräte befindet sich im Bungalow. Da es aber nur 1 freie Steckdose gibt, empfiehlt sich die Mitnahme einer Mehrfachsteckdose. Auf der Terrasse befindet sich ein Tisch und 2 Holzstühle. Es gibt keine Möglichkeit, etwas aufzuhängen. Hier liegen bei Ankunft auch die Auflagen für die Liegestühle. Zu jedem Bungalow gehören 2 unnummerierte schwere Holzliegen, die normalerweise direkt vor dem Bungalow stehen und zumindest auf der Nordseite vom Roomboy abends wegen Ebbe und Flut immer wieder zurück vor das Bungalow gestellt werden. Vor der Terrasse steht ein fest installierter Behälter mit klarem Wasser und einer Schöpfkelle. So kann man sich die Füße abspülen, bevor man in das Bungalow geht.
Die Bungalows im Bereich der Nordostspitze (Bungalownummern > 100) liegen zurückversetzt im Inselinneren (ohne Strand und Meerblick) und werden nicht (!) an Touristen vermietet.
Tip: Wenn mal kurzfristig der Strom ausfällt, dann liegt es meist daran, dass eine Sicherung rausgeflogen ist (Vorsicht: auch der Safe im Zimmer ist dann betroffen!); guckt dann einfach mal um die Ecke Eures Bungalows: an der Hauswand unter der Dachkante befindet sich der Sicherungskasten…! Natürlich kann man auch zur Rezeption gehen und dort Bescheid sagen – das Problem wird innerhalb von Minuten gelöst.
Nachdem ich an der Rezeption nachgefragt hatte, durfte ich ein Wasserbungalow besichtigen. Danach war klar: auf dieser Insel lohnt sich der Aufpreis (110 US$ pro Tag !!!) auf gar keinen Fall! Die Wasserbungalows haben bis auf ein Jacuzzi dieselbe Ausstattung wie alle anderen Bungalows auf der Insel. Wenn man zur Eingangstüre herein kommt, befindet sich gleich links das geschlossene (!) Badezimmer mit Jacuzzi. Geht man den kurzen Gang weiter, gelangt man in den Wohn- und Schlafraum, welcher baugleich mit den anderen Bungalows ist. Durch die fehlende Vegetation ist es hier natürlich heller. An diesen Bereich schließt sich eine fast vollständig offene Terrasse an; es gibt fast keinen baulichen Sonnenschutz (nur der Übergang vom Wohnraum zur Terrasse ist auf ca. 1 Meter überdacht; hier steht eine Hollywoodschaukel), keinen Sonnenschirm und vor allem freie Sicht auf Nachbars Terrasse, welche ca. 10m entfernt ist. Einzigster Lichtblick: Vom Bungalow führt eine kleine Treppe direkt ins Wasser. Da kann jetzt jeder selber entscheiden, ob er so etwas möchte oder nicht.

Hausriff
Das Hausriff ist entlang der Nordseite zwischen den Exits 4-8 sehr interessant und trotz der Tatsache, dass es auf der windigen Seite liegt, relativ strömungsarm. Am besten man steigt bei Exit 4 (Nähe der Sunsetbar) ein und lässt sich gemütlich in Richtung Exit 8 (kurz vor der Nord-Ost-Spitze) treiben. Die Exits sind am Strand mit ihrer Nummer gekennzeichnet; unter Wasser deuten große Bojen auf den jeweiligen Ausgang hin. Es gibt es zahlreiche bunte Korallen, große Fischschwärme und so ziemlich alle Fische, die man normalerweise auf den Malediven sieht. Am interessantesten ist der etwas strömungsintensivere Bereich zwischen den Exits 6-8 (hier herrscht oft Strömungswarnung laut Rezeption! Ich empfand es aber nie als gefährlich). Hier habe ich sogar freischwimmende Rotfeuerfische, Kugelfische und riesige Muränen gesehen. Die Rochen findet man allerdings meistens in der Nähe der Wasserbungalows (oft neben dem Steg zu den Wasserbungalows in Ufernähe) oder sie schwimmen einem auf der Nordseite an der Wasserkante vor der Nase rum). Was ich leider nicht gesehen habe, waren Schildkröten und Riffhaie.
Die Exits 1-3 liegen auf der Südseite der Insel im Bereich der windstillen Lagune. Hier gibt es so gut wie keine Korallen und auch fast keine Fische zu sehen. Noch ein Grund mehr, kein Wasserbungalow zu buchen. Von dort kann man zwar direkt ins Wasser, aber dies ist der Bereich zwischen Exit 2 und 3; und hier gibt es einfach keinen Grund zu schnorcheln.
Noch ein Wort zu toten Fischen: auch auf Filitheyo wurden innerhalb der ersten drei Tage meiner Reise an der Nordseite der Insel vereinzelt (!) kleine tote Fische angeschwemmt. Mehr als ca. 10 tote Fische habe ich aber nie gesehen und es handelte sich auch nie um „große“ Fische.

Essen:
Das Essen wird im Mainrestaurant (rechts neben der Rezeption) serviert. Es ist offen gestaltet, hat einen Holzboden und ist in vier 5-eckige (oder waren es 6-eckige?) Bereiche aufgeteilt; drei davon dienen den Gästen als Sitzbereiche. Jeder Gast erhält seinen eigenen Tisch, welcher die Nummer seines Bungalows trägt. Der 4. Bereich ist das Restaurant an sich; hier wird Frühstück-, Mittag- und Abendessen in Buffetform angeboten. Das Essen ist sagenhaft! Immer sehr vielfältig, frisch, sehr lecker und ausreichend heiß.
Frühstück: Frisch gebackenes (dunkles) Brot, Toastbrot, selbst gemachte verschiedene Marmeladen, 2 verschiedene Fruchtsäfte, Milch, Joghurt, Müsli, Pancakes, frisch gebackene Waffeln, englisches Frühstück, Eier in sämtlichen Varianten, Currys, frischer Obstsalat, Getränke nach Wahl inkl. Tee und Kaffee.
Mittag- und Abendessen: Frisch gebackenes (dunkles Brot), diverse andere Brotspezialitäten, Suppe, großes Salatbuffet (Abends oft mit Salat „Specials“, die frisch zubereitet werden), Pizza, Sushi (1 Sorte – aber jeden Tag eine andere; nur Abends) und Sashimi, 3-4 verschiedene Currys, zahlreiche verschiedene Gerichte, viel Gemüse, Nudeln (mit vielen Variationsmöglichkeiten, wie z.B. Antipasti, verschiedenen Saucen, gebraten in Olivenöl etc.), Reis, Tandoori, verschiedene frische tropische Obstsorten, frischer Obstsalat, selbstgemachtes Eis (göttlich!), Süßspeisenbuffet etc.
Auf Filitheyo kann man wirklich, wie in den anderen Reiseberichten angegeben, bedenkenlos alles essen (auch ungekochte Speisen wie Salate, Sushi und Eis), sowie Getränke mit Eiswürfeln und Leitungswasser konsumieren (was man ja normalerweise in den Tropen tunlichst vermeiden sollte). Ich bin sehr sehr empfindlich, was dies angeht; ich hatte aber überhaupt keine Probleme! Das Wasser habe ich zwar zur Sicherheit abgekocht und dann aber entweder gekühlt getrunken oder zum Tee machen hergenommen. Man braucht sich wirklich nicht die großen 1,5 Liter Wasserflaschen kaufen. Einzigster Nachteil: das Wasser ist entsalzt und enthält daher nicht mehr so viel Minderalstoffe.

Bars:
Die Sunsetbar inklusive kleinem Süßwasserpool liegt, wie bereits erwähnt, an der Süd-West-Spitze der Insel. Sie ist offen gestaltet (ein innerer Teil plus eine Terrasse), hat Sandboden und wunderschöne Holzmöbel. Bei Regen und Sturm können durchsichtige Plastikplanen an allen Seiten heruntergelassen werden. In der Sunsetbar werden (wie überall auf der Insel) alle Getränke nur im Glas ausgegeben. Nachmittags gibt es dort für AI-Gäste einen kleinen Snack (z.B. frittierte Speisen, Pommes Frites etc.). Wie in allen anderen Bereichen auch, müssen konsumierte Getränke oder Essen gegengezeichnet werden (auch bei AI). Bei AI-Gästen steht dann auf der Rechnung 0 US$.
Die Mainbar befindet sich im Inselinneren zwischen Rezeption und Mainrestaurant. Auch sie ist offen gestaltet und hat Sandboden. Beide Bars haben geöffnet, bis der letzte Gast gegangen ist.

Tierisches
Auf Filitheyo gibt es Unmengen von Einsiedlerkrebsen, mehrere Reiher, Flughunde, Geckos und Schönechsen, mehrere Katzen (die leider sehr scheu sind), Ameisen, einige wenige Kakerlaken und zahlreiche Mücken (zumindest im Dezember).

Wetter
Ich hatte im Dezember eher Pech mit dem Wetter; an 2 (von 7) Tagen hintereinander hat es fast durchgehend stark gestürmt und geregnet – so eine richtig nette, kleine Unwetterfront (Zeit zum Postkartenschreiben ;-) ). Der Rest der Tage war es meist bewölkt – gegen Abend gab es jeden Tag ein Gewitter. Die Reiseleitung meinte, wir hätten richtig „Glück“ mit dem Wetter, da es davor 2 Wochen am Stück durchgeregnet hat. Ich für meinen Teil habe mich daher entschieden, dass diese Reisezeit den Aufpreis nicht wert ist und werde in Zukunft lieber wieder in der etwas günstigeren „Regenzeit“ auf die Malediven fahren.

Sonstiges
Es gibt natürlich eine Tauchschule (die sehr gut sein soll – ich kann es nicht beurteilen, da ich nicht tauche), eine kleine Bibliothek (mit deutschen, englischen, italienischen und japanischen Büchern), einen „Wassersportcenter“, den irgendwie nie jemand genutzt hat, ein Spa (welches wirklich gut ist), einen Inselshop, einen Juwelier und die „Inselklinik“. Hierbei handelt es sich um einen kleines Behandlungszimmer; ein maledivischer Arzt befindet sich rund um die Uhr auf der Insel und ist zu den Öffnungszeiten direkt in der „Klinik“ oder außerhalb dieser Zeiten über die Rezeption erreichbar.
Handynetz: Zumindest das D1-Netz funktioniert gut.

Email der Insel: fili@aaa.com.mv

Inselplan: gibt’s auf www.wernerlau.de - von dort dann weiter mit "maldives-filitheyo-die insel (oberer rand)-insel-plan".
HP versus AI: AI lohnt sich nicht wirklich (außer man kann nicht genug von dem guten Essen bekommen ;-) ). Wenn man überwiegend Leitungswasser und nur ab und zu einen Cocktail, Wein, Tee oder Kaffee trinkt, ist es echt rausgeschmissenes Geld. Die guten Cocktails, Milchshakes etc. sind sowieso alle nicht im AI drin.

Fazit
Wer eine typische (wenn auch relativ große) Malediveninsel mit flach abfallenden Sandstränden, Palmen und Ruhe sowie ein gutes (strömungsarmes) Hausriff, relativ schöne, landestypische Bungalows, etwas Luxus und maledivische Küche sucht, ist hier genau richtig.

Info
Meine gesammelten Bilder zur Insel gebe ich ans Forum weiter. Wer sich also die Insel mal näher anschauen möchte, der muss nur in nächster Zeit mal wieder auf www.malediven.net -> Bilder gucken. Bei Fragen erreicht Ihr mich über die Malediven-Community (Username: Angelika)

 


 

Reisebericht Filitheyo 15.11.2007 – 29.11.2007

Wir hatten Filitheyo nach gründlichem Studium von Berichten in Taucherzeitschriften, wir sind beide Taucher, und im Tauchernet online über das Portal von Thomas Cook gebucht. Dort wurde uns gleich für den Abflug aus Hamburg der Flug mit Emirates angeboten. Da wir 15 Autominuten vom Flughafen entfernt wohnen, gibt es eigentlich kaum eine Alternative. Mit der Bahn sechs Stunden nach Frankfurt und dann in die Sardinenbüchse von Condor: Nein danke. Auch der Preis spricht für Emirates. Vier Wochen nach Buchung Ende Juli habe ich einmal die Preise für einen Hin- und Rückflug verglichen: LTU kostete EUR 450,00 und Condor EUR 500,00 mehr!!

Der Flug von Hamburg über Dubai nach Male mit Emirates verlief problemlos. Das Platzangebot und der Service ist gut. Besonders gut hat uns das Entertainmentsystem gefallen; so war man nicht auf die unerträglichen Gemeinschaftsvideos a la Condor/LTU angewiesen. Deren Mr. Bean Klamotten kennen wir schon zur Genüge. Die freie Film- und Musikwahl; riesige Auswahl von LPs der Popgeschichte; ließ die Zeit gut vergehen.

In Male gelandet und nach Einreiseprozedur wurden wir sofort zum MAT-Terminal gefahren, nicht ohne unser Gepäck bis zum kleinsten Teil zu wiegen = USD 32,00. Nach einer halben Stunde wurde unser Flug aufgerufen und es ging sofort los. Nach Zwischenstop bei Lily Beach kamen wir dann endlich auf Filitheyo an. Dort erwartete uns ein kühles Getränk zur kurzen Begrüßung. Danach Zuweisung der Bungalows. Wir hatten drei Wochen vor Abreise eine Email mit der Bitte geschickt, uns einen Bungi zwischen 60 und 90 zu geben. Mit Bungi 90 wurde uns der Wunsch erfüllt. Der Strand war genügend breit und vor dem Bungi waren schattenspendende Palmen und Bäume für den geruhsamen Aufenthalt zur Mittagszeit zwischen den Tauchgängen. Am Strand war es einfach zum Liegen zu heiß, so daß wir zwischen den Tauchgängen den Schatten auf der „Dschungelinsel“ genossen.

Zu den Bungis brauchen wir nicht mehr viel sagen, diese sind ja schon mehrfach ausführlich beschrieben worden. Im Innenraum sind sie etwas dunkel, aber das liegt eben auch daran, daß diese fast alle schon im „Dschungel“ liegen. Da wir uns aber tagsüber nie darin aufgehalten haben, war es uns auch egal. Die offene Dusche fanden wir einfach genial. Zur Hellhörigkeit können wir nichts sagen, da in der ersten Woche die Nachbarhälfte nicht belegt war und in der zweiten Wochen wohnte dort ein französisches Paar von denen wir nichts gehört haben.

Einen Wasserbungi würden wir nicht wählen. Die stehen wirklich dicht an dicht und barfuß kommt man ohne Verbrennungen nicht über den Steg. Auch haben diese keine offene Dusche; und das ist doch das Highlight. Die zwei Wochen haben wir keine Schuhe getragen, unverständlich, daß viele auf einer solchen Insel sich nicht von ihren Schlappen trennen konnten. Für den reinen Badeurlaub ist die Insel nicht sehr empfehlenswert, weil die Korallen bis in den Strandbereich ragen und somit ein richtiges Schwimmen fast unmöglich ist. Aber uns kam es darauf nicht wirklich an; wir sind ja Taucher. Und somit geht´s jetzt zur Tauchbasis:

Die Tauchbasis wird von der Firma Werner Lau betrieben. Sofort nach Betreten der Basis nahm sich der japanische Tauchlehrer Koze uns an. Er sah sich unsere Brevets und Logbücher an und bestellte uns für den nächsten Morgen zum sogenannten Checkdive. Diesen führte dann der zukünftige Basismitleiter Robin sachkundig am Einstieg 1 durch. Maske ausblasen und Tarierkontrolle fand dann während des rund einstündigen Tauchganges zwischendurch statt. Wer wollte konnte dann zum Einstieg Nr. 3 weitertauchen. Das Hausriff ist sehr schön und Begegnungen mit Napoleons, Stachelrochen, Schildkröten sind fast immer gegeben. Wir haben uns immer sehr viel Zeit gelassen und dadurch so manchen Steinfisch und die Langusten in einer kleinen Höhle sehen können. Meist haben wir in Einstieg 4 angefangen, das Gerödel wird mit dem Handwagen zum gewünschten Einstieg gebracht. Je nach Strömung, die war teilweise stark, sind wir nach Einstieg 3 oder nach Einstieg 6 oder 7 getaucht. Von 4 nach 3 kann man sich nicht soviel Zeit lassen, das Riff führt im großen Bogen an den Wasserbungalows vorbei. Auf der halben Strecke ist eine Markierung mit einem Seil zu sehen. Das erste Mal haben wir die Hälfte erst nach 60 Minuten erreicht und so durften wir an der Riffkannte an der Oberfläche zum nächsten Einstieg paddeln. Das kommt davon, wenn man wie wir, an Riffen sehr gerne bummelt. Der Taucheralltag sah dann so aus: Morgens Hausrifftauchen und nachmittags sind wir mit dem Dhoni die außerhalb gelegenen Tauchplätze angelaufen. „The Cathedral“ und „King´s Corner“ sind sehr sehenswerte Tauchplätze mit wenig oder gar keiner Strömung. Andere wie „Lighthouse Channel“ verlangen durch starke Strömung einiges ab. Leider war während des gesamten Aufenthaltes die Sicht durch Plankton eingetrübt und somit ist sicherlich so mancher Großfisch nicht gesehen worden. Während der Dhonifahrten konnten wir mehrmals springende Marlins beobachten, leider nicht unter Wasser, das wäre das Highlight gewesen.
Zu Beginn unseres Aufenthaltes wurden morgens und nachmittags jeweils drei verschiedene Dhoniausfahrten mit unterschiedlichen Tauchanforderungen angeboten. In der zweiten Woche nahm das Angebot aufgrund der geringen Nachfrage bis auf jeweils ein Boot ab, weil unter den dann angekommenen Gästen, meist Engländer, wenig Taucher waren. Für Deutschland ist Ende November wohl keine Urlaubszeit mehr; die Deutschen stellen den Großteil der Taucher. Insgesamt machte die Tauchbasis einen sehr professionell geführten Eindruck. Auf jeder Bootsfahrt wurde vor dem Tauchgang ein ausführliches Briefing und ein Strömungscheck gemacht.

