Coco Palm
 

 

Coco Palm, Baa Atoll
02,02-22,02,08

Das war mein dritter Malediven Urlaub. Wir waren schon auf Rheeti Beach,Laguna Beach und Kurumba.

Zum Flug will ich nicht viel sagen. Condor von Frankfurt aus.Die deutschen Fluggesellschaften sind ja alle nicht das gelbe vom Ei.

Der Transfer mit dem Wasserflugzeug war schön. Wir mussten aber geschlagene vier Stunden darauf warten. Ist wohl jeden Sonntag so viel los.

Zum Hotel: Die Bungalos sind sehr geschmackvoll ausgestattet. Jeder doch ohne TV und Radio. Was ich bei dem Preis nicht ganz nachvollziehen kann?! Die Minibar war auch der Witz. Die hatte gefühlte 25 Grad. ALs wir dies reklamierten bekamen wir einen zweiten ins Zimmer gestellt.
Sah natülich super aus.
Mit dem Strand vor der Haustür war das auch so eine Sache. Den gab es genau vier Tage. Dann kam Wind auf und über Nacht war er weg! Wir waren auf der Seite wo das Hausriff war. Das Wasser ist hier generell viel viel unruhiger als auf der Lagunenseite. Wo es meiner Meinung nach auch um einiges besser ist.

Das Essen ist sehr gut aber die vielfallt hat mir gefehlt. Frühstück war sehr gut. Da gab es das übliche Eier in jeder Variation viel verschiedenes frisches Brot,Obst,Franch Toast.....
Abendessen war auch sehr gut. Jedoch erwarte ich persönlich bei so einem Preis wesentlich mehr.(z.B gambas,frischen Thunfisch ....) Zum sitzen war es ein Traum. Wirklich sehr Edel.
Einmal waren wir nicht im Hauprestaurant essen. Da haben wir Languste gegessen und über 300 Dollar liegen gelassen. Ohne einen Wein getrunken zu haben! Der Hammer. Besonders weil ich dazu noch Schwabe bin.(HiHi)

Hausriff: Na ja hab ich schon besser gesehen. Habe Schildkröten,Haie,einen Stachelrochen.... . Aber die Masse an bunten Fischschwärmen hab ich etwas vermisst.

Tauch: Die Tauchschule ist Top. Sehr gepflegt und sauber. Die Ausrüstung war auch in einem sehr guten Zustand. Waren auch alle sehr nett.
Besonders Petra die Deutschsprachige Tauchlehrerin.
Die Tauchplätze waren durchweg sehr gut einige auch Spektakulär. Viele Überhänge.Manta schwärme. Delphine.....

Also zusammengefasst muss ich sagen, der Urlaub war sehr schon aber ich würde nicht mehr nach Coco Palm gehen.
Das Preis Leistungsverhälnis stimmt auf dieser Insel nicht. Ist absolut kein 5 Sterne Resort.
Für 5 Sterne muss man mehr erwarten können!
 


 

Coco Palm, Baa Atoll
5. - 17. Jänner 2006

Das war unser neunter Malediven Urlaub, auf den wir uns wahnsinnig gefreut haben.
Nach langen Rechergen und vielen Überlegungen haben wir uns dann für Coco Palm entschieden.

Vorweg gesagt, nie mehr Qatar Airlines!!!!
Der Flug selbst war ok. Das Platzangebot in Economy sehr großzügig, und auch preislich war sie sehr günstig.
Aber der Hammer ist der Flughafen Doha wo man leider immer zwischenlanden muß!!!!
Duty Free ist normal, aber die Toiletten sind eine Frechheit. Im gesamten Transitgelände fand ich nur zwei Toiletten, wo
sich ca.. 50 Personen angestellt haben, - man kann sich in etwa vorstellen wie die aussahen. Ich habe diesen "Ort" sofort
verlassen. Freundlicherweise durfte ich dann in der Buissneslounge auf die Toilette, da ich auch meine kleine Tochter (3Jahre)
dabei hatte.

Das nächste - unzumutbare Lokalitäten und das allerbeste war die wartende Menschenmenge vor dem Einlass zum Gate.
Wir mussten geschlagene 1 1/2 Stunden zusammengepfercht dort stehen (keine Sitzgelegenheit wegen der Menschenmassen!), da immer nur Fluggäste für Dubai aufgerufen und durchgelassen wurden - obwohl das unser Gate war, also Male draufstand!Unsere Maschine sollte schon längst in der Luft sein und dieser Idiot am Gateschalter rief noch immer DUBAi !!!! Die Leute waren allesamt - einschließlich mir, schon sehr aufgebracht!

Die Organisation ist eine einzige Katastrophe auf diesem Flughafen!!! Auch am Transit Schalter, Massen von Leuten stehen dort
aber nicht in Reihen, in Trauben!! Die Angestellten kennen sich nicht aus, es wird geschrieben und gestritten was das Zeug hält!
Wir kamen schlussendlich mit über 1 Stunde Verspätung in Male an, wegen dieser .........!

Ich hatte schon Angst den Anschlussflug auf unsere Insel zu verpassen, da es schon bald dunkel wurde!! Gott sei dank, dort ging dann alles schnell und wie am Schnürchen - muss sagen der Flughafen und das Personal in Male ist einfach Spitze! (Der Juwelier dort übrigens auch:) )

Endlich auf unsere Insel! Warm - die Schuhe erst mal ausgezogen und einen Willkommensdrink. Sehr nettes Personal und
auch sehr zuvorkommend, die ganze Zeit über! Leider hat das mit der Vorbestellung unseres Bungis nicht ganz funktioniert, konnten aber ohne Schwierigkeiten dann in den Bungi umziehen, der uns am meisten zusagte (Nr. 37 - direkt am Strand!) und natürlich auch frei war, -die Insel war voll!

Vorweg muss ich erwähnen, das ich noch nie auf einer Insel war, wo man nicht von jedem Bungi das Meer sieht, und das hat mich eigentlich schon gestört. Für uns ist es schon wichtig, dass Meer direkt vor der Tür zu haben! Es gab sehr wenige wo man direkten Meerblick hatte, ungewöhnlich und auch etwas unverständlich, da man eventuell halt ein wenig
Buschwerk wegschneiden müsste. Anscheinend legen die aber sehr viel Wert auf das Ursprüngliche, was sich auch in der ganzen Anlage immer wieder spiegelt, was in den anderen Fällen aber nicht negativ gemeint ist. Der Urwald ist ja recht urig, uns war er aber etwas zu rustikal!! Es gab so viel dürres Zeug und kaputtes Sträucherwerk, was nichts mehr mit rustikal zu tun hatte, sonder meiner Meinung nach schon eher ungepflegt wirkte. Die unangenehmen Nebenerscheinung davon war, das sich dort gewisse Raupen sehr dicht ansiedelten, sich von dem Urwald runter  ließen, hat man so eine nur gestreift, oder auch nur ein Blatt, wo eine mal draufgesessen hat, bekam man einen fürchterlichen Ausschlag der wahnsinnig juckte und sehr apart aussah!
Alle Gäste einschl. Personal hatten den!!

