Malediven – Embudu – Embudu Village
13. September 2009 – 27. September 2009
Um es meinem Bericht schon vorweg zu nehmen, es war ein wunderschöner Traumurlaub auf Embudu, ich habe mich gefühlt wie im Paradies!!! Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich noch nie zuvor einen vergleichbaren Fernurlaub hatte, d. h. ich war noch nie auf den Malediven oder in der Karibik o. ä.. Auch wenn Embudu Village der untersten Hotelkategorie zugeordnet ist war es schön und toll und klasse und ... ach, ich finde nur Superlative dafür. Natürlich ist es nicht mit einem 5-Sterne-Luxus-Resort zu vergleichen. Wer sich aber auf eine kleine grüne Insel mit ganz vielen Palmen, Büschen und anderen blühenden Grünpflanzen freut, dazu noch super weißen und vor allem sauberen Sandstrand haben möchte, der ist definitiv auf Embudu richtig. Von Unsauberkeit oder anderen mangelnden hygienischen Zuständen (wie es meine Vorgänger teilweise beschrieben haben) habe ich nichts gemerkt. Im Gegenteil, den ganzen Tag waren auf der Insel fleißige Angestellte dabei den Müll der Touristen wegzuräumen oder den Sand von Laub zu befreien. Das die einheimischen Unterkünfte auf der Insel nicht die schönsten sind lässt sich nicht beschönigen, aber man kann sie super umlaufen und somit super ignorieren, damit man eben nur die schönen Seiten der Insel sieht.
Und schön ist es auf der Insel wirklich. Man nehme nur die Sandzunge, auf der bei uns ein kleines Lagerfeuer mit Tauchschülertaufe stattgefunden hat, oder die neue hergerichtete Bar mit Sonnenterrasse (wo einmal wöchentlich ein Diavortrag von der Tauchschule stattfindet), dann wären noch die zwei Bootsstege, von denen aus man super toll die Fische von oben beobachten kann oder die vielen Bänke, Liegen und Hängeliegen. Was mir besonders aufgefallen ist, dass die Bänke und Liegen sowohl in der Sonne als auch im Schatten angebracht wurden – man versucht wirklich auf jeden Touristen zu achten bzw. einzugehen.
Auch die anderen Hotelangestellten sind bemüht dem Urlauber jeden Wunsch zu erfüllen. Die Kellner sind super freundlich, höflich und vor allem sehr fleißig und schnell, der Tischkellner gibt sich größte Mühe die Tische in seinem Zuständigkeitsbereich sauber zu halten und überrascht seine Gäste mit Blumenschmuck oder gar Sandbildern auf den Tischen. Der Roomboy erledigt auch seine Aufgaben und hält die Bungalows ordentlich sauber. Die Gärtner halten den Sand sauber, räumen den Müll auf den Außenflächen weg und gießen ordentlich die Vegetation.
Trotz der ganzen arbeitswütigen Leutchen, die versuchen den Urlaub so angenehm wie möglich zu gestalten, erfährt man absolute Ruhe auf der Insel. Die Touristen verteilen sich so auf der kleinen Fläche, dass man das Gefühl hat ganz alleine zu sein. Durch die vielen kleinen Strandabschnitte liegt man getrennt von den anderen und wird überhaupt nicht in seiner Ruhe gestört. Auch gibt es keine lauten Kinder die den ganzen Tag rumschreien. Die gängigsten Nationalitäten waren Deutsche, Franzosen und Asiaten (keine Russen und Engländer).
Entweder man gibt sich mit dem absoluten Nichtstun auf der Insel zufrieden oder man beteiligt sich an den wechselnden Aktivitätsangeboten. Zum Beispiel bietet die Tauchschule jeden Tag unterschiedliche Tauchausflüge an, wo auch Schnorchler dran teilnehmen können oder man belegt einen Schnuppertauchkurs. Es wird Insel-Hopping, U-Boot-Ausflug, Nachtangeln oder Male-Shopping angeboten. Das Nachtfischen ist voll schön, mitten auf dem Indischen Ozean in absoluter Stille bei Mondschein, in der Hoffnung ein Fisch beißt an – ach toll. Ist die Beute recht üppig ausgefallen wird der Fisch auch frisch zubereitet. Beim Male-Shopping folgt man entweder dem Reiseführer durch die Stadt oder macht´s wie wir und zieht alleine los. Verlaufen kann man sich nicht, die Straßen sind alle mit System angeordnet und führen über kurz oder lang zur Hafenmauer. Die Selbsterkundungstour ist aber viel interessanter, weil man in Viertel kommt wo man als normaler Tourist nicht hingeführt wird. Ganz wichtig für die Frauen ist an dieser Stelle zu sagen, dass man in Male ganz toll Schuhe kaufen kann, für wenig Geld natürlich. Auch zu empfehlen ist eine frisch geschnittene Melone auf dem Obstmarkt – schmeckt echt köstlich. Und der Fischmarkt stinkt auch wirklich nicht. Male ist eine super interessante Stadt die man einfach besuchen muss wenn man auf den Malediven ist. Die Souvenirs in Male sind auch extrem günstiger als auf dem Inselshop, und nochmal günstiger wenn man ganz nett ist und verhandelt.
