Zitahli Kudafunafaru Reiseberichte

Wir waren vom 04.10.-17.10. auf Kuda –Funafaru

Unser Bericht im Telegrammstil:

  • die Insel selbst und das einheimische Personal ist nett und bemüht
  • das Management ist absolut schlecht und sehr überheblich
  • der von uns gebuchte Super de Luxe Bungalow war nicht verfügbar, es gab kein Ersatzangebot:“Sorry wir sind Überbucht”
  • Gäste die mit uns Urlaub machten warteten 9Stunden!!! auf dem Flughafen Male, sie wurden vergessen
  • eine Restaurantbuchung im “Mosaik” ging schief, “Sorry wir sind Überbucht” obwohl dann noch ein Tisch den ganzen Abend frei blieb
  • nicht jeder Wein der auf der Karte steht ist verfügbar, der “Ersatzwein” (vom Kellner empfohlen) kann doppelt so teuer sein
  • es empfiehlt sich nur Halbpension zu buchen, da bei Vollpension nicht alle Mittagsgerichte Inklusive sind
  • die Küche ist gut, aber nicht 5Sterne wert
  • der Inselarzt war nicht da
  • wir hatten drei Tage kaltes Duschwasser, standen deshalb ständig mit der Rezeption in Kontakt
  • die Minibar wurde erst nach unserer Beschwerde täglich gefüllt
  • auch die Reinigung des Bungalowgeschirres erfolgte erst nach Beschwerde täglich
    es gibt sehr viel Ungeziefer


Fazit: Der einzige Luxus ist hier der Preis, alles andere ist wohl eher unteres Niveau. UND DIE TAUCHBASIS IST WIRKLICH TOP UND SEHR ZU EMPFEHLEN,

Anike, Gabriel und die Bootscrew haben uns die vielen schlechten Eindrücke vergessen lassen.

Reisebericht Zitahli Kuda Funafaaru 14. Mai - 29. Mai 2010 / TEIL 1

Nachdem wir letztes Jahr mit Veligandu etwas Pech hatten, versuchten wir's dieses Jahr mit
dem Zitahli Kuda Funafaaru und haben gleich richtig zugeschlagen! :-)
Unterm Stricht bedeutet dies ein Beach-Bungi mit eigenem Pool auf dem Sonnendeck.

Selbstverständlich braucht man keinen Pool auf den Malediven und schon gar nicht auf der Terrasse...aber wenn's angeboten wird? Gesagt, getan!

Vorab: Es hat sich mehr als gelohnt! Die Gesamtfläche des Bungis wird mit etwas über 200m2 angegeben. Davon vereinnahmt die Terrasse, resp. Das Sundeck alleine etwa 60m2. Der Pool schlägt frecherweise mit knapp 20m2 zu Buche, was eine Nettofläche der Terrasse von rund 40m2 ergibt. Darauf befinden sich Liegen, mit wirklich erlesenen und dicken Matten - ein Tisch mit 2 Stühlen inklusive Mättchen; Zur rechter Hand ein Baldachin und zur Linken eine Lange Liegefläche, hübsch mit Kissen verziert. Einfach Klasse!

Das Schlafzimmer mit Tagesbett, dem grossen Zwischenraum, mit diversen Schränken,
sowie Mini-Bar, Wein-Kühlschrank, Kaffeestation (Nespresso-Maschine) sowie das riesige offene Bad, mit Aussen-/sowie Innendusche runden das ganze ab.....beinahe... Zu erwähnen bleiben noch die Bose-Soundanlage mit Lautsprechern im Schlafzimmer, Ankleideraum sowie im sehr grossen Badezimmer. TV und kleinere Gimmik's gehören heute zum Standard, also nicht mehr speziell erwähnenswert.

Das Beach-Bungi ist edel in die Natur eingebettet und rechts und links mit Büschen versehen, heisst; - man weiss nicht, ob man Nachbarn hat. Man sieht und hört einfach nichts. Lediglich kleine Wind-/ und Wellengeräusche, die dem Ohr schmeicheln, sind zu hören. Selbstverständlich ist das Meer von der Terrasse sowie vom Bad aus sichtbar und beeindruckt durch smaragdgrüne Farben sowie diversen weiteren Farb-Nuancen. Die Lagune ist ostseitig sehr fein und eigentlich die schönste Beach die wir schon je gesehen haben. Dass sich ab und zu ein Wasserflugzeug dazu gesellt, gehört auf der Ostseite jedoch auch dazu, da sich hier auch der Jetty befindet.

Natürlich befindet sich auf der rund 700 x 250m grossen Insel auch ein Spa, eine kleine Klinik, eine Mini-Bibliothek die langsam heranwächst, Tauchcenter, Wassersportcenter, 2 Restaurants sowie 2 Baren.

Der Gastronomie-part ist schnell erzählt: Sowohl das Hauptrestaurant (Breeze) sowie das à la carte (Mosaik) servieren auserlese und leckere Speisen! Preislich für ein 5 ½* Resort absolut fair und im Rahmen. Ebenso die grosse Weinkarte die beinahe den ganzen Range abdeckt. Die beiden Baren sind sowieso über jeden Zweifel erhaben. Den Service möchte ich als sehr gut bezeichnen, sowohl im Bezug auf Aufmerksamkeit, Freundlichkeit und auch Fachkompetenz. Das gilt übrigens für das gesamte Personal, sprich vom Manager bis zum Hilfsgärtner. Das Resort wird professionell geführt und das merkt man auch. Wer's nach einem Smalltalk mit dem Manager oder sonstigen leitenden Angestellten gelüstet, der kann das täglich tun, das oberste Kader, sowie die verschiedenen Resortchefs sind täglich zu sehen und geben gerne Auskunft und nehmen Anregungen entgegen.

Nicht dass wir das genutzt hätten, aber dennoch: Die Chefs sind auf Platz und nehmen den Faden auf, resp. wollen den Puls Ihres Resorts spüren - sehr gut - sieht man nicht mehr alle Tage ;-)

Wir waren jetzt schon das 8. Mal auf den Inseln und laufen wahrscheinlich Gefahr, zum allerersten Mal Wiederholungstäter zu werden, OBWOHL wir das eigentlich nie vorhatten. Wir haben uns auf Zitahli absolut wohl und sehr gut aufgehoben gefühlt.