Am zweiten Tag wurde unsere Tochter krank! Sie war schon oft mit uns auf Urlaub (ihr 2. Maledivenurlaub) und noch nie krank! Auch zuhause war sie bis jetzt nur zweimal krank!  Sie hatte Fieberschübe, keine Symptome! Nach zwei relativ verregneten Tagen mussten wir auf eine andere Insel zu einem Arzt. Speedboot 30 Euro! Finde ich eigentlich auch etwas schwach. Exklusive Insel ohne Arzt (gibt viele Insel mit eigenem Arzt!) und den Transfer auf die Nachbarinsel muß man da dann auch selber bezahlen. Ok, sie bekam dann noch Durchfall, diesen netten Ausschlag von der Raupe usw., weiterer Arztbesuch, Blutabnahme mit Verdacht auf Dengue Fieber usw.!! War dann natürlich negativ, aber trotzdem eine relativ nervenaufreibende Tortur!

Das Wetter wurde eigentlich auch nicht besser, haben so was noch nie auf den Malediven erlebt! Fast jeden Tag Regen, einmal sogar ein Dauerregen der zwei Tage dauerte. SUPER!!! Wir sind genauso blas nach hause, wie wir gekommen sind!

Aber nun mal etwas positives. Das Essen war sehr lecker!! Eher asiatisch und sehr frisch, auch tolle Früchte, Showcooking usw.
Die Speisen waren sehr appetitlich angerichtet, und was uns auch sehr gut gefiel, sobald am Buffet ein Teller halb leer war, dieser sofort durch einen neuen ergänzt wurde..Die Kellner waren auch sehr nett. Auch hat da jeden Abend eine Drei Mann Band gespielt, die wirklich was drauf hatte, alle Achtung!

Die Preise für die Weine waren auch in Ordnung, und die Auswahl gut. Der Wermutstropfen war eine Lady die uns ermahnte wir dürfen kein Obst, geschweige denn etwas anderes (ok, sehen wir ein), vom Frühstück mitnehmen, wir wollten das für unsere Tochter mitnehmen, da sie ja sowieso fast nichts gegessen hatte durch ihre Krankheit, also die 50 % die wir für sie zahlen mussten hat sie nur zu maximal 5 % genützt. Fanden wir kleinlich!!!

Die Insel selber hat eine wunderschönen Strand, der auch fast um die ganze Insel geht, wobei der schönste Strand natürlich die Lagune im Westen ist. Puderzuckersand! Wir haben im Norden mit Nr. 37 auch gut gewählt, da wir so nahe am Wasser waren (ca. 8 Meter bei Ebbe!) und vom Bett aus das Meer sehen konnten. Unsere Freunde waren in Nr. 34. Finster, etwas stickig und null Meerblick! Ich wäre dort nicht beblieben!

Der Bungi selber ist eigentlich sehr schön, großzügig und mit warmen natürlichen Farben ausgestattet. Die Dusche und das WC im Freien eher weniger! Dunkle Fließen, die schon etwas abgewohnt wirkten. Wir wollten so ein tragbaren CD Player ausleihen, da keiner am Zimmer war (TV gibt's ebenfalls nicht) der sollte dann aber 20 US Doller pro Tag kosten, worauf ich meinte ich wolle in nicht kaufen sonder nur mieten! Fernseher konnte man ebenfalls um diesen Preis haben! Meiner Meinung nach unverschähmt!
Nun gut, dann eben leider keine Musik, - haben extra unsere Malediven CD`s mitgenommen, auch die vom Vorjahr von Angsana (eigene Insel CD! - hat uns übrigens besser gefallen, da viel geschmackvoller!).

Es gibt dann noch zwei Bars. Eine am Steg, die eigentlich nicht sehr einladend wirkt, da sie eher kahl und lieblos war, aber die andere war recht nett. Dort gab`s dann auch Snacks zu Mittag, die lecker waren. Leider auch der Ausblick auf`s Meer durch Buschwerk teilweise nicht möglich. War eigentlich, wie schon erwähnt unverständlich. Was mich auch gestört hat, es gibt keine einzige Blume auf der Insel!! Habe ich auch noch nie gesehen auf den Malediven. Auch unser Bett wurde nicht wie sonst auf den Malediven üblich, mal geschmückt. (woher auch!?) Irgendwie fehlte die Liebe fürs Detail, auf das wir eigentlich sehr viel Wert legen. Ansonsten, es wurde jeden Tag die Bettwäsche gewechselt und auch alle Handtücher, war ok. Anfangs kam der Roomboy immer erst am Nachmittag, was wir dann aber abgestellt haben. Vor allem da, bedingt durch das Schlechtwetter und durch das kranke Kind wir am Nachmittag selber am Zimmer waren. Sehr nett fanden wir den Eiswagen, der zweimal täglich um die Insel kam, mit Kokosstücken oder Erfrischungen und sehr leckerem Eis. Was übrigens das teuerste Schleckers war das wir in unserem Leben bis jetzt gegessen haben. 3 Tüten mit je 1 Kugel 13 Dollar!

Durch das schlechte Wetter und den hohen Wellengang (auch unüblich für uns) war das Schnorcheln für uns nicht sehr einladend. Die Sicht war sehr schlecht, - vielleicht war auch gerade Planktonzeit, dafür hat man schöne Fische gesehen und auch die Korallen sind schon fest im nachwachsen. Auch Delphine haben uns bei Schlechtwetter mal beglückt!

Der Hotelshop ist auch eher ein "Ramschladen" und nicht einer 4,5 Sterne Insel würdig.

Leider haben die Hotelmanager durch permanente Abwesenheit geglänzt. Kein einziger war jemals zu sehen, auch nie ein Cocktail am Strand o.ä. Hat uns auch weniger gefallen.

Die letzten beiden Tage hatten wir dann endlich unser gewohntes Maledivenwetter. Kind war gesund und wir konnten endlich richtig genießen! Auch zum Schnorcheln war es viel besser, da keine Wellen mehr da waren.

Leider war unser letzter Tag nicht sehr erfreulich, da wir um 12 Uhr das Zimmer räumen mussten, nach langem Bitten dann großzügiger- weise einen Tagesbungi bekamen, für ca. 2 Stunden, länger hielten wir es dort nicht aus. Im Inselinneren, stickig, modrig und eigentlich für so ein 4,5 Sterne Hotel unwürdig. Der Clou, es wurden uns dafür noch 50 Dollar verrechnet.

Unser Flug vom Hotel sollte um 15:30 gehen, wir mussten uns ca.. 45 Minuten vorher in der Lobby einfinden, wo wir dann schlussendlich ca.. 2 Stunden verharrten, ohne irgendeine Erfrischung oder dergleichen, bei schönstem Wetter, da das Flugzeug dann doch später kam. Auch hatten wir nicht mehr die Möglichkeit den Strand zu nützen, da nirgends mehr eine Umkleide war.
Finde ich auch sehr beschämend, das man erstens das Zimmer nicht länger behalten kann, - wir sollten 5 Stunden in der Lobby verbringen, und dann großzügigerweise diese Absteige für 50 Dollar! Aus diesem Grund hatten wir auch Qatar mit Abendflug gebucht, da wir dachten den Tag noch nutzen zu können. Leider konnten wir das dann auch nicht.

