Reiseberichte Banyan Tree / Vabbinfaru

Reisebericht : Banyan Tree Vabbinfaru 18.3 -29.3 2011

Nach einigem Überlegen waren es nun doch wieder die Malediven geworden, allerdings nicht wie die vergangenen Jahre Coco Palm Dhuni Kolhu, das war uns zu langweilig geworden- vor allem aus Taucher's Sicht- sondern eine viel kleineres und enger bebautes Eiland mit dem Namen Banyan Tree Vabbinfaru welches mit dem Speedboot auch nur ca. 30 Minuten von Male entfernt liegt (früher ein no go für mich).

Die Gründe für diese Wahl waren
a) die kurze Fahrt zur Insel - wir habe die „Nähe“ zu Male/Hulule lärmtechnisch nicht bemerkt- im Gegenteil, da keine Wasserflieger landen und starten müssen, ist es sogar leiser!
b) die nahe Nachbarinsel Angsana mit ihrem Hausriff, alle 2 Stunden gibt es ein Dohnishuttle zwischen den Inseln, man hat also quasi 2 Inseln und Hausriffe zur Verfügung.

Wir flogen am frühen Abend des 18.3. von Hamburg nach Düsseldorf wo wir nach knapp 1,5 Stunden Aufenthalt den AB Flieger in Richtung Male besteigen durften, welcher dann mit einer ca. halbstündigen Verspätung startete.

Wir machten es uns auf unseren Plätzen bequem, nach ca. 2 Stunden knipste ich mir das“ Licht“ aus und wurde so um und beim Frühstück wieder wach, was den Flug sehr erträglich macht, nach ca. 10 Stunden waren wir am Ziel.
Das coolste ist selbst nach den vielen Besuchen immer noch wenn man den ersten Schritt aus der Maschine macht und einem diese wie ich finde „spezielle“ Maledivenluft entgegen schlägt....immer wieder der Hammer!

Die Einreise und das Koffergeraffel gingen flott.... raus aus dem Terminal...... erst zum Th. Cook dann zum Banyan Tree Schalter, 10 Minuten warten dann zum Boot......und ca. 30 Minuten später gegen frühen Mittag waren wir auf „unserer“ Insel.

Nach einer nette Begrüßung mit Ginger Lemon Icetea und dem obligatorischen feuchten Tuch ging es zu unserem Bungalow Nr. 26 an vorderster Front ( einer sogenannten Beachfront Villa, es gibt noch 3 weitere Kategorien). Diese sind sehr harmonisch ausgestattet und in sehr gutem Zustand unsere Koffer waren schon dort und somit hieß es auspacken, kurz noch am Buffet vorbei huschen für eine kleine Stärkung und zur Tauchbasis zum Einchecken und Check Dive.

Das Einchecken an der TB und der Check Dive (einmal Maske halb fluten und Ausblasen) am Hausriff gingen problemlos, danach noch etwas Abhängen, Abendessen, Bar und dann ab ins Betti.....hach wir sind wieder hier :-))

Zwischen Male und Vabbinfaru besteht eine Stunde+ Zeitunterschied

Insel :
Vabbinfaru kann man in einer guten viertel Stunde umrunden ist also sehr klein, es gibt Palmen blühende Büsche usw. man hat Sandwege und auch die Bar und der Restaurant Bereich hat Sandboden.
Es gibt einen Schwarm kleiner Papageien, Flughunde, Geckos, Schönechsen, Weißbrustkielrallen, Glanzkrähen und keine Moskitos oder Schabentierchen ;-) jedenfalls haben wir keine gesehen. Baden ist sehr gut möglich. Das HR ist über 4 Ein/Ausgänge sehr gut zu erreichen und ist sehr schön, die Korallen sehen meist echt gut aus! Die Insel wurde für meinen Geschmack für die Gewinnoptimierung zu eng bebaut ein paar Bungalows weniger wären schon schöner, jeder kann dem anderen auf den Teller schauen, das ist das heftigste was ich bisher bereist habe.

Beachfront Villa :
Von der Größe her für uns optimal, ein Wohnraum mit Himmelbett und einer Liegeecke, kleiner Schreibtisch, Minibar und Blick auf das Meer. Halboffenes Badezimmer mit zwei Duschen eine unter freiem Himmel eine überdacht, zwei Waschbecken und dem üblichen Schnickschnack wie Shampoo, Duschzeugs Lotion etc.
Terrasse mit zwei Stühlen Tisch und Sonnenschirm, zwei Liegen mit Auflagen, Hängematte und Wassermatratzen, ein kleiner Steg zum Sonnendeck mit zwei Liegen und Tisch an der Wasserlinie.