Der Charakter der Insel ist nicht lieblich oder gar romantisch, der Eine oder die Andere würde vielleicht sogar meinen, dass sich „DAS typische Maledivengefühl“ nicht so richtig einstellen würde.

Die Insel ist sehr gestylt, sehr modern gehalten aber auch herausragend gepflegt. Die Gesamtarchitektur des Eilandes und der verschiedenen Gebäude sind sehr zeitgemäss gehalten, sprich modern und eher zu nüchtern hien tendierend. Es gibt sowohl im Bungi als auch ausserhalb keinen SchnickSchnack und Schnörkelzeug - es wird alles in einfachen Formen und edel gehalten; nach dem bekannten Slogan „Reduce to the max“. Man findet im Bungi ein Bad von einer Grösse wo man sich darin verlieren könnte. Dasselbe gilt fürs Schlafzimmer, Ankleide und Terasse, Beach und notabene das schöne smaragdene Meer! Man sieht und hört eigentlich fast keine weiteren Gäste... was bei einer Inselgrösse von rund 700 x 250m und lediglich 50 Bungis auch nicht weiter verwunderlich ist.

UND das ist Teil des Inselkonzeptes - sprich: Privatspähre über alles - und das bekommt man auch. Wenn man etwas unternehmen möchte, muss man selber aktiv werden und das ist auch gut so. Animation ist keine vorhanden und man wird auch von keiner Seite angesprochen und zu eventuellen Aktivitäten verführt.

Für Romantiker und solche die gerne über die Tageserlebnisse berichten oder sich austauschen wollen, für jene die sich Abends mit gleichgesinnten an der Bar treffen möchten, für die ist die Insel eher weniger geeignet, für Designliebhaber und Ruhesuchende dafür umso mehr! Mein bleibt unter sich, resp. als paar zu Zweit allein und geniesst die Ruhe.

Bei unserer Ankunft wurden wir vom Management gleich in Empfang genommen und kurzerhand in die Willkommens-Launch - noch auf dem Jetty - gesetzt. Natürlich gabs ein Willkommenstrunk :-)
Darauf hin wurden wir gebeten uns in ein Golfwägelchen zu setzen und los ging's... klar, vielleicht ist das etwas dekadent, man braucht das Wägelchen nicht wirklich...aber als kleines Plus nach einem langen Flug? Doch, Doch - ganz angenehm! :-) Selbstverständlich wurde uns bei dieser Gelegenheit noch kurz die Baren und die Restaurants gezeigt sowie erste Infos mit auf den Weg gegeben.

Wir wurden auf schönen Sandwegen zu unserem Bungi gekarrt und durften kurz danach auch schon unsere Pool-Villa betreten - und das war atemberaubend! Verschwenderische Grösse in allen Bereichen, eine gut gefüllte Minibar, einen separaten Weinkühlschrank etc. etc. es fehlt an nichts.

In Windeseile eine Dusche genommen, die Badehose angezogen und schnurstracks ins Meer gestolpert! Herrlich! Keine scharfen Stückchen im Sand, sondern reinstes, weisses Puder, das gilt übrigens auch für den Meeresboden....und zwar bis etwa 100m von der Wasserlinie weiter weg, was jedoch nicht relevant ist, da man ab ca. 30m eh nicht mehr stehen kann.

Keine Felsen, keine Brocken und keine aufgekratzten Füsse - so lässt sich baden! Nach dem Bade ist bekanntlich vor dem Bade was in unserem Fall bedeutete: Raus aus dem Meer, zum Bungi schlurfen, sich die Füsse an der kleinen Brause vor der Terrasse kurz abduschen und ab in den Pool! Nach einem ausgeprägten „Wellenbad“ folgte dann -leicht im Pool treibend- die Erholung. Ach ja... Die Sicht vom Pool aus, selbst wenn man sich darin befindet, ist erneut wieder das schöne Meer „in Front“.
...geht's noch schöner? :-) ...ich hatte jedenfalls dauernd eine nasse Hose! Man konnte sich nicht entscheiden, ob Pool oder Meer- da haben wir immer beides gemacht, dafür aber doppelt so lange :-)

Bleiben wir doch noch kurz beim Wasser; Grosser Pool an der Inselspitze: Sehr schön angelegt, mit Liegen und Mättchen, selbstverständlich bedient - mit „Pooljunge“ der einem das „Bettchen macht“.
Braucht's nicht? - Stimmt! Aber es wird auf dem Service bestanden und dann soll man's auch geniessen.

An diesem Pool kann man mittags auch eine Kleinigkeit zu sich nehmen, oder man schlurft zur Hauptbar und genehmigt sich dort noch eine etwas kleinere Kleinigkeit, sprich; Tappas - ebenfalls zu empfehlen, Fingerfood für zwischendurch, kleine Portion, kleiner Preis - grosses Ambiente!

Überhaupt: Das Essen insgesamt war sehr legger! Beim Frühstück gab's die üblichen Brote, Müesli, Yoghurt, Wurst, Käse, Salate, Suppen, Süsses, frische Früchte, frisch gepresste Fruchtsäfte, Wasser
Eier in allen Variationen usw.

Abendessen / Buffet: Themenbuffets: Mal Italienisch, französisch...dann wieder nur Vor-/ und Nachspeise - Hauptgang wurde serviert (Auswahl an Gerichten), dann wieder Themenbuffets etc.
Süsses gabs natürlich auch und zwar reichlich! Alles von bester Qualität, die richtigen Sachen gekühlt, die anderen nicht. Keine proppervollen Pötte, dafür laufend wieder mit Frischem aufgefüllt.

A la carte: Dieser Besuch lohnt sich ebenfalls sehr! Wir waren insgesamt 6x mal da. Service, Personal usw. alles allerbestens - übrigens in allen 4 Betrieben - Klasse!