Nach dem ganzen Stress haben wir uns eine Massage im Serena-Spa gegönnt. Ich kann nur sagen, die zwei Mädels aus Sri Lanka haben es echt drauf und wissen was sie tun. Und wo die die Kraft hernehmen ist mir noch heute ein Rätsel. Der Spabereich ist super schön idyllisch und man kann super toll abschalten.
An dieser Stelle entschuldige ich mich dafür, dass mein Bericht etwas länger ausgefallen ist, aber der Urlaub war einfach zu schön. Ich kann einfach nichts Negatives über das Embudu Village schreiben, denn für mich (und meine Freundinnen) war alles perfekt.
Anzumerken wäre vielleicht noch, dass wir zu Dritt einen Superior-Bungalow mit All inclusive gebucht haben. Der Bungalow war groß genug, auch mit einem Beistellbett hatten wir absolut keine räumlichen Engpässe und konnten uns frei bewegen, der Sanitärbereich war immer sauber und nicht schmuddelig oder mit Schimmel besetzt. Es waren immer genügend Handtücher vorhanden und die Betten wurden ordentlich gemacht und der Sand aus dem Bungalow und von der Terrasse gekehrt. All inclusive hat sich schon getränketechnisch für uns gelohnt – der Cocktail des Tages war einfach zu lecker.
Ein kurzes Resümee: Wer noch nie auf den Malediven war findet hier das absolute Paradies und will unbedingt wiederkommen. Und was tue ich jetzt gegen mein Fernweh???
Embudhu „Embudhu Village“ 16.05. – 31.05.2009
2 Wochen, All inklusive, Wasserbungalow, Hotelplan
Der Flug
Der Flug mit Edelweiss Air gestaltete sich angenehm und weil es sich um einen Direktflug handelt, sind wir auch schon nach 9 Stunden in Hulule auf den Malediven. Das letzte Mal flogen wir mit einer asiatischen Fluglinie, die für jeden Sitzplatz einen Fernseher vorsah. Die Fernseher auf unserem jetzigen Flug sind superklein und für die meisten Reisenden, weil es pro 6 Sitzreihen nur einen gab, eh nicht einsehbar. Und weil wir zu den meisten zählen, können wir auch dementsprechend viel sehen und vertreiben uns die Zeit mit dem geniessen eines oder zwei Gläschen Wein.
Der Flughafen
Nach der Landung warten wir geduldig bei 35 Grad in der nicht enden wollenden Schlange vor der Einreisekontrolle. Das Gepäck ist schnell gefunden und wir begeben uns zum Ausgang, wo auch die Reiseleitung, an irgendeinem der vielen Schalter, auszumachen ist. Erneut fülle ich, wie auch schon in dreifacher Ausführung auf dem Flug, die Formalitäten fürs Hotel aus.
Der Schweiss läuft nur so runter unter dem komfortablen Blechdach auf Hulule. Als nächstes muss eine eisgekühlte Flasche Mineralwasser her die auch für nur drei Dollar den halben Liter, an einem Getränkestand zu besorgen ist. Eine gute Idee wäre es, sich das Mineral noch im Flugzeug zu organisieren. Einerseits gratis, andererseits sogar geniessbar. Wenn Sie jetzt denken, bei Mineralwasser, kann man(n) ja nicht viel falsch machen, um es geniessbar herzustellen, der irrt.
Schon bald geht es Richtung Bootssteg auf ein Dhoni, das uns nach Embudhu bringt. Schon von weitem sehen wir das kleine Eiland, die verdächtig schwarzer Rauch ausstösst. Das werden doch nicht die Dieselaggregate sein? Die Überfahrt ist mit 40 Minuten recht kurz und schon betreten wir den Steg auf Embudhu. Da ich mir freudig auf dem Dhoni die Schuhe ausgezogen habe, mit der Bemerkung, dass ich nun zwei Wochen keine mehr tragen werde, gingen mir bei dem Betreten des Steges, die Füsse fast in Flammen auf. Sehr zur Belustigung der anwesenden Einheimischen. Wo ist meine Sänfte?!!
Die Ankunft auf Embudhu
Das Einchecken ins Hotel geht fix und wir werden zugleich zu unserem Wasserbungalow geführt. Um zwei Dollar ärmer, und erneut sehr heisser Fusssohlen, besichtigen wir unser „Zuhause“ für die nächsten 2 Wochen.
Ich möchte von vornherein klarstellen, dass ich nicht von Beginn an, Negativpresse, über Embudhu schreiben möchte. Es soll ein objektiver unverfälschter Tatsachenbericht über UNSERE Eindrücke, vor, nach und während unserer wohlverdienten Ferien sein.
Aber ich fange ja erst an….