Alles in allem objektiv gesagt, war die Insel recht schön, sie haben ihre eigene Philosophie und ihren eigenen Stil, was wir auch gut finden, das Essen war sehr gut, aber wir würden sagen, kein SHL-Hotel, da Coco Palm`s besten Jahre vorbei sind, und die Insel general überholt gehört.

Hexi


 

Coco Palm, Baa Atoll, Malediven
Aufenthalt: 21.10.-28.10.05

Als 5-Sterne-Hotel und von diversen Reiseberichten im Internet angepriesen waren wir nur verhalten “begeistert” von dieser Insel. Die Insel ist dicht bewachsen (vor allem mit Sträuchern). Wenn man auf den schmalen Sandpfaden im Inneren der Insel unterwegs ist, sieht man also nichts weiter als die angrenzenden Sträucher. Viele bunte Blumen gibt es auf der Insel nicht. Ebenso wird auf der gesamten Insel mit Blumen und Farben unglaublich gespart. Das erste Mal in meinem ganzen Leben habe ich Farben vermisst. Die Insel (auch Restaurant, Zimmer etc.) sind von den Farbschattierungen weiss über beige, hellbraun, mittelbraun und dunkelbraun dominiert. Bunte Blüten und fröhliche helle Farben sucht man verzweifelt. Lichtblicke: farbenfrohe Cocktails. Die Hotelhalle kann düsterer und ungemütlicher nicht sein, wahrscheinlich sass deswegen dort auch nie jemand. Die Beachbar ist langweilig, ständig die gleiche Musik, keine besonders liebevolle Einrichtung, null Dekoration, Essen aber lecker, wenn auch nicht typisch europäisch. Wir hausten in einer Deluxe Beach Villa, die sich von den üblichen Beach Villas nur durch den vorgelagerten “Natur”-Mini-Pool unterscheidet. Die Villas sind etwas besser als zweckmässig eingerichtet. Ein besonderes Interieur und Detailliebe findet man (trotz 5 Sternen) leider nicht. Das Zimmer ist so unglaublich dunkel, dass man nach ein paar Tagen verrückt werden könnte. Lesen im Zimmer war aufgrund fehlenden Lichtes unmöglich (vielleicht mit anschliessenden Augenschäden schon). Der knarrende Mini-Kleiderschrank war so dunkel, dass man die Kleidung darin kaum erkennen konnte. Das Badezimmer (Waschbecken innen, Rest – Dusche, Toilette und Badewanne – draussen) hat mit 5-Sterne-Luxus nichts zutun. Alles etwas renovierungsbedürftig, dunkel, draussen zu allem Überfluss noch dunkelgrüne Fliesen, Wasser in Dusche floss nicht ab, Toilettenspülung ein Drama. Klimaanlage im Zimmer funktioniert ein paar mal nicht (übrigens einmal auch im Fitnessraum nicht). Das Essen im “Hauptrestaurant” ist toll, nicht europäisch (also Pommes frites, Kartoffeln etc. gibt es dort nicht), wenn Pasta angesagt ist, lange Schlangen. Ansonsten viel indisch, japanisch etc., scharf und exotisch, aber sehr lecker. Dessertbuffet auch hervorragend und trotzdem kein typisches Mästbuffet. Das thailändische Restaurant hatten wir uns als Abwechslung gedacht, war jedoch so verlassen und dunkel, dass es uns nicht wirklich als Alternative anlockte. Die Insel ist ingesamt sehr still und ruhig. Wenn man ab und zu mal andere Menschen (be-)sehen möchte, sucht man sie dort vergeblich. Der Strand (wo er nicht weggespült ist) ist sehr schön, wenig Fussfallen im Wasser, ganz nah am Strand schon viele schöne, bunte Fische zu sehen, auch Schildkröten. Zweimal täglich kommen zwei nette Angestellte mit einer lustigen Holzkarre vorbei um Eis, Saft und Kokosschnitze feil zu bieten. Sehr nett! Der Strand ist an einer Seite vom Tsunami so weggespült, dass die Villen dort derzeit nicht vermietet werden können. An dieser Stelle liegen nun grosse Sandsackberge. Wer im Urlaub nur im Ausnahmefall andere Menschen begegnen will und durchtriebener Naturfan ist, fühlt sich auf dieser Insel sehr wohl, kann dieses Feeling aber auch für günstigere 4 oder mit Glück sogar für 3 Sterne bekommen. Bei Abreise bekamen wir auch keinen Umfragebogen (nach dem Motto “Was können wir verbessern?”). Hat uns dann auch nicht gewundert, da nichts an 5 Sterne erinnerte…

 


 

Reisebericht: Malediven, Coco Palm Resort, 2. bis 17. Mai 2004

Mein Reisebericht soll eine möglichst sachliche Information für den anspruchsvollen Schnorchler sein.

Anreise:
Erwähne ich nur deshalb, weil wir leider auf halber Strecke zum Ablfughafen München zurückfliegen mussten (techn. Problem); Zwischenquartier im Hotel Kempinski beziehen und dann am Abend mit Ersatzmaschine erneut gestartet sind. Verzögerung bis wir auf der Insel unseren Bungalow beziehen konnten: ca. 1,5 Tage. Der Veranstalter TUI hat unaufgefordert mit einem Reisegutschein entschädigt.

Insel:
Die Insel selbst, Service und Essen ect., wurde bereits äusserst ausführlich, auch auf speziellen, bebilderten, Internetseiten beschrieben.
Die Insel empfanden wir ebenfalls als sehr schön, besonders aufgrund der üppigen tropischen Vegetation. In unserer Reisezeit war es allerdings leider so, daß man die Insel kaum trockenen Fußes umrunden konnte. Bedingt auch durch tagelang sehr windiges Wetter ist das bekannte maledivische Flair mit ruhigem Meer und wunderschönen Farben meist ausgeblieben. Natürlich gibt es auch auf dieser Insel Bungalows (als Villen bezeichnet), die von der Lage her mehr oder weniger ansprechen und im Bedarfsfalle muß man halt einfach umziehen. Unsere Beachvilla (Nr.54) lag zwar sehr schön, leider jedoch zur damaligen Zeit genau in der Windrichtung der Müllverbrennung, sodaß wir keinen Abend genüsslich vor dem Bungalow sitzen konnten.
Die Insel selbst wäre es auch nach unserem Geschmack wert, wieder zu kommen. Allerdings würden wir nicht mehr diese Reisezeit riskieren (sonst war Mai immer ok)