Wer nach dem Abendessen noch eins „schlucken wollte“, der durfte sich in einer der beiden Baren in eins der Sofas fläzen. Weitere Gäste? Fast immer Fehlanzeige. Man sieht einfach fast keine weiteren Urlauber auf der Insel. Die Insel hat keinen eigentlichen Treffpunkt, wo sich die Temporär-Bewohner treffen. Es ist schlicht und weg Ruhe und später noch etwas mehr Ruhe angesagt. Dafür lädt nach dem Nachtessen der beleuchtete Pool erneut zum Bade! :-) Wieder ne nasse Hose!

Ich habe selbstverständlich mit aller Kraft versucht, irgendwelche Beschimpfenswerte Punkte zu finden, doch das gelang mir nicht. Wir wurden ab dem ersten Fusskontakt mit dem Zitahli bis zur Abreise verwöhnt und konntens über die Masse geniessen. Sei es von der kurzen Einführung und Transport via Golfwägelchen zum Bungi, über den Zimmerboy, generellen Service, Essen, Bungi, Beach, Sauberkeit, Wassersport etc. für uns - alles perfekt -

Natürlich, da und dort könnte man sich noch von 98% auf 99% verbessern, das ist jedoch überall so.

Fazit: Das Resort strahlt eine noch nie gesehene Ruhe aus, verwöhnt Ihre Gäste mit einem hervorragenden Service, sowohl im Breeze, Mosaik und auch den beiden Baren. Die Fachkompetenz des Personals ist hoch, das Management dezent present, die Insel ist hervorragend gepflegt. Die Bungalow's sind edel dekadent, aber machen einen unheimlichen Spass! :-)

Brauchts einen Pool auf der Terrasse? Einen 2er-Whirlpool im Bad? Golfwägelchen die auch als Taxi's gerufen werden können? Eine Boseanlage im gesamten Bungi? Einen kleinen Palmengarten vor der Terasse? …. eigentlich nicht, mögen die Einen sagen... „brauchen“ tuts noch vieles nicht, aber man weiss ja, was man bucht. Für diejenigen die Ruhe möchten, Luxus geniessen wollen - ist die Insel schlicht perfekt!

Kuda Funafaru - Reisebericht 8.Juli 2009 – 23.Juli 2009

Anreise: 
Nachtflug mit Condor. Ohne Trombose überstanden. Wieder machen wir uns Gedanken darüber, dass man eigentlich nur noch First Class fliegen sollte. Merken: Nächste Woche Lotto spielen!
 
Ankunft in Male. Direkt zum Zithali Schalter, an dem uns zwei Mitarbeiter begrüßten uns sich fortan um das Gepäck kümmerten. Gleich mal wiegen gehen: 114 $! Ich liebe MAT! Merken: nächstes Mal nicht nur die Logbücher zuhause lassen, auch die Unterhosen!
 
Wartezeit bei MAT: Dank klimatisierter Zithali Lounge im zweiten Stock sehr angenehm. Man wird mit Heiss/Kalt Getränken und nassen Handtüchern versorgt bis zum abwinken.
 
Hier wurden dann auch erst die $114 Dollar per Kreditkarte bezahlt. Unser Zithali „Ankunftsbegleiter“ hat sich darum gekümmert. Weiterflug knapp zwei Stunden später mit MAT. Wir waren in der fliegenden Sauna mit Benzinaufgüßen 1h50 Minuten unterwegs. Kuda Funafaru liegt einfach am nördlichsten, und man konnte noch Mitleidende auf Kuredu und Summer Island rauswerfen.
 
Ankunft: Direkt aus der Sauna in die Zithali Ankunfts Lounge. Wieder duftende nasse Handtücher und einen Empfangscocktail. Die Reiseunterlagen konnten wir schon in der Lounge bei MAT fertig machen und in nem Umschlag „Aki“ übergeben. Nachdem wir festgestellt hatten, dass der Willkommenscocktail alkoholfrei ist, hielt uns hier nichts weiter, und wir wollten unser Zimmer beziehen.
 
Ich hatte vorab um Super Deluxe Beach Villa Nr. 16 per email gebeten. Die bekamen wir auch. Das war kein großes logistisches Problem für das Management, da die Insel praktisch leer war.
 
Also ab auf den Goldbuggy und eine Inselrundfahrt gemacht. Aki gab uns ein Insel und Bungalow Briefing, während uns in sicherem Abstand ein zweiter Golfbuggy mit dem Gepäck folgte.
 
Nachdem wir nach einer Ipod Anschlussmöglichkeit für die Bose-Anlage gefragt hatten, stand 5 min später der „Inselingenieur“ mit ner Ipod Dockingstation samt Fernbedienung da. Also: Ipod rein, Musik aufgedreht, Arschbombe in den Villa-eigenen Terrassen Pool. Das Ding ist knapp 3m breit, ca 6m lang und tief genug um Arschbombe rein zu machen ohne sich das Steißbein zu prellen!  Ansonsten ist der Bungalow genauso wie im Katalog: Riesig groß mit modernster Ausrüstung, 2 Duschen, Jacuzzi mit Blick aufs Meer, Minibar, Weinbar. Wobei man mal erwähnen sollte, dass die Weinkarte hier echt fair ist: Ne Flasche Chateauneuf du Pape$ 51! Wer bitte trinkt da Bier? Also war unsere allabendliche Begleitung fürs Abendessen auch schon gefunden: Sie war Rot, Vollmundig und hielt zwei Abende. Während unserer Abwesenheit hat sich der Tischkellner um sie gekümmert.

Welchen Bungalow das nächste Mal nehmen? Hm… Wir hatten Westseite, das war angenehm aus zwei Gründen. Zunächst ging immer ein Windchen, zum anderen haben wir nichts von den fliegenden Saunas mitbekommen die nachts in der Ostlagune landen. Als wir an einem Tag Sturm hatten, hats uns dafür den Sonnenschirm zerlegt und Sand durch die Fensterspalte in den Bungalow geweht… Möge jeder selbst entscheiden. Auf dieser Insel kann man glaube Nur eins falsch machen: wegen ein paar Euro am Tag auf den Arschbomben Landeplatz einsparen.
Wer Probleme mit Geckos und Kleinvieh hat nimmt halt die Wasserbungalows und verzichtet auf den genialen feinen Strand.
 