Der Wasserbungalow
Also um es gerade mal vornewegzunehmen, es ist ein Loch auf Stelzen. Es riecht hier ekelhaft nach Kloake, vermischt mit süssem Duft von Waschmittel. Und das 24 Stunden lang, jeden Tag. Es ist auch schnell ausgemacht woher dieser Gestank kommt. Mehrere Abflussleitungen münden direkt bei den Wasserbungalows ins Meer. Mühe, dieses optische Highlight zu kaschieren, hat man sich hier, nicht gemacht. Nützen täte es sich ja sowieso nichts, weil es nicht zu überriechen ist. Ach ja, die Dieselaggregate befinden sich auch gerade neben an, sowie die Tauchschule, mit Ihren Kompressoren, die für genügend Atemluft für unter Wasser, sorgen. Der anfänglich gesichtete Rauch über der Insel, entpuppte sich sehr zu meiner Erleichterung als Feuer, das durch das Verbrennen irgendwelchen Zeugs, entstand. Und dies nur einmal die Woche.
Die sanitären Anlagen sind intakt, aber von ekligem Grünschimmel überzogen. Die Fugen, überall, sind an diversen Orten verschimmelt und haben die Optik, als hätte man sie soeben ganz spontan im Einführungskurs „Kneten für Einjährige“, erfunden. Um sich optisch nicht abzuheben, sind die Türscharniere sowie allgemeine metallische Komponenten, leicht „Ocker-Grün“ in Schimmel gehalten, um beim ausspucken der Zahnpasta, nicht auf einen Würge reiz, verzichten zu müssen. Die Düsen des Jacuzzis sind mit Grünspan belegt, um bei dem Feriengast die Lust an der Benützung, so gut wies halt geht, zu unterdrücken. Sollte das nicht reichen, sichert man sich, mit Schimmel am Duschvorhang, zusätzlich ab.
Wassersparen ist auf den Malediven schliesslich oberstes Gebot.
Auf das, wie man das Jacuzzi dennoch nützlich einsetzen kann, komme ich später, an passenderer Stelle, zurück. Der Verputz bröckelt hie und da grossflächig von den Wänden. Der allgemeine Zustand der Inneneinrichtung ist sehr abgenutzt. Der Balkon ist gross und mit drei Liegen ausreichend bestückt. Wieso der Holzboden jedoch in Schwarz gehalten ist, ist mir ein Rätsel.
Mir Flammen bereits wieder die Sohlen.
Einen Sonnenschirm sucht man vergebens. Dies bedeutet, dass vormittags, mittags und der frühe Nachmittag, nicht auf der Terrasse verbracht werden kann. Von der Terrasse aus, ist die Nachbarinsel Embudhu Finolhu sehr gut zu sehen. Ebenso die Sky Line von Male, die nicht in jedem Gast, das Gefühl Robinson Crusoes, aufkommen lässt. Der gut Quadratmeter grosse Einlass aus Glas, im Boden, ist schön und man sieht auch recht viele Fische und Korallen im ca. 50 cm tiefen Wasser. Wasserkocher, Kaffee, Zucker, Milch, Fernseher, Kühlschrank, Klimaanlage (tropft aufs Bett und hinterlässt hässliche Flecken), alles ist da. Nur die Treppe ins Meer hat jemand vergessen zu montieren. Dabei hab ich mich so auf den Direktzugang zum Wasser, der eigentlich in jedem anderen Wasserbungalow Standard ist, gefreut.
Der „Service“ des Roomboys beschränkt sich darin, das Bett zu machen, Sand auf dem Boden wegzuwischen, und neue Badetücher bereit zulegen. Es wird nicht Staub gewischt oder irgendetwas gereinigt. Trinkgeld wird dankend angenommen, jedoch spornt es nicht zur Optimierung der „Höchstleistungen im Roomservice“, an.
Nachdem wir uns eingerichtet hatten, war es auch schon bald Zeit für das Mittagessen. Also trotteten wir los um mal ordentlich was zu mambfen.
Das Bier
Das Bier der Marke „LION“ ist gar nicht so übel und man(n) gewöhnt sich schnell daran. Im All inklusiven Paket ist leider nur der Tagescocktail nebst dem Bier und Haus Wein als geniessbares Alkoholika zu bestellen. Das beste Bier gibt es aus Malaysia aus Dosen. Jedoch wird einem das nicht auf die Nase gebunden und es muss explizit bestellt werden. Für mich als bekennender Bierliebhaber ist der Mist somit geführt. Der Kellner, sein Name ist Hasan, ist sehr fix und fragt immer genau vor dem letzten Schluck Bier, ob denn für Nachschub gesorgt werden soll. Ein echter Freund. Das wird auch gleich mit einem saftigen Trinkgeld honoriert, dessen ich Ihm in Form einer Blume, die ich aus einem Geldschein, Blumen und Palmenblatt gebastelt habe, überreiche. Dies wird gleich mit Lachen, einem Freudensprung und Händeklatschen quittiert. Es fängt hier an, uns zu gefallen.
Wird aber auch Zeit.
Das Essen
Das Essen wird in Buffet Form angeboten und jeden Tag gilt ein anderes Motto wie z.B. Asia, Eastern, Chinese, Europe, oder Mongolian. Für jeden Freitag kann man sich eintragen lassen, um dann an einem separaten Tisch, sozusagen als VIP, sich Hummer oder Krevetten mit Champagner servieren lassen. Der Hummer schlägt mit 46 $, der Champagner mit 95 $ zu Buche. Für die Malediven ist das OK. Zusätzlich zu den Buffets, wird immer wieder mal gegrillt.