Essen :

7:30 – 10:30 Frühstücks Buffet
mit fast allem was das Herz begehrt.

12:30- 14:30 Mittags Buffet
Barbeque, Vorspeisen, Suppe, Currys, Nudeln, Salatbar, Süßspeisen usw.

19:30-22:00 Abendessen
dieses wird an 5 Abenden als Menue und an zwei Abenden als Bufett (Maledivisch und Barbeque)
angeboten. Das Menue (wir waren diesbezüglich sehr skeptisch) besteht aus dem Gruß aus der Küche, Vorspeise (4 Varianten), Suppe (2 Varianten), Sorbet (immer unterschiedlich mal Tomate, Ananas, Sellerie etc. sehr interessant), Hauptgang (4 Varianten Fisch, Fleisch, Vegetarisch, Gesund) und der Nachspeise (4 Varianten). Weine (trinken wir nicht) sehr teuer, kenne mich mit dem Zeug jedoch nicht aus, Wasser die Flasche 3,50$ und Kaffee 4$? nach dem Essen war nicht enthalten.

Das Essen , vor allem die Menue waren wieder erwartend sehr gut und sättigend von der Menge her, ich habe immer etwas bei den Buffets gefunden wobei ich diese geschmacklich nicht so gut fand wie die Menues.

Sonstiges :
Es gibt eine kostenloses Wi-Fi Internet Verbindung an der Bar und in den Bungalows.

Die Insel hat ein Meeresbiologisches Labor und eine kleine Anlage für Meeresschildkröten.

Es gibt natürlich auch ein Spa, da kann ich aber nichts zu sagen, weil wer hat denn für so etwas im Tauchurlaub Zeit ;-)

Ausflüge und andere Aktivitäten :
Schnorchelsafari, Morgenschnorcheln, Nachtschnorcheln, Maletrip, Nachtfischen, Vorträge Meeresbiologie, Dolphin Cruise, lokaler Kochkurs, Veela Cruise- Segelyacht, Tiefseeangeln um einige zu nennen. Wir haben bis auf einen Vortrag nichts davon gemacht.

Täglich werden um 11: 30 und um 17: 30 die Schildis gefüttert und etwas dazu erzählt, dahin muß man schnorcheln/schwimmen.
Um 17:00 werden am Steg des Jettys Große Rochen gefüttert.

Wenn es dunkel ist kann man am Jetty mehrere große Ammenhaie im Wasser beobachten.

Die Nebenkosten sind dem Preisniveau der Insel angepasst.

Tauchen und Schnorcheln :
Es gibt zum Schnorcheln 4 Ein/Ausgänge, bei Flut ging es im 3er long auch very easy über die Riffkannte mit 1-1,5 Meter Wasser unter meinem Bauch ;-)
Das Tauchboot ist sehr groß, schnell und sehr gut in Schuß. Es hat 2 Toiletten und eine Dusche und wird für Vabbinfaru und Angsana genutzt da es auch ein und die selbe TB ist. Auf Vabbinfaru waren wir meist die einzigen Taucher, die „meisten“ kamen von Angsana und wenn wir viele waren dann 12/14 Gäste die in höchsten 4er Gruppen aufgeteilt wurden mit jeweils einem Guide.
Das Tauchen ist sehr teuer, da wir viel getaucht sind gab es einen Rabatt und ein TG hat nur 58 $ normal sind 68$ +20$ pro Person und Tag auf dem Boot so sind wir auf schlappe 2750$ nur für's Tauchen gekommen! Hat sich aber gelohnt!!

Wir haben jeder 21 TG gemacht und ich war auch noch fleißig Schnorcheln.