Wetter:  
Kurzum genau wie man es in der Regensaison während der Globalen Wetterwechsels erwartet:
Ein Tag Regen, der sich bis zum nächsten Nachmittag zog, ansonsten Sonne und ruhige See. Da hatten wir schon schlechteres Wetter im September (Laut einigen Klimatabellen einer der regenärmsten Monate) und über Sylvester.
 
Verpflegung: 
Die Verpflegung, auf dieser Insel „Mast“ genannt, sprengte alle Vorstellungskraft. Die Insel ist mit zwei Restaurants ausgestattet. Im Breeze wird gefrühstückt und in der Regel die Buffets aufgetischt. Wir hatten in den zwei Wochen das Vergnügen mit einem italienischen, japanischen, französischen, indischen und chinesischen Buffet Bekanntschaft zu machen. Es ist unglaublich was hier aufgetischt wurde…
Vielleicht auch weil die Insel in der ersten Woche teilweise mit nur 9 Gästen belegt war, gab man uns die Möglichkeit im höher klassigen Mosaic ohne Aufpreis zu speisen. Hier gibt’s dann auch einen Gruß aus der Küche, Vorspeise, ein Sorbet, eine Suppe, Hauptspeise und Nachspeise. Zu jedem Essen gibt’s warme frisch gebackene Baguettes mit verschiedenen Dips.
Der Service im Restaurant ist erstklassig, und wurde auch nicht schlechter als die Insel sich wieder zunehmend  gefüllt hat (Naja… max 22 Personen auf einmal). Wünsche die einmal ausgesprochen waren wurden an andere Kellner weitergegeben, aufstehen/hinsetzen ohne Stuhlrücker war nicht möglich, und da wir wohl immer so verschlafen aussahen hat man uns auch direkt mit der Serviette zugedeckt. Wer sein Essen selbst vom Buffet zum Tisch tragen will, sollte einen großen Bogen um die Kellner machen die zwischen Buffet und Restaurant stehen: Sonst tragen nämlich die das und du läufst vorneweg.
Wir hatten Halbpension gebucht. Da man jeden Tag ein wenig Obst aufs Zimmer bekommt und 2 Flaschen Wasser, auf dem Tauchboot mit Snacks wie Früchten, Berrysoup sowie Sandwiches versorgt wird, war das auch mehr als ausreichend. Im Gegenteil: Das war der erste Tauchurlaub in dem ich zugenommen habe! Werner Lau ist schuld!
 
Getränkepreis: Flasche Wasser $6, Flasche Rotwein $51, Prosecco $61, Bier $6, Cola $ 4. Zwei Flaschen Wasser jeden Tag  kostenfrei aufm Zimmer, Wasser/Cola/Fanta/Sprite soviel man trinken und tragen kann aufm Tauchboot. Wir mussten die kompletten 14 Tage nicht einmal Getränke kaufen außer beim Abendessen.
 
Tauchen: 
Tauchen, und wirklich nur Tauchen. Irgendwer hat mir mal erzählt Weight Watchers behauptet durch Tauchen verdient man sich 7 Punkte pro Stunde. Die waren noch nie bei Werner Lau auf Kuda Funafaru tauchen!
 
Deine Aufgabe: Zu den ausgemachten Zeiten zum Hauptsteg laufen. Wobei laufen relativ ist: Sollte dich irgendein Golfbuggy Taxi Fahrer mit Fotoausrüstung und Badehosen auf dem Weg zum Steg entdecken, bettelt er schon fast darum, dich da hin fahren zu dürfen. Wir lehnten in der Regel dankend ab. Ich muss aber zugeben, dass es ein zwei mal doch angenehm war sich mit Unterwasser-Housing an den Steg fahren zu lassen. Das beugt schließlich Deko-Bends vor!
 
Ansonsten wird dein Equipment von Kris und Marielle jeden Tag komplett auf das Boot gekarrt, zusammengerödelt, Nitrox Check vorgeführt, auseinander gebaut, gewaschen und desinfiziert und zum trocknen aufgehängt.  Zwischen 2-Tank Dives hast du noch nicht mal das Salzwasser aus dem Gesicht gewischt hängt dein Jacket schon an einer neuen Flasche. Da kann man sich dran gewöhnen. Ich muss schon sagen: Anfangs war mir ein wenig mulmig zumute jemand anders an mein Equipment zu lassen, aber Kris ist ein absoluter Bastel/Ausrüstungsfreak. Du kannst dir 100% sicher sein, dass dein Equipment genau so zusammengebaut ist wie du es dir einmal gewünscht hast. Im Gegenteil: Da wird auch gerne mal ein kürzerer Inflatorschlauch angeboten um die Schlauchführung zu optimieren, oder kostenlos eine „Kleinrevision“ am Atemregler gemacht, weil er unter Wasser „pfiff“.
Zu den Tauchplätzen: Ich hab noch nie auf den Malediven so viel Fisch gehabt! Wen interessiert hier die Sicht, sie wird eh durch unglaubliche Massen an Silversides und Glasfish eingeschränkt. Wir hatten Tauchplätze, da konntest du nach 3 Meter deinen Buddy nur noch erahnen hinter den Fischmassen...
 
Aber auch Mantas, Adlerrochen, Stechrochen, Delfine, Napoleon, Turtle, Ammenhaie, richtig große Zebrahaie, Schwarzspitzriffhaie und grau Riffhaie blieben uns nicht erspart. An unserem Letzten TG an Sharks&More (Wir sind da 3 mal hin, die angefahrenen Plätze suchen auf dieser Insel schließlich die Gäste raus, nicht ein Basisleiter mit Inselkoller) hatten wir zwei Gruppen mit Schwarzspitz und grauen Riffhaien: Ungelogen, an die 100. Ich schwöre! Ausserdem hab ichs auf Video =)
 
Hausriff gibt’s auf der Insel schon, aber hinschwimmen tut da keiner. Warum auch? Die Bootsfahrt ist inklusive, Equipment musst du auch keins schleppen. Wir wollten eigentlich unbedingt mal schnorcheln da, sind aber irgendwie nicht dazu gekommen.
 