Das Wetter, ja ja. Wir hatten fast die gesamte Zeit sonniges Wetter. Nur einmal nachts und einmal am Ende des Urlaubs am Nachmittag hat es einen kräftigen Schauer gegeben. Im Vorjahr sah das ja ganz anders aus. Gut daß wir nicht wie ursprünglich geplant zum gleichen Zeitraum im Vorjahr angereist waren.

Und jetzt zu den Mücken: Es gab so gut wie gar keine. Ich durfte mich während der gesamten Zeit über zwei Stiche beklagen. Ob die tägliche Einnebelung gesundheitsgefährdend ist? Ich weiß es nicht und es stinkt ziemlich.

Die Rückreise mit Emirates war ziemlich anstrengend aufgrund der langen Wartezeit auf Hulule. Nachdem wir dann endlich im Flieger saßen, konnten wir wieder den Komfort genießen und daran denken, welche Strapazen die Direktflieger mit Condor/LTU erleiden dürfen. Aber wir würden es wieder so machen, falls der Wunsch nach den Malediven aufkommen sollte. Das sogenannte Maledivenfieber hat uns aber nicht gepackt. Uns hat es sehr gut gefallen, aber es gibt ja noch so viele Ziele und für einen Taucher ist das Rote Meer einfach näher dran und unter Wasser ebenso schön. Allerdings, das Inselfeeling und das grüne, dschungelähnliche Inselinnere sind kaum zu toppen.

Falls jemand noch Fragen hat und weitere Informationen braucht, eine Email an lutz.winkler at winkler-hhschnelsen.de ist herzlich willkommen.


 


 

Reisebericht Filitheyo 24.09. – 07.10.2007

Da hier schon länger nicht mehr über Fili berichtet wurde, habe ich mich entschlossen, mal wieder einen sehr ausführlichen Bericht zu schreiben. Für alle die es eilig haben, können gleich ganz unten zu den Tipps und zum Fazit springen.

Vorwort:
Wir (2 Pärchen aus BW – mittlerweile alle Taucher) haben bereits schon einen gemeinsamen Urlaub auf den Maldiven hinter uns (Lily Beach 2001). Diesmal fiel die Wahl nach wirklich seeeeeehr ausführlichen Recherchen u.a. auf dieser Seite und im Forum auf Filitheyo.
TIPP: Ich habe es nicht bereut mich vorab sehr gut zu informieren. Somit kannte ich die Insel bereits schon im Voraus und wusste was auf uns zu kommt. Sehr hilfreich ist das natürlich bei der Auswahl der Dinge, die man in den Koffer packt! Dazu aber unter ‚Tipps’ noch mehr!

Gebucht haben wir unsere 2 Wochen über DerTours. Dank unserem (übrigens sehr empfehlenswerten und flexiblen – Adresse geben wir gerne weiter!) Reisebüro haben wir sogar ein kleines Schnäppchen gemacht und konnten uns deshalb sogar AI erlauben und das zu einem sehr geringen Aufpreis. Geflogen sind wir mit Emirates über Dubai...

Anreise:
Mit dem Zug ging es 1 Stunde nach Stuttgart von dort flux umgestiegen in den Highspeed ICE der uns von Stuttgart nach München bringen soll. Na ja... ICE... bei manchen (langen) Streckenabschnitten wären wir mit dem Fahrrad wesentlich schneller gewesen. Aber Tauchgepäck passt ja nicht auf den Gepäckträger! ;-)
Nochmal umsteigen in München-Pasing und von dort aus mit der S-Bahn direkt zum Flughafen.
Da wir bereits im Internet einen Online-Check-In gemacht haben (ist bei Emirates recht komfortabel möglich) ging der Check-In recht schnell (Vorteil: Man muß nicht in die übliche lange Schlange anstehen, sondern kann sein Gepäck direkt an einem speziellen Schalter abgeben).

Flug von München nach Dubai verlief recht ruhig und das Platzangebot ist definitiv besser als bei vergleichbaren Direktfluggesellschaften (v.a. über LTU haben wir auf der Insel nichts Gutes gehört – ‚Sardinenbüchse’ war noch eine der freundlichen Umschreibungen). Auch das Essen und das Entertainmentangebot sind wirklich klasse!

Angekommen in Dubai haben wir uns erstmal über den riesigen Shoppingbereich hergemacht und sind ein wenig gebummelt. 3 Stunden Aufenthalt sollten es sein. Da aber Emirates wohl immer etwas zeitiger zum Check-In aufruft, waren es effektiv 1 Stunde. Den Rest verbrachten wir dann mit Passkontrolle (bei Ankunft) und unsinnigem rumsitzen am Gate.

Ab Dubai ging es mit einer noch größeren Maschine (mit noch besserem Entertainmentsystem weiter in Richtung Male). Leider kann man das Angebot kaum nutzen, da es sich um einen Nachtflug handelt und man irgendwie ständig am dösen ist (ich kann LEIDER im Flieger nicht richtig schlafen).

Angekommen in Male (und froh darüber daß die sehr kurz erscheinende Rollbahn gerade so zum abbremsen ausgereicht hat) ging’s nach der Passkontrolle gleich zum nächsten Check-In fürs Wasserflugzeug (Maledivian Air Taxi). Und wieder Koffer wiegen. Das angemeldete (und somit freie) Tauchgepäck interessiert allerdings nur Emirates – den Wasserfliegern ist das egal. D.h. alles über 20KG pro Gepäckstück muß bezahlt werden (Handgepäck wird auch gewogen – da sind 5KG frei!). Wir sind mit 12$ Übergepäck davon gekommen. Unser anderes Paar (mit ungefähr dem gleichen Übergewicht) mussten nichts bezahlen. Hier im Forum wurde ja bereits schon diskutiert, daß dort neben dem eigentlichen Gewicht des Gepäcks wohl auch die Nase des Besitzers eine Rolle spielt! Komisch – ich hatte bisher immer einen guten Eindruck von meinem Riechkolben! Was soll’s... schließlich sind wir im Urlaub und was sind schon 12$!

Auf das Wasserflugzeug mussten wir dann nochmal fast 2 Stunden warten (was jetzt schon langsam nervig war). Der Flug entschädigt allerdings für alles. Ich hatte bereits schon 2 mal das Vergnügen die Spiegeleier im wunderschönen türkisen Wasser aus der Luft zu bewundern! Da Fili eine der am weitesten von Male entfernten Resorts ist, hatten wir ca. 45 Minuten das Vergnügen. OK... im Wasserflugzeug brauchen wir uns über deutsche Sicherheitsstandards und Sitzabstände lieber nicht zu unterhalten. Dagegen ist die Sardinenbüchsen-LTU-Economy-Bestuhlung quasi First-Class. Ist also wirklich schrecklich eng, heiß und laut in den von barfüßigen Sunnyboys geflogenen Kisten. Wie gesagt aber dennoch WUNDERSCHÖN und bis jetzt ist glaub noch Keines vom Himmel gefallen!

Ankunft:
Die Landung auf Filitheyo-International-Airport war klasse, da der Pilot zur Begrüßung erstmal eine Runde um die Insel machte! Die Plattform ist relativ weit von der Insel entfernt aber schon beim Anflug war das Dhoni zu sehen, daß uns auf die Insel schipperte. Auf der Insel angekommen gab erstmal nen leckeren Drink und ein kühles Erfrischungstuch. Nach kurzer Einweisung bringt Dich der Kofferboy in den Bungi. Wie vorher von unserem Top-Reisebüro angegeben, bekamen wir genau einen der von uns gewünschten Hüttlein. Nr. 51 & 52

Unterkunft:
Die Zimmer sind zweckmäßig eingerichtet. ‚Abgewohnt’ würde ich die Einrichtung nicht bezeichnen aber neuwertig ist auch anders. Die Betten sind ok und der Rest interessierte uns eher weniger – wann ist man denn schon auf dem Zimmer?

Was man allerdings behaupten kann: Es ist ständig zu dunkel! Die Beleuchtung ist also sehr komisch angeordnet, so daß es noch düster ist auch wenn man alle Lichtschalter gedrückt hat! Steckdosen sind etwas Mangelware. An der Steckdose unter dem Tisch ist bereits ein Adapter installiert den man benutzen kann. Da wir eine 3-Fach-Steckdose eingepackt hatten, war das vollkommen ausreichend.

Die Stereoanlage haben wir nicht einmal eingeschaltet, da wir eigene MP-3-Player mit Hörbüchern dabei hatten (sehr zu empfehlen – Lesen ohne die Augen zu öffnen!).

Der Fernseher im Schrank wurde auch nur selten eingeschaltet, da er außer DW-TV (Deutsche Welle) nichts deutsches zu bieten hat. Dort konnten wir allerdings wenigstens erfahren, daß es erstmals einen Anschlag (Explosion) in Male gegeben hat... Na toll!

Es stellte sich allerdings danach heraus, daß es sich wohl nicht um einen Terroranschlag gehandelt hat...Weiter im Zimmer... Durch die hintere Türe betritt man das Bad/WC. Dort befindet sich der Kleiderschrank in dem auch die Minibar integriert ist. Ein Wasserkocher und jede Menge Tee, Nescafe und Zucker stehen dort auch rum. Ebenso ein Ständer auf dem man den Koffer ganz angenehm ablegen kann. Ein weiterer Ständer steht zum Trocknen der Kleidung bereit. Es gibt 2 Waschbecken, einen fest installierten Föhn (im Zimmer gab es noch einen zweiten, normalen Reiseföhn).

Die Toilette befindet sich in einem abgetrennten Bereich neben den Waschbecken. Das Highlight ist allerdings die Open-Air-Dusche! Das ist soooo schön während dem einseifen in den (meist) blauen Himmel zu schauen.
Duschgel, Schampoo, Seife, Kopfhaube, Wattepads usw. gab’s auch. Da wir da aber unseren eigenen Produkte bevorzugen, hatten wir Diese mitgebracht. Wem das Egal ist, kann sich das Zeug im Gepäck also auch sparen!
Super praktisch ist die Hintertüre! Über diese Türe kann man das Bad von außen betreten. Wir haben das eigentlich immer so gemacht, wenn wir vom Strand zurück gekommen sind.
Man muß dann mit den nassen Klamotten und den sandigen Füßen nicht erst durch das Zimmer, sondern kann gleich unter die Dusche hüpfen und die Handtücher und Badehosen gleich zum trocknen aufhängen.
Dennoch ist vor jeder Terrasse (Vordereingang) ein großer Tontopf mit einer Kelle (Kokosnußhälfte mit Stil), damit man sich den Sand von den Füßen spülen kann!
Den Begriff Barfußinsel kann man nämlich getrost ernst nehmen!
Klimaanlage und Deckenventilator ist ebenfalls vorhanden.

Es ist tatsächlich so, daß die Doppelbungis recht hellhörig sind! Wir hatten zudem noch einen Familienbungi, bei dem es eine Verbindungstüre zum Nachbarn gibt. Vielleicht erhöhte das die Hellhörigkeit auch noch. Es ist aber jetzt nicht so, daß man flüstern muß damit die Nachbarn nichts mitbekommen. Husten und Türe zuschlagen ist aber schon deutlich zu hören. Da aber zumeist die Klimaanlage und der Ventilator in Betrieb sind, ist es wirklich auszuhalten.

Für mich ist das also kein wirklicher Grund deshalb auf einen doch deutlich teureren Deluxe-Bungi auszuweichen, zumal meiner Meinung nach der Strand bei den Doppelbungis irgendwie netter ist und die Zugänge zum Hausriff wesentlich näher (wichtig für Schnorchler).
Wasserbungi kommt für uns auf Fili auf keinen Fall in Betracht. Die Leute haben sich auf dem langen Steg ständig die Füße verbrannt, es gibt anscheinend kein offenes Bad und die Terrasse beitet keinen Sichtschutz so daß sämtliche Nachbarn freien Einblick haben. Wenn man jetzt noch den Preis betrachtet erübrigt sich das meist! Man kann aber jederzeit ein upgrade buchen und das für ein paar Tage testen. Wegen dem Umzugsstress haben wir aber darauf verzichtet. Wir waren eh meist nur zum schlafen und mal eben umziehen auf dem Zimmer.

Strand:
Die ganzen Diskussionen über ‚guter Strand’, ‚schlechter Strand’ oder ‚gar kein Strand’ haben wir natürlich auch verfolgt und deshalb bereits einen Bungiabschnitt vorreservieren lassen.
Im Nachhinein war das alles doch nur halb so wild! Die Strandsituation bei den Doppelbungalows (Wasser- und Einzelbungis haben dieses ‚Problem’ nicht) hat sich meiner Meinung nach entspannt. Wir hatten über die 14 Tage auf der Nordseite einen durchgehenden relativ breiten Strand. Anders sieht das allerdings auf der Ostseite aus (ab ca. Bungi 110 und aufwärts). Da wird es Strandmäßig wirklich eng bzw. es ist keiner vorhanden! Eine super Karte der Insel gibt es übrigens auf der Webseite der Tauchbasis (www.wernerlau.com).

In den ganz hohen Bunginummern werden anscheinend eh keine Gäste eingebucht, da diese für die Manager und andere Mitarbeiter reserviert sind.

Ich würde mir im Vorfeld gar keine zu großen Gedanken um das Thema ‚Bungiwahl’ machen und einfach anreisen. Wenn man mit seiner Unterkunst absolut nicht zufrieden ist, gibt es die Möglichkeit zu wechseln. Ich kann mir vorstellen, daß das Team so ziemlich alles tut um da eine Lösung zu finden!

Den eigentlichen Sandstrand empfanden wir jetzt nicht mit Korallenschutt übersät, wie schon öfter berichtet. Ab und zu gab es mal ein Korallenstück und ein paar Muscheln aber ansonsten handelte es sich um feinen, typisch maledivischen weißen Sand.
Im Wasser selbst ist es allerdings wirklich so, daß es selten eine Badelagune aus reinem Sand gibt, sondern daß dort relativ dicht am Ufer die Korallen beginnen.
Uns Schnorchlern kam das ganz gelegen, da man im Prinzip direkt vor der Haustür sofort etwas zu sehen bekommt. Wer aber eher baden und planschen möchte, dem wird es da nicht ganz so doll gefallen.
Evtl. ist diese Situation vor den Einzelbungis etwas besser – haben wir uns aber nicht angeschaut.
Daß man ohne Badeschuhe nicht an den Strand kann, können wir nicht bestätigen und ist absoluter Quatsch (der Strand sowie alle Wege auf der Insel wird täglich ‚gefegt’)! Wer an der Nordseite allerdings dennoch baden und planschen möchte, fährt mit Badeschuhen (oder Taucher-Füßlingen) im Wasser vielleicht nicht schlecht.