19.3 Check Dive , HR 21 Meter, 59 Min Palettenstachler, Harlekin Geisterpfeifenfisch, Lobster und 4 Ammenhaie
20.3/1 Boot Nassimo Thila, 27 Meter, 57 Min, viel Fisch, Schildi, Napoleon, Netzmuräne und Anemonenkrebs
/2 Boot Barabo Thila, 16,7 Meter, 57 Min Muränen, Stachelrochen und Schildi
Nachmittags noch 2,5 Stunden Schnorcheln mit 5 großen Blacktips, Plataxen und Palettenstachlern

21.3/1 Boot Bodu Hiti Thila 21,5 Meter, 57 Min. 6 Mantas, Whitetip, Schildi und Napoleon und ich hatte den Druckausgleich verka....t und ein Ohr hat rumgezickt hat sich aber dann nach einiger Zeit im flacheren gegeben und ich konnte doch weiter runter.
/2 Boot Bodu Thila 21 Meter, 58 Min. Adlerrochen und Scherengarnelen zum Schluß noch ein Aquarium.
Nachmittags noch 2 Stunden Schnorcheln mit Blacktips, Schildis und Plataxen

22.3/1 Boot Lankan Reef 23,7 Meter, 51 Min. Driftdive Blacktip, Schildi, Napoleon, Adler- und Stachelrochen.
/2 Boot Ran Faru 20 Meter, 52 Min. Frogfisch , juv. Rotfeuerfisch tolles Riffdach!
Nachmittags 2 Stunden Schnorcheln mit den üblichen Verdächtigen und einem großen Hornhecht und einem kleinen Buckeldrachenkopf.

23.3/1 Boot Furana North 20 Meter, 50 Min. Driftdive, hat kräftig gezogen 5 Adlerrochen und Schildi
/2 Boot Kuda Giri 19,8 Meter, 55 Min. Feuerfische, Muränen und Sepie.
/3 HR Vabbinfaru 9 Meter, 59 Min 2 Sepien, gr. Ammenhai, Whitetip, Pfeifenfisch nicht gefunden.

24.3/1 Boot Victory Wrack Hulule 28,1 Meter, 44 Min. wenig Strömung habe Schaukelfisch entdeckt.
/2 Boot Madifaru 20,8 Meter, 55 Min. nix Besonderes aber schönes Riffdach
Nachmittags spät 1,5 Stunden Schnorcheln Blacktip, Schildi und juv. Segelflossen Doktorfisch.

25.3/1 Boot Hulhangu Kandu 22,9 Meter, 51 Min. Driftdive nicht so schön, große Schule Süßlippen und in der ferne Adlerrochen.
/2 Boot Hoholha Gaa 19 Meter, 66 Min. Hohlrücken Garnelen...Klasse!
Nachmittags nur 1 Stunde Schnorcheln weil mir allein 7! ausgewachsene Blacktips zu viele waren!

26.3/1 Boot Okobe Thila 24,3 Meter, 55 Min. viel Schwarmfisch, Annemonen-Porzellankrebs, Feuerfische, Langnasen Büschelbarsche und eine mini Baby Schnecke.
/2 Boot Hatha Boa 21,3 Meter, 56 Min. Feuerfisch und Garnelen
/3 HR Angsana 20,8 Meter, 51 Min. Wrack nett, viele Sandaale, Grundeln, Torpedobarsche.

27.3/1 Boot Bodu Hiti Thila 25,9 Meter, 56 Min. Witetip, Schildi, Drachenkopf und Feuerfisch.
/2 Boot Kuda Thila 21,6 Meter, 54 Min. Viel Kleinkram, Scherengarnelen und Steinfisch, eine Dornenkrone wurde vom Guide aus dem Riff entfernt.
/3 HR Vabbinfaru 19,8 Meter, 59 Min. Thunfisch, Makrelen, Lobster Ammenhaie kein Geisterpfeifenfisch.

28.3/1 Letzter TG am HR Vabbinfaru :-( Adlerrochen, Baby Picasso, Whitetip, Blacktip und ein Buckeldrachenkopf.
Nachmittags ein letztes Schnorcheln 1,5 Stunden gr.Rochen und die üblichen Verdächtigen.

Wetter :
Die ersten 5 Tage spiegelglatte See, traumhaft ein riesen Aquarium!! Danach leichte Welle, wenig Schwebezeugs gute bis sehr gute Sicht. An diesen windstillen Tagen hatten wir Sonne pur danach immer leichte Bewölkung die sich bis spätestens Mittags verzogen hatte. Einmal gab es 5 Tröpfchen Regen nicht nennenswert. Die Temperatur lag tagsüber meist um 32/33 Grad die Angestellte haben der Hitze (Windstille) wegen arg gestöhnt verständlich wenn man dabei arbeiten muss! Die Wassertemperatur war an der Oberfläche 30 Grad und in ca.20 Metern Tiefe 28/29 Grad. Getaucht sind wir auch nur im 1er long.