Fazit: Die beste Tauchbasis auf der ich je war. Die zwei genialsten lustigsten Basisleiter (Kris und Marielle). Das entspannteste Tauchen, das ich je erlebt habe. Klasse, ginge es nach mir wäre das die Basis des Jahrhunderts!
 
Die Insel:
Die Bungalows sind genauso wie im Prospekt. Es gibt absolut NICHTs zu motzen. In anderen Reiseberichten (Tripadvisor, Holidayheck) wird darüber moniert, dass das Holz auf der Terrasse schon Gebrauchsspuren hat, die Villen eine undurchsichtige Schalterkonfiguration haben, oder der TV zu schwer zu bedienen ist.
 
Diesen Leuten sei folgendes erklärt: Wenn man zwei Wochen in der Sonne am Meer liegt, dann nutzt man ab, das könnte Ihr an der Lederhaut eurer Frau erkennen. Als Holz sowie als Rentner.
Die Schalter im Bad zum Beispiel sind völlig logisch von rechts nach links angeordnet und bedienen in dieser Reihenfolge auch die Lichter. Natürlich gibt es davon sehr viele in den Villas, es hat ja auch geniale indirekte Beleuchtungen hinterm Bett, in Wandeinbuchtungen, an der Decke, im Pool. Das einzige was vielleicht angemessen wäre: Ein Hauptschalter am Ausgang.
 
Wer den TV mit der Kabelbox und der Boseanlage nicht bedienen kann, der möge doch einfach mal 14 Tage den TV auslassen. Höchst wahrscheinlich sind die Bedienungsdefizite eine direkte Folge immensen Talkshow Konsums.
 
Sport:
Natürlich Tauchen, siehe oben. Weiter: Wassersportcenter mit allem Quatsch wie Segeln, Kitesurfen, Nachtfischen, Schnorcheln, Surfen.
 
Gäste:
Wir hatten: 2 Pärchen Japaner, 2 Östereicher, 8 Deutsche, 2 Schwaben, 3 Russische Frauen. Die prozentuale Verteilung möge sich jeder selbst berechnen.
 
Spa:
Einmal ne Stunde durchkneten lassen: $55. Die Balinesen machen das alle gleichgut, dazu braucht man nichts sagen. Das Spa ist sehr schön angelegt mit 6 einzelnen „Treatmentbungalows“ inkl Jacuzzi, Dusche, Sitzgelegenheit inkl. Tee und Früchten.

Abreise:
Weckruf morgens um 4h30 !!! Verdammt, warum das? Klar: MAT muss nach uns noch 2 andere Inseln anfliegen und Gäste einsammeln. Diesmal Summer Island und Hilton. Klasse die Gäste am Hilton: Während wir in der fliegenden Sauna schmelzen kommen die Abreise Gäste nach 10 Minuten so langsam mal den Steg gewackelt…. Toll wenn man in der Hölle auf andere warten muss! Auf Male dann wiedersehen mit unsere Kofferboy von der Ankunft. Wieder haben wir den Koffer nicht in der Hand bis er im Check-In Schalter auf der Wage liegt.
Heimflug mit Condor, pünktlich 9h50: Natürlich hab ich wieder den einzigen Sitz im Flugzeug erwischt, an dem die Buchse für die Kopfhörer defekt ist… Gottseidank waren in der Comfortclass für Arme mit mehr Sitzabstand noch zwei Sitze frei. Da durften wir dann hin sitzen, bekamen aber trotzdem weiter unsern Fraß während alle um uns rum ein „Premium Menu“ bekamen. Aus 1 Meter Entfernung betrachtet unterscheidet sich das Premium Menu zum normalen Fraß in der anderen Verpackung: Es ist eine Kartonschleife drum, auf der Premium steht.

Preis/Leistung:
Man sollte sich die Insel wirklich mal anbieten lassen. Wir haben schon auf 3 Sterne Inseln (allerdings über Sylvester, dafür dann mit schlechterem Wetter) unwesentlich weniger bezahlt. Dafür dann aber einiges an Wasser und Snacks tagsüber gebraucht. Von daher kann ich nur sagen: Noch nirgends hat das Preis Leistungsverhältnis so gestimmt wie hier. Wir sind zwar nicht so die Wiederholungstäter da es viele schöne Plätze auf der Welt gibt, aber für diese Insel würde ich mich sogar nochmal in ein Wasserflugzeug setzen.


 

Zitahli Kudafunafaru, 28.3. – 11.4.2009

Wir haben uns für den dritten Maledivenurlaub innert 4 Jahren dieses Mal für eine etwas luxuriösere und neu erstelle Insel entschieden. Kudafunafaru liegt im abgelegenen und wenig erschlossenen Norden. Entsprechend gering war auch das jeweilige Taucheraufkommen an den aussergewöhnlich schönen Tauchspots – aber dazu unter „Tauchen“ mehr.

Buchung, Anreise und Empfang
Unsere Reise haben wir in beim Reisebüro TUI – Jelmoli Zürich gebucht, nachdem wir die beiden letzten Male mit Manta Reisen unterwegs waren. Hierzu kommt das erste „Kränzchen“ - die Dame vom Reisebüro hat uns bestens beraten! Auch war ihr kein Aufwand zu gross, diverse Abklärungen zu immer wieder anderen Inseln und Veranstaltern (und deren Angeboten) zu machen. Schliesslich hatten wir uns für Zitahli Kudafunafaru entschieden – was sich im Nachhinein quasi als Lottosechser herausstellen sollte.

Der Nachtflug mit Belair erwies sich als sehr angenehm und mit überraschender Beinfreiheit (für unsere Economy-Plätze). Für uns als Weinliebhaber war wie immer der Zusatzaufwand mit der Getränkebezahlung am Schluss etwas störend, aber das ist wohl heutzutage so, auch für den „Hauswein“. Positiv war jedoch die pünktliche Landung am Samstagmorgen, und auch dass diese Linie noch früher in Male ankommt als der Edelweiss-Kurs (insbesondere beim Rückflug betrachten wir es als Vorteil von Belair, dass der Rückflug am Samstag ist und nicht erst am Sonntag). Was uns jedoch irritier hat, ist eine wohl neue Masche der Maledivischen Zentralregierung, dass alle Flugzeuge mit irgendeinem Spray vor der Landung desinfiziert werden müssen – solche Dinge passen uns überhaupt gar nicht, vor allem wenn man nicht über die Massnahme entsprechend informiert wird.