Hausriff und Schnorcheln:
Meine Vergleiche beziehen sich nach dem 8. Maledivenurlaub u.a. auf die Inseln: Eriyadoo, Vilamendoo, Bathala, Filitheo, Angaga, Kandooma (diese Insel war ein Totalreinfall).
Um es vorwegzunehmen: Ich möchte niemanden nachträglich seine schönen Erlebnisse und seine Begeisterung vermiesen. Mein Motiv für diesen Reisebericht ist allerdings, dass ich die verschiedenen überschwenglichen Reiseberichte der Superlative wirklich auch relativieren möchte. Der planende Malediven-Urlauber (hier insbesondere der ultimative Schnorchler) sollte nicht aufgrund von zu positiv dargestellten Berichten zu Fehlentscheidungen bezügl. der Inselauswahl verleitet werden.
Zunächst muß ich wieder das tagelang sehr windige Wetter zitieren, welches dann auch Schnorcheln praktisch unmöglich machte. Besonders in dem Abschnitt der 50er Bunglows ist das Riff stark versandet und Wellengang führt dazu, daß die Sicht gleich Null ist.
Wenn ich nun in Reiseberichten von "steil abfallender" Riffkante lese, oder gar von einem wunderschönen Hausriff, dann muß ich einfach Stellung nehmen.
Das Hausriff ist eher flach abfallend und von der Struktur sehr uninteressant (ähnlich Angaga). Steilhänge wie z.B. auf Eriyadoo, Filitheo, Bathala, Vilamendoo ect. sucht man vergebens. Demzufolge sind auch die herrlichen Eindrücke beim Schnorcheln zum Sonnenaufgang rar. Wie tot das Riff eigentlich ist, erfährt man dann, wenn man Abends mit Tauchlampe auf Beobachtungstour gehen will. Das interessante nächtliche Leben und Treiben konnte ich bzw. wir nicht erkennen (einmal war ein erfahrener Taucher mit dabei).

Ich fühlte mich zwar fast schon "bestochen", keinen realistischen Reisebericht mehr zu schreiben, als halt doch einmal innerhalb 2 Wochen an der "Riffkante" 2 Mantas ein wenig mit mir geschwommen sind; einen größeren Napoleon konnte ich meist wegen der ständigen miserablichen Sicht immer teils nur erahnen, als er um mich kreiste.

Zum Begriff "wunderschönes Hausriff" empfehle ich dem Verfasser, einfach ins südliche Ägypten zu fahren, da gibt es tatsächlich wunderschöne Hausriffe. Leider ist es halt "über Wasser" keine maledivische Insel.
Mir ist klar, daß gerade beim Begriff "Schnorcheln" die Erfahrungen, Erlebnisse und Ansprüche weit auseinander gehen. Viele verstehen unter "Schnorcheln" eben auch nur paddeln im seichten Wasser und finden dabei ihr volles Vergnügen. Tatsache ist auch, daß man nach jedem Maledivenurlaub ein Stück realistischer und kritischer wird.

Meine geschilderten Eindrücke beim Schnorcheln wurden von mehreren Mitreisenden (Taucher und Schnorchler) geteilt, die auch andere Inseln kennen.

Zusammenfassung:
Wenn man die Insel einfach als das sieht, was sie ist und keine so besonderen Ambitionen an das Schnorcheln hat wie ich, ist Coco Palm sicher auch eine Reise wert.

Hans Schönberger, 15.7.2004

 


 

Reisebericht Coco Palm

Vom 06. bis 21. Dezember 2003 verbrachten wir zwei traumhafte Ferienwochen auf der Insel Coco Palm im Baa-Atoll. Es war unser dritter Maledivenurlaub nach Sun Island im Juli 02 und Reethi Beach im Februar 03. Da es zu dieser Insel noch relativ wenig Dokumentiertes auf Malediven.net gibt, haben wir uns dieses Mal trotz der noch vorhandenen Sehnsüchte entschlossen einen ausführlichen Reisebericht zu verfassen und somit allen anderen Unschlüssigen eine Entscheidungshilfe zu liefern. Dies soll auch all jenen etwas zurückgeben, die uns jeweils durch Ihre Darstellungen und Berichte nach stundenlangem Hirnen zu den Entschlüssen für unsere Inseln verholfen haben.

Zu uns: Wir, das heisst Sandra und Diego, leben in Bern und sind beide 20 Jahre alt. Trotz unseres zarten Alters denken wir, durchaus auch oder sogar eher, die Vorstellungen und Ansprüche älterer Semester an ein Resort zu teilen. Seit drei Jahren sind wir ein Paar, falls dies für jemanden ein wichtiges Kriterium sein sollte.J Vor anderthalb Jahren waren wir, wie erwähnt das erste Mal auf den Malediven und seither verbringen wir unsere Ferien nur noch dort. Dass es uns trotz Studentenbudget jeweils gelingt, den nicht gerade billigen Urlaub zu finanzieren, sollte noch einmal unsere Begeisterung für die Eilande im Indischen Ozean verdeutlichen. Doch nun zum eigentlich Interessanten...

Buchung: Rund zwei Monate vor Reiseantritt begannen wir konkretere Überlegungen anzustellen auf welche Insel es gehen sollte. Dabei hatten wir das Glück, nicht mehr aus allen ca. 90 vorhandenen Touristenresorts auswählen zu müssen, sondern, aufgrund von ständiger maledivenverbundener Freizeitbeschäftigung, auf eine Vorauswahl von rund 20 uns mehr oder weniger entsprechenden Inseln zurückgreifen zu können. Die Wahl fiel schliesslich auf Coco Palm, und die Buchung erfolgte ungefähr Mitte November bei Airtours in Deutschland, wobei wir dort nur das Hotel und den Wasserflugzeugtransfer buchten. Den Flug reservierten wir auch Last Minute bei Helvetic Tours in der Schweiz, was uns einerseits günstiger kam und zum anderen den nahen Abflug in Zürich ermöglichte. Hätten wir das ganze Paket pauschal in der Schweiz gebucht, so hätte es uns ungefähr anderthalb mal soviel gekostet...

Anreise: Der Hinflug hätte eigentlich mit der Edelweiss Air durchgeführt werden sollen, jedoch wurde diese Route aufgrund von Reparaturarbeiten einer Maschine temporär von der italienischen Gesellschaft Volare übernommen, worüber wir aber bereits vorgängig informiert wurden. Diese entpuppte sich allerdings als alles andere als gleichwertig, waren die Flugbegleiter dem deutsch doch grösstenteils nicht mächtig, zudem praktisch durchgehend unfreundlich, die Maschine ein wenig heruntergekommen, die Mehrheit der Fernseher defekt und der gezeigte Film ebenfalls nicht in unserer Muttersprache. Die Aussicht auf das uns bei der Landung Erwartende hielt uns aber bei guter Laune und die 9 Stunden in der Luft vergingen wie im Flug... Nachdem wir wieder Boden unter den Füssen spürten und uns der unglaublich exakten Überprüfung des im Flugzeug ausgefüllten Visums unterzogen hatten, wurden wir freundlich von der zuständigen Person von Sunland Travel empfangen und sehr bald mit dem Bus zu den Wasserflugzeugen gefahren. Dort mussten wir zu unserer Erleichterung keine dreiviertel Stunde auf unseren Flug warten und nach weiteren gut 30 Minuten lan- bzw. strandeten wir vor Coco Palm. Das Dhoni brachte uns schliesslich zur Insel, wo wir wie üblich mit nassen Tüchern und kühlen Drinks empfangen wurden, und uns in der wunderschönen, edlen Réception niederlassen konnten.