Zu unserem zehn Jährigen Jubiläum, lassen wir uns auch einen „VIP“ Tisch reservieren. Es wurde im kleinen Park vor der „Fresshalle“, liebevoll mit Blumen dekoriert, die Tische, drei an der Zahl, aufgebaut.
Nach dem Apéro begeben wir uns an unseren Tisch, wo wir auch schon von Hassan, unserem Kellner, empfangen werden. Natürlich lassen wir es uns nicht nehmen, eine Flasche Schampus zu bestellen. Die neidischen Blicke der anderen Gäste zaubern mir ein Lächeln ins Gesicht. Es war nicht schwer zu erkennen, dass sich so manch andere Ehefrau, sich von Ihrem Gatten, das gleiche gewünscht hätte. Tia, das französische Flair, dringt nicht in alle Ecken Deutschlands vor.
Da sag ich nur: Määääälzeit..!!!!
Dieser Abend, an Romantik nicht zu übertreffen, ist einer von denen, der unvergesslich, im Roman unserer Ehe, in die Geschichte eingehen wird.
Das Essen ist super. Da gibt es nichts zu lästern.
Das Wasser
Nun ist es aber auch Zeit, in den genialen, 32 Grad warmen (Temperaturangabe der Tauch Uhr von „Mike“, Genosse Erich Honeckers, der durch die Russen unterdrückt, bis heute auf diese missgestimmt…sind übrigens unsere Tischnachbarn….und das drei Mal am Tag…für zwei Wochen…meine Frau Natascha ist Russin…), Türkis-Grün-Blauschimmernden indischen Ozean zu springen. Der Abschnitt zwischen Sandzunge bis Wasserbungalow eignet sich zum Baden am besten. Die Sandzunge bildet halbmondförmig wie so eine Art Badewanne. Nicht, dass es um den Rest der Insel kein Wasser gäbe, aber der Wind im Mai ist derart heftig, dass es gemütlicher scheint, sich auf der Lee Seite dem Badevergnügen hinzugeben. Hier ist man im Paradies. Der Sandstrand erstreckt sich bis hin zu den Wasserbungalows und lädt zum unbeschwerten baden ein. Das Wasser ist je nach Gezeit, Knie bis Hüfttief und sehr warm.
Die Insel
Die Insel ist von der Infrastruktur her gesehen das, was man sich unter einem idyllischen kleinen Eiland vorstellt, um sorglos dem Alltag zu Hause zu entfliehen.
Wären da nicht die unzähligen Kleinigkeiten, die sich zusammengezählt, als doch so einige Kritikpunkte darstellen.
Viele Abschnitte am Strand sind durch lustige, farbige, ausgefranste, mit Sandgefüllte Kunststoffsäcken, vor der Erosion geschützt. Stellen, die stärker dem Wind und Wetter ausgesetzt sind, sind durch in Zement getränkte Sandsäcke geschützt, die zum Schluss mit Zementpampe überschmiert sind. Hinter verrostetem Blech sind die Kokosnüsse, die dort auf die natürliche Zersetzung warten, gelagert. Sich eine öffnen zu lassen, ist nicht so einfach. Denn Die Kokosnüsse gehören einer bestimmten Person, die das Monopol der Kokosnüsse auf Embudhu inne hat. Sollte man doch einen, der in der Hängematte liegenden, für den Unterhalt zuständigen Jungs, dazu überreden eine zu öffnen, kostet es doch glatt einen Dollar.
Das Inselpersonal hat hier auf Emudhu überraschend viel Freizeit und es ist naheliegend, dass hie und da der Komfort der Gäste, durch herumliegendes Grünzeugs, Korallenabfallhaufen, Blech, Abfallsäcke mit Grünzeug drin, PET-Flaschen, Filtermembranen usw. beeinträchtigt wird. Das Nichtstun wird auch gerne in der Gruppe, in der Hängematte liegend demonstriert, während ein einzelner versucht mit Besen bewaffnet Herr der Lage zu werden.
Zwischen den Erosionsverbauungen, betten sich allerdings traumhaft pittoreske, kleine Ministrände, zum genussvollen Sonnenbaden, planschen, kuscheln oder lesen, ein.
Nach einem Einführungsseminar durch die Reiseleitung und dem Tauchlehrer, über Land, Leute, Haus Riff und dessen Strömung, sind wir nun gewappnet für den zweiten Ferientag an dem wir ausgiebig schnorcheln wollen.
Das Haus Riff
Das Haus Riff erstreckt sich um die gesamte Insel und verfügt über 5 Einstiegmöglichkeiten. Es unterteilt sich in die Strecke Sanddüne bis Wasserbungalow, den Abschnitt mit den meisten Fischen (liegt wohl an der Zufuhr der Kanalisation), Bootssteg bis Bungalow Nr. 76, Nr. 76 bis Steg an der Bar und Bar bis Sanddüne. Letzterer ist der optisch schönste und nennt sich Korallengarten. Ein versunkenes Dhoni wertet die Unterwasserwelt, die viele Tellerkorallen bietet, zusätzlich auf. Nicht selten begegnet man hier auch Wasserschildkröten, Grossen Oktopussen und vielen Grossfischen. Wer keine angst hat, der kann zu den Aussenbojen schnorcheln und grosse Haie, Baby Wale oder sonstiges überdimensional grosses Getier, dass durch die Kanalströmung angespült wird, bewundern.