Nach der Einreisekontrolle beginnen die Ferien nun vollends: ein kurzes Abhacken unserer Namen auf der Reisendenliste der TUI-Dame, und von da an kann man sich getrost dem zuvorkommenden Service der Zitahli-Angestellten hingeben. Unsere Taschen und Koffer mussten wir erst in unserer Villa beim Auspacken wieder in die Hände nehmen. Der Abflug mit dem Wasserflugzeug erfolgte eine Stunde nach unserer Landung in Male, und dazwischen genossen wir den ersten Drink in der klimatisierten Zitahli-Welcome-Lounge – so lässt’s sich gut reisen. Der 45-minütige Flug über Wasser verlief problemlos. Bei der Ankunft wurden wir freundlich begrüsst – und dann kam der Moment, auf den wir uns schon in der Schweiz gefasst machten: Die Bungizuteilung. Die letzten beiden Reisen bedeutete dies jeweils, 1 – 2 Übernachtungen in einem tieferklassigen Bungi oder einer Notunterkunft. Nicht aber hier. Uns wurde ein kostenloses Upgrade in ein Aqua Deluxe Villa offeriert (gebucht hatten wir Beach Deluxe Villa). Das bedeutete konkret: wir konnten je eine Beach- (Nr. 18) und Wasser- (Nr. 27) Villa an der bevorzugten Westseite der Insel besichtigen und uns danach entscheiden, wo wir einziehen wollen, und wie lange wir wo wohnen möchten – und diese Wahl war nicht einfach! Wir entschieden uns für die Wasser-Villa, und blieben da dann auch die gesamten 14 Tage. Das war super für die täglichen Schnorchelausflüge ans nahe Hausriff, wobei die Beach Villas auf der Westseite dies fast genauso gut ermöglichen.

Unterkunft
Zum Bungi – oder besser gesagt zur Villa, brauchen wir nicht viel zu sagen – schaut euch die Bilder an unter www.zitahlikudafunafaru.com – genauso sieht’s auch in der Realität aus. Die Einrichtung lässt keine Wünsche offen, die unzähligen indoor Liege- und Verweilmöglichkeiten, der stylische Whirlpool – und alles funktionierte auf Anhieb – keine Selbstverständlichkeit in den Malediven! Kleine Störungen wie die klappernde Klimaanlage wurden innert Stundenfrist repariert. Und dann ist da noch die riesige Terrasse mit Pool – es ist schon ein unbeschreibliches Feeling, unter brennender Sonne im „kühlen“ Pool die uneingeschränkte Sicht auf den Horizont zu geniessen – und von Zeit zu Zeit geben sich bei diesem Ausblick auch noch ein paar Delphine am Hausriff die Ehre…
Was fehlt, sind eine Duschbrause vor der Villa (um den langen Weg über den Steg ans Land ohne Verbrennungen zu schaffen) und eine Duschbrause bei der Treppe ins Meer (vor dem Sprung in den Terrassen Süsswasserpool). Ausserdem ist das Lichtdesign der Villa wirklich cool, jedoch ist die Bedienung der unzähligen Schalter nach dem Sonnenbaden oder ein zwei Drinks in der Bar eine echte Herausforderung.

Infrastruktur
Die Insel verfügt über zwei Restaurants und zwei Bars. Weiter stehen ein kleines aber feines klimatisiertes Fitness-Center, das mit modernen Geräten (Crosstrainer etc.) sowie einem Tischtennistisch ausgerüstet ist sowie ein tadelloser Tennisplatz zur Verfügung, es gibt ein grosses SPA (das wir nur von aussen betrachteten) und ein Wassersportzentrum (welches wir ebenfalls nicht in Anspruch genommen hatten). Wiederum speziell ist auch der an der Südspitze gelegene Süsswasserpool. Die ungewohnt dunkelblauen Plättchen bergen eine schöne Überraschung: Abends wird durch hunderte kleiner LEDs eine romantische Beleuchtung in das Wasser gezaubert, die den Aufenthalt im Mosaic Restaurant zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.

Essen & Trinken
Da wir nur Zimmer/Frühstück gebucht hatten, waren wir jeweils nur für das Frühstücksbuffet und zwei Abendessen im Hauptrestaurant Breeze. Das Frühstückbuffet war dem Ressortlevel entsprechend umfangreich und köstlich. Herausstreichen möchten wir daher nur die inseleigene Bäckerei, welche für sämtliche Mahlzeiten Brötchen und Brote in allen Variationen im mitteleuropäischen Standard offerieren konnte – ein kleines aber sehr angenehmes Detail. Die Mittagessen haben wir teils im Poolside (abends Mosaic) und teils auf der Terrasse in unserer Villa zu uns genommen. Der Service war sehr gut, rasch und die Qualität ebenfalls tadellos. Die Abendessen nahmen wir mehrheitlich im schön gelegenen und ruhigen Mosaic zu uns. Hier gibt es eine kleine aber sehr gute Auswahl an Gerichten, die einem auf der Karte wie auf dem Tisch das Wasser im Munde zusammen laufen lassen – und im Munde angekommen schmecken sie dann auch genauso gut wie sie schön aussehen. Als wir alle Gerichte kannten, lief der nepalesische Koch zu Höchstform auf, indem wir jeden Abend kurz mit ihm den nächsten Tag für die individuelle Menüzusammenstellung durchgingen. Hervorzuheben ist auch der äusserst aufmerksame und trotzdem unaufdringliche Service. Was wir dem Mosaic jedoch noch gönnen würden, wäre ein Weinklimaschrank, damit der Rotwein in Zukunft richtig temperiert serviert werden kann. Wir gehörten wie meist in den Malediven nicht zu den grossen Bargängern; die Drinks und das Ambiente waren jedoch zu jeder Tageszeit sehr gut. Unsere Schlussfolgerung bezüglich Kulinarik ist, dass es wohl zu einem grossen Teil dem deutsch/schweizerischen Küchenchef zu verdanken ist, dass die Gäste auf dieser Insel kulinarisch bestens verwöhnt werden. Ohne unerwähnt zu lassen, dass sich sämtliche Service- und Küchenangestellten professionell und mit Hingabe um das Wohl ihrer Gäste kümmern.