Unterkunft: Wir hatten ein Beach Bungalow gebucht und bei der Buchung den Wunsch geäussert einen auf der Lagunenseite zu kriegen, da eine grosse und flache Lagune vor der Hütte ein für uns allgemein sehr wichtiges Kriterium ist. Umso erstaunter waren wir demnach als uns nach reibungslosem Einchecken kommentarlos der Schlüssel der Nummer 81 in die Hand gedrückt wurde, schliesslich handelte es sich hierbei nach unseren Kenntnissen weder um eine Beach Villa noch um die Lagunenseite. Als uns die Réceptionistin danach zu unserer Unterkunft begleitete und wir uns vor Ort des offensichtlichen Irrtums vergewisserten, fragten wir dann nach einer Erklärung, denn auch das Jacuzzi des Deluxe Bungis konnte uns nicht über die fehlende Lagune hinwegtrösten. Wie wir erfuhren, war die Insel gerade überbucht, und wir und einige andere Neuankömmlinge wurden „gezwungen“ die ersten beiden Nächte in der „Oberklasse“ zu verbringen. Das freute uns natürlich, konnten wir so doch noch einwenig die Vorzüge von Deluxe austesten, auch wenn wir halt zwei Tage aus dem Koffer leben mussten.

Deluxe Villen: Sie liegen allesamt auf der Riffseite und eignen sich somit nur bedingt zum längeren Verweilen im Wasser, ausser natürlich beim Schnorcheln, denn vom Strand zum Hausriff sind es nur wenige Meter. Der Strandabschnitt war zu unserer Reisezeit nicht sehr grosszügig und sehr von den Gezeiten abhängig, was zur Folge hatte, dass die Liegestühle einwenig versetzt im „Hang“ lagen. Dies hatte aber dafür den Vorteil grösserer Privatsphäre, war man doch links und rechts bereits von Büschen umgeben und somit von den Nachbarn „abgeschirmt“. Auch ist der Abstand zwischen den Villen im Allgemeinen grösser und jede von ihnen war mit einem Sonnenschirm ausgestattet, was man von den Beachbungis nicht behaupten konnte...! Dafür war es auf der Riffseite oft sehr windig, was gegen Abend bei Sandra schon mal zu kleinerem Frösteln führen konnte und das Meer war demnach auch recht unruhig, was wir uns von den Malediven gar nicht gewohnt waren und uns ziemlich störte. Unsere Villa hatte eine Hängematte im „Vorgarten“, welche sich zum Zurückziehen gut eignete, genauso wie der Planschpool für romantische Zweisamkeit oder eine Süsswasserabkühlung geradezu geschaffen war. Auf der Terrasse standen jedem ebenfalls zwei Liegestühle zur Verfügung.
Im Bungiinnern erwartete einem ein gemütliches Kingsize-Bett mit Moskitonetz, ein Schmink- sowie ein Schreibtisch, ein Sofa, eine Sitzecke mit Salontischchen, eine Minibar, sowie ein nicht zweckmässiger Kleiderschrank ohne Tablare, dafür mit Safe. Zudem stand uns ein praktischer Wasserkocher und Kaffeepulver, Teebeutel, Zucker, Rahm, Tassen und Löffel zur Verfügung, womit wir uns des öfteren eine gemütliche Koffeinpause auf der Terrasse gönnten. Das Mitbringen von Instant-Suppen oder Ähnlichem für den kleinen Hunger zwischendurch erwies sich hier ebenfalls als Glücksgriff. Während sich das Doppellavabo durch eine Wand abgetrennt noch im Innern der Villa befand, was wir als vorteilhaft beurteilen würden (Insekten, Feuchtigkeit...), waren Dusche, „Badebecken“, Toilette und Wäscheständer typisch maledivisch zur Hälfte unter freiem Himmel, jedoch ohne separaten Eingang. Der Roomboy kam zwei Mal täglich, jedoch war Timing unabhängig vom Bungalowtyp gar nicht seine Stärke, was wir als relativ mühsam empfanden und wir uns von den bisherigen Male-Aufenthalten anders gewohnt waren! So mussten wir ihn des öfteren wegschicken oder aus Goodwill seinetwegen halt für eine Viertelstunde nach draussen weichen. Mit seiner Leistung waren wir ansonsten aber sehr zufrieden, wobei es noch anzufügen gibt, dass wir den Eindruck hatten, die Roomboys gäben sich in den Deluxe-Villen noch ein bisschen mehr Mühe und zeigten mehr Liebe zum Detail (Blumen, Dekoration, Bett), was wohl eine Anweisung vom Resort ist.

Beach Villen: Sie liegen zum grössten Teil mit Meerblick auf der Lagunenseite und ein paar noch am Anfang der Riffseite nach den Wasserbungalows. Wir hatten ab dem dritten Tag einen Beachbungi in der Mitte der Lagunenseite, wo der Strand, wie an der gesamten Lagune schön und breit war. Die meisten Villen liegen nicht unmittelbar vorne am Strand sondern zurückversetzt, halb neben-, halb hintereinander, wobei immer ein gepflegter Weg direkt an den Strand oder auf der Rückseite auf den Hauptinselweg führt. Auch wenn der Abstand zwischen den einzelnen Bungalows geringer ist als bei der Deluxe-Version, sind sie durch Pflanzen und Büsche gut voneinander getrennt und bieten reichlich Privatsphäre. Jeder Beachvilla sind auch zwei nummerierte Liegestühle am Strand zugeteilt, jedoch hatten diese nicht alle einen eigenen Sonnenschirm, was auf uns zum Glück nicht zutraf, jedoch auf einige andere Gäste, die dann aber sofern sie danach verlangten von der hauseigenen „Baudelegation“ spontan einen hingestellt bekamen. Diese provisorischen „Schattenspender“ waren jedoch viel kleiner und somit im Vergleich zum Unsrigen nur bedingt ihrem Namen würdig. Zwischen Bungalow und Strand standen noch eine Hängematte und eine -schaukel zur Verfügung. Auf der Bungalowterrasse hatten wir im Unterschied zu den Deluxe-Villen „nur“ zwei gepolsterte Stühle mit einem Tischchen womit die Siesta halt andernorts abgehalten werden musste. Wie auch in den ersten zwei Tagen erwies sich ein Wasserhahn auf der Terrasse zum Abspülen der sandigen Füsse als sehr nützlich, erst recht, da jetzt der Mini-Pool dafür nicht mehr herhalten konnte. Im Bungiinnern erwartete uns bis auf unwichtige Details wie nur einem Lavabo, keiner Badewanne, keiner Strandtasche und ein bisschen weniger herzlichen Gestaltung die gleiche Ausstattung. Einzig das fehlende Moskitonetz vermissten wir sehr (nicht das es Moskitos hätte, aber es gab ein Gefühl von Geborgen- und Sicherheit), dieses konnte man jedoch auf Verlangen vom Roomboy sofort montieren lassen, wovon wir auch gebraucht machten. A propos Moskitos, in den zwei Wochen hatten wir auch keine Probleme mit Spinnen, Kakerlaken oder sonstigen Mehrbeinern, im Gegenteil, wenn man Glück hat, begegnet einem auf der Insel sogar das Hoppelhäschen des Managers.
Wir bereuten die Buchung dieser Zimmerkategorie nicht und hätten sie aus obenerwähnten Gründen auch gewählt, wenn Deluxe für den gleichen Preis zu haben gewesen wäre. Beide Kategorien waren sehr luxuriös ausgestattet, geräumig (schönes hohes Dach) und einfach nur wunderschön.