Zu jedem Bungi gehören auch 2 Liegen, die meist direkt am Strand aufgebaut sind. Die passenden Polster-Auflagen findet man auf der Terrasse. Vor den Doppelbungis befindet sich (meist) ein kleines Buschwerk durch das man zum Strand kommt. Es ist (zumindest in den ersten Tagen) zu empfehlen, die Liegen etwas in die Büsche zu stellen – SONNENBRANDGEFAHR!
Vor den Bungis ohne Büschen sind dann Sonnenschirme installiert, so daß jeder ein schattiges Plätzchen ergattern sollte.

Insgesamt ist der Strand wunderschön und durch die Palmen, die teilweise ‚umgeknickt’ sind (also fast liegen), findet man alle paar Meter das typische Fototapeten-Trauminsel-Motiv!

Meer & Hausriff:
Wie bereits beschrieben, beginnen die Korallen unmittelbar im Wasser (ich berichte hier nur über die lange Nordseite vor den Doppelbungis!). Aus diesem Grund hatten wir bereits beim ersten Schnorchelgang eine Muräne (ja – im flachen Wasser, quasi am Strand) und eine Schildkröte vor der Maske!! Unglaublich – da geht man jahrelang tauchen und in Fili schwimmt einem die Schildkröte vor dem Liegestuhl entlang...
Ein paar Meter weiter beginnt sofort das Hausriff. Meiner Meinung nach eines der Schönsten, die ich je gesehen habe! Klar, man darf nicht die bunten, leuchtenden Korallen erwarten (das darf man auf den ganzen Malediven nicht!) aber dennoch gibt es eine unzählige Vielfalt an Korallen und v.a. Fischen. Wie bereits erwähnt, ist es dort keine Seltenheit auf eine Schildkröte (wir hatten 4 mal das Vergnügen), Muränen, Oktopusse usw. zu treffen. Auch viel Schwarmfisch und ein paar größere Fischlis (v.a. bei Strömung) sind keine Seltenheit.

Beim Schnorcheln und tauchen sollte man sich an den Riffeingängen orientieren, denn es kann schon manchmal recht ordentlich ‚blasen’ (Strömung). Wenn man es dann richtig anstellt (richtigen Eingang wählen, damit man sich lange mit der Strömung treiben lassen kann) macht das einen riesen Spaß und man kann viel sehen! Also, vorher kurz die Strömung checken und dann ab ins Vergnügen!

Betaucht sind wir das Hausriff nie, da wir immer mit den Tauchboten draußen waren und beim Schnorcheln wirklich sehr viel gesehen haben (mehr Überraschungen konnte es beim Tauchen auch nicht mehr geben). Nur beim ersten Tauchgang (Checkdive) waren wir an der Vorderseite der Hausriffs (Eingang1 bei der Tauchbasis) – das Riff empfand ich hier nicht als unbedingt sehenswert zumal man recht mühevoll und lange rausschwimmen muß um das Riff zu erreichen. Nett aber nichts Besonderes und nicht wirklich relaxed.

Die Insel:
Filitheyo ist eine relativ große Malediveninsel mit relativ vielen Betten. Dennoch merkt man das nicht. Trotz ausgebuchter Insel gibt es keine überfüllten Strände oder gar Handtuchreservierungen, kein Sitzplatzmangel an den Bars (mit Ausnahme beim Sonnenuntergang an der Sunsetbar – da wollen immer alle hin) und im Restaurant muß man auch selten länger anstehen.

Das Inselinnere ist sehr dicht bewachsen und Ursprünglich (Dschungel-Feeling). Es gibt sehr viele Kokospalmen (mich wundert, daß noch nie jemand eine Nuß auf den Schädel bekommen hat – dann ist der Urlaub glaub auch vorbei, denn die Palmen sind teilweise seeeeehr hoch). Die Wege werden täglich von Frauen gepflegt, die dort wirklich buckelnd mit viel zu kurzen Besen ihre Sisyphus-Arbeit erledigen. Die Frauen machen auch einen etwas unterdrückten Eindruck und gehen einem möglichst rechtzeitig aus dem weg. Dennoch sind sie sehr freundlich und lächeln immer wenn man ihnen doch mal begegnet. Na ja... über die dort herrschende Personalführung kann man sicherlich streiten...

Durch die Größe der Insel sind die Wege doch relativ lang und für Fußkranke und besonders Faule wäre dann ein Bungi in der Nähe vom Mainrestaurant vielleicht ganz empfehlenswert. Wir haben allerdings den kleinen Spaziergang vom und zum essen eigentlich immer genossen – v.a. Abends bzw. Nachts wenn ein wundervoller Sternenhimmel und der Mond durch die Palmwipfel leuchtet...

Im Hauptbereich findet man die Rezeption, den Arzt, das Fitnesstudio (ääääh ja... es soll ja Leute geben, die das wirklich nutzen! ;-) ), einen kleinen, teuren Souveniershop und einen Juwelier. Daneben befindet sich die Mainbar und die schöne, kleine Bibliothek in der es jede Menge Bücher und Zeitschriften in sämtlichen Sprachen gibt.
Dort steht auch ein PC mit dem man ins Internet kann. Dazu muß man sich an der Rezeption einen Zugang holen (15 Minuten für 10$ oder 30 Minuten für 15$) mit dem man sich dann einloggen kann. Aber Achtung: Der Zugang ist für unsere Verhältnisse nicht gerade der Schnellste und bei schlechtem Wetter (wenn man eigentlich mal Zeit hätte seine Mails abzurufen) funktioniert er teilweise gar nicht! Wer also nicht unbedingt (so wie wir) von seinen E-Mails abhängig ist, sollte darauf verzichten.

Wetter:
Ja... ein heikles Thema! Wer mal etwas im Forum liest, sollte auf Wetterfragen verzichten. Wir sind noch in der ‚Regenzeit’ gefahren obwohl man das wirklich nicht mehr voraussagen kann! Mann kann auch in der der vermeintlich sicheren Zeit fahren und 2 Wochen Pech haben! Fakt ist – es wird immer mal regnen. Wenn man glück hat nur mal kurz nachts. Wenn man Pech hat regnet es tagelang am Stück. Bei uns war es durchwachsen. Eine wunderschöne, sonnige erste Woche (mit kleinen Schauern in der Nacht) und in der zweiten Woche war es überwiegend bewölkt und regnerisch. Dennoch hat uns das teilweise trübe Wetter nicht den Urlaub versaut, da wir oft tauchen waren und es trotz Regens nicht kalt ist. Wer also sicheres Sonnenwetter möchte, sollte eher nach Ägypten o.ä. fahren – Regen ist auf den Malediven IMMER mal drin!

Mücken:
Evtl. lag es an der Jahreszeit oder auch am durchwachsenen Wetter – vielleicht an Beidem...
Wir hatten eine richtige Plage!
Diese Mistdinger sind so klein und lautlos, hinterlassen aber riesige, ewig juckende Pusteln auf der Haut!
Mich hat es besonders erwischt, wobei meine Frau nur 2 Stiche abbekommen hat. Bei mir half auch kein Autan, Anti-Brumm oder sonstige Salben. Selbst das Moskitonetz über dem Bett und vorheriges aussprühen des Raumes mit (bestimmt in D nicht zugelassenem) Insektenspray half absolut nichts! Ich mußte mit dem schrecklichen Juckreiz leben. Das hat wirklich genervt!

Auf der Insel wird zwar gegen die Plage vorgegangen (jeden Abend wird die Insel ‚ausgeräuchert’) aber die Plagegeister beeindruckt das wohl nicht. Zumal auch in der Nähe des Restaurant und v.a. bei der Tauchbasis nicht geräuchert werden darf (wegen der Kompressoren für die Luftflaschen). So scheinen sich die Moskitos schön zu verteilen und fühlen sich richtig wohl auf Fili!

Essen & Trinken:
Wie schon oft bzw. eigentlich immer berichtet, ein absolutes Highlight! Ich habe noch in keinem Urlaub so gut und abwechslungsreich gegessen! Gerichte in sämtlichen Geschmacksrichtungen und Schärfegrade (auf die doch recht gemischten Kulturen ausgelegt). Da ist wirklich für JEDEN etwas dabei. Vom rohen Fisch über Schweinshaxen (was mich in einem islamischen Land eher gewundert hat), tollen Currys und sensationelle Desserts! Selbst das Brot wird auf der Insel gebacken und ist sehr gut (also nicht nur latschiges Weißbrot wie bei manch anderen Resorts). Mir läuft das Wasser im Mund zusammen, wenn ich nur daran denke!

Also, vorher lieber ein Pfund abspecken – zunehmen ist auf Fili Pflicht! ;-)

Kleiderordnung:
Im Prinzip gibt es Keine! Man sollte einfach darauf achten, daß man nicht mit Badeklamotten oder gar ‚oben ohne’ (die Männer – für Frauen ist das generell TABU) zum Essen erscheint (da wird man tatsächlich freundlich des Restaurants verwiesen). Klar es gibt immer Leute, die meinen daß man sich zum (Abend-) Essen aufbrezeln muß aber das war eher die Ausnahme! Außerdem haben diejenigen das nur die ersten paar Abende betrieben und fühlten sich dann wohl selbst etwas overdressed und kamen dann ‚normal’ zum essen.

Und nochmal: Fili ist eine Barfußinsel! Also man kann auch getrost im Restaurant den Sand zwischen den Zehen spüren. Wir hatten nur das paar feste Schuhe dabei, das wir beim Flug an den Füßen hatten. Ansonsten reicht ein paar Badeschlappen bzw. FlipFlops (hab ich so gut wie nie benutzt).

AI oder HP:
Also wir hatten AI gebucht, weil es für uns kein all zu großer Aufpreis war. Im Nachhinein würden wir das aber auch bei einem etwas größeren Aufpreis buchen. Es ist einfach angenehm kaum nachzudenken, ob man was trinkt oder nicht. Wir haben auch fast immer das Mittagessen genutzt. Auf die angebotenen Snacks in der Sunsetbar haben wir, bis auf eine Ausnahme, verzichtet (war nichts Besonderes und wir waren eigentlich immer gut satt).

Nachteilig am AI-Angebot ist, daß es keinerlei Flaschen gibt. D.h. es gibt auch keine Flasche Wasser was mich als ‚Nachttrinker’ etwas angenervt hat. Mir ging es da nicht um die 2$ was eine 1,5l Wasserflasche kostet (ohne AI 5$), sondern wirklich um’s Prinzip. Für den AI-Aufpreis könnte man sich schon überlegen, wenigstens Wasserflaschen mit rein zu nehmen!

Spa:
Das Spa-Angebot haben wir 2x genutzt. Ich hatte 2 Rückenmassagen, die sehr zu empfehlen sind. Die Mädels geben sich wirklich große Mühe und die Behandlung ist sehr entspannend. Der Spa-Bereich selbst könnte allerdings etwas ‚netter’ gemacht sein. Im Vergleich zu anderen Resorts ist das Spa auf Fili in einem ganz normalen, etwas spartanisch eingerichtetem Doppelbungi einquartiert. Na ja... bei der entspannenden Behandlung hat man ja eh zumeist die Augen geschlossen! ;-)

Tauchbasis:
Wie hier schon mehrfach beschrieben ist das Team um Barbara wirklich klasse! Alle sind freundlich, sehr professionell und geben sich alle Mühe! Meine Frau hat ihren OWD auf Fili gemacht und auch das ist gut gelaufen. Wenn man etwas zu mäckern findet, dann ist es die Preisgestaltung (wofür aber die Leute auf Fili sicherlich nix können). Erstmal muß man quasi für jedes einzelne Teil das man sich leiht 5$ pro Tag zusätzlich zu den bereits relativ saftigen Tauchgangskosten bezahlen. Was bei vielen Tauchgängen schon die Überlegung offen läßt, ob man nicht doch sein Gerödel lieber auf die Insel mitschleppt. Das auch jeder einzelne Bootstripp zusätzlich mit 10$ zu Buche schlägt, hielten wir auch für eher ungewöhnlich. Ebenso, daß man für den Flaschenservice (Transport der Flaschen zum und vom Boot oder zum Hausriff) 50 Cent abdrücken muß, die dann den ‚Flaschenboys’ zu Gute kommen. Generell ist das ja OK und nicht die Welt aber mir wäre es lieber gewesen, die Jungs würden einfach ein etwas besseres Gehalt bekommen und ich hätte ihnen dann schon selbst mal ein paar Dollar Trinkgeld in die Hand gedrückt.

Die Tauchspots sind wirklich gut, für jeden Ausbildungsstand was dabei und auch die Bootstauchgänge wurden gut geführt und waren nie überfüllt oder sonst wie unangenehm! Auch spezielle Wünsche werden nach Möglichkeit berücksichtigt!

Alles in Allem also TOP. Es gibt zwar wesentlich billigere Tauchmöglichkeiten auf den Malediven aber es gibt auch Schlechtere!

Abreise / Rückflug:
Die Rückreise ging per Nachtflug. Unser Emirates-Flieger ging also um 2.45Uhr von Male nach Dubai. Leider ist es aber so, daß die Wasserflieger nach Male Nachts nicht fliegen, weshalb wir schon Nachmittags um ca. 16Uhr abgeholt wurden. Als wir gegen 17Uhr am Airport in Male angekommen sind, hatten wir also noch knapp 10 Stunden bis wir unseren Emirates-Flieger betreten durften! Da der Flughafen in Male nicht gerade eine große und unterhaltsame Partylocation darstellt, haben wir unser Gepäck am dort abgegeben und sind für 1$ mit dem Dhoni nach Male übergesetzt. Allerdings muß man dazu sagen, daß wir auch schon spannendere und schönere Hauptstädte gesehen haben und auch wirklich ziemlich von geschäftstüchtigen Ladenbesitzern nach bester Türkei-, Ägypten und Tunesienmanie belästigt wurden. So war es uns nicht ganz unrecht, daß man schon sehr früh am Flughafen einchecken muß. Die restlichen Stunden bis zum Flug haben wir dann also im Duty-Free-Bereich und mit dösen auf den Wartebänken verbracht. Nach dem 3-Stündigen Zwischenstopp in Dubai und der langsamen Zugfahrt von München nach Hause waren wir dann schließlich (vom Verlassen des Bungis auf Fili bis zum aufschließen der heimischen Haustüre) über 32 Stunden unterwegs!!! Das war eindeutig zu viel!!!

Auch nach den schrecklichen Berichten wie eng es in den LTU-Direktflügen zugeht, werden wir nächstes mal doch eher danach greifen oder vielleicht sogar den unverschämten Aufpreis für die Business-Class bezahlen.
Aber Nachtflug... NIE WIEDER!!!

Tipps:

- Jegliche Art von Handtüchern zu Hause lassen!  Es gibt täglich frische Dusch- und Handtücher sowie Badetücher für den Strand!

- Insektenspray (für die Haut) einpacken! Autan hat bei mir leider nicht geholfen. Im Forum gibt es einige Diskussionen was am Besten ist!

- Mehrfachsteckdose einpacken – Steckeradapter zu Hause lassen! Die Steckdosen im Zimmer sind sehr begrenzt und es gibt nur einen Adapter. Somit ist es am schlausten, wenn man an den vorhandenen Adapten einfach eine mitgebrachte Mehrfachsteckdose anschließt, so können sämtliche Ladegeräte und Netzteile problemlos betrieben werden!

- Achtung Gehörgangsentzündung! Neben Sonnenbrand die häufigste ‚Krankheit’! Nach dem baden/schnorcheln/tauchen SOFORT die Ohren mit sauberem Süßwasser ausspülen und trocknen! Für Emfindliche einfach ein paar Tropfen (Ehm’sche Lösung) mit einpacken und diese profilaktisch nehmen. Im Forum gibt es unzählige Diskussionen zu Ohrenproblemen!

- Leitungswasser ist trinkbar! Wir haben es zusätzlich nochmal im Wasserkocher abgekochet und dann in eine Flasche gefüllt.

- Föhn zu Hause lassen! Im Bad ist ein fest installierter, typischer Hotelfön. Im Zimmer gibt es zusätzlich einen normal, kleinen Reiseföhn!

- Schuhe zu Hause lassen! Fili ist eine Barfußinsel! Nicht mal beim Essen ist ‚Schuhpflicht’.

- An die Taucher: Wenn ihr viele Tauchgänge plant, lohnt es sich das eigene Equipment mitzuschleppen, da man für jedes ausgeliehene Teil bezahlen muß!

- Möglichst keinen Nachtflug (Emirates) buchen – es ist definitiv zu stressig und anstrengend und man möchte einfach nur nach Hause!!