Tja, auch die schönste Zeit geht vorüber und der Tag der Abreise am 29.3 war ruckzuck da, irgendwie bekam ich auch alles wieder in die Koffer und es hieß Abschied nehmen, ganz gemütlich konnten wir morgens noch Frühstücken und bezahlen, am Jetty ein letztes Mal Fischis gucken und um 10:30 ging es los nach Hulule zum Flughafen. Ich gestehe das mir dieses Mal tatsächlich wieder etwas Augeninkontinenz den Blick trübte als ich zurück schaute nach Vabbinfaru. Die Überfahrt dauerte nur 25 Minuten und wir waren auf dem Flughafen, checkten ein und um 12:40 Malezeit sollten wir starten, es ging dann erst ca. 1 Stunde später los, zum Glück hatten wir 3 Stunden Aufenthalt in München und daher kein Problem mit der Verspätung. Der Flug verlief wieder wie immer- Licht aus und schnarch bis kurz vor Landung...genial!
München- Hamburg war auch alles normal und gegen 22:00 waren wir wieder sicher in Hamburg angekommen was man von unserem großen, bösen Tauchkoffer nicht behaupten konnte- der war nämlich nicht da- wurde aber am nächsten Tag unbeschädigt nach Hause geliefert.

Fazit :
Uns hat der Urlaub, die Insel, der Service, das Tauchen und Schnorcheln super, super gut gefallen!
Das die Insel sehr , sehr dicht bebaut ist mag nicht jedem Gefallen, mir auch nicht aber das hat mich nicht in dem Sinne gestört, anders wäre es schöner aber da alles andere für uns stimmig ist kann ich sehr gut damit leben, das würde anders sein wenn ich eine Großfamilie neben meinem Bungalow gehabt hätte vermute ich......aber da hatten wir nur nackische Hängemöpse GG.
Nächstes Jahr selbe Zeit selber Ort, we will be back to Vabbinfaru!!

Um Fotos, Tauchplatzbeschreibungen usw. bereichert wird es diesem Reisebericht etwas später noch auf meiner HP geben.

Banyan Tree Vabbinfaru

Wir sind am 24.5.08 nach drei Wochen Hochzeitsreise von den Malediven zurückgekommen. 2 Wochen waren wir im W Retreat & Spa (2. – 16.5.) und 1 Woche im Banyan Tree Vabbinfaru (16. – 23.5.). Wir wollten uns zu unserem Honeymoon wirklich etwas Großartiges und Luxus gönnen. Dies war, nach Meedhupparu, unser zweiter Aufenthalt und unsere dritte Insel in den Malediven.

Vorab möchte ich erwähnen, dass das "arme" Banyan Tree nach dem für uns alles überragenden W Retreat & Spa war und wir daher natürlich immer verglichen haben. Daher möchten wir wirklich betonen, dass wir gerne auf dieser Insel waren, trotz der teilweise kritischen Worte in diesem Bericht.

Der Transfer vom W ins BT wurden zwischen den beiden Hotels ausgemacht und verlief total unkompliziert. Ein Mitarbeiter von BT erwartete uns bereits am Flughafen in Male, nahm unser Gepäck ab und brachte uns zum Speedboot, welches uns in 20 min auf die Insel brachte. Am Boot bekamen wir Erfrischungstücher und Wasser.

Der Empfang in BT war ebenfalls sehr warmherzig. Auch hier bekamen wir frische Handtücher, die lecker nach Zitronengras gerochen haben. Außerdem haben wir einen eisgekühlten Ingwer-Zitronengras Tee zur Erfrischung gereicht bekommen. Im Gegensatz zu W ist BT nicht so modern und stylisch, aber total gemütlich mit asiatischem Flair und mit viel (dunklem) Holz (ich glaube, es ist balinesischer Stil). Auch das hat uns sehr gut gefallen und wir haben diesen Unterschied zu W begrüßt. Die Mitarbeiter an der Rezeption waren sehr freundlich und effizient.