Water-Villen: Diese liegen preislich dermassen in einer anderen Kategorie, dass sie für unsere Buchung nicht in Frage kamen, auch wenn sie unserer Meinung nach optisch von aussen zu den schönsten der ganzen Malediven gehören. Tanja und Dirk, unsere Inselbekanntschaften und wie es der Zufall wollte, während den ganzen 14 Tagen auch unsere Nachbarn, fragten allerdings bei der Rezeption für eine Besichtigung an, welche dann mit anderen Gästen durchgeführt wurde. Dabei zeigte man uns eine der 12 Villen (zusätzlich gibt es noch zwei Lagoon-Suiten), die zu einem Palmenblatt (dem Insellogo) geformt alle am gleichen Steg liegen. Holzböden, Double-Kingsize-Bett, Vitrine mit Stereoanlage und Malediven-CD, Bademäntel und –Latschen, Mini-Pool auf der Terrasse mit direktem Einstieg in die Lagune, unmittelbare Nähe zum Hausriff, viel Privatsphäre und einfach Luxus pur sind kurz gesagt die hauptsächlichen Vorzüge dieser Kategorie, die jedoch den Aufpreis von über 100 $ pro Nacht trotzdem nicht rechtfertigen. Sie wurden deshalb auch vorwiegend von Japanischen Flitterpärchen gebucht, die wie wir erfuhren aus Ferienmangel ohnehin meist nur für ein paar Tage auf die Malediven fliegen.

Verpflegung: Wir hatten wie als Nichttaucher üblich Halbpension gebucht und damit ein glückliches Händchen bewiesen. Angefangen bei den Zeiten, über das Ambiente, bis hin zu der Auswahl, das Essen auf Coco Palm war seiner 5-Sterne würdig. Jeweils auf mehreren Dhonis herrlich angerichtet lief einem das Wasser bereits beim Beteten des halboffenen Speisesaals im Munde zusammen.

Frühstück: Die Auswahl war beim Frühstück dermassen gross, dass wir uns hier auf die Highlights beschränken. Die Aussicht auf Früchte in allen Farben und Variationen, frisches Gebäck das mit hiesigen Bäckereien ohne weiteres mithalten kann, live zubereite Waffeln (Achtung Suchtgefahr J ) und Eier in allen Variationen, diverse Kellogg’s-Sorten, sowie leckeren Frenchtoast erleichterten uns das Aufstehen jeweils erheblich.

Abendessen: Das Abendessen wurde in Buffetform aufgetischt. Es gab verschiedene Themenabende (Maledivisch, Mexikanisch, Italienisch, Asiatisch...), welche sich in der zweiten Woche nur zum Teil wiederholten. Die Auswahl an Salaten und Vorspeisen war kaum zu übertreffen, so dass wir uns auch gut nur davon hätten den Bauch vollschlagen können. Exklusivere Hors-d’oeuvres wie Lachs, Sushi, Vietnamesische Rollen etc. waren jeweils auch dabei und garnieren konnte man sich den Salatteller jeweils noch mit Speckwürfelchen, Croutons und diversesten Saucen, ganz lecker!
Bei den Hauptspeisen wurden einige zum Teil auch live ganz nach des Gastes Wünschen zubereitet und ergänzten so das ohnehin schon vielfältige Buffet erheblich. Wir sind zwar selbst keine grossen Fischesser, aber anderen Gästen und auch uns ist es aufgefallen, dass es als Hauptgang für maledivische Verhältnisse und auch als auf unseren vorherigen Inseln, vergleichsweise wenig Fisch gab. Dies ist aber auch schon der einzige mögliche Kritikpunkt an den Mahlzeiten auf Coco Palm, wobei es für uns gar keiner war.
Wettgemacht wurde dieser ohnehin spätestens wenn man sich aufs Dessertbuffet stürzte - letzteres konnte man bei einigen Gästen durchaus wörtlich nehmen J.
Zahlreiche Kuchen, Früchte, Crèmes, Spezialitäten und jeden Tag eine andere hausgemachte Eissorte, liessen einem jegliche Vorsätze bezüglich des Gewichtes augenblicklich vergessen.

Spezielles: Immer samstags, wenn das Wetter mitspielt, wird das ganze Speisesaal-Equipment von den Mitarbeitern vorne an den Strand verlegt, und das Abendessen findet bei Kerzenschein, Tropischen Klängen und Meeresbrandung in Form eines Barbecues statt. Das ist sehr romantisch und rundet die Woche wunderschön ab. Hier empfiehlt sich frühes Erscheinen und ein gutes Gast-Kellener-Verhältnis, da man nur so an die begehrten besten Plätze vorne am Meer rankommt.
Auf Coco Palm gibt es noch ein Open-Air Spezialitäten-Restaurant (Cowrie), welches den Gästen ermöglicht auch à-la-Carte zu speisen. Man muss sich lediglich bis mittags bei der Rezeption dafür anmelden und dann wird einem zur gewünschten Zeit ein Tisch reserviert. Positiv dabei ist, dass dem Gast die Nichtbenützung des Hauptrestaurants gutgeschrieben wird (je nach Reiseveranstalter ist das Guthaben unterschiedlich) und dieses kann für die gesamte Karte im Cowrie-Restaurant verwendet werden, wodurch bei uns fast keine Zusatzkosten entstanden sind. Das Essen dort ist sehr zu empfehlen, vor allem auch, weil so das Ausweichen einer möglicherweise nicht ansprechend tönenden Buffet-Nacht möglich ist, und es auch sehr viel Fisch-Spezialitäten gibt.
Wer bei all dieser Auswahl aber immer noch nichts Passendes für sich gefunden hat, kann sich fast rund um die Uhr auch in der Conch-Bar mit diversen Snacks den Magen füllen. Wir taten dies des Öfteren zu Mittag, was völlig ausreichend war, uns wesentlich günstiger kam und dazu mehr Abwechslung bot als Vollpension. Schokoriegel oder ähnliche Kalorienbomben konnte man zudem, nebst einer grossen Auswahl netter Mitbringsel für die Lieben zu Hause (diese kann man sich an gewissen Tagen auch vor der Rezeption selbst töpfern), in den beiden Souvenirshops erwerben. Toll waren auch die zwei sympathischen Jungs mit dem Eiswagen, die täglich am Strand ihre Runden drehten und uns Faulenzende auf Wunsch mit frischer Kokosnuss, herrlichen frischgepressten Fruchtsäften und selbstgemachten Eiskugeln verwöhnten.

Unterhaltung:

Abendgestaltung: Nach dem Abendessen begaben wir uns jeweils in die Conch-Bar, wo wir bei fruchtigen Cocktails und kühlen Shakes den Tag ausklingen liessen. Begleitet wurden wir dabei immer von einer sympathischen Drei-Mann-Band, die zuvor auch jeweils im Main- und im Cowrie-Restaurant die Gäste mit ihren Tönen beglückte. Dies mag möglicherweise nicht jedermanns Sache sein, doch uns gefiel es sehr gut. Ansonsten wurde an Unterhaltung und Animation nicht viel geboten, was sicher dem Wunsch der Gäste entsprach. Einzig einmal pro Woche präsentiert das Tauchcenter in der Bar ihr Angebot mit einem netten Video und in der maledivischen Nacht wird den Gästen im Hauptrestaurant das Bodu-Beeru vorgeführt.