Fazit:
Fili ist eine wunderschöne, relativ große Insel! Wir hatten einen SUPER Urlaub auch wenn das Wetter nicht die komplette Zeit mitgespielt hat. Zimmer sind ok und entsprechen dem normalen Standard. Doppelbungis sind etwas zu dunkel und relativ hellhörig. Das Essen ist ein absolutes Highlight und hat über die vielen Stechmücken hinweggetröstet. Das AI-Angebot ist ok, muß aber anhand des Aufpreises gut abgewogen werden, ob einem nicht vielleicht HP ausreicht. Hausriff ist absolut TOP. Der Strand ist wunderschön und auch bis zu den höheren Bungi-Nummern in Ordnung. Baden und Planschen im Meer ist durch die relativ hohe Korallendichte nur bedingt möglich – Badeschuhe oder Füßlinge empfehlenswert.

Da wir uns vorgenommen haben, niemals die gleiche Insel zweimal zu besuchen (es gibt ja soooo viele Alternativen), steht Fili nicht mehr auf unserer Liste, ist aber sicherlich immer eine Reise Wert - auch wenn es sicherlich andere evtl. auch ‚bessere’ Inseln in dieser Preisklasse gibt!

 


 

Filitheyo 19.02.2007 bis 6.03.2007

Gebucht bei Maldivian, von Düsseldorf nach Male per LTU. den Flug mit LTU hatte ich mir schlimmer vorgestellt, die 9 Stunden gingen relativ flott vorbei.

Auf der Insel angekommen kurze Begrüßung durch die Guest Relation, hmmm na ja, hätte man sich auch fast ersparen können. Aber wir entdecken sowieso die Insel lieber selbst.

Wir hatten Deluxe Bungalow gebucht, vorsichtshalber wegen *der Strandsituation*, und waren mit # 11 recht zufrieden. Aber der Unterschied Standard und Deluxe ist marginal, mal abgesehen vom Strand. Der Strand ist doch sehr mit Korallenschrott übersäht, speziell, wenn es ins Wasser geht ist erhöhte Aufmerksamkeit angebracht. Das Riff ist ansonsten in kurzer Entfernung erreichbar und bietet mit oft spontan aufwallender Strömung viel Spaß oder eine echte Herrausforderung, je nach Veranlagung.

Viele bunte Fischschwärme und sich regenerierende Korallen, je nach persönlicher Erfahrung zwischen : hmm ja ganz nett.... bis zu super cool.

Sehr empfehlenswert sind die mehrfach wöchentlich angebotenen Schnorchelausflüge, bei denen bestimmte, wirklich noch intakte Korallenriffe im Atoll angeschnorchelt werden. Dabei gibt es eine Menge zu sehen, Schildkröten, Haie usw...

Zu unserer Reisezeit sehr kompetent geleitet von Norbert aus Deutschland? Wir hatten einen Abend geführtes Nachtschnorcheln am Hausriff gebucht, ca. 25 USD pro Person, der Anfang war auch nett, mit 4 Personen und Schnorchelguide zum Strand gelaufen und nach Sonnenuntergang mit Taschenlampen zur Riffkante geschnorchelt. Hmm, leider haben 2 der 5 Taschenlampen innerhalb von 10 Minuten versagt, wegen mal wieder aufwallender Strömung wurde die Aktion dann abgeblasen, aber schließlich auch nicht berechnet. Wie auch immer, der ganz kurze Eindruck des Nachtschnorchelns war wirklich klasse, die Korallen leuchten in wunderschönen Farben, obwohl es noch nicht wirklich total dunkel war. Bei unserem nächsten Urlaub nehmen wir auf jeden Fall eigene Unterwassertaschenlampen mit.

Das Publikum angenehm aber auch überraschenderweise relativ gesetzt, ich hatte schon gedacht, mit 43 Jahren der alte Knacker zu sein, doch weit gefehlt. Aber eine wunderbar entspannte Atmosphäre, man kann seine kleinen Witzchen über japanische Touristen mit Sonnenschirm unter Palmen machen, politisch absolut unkorrekt, aber es macht Spaß!!

Als Verpflegung hatten wir Halbpension gebucht, muss jeder selbst wissen was er bevorzugt, aber wir hatten unserem Gefühl nach alles richtig gemacht. Ich mag ehrlich gesagt die asiatische Küche sehr gern. Und auf Filitheyo konnte ich morgens und abends nach Herzenslust Sushi und Sashimi essen, hmm ja ich stehe nicht so auf europäisches Frühstück. Ich denke für fast alle Geschmäcker ist etwas Gutes dabei. Und na klar, Haute Cuisine findet man dort nicht, aber ein recht gutes Niveau. Also eigentlich ist für alle etwas dabei. Das Essen wiederholt sich etwa jede Woche, so wie auf fast jeder maledivischen Insel. Abends ist es nach dem Essen sehr zu empfehlen in eine der beiden Bars zu gehen, entweder Main Bar mit wenig Ausblick oder eben Sunset Bar mit viel Ausblick.

Ich erinnere mich immer wieder gerne an einige wunderbare Abende in der Sunsetbar, wenn sich der Vollmond auf dem Meer spiegelte und man mit neu gefundenen Freunden zusammen saß und die Gedanken schweifen ließ. Wunderbar und durch nichts Anderes zu ersetzen.

Jetzt noch das übliche Geplänkel,
Nette Inselbibliothek mit internationalen Büchern ist vorhanden, zumindest in deutsch, englisch, französisch, italienisch und japanisch, eventuell noch mehr. Inselarzt ist vorhanden, habe ich aber nie gesehen oder benötigt.

Das *Personal*, also die netten maledivischen Inselbewohner sind total nett und zuvorkommend. Ich rege mich immer noch gelegentlich darüber auf, dass es irgendwelche touristische Schwachköpfe wagen, einen Kellner im Restaurant mangelnder Aufmerksamkeit zu beschuldigen und damit einen Aufruhr der gesamten Restauranthierarchie herbeizuführen....
Peinlich Peinlich...
Na ja, Idioten machen überall Urlaub.

Noch ganz kurz eine Anmerkung wegen der Strandsituation im Februar:
Ab Bungalow #60 aufwärts wird es eng mit dem Strand, ist zwar immer irgendwie okay, aber es gibt dort eben nicht den Traumstrand mit der coolen Palme, also beim Buchen eventuell mal vorsorgen....
Der Sand wandert im Laufe des Jahres von Norden nach Süden und umgekehrt.

Und noch eine Anmerkung zu Halbpension und All-Inclusive.
Der Preisunterschied pro Person zwischen AI und HP beträgt ca. 650 Euro für zwei Wochen pro Person. Wir hatten HP gebucht und nach Lust und Laune alles konsumiert, was wir wollten. Snack in der Sunset Bar Mittags, abends ein oder zwei Cocktails, oder eben eine Flasche Rotwein usw...Letztendlich haben wir nach zwei Wochen ca. 700 Euro bezahlt (für zwei Personen) und haben immer die wirklich leckeren Drinks bekommen....Also HP ist eventuell eine Überlegung wert...Sollte sich jeder aber selbst Gedanken machen deswegen....

Kurzes Resumee, es war nett, wir würden auch gerne wieder kommen, aber es gibt noch so viele andere Inseln zu entdecken. Auf jeden Fall, eine klare Empfehlung für Filitheyo

Stephan und Leonia

sfr007 at t-online.de


 

17.03.07 – 31.03.2007 Filitheyo

Wetter:
Wir können uns über den Sonnensegen nicht beklagen. In der ersten Nacht hat es heftig gestürmt. Das war’s dann aber auch schon. Es folgte die Ruhe/Sonne nach dem Sturm.

Über die gesamten zwei Wochen auf Filitheyo hat es nicht mehr geregnet. Teilweise war der Himmel etwas bedeckt. Auf einer solch grünen Insel muss es halt zwangsweise mal regnen damit die Vegetation auch entsprechend blüht.
Regensaison hin oder her, dass Glück gehört auch dazu.

Wasserflugzeug:
Dem Bericht von Helmut und Linda kann ich nicht entsprechen. Ankunft auf Male, Zollabfertigung, Gepäckabgabe, Transfer zur Wasserflugzeugstation. Hat bestens geklappt. Nach ca. 1 ¼ h konnten wir unser Wasserflugzeug besteigen (inkl. allem Gepäck).

Da sehr viele Gäste in Male ankamen, mussten wir wohl oder übel beim Wasserflugzeughafen etwas warten. Auf der Terrasse kann man es sich aber gut gehen lassen (kühle Drinks und kleine Snacks vorhanden. Getränke sind sehr günstig.)

Bungi:
Angekommen auf der Insel Filitheyo. Kurzes Insel-Breafing durch Hotelangestellte. Da die Insel doch eine beachtliche Grösse hat, ist dies auch sehr willkommen.

Wir fassten das Doppel-Bungi Nr. 94. Unsere Begeisterung hielt sich in Grenzen. Wir waren regelrecht enttäusch. Zum ersten Mal leisteten wir uns zwei Wochen Malediven und dann das. Vom Bungi zum Strand sind es ca. 30m. Es waren 30m auf ‚schmutzigem’ Sand. Palmenwurzeln übersäten diesen Sand. Es war alles im Schatten und wirkte düster. Stand man dann am Wasser, überzeugte der Strand bei weitem nicht. Ca. 1m Höhenunterschied bestehen zwischen ‚Bungi-Sand’ und Strand. Dieser Höhen-Meter wird mit einem Schritt überwunden. Et voilà, dann stand ich also im Wasser, oder besser gesagt auf den Korallenstücken. Es ist nicht an die unzähligen klassischen Postkartenfotos zu denken. Ohne Strandschuhe kann nur sehr schwer durch das Wasser gewatet werden. An der Rezeption taten wir unsere Unzufriedenheit kund. Dank dem engagierten Team konnten wir gut 1 ½ Tage später ins Doppel-Bungi Nr. 56 umziehen.
Viel besser!
Feiner Sand, Palmen und Sträucher welche Schatten aber auch Sonnenplätzchen zuliessen und der Strand begann genau auf dieser Höhe. Zu unserer Zeit, waren die Bungis von der Sunsetbar (ca. Nr. 29) – zur Nr. 56 ideal.
Gemäss Aussagen von Angestellten wird der Sand durch die Strömung zwei Mal pro Jahr um die Insel verschoben/getrieben. So sind auch die verschiedenen Ausführungen über die besten Bungis in den Reiseberichten zu erklären.

Strand:
Der Strand (bereits erwähnt) entspricht nicht dem bekannten Postkarten-Image. Der Sand ist von Korallenstücken übersäht, mal mehr mal weniger. Die Brandung ist mit grösseren Steinen und Korallen besiedelt. Strandschuhe sind zu empfehlen.

Hausriff:
Der Strand mag ja nicht überzeugen, dafür ist ein traumhaftes Hausriff zu vermerken. Schöner Sandstrand = kein oder kleines Hausriff Strand mit viel Korallen = schönes Hausriff.

So wurde es mich gelehrt und es leuchtet ein. Das Riff erstreckt sich praktisch um die ganze Insel. Die Vielfalt der Fische ist atemberaubend (zumindest für uns). Weissspitzenhaie, Riesenschildkröten, Muränen, Rochen usw. konnten bereits 1. Tag am Hausriff beobachtet werden. Schnorchel- und Tauchgänge am Hausriff lohnen sich allemal. Die Strömung ändert Täglich/Stündlich. Flossen sind von Vorteil. Aber keine Angst, die Strömung ist absolut erträglich. Das Wasser hat eine angenehme Temperatur von ca. 27-29 °C

Schnorchelsafaris:
In den zwei gebuchten Schnorchelsafaris konnten wir mehrfach Riesenschildkröten beobachten. Der Schnorchelguide (Asis) lässt jedoch zu wünschen übrig.

Seiner Aufforderung „Follow my lead“ sollte nur beschränkt Folge geleistet werden. Wird von einem Schnorchelgast eine Schildkröte/Manta oder andere auffallende Meeresbewohner entdeckt/gemeldet, so stürmt der Guide ohne Rücksicht über/an den Gästen vorbei und versucht so nah wie möglich an die Tiere heranzukommen. Es kam soweit, dass meine Freundin und ich je eine Flosse von ihm abbekamen und die Schildkröte wegen ihm das Weite suchte. Ein solcher Guide ist absolut untolerierbar. Er ist weder kompetent noch weiss er sich in der Natur/Unterwasserwelt zu benehmen, ganz abgesehen von seinen schwimmerischen Fähigkeiten!!!!!!!!!

Tauchen:
Meine Freundin und ich sind noch Tauchanfänger, doch durften wir schon einige Tauchplätze besuchen. Die Werner-Lau-Basis auf Filitheyo bot mehr, als ich mir wünschte.

Da unsere letzten Tauchgänge schon einige Zeit zurück lagen, wünschten wir von jemandem der Crew nochmals einen kleinen Refresher. Gesagt, getan. Sofort wurden wir von einem Angestellten freundlich und kompetent instruiert. Man zeigte uns die Basis und erklärte uns wie man sich für einen Tauchausflug / Tauchgang am Hausriff einschreibt und was es dabei zu beachten gab.

Wir hatten während den gesamten zwei Wochen begleitete Tauchgänge. Claudia (fast unser persönlicher Tauchguide) führte uns jeweils routiniert um die verschiedenen Tauchplätze. Es waren super entspannende Tauchgänge.

Vor unseren Ferien haben wir uns via Internet verschiedene Berichte zu Gemüte geführt. Die Tauchstation wurde jeweils sehr schlecht bewertet. Auf Grund dieses Umstandes schrieben wir die Basis sowie das Hauptquartier von Werner Lau direkt per E-Mail an und fragten nach den Problemen auf Filitheyo. Man bestätigte uns, dass einige Probleme auf der Insel bestanden hätten. Personelle Konsequenzen haben dann die Lage entschärft, so das Hauptquartier von Werner Lau.

Wir konnten weder unkompetente noch unmotivierte Angestellte feststellen. Ich kann die Ausführungen von anderen Berichten nicht bestätigen.
WER SUCHT, DER FINDET!

Wir hatten eine super Betreuung von A-Z. Nach den Tauchgängen wurde man jeweils auf dem Boot mit Handtuch, Wasser, Tee, Caffee und Kokosnuss versorgt, wer hat denn da noch was zu meckern…!?

Essen: Genial!

Spa:
Meine Freundin und ich liessen uns im Spa mit einer ‚Full body massage’ verwöhnen. Die Massage versprach nicht zu viel, wir genossen den Service für 83 $. Wir genossen es so sehr, dass wir uns für ein zweites Mal anmeldeten. Ganz nach dem Motto, „man lebt nur einmal“. Einziger Kritikpunkt: wenn man schon eine 90’-Masage ausschreibt sollte diese auch 90’ andauern. Beide Male wurde nach 75’ Schluss gemacht.

Abreise:
Am 31.03.07 war Schluss. Wir mussten unsere sieben Sachen packen.
Das Hotel liess uns am Vorabend einen Zeitplan auf Zimmer legen.
0415 Weckdienst
0430 Frühstück
0430 Gepäck wird abgeholt
0500 restl. Rechnungen an Rezeption begleichen
0515 Transfer mit Dhoni zum Wasserflugzeug

Das klappte alles hervorragend. Wir waren die einzigen Gäste, die die Insel um diese Zeit verliessen. Die Crew des Wasserflugzeuges (übernachtete im Hotel) beschritt gleich mit uns den Steg zum Dhoni. Am Ende des Steges stand unser Gepäck bereit. Ich suchte nach meiner Fotokamera, da ich noch Fotos vom Sonnenaufgang machen wollte. Jetzt legte bereits das Dhoni an, so musste ich die Suche nach meinem Fotoapparat vertagen.
Im Dhoni suchte ich dann weiter nach meiner Kamera. Ergebnislos!!
Es überkam mich ein seltsames Gefühl. In Male suchte ich dann im Hauptgepäck weiter nach meiner Kamera.

ES BESTANDEN KEINE ZWEIFEL, DIE FOTOKAMERA (inkl. Etui mit 2 Speicherkarten) WURDE DURCH ANGESTELLTE GESTOHLEN!!! (Vor der Abreise konnten wir auf der Insel keine anderen Gäste antreffen.)

(meiner Meinung nach vom Gepäckjungen. Er hatte auf dem Weg zum Schiffssteg genug Zeit gehabt. Unser Gepäck lag im dunkeln auf dem Steg. Ideale Voraussetzungen!
 

Wir schilderten diesen Vorfall von Male aus einem Paar, welches noch einen Tag länger auf der Insel weilte. Die Beiden nahmen sich der Sache an und baten den Stv. Hotelmanager nach dem Rechten zu schauen. Später dann meldete sich der Stv. Manager, dass er die entsprechenden Angestellten befragt hätte, diese wüssten aber von nichts.