Auch hier war unsere "Ocean View Villa" bereits fertig und wir wurden sofort hingebracht. BT ist ebenfalls eine sehr kleine Insel (nur knapp größer als W/Fesdu), allerdings stehen hier nicht nur 25 Bungalows sondern 48, die versetzt angeordnet sind. Meines Erachtens ist das zuviel und zu eng.

Wir haben den Bungalow Nr. 36 bekommen und waren erstmal enttäuscht, kaum standen wir drinnen. Es roch echt modrig und feucht. Schnell stellte sich heraus, dass das aufgrund der sich – wenn der Zimmerschlüssel gezogen wurde – abschalteten Klimaanlage sein musste. Die Klimaanlage hat die Feuchtigkeit einfach nicht gepackt. Das Dach ist – sehr schön! – mit Palmblätter/Stroh o.ä. in Schneckenform angerichtet, aber die Feuchtigkeit hat es offensichtlich zu sehr durchdrungen und diesen – sorry – widerlichen Geruch verursacht. Anders könnte ich es mir nicht erklären. Jetzt ist man eh so wenig wie möglich im Bungalow, ganz vermeiden läßt das aber nun nicht – also was tun. Natürlich wollten wir alle Türen aufreissen, aber die Klimaanlage gleichzeitig einschalten, ist auch nicht gerade umweltfreundlich. Es war echt doof. Zusätzlich war die Klimaanlage wirklich sehr geräuschvoll und hat die ganze Tonleiter rauf und runter gescheppert. Vielleicht ging es aber nur uns in diesem Bungalow so, andere schienen sehr zufrieden zu sein. Der Raum war eher klein, aber ausreichend, der Kleiderschrank im Bad im Freien. Ansonsten war das Zimmer sehr schön und geschmackvoll eingerichtet, mit einem schnuckeligen Himmelbett. Das Bad war auch sehr schön und halboffen, mit einer Innen- und Außendusche. Außerdem hat es eine "hintere" Terasse gegeben, mit einem super Whirlpool (nur Whirl!), den wir sehr gerne, auch bei heftigen Regen, genutzt haben :-). Die Ocean View Villas sind diejenigen, die nach hinten versetzt sind. Wir haben uns für die entschieden, da diese wesentlich privater sind. Wir konnten dort auch nackig rumlaufen. In der Beach Front Villa sieht man zwar wunderschön direkt vom Bett auf's Meer – aber auch wunderschön von außen hinein – und zwar von einem Bungi in den nächsten. Dazwischen noch zusätzlich die Liegen von den Ocean View Villas. Wir brauchten nur den Kopf auf unserer Liege von links nach rechts drehen und konnten uns aussuchen, wem wir bis in Bett hinein guckten. Wieder kann ich nur von unserer Nord(ost)-Seite, leider der schlechten, sprechen. Ich denke, es ist besser auf der Süd(west)-Seite, Bungis 1 - 17. Wahrscheinlich ist es auch ein bißchen saisonabhängig. Der Roomboy kam zweimal am Tag, allerdings war es insgesamt nicht so sauber. Ich mordete einige Silberfischchen am Daybed im Bungi (die stehen ja auf Feuchtigkeit ;-)…) und auch eine große Kakerlake. Nun sind Kakerlaken ja wirklich nichts weltenbewegendes in den Tropen, auch nicht in so einem Luxusschuppen. Allerdings war ich "gemein", weil ich hab testweise das Viech mitten am Fußboden liegen lassen – die blieb da liegen, auch nachdem der Roomboy da war, bis ich sie selbst gekübelt hatte. Für diese Kategorie find ich das nicht in Ordnung. Es gab auch ein paar "größere Ameisen", die im Bungi rumrannten, aber wenn die wirklich gestört hätten, wäre ein Vernichtungsspray zur Verfügung gestanden, auf den wir jedoch verzichtet haben. Andererseits hab ich von anderen gehört, die ganze Ameisenstraßen hatten, dass war dann wohl wirklich zuviel des Guten. Jeden Abend bekamen wir Süßigkeiten sowie ein kleines Geschenk (Räucherwerk, Fächer, Kerzen, etc.). Das fanden wir total süß. BT stellt ausreichend Seife, Duschgel, Shampoo & Conditioner sowie Badehandtücher zur Verfügung. Wer nicht pingelig ist, kann das Zeugs also daheim lassen.