Recreation- & Watersport-Center: Die Insel hat ein Recreation-Center zu dem auch das berühmte Mandara-Spa gehört, welches wir aber nicht benützten und daher lediglich aufgrund der Empfehlung unserer Nachbarin Tanja als positiv beurteilen können. Zum Center gehört auch eine kleine Bücher-, Spiel- und Fernseh-Ecke, sowie ein PC mit Internetanschluss (Preis akzeptabel), der ausser von uns wahrscheinlich kaum benutzt wurde. Zudem stand den Urlaubern ein Tischtennis- und Billiardtisch zur Verfügung, zu unserem Bedauern mussten wir aber feststellen, dass die Benützung derselben jeweils nur tagsüber möglich war (wer will dann schon spielen???), da das Recreation-Center nach 20.00 Uhr geschlossen war, worüber wir uns ziemlich aufregten.
Die Insel verfügt natürlich auch über ein Wassersport-Center, wo man Katamarane, Surfbretter, Kanus etc. mieten konnte. Erfahrungsberichte dazu gibt es von uns leider keine, aber ein Katamaran-Trip auf eine unbewohnte Insel können wir von unserem Reethi-Beach-Urlaub nur empfehlen.

Ausflüge: Hier bietet Coco Palm die üblichen Angebote zu typischen Preisen, wie Dolphin-Watching, Schnorchel-Trip, Local Island, Sunset-Fishing, Robinson-Insel etc., wovon wir die ersten beiden mitmachten. Auch unsere dritte Delfinsuche verlief erfolgreich und das Frühaufstehen lohnte sich dementsprechend. Der Schnorcheltrip hingegen führte uns zu einem ziemlich unspektakulären Aussenriff, wobei auch dieser durch den überraschenden Besuch eines Mantas (es war unser erstes Mal!) und der Sichtung einer Wasserschildkröte sein Geld wert war. Auf beiden Rückwegen wurde allen Teilnehmern ein Badetuch ausgehändigt und etwas zu Trinken und feine Kokosnuss spendiert.

Unterwasserwelt:

Schnorcheln: Das Hausriff umspannt wie erwähnt fast die halbe Insel und war eine der grössten positiven Überraschungen der gesamten Ferien! Es befindet sich nur wenige Meter vom Strand entfernt und der Einstieg ist an verschiedenen Stellen möglich, bei Flut eigentlich überall. Die Strömung hielt sich in Grenzen, reichte jedoch meist gerade um sich schön von den Wellen (die manchmal fast ein bisschen zu stark waren) an der steilabfallenden Riffkante entlang treiben zu lassen. Dort hatten wir diverse eindrückliche Erlebnisse mit Adlerrochen, Thunfischen, Muränen, Lobster und vielen riesigen Fischschwärmen die einem ursplötzlich von hinten kommend überrannten. Das Hausriff ist zwar auch stark „El Nino-geschädigt“, aber trotzdem sehr fischreich und im Vergleich zu den Hausriffen unserer beiden vorherigen Malediven-Inseln weit überlegen! Von der für uns bereits gewöhnlicheren Fischarten hatte es zu Hauf und andere Schnorchler berichteten zudem von Begegnungen mit einem Schwarzspitzen-Riffhai, einem Manta und mehreren mit Schildkröten. Wir verbrachten Stunden im Wasser und jeder Schnorchelgang brachte seine einzigartige Geschichte mit sich. Das Hausriff war einfach riesig und dies im doppelten Sinne!
Schnorcheln in der Lagune war ebenfalls möglich, da sich am einen oder anderen Ort kleine Miniriffe gebildet haben, und sich dort somit auch einzelne Fische, darunter auch mehrere Rotfeuerfische, herumtrieben. Zudem trafen wir in der Lagune des Öfteren auf Stachelrochen, die dann allerdings meist ganz schnell das Weite suchten. Natürlich lohnen sich aber grundsätzlich die paar Meter Gang von der Lagunen- zur Hausriffseite.

Tauchen: Wir sind (noch) keine Taucher und mussten uns daher einzig an den Erzählungen von Dirk und Tanja ergötzen, dies aber nicht zu kurz. Was wir hörten, war nur positiv, angefangen bei der Ausrüstung, über die Crew bis hin zu den Tauchplätzen, alles genügte höchsten Ansprüchen. Bis auf einen Walhai bekam Dirk angeblich alles vor die Linsen und es gefiel ihm so gut, dass er sogar noch den Nitrox-Kurs absolvierte.

Inselbewohner:

Publikum: Das Volk auf Coco Palm gab sich bunt gemischt und keine Nationalität fiel überwiegend negativ auf. Auch wenn die Italiener und Japaner wohl in der Überzahl waren, die auch anwesenden Deutschen, Schweizer, Franzosen und wenigen Briten bildeten ein gutes Gleichgewicht und es gab kein dominantes Urlauberland. Unter den Gästen herrschte ein angenehmes und offenes Klima und man grüsste sich untereinander. Schlechte Erlebnisse gab es einzig von der Tauchstation mit den Japanern zu berichten, da sich diese weder über noch unter Wasser an irgendwelche Regeln halten wollten und somit sich selbst und auch andere Taucher nicht nur einmal in arge Bredouille brachten. Zu erwähnen gilt es noch, dass es erstaunlich viele homosexuelle, vorwiegend schwule Paare auf der Insel hatte, womöglich ist hier Coco Palm so etwas wie ein Geheimtipp J. Jedenfalls können wir diesen nur bekräftigen und haben ihn auch schon weitergegeben, auch wenn es wahrscheinlich nur Zufall war.

Kleidung: Wie auf allen uns bekannten Malediven-Resorts ist auch auf Coco Palm die Kleiderordnung sehr ungezwungen, beziehungsweise es gibt nicht wirklich eine. Einzig fürs Cowrie-Restaurant gilt es für Herren sich langer Hosen zu bedienen und ärmellose Shirts sind in beiden Restaurants untersagt, allerdings nahm ich darauf umständehalber keine Rücksicht und natürlich sagte niemand etwas, bzw. es wurde überhaupt nicht davon Notiz genommen. Auch ist auf der ganzen Insel barfuss angesagt, egal ob Restaurant oder Rezeption, und man kann jegliche Schuhe getrost zu Hause lassen.

Personal: Wie wir es uns gewohnt waren, war das Personal auch auf Coco Palm eine angenehme Erfrischung gegenüber der biederen Schweiz. Jeder Wunsch wurde einem umgehend erfüllt, oftmals schon bevor man ihn eigentlich geäussert hatte. Mit den Kellnern und dem Küchenpersonal hatten wir ein sehr freundschaftliches Verhältnis, an der Rezeption war man meist kompetent, die Tauchguides waren hilfsbereit, die Landschaftspfleger und Kofferträger sehr herzlich, genauso die Bootscrew, und auch der Roomboy strengte sich einigermassen an. Jeder gab sich einfach die grösste Mühe unseren Urlaub so unvergesslich wie möglich zu gestalten.