Das Paar schilderte dies dem Angestellten der Surfschule. Dieser meinte, dass sich in den letzten paar Monaten einige gleiche Vorfälle ereignet hätten.

Fazit:
Ein rund um gelungener Urlaub. Abgesehen davon, dass wir leider keine Fotos von unseren Ferien haben!

Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung unter christoph.schnetzler@gmx.ch

Zoé und Christoph
 


 

15.01.07 – 31.01.07 Filitheyo

Wetter: Was ist eigentlich mit dem Wetter auf den Malediven los? Schon im November auf Lily Beach hatten wir nur Regen, und auf Filitheyo zu einer empfohlenen Reisezeit wieder nur ganz knapp dran vorbei. Heftiger Wind, permanent starke Brandung, so dass das Schnorcheln zumindest auf unserer Seite stark erschwert wurde, das Meer nicht so warm wie sonst und beim Auftauchen ziemlich frischer Wind, vor dem wir nur ins Inselinnere flüchten konnten, um einer Erkältung vorzubeugen. Offenbar schlägt der Klimawandel früher zu als prognostiziert. Traurig. Da das nun schon die zweite Wetterpleite auf den Malediven ist, überlegen wir, ob wir uns die Flugstrapazen noch einmal antun werden, zumal wir künftig generell nicht mehr nonstop ab Düsseldorf fliegen können, wie man uns sagte.

Wasserflugzeug: Bei der Ankunft in Male eine mittlere Katastrophe. Erst einmal langes Warten, dann Aufforderung, in einen Flieger zu steigen, aus dem, kaum dass wir eingestiegen waren, unsere Koffer wieder ausgeladen wurden. Aufregung. Bitte alle wieder aussteigen. Wieder warten. Koffer werden in einen anderen Flieger geladen, in den wir leider nicht einsteigen dürfen. Wieder Aufregung. Warum können wir nicht mit dem Flugzeug fliegen, in dem unsere Koffer sind? Diskussionen. Ärger. Die Koffer flogen ohne uns – erst nach etlichen Reklamationen fand sich endlich ein Wasserflugzeug, in das wir einsteigen konnten. Die Koffer waren vor uns da, was wir dann auch nicht schlecht fanden. Leider ist man ja nach dem langen Flug inklusive Wartezeit und Anschlussflug ab Frankfurt doch ziemlich erschöpft und nicht mehr besonders tolerant, wenn kurz vor dem Ziel noch so viel schief läuft.

Bungi: Wir hatten die Nummer 101. Nicht die beste Lage, aber wir waren zufrieden. Einrichtung ist in Ordnung. Schön war das dritte Bett, auf das man ausweichen konnte, wenn einer auf der gemeinsamen Matratze zu unruhig schlief. Leider ging die Deutsche Welle im Fernsehen nur selten, und auch das Telefon zur Rezeption funktionierte nur nach Laune. Die Dusche taugte leider auch nichts, da viel zu dünner Strahl. Dafür gab es zwei Bademäntel, die wir sonst nirgends vorgefunden haben und die uns bei den Temperaturen gute Dienste leisteten. Die Bungis mit den höheren Nummern (ab ca. 110) sind nicht zu empfehlen, da der Strand dort nicht mehr schön ist. Angesichts der schwankenden Wetterlage haben wir die Sonne gesucht und mussten dafür die Liegen direkt vor dem Bungi parken, um einen schmalen Streifen Sonne zu erwischen. Am Strand im Schatten zu liegen, wie früher gewohnt, war uns zu kalt und windig.

Strand: An unserer Seite fraß sich die unentwegt hoch schlagende Brandung derart tief ins Ufer, dass man zusehen konnte, wie Palmen täglich mehr entwurzelt wurden und der Strand abgetragen wurde, ohne dass sich jemand um die allmählich herausbrechenden Pflanzen gekümmert hätte, die dann langsam ohne Halt starben, was uns sehr besorgt hat. Sie blieben einfach im Wasser liegen und trieben am Ufer dahin, auch große, kräftige mit vielen Kokosnüssen. Was anfangs idyllisch aussah – tief gebeugte Palmen über dem Wasser – war nach mehreren Tagen nur noch übel anzusehen. Es erscheint dringend notwendig, an dieser Seite Wellenbrecher zu errichten, auch wenn sie vielen Touris nicht gefallen.

Essen: Traumhaft. Fantastisch. Reichlich, gut, super gut. Erste Sahne. Mittags und abends u.a. frischer ganzer Fisch sowie frisch gebratene Fischfilets, täglich frisches Gemüse und feine Aufläufe, mittags und abends frischer Salat, kreatives, variables Buffet, frisches Obst, sehr leckeres Eis, frisch gebackenes, sehr gutes Brot usw. Die Nachmittags-Snacks (AI) waren, verglichen mit denen auf anderen Inseln, nett und abwechslungsreich. Dem food-manager hier noch einmal ein ganz großes Kompliment!

Hausriff: Enttäuschend. Da hatten wir uns mehr versprochen. Kein Vergleich etwa mit Lily Beach. So gut wie keine Korallen. Haie ließen sich nicht blicken, hin und wieder gab es eine Schildkröte, einen kleinen Napoleon, eine Muräne, einen großen Kofferfisch. Einmal hatten wir einen Adlerrochen lange Zeit majestätisch dahinsegelnd direkt vor der Nase, das war natürlich traumhaft schön. Aber an die wunderschöne Korallenwelt von Lily Beach denken wir noch heute zurück. Auch auf Vilamendhoo war unter Wasser mehr zu sehen. Wegen der ständigen Brandung war die Sicht natürlich auch beeinträchtigt, und das Fotografieren war erschwert. Die Einstiege waren sehr gut.

Bars: Sehr romantisch angelegt mit Kerzen, beide wunderschön. Main bar im Sand direkt am Wasser, beach bar ebenso romantisch am schönen Pool. Leider keinerlei Musik. Wir sind sicher keine Diskofreaks, aber ab und zu hätte uns ein wenig musikalische Unterhaltung schon gefallen und wenn sie nur vom Band gekommen wäre. Folglich war die main bar dann auch fast menschenleer, und die beach bar leerte sich früh. Der Wein war vergleichsweise hervorragend und kam aus der Flasche und nicht aus dem Kanister. Der weiße war ebenso gut wie der rose. Zu den Long Drinks gab es ungefragt immer separates Eis. Der Service war sehr gut.

Ansonsten: Dass Frauen gebückt und fast kriechend mit einem Handbesen den Strand fegen, hat uns gar nicht gefallen, und das haben wir auch auf dem Fragebogen angegeben. Es muss auch nicht sein, dass sie unterwürfig und wie beschämt zur Seite treten, nur weil wir Touris daherkommen.

Wer den Fehler macht, sich aus dem prall gefüllten Kühlschrank zu bedienen: Ein Gläschen Wein kostet 12 Dollar, Softdrinks 4.

Der Honeymoon-Trip war auch extrem überteuert. Wir hätten ihn gerne gebucht, aber das war uns dann doch zuviel – leider kann ich mich nicht mehr an die genauen Kosten erinnern. 90 Dollar?

Die vielen Mit-Touris haben wir kaum bemerkt, sie verlaufen sich total, man sieht kaum jemanden am Strand, wir haben uns immer gefragt, wo sind die anderen eigentlich? Verglichen mit dem Rummel auf Kuramathi fanden wir das Alleinsein angenehm.

Persönliches Fazit: Wunderschöne, dicht bewachsene Insel mit sehr vielen Palmen, exzellenter Küche, gutem Service, gutem Bungi (nette Terrasse), nur teilweise schönem Strand, kleinen anderen Schwächen und mittelmäßigem Hausriff mit 8 sauberen Einstiegen.

Helmut und Linda

 


 

Filitheyo 20.1.-28.1.07

Wasserflugzeug muss man einfach mal geflogen sein! Wahnsinn! Die Sonne brennt uns schon um 9 h früh entgegen als wir in unser Air Taxi steigen. Und, nach den letzten mehr oder weniger „verregneten“ Monaten, meint es Petrus mit uns sehr gut: wir wurden jeden Tag mit Sonne und einem fantastischen Sonnenuntergang verwöhnt!

Ich muss hier Filitheyo nicht mehr genau beschreiben. Dies wurde im Vorfeld zu genüge getan. Jedoch möchte ich ein paar Einzelheiten ergänzen, bzw. wie wir sie aus unserer Sicht erlebt und empfunden haben.

Bungi – welches ist nun der Beste?

Wir haben uns von den ganzen Berichten her inspirieren lassen und daher einen Bungi zw. 60 bis 80 angefragt, denn, diese sollen ja die besten sein! Nach einem Inselrundgang waren wir uns aber einig; unser (Nr 51) war einfach perfekt gelegen. (liest man das nicht immer wieder?) bis ca Bungi 68 ist der Strand wunderschön flach direkt ins Meer führend. Exit 5 lag ca. vor Bungi 46-48. Wir hatten vor unserem Bungalows mehr Palmen und Sträucher, klar dies garantierte uns kein 100%iges Meerpanorama, jedoch davor ein privater Platz am Strand, mehr Schatten und Privatsphäre. Bei den Bungis ab 70 ist der Strand eher abfallend, die Bungis haben auch weniger Palmen was auch mehr Meersicht bedeutet, jedoch hat man auch freien Blick auf alle Nachbarn… Wems gefällt das ist nun wirklich Geschmacksache.
Ab Bungi 89 jedoch besteht der „Strand“ nur noch aus Korallen, bei Nr 100 und mehr hat man nur noch Strand vor dem Bungi und dann geht’s den „Hügel“ runter zum Koralleneinstieg.
Wir haben Luftaufnahmen vom letzten Jahr mit den unseren verglichen und gesehen, dass sich der Strand um die Nordseite der Insel nach vorne zu „wandern“ scheint. Zu den Bungis selber: ja die Wände sind schrecklich dünn und sehr hellhörig. Jedoch hatten wir das Glück, sehr ruhige Nachbarn zu haben, das war schon sehr viel Wert.

Zudem war während unseres Aufenthaltes immer ziemlich viel Wind und Wellengang auf der Nordseite. Die Südseite (Einzelbungalows und Wasserbungis) haben flaches Wasser und weniger Wind wirklich traumhaft schön, dafür aber mehr Mücken und mehr Hitze! Wir genossen das angenehme Lüftchen das uns am Strand um die Ohren blies und hätten mit den Einzelbungis nicht tauschen wollen :)

Die Essensbeiträge kann ich nur bestätigen, das Buffet ist lecker. Wer aber kein grosser Esser ist, würde ich HP empfehlen. 18$ pro Nase für Mittagessen finde ich sehr viel, kann man doch in der Main Bar für 6 $ ne Snack (Pizza, Burger, Salat etc) essen. Sogar wenn wir 2x an der Main Bar waren, haben wir die 18$ nicht rausgeholt. Einmal haben wir in der Sunset Bar gegessen. Da ist das Essen gleich doppelt so teuer, wahrscheinlich, weil sie gleich zum Einstiegsteg der Wasserbungalows liegt.

Das Tauchen hingegen war leider nicht so toll. (einen Ausführlicheren Bericht liegt im Tauchernet.de vor) Die Basis war, was das Tauchen, das Equipment und die Organisation betraf sehr gut eingespielt und handhabte alles sehr professionell. Jedoch sind wir auf wenig Kundenfreundlichkeit und Falschaussagen betreffs Einstiegsstellen am Riff gestossen, dieses war ziemlich enttäuschend wenn man die Preise fürs Tauchen näher betrachtet. Zu dem 39 $ pro TG kommt nochmals 10 $ fürs Boot dazu, zudem nochmals 1 $ für den Flaschenservice (Tip). Da kann es ärgerlich sein, wenn man ins Hauriff steigt, wo sie Strömung einem in 12 Minuten von Exit 6 zu Exit 4 zieht, wo man doch „normalerweise“ 20 min für einen Exit hat. (So wurde uns jedenfalls gesagt)

Klaro, wir müssen da die Schuld sicherlich auch auf unserer Seite suchen, denn Filitheyo liegt am äusseren Rande des Faafu Atolls und mit Strömungen muss da einfach gerechnet werden. Wir hätten uns vorher besser informieren müssen. Für Strömungs- und Grossfischliebhaber scheint Filitheyo jedoch perfekt zu sein. Wir gehören zu den Makro Fans die gerne unter Wasser auch Photos machen.

Ein schöner Urlaub auf einer üppig schön bewachsenen Insel mit freundlichem Personal, wo die Bungalows gut in die Vegetation eingebettet wurden. Wir jedoch werden das nächste mal eine kleinere Insel wählen welche eher in der Mitte eines Atolls liegt.

Aquamarina 2007

 


 

Reisebericht zu Filitheyo

Wir besuchten von 25.11. bis 11.12.2006 zum 3. Mal die Malediven und unser Ziel hieß Filitheyo. Wir haben es uns mit der Auswahl der Insel nicht einfach gemacht. Wir wollten gerne eine ursprüngliche Insel ohne großen Schnick-Schnack, ohne „lautem“ Wassersport, Riffnähe, Barfussinsel und ruhigen und dezentem Komfort. Aufgrund der vielen positiven Reiseberichte entschieden wir uns richtig. Dies alles hat sich auf Filitheyo erfüllt.

Anreise: Abflughaben war in unserem Fall Wien. Gebucht haben wir über DSI Reisen. Absolut empfehlenswert, sehr freundlich, kompetent – immer wieder gerne. Der Flug mit Austrian Airlines war sehr angenehm (trotz Holzklasse) alle halben Stunden wurde man mit Getränken verwöhnt, Essen gut – wir hatten auch Glück das der Flieger nur halb voll war und die Auswahl an Sitzplätzen sehr groß war.

Insel:
Ich kann mich hier nur den bisherigen Reiseberichten anschließen. Filitheyo hat unsere hohen Erwartungen erfüllt. Alles ist sehr geschmackvoll angelegt und mit Holzmöbeln ausgestattet. Die Insel ist toll bewachsen, sehr ruhig, auch im Restaurant (an das schummrige Licht mussten wir uns anfangs erst gewöhnen), der Main Bar und der Sunset Bar bzw. am Pool, obwohl die Bungalows sehr ausgebucht waren. Das Inselinnere ist ein wunderschöner Palmendschungel mit Sandwegen (auf diesen und gelegentlich sogar Jogger entgegenkammen)– ein Vergnügen zu den Mahlzeiten und am Abend hindurchzugehen. Es gibt auf Filitheyo nur Sandwege oder Holzplanken, sodass man immer barfuß laufen kann – eine echte Barfußinse l! Sehr schön ist auch immer verschiedenste Tierlaute in den hohen Palmen zu vernehmen.
Viele Flughunde sind zu sehen, auch Krähen, Reiher etc.

Strandbungalow:
Wir bewohnten das Doppelbungalow Nummer 96. Die Ausstattung war sehr gut. Obwohl auch die Einrichtung nicht mehr die Neueste ist, ich würde sie schon eher als etwas abgewohnt bezeichnen, aber man hält sich ja nicht den ganzen Tag im Zimmer auf CD-Player, Klimaanlage, Safe, Kühlschrank, Moskitonetz, TV und auch Wasserkocher sind vorhanden. Auf der kleinen Holzveranda stehen ein kleiner Tisch und zwei Sessel, zu jedem Bungalow gehören zwei nummerierte Holzliegen mit Auflage, die man zum Strand vorziehen kann. Ein echtes Manko sind aber bestimmt die dünnen Wände zwischen den Doppelbungis man hört wirklich jedes Wort hindurch. Das kann sicher zum Problem werden. Wir hatten in der Zeit verschiedene Nachbarn und Glück da alle sehr ruhig und rücksichtsvoll waren. Die Lage des Bungalows war sehr gut an meiner Meinung nach schönstem Strandabschnitt mit vielen schrägstehenden, Schattenspendenden Palmen. Sehr feinem, weißen Sand und direkt beim Riffeingang Nr. 7.
Besonders toll fand ich die superkuscheligen Bademäntel, welche im Zimmer vorhanden sind. Ich habe es täglich nach dem Tauchen genossen, im Bademantel von der Standliege aus den Sunset zu beobachten. Das einzige was ich nicht toll fand, war der „Sprayer“ gegen die Mücken, welcher vielleicht unvermeidbar ist aber bei Windstille einen furchtbaren Mief in der Luft hinterließ (von dem gesundheitlichen Schaden gar nicht zu reden, der Sprayer trug nicht einmal einen Mundschutz). Da das Klima in unserer Zeit und auch zuvor sehr feucht war gab es sehr, sehr viele Mücken und da nützte glaube ich das beste Mückenspray nichts.