Der Strandbereich war, wie schon angedeutet, ein paar Meter weiter vorne und ehrlich gesagt, vorerst mal auch ein bißchen ein Schock für uns. Wir haben ihn das erste mal auch noch dazu bei Flut gesehen, wo vom Strand eigentlich nichts mehr, bzw. sehr wenig über war und diverses Wurzelwerk schon heraus gewunken hat. Natürlich ist das nicht die Schuld von BT, die alles versuchen, um diese Situation (wie fast überall auf den maledivischen Inseln) zu verbessern, nichtsdestotrotz waren wir im W einen relativ breiten, feinen Puderzuckerstrand gewohnt, bei dem der nächste Nachbar ein gutes Stück weiter weg war – wenn überhaupt einer draußen gelegen ist und nicht auf der hinter Grünzeug versteckten Terasse des Retreats geblieben ist. Jetzt standen wir vor einem kaum existierenden, grobkörnigen Strand mit aufgemischtem, relativ trüben Wasser mit wirklich groben Korallenstücken im Wasser, die echt wehtaten (man sah ja nicht, wohin man getreten hat). Ja, ich bin in diesem fall zickig (daher auch immer mit Flip Flop unterwegs, auch auf barfuß-Inseln), gebe ich zu :-). 2m links und 2m rechts von der Liege war bereits der nächste Beach Front Bungi, und wir konnten aber die Liegen auch nicht weiter vorziehen. Das war echt unangenehm, aber auch daran haben wir uns gewöhnt. Die Süd(west)-Seite ist hier tatsächlich wesentlich besser! Sie haben weiters nette Hängematten aufgespannt und besonders genial fanden wir die "floaters", luftmatratzenähnliche Dinger, auf denen wir wunderbar durchs Wasser treiben konnten.

BT hat die Möglichkeit der Vollpension, die wir voll ausschöpften, Getränke sind jedoch extra zu bezahlen (man bekommt pro Tag einen Liter Wasser pro Person gratis auf's Zimmer). Das Frühstück war sehr facettenreich, wir haben allerdings hier die Vielzahl der frisch gepressten Säfte vermisst, waren aber da doch sehr vom W verwöhnt worden. Das Mittagsbuffet war super-lecker, sehr sehr gute Curries, Vorspeisen und Nachspeisen, jeden Tag ein anderes Schwerpunktthema. Abends gab es im (einzigen) Restaurant ein fixes 4-Gang Menü + Zwischengang (Sorbet). Hier konnte man immer aus 4 verschiedenen Speisen pro Gang wählen, also für jeden Geschmack etwas dabei. Das Essen war immer hervorragend und auch schön für's Auge. Einmal hab ich scherzhalber mit viel Augenzwinkern gemotzt, dass gar kein Curry zur Auswahl stand und Laamir, der beste Kellner der ganzen Insel – er war wirklich super und zuvorkommend –, hat mich dann tatsächlich mit einem frisch gemachten, megaguten Hühnercurry überrascht! Das war wirklich toll!

Ansonsten waren die Kellner zwar freundlich und bemüht, jedoch wirkten sie leider teilweise auch lustlos, ließen dich ewig lange warten, bis sie die Bestellung aufnahmen, manchmal grüßten sie einfach auch nicht und beim Reden blickten sie gerne und oft über die Köpfe hinweg. Das hat mich wirklich gestört. Laamir war, wie gesagt, die große Ausnahme, aber er hätte sich wohl zerreißen müssen, um alle perfekt zu bedienen. Vielleicht wären uns diese Kleinigkeiten (?) nicht aufgefallen, wenn wir keine entsprechende Vergleichsmöglichkeit gehabt hätten. Wir hatten diese aber und da stieg BT deutlich schlechter aus als das W. Schade!

Andererseits ist BT ein herausragendes Beispiel bezüglich weltweiter sozialer Verantwortung!! Sie, in dem Fall das gesamte "Banyan Tree Unternehmen", fördern sehr großzügig soziale ("menschliche") Projekte genauso wie Meeresprojekte. Sie versuchen auch ziemlich erfolgreich ihre Gäste mit einzubeziehen. Nicht nur kann einfach Geld gespendet werden, sondern du hast die Möglichkeit, Schildkröten zu "adoptieren" oder Korallengärten zu sponsern, die neu angebaut/angepflanzt werden und die nach dem Sponsor benannt werden. Vor Ort gibt es eine Aufzuchtstation für Schildkröten. Man kann bei den Fütterungszeiten dabei sein und erfährt so allerhand über die Tiere. Genauso gibt es eine Rochenfütterung, auch hier erfährt man jede Menge wissenswertes auf eine "leichte" Art, die Spaß macht und beeindruckend ist. Außerdem haben sie eine Marine Bio-Lab Station, in der sie jede Menge forschen. Die ist für jedermann jederzeit zugänglich und die Leute da erklären dir sehr gerne und ausführlich was immer du wissen willst.