Also für Taucher und Schnorchelnde ist es hier ein Paradies! Wenn man nicht schon mal auf Kuramathi im Rashdu Atoll war.
Das Wetter
Das Wetter ist sehr unbeständig während unserer zwei Wochen im Mai. Es ist ja auch die heisseste und Regenreichste Zeit. Fast jeden Tag kommt es mehrmals zu Niederschlag und gegen den Abend weht zum Teil ein so heftiger Wind, dass das Benützen der Sonnenterasse der Bar unmöglich macht. Die Ausweichmöglichkeit auf die Bestuhlung der Bar hilft auch nicht weiter, weil bei derart deftigen Böen, einem die Stühle um die Ohren fliegen. Bleibt ja immer noch das Innere der Bar wo endlos Bier gezapft wird. Was will man mehr.
An vier, von 14 Tagen, ist es beinahe Windstill und das Meer ist superstill und klar. Dementsprechend ist es heiss und man verbringt den Tag im Wasser. Genau so haben wir uns das vorgestellt.
Die Bar
Die Bar verfügt über eine kleine Tanzfläche. Das Personal ist sehr nett und man wartet auch nicht lange bis man bedient wird. Immer sonntags, kommt ein DJ vorbei und spielt das, was man alt Feriengast halt so hören muss.
Sonstige Unterhaltung sucht man vergebens. Wir sind da sehr froh drum.
Die Bardamen will ich speziell erwähnen, da die immer für einen Schwatz zu haben sind, und in dem sonst eher männlich dominierten Umfeld eine willkommene Abwechslung darstellen. Eine war so süss, dass ich bei Ihr, ganz spontan, ein Bier bestellt habe. Sie ist 27 Jahre alt, heisst „**+ç)(/%“ oder so und Fliegt in neun Tagen nach Sri Lanka zurück um sich einen Freund zu suchen, um Ihn dann zu heiraten und Kinder zu kriegen. Wieso ich die nicht mehr losgeworden bin, nachdem ich Ihr erklärt habe, Natascha sei nicht meine Ehefrau, sondern meine Schwester, weiss ich auch nicht so genau.
Die Terrasse auf Stelzen direkt am Strand, wäre ein echter Augenfang, wenn da nicht das weisse Gartenstuhlsortiment, erheblich abgenutzt und vergraut, unbenutzt und lieblos am Boden herum liegen würde. Vermutlich hat das seinen Grund. Vom Personal aus gesehen, logistisch völlig korrekt, da vom Ausschanktisch bis Terrasse, gut und gerne 20 Meter zurückgelegt werden müssten.
Die Gäste
Die Feriengäste setzten sich vorwiegend aus Deutschen, Schweizern und vereinzelt Briten, Russen oder Franzosen, zusammen.
Keine Italiener!!!....soo schön.
Nicht, dass ich was gegen Italiener generell habe, aber auf der Suche nach RUHE im Urlaub, sind sie das „Worst Case Szenario“, schlecht hin.
Verrückte sind mir bis auf den Jungen aus Hamburg, keine aufgefallen.
Also es ist so:
Der Mann aus Hamburg hat doch tatsächlich jeden Gast auf der Insel nach einem Stück Seife und der Uhrzeit gefragt, obwohl er eine Armbanduhr getragen hat und in jedem Bungalow Flüssigseife zur freien Benutzung verfügbar ist. Wieso, wird auch für immer ein Rätsel bleiben. Er hat sich dann, sehr zum Ärger eines Polnischen Ehepaars, ungefragt angeschlossen, und ist auch nach unzähligen Abhäng- Versuchen nicht von dessen Seite gewichen. Ich habe Ihn dann im Inselshop getroffen, als er dabei war mich nach Sonnencreme zu fragen, die einen hohen Schutzfaktor besitzt. Die Frage des „Wieso“ bleibt allerdings dieses mal nicht unbeantwortet. Er habe sich, ohne Creme, allerdings im Schutze des Wassers, den halben Nachmittag an der Sonne aufgehalten und nun sei er, sehr zu seinem Erstaunen, total verbrannt. Dies hat er dann auch gleich bewiesen, indem er das Shirt anhob und mir seinen Neon- Rot leuchtenden Astralkörper präsentierte.
Ich hielt es dann für angebracht, Ihn darüber aufzuklären, dass das Wasser, nicht automatisch die Funktion eines Sonnenblockers hat, nur weil sich ein Junge aus Hamburg darin badet. Sondern, sehr zu seinem Erstaunen, die genau Entgegengesetzte Wirkung hat, die an seinem persönlichen Beispiel, ja nun äusserst deutlich bewiesen ist. Er kaufte sich dann eine Creme mit Faktor 50, um dem statuieren weiterer Exempel, einen Riegel zu schieben. Dabei unterliess er es nicht, dem perplexen Verkäufer, ebenfalls seinen Neon- Rot leuchtenden Astralkörper zu präsentieren und die Geschichte erneut zu wiederholen.