Gesamtbild/Besonderes: Von oben her betrachtet ist Coco Palm unserer Meinung nach eine, wenn nicht die schönste Insel der Malediven, doch auch wenn man seine Füsse auf das Eiland setzt, bleibt es nur wenig dieser Eindrücke schuldig. Alles wird einem Luxus-Resort entsprechend liebevoll gepflegt und trotzdem wird der Natur die nötige Freiheit gelassen. Die Grösse der Insel (600x200m) mit der Aufteilung in Riff- und Lagunenseite ist ideal und jeder kommt so auf seinen Geschmack. Es gibt keine das Auge störende künstliche Wellenbrecher oder sonstige unschöne Bauten (die Overwater-Beachbar wurde gerade umgebaut und ist erträglich). Der Strand ist top gepflegt und fast überall reichlich vorhanden. Die Insel lässt sich komplett umrunden, was zum Jogging oder romantischen Spaziergängen einlädt. Abends versammeln sich viele Gäste um gemeinsam dem herrlichen Sonnenuntergang beizuwohnen. Sowieso ist die Insel vorwiegend von Pärchen besucht, was bestimmt und auch zu Recht die vorherrschende Zielgruppe ist.
Spaziergänge lohnen sich für diese aber auch nachts, dann kann man auf Coco Palm nämlich mit etwas Glück Zeuge eines wunderschönen Naturspektakels werden, wenn man eine Meeresschildkröte beim Eier ablegen vorfindet. Wir hatten dieses Vergnügen und zehren noch heute von diesem traumhaften Erlebnis! Ausgerechnet in ihrer und auch unserer letzen Nacht waren Tanja und Dirk bei ihrer nächtlichen Inselumrundung erfolgreich und waren zum Glück so nett zurückzueilen, die Rezeption zu informieren (dies sollte man unbedingt tun, damit sie den Weg absperren oder die Eier an einen sichereren Ort bringen können) und uns von den Cocktails loszueisen. Mehrere Stunden schauten wir der kommenden Mama dann bei ihrem krampfhaften Buddeln im Sand zu und unterstützten sie kurz vor der endgültigen Erschöpfung den Weg zurück ins Meer zu finden, selbstverständlich ohne ihr zu nahe zu kommen und möglichst ohne störende Fotoblitze, um sie bei ihrem Kraftakt nicht zu irritieren. Des Öfteren kann man auf Coco Palm deshalb auch ein Turtle-Hatching erleben, wenn ein paar Wochen später die kleinen Schildis nach und nach aus dem Sand kriechen und Richtung Wasser krabbeln, auch dies muss unvergesslich sein!

Fazit: Coco Palm ist das perfekte Resort für Ruhesuchende, die sich einfach nur erholen und verwöhnen lassen wollen. Das hervorragende Essen, der gute Service, das tolle Hausriff, die herrliche Lagune und die wunderschönen einzelstehenden Bungalows eingebettet in einer traumhaften Kulisse lassen einem definitiv für ein paar Wochen im Paradies wähnen. Es war das bisher schönste und beste Resort das wir besucht haben. In dieser Preisklasse wird es wohl sehr schwierig sein eine Insel zu finden, die Coco Palm das Wasser reichen kann! Wir werden es im Oktober mit Medhufushi versuchen und hoffen dort einen ähnlich schönen Urlaub verbringen zu können.

 


 

hallo freunde
ich möchte es kurz machen.ein besuch auf cocopalm ist empfehlenswert.wir können zwar nur mit kuramathi blue lagoon vergleichen, aber auf cocopalm ist alles einen tick exclusiver.angefangen bei den bungalows am strand.wer kann schon wie im paradies im freien duschen?!? es ist ein erlebnis völlig ungezwungen zu leben und die natur so hahe zu erleben.kurz gesagt, die unterknft ist ein erlebnis für sich.weiter zu der verpflegung.alles nur vom feinsten.hier hat man nicht die übliche speisenkarte mit chicken und fish und fish und chicken.die küche ist ausgesprochen abwechslungsreich und alles in allem hervorragend.die tägliche inselumrundung ( ca. 20 min. )läßt einen das paradies spüren,auf dem man sich befindet.kleine babyhaie und minirochen in strandhähe sind alltäglich.nur die anwesenheit von steinfischen bzw.ihrer gattung trüben ein wenig die euphorie.alles in allem werden wir wieder nach cocopalm reisen um einen moment das paradies zu erleben.
viele grüße von werner und silja


 

Von Marion Lehmann 8.4.99

Am letzten Samstag bin ich von Coco Palm zurückgekommen. Nun ja, die Diskussionen beginnen ja immer in der Schweiz, was ist fertig, was ist noch in Bau. Das Fitnesscenter ist noch in Bau und sieht eigentlich schon ziemlich fertig aus, das heisst ich denke mir, dass es in einem Monat fertig ist. Die Lagoon-Bar ist auch noch in Bau, doch dort steht einmal der untere Teil. Das dauert noch etwas länger. Das Spezialitätenrestaurant ist noch nicht einmal def. geplant. Das Management weiss noch nicht, wann und wo es gebaut wird. 10 Bungalows sind auch noch nicht ganz fertig, bei denen handelt es sich aber nur noch um dem Innenausbau. Aus unseren Erfahrungen ist der Baulärm aber gering, 1. haben sie auf den Maldives nicht Pressluftbohrer und 2. geht alles viel längsämer auch mit dem hämmern. Coco Palm ist eine wunderschöne Insel und gehört zu den schönsten, die ich je auf den Malediven gesehen habe, schliesslich kenne ich nun schon einige. Das Hausriff ist zum Tauchen etwas karg aber es wächst wieder nach (Korallensterben). Durch ca. 3 Einstiegsstellen kann man ans Hausriff. Zum Schnorcheln ist es wunderschön. Jeden Morgen sieht man Delfine am Hausriff. Das Tauchen ist von Alain Morard (Schweizer, vorher Rangali, noch vorher Aegypten, noch vorher Südafrika und Indonesien) geführt und ist sehr gut organisiert. Wenn man eincheckt, bekommt man einen Korp und einen Platz im Wetroom und muss das Equipment nicht immer Hin- und Her schleppen. Sie besitzen ca. 30 Tauchplätze. Das Essen ist grandios, wenn man bedenkt, dass man auf den Malediven ist. Jede Woche gibt es einmal maledivische Spezialitäten. Was ich auf dieser Seite schon einmal gelesen habe, dass es viele Italiener hat, das ist wahr. Kuoni Gastaldi Italy besitzt das Hauptkontingent auf dieser Insel. Die Bungalows sind super, sehr luxeriös, aber nicht kitschig. Die Zimmer sind alle mit Teakholz eingerichtet. Also Beach-Villa genügt vollkommen. Die Deluxe sind nicht grösser und nur wegen einem kleinen Privatpool vor dem Bungalow, doch das bleibt jedem selber überlassen!?

Für uns waren es wunderbare Ferien und wir können Coco Palm nur weiterempfehlen.