Als begeisterte Taucher waren wir natürlich auch hier oft Tauchen. Leider ist das neue Tauchboot zwei Tage bevor wir angekommen sind kaputt gegangen und wir wurden auf ihrem "alten" Dhoni rumgeschippert. Die Dhonis haben Charme und es war natürlich total ok, schwach fand ich allerdings, dass es auf dem Dhoni keine Süßwasserdusche gab. Also haben wir halt unser Trinkwasser zum Ohrenauswaschen benutzt, naja. Aber das neue Boot war echt klasse und mit einem super Sonnendeck (und natürlich einer Süßwasserdusche ;-)…). Wir bekamen nach jedem Tauchgang Wasser, frische Früchte und Handtücher zur Verfügung gestellt. Die Tauch- und Bootscrew war ebenfalls sehr nett und wir hatten auch hier jede Menge Spaß. Das Schnorcheln war hier besonders gut, bei einem 3 Stunden Rundgang haben wir wirklich jegliches Getier gesehen bis hin zu jeder Menge White and Black tipped reef sharks.

Was wir auf jeden Fall empfehlen möchten, ist die Naiboli Bar. Dort haben wir uns ein paar Mal eine Wasserpfeife gegönnt (mit Milch-Rosenwasser und Rosentabak, echt genial-lecker). Außerdem steht dort ein recht großes Teleskop, das sie für uns auf alle möglichen Sternchen gerichtet haben. Der Ring um den Saturn war jedenfalls sehenswert :-).

Aber das allerbeste auf BT war eindeutig der Spa. Man muss sich dort wirklich zumindest eine Massage gönnen. Die Behandlungen sind zu 200% ihr Geld wert. Die Mädels sind herausragend und professionell, die Umgebung ist gemütlich, heimelig und sehr entspannend. Ich habe fast alle Massagevarianten durchprobiert und mir auch einen ganzen Banyan Day (7 Stunden!) "reingezogen". Genial! Am letzten Tag hatten wir eine Partner-Behandlung "Thai Ginger Healer" (3 Stunden) – die für uns beide das definitive Highlight war! Unbedingt vorab buchen (sie schicken die Liste inkl. der Preise gerne per Mail), damit auch der Wunschtermin erfüllt werden kann und dann gibt’s auch 20% auf die erste Massage.

Alles in allem haben wir uns im BT durchaus wohlgefühlt, grundsätzlich waren die Mitarbeiter nett und bemüht, wir mochten, dass unser Bungalow nach hinten versetzt war und dadurch nicht eingesehen werden konnte, das Essen war ausgezeichnet und das Tauchen sehr gut. Ich bin sicher, wenn wir dort vorm W gewesen wären, wären wir weniger pingelig gewesen :-)

Wenn ihr sonst noch Fragen habt, könnt ihr euch gerne an uns wenden:

Thomas & Katrin
malediven2008 at gmail.com

 

 

27.7-4.8.2000

Banyan Tree:

Wir haben Banyan Tree während eines Tagesausfluges besucht und ich muß sagen, wir waren ziemlich enttäuscht. Die Bungalows sind wirklich erste Sahne aber das gesamte Drum herum ist nicht so gepflegt und der Strand war auch nicht so mein Fall (wahrscheinlich sind wir von Baros zu verwöhnt).
Jedes Bungalow hat eine eigene Holzmauer um vor Blicken anderer Gäste zu schützen was das Gesamtbild ziemlich stört. Was auch der Optik nicht gerade gut tut ist ein breiter betonierter Weg mitten durch die Insel die wäre auch typischer wenn Sie einfach aus Sand wäre. Fazit: Banyan Tree ist eine sehr teure Insel die meiner Meinung nach das Geld nicht wert ist.

Nicoleta Lukas

nicoleta@clever-buchen.de