Service, Management
Wir haben schon viel mehr geschrieben als wir wollten, und das Tauchen kommt erst noch… darum nur kurz: der Service, die Freundlichkeit und die Professionalität sind hervorragend. Wenn sich dies weiter so entwickelt, werden wir hier nächstes Mal schreiben können: perfekt. Vielleicht doch noch ein Müsterchen: Als wir nach einem Morgentauchgang zurück in unsere Villa kamen (es hatte zwischenzeitlich kurz geregnet), war der Whirlpool mit warmem Wasser eingelaufen und auf dem Schaum schwebten duzende von Blüten in gelb und rot – das fanden wir ausserordentlich aufmerksam.

Schnorcheln
Das Hausriff ist auf der Westseite der Insel gelegen, also von unserer Wasservilla aus perfekt in Kürze (ca. 50 m) erreichbar. Es sind zwei Ein-/ausstiege mit Boyen markiert und Strömung war im beschnorchelbaren Bereich praktisch keine vorhanden. Dies erlaubt einem auch das mühelose hin- und zurück schnorcheln entlang dem Riff. Wir beurteilen das Hausriff selbst als gut. Das Fischvorkommen war schon überdurchschnittlich, geprägt von vielen Schwärmen, aber auch grössere Gesellen wie Adlerrochen und Makrelen waren anzutreffen, die Riesenschildkröten zeigten sich auch bei jedem zweiten Schnorchelgang und in der Lagune war nicht selten auch ein Stachelrochen anzutreffen. Schade nur, dass wir nie gleichzeitig mit den öfters vorüberziehenden Delphine zusammengetroffen sind…

Tauchen
Die Tauchbasis wird durch die Firma Werner Lau betrieben. Wir waren bisher zweimal mit OceanPro getaucht und dabei höchst zufrieden – und dasselbe dürfen wir auch von der Werner Lau Tauchbasis in Kudafunafaru behaupten! Das Tauchcenter ist klein und fein und verfügt über modernste Leihausrüstungen. Ansonsten wird hier, wie auf der ganzen Insel, Engagement und Service gross geschrieben!
Das leitende Tauchlehrerpäärchen Chris und Dani führt die Basis bestens. Den Tauchern stehen zwei sehr komfortable und moderne Tauchboote mit einer äusserst freundlichen und serviceorientierten Crew zur Verfügung. Die beiden weiteren Tauchlehrer Kris und Mariella ergänzen das freundliche und sehr kompetente Tauchlehrer Team perfekt. Und die Tauchspots sind ebenfalls einmalig. Man geniesst das Privileg, jeweils als einziges Boot ein Tauchspot für sich geniessen zu dürfen! Zu sehen gibt es sowohl grosse Fische und Schildkröten, wie auch kleines Getiere und spektakuläre Unterwasserlandschaften, bei Tag wie bei Nacht und mit viel oder wenig Strömung.

Gesamteindruck
Das Zitahli Kudafunafaru verdient sich dank aufmerksamem Service, toller Tauchbasis, tadelloser Infrastruktur, schönen Villen und hervorragendem Essen und Trinken in jeder Hinsicht Bestnoten! Für uns ist klar: wenn wir eine Reise in die Malediven wiederholen, dann ist es diejenige nach Zitahli Kudafunafaru.

Für Rückfragen zu Meeru (2006), Veligandu (2007) oder Kudafunafaru (2009) stehen wir gerne zur Verfügung unter: kontiki(at)gmx.net

Grüsse
Simone und Werner


 

Reisebericht Zitahli Kudafunafaru  / März 2009

Wie (fast) jedes Jahr im März waren wir auch jetzt wieder im Inselparadies. Ausgesucht hatten wir uns das neue Ressort Kudafunafaru im Noonu-Atoll, anschließend gab es noch einen Aufenthalt auf Cocoa Island, wie letztes Jahr auch.

Bei Ankunft am Flughafen Male erwartete uns die erste Überraschung. Statt der gebuchten Kategorie Beach Villa auf Kudafunafaru wurde uns freudig eröffnet, dass wir ein Upgrade in eine Wasservilla erhalten (müssen), weil alle Beach-Villen ausgebucht waren. Die Mitarbeiterin des Reiseveranstalters schien offenbar zu erwarten, dass wir vor Freude in Tränen ausbrechen und war angesichts meiner eher zurückhaltenden Reaktion etwas enttäuscht.  Mein Verständnis dafür hielt sich in der Tat in Grenzen. Wenn ich eine Wasservilla hätte haben wollen, hätte ich diese gebucht. Ich wollte aber einen Strandbungalow, unabhängig davon finde ich Überbuchungen aus Prinzip ätzend. So etwas schafft kein Vertrauen bei künftigen Buchungen.

Zweite Überraschung: Wie schon im letzten Jahr durften wir erneut ohne Gepäck weiterfliegen. Der Wasserflieger war offenbar mit der Fracht der zuerst angekommenen Gäste schon so grenzwertig beladen, dass die Folgegruppe dann ohne Gepäck einsteigen musste. Nichts Gutes ahnend hatten sich die Befürchtungen dann auch  bestätigt. Statt der versprochenen Zusage, in etwas zwei Stunden das Gepäck nachzuliefern kam dieses erst am Abend an. Zum Glück hatten wir im Handgepäck vorsorglich ein Starterpack mit Badehose und Minitube Sonnenmilch dabei. Trotzdem ärgerlich.

Auf Funafaru angekommen hat man uns sogleich die Wasservilla gezeigt, mit dem Hinweis, dass wir evtl. in einigen Tagen umziehen können, aufgrund der 40%-Auslastung es aber überhaupt kein Problem sein, für die gesamte Dauer unseres Aufenthaltes den Bungalow ohne Aufpreis zu behalten.  Zur Vermeidung von erneuten Ein- und Umpacken sind wir im Wasserbungalow geblieben.