Versuche des Service Personals, den Alleinreisenden Hamburger Jungen, an einem Tisch mit „Anschluss“, im Speisesaal zu platzieren, schlugen fehl, nachdem sich die gepeinigten heimlich beschwert haben. Schon am dritten Tag, sass er in „Einzelhaft“ an einer nicht zu exponierten Stelle im Speisesaal. Vielleicht hätte es sich ja für Ihn gelohnt, sich wenigstens ein einziges Mal innerhalb zweier Wochen, etwas anderes anzuziehen und sich zu rasieren.
Jacuzzi
Nach gut einer Woche Aufenthalt, haben wir die meisten T- Shirts, nach teilweise brutalen Temperaturen, so ziemlich angeschwitzt. Und einen Waschservice sucht man auf einer Insel dieser Kategorie vergebens.
Also füllt man(n) das Jacuzzi mit Wasser, kippt die Dose Handwaschmittel rein und gibt die Wäsche dazu.
Nun braucht man nur noch die umfunktionierte Waschmaschine in Gang zu setzen und schon nach 15 Minuten sind die Shirts wieder Frisch.
Ausflug nach Male
Am Anschlagbrett der Reiseleitung, konnte man sich für einen Trip nach Male einschreiben. Da wir nichts Besseres vorhatten, begaben wir uns gegen 13 Uhr Ortszeit an den Anlegesteg der Dhonis, die nach Male tuckern.
Völlig entspannt von der Überfahrt, kommen wir in Male am Hafen an. Plötzlich brach am Anlegesteg die Hölle los. Sicher Zwanzig einheimische, wollten plötzlich unsere Freunde sein, und anerboten sich völlig selbstlos als Gide für die eh knapp bemessene Zeit des Aufenthaltes von 3 Std. In der Annahme, das muss hier so sein, hatten wir auch schon einen Gide zugeteilt bekommen und befanden uns auf Erkundungsmission. Der Gide gab bereitwillig Auskunft über von uns nie gestellte Fragen. Dass Grabsteine die zugespitzt sind für Männer und die die nicht zugespitzt sind für Frauen sind, stand schon im Reiseführer. Es ging auch nur darum, dass der Gide uns ganz zufällig in einen Souvenir Shop seiner Familie führte, in dem wir unsere Lust am kaufen vieler Souvenirs ungehemmt befriedigen konnten. Da wir ohnehin noch ein paar Accessoires für unsere Wohnung kaufen wollten, waren wir Ihm auch nicht böse. Jedoch für ein Souvenir und die Besichtigung des Fischmarkts sowie den Gemüsemarkt, braucht es gewiss keinen Gide. Objektiv betrachtet, ist Male vom Hafen aus erkundbar, da ohnehin sich auf einer Insel alles am Hafen abspielt. Ohne Gide wären wir bestimmt ein bisschen tiefer nach Male vorgedrungen. Vielleicht sollte man auch nur sehen was für Touristen geeignet ist. Oder waren es doch vielleicht nur ganz banal die 10 $ für den Gide? Also ein traditionelles Teehaus, das in den höchsten Tönen im Reiseführer gelobt wird, hätte ich gerne besucht. Bein nächsten Mal bin ich schlauer und werde auf eigene Faust losziehen.
Wie gedacht, so getan. Ich ging also die Woche drauf, noch einmal nach Male, um meine Erkundungstour fortzusetzen. Ganz alleine. Ohne Gide.
Dieses Mal, habe ich die Gide- Situation am Hafen, aus sicherer Distanz beobachtet, wie die anderen Teilnehmer, die wie wir, bei dem ersten Versuch Male zu erkunden, von der Meute empfangen wurde.
Erleichtert ging ich meines Weges entlang des Hafens. So ganz ohne Gide, umrundete ich fast die ganze Insel und durchquerte dann die Innenstadt entlang der Hauptstrasse. Es war ein richtiges Erlebnis, die Malediven von einer ganz anderen Seite zu erleben. Fernab des munteren Treibens im und am Hafen, finden sich schöne Strände mit meterhohen Wellen, in denen sich einheimische Kinder auf Styropor Brettern im Wellenreiten versuchen. Weil nirgends Mülleimer zu finden sind, liegt der Abfall einfachhalber am Strand, Wasser, Strasse, Weg oder Wellenverbauung. Das Highlight war, als mich mein Fussmarsch wieder zu dem Fischmarkt brachte, ich unseren Gide vom letzten Besuch in Male wiedertraf, wie er gerade dabei war, seine „Beute“ in den Ihm bekannten Souvenirshop zu deponieren.
Touristen halt. Die fallen auch auf jeden Scheiss herein.
Entweder man liebt Male und seine bescheidenen Bemühungen, seinen eigenen Lebensraum für Mensch, Meer und Tier, zu erhalten, oder man schüttelt aus europäischer Sicht, nur den Kopf.
Der Ausflug hat sich in jedem Fall gelohnt.