Essen und Trinken:
Das Essen auf Filitheyo lässt keine Wünsche offen, wir haben selten besser gegessen als dort. Drei Mal täglich eine Riesenauswahl, auch für Vegetarier. Wir hatten HP gebucht und AI hätte sich für uns bestimmt nicht gelohnt. Das Essen war köstlich, sehr abwechslungsreich, oft gab es Themenabende ein großes Lob an die Küche. Das Leitungswasser (auch schon des öfteren erwähnt) ist Trinkwasser, man wird auch von der Guest Relation darauf aufmerksam gemacht, da kann man sich einiges ersparen und statt dessen an der Sunsetbar ausgeben. Jeden Tag von 15-17 Uhr Happy Hour.

Service:
Der Service war sowohl im Restaurant als auch in der Sunsetbar hervorragend.
Ganz toll auch die Leistung der unzähligen freundlichen GärtnerInnen, jeden Tag wird gefegt und gesäubert – unsere Hochachtung dafür.

Tauchen:
Die Tauchschule leitet Barbara Ebel, welche wirklich rund um die Uhr verfügbar ist und stets present und aufmerksam wirkt.
Jeden Morgen und Nachmittag verlassen 2 Tauchboote die Insel, wo man sich am Vortag je nach Schwierigkeitsgrad eintragen kann. Für Tauchanfänger unter 40 Tauchgängen (welche wir sind) ist ein Tauchguide verpflichtend USD 4,- pro Person wird hiefür berechnet. Die Tauchplätze waren meiner Meinung nach nicht sooo aufregend, man hat aber einiges an wunderschönen Korallenstöcken bewundern können. Das meiste an Fisch konnten wir aber am Hausriff sehen. Vom Schwarzspitzenriffhai über Napoleons, Thunfisch, Schwarmfische, Kugelfische, Schilkröten, Barsche …..usw. ein tolles Hausriff.
Was uns aber vermisst haben war das Freude am Tauchen bei den Tauchlehrern. Es mangelte meiner Meinung auch an Kommunikation untereinander. Wir wurden nicht nach unseren bisherigen Taucherfahrungen oder Problemen gefragt, noch ob uns das Tauchen gefallen hat. Mir ist auch klar, dass man nach einiger Zeit abstumpft und sich Routine einstellt, ich hätts aber schön gefunden wenn mal ein Grillabend oder ähnliches in der Tauchschule stattgefunden hätte um sich näher kennenzulernen.

Ausflüge:
Werden angeboten – da wir aber keine gemacht haben kann ich rein gar nichts dazu sagen. Den einzige Ausflug den wir mitgemacht haben war eine Inselführung, welche wöchentlich angeboten wird und ich auch jedem empfehlen kann, da man einen Einblick in das Leben der Bewohner und Angestellten bekommt. Außerdem kann man die Wäscherei, die Wasseraufbereitung und Mülltrennungsanlage besichtigen.

Spa:
Wir haben eine Balinesiche-Massage und eine Fußreflexzonenmassage ausprobiert – beides war absolut traumhaft, genauso wie das gesamte Ambiente im Spa.
Hätten wir doch bloß nicht bis zum letzten Tag darauf gewartet,  wir hätten uns ansonsten bestimmt täglich massieren lassen. Ein TRAUM !!

Fazit:
Wir können Filitheyo uneingeschränkt weiterempfehlen – jederzeit würden wir auf diese Insel wieder zurückkehren und auch beim nächsten Mal wieder ein Doppelbungi buchen, weil unserer Meinung nach diese Strandseite die eindeutig bessere ist !

 


 

Reisebericht zu Filitheyo

Wir waren von Anfang bis Mitte Mai 2006 für zwei Wochen auf Filitheyo. Bei der Auswahl der Insel haben uns die Reiseberichte auf dieser Website sehr geholfen. Was wir gesucht haben: eine ruhige Barfußinsel ohne Animation und Action, Traumstrand, Schnorchel- und Tauchmöglichkeiten am Hausriff, schönes Bungalows mit geschmackvoller Einrichtung (ohne Plastikstühle und -liegen). Auf Filitheyo haben sich unsere Wünsche mehr als erfüllt! Fernreisevorerfahrungen: Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien, Australien.

Reisezeit:
Wir sind zu Beginn der Nebensaison und Regenzeit angekommen, sodass der Gesamtpreis deutlich niedriger war. Das Wetter war die ganze Zeit phantastisch, es hat nur zweimal kurz geregnet (wie man es aus den Tropen kennt). TIPP: Das Reisebüro hat uns den Flug (Emirates Airways) und das Hotel (Thomas Cook) separat gebucht, was viel günstiger war.

Insel:
Die Insel hat unsere hohen Erwartungen weit übertroffen. Alles ist sehr geschmackvoll angelegt und mit Holzmöbeln ausgestattet. Die Insel wird immer als recht groß bezeichnet, hat ja auch über 100 Bungalows, es war jedoch immer total ruhig, auch im Restaurant, der Main Bar und der Sunset Bar bzw. am Pool, obwohl die Bungalows ausgebucht waren. Das Inselinnere ist ein wunderschöner Palmendschungel mit Sandwegen – ein Vergnügen zu den Mahlzeiten und am Abend hindurchzugehen. Es gibt auf Filitheyo nur Sandwege oder Holzplanken, sodass man immer barfuß laufen kann – eine echte Barfußinsel!

Mücken:
Vom „Ausräuchern“ der Insel gegen Mücken haben wir in den gesamten zwei Wochen nichts gemerkt. Gestochen wurde ich nur abends an der Tauchschule und ab und zu im Restaurant – für tropische Verhältnisse aber insgesamt sehr wenig.

Strandbungalow:
Wir bewohnten das Doppelbungalow Nummer 81. Die Ausstattung war hervorragend und sehr schön (CD-Player, Klimaanlage, Safe, Kühlschrank, Moskitonetz, unnötiger TV). Auf der kleinen Holzveranda stehen ein kleiner Tisch und zwei Sessel, zu jedem Bungalow gehören zwei Holzliegen mit Auflage, die man zum Strand vorziehen kann. Wir hatten in der Zeit verschiedene Nachbarn von denen wir nichts gehört oder gesehen haben. Die Lage des Bungalows war perfekt, nahe am Weg zu Restaurant und Tauchschule, an einem wunderschönen Strandabschnitt mit schrägstehenden schattenspendenden Palmen. Sehr schön fanden wir den kleinen Palmenhain zwischen Bungalow und Strand, sodass niemand vor dem Bungalow spazieren geht. TIPP: Wir hatten das Bungalow per Fax und E-Mail reserviert, was problemlos geklappt hat. Man sollte vorher einen Blick auf die Inselkarte werfen (Website der Tauchschule Werner Lau) und reservieren. Die Bungalows ab Nummer 104 und größer sind auf keinen Fall zu empfehlen, da an dieser Inselseite kein Sandstrand mehr ist und man dort auch nicht Schnorcheln kann (siehe auch Satellitenbilder auf dieser Website). Zum Thema Insel umrunden: Die Insel kann weder beim Schnorcheln noch am Strand umrundet werden. Wir haben das nicht vermisst, wir an der schönen Strandseite gewohnt haben, wo man abends wunderbar spazieren gehen kann.

Wasserbungalow:
Wir haben ein Wasserbungalow besichtigt und waren froh, ein Strandbungalow gebucht zu haben. Die Wasserbungalows haben keine Open-Air-Dusche, sind zwar etwas geräumiger mit einer großen Glasschiebetür zur Terrasse mit Meerblick, auf der Terrasse hat man aber keinerlei Privatsphäre da es keinen Sichtschutz zu den vielen Nachbarn gibt. Laut Hotelrezeption soll dies aufgrund der Anregung von Gästen im nächsten Jahr geändert werden. Weiterer Nachteil: die Sonne knallt auf die Wasserbungalows und die Stege sind so heiß, dass man sich ohne Schuhe die Füße verbrennt.

Essen und Trinken:
Das Essen auf Filitheyo lässt keine Wünsche offen, wir haben selten besser gegessen als dort. Drei Mal täglich eine Riesenauswahl, auch für Vegetarier. All Inclusive hat sich unserer Ansicht nach gelohnt, auch wenn man nicht viel Alkohol trinkt. Wasserflaschen sind in AI nicht enthalten, das Leitungswasser auf Filitheyo ist jedoch trinkbar.

Service:
Der Service war sowohl im Restaurant als auch an der Rezeption und vor allem am Pool hervorragend. Auch der Service des Roomboys war spitzenmäßig, v.a. das kunstvolle Falten der Bettdecke. TIPP: Dollarscheine für Trinkgeld am Ende des Urlaubs mitnehmen. Übrigens: Wer über angeblich unfreundliche TauchlehrerInnen schimpft sollte sich mal deren Arbeitspensum vor Augen halten!

Pool:
Der Pool ist wunderbar, wir haben dort mehr Zeit verbracht als geplant, da der Service dort hervorragend war: man bekommt immer frische Handtücher und Getränke gebracht – und die Aussicht ist wunderbar. Auch der Afternoon Tea bei AI wird in der Sunset Bar am Pool serviert (meist Pancakes, asiatische Snacks und leckeres Gebäck).

Tauchen:
Wir haben einen Open Water Diver-Kurs absolviert. Unsere schweizerische Tauchlehrerin Claudia Pitteloud war hervorragend, sehr nett, kompetent und geduldig. Das Tauchschulteam war sehr hilfsbereit bei der Behandlung meiner Ohrinfektion, wegen der wir den Tauchkurs für einige Tage unterbrechen mussten. Der Tauchkurs findet in Zweiergruppen am Hausriff mit einem abschließenden Bootstauchgang statt. Sehr zu empfehlen ist auch ein Nachttauchgang am Hausriff. TIPP: Auf jeden Fall Taucherohrentropfen aus der Apotheke mitnehmen, auch zum Schnorcheln. Nach dem Schwimmen, Schnorcheln und Tauchen die Ohren immer mit klarem Wasser ausspülen. Fast jeder Zweite hatte aufgrund der hohen Wassertemperatur und dem vielen Plankton Ohrprobleme.

Inselarzt:
Aufgrund meiner Ohrinfektion wollte ich den Inselarzt konsultieren. Es gibt jedoch nur eine Inselkrankenschwester, von der mir das Tauchschulenteam abgeraten hat, da sie nicht über notwendige Untersuchungsgeräte verfügt. Die Versorgung fand dann über die Tauchschule statt, die einige Medikament vorrätig haben und sich über zurückgelassene Medikamente freuen.

Schnorcheln:
Das Schnorcheln am Hausriff war spitze, hier gibt es wirklich sehr viel zu sehen. Die beste Schnorchelstelle ist definitiv bei Ausgang 4. Schön sind aber auch Ausgänge 5-8.

Ausflüge:
Das AI-Paket schließt einen Ausflug auf eine Einheimischeninsel (inkl. Schnorchelstopp an einer traumhaften Sandbank) und Nachtfischen ein. Beides war sehr empfehlenswert. Beim Nachtfischen hatten wir sogar einen Hai an der Angel, der natürlich wieder freigelassen wurde. Andere gefangene Fische kann man sich am nächsten Abend (für einen kleinen Aufpreis) im Restaurant zubereiten lassen.

Mandara-Spa:
Wir haben eine Mandara-Massage (verschiedene Massagetechniken die simultan von zwei Masseurinnen ausgeführt werden) und eine Fußreflexzonenmassage ausprobiert – beides war absolut traumhaft, genauso wie das gesamte Ambiente im Spa. Zusätzlich hatten wir Gutscheine für zwei Probemassagen von ca. zehn Minuten, was auch schon ein Traum war.

Führung durch Male:
Bei einem späten Rückflug bietet AAA-Resorts, zu denen Filitheyo gehört, die Möglichkeit mit einem Führer Male zu besuchen, statt stundenlang im Flughafen rumzuhängen. Das Gepäck kann man im Flughafen einschließen. Der Ausflug nach Male hat sich wirklich gelohnt, der Führer bekommt ein Trinkgeld.

Wir können Filitheyo uneingeschränkt weiterempfehlen und würden auf jeden Fall wieder dahin zurückkehren – vielleicht sogar für drei Wochen, da es keine Sekunde langweilige war, von Inselkoller keine Spur. Wir hätten sogar Bedenken, dass eine andere Insel mit Filitheyo gar nicht mithalten kann. Einziger Kritikpunkt: Bungalows mit den Nummer 104 und größer sind aufgrund ihrer Lage nicht zu empfehlen.

 


 

3 Wochen Traumurlaub mit leichten Tauchproblemen (August 2005)

Hotel
Insel ist sehr, sehr schön bewachsen, zum Teil echter Urwald der nicht gerodet wurde. Sehr viele Palmen. „Trauminsel“. Insel ist groß, ca 900 x 500m also hat man schon einige Minuten zu laufen. Wir fanden das toll, das Flair, das Feeling auf so einer Insel zu sein. Andere meinten Ihnen seien die Wege zu lang, wie immer alles Ansichtssache. Empfindliche sollten Autan mitnehmen, Moskitos gibt es auch hier. Ich persönlich hab es aber nicht gebraucht. Sehr schöne Bungalows mit viel Holz, wie auf jeder Insel Malediventypische Haustiere wie Ameisen, Geckos usw. All inclusive ist ok da die Getränke sehr teuer sind, wer die Wahl hat sollte aber rechnen. Wasserflasche sind im AI nicht drin, Leitungswasser ist trinkbar (in Flaschen füllen und kalt stellen, schmeckt wie das gekaufte).

Lage
Auf einer Malediveninsel herrscht Trauminselflair. Nur was über die Transfers: Anreise: Ein 10,5 Stunden-Flug von Deutschland nach Male. Immer wieder beeindruckend wenn man auf der Flughafeninsel meint jeden Moment im Wasser zu landen. Transfer: Mit dem Bus über die Landebahn (!) zum Airtaxi-„Flughafen“ direkt am Meer. Wenn man Glück hat nur sehr kurze Wartezeiten auf eines der Wasserflugzeuge, bei Pech auch mal zwei bis drei Stunden aber hey – wir sind im Urlaub, also fangen wir hier schon mal an zu relaxen. Aufregen über so etwas ist etwas für gestresste. Man wird entschädigt durch einen echt exotischen Flug über die türkisfarbenen Atolle und Inseln. Und allein das Starten und landen auf dem Wasser ist eine Show für sich.

Service
Die Malediver und anderen Angestellten auf der Insel sind alle äußerst freundlich. Bei manchen Sachen muß man im Urlaub einfach locker sein. Ein Gast beschwerte sich z.B. das auf der Insel kein Deutscher Ansprechpartner ist. Hier empfehle ich Deutschland oder die Balearen. Auch das das Zimmer erst um 12:30 gereinigt wird wird schnell Nebensache. Wir sind im Urlaub, nicht im Stress.

Gastronomie
Essen ist sehr gut, super Buffet. Aber: Der allgemeinen Verherrlichung des Essens hier kann ich mich nicht anschliessen. Wir waren vorher auf Bandos und auf Meedhupparu und hier waren die Buffets meiner Ansicht nach besser, also zumindest hat es uns dort besser oder mindestens gleich gut geschmeckt.