Dieser hatte es in der Tat in sich. Sehr großzügige Räume, mit einer imposanten runden Badewanne mitten im Bad und sogar eine halboffene Dusche. Die Terrasse war groß und noch imponierender war der große Swimmingpool (obwohl man so etwas ja eigentlich gar nicht braucht). Unser Bungalow lag an der Westseite, was sich als Glückgriff herausstellte. Nur an der Westseite war es möglich, schwimmend oder planschend sich zur Riffkante zu bewegen, für Schnorchler also ideal. Dagegen war das Hausriff an der Ostseite unerreichbar.

Der Bungalow war elegant eingerichtet und sehr komfortabel. Dennoch stimmten ein paar Kleinigkeiten nachdenklich. Das Ressort ist neu, gerade erst einige Monate alt. Es gab sehr edle Materialien, alles wirkte ungewöhnlich modern. Ob aber diese Bauweise den harten Alltag dauerhaft standhält, bleibt abzuwarten. Erste, aus meiner Sicht viel zu frühe Gebrauchsspuren ließen erkennen, daß nicht unbedingt alles durchdacht war. Beispiel: Aufgrund der fehlenden Wasserbehälter an den Stegen schleppte man den Sand zwangsläufig in den Bungalow. Der hölzerne sehr feine Fußboden hatte damit schon erste Probleme, einige Stellen waren schon recht zerkratzt. Schade. Auch das Interieur wirkte zwar einerseits sehr gediegen, aber die vielen technischen Feinheiten machen nur dann Sinn, wenn diese auch funktionieren. So ließen sich einige der überall vorhandenen BOSE-Lautsprecher nicht in der Lautstärke regulieren, die verschiedenen Düsen im riesigen Whirlpool funktionierten nur teilweise. Die Klimaanlage hatte in einem Raum manchmal unangenehme Geräusche und auch der Kühlschrank mitsamt des Weinkühlschrankes beschwerte sich ab und an ob der stickigen Temperaturen. Normalerweise ist das alles kein Problem und auch nicht störend, aber ein neues Ressort sollte solche Probleme so früh noch nicht haben.

Aber genug der Kritik. Unser Bungalow hatte viele Schokoladenseiten, modern und geschmackvoll eingerichtet, und so ziemlich alles an Bord, was der verwöhnte Gast erwartet. Nicht nur ein kompletter Weinkühlschrank, auch eine Espressomaschine gehörte dazu wie ein komplettes Entertainment, Flachbildschirm, CD, DVD, BOSE-Sound. Die Räume waren großzügig und wohnlich. Ob allerdings allein im Bad 17 Lichtschalter notwendig sind, für alle erdenklichen Lichteffekte, sei dahin gestellt. Die Architekten haben sich teilweise regelrecht ausgetobt. 

So modern sich die Villa präsentierte, so ungewöhnlich waren auch die anderen Einrichtungen auf der Insel. Sehr modern gestaltet, nicht immer typisch für die Malediven.

Es gab zwei  Restaurants , die beide sehr gut waren. Im Hauptrestaurant wird zwischen Buffet und A-la-Carte täglich gewechselt, dort hatten wir ein Seafood- sowie an einem anderen Abend ein indisches Buffet wirklich genossen. Im zweiten Restaurant Mosaik, am Pool gelegen (natürlich mit dezenten Lichteffekten) gab es dagegen nur A-la-Carte. Dort waren wir zumeist, und das Essen war auch wirklich hervorragend.  Man konnte auch unabhängig von der Karte Sonderwünsche angeben oder z.B. einen ganzen Fisch beim Chefkoch für den Folgetag vorbestellen. Zubereitet wurde dann nach persönlichen Wünschen. Echt klasse.
Genial beim Frühstück waren die frisch gepressten Säfte. Hier wurde frisches Obst mit weiteren Zutaten, täglich wechselnd, hervorragend gerührt und gemixt, die Säfte waren wirklich köstlich. Wie auch das gesamte Frühstück wirklich sehr vielfältig war.

Viel Luxus also, sowohl im Zimmer wie auch in den Restaurants. Noch ganz auf der Höhe dagegen der Service. Nicht alles war perfekt abgestimmt und eingespielt. Da merkte man noch hier und da, dass das Team noch nicht eingespielt war und wohl auch das Management noch einiges übt. Nur zwei kleine Trinkflaschen Wasser pro Tag im Bungalow ist wohl etwas dürftig, von einer Internet-Zeitung zum Frühstück in verschiedenen Sprachen hatte man noch nichts gehört und ein aufpreispflichtiger Espresso zum Frühstück ist auch nicht gerade zeitgemäß.

Aber, Kritik wurde angenommen, das Management hat die Nähe zu den Gästen gesucht, und ich gehe davon aus, dass das neue und sehr junge Ressort sich noch entwickelt, auch in Sachen Service.

Sehr gut war das Hausriff. Es gab einen guten Bewuchs mit Hart- und Weichkorallen und auch der Fischreichtum war beachtlich. Uns haben die täglichen Schnorchelexkursionen gut gefallen.

Die Tauchschule war von Werner Lau, da wir Schnorchler sind, kann ich darüber nichts sagen. Allerdings sah man die Leute nie, auch nicht beim Managercocktail. So etwas stört mich eher, eigentlich sollte die Tauchschule Kontakt zu den Gästen suchen und nicht umgekehrt. Taucher werden aber eine Tauchschule sicher nach anderen Kriterien beurteilen. 

Zusammenfassend überwiegen die positiven Elemente deutlich. Die Insel ist sehr schön, es gibt viel Strand rundherum, eine schöne Lagune zum Schwimmen, und ein gut erreichbares offenbar noch unberührtes Hausriff. Die Einrichtungen sind luxuriös, wenn auch teilweise ungewöhnlich, und die Villen sind sehr komfortabel. Der Service kann noch besser werden, aber man sollte dem Management auch die Chance geben, sich dahin zu entwickeln.
Ich kann diese Insel empfehlen.

Jürgen