Fazit
Embudhu kann ich persönlich nur empfehlen, um zu tauchen. Luxus, oder auch nur der Hauch danach, sucht man vergebens. Der Strand ist schmutzig und sogar das Personal lässt den am Vorabend produzierten schmutz liegen. Der Sand ist meist sehr grob und weist viele Bruchstücke der Korallen auf, die beim Gehen im Sand verletzen können. Das Personal, ausser die im Service und der Bar, sind stinkfaul und dementsprechend ist es hier gepflegt. Die Flora und Fauna ist Naturbelassen. Es wurde auch nirgends Sand aufgeschüttet oder den vorhandenen gereinigt. Erosionsverbauungen sind mittels hässlicher farbiger Kunststoffsäcken zusammengebastelt. Es ist eine Insel die die Unberührtheit und das Einheimische Flair zur Geltung bringt. Die unmittelbare Nähe zu Male ist zwar praktisch, aber dafür weist das Meer auch viel Schmutz auf, der das Baden in meinen Augen, nicht zusätzlich aufwertet. Der Fischreichtum im Vergleich zu Kuramathi ist bescheiden. Was mich am meisten ärgert, es bräuchte so wenig, nebst einem Abfallsack, einen kräftigen Tritt in den Hintern der Personals und die Inselleitung, um die kleinen, aber viele Makel, zu beseitigen.
Für uns waren die Ferien auf Embudhu nicht das, was wir erwartet haben.
Beim nächsten Mal werden wir wie wir es bei unseren ersten Ferien auf den Malediven gemacht haben, genauestens recherchieren, das wir dieses Mal leider unterlassen haben. Beim nächsten Mal, wollen wieder so unvergesslich schönen Urlaub wie der auf Kuramathi, an dem es in JEDEM Punkt nichts zu meckern gab, erleben.
Wir waren vom 9.05-19.05.2009 auf Embudu.
Da hier schon alles detailliert beschrieben wurde, was Anreise und einchecken betrifft, halte ich mich eher mit den Beschreibungen auf, die mir bislang in den Erzählungen ein wenig fehlten.
Zimmerwechsel:
Direkt zu Beginn sind wir in das verhasste Staffhaus einquatiert worden, was unglaublich hässlich, muffig und dunkel ist. Hier wollten wir keinesfalls bleiben. Wir haben sofort an der Rezeption um einen Bungiwechsel gebeten und direkt am nächsten Morgen konnten wir in unsere Strandbungis umziehen (Nr. 3 und 18). Das ging mehr als problemlos.
Standard Bungi:
Ich hatte einen Standard Bungi gebucht und hatte mächtig „Schiss“ im Vorfeld, ob denn ein Deckenventilator oder kaltes Wasser wirklich für mich akzeptabel seien-sie sind es. Ich habe weder nach dem tauchen gefroren, wie es sonst mit Klimaanlage immer der Fall war, noch war mir in der Nacht zu heiß. Durch die Türlammellen kommt genügend Frischluft/Durchzug, so dass das Klima immer bestens war. Auch das kalte Wasser war kein Problem, da auf den Malediven das „kalte“ Wasser ohnehin lauwarm ist. Die Terrassen vor den Bungis sind, egal ob Standard-oder Superiorbungi immer gleich groß und gleich ausgestattet. Auch gab es immer genügend große Strände auf denen man sich aufhalten konnte-oder in den wunderbaren Hängematten, die es überall verteilt auf der Insel gibt. Sie sehen wahnsinnig unbequem aus, sind aber der totale Hit!
Tauchbasis
Wir waren mit der Basis im Großen und Ganzen sehr zufrieden.
Die bereits vielfach erwähnte Bootscrew verdient ihr Lob wirklich. Sie sind immer nett, lustig, hilfsbereit und kompetent.
Auch die Tauchguides und Tauchlehrer verdienen großes Lob. Ihre Briefings und Strömungschecks waren immer detailliert, richtig und fachkundig. Wir haben so unter Wasser immer die Dinge finden können, die vorher besprochen worden sind. Auch wurden immer easy dives oder Strömungstauchgänge für die erfahreneren Taucher angeboten. Die mehrfach geposteten Aussagen, dass die Tl arrogant seien, kann ich nicht bestätigen. Auch als Neuankömmlinge wurden wir immer liebevoll in die Gruppe integriert und man hat nach dem Tg bei einem Kaffee noch zusammen gesessen und geplaudert. Großen Dank an dieser Stelle an Arjan, der mit holländischem Charme immer zu Späßen aufgelegt gewesen ist!
Klar, Dusche und WC wären von Vorteil. Gemessen daran, dass die Insel aber so klein ist, waren die Wege zum Bungi ja nun auch nicht exorbitant weit-außerdem sollte eh jeder eine Wasserflasche zum spülen der Ohren nach jedem Tg griffbereit haben.
Ein Nachteil war jedoch, dass die Leihausrüstung jeden Tag wieder zurück gegeben werden musste. Das hatte Werner Lau besser gelöst, in dem jeder Urlauber seine Ausrüstung für die Dauer des Aufenthaltes fest behalten durfte. So musste man jeden Tag seine Gewichte neu auffädeln, oder, falls vorhanden, seinen vom vorherigen Tag wieder suchen. Das war unnötig umständlich und ließe sich leicht verändern.