Sport Unterhaltung
Wie auf den meisten Malediveninseln ist hier Recht wenig los, aber kommen wir nicht alle deswegen her? Wir sind eigentlich hauptsächlich mit unserer 7jährigen Tochter am Strand, am Schnorcheln und am Tauchen. Hausriff: Ist Spitze. Wir haben beim Schnorcheln sehr viel Fisch gesehen, fast wie im Fisch-Bestimmungsbuch. Im gesamten Bereich der Tauchschuleneinstiege eins bis acht toll zu beschnorcheln. Auch zum Tauchen gut. Man sieht hier am Hausriff wieder einsetzendes Korallenwachstum, teilweise schöne Hart- und Weichkorallen. Auch die Geologie ist toll, teilweise Steilwand bis 20m, teilweise abfallendes Riff. Tauchen: Ist der Problempunkt. Geht man von den Erwartungen aus, welche die Tauchplatzbeschreibungen auf wenerlau.com wecken, so wurden diese bei weitem nicht erfüllt bzw. sind die Beschreibungen de facto übertrieben. Das mag an der Jahreszeit und der Strömung liegen, zugegeben. Die Tauchschule kann nichts für auslaufende Strömung und im Mittel schlechte 10m bis 12m Sicht. Aber es ist schon ärgerlich wenn aufgrund guten Marketings Taucher auf die Insel kommen die dann nicht im Ansatz den in den Beschreibungen versprochenen Fisch sehen. Und wenn die Strömungsverhältnisse halt so sind, und man vor dem neunten mal Malediven nicht weiß wie mies die Sicht auf den Malediven tatsächlich werden kann, dann sollte die Tauchschule vielleicht Tagestouren auf die andere Atollseite mit einlaufender Strömung, viel Fisch und super Sicht anbieten. Dann muß halt ein größeres und schnelleres Dhoni her. War bei uns in drei Wochen leider nicht der Fall, ok – wir haben auch nicht konkret gefragt sondern nur drüber geredet. Wie gesagt hier kann die Tauchschule nix für, war auch allen Tauchlehrern auf den Booten immer unangenehm aber dann muß man halt öfter oder überhaupt mal Tagestouren anbieten.
Ich kann mich auch dem vollen Lob eines anderen Berichtschreibers bezüglich Freundlichkeit nicht anschließen. Gut, fast das gesamte Personal der Tauchschule war sehr nett (auch die Kompressor – Crew) aber an ein paar Tagen machten einige Tauchlehrer Gesichter als wäre das Tauchen verboten worden. Irgendwie sind die Taucher doch Kunden und die Crew ist Dienstleister und sollte daher eigentlich meistens positiv drauf sein. Das man mal Probleme hat kann man sicher mal abends bei einem Tiger – Beer in der Bar bequatschen wenn man Kontakt findet (oder die Tauchlehrer dort überhaupt antrifft). Aber ums hart zu sagen: eigentlich sollte der normale Tauch – Urlaubs - Kunde tagsüber nix von Problemen merken. Geht vielen in Ihren Jobs hier in Deutschland im Service- und Dienstleitungsbereich auch so. Oder man sagt es direkt, wenn einem was nicht passt. Hervorzuheben sind Kathrin und Ibi. Die beiden waren immer nett und freundlich.
Auch die meist ernsten Dhoni Crews tauen auf wenn man immer Hello und Bye, Thank you sagt.

Zimmer
Schön groß, auch mit Zustellbett kein Problem, guter Zustand supertolles Open Air Bad jedoch mit nur einer Dusche und die ist unter freiem Himmel - es war eine neue Erfahrung im Regen zu Duschen. Viel Holz, tolle Terrasse. Doppelbungalows sind hellhörig wenn die Nachbarn wenig Rücksicht nehmen, aber das größte Problem ist wohl dass man sich lieber irgendwo beschwert statt mal mit den Nachbarn freundlich zu sprechen.
Einige schreiben in Ihren Berichten was von Badeschuhen?? Wir waren im August. Wir wollten spezielle Bungalows (40-60) weil da der Strand schöner sein soll. Alles Unfug. Der Strand war in unserem Urlaub fast um die ganze Insel (bis auf Nordostseite, da sind eh keine Bungalows) super, also von Bungalow 1 bis 39 (deluxe) und von 40 (am Pool) bis ca. 110 an der Nordostecke. Ist aber wohl jahreszeitlich und strömugsbedingt nicht das ganze Jahr über gleich. Empfehlung: Den Bungalow immer erst mal ansehen, ist meistens toll; man kann aber mit Bitten an der Rezeption auch innerhalb 1 bis 3 Tage umziehen wenn man nicht zufrieden ist, haben wir in anderen Urlauben schon gemacht. Der Sand ist auch bestens und fein, jedoch ist an einigen Stellen schon mit angespülten Korallenstücken zu rechnen. War für uns nie ein Problem, wer allerdings einen breiten Streifen Sand bis zu den Korallen oder dem Riff braucht sollte sich eine Insel mit Lagune aussuchen, da ist dann halt das Hausriff zum Schnorcheln und Tauchen nicht so nah wie hier.

Tipps & Empfehlung
Fazit: Das Hausriff war zum Schnorcheln prima (gute Sicht zu bestimmten Zeiten / Gezeiten an bestimmten Einstiegen) und hat für so manchen Tauchgang den Fischreichtum ausnivelliert. Die Insel war auch sehr schön. Ich würde wieder hinfahren, allerdings in jedem Fall nur bei einlaufender Strömung. Vielleicht klappt‘s dann auch mit dem Tauchen.....
 


 

REISEBERICHT FILITHEYO

Wir waren von 24.3. Bis 8.4.06 auf Filitheyo. Ich moechte gleich vorausschicken dass wir wirklich sehr kritisch sind. Dies war unser 7. Urlaub auf den Malediven, und Fili gehoert mit Sicherheit zu den besten Inseln die wir gesehen haben. Wer das hier liest, sollte aber gleich auf ALLE Kleinigkeiten die uns aufgefallen sind hingewiesen werden. Der Fainess halber erwaehne ich sie deshalb. (ist ja zur Recherche gedacht.)

Hier ist also unser ausfuehrlicher Reisebericht:

Der Transfer, einschliesslich dem Airtaxi war voellig normal, wie sonst auch, mit dem Unterschied dass wir diesmal fuer 30kg Uebergepaeck (bei 4 Erwachsenen) 42 Dollar zahlen mussten. (Vergleichsweise guenstig, bei Lauda zahlt man 40 Euro pro Kilo!!)

Die Ankunft auf Fili war sehr nett vorbereitet, jede Reisegruppe bekommt vom Managament einen “persoenlichen Betreuer”, der die Reisenden vom “Airport” (wir nennen das 5x3 meter grosse Ankunftsfloss eher Briefmarke) mit dem Dhoni abholt, Gepaeck checkt und zur Insel bringt. Auf Fili bekamen wir gekuehlte Handtuechlein gereicht, und eine Kokosnussmilch. Gleich dazu ein Briefing mit den relevanten Zeiten. Die Rezeption hat auch hier 24 Std. geoeffnet.

INSEL:
Wer sich eine paradiesische rundum-barfuss-Insel erwartet, der wird in der Lagune von Fili gleich einmal von ca 30 Betonbloecken im Hafen begruesst, schaut eher nach Pearl Harbor als nach einer Malediven-Lagune aus. Leider ist das notwendig, da Fili am Aussenriff liegt, und die Brandung sonst den Sand und die Lagune im Hafen ausspuelen wuerde.

Auch der Sandstrand ist keine 10 auf unserer Malediven-Skala. Zwar findet man kaum den groben Korallenstrand der auf kuenstlich schnell aufgeschuetteten Straenden wie Full Moon (Nord Male Atoll) oder Velavaru (Sued Nilandhe) teilweise liegt, aber der wirklich weisse Traumsand liegt nur auf der Atollinnenseite, also zwischen Sunset-bar und der beruehmten Fotopalme (ca zwischen Bungalow Nr. 20 und 90.)

Auf den doch langen Inselwegen (Fili ist doch relativ gross) fehlt leider viel Sand. (Vom Tsunami weggespuelt, und noch nicht nachgeschuettet. Also sind hier Flip-Flops doch ganz nuetzlich.) Ich hab mir – als Barfuss-Fan leider zwei Korallenstuecke eingetreten. )

Umrunden kann man die Insel leider auch nicht, habs zwar versucht, bin dann aber doch am langen Riffstueck an der Aussenriffseite gescheitert.

Ansonsten ist die Insel schoen bewachsen, zwischen Bungis und Strand nur spaerlich, damit genug Platz und Schatten fuer Liegen ist. Im Inneren und hin zur Staff Area gibts fast einen kleinen “Urwald”. Die Flughunde sind hier eher eine Attraktion und beliebte Fotoobjekte.

Zweimal taeglich wird die Insel “gesmoked”. Das heisst: Ein Gaertner zieht einen rauchenden Rasenmaeher ueber die Insel um die Moskitos zu killen. Das hoert sich jetzt schlimmer an als es ist, wer die Malediven kennt weiss: erstens ist es die Muehe Wert, man schlaeft einfach entspannter ohne Moskitos im Zimmer :-), und ausserdem ist der Rauch in zwei Minuten wieder verzogen.


ZIMMER:
Die 14 Wasserbungalows liegen direkt neben der Sunset-Bar, jeder hat also Sonnenuntergaenge a la Carte direkt vor der Terasse. Die Strandbungis liegen auch alle sehr schoen, ein bisschen zurueckversetzt mit genug Platz fuer die Liegen. Jeder Bungi hat zwei eigene Liegen also auch hier kein FruehaufstehenundumdieWettereservieren.
Wir hatten Nr. 5 & 6, also einen Doppelbungi. Im schoenen maledivisch-offenen Bad kann man leicht mit den Nachbarn reden, im Schlafzimmer hoert man –fast- nichts durch...:-)

Die Zimmer sind wirklich sehr gut ausgestattet, und sehr sauber. (Wer braucht hier einen TV ??) Einen Tag kam unser Roomboy nicht – Anruf in der Rezeption – 2 Minuten spaeter war einer da.

Ueberhaupt ist das Management sehr bemueht: Egal welches Anliegen (Safe geht nicht auf, Stromausfall am Zimmer), sofort kommt jemand und hilft.

ESSEN:
Das Buffet ist wirklich sensationell. Selbst wenn man nur von den vielen verschiedenen Gerichten probieren will, ist man bei der Haelfte schon satt, so gross ist hier die Auswahl. Neben den taeglichen Schmankerln wie Seafood in allen Variationen, gibts auch immer Pasta mit verschiedenen Saucen, Suppen, frisch gebackenes Brot(!) und Sushi und Sashimi so viel man will!! Wer im Urlaub auf seine Linie schauen will, braucht auf Filitheyo die Disziplin eines Fakirs.

TAUCHEN:
Das Team rund um Basisleiterin Barbara ist echt toll. Je nach Taucher und Jahreszeit werden mit 3 Dhonis bis zu 6 verschiedene Tauchplaetze taeglich angefahren. Wer die Scooter ausprobieren will – einfach bescheid sagen, und auf einem schoenen Kanaltauchgang gehts los. (Danke Nico, war echt cool!)
Auf Filitheyo echt empfehlenswert: Das Hausriff. Egal ob Schnorcheln oder Tauchen, eigentlich waren alle begeistert. Alles was das Herz begehrt, Turtles, Lobster, Haie, Oktopus und sogar Delphine haben wir gesehen. Unbedingt auch einen Nachttauchgang oder Nachtschnorcheln machen!!!

SPA:
Das Spa ist auf Fili in zwei Bungalows untergebracht. Die Massagen sind sehr gut, das Team wirklich zuvorkommend und beruecksichtigt alle Terminwuensche. Wer allerdings Jacuzzi oder Yoga erwartet sollte eine Insel mit groesserem Wellness-Angebot waehlen. Der Ingwer-Tee, der vor jeder Anwendung gereicht wird, ist der Hammer!

Wie schon erwaehnt sind wir echt genau und haben alle Kleinigkeiten erwaehnt. Wer jetzt noch Zweifel hat: Filitheyo hat viele Stammgaeste und zwar zurecht.

Wir koennen Fili jedem Malediven-Fan weiterempfehlen!

Wer ueber einen Urlaub auf Filitheyo nachdenkt, und noch was wissen will: marv at chello.at

Marvin & Carola
Renate & Michael
 


 

Wir waren von 30.03.06 - 08.04.06 auf Filitheyo und haben einen wunderschönen Urlaub verbracht.

Anreise: Wir flogen mit AUA von Wien mit einem kurzen Stop in Colombo nach Male. Der Flug war sehr angenehm, das Essen an Bord sehr gut und es wurden gute Filme gezeigt.
Die Weiterreise mit dem Wasserflugzeug verlief perfekt - wir mussten kaum warten. Während des Fluges ist es ein wenig laut, aber man sieht sehr schön auf die einzelnen Resorts und die Atolle.

Insel: Insel ist sehr schön bewachsen. Die Wege werden den ganzen Tag über vom Personal gepflegt und es liegt kaum ein Blatt herum. Man kann die Insel am Strand nicht umrunden, was mich persönlich aber nicht gestört hat.
Schöner weisser Sandstrand mit vielen schrägen Palmen.

Unterkunft: Wir hatten einen Superior-Bungalow, Nr. 84. Für uns war die Lage perfekt. Die Einrichtung fand ich sehr schön und gepflegt. Der Roomboy putzt den Bungalow täglich sehr sauber und faltet am Abend die Bettdecke noch sehr schön. Wir hatte gar keine Problem mit "Hellhörigkeit" - haben unsere Nachbarn kein einziges Mal gehört.

Verpflegung: Wie schon öfters berichtet worden ist, ist das Essen sehr gut.
Frühstück: Croissants, verschiedenstes Brot, Früchte, Eier, Omlette, Speck, Müsli, ...
Mittags und Abends: immer Nudeln mit 2 verschiedenen Saucen, verschiedenste Currys (scharf), Sashimi, Salatbuffet, Fisch, frisches selbstgemachtes Eis, ...
Wir hatten All-inklusiv gebucht und waren sehr zufrieden damit. Wenn man nur Wasser trinkt wird sich der Aufpreis nicht auszahlen; wir haben es jedoch genossen abends an der Bar noch das eine oder andere Mix-Getränk zu trinken.

Schnorcheln: Wir waren sehr begeistert vom Hausriff. Wir haben uns meistens von Einstieg 7 zu Einstieg 5 treiben lassen. Sehr viele Fischschwärme, viele Muränen, ein paar Drückerfische, manchmal Schildkröten, Oktupus, viele kleinere Rochen.
Wir haben einmal Delphine vom Strand aus beobachten können - war sehr schön.

Tauchen: Habe selber nicht getaucht

Ausflüge: Beim All-inklusive Paket sind 2 Ausflüge inkludiert - wir haben uns für das Nachtfischen und eine Schnorcheltour entschieden. Beide Ausflüge sind zu empfehlen. Nachtfischen fand ich sehr lustig und man kann sich den gefangenen Fisch für den nächsten Tag zubereiten lassen.
Bei Schnorcheltour sind wir 2 Riffe und eine Sandbank angefahren. Erster Stopp war bei "Loabi Giri" - sehr schöne Korallen und auch 2 Haie gesichtet.
Sandbank traumhaft (kitschiger geht es kaum)

Mücken: Kein Problem - ich glaub mich hat ein einzige gestochen.

Personal: immer sehr freundlich und zuvorkommend.

Wetter: traumhaft - durchgehend sonnig

Fazit: Wunderschöner Urlaub - kann die Insel bedenkenlos weiterempfehlen.
 


 

Reisebericht Filitheyo Island Resort 02.-09.02.2006

Wir hatten eine sehr schöne Woche Honeymoon auf Filitheyo, aber es hat dann auch gereicht. Während ich noch so ein oder zwei Tage mehr hätte vertragen können, wurde meinem Mann schon langweilig ;)

Aber zum Anfang: Wir flogen mit Emirates und blieben vorher noch 2 Tage in Dubai. Der Flug nach Male ging dann nachts um drei und war weniger erquickend. Trotzdem sehr erwartungsfroh kamen wir in Male an und die Abfertigung verlief dann recht reibungslos. Auf unser Wasserflugzeug mussten wir ca. 40 Minuten warten, aber der Service in diesem Wartebereich war sehr freundlich und die Getränke mit 1 USD pro Stück waren absolut erschwinglich.

Unpassend fand ich die speziellen Bereiche für die Gäste vom Hilton und vom One & Only, bei deren Anblick sich unser Urlaub ein bisschen „zweitklassig“ anfühlte.

Der Transfer im Flugzeug war aber prima, ein bisschen laut ist es, die Ohrstöpsel liegen an der Bar im Wartebereich nicht umsonst aus. Nur ärgerlich, dass uns keiner darauf hingewiesen hatte.

Nach ca. 30 Minuten Flug landeten wir vor der Insel an einer Platform „Filitheyo Island Resort Airport“, sehr niedlich, und wurden dort schon von einem Boot erwartet. Die Fahrt gegen die Wellen war dann etwas holprig, aber nach ca. 15 Minuten hatten wir dann wieder festen Boden unter den Füßen. Zur Begrüßung reichte man uns kühl angefeuchtete Tücher und in der offenen Lobby erwartete uns eine frische Kokosnussmilch.

Die ersten zwei Nächte verbrachten wir in einem Wasserbungalow (Nr. 24), weil der ursprünglich angefragte Deluxe-Bungalow erst anschließend verfügbar war.

