Bayan Tree
 

 

Banyan Tree Vabbinfaru

Wir sind am 24.5.08 nach drei Wochen Hochzeitsreise von den Malediven zurückgekommen. 2 Wochen waren wir im W Retreat & Spa (2. – 16.5.) und 1 Woche im Banyan Tree Vabbinfaru (16. – 23.5.). Wir wollten uns zu unserem Honeymoon wirklich etwas Großartiges und Luxus gönnen. Dies war, nach Meedhupparu, unser zweiter Aufenthalt und unsere dritte Insel in den Malediven.

Vorab möchte ich erwähnen, dass das "arme" Banyan Tree nach dem für uns alles überragenden W Retreat & Spa war und wir daher natürlich immer verglichen haben. Daher möchten wir wirklich betonen, dass wir gerne auf dieser Insel waren, trotz der teilweise kritischen Worte in diesem Bericht.

Der Transfer vom W ins BT wurden zwischen den beiden Hotels ausgemacht und verlief total unkompliziert. Ein Mitarbeiter von BT erwartete uns bereits am Flughafen in Male, nahm unser Gepäck ab und brachte uns zum Speedboot, welches uns in 20 min auf die Insel brachte. Am Boot bekamen wir Erfrischungstücher und Wasser.

Der Empfang in BT war ebenfalls sehr warmherzig. Auch hier bekamen wir frische Handtücher, die lecker nach Zitronengras gerochen haben. Außerdem haben wir einen eisgekühlten Ingwer-Zitronengras Tee zur Erfrischung gereicht bekommen. Im Gegensatz zu W ist BT nicht so modern und stylisch, aber total gemütlich mit asiatischem Flair und mit viel (dunklem) Holz (ich glaube, es ist balinesischer Stil). Auch das hat uns sehr gut gefallen und wir haben diesen Unterschied zu W begrüßt. Die Mitarbeiter an der Rezeption waren sehr freundlich und effizient.

Auch hier war unsere "Ocean View Villa" bereits fertig und wir wurden sofort hingebracht. BT ist ebenfalls eine sehr kleine Insel (nur knapp größer als W/Fesdu), allerdings stehen hier nicht nur 25 Bungalows sondern 48, die versetzt angeordnet sind. Meines Erachtens ist das zuviel und zu eng.

Wir haben den Bungalow Nr. 36 bekommen und waren erstmal enttäuscht, kaum standen wir drinnen. Es roch echt modrig und feucht. Schnell stellte sich heraus, dass das aufgrund der sich – wenn der Zimmerschlüssel gezogen wurde – abschalteten Klimaanlage sein musste. Die Klimaanlage hat die Feuchtigkeit einfach nicht gepackt. Das Dach ist – sehr schön! – mit Palmblätter/Stroh o.ä. in Schneckenform angerichtet, aber die Feuchtigkeit hat es offensichtlich zu sehr durchdrungen und diesen – sorry – widerlichen Geruch verursacht. Anders könnte ich es mir nicht erklären. Jetzt ist man eh so wenig wie möglich im Bungalow, ganz vermeiden läßt das aber nun nicht – also was tun. Natürlich wollten wir alle Türen aufreissen, aber die Klimaanlage gleichzeitig einschalten, ist auch nicht gerade umweltfreundlich. Es war echt doof. Zusätzlich war die Klimaanlage wirklich sehr geräuschvoll und hat die ganze Tonleiter rauf und runter gescheppert. Vielleicht ging es aber nur uns in diesem Bungalow so, andere schienen sehr zufrieden zu sein. Der Raum war eher klein, aber ausreichend, der Kleiderschrank im Bad im Freien. Ansonsten war das Zimmer sehr schön und geschmackvoll eingerichtet, mit einem schnuckeligen Himmelbett. Das Bad war auch sehr schön und halboffen, mit einer Innen- und Außendusche. Außerdem hat es eine "hintere" Terasse gegeben, mit einem super Whirlpool (nur Whirl!), den wir sehr gerne, auch bei heftigen Regen, genutzt haben :-). Die Ocean View Villas sind diejenigen, die nach hinten versetzt sind. Wir haben uns für die entschieden, da diese wesentlich privater sind. Wir konnten dort auch nackig rumlaufen. In der Beach Front Villa sieht man zwar wunderschön direkt vom Bett auf's Meer – aber auch wunderschön von außen hinein – und zwar von einem Bungi in den nächsten. Dazwischen noch zusätzlich die Liegen von den Ocean View Villas. Wir brauchten nur den Kopf auf unserer Liege von links nach rechts drehen und konnten uns aussuchen, wem wir bis in Bett hinein guckten. Wieder kann ich nur von unserer Nord(ost)-Seite, leider der schlechten, sprechen. Ich denke, es ist besser auf der Süd(west)-Seite, Bungis 1 - 17. Wahrscheinlich ist es auch ein bißchen saisonabhängig. Der Roomboy kam zweimal am Tag, allerdings war es insgesamt nicht so sauber. Ich mordete einige Silberfischchen am Daybed im Bungi (die stehen ja auf Feuchtigkeit ;-)…) und auch eine große Kakerlake. Nun sind Kakerlaken ja wirklich nichts weltenbewegendes in den Tropen, auch nicht in so einem Luxusschuppen. Allerdings war ich "gemein", weil ich hab testweise das Viech mitten am Fußboden liegen lassen – die blieb da liegen, auch nachdem der Roomboy da war, bis ich sie selbst gekübelt hatte. Für diese Kategorie find ich das nicht in Ordnung. Es gab auch ein paar "größere Ameisen", die im Bungi rumrannten, aber wenn die wirklich gestört hätten, wäre ein Vernichtungsspray zur Verfügung gestanden, auf den wir jedoch verzichtet haben. Andererseits hab ich von anderen gehört, die ganze Ameisenstraßen hatten, dass war dann wohl wirklich zuviel des Guten. Jeden Abend bekamen wir Süßigkeiten sowie ein kleines Geschenk (Räucherwerk, Fächer, Kerzen, etc.). Das fanden wir total süß. BT stellt ausreichend Seife, Duschgel, Shampoo & Conditioner sowie Badehandtücher zur Verfügung. Wer nicht pingelig ist, kann das Zeugs also daheim lassen.