Wir können die Basis auf jeden Fall weiter empfehlen und freuen uns auf ein Wiedersehen.
Wetter
Wir hatten unglaublicherweise Wetter J Und dazu sogar gutes, trotz offizieller Regenzeit. Wir hatten mehr oder weniger durchweg sonnige Urlaubstage, mal kurz bewölkt, mal etwas windig. Regenschauer gab es vereinzelt, aber dies entweder in der Nacht oder den frühen Morgenstunden. Wir mussten die ganze Zeit über nie einen Nachmittag gezwungenermassen im Bungi verbringen. Diese Sorge war also unbegründet. Mittlerweile würde ich sagen, dass man ganzjährig auf die Malediven fahren kann-man kann eben egal wann, immer Glück oder Pech haben. Anders sieht es da allerdings unter Wasser aus. Die Sichtweiten waren nicht sonderlich berühmt. Wo wir eigentlich ca. 20 Meter und mehr gewohnt waren, gab es jetzt Sichtweiten bis max 15 Meter. Viel Plankton, aber dennoch leider noch keine Mantas. Das war schon ein Nachteil beim tauchen, war jetzt aber auch kein Beinbruch!
Wir haben unseren Urlaub auf Embudu jedenfalls sehr genossen und haben das Preis-Leistungsverhältnis als äußerst gut empfunden. Klar, es ist keine Luxusinsel, aber dort findet man alles, was ich unter einem wirklich guten Malediven-Urlaub verstehe: Strand, eine schöne Barfuss-Insel, saubere Bungis, gutes Essen, ein wunderbar bewachsenes Hausriff und schöne Tauchplätze. Wir kommen sicher noch einmal wieder und können diese Insel wirklich jedem wärmstens empfehlen.
Embudu Village (Süd-Male Atoll) vom 08. - 23. März 2009
Vorweg: Wir waren 2004 bereits einmal auf Embudu und wussten daher was uns erwartet. Gemütliches am Strand liegen kam bei uns nicht an 1. Stelle. Wir wollten uns eine Auszeit vom hier herrschenden Winter nehmen, hauptsächlich Sonne tanken, Tauchen und Schnorcheln. Das Wetter war die ganzen 14 Tage über traumhaft. Das Meer war sehr ruhig und klar und präsentierte sich in intensiven Farben. Die Wassertemperatur betrug beim Tauchen 28/29° (herrlich!).
An-/Abreise: Direktflug mit Belair ab Zürich nach Male Dauer: 8 Std. 50 Min. Der Flug verlief ohne besondere Vorkommnisse.
Rückflug: Von Male via Goa nach Zürich (Zwischenstopp in Goa. Verlassen des Flugzeugs nicht möglich). Der Flug von Goa nach Zürich hat dann – aufgrund von heftigen Gegenwinden – nochmals ca. 9.0 Std. gedauert. Ein Non-Stop Flug ist logischerweise vorzuziehen.
Ankunft in Male: Da sich Embudu in Sichtweite von Male befindet, ca. 8 km vom Flughafen entfernt, dauert die Überfahrt mit dem Boot ca. 45 - 50 Min. Die Bootsfahrt ist bei ruhigen Verhältnissen schön und kurzweilig (Delfinsichtungen sind keine Seltenheit).
Auf der Rückreise sind wir dann mit dem Schnellboot gefahren. Die Fahrt dauerte sodann nur noch ca. 35 Min. Allerdings noch mit ein paar Stopps - wegen der Delfine.
Ankunft: Übliches Prozedere (Begrüssungscocktail, Ausfüllen der Unterlagen etc.) und Einladung zu einer Info von der Tauchschule abends um 18.00 Uhr. Embudu ist gut organisiert und alles wird recht zügig abgewickelt. Gleich nach dem „Check in“ geht’s dann mit dem Kofferträger Richtung Bungalow.
Embudu hat Male-Zeit. Das bedeutet: Sonnenaufgang gegen 6.00 Uhr und Sonnenuntergang gegen 18.00 Uhr.
Insel/Strand/Bungalow: Die Insel ist ca. 350 x 150 m gross und kann in ca. 18 Min. zu Fuss umrundet werden (jedoch an den wenigsten Stellen direkt am Strand). Das Inselinnere ist dicht mit Palmen und sonstigen tropischen Pflanzen bewachsen.
Der Grossteil der Insel ist leider von einer Mauer umgeben. In unmittelbarer Sichtweite befindet sich u.a. Embudu Finolhu Taj Exotica und auch Male selber ist zu sehen. Wobei wir die Nähe zu Male nicht als störend empfunden haben (Fluglärm haben wir keinen wahrgenommen). Embudu hat leider keine freistehenden Bungalows (alles Reihenbungalows). Insgesamt gibt es ca. 125, was für die Grösse der Insel recht viel ist. Die dichte Bebauung und die dadurch sehr eingeschränkte Privatsphäre sind dann auch sicherlich die grössten Nachteile des Inselchens.
Auf Embudu unterscheidet man zwischen 3 Haupt-Bungalowkategorien: Wasserbungalow, Superior-Bungalow (mit Klimaanlage), Standard-Bungalow (ohne Klimaanlage). Grundsätzlich geht