Wir waren ein wenig ernüchtert, denn nach dem sehr luxuriösen Hilton Dubai Creek, das uns u.a. mit Rosenblättern auf dem Bett empfing, fanden wir die luxuriöseste Variante der Unterbringung auf Filitheyo für mehr als 400 € pro Nacht etwas enttäuschend. Keine Rosenblätter, ziemlich karge und wenig elegante Möblierung, die Instandhaltung ließ zu wünschen übrig.

Im Bad klaffte ein Loch in der Wand, wo anscheinend mal ein eingebauter Fön war, stattdessen hatten wir ein altersschwaches Ersatzgerät im Schlafzimmer, denn im Bad war ja keine Steckdose. Der Jacuzzi wirkte ungepflegt und wies auch unansehnliche Brandflecke auf, am kleinen Schrank im Schlafzimmer fehlten an zwei Türen die Griffe. Die Minibar war auch nicht wirklich sauber.

Aber der Ausblick und der direkte Einstieg ins Meer waren natürlich toll, ebenso die ständig frische Brise auf dem Wasser und die dadurch nicht vorhandenen Mücken. Schön war auch, dass für jeden ein Bademantel zur Verfügung stand.

Der Umzug zum Deluxe-Bungalow (Nr.8) erfolgte dann problemlos. Einziger Unterschied war die Lage und die Raumaufteilung, das Bad hatte eine Außendusche, die war natürlich klasse, und eine Badewanne statt Jacuzzi.

Aber auch in diesem Zimmer war so Einiges reparaturbedürftig, die Klimaanlage machte einen Riesenlärm und spuckte von Zeit zu Zeit Eisstückchen, die Dusche war total verkalkt und ein Ablagebrett war heraus gebrochen. Die Wandfliesen im Bad waren nicht wirklich sauber, ebenso wenig der Fußboden, Minibar war total vereist.

Da dieser Bugalow sehr windstill lag, hatten wir trotz Ventilatoren, Räucherstäbchen und täglicher Beräucherung der Insel recht viel mit Mücken zu kämpfen.

Die Lage war schön, da direkt am Strand und recht nah am Restaurant, ein Bungalow direkt neben der Sunsetbar wäre allerdings idealer gewesen, für den Durst zwischendurch.

An der Sunsetbar haben wir daher nur abends nach dem Essen noch ab und zu etwas getrunken. Dort wurde auch „Afternoon Tea“ angeboten, das haben wir aber nicht genutzt.

Das Hauptrestaurant besteht aus vier einzelnen Bereichen, die durch Stege miteinander verbunden sind. Dadurch wirkt es etwas aufgelockerter und man sieht nicht alle Gäste auf einmal.

Das Essen war sehr gut, reichhaltig, abwechslungsreich, frisch und einfach lecker. Neben viel Fisch gab es immer auch andere Sorten Fleisch, es gab immer Reis in verschiedenen Versionen, immer Pasta, immer Salat, frisches Obst, frisch gebackenes Brot und auch immer verschiedenen Currys. Außer dem Buffet gab es ringsum immer noch verschieden Stationen, an denen die Köche verschiedenste Dinge frisch zubereiteten. Die Desserts waren zu gut, um zu verzichten und der Service war schnell und aufmerksam.

An der Mainbar haben wir auch ein paar Mal gesessen, Service gut, Getränkeauswahl (im AI) absolut ausreichend.

Gym haben wir nicht benutzt, sah von außen ok aus. Die „Bibliothek“ ist gut bestückt, wenn man will, könnte man also getrost seine Bücher daheim lassen.

An der Tauchbasis waren wir genau zweimal, zum Ausleihen und Abgeben der Schnorchelausrüstung. Die Leute waren nett, aber man hatte schon den Eindruck, dass man als „Nur-Schnorchler“ nicht so interessant ist.

Die Ausrüstung war nicht im AI inbegriffen, was kein Drama war, für mich aber ziemlich unverständlich. Das Schnorcheln selber war toll, abgesehen vom schwierigen Einstieg (wir waren aber vom Wasserbungalow auch schon verwöhnt) und der doch mitunter recht starken Strömung.

Im Spa habe ich mir 2 Behandlungen gegönnt, Preise wie zuhause, also nicht wirklich günstig, aber sehr wohltuend.

Da der Rückflug auch wieder mitten in der Nacht über Dubai ging, haben wir einen späten Transfer nach Male bekommen und uns dort mithilfe eines netten Führers die „Hauptstadt“ angeschaut. Das war absolut sehenswert und interessant.

Die halbe Nacht auf Hulule war dann allerdings wieder recht anstrengend, zumal das Restaurant dort auch arg zu wünschen übrig lässt, vor allem, wenn man von Filitheyo so sehr verwöhnt ist.

 

Bilder zum Bericht
 


 

FILITHEYO JANUAR 2006

Hotel

Einzige Hotelinsel im Nord-Nilandhe-Atoll (ca. 1km lang und 400 m breit).
Sehr gepflegte Anlage; ständig werden die Wege und der Bereich vor den Bungalows gefegt.
Einzig Schade fand ich, dass es nur wenig blühende Pflanzen/ Farbtupfer auf der Insel gibt, lediglich vor der Tauchschule ist eine riesige Bougainvillea.

Von Male aus ca. 40 min mit dem Airtaxi und schon landet man auf einer schwimmenden Plattform mitten im Indischen Ozean (ausgewiesen als Filitheyo International Airport). Von dort – das Dhoni stand schon bereit – geht`s dann noch mal 15 min per Boot. Wir hatten bei der Ankunft allerdings schlechtes Wetter, was zum einen die Sicht aus dem Wasserflugzeug stark einschränkte und zum anderen gab es ordentlichen Wellengang auf dem letzten Stück.
Freundlicher Empfang von der englischen Managerin (kurzes Einführungsgespräch in Englisch) mit Kokosnussdrink und kühlen Tüchern.

Hotel bietet Halbpension und All inclusive an; wir hatten letzteres (Nebenkosten für Getränke sind bekanntermaßen hoch). In All inclusive sind alle Soft- Getränke, Bier (draught Tiger beer; sehr süffig), Hauswein per Glas (der Weisswein ist grauenhaft; der Rose aber sehr lecker; Rotwein o.k.), ausgewählte Spirituosen (Gin, Wodka, etc. – Markenprodukte), Kaffe und Tee. Keine Cocktails !; 1,5 l Wasserflaschen kosten für all inclusive –Gäste 2 statt 4 Dollar. Weiterhin sind 2 Ausflüge >> Einheimischeninsel ( nicht gemacht) und night fishing (sehr zu empfehlen) inkludiert. Die Minibar im Zimmer ist ebenfalls nicht inclusive und sehr teuer.

Filitheyo hat zwei Restaurants: das Main Restaurant, wo die drei Hauptmahlzeiten in Buffetform serviert werden und das Sunset Restaurant (identisch mit dem Coffee-Shop bzw. der Sunset Bar), wo man a la carte essen kann. Von 16 – 18 Uhr werden dort Snacks für die All inclusive –Gäste angeboten. In der Main Bar gibt es auch rund um die Uhr Kleinigkeiten zu essen.

Es gibt einen Inselarzt, der täglich Sprechstunde hat; wir haben ihn glücklicherweise nicht aufsuchen müssen. Ein kleiner Souvenirshop und ein Juwelier aus SriLanka ist auch vorhanden.

Weiterhin bietet die Insel einen Swimmingpool an der Sunset Bar, die Werner Lau Tauchschule (von uns nicht genutzt, da wir Schnorchler sind) und ein Wassersportcenter (man kann Kajaks und Surfbretter leihen, Katamaransegeln).

Service

Es gibt nichts zu beanstanden: alle Beschäftigten auf der Insel sind sehr freundlich und zuvorkommend. Vom Kellner über den Gärtner bis zum Bootspersonal; alle haben stets ein Lächeln auf den Lippen. Deutsches bzw. europäisches Servicepersonal sollte sich davon man eine Scheibe abschneiden. Uns so wundert es auch nicht, dass die einzigen unfreundlichen und arroganten Angestellten schweizerische Tauchlehrer waren.
Wir hatte von zu Hause aus eine Mail geschickt, dass wir mit unseren Freunden (Flitterwöchnern) gerne einen Doppelbungi teilen würden ( wegen der Bekannten Hellhörigkeit; "da weiß man wenigstens was man hat") und uns auch einen Bungi zwischen 40 und 80 gewünscht. Als wir im Boot saßen auf dem Weh zur Insel wurden von einem Angestellten der Rezeption bereits die Zimmernummern verteilt. Mir fiel ann auf, dass wir zwar benachbarte Nummern hatten, jedoch in 2 Doppelbungalows. Auf meinen Hinweis hin, wurde dies jedoch sofort geändert; Allerdings wurde dem Wunsch nach den Zimmernummern nicht entsprochen : wir bekamen 105/106. Glücklicherweise !! Ich persönlich finde den Strandabschnitt dort wesentlich schöner: deutlich breiter als weiter vorn; schöne schräge Palmen; weniger Korallenschutt (davon liegt tatsächlich einiges rum); schöner Riffeinstieg Nr. 7 direkt vor der Tür)

Gastronomie

Unübertroffen !!!
Ich habe noch nie im Urlaub – und wir waren wirklich schon an einigen Plätzen – so ein gutes Buffet erlebt.
O.K., Frühstück ist nichts besonderes; das übliche halt : Toastbrot, verschiedene Brotsorten, Gebäck, Teilchen, Kuchen, Mini-Muffins; verschieden Marmeladen (hausgemacht). In Warmhalteschalen dann täglich baked beans; Rührei; french toast. An einer Station Omelett oder Spiegelei, wie man es möchte und an einer weiteren Station frische Waffeln und pancakes. Dazu immer frisches Obst und zwei verschiedene Fruchtsäfte (man kann aber O-Saft am Tisch bestellen)
Aber Mittag- und Abendessen sind gigantisch: in den zwei Wochen, in denen wir da waren hat sich nur sehr selten etwas wiederholt, was bei einigen Gerichten sehr, sehr schade war. Zu jedem Buffet gab es immer 4 verschiedene Currys (sehr, sehr lecker und auch meistens schön scharf) und zweierlei Reis. Weiterhin Salatbuffet, aber außer den üblichen Sachen immer was Neues (z.B. auch mal German Kartoffelsalat, Antipasti, Rohkost mit Dips, etc.) Immer Sushi in den verschiedensten Spielarten ( es gab auch einige japanisches Gäste). 3 Kochstationen, wovon eine immmer Pasta mit zwei verschiedenen Soßen anbot. Aber das beste waren die Speisen drumherum : es gab wirklich alles – vom ungarischen Gulasch über Fisch süsssauer (köstlich; Fisch war sowieso immer genial und ich habe keine Gräte gesehen) zur italienischen Lasagne; vom Kartoffelgratin über Satespiesschen mit Erdnusssosse bis zum spanischen Tortilla- Omelett. Einfach genial.
Nachtischbuffet ebenfalls unbeschreiblich: immer Obst und zwei verschieden hausgemachte Eissorten ( Erdnussbutter ist göttlich). Zusätzlich solche Dinge wie Brownies, Apple crumble, Tiramisu; weiße Schokoladen-Mousse, usw. Und nichts davon zu süß, wie man es z.B. im karibischen Raum oft antrifft. Wie gesagt: Unübertroffen !!


Sport/ Unterhaltung

Wurde oben schon angesprochen: Tauchschule (dort kann man auch Flossen etc. leihen oder im Laden kaufen), Wassersportcenter, Billard, Dart, 2 Kicker, Tischtennisplatte (Kettler, niegelnagelneu).
Es gibt eine Bibliothek mit reichlich deutscher Urlaubslektüre und Internet (teuer). Weiterhin existiert ein klimatisierter Fitnessraum mit einem Fahradergometer (leider defekt), Crosstrainer, Rudergerät und einem Multifunktionsteil. Es gibt Gewichte, einen Wasserspender und einen CD-Player mit ein paar guten CDs.
Am Strand existiert auch noch ein Volleyballfeld und im Inselinnern ein großer Fußballplatz.
Abendunterhaltung gibt es glücklicherweise so gut wie nicht: dienstags wird ein Tischtennisturnier und mittwochs (?) ein Krabbenrennen veranstaltet.
In der Main Bar ist deutlich mehr los (gute Musik abends querbeet), aber wer Ruhe sucht, geht am besten zur Sunset-Bar (so gut wie leer, Blick in den Sternenhimmel und leise Chill out- Musik oder Jazz).
Einmal in der Woche gibt es auch eine geführte Inseltour im Staff-Bereich: sehr interssant und es gibt dann auch die Meeresschildkrötenaufzucht zu sehen !!!
Ebenfalls zu empfehlen ist der SPA (Mandara): ich hatte einen Spa Sampler (Ganzkörpermassage mit Aromaöl plus Fußsohlenreflexmassage ; 80 min. für 78 Dollar) und diesen sehr genossen.


Zimmer

Ja, wie gesagt, wir hatten einen Doppelbungalow mit Freunden und ich fand den Strandbereich wischen 90 und 108 am schönsten (s.o.)
Die Zimmer sind sehr schön, ganz in Holz. Halboffenes Badezimmer (herrlich; nu am Ankunftstag hatte es – wie gesagt - geschüttet ; dann ist Duschen im Regen doch etwas gewöhnungsbedürftig. Waschbecken und Klo sind überdacht. Es gibt auch eine Extratür ins Bad, so dass man mit Sandfüßen nicht durch Zimmer muss. Obwohl, vor der Terasse ist auch ein Tonkrug mit Frischwasser.
Moskitonetz vorhanden; Fön (wer`s braucht); CD-Player; Fernseher ( manchmal Deutsche Welle); Taschenlampe; Moskitospirale und –spray, 2 große Regenschirme.
Teure Minibar; Wasserkocher mit Tee und Nescafe-Tütchen.
Zimmerjunge war sehr nett und aufmerksam; kommt zweimal am Tag; Handtuchwechsel täglich, auch der Badehandtücher; Bettwäsche alle 2-3 Tage.
Klimaanlage o.K., wenn auch nicht sehr leise.
Und ja, die Zimmer sind hellhörig, zumindest im Bad. Im Zimmer selbst hört man die Nachbarn auf dem Holzfußboden gehen, nicht hingegen die Gespräche, aber schon mal leise Musik oder den Fernseher (wir hatten Glück, da nebenan ja unsere Freunde wohnten).


Tipps/ Empfehlungen

Es werden fast täglich Schnorchelausflüge – immer an verschiedene Plätze - angeboten ( der Guide ist ein Deutscher); sie kosten 20 Dollar pro Person. Wir waren begeistert: es waren 3 Spots und einer davon hieß Dolphins Corner! Und tatsächlich: wir sind einer Schule von bestimmt 20 Tieren begegnet, die unmittelbar neben dem Boot ihre Kunststückchen machten. Genial! Leider waren die Tiere, als wir ins Wasser sprangen, dann jedoch weg. 2 Schildkröten haben uns dann entschädigt.
Ein weiterer klasse Ausflug ist die Sandbank und anschließend die unbewohnte Insel Hamza.
Dort kann man sich auch allein aussetzen lassen und auch ein Barbecue Dinner wird dort angeboten.

Wir haben uns jedenfalls prächtig erholt und können die Insel bedenkenlos weiterempfehlen.
Bei Fragen , bitte melden !!
 


 

Ich berichte kurz über unsere zwei Reisen nach Filitheyo mit zwei Kindern. Die erste Reise (2001) hat stattgefunden, die zweite Reise
(2006) findet nicht statt. Doch dazu später mehr.
Die Insel will ich nicht im Detail beschreiben, das haben viele andere schon getan, gutes Essen, fantastisches Hausriff usw. Wir waren auf diversen Malediveninseln in den letzten 12 Jahren und Fili ist unser Favorit, wenn man beim Tauchen auf Haie und andere Großfische weitgehend verzichten mag. Vielleicht hat die sehr gute Tauchschule inzwischen aber auch sichere Hai- und Mantaspots gefunden. Das Hausriff zählt zu den schönsten Hausriffen! In drei Wochen Urlaub (April) haben wir an ca. 6 Tagen zudem Delphine am Hausriff bei den Wasserbungis und Poolseite gesehen und einmal ist es mir gelungen, neben einer sehr großen Gruppe von Delphinen zu schnorcheln, wobei ich zugeben muß, daß ich unvernünftig weit rausgeschwommen bin. (war wirklich unvernünftig). Das Erlebnis mit dieser Wand von Delphinen werde ich jedoch mein Leben nicht vergessen.
Ich schreibe diesen Bericht aber bes