Der Strandbereich war, wie schon angedeutet, ein paar Meter weiter vorne und ehrlich gesagt, vorerst mal auch ein bißchen ein Schock für uns. Wir haben ihn das erste mal auch noch dazu bei Flut gesehen, wo vom Strand eigentlich nichts mehr, bzw. sehr wenig über war und diverses Wurzelwerk schon heraus gewunken hat. Natürlich ist das nicht die Schuld von BT, die alles versuchen, um diese Situation (wie fast überall auf den maledivischen Inseln) zu verbessern, nichtsdestotrotz waren wir im W einen relativ breiten, feinen Puderzuckerstrand gewohnt, bei dem der nächste Nachbar ein gutes Stück weiter weg war – wenn überhaupt einer draußen gelegen ist und nicht auf der hinter Grünzeug versteckten Terasse des Retreats geblieben ist. Jetzt standen wir vor einem kaum existierenden, grobkörnigen Strand mit aufgemischtem, relativ trüben Wasser mit wirklich groben Korallenstücken im Wasser, die echt wehtaten (man sah ja nicht, wohin man getreten hat). Ja, ich bin in diesem fall zickig (daher auch immer mit Flip Flop unterwegs, auch auf barfuß-Inseln), gebe ich zu :-). 2m links und 2m rechts von der Liege war bereits der nächste Beach Front Bungi, und wir konnten aber die Liegen auch nicht weiter vorziehen. Das war echt unangenehm, aber auch daran haben wir uns gewöhnt. Die Süd(west)-Seite ist hier tatsächlich wesentlich besser! Sie haben weiters nette Hängematten aufgespannt und besonders genial fanden wir die "floaters", luftmatratzenähnliche Dinger, auf denen wir wunderbar durchs Wasser treiben konnten.

BT hat die Möglichkeit der Vollpension, die wir voll ausschöpften, Getränke sind jedoch extra zu bezahlen (man bekommt pro Tag einen Liter Wasser pro Person gratis auf's Zimmer). Das Frühstück war sehr facettenreich, wir haben allerdings hier die Vielzahl der frisch gepressten Säfte vermisst, waren aber da doch sehr vom W verwöhnt worden. Das Mittagsbuffet war super-lecker, sehr sehr gute Curries, Vorspeisen und Nachspeisen, jeden Tag ein anderes Schwerpunktthema. Abends gab es im (einzigen) Restaurant ein fixes 4-Gang Menü + Zwischengang (Sorbet). Hier konnte man immer aus 4 verschiedenen Speisen pro Gang wählen, also für jeden Geschmack etwas dabei. Das Essen war immer hervorragend und auch schön für's Auge. Einmal hab ich scherzhalber mit viel Augenzwinkern gemotzt, dass gar kein Curry zur Auswahl stand und Laamir, der beste Kellner der ganzen Insel – er war wirklich super und zuvorkommend –, hat mich dann tatsächlich mit einem frisch gemachten, megaguten Hühnercurry überrascht! Das war wirklich toll!

Ansonsten waren die Kellner zwar freundlich und bemüht, jedoch wirkten sie leider teilweise auch lustlos, ließen dich ewig lange warten, bis sie die Bestellung aufnahmen, manchmal grüßten sie einfach auch nicht und beim Reden blickten sie gerne und oft über die Köpfe hinweg. Das hat mich wirklich gestört. Laamir war, wie gesagt, die große Ausnahme, aber er hätte sich wohl zerreißen müssen, um alle perfekt zu bedienen. Vielleicht wären uns diese Kleinigkeiten (?) nicht aufgefallen, wenn wir keine entsprechende Vergleichsmöglichkeit gehabt hätten. Wir hatten diese aber und da stieg BT deutlich schlechter aus als das W. Schade!

Andererseits ist BT ein herausragendes Beispiel bezüglich weltweiter sozialer Verantwortung!! Sie, in dem Fall das gesamte "Banyan Tree Unternehmen", fördern sehr großzügig soziale ("menschliche") Projekte genauso wie Meeresprojekte. Sie versuchen auch ziemlich erfolgreich ihre Gäste mit einzubeziehen. Nicht nur kann einfach Geld gespendet werden, sondern du hast die Möglichkeit, Schildkröten zu "adoptieren" oder Korallengärten zu sponsern, die neu angebaut/angepflanzt werden und die nach dem Sponsor benannt werden. Vor Ort gibt es eine Aufzuchtstation für Schildkröten. Man kann bei den Fütterungszeiten dabei sein und erfährt so allerhand über die Tiere. Genauso gibt es eine Rochenfütterung, auch hier erfährt man jede Menge wissenswertes auf eine "leichte" Art, die Spaß macht und beeindruckend ist. Außerdem haben sie eine Marine Bio-Lab Station, in der sie jede Menge forschen. Die ist für jedermann jederzeit zugänglich und die Leute da erklären dir sehr gerne und ausführlich was immer du wissen willst.

Als begeisterte Taucher waren wir natürlich auch hier oft Tauchen. Leider ist das neue Tauchboot zwei Tage bevor wir angekommen sind kaputt gegangen und wir wurden auf ihrem "alten" Dhoni rumgeschippert. Die Dhonis haben Charme und es war natürlich total ok, schwach fand ich allerdings, dass es auf dem Dhoni keine Süßwasserdusche gab. Also haben wir halt unser Trinkwasser zum Ohrenauswaschen benutzt, naja. Aber das neue Boot war echt klasse und mit einem super Sonnendeck (und natürlich einer Süßwasserdusche ;-)…). Wir bekamen nach jedem Tauchgang Wasser, frische Früchte und Handtücher zur Verfügung gestellt. Die Tauch- und Bootscrew war ebenfalls sehr nett und wir hatten auch hier jede Menge Spaß. Das Schnorcheln war hier besonders gut, bei einem 3 Stunden Rundgang haben wir wirklich jegliches Getier gesehen bis hin zu jeder Menge White and Black tipped reef sharks.

Was wir auf jeden Fall empfehlen möchten, ist die Naiboli Bar. Dort haben wir uns ein paar Mal eine Wasserpfeife gegönnt (mit Milch-Rosenwasser und Rosentabak, echt genial-lecker). Außerdem steht dort ein recht großes Teleskop, das sie für uns auf alle möglichen Sternchen gerichtet haben. Der Ring um den Saturn war jedenfalls sehenswert :-).

Aber das allerbeste auf BT war eindeutig der Spa. Man muss sich dort wirklich zumindest eine Massage gönnen. Die Behandlungen sind zu 200% ihr Geld wert. Die Mädels sind herausragend und professionell, die Umgebung ist gemütlich, heimelig und sehr entspannend. Ich habe fast alle Massagevarianten durchprobiert und mir auch einen ganzen Banyan Day (7 Stunden!) "reingezogen". Genial! Am letzten Tag hatten wir eine Partner-Behandlung "Thai Ginger Healer" (3 Stunden) – die für uns beide das definitive Highlight war! Unbedingt vorab buchen (sie schicken die Liste inkl. der Preise gerne per Mail), damit auch der Wunschtermin erfüllt werden kann und dann gibt’s auch 20% auf die erste Massage.

Alles in allem haben wir uns im BT durchaus wohlgefühlt, grundsätzlich waren die Mitarbeiter nett und bemüht, wir mochten, dass unser Bungalow nach hinten versetzt war und dadurch nicht eingesehen werden konnte, das Essen war ausgezeichnet und das Tauchen sehr gut. Ich bin sicher, wenn wir dort vorm W gewesen wären, wären wir weniger pingelig gewesen :-)

Wenn ihr sonst noch Fragen habt, könnt ihr euch gerne an uns wenden:

Thomas & Katrin
malediven2008 at gmail.com

 

 


 

27.7-4.8.2000

Banyan Tree:

Wir haben Banyan Tree während eines Tagesausfluges besucht und ich muß sagen, wir waren ziemlich enttäuscht. Die Bungalows sind wirklich erste Sahne aber das gesamte Drum herum ist nicht so gepflegt und der Strand war auch nicht so mein Fall (wahrscheinlich sind wir von Baros zu verwöhnt).
Jedes Bungalow hat eine eigene Holzmauer um vor Blicken anderer Gäste zu schützen was das Gesamtbild ziemlich stört. Was auch der Optik nicht gerade gut tut ist ein breiter betonierter Weg mitten durch die Insel die wäre auch typischer wenn Sie einfach aus Sand wäre. Fazit: Banyan Tree ist eine sehr teure Insel die meiner Meinung nach das Geld nicht wert ist.

Nicoleta Lukas

nicoleta@clever-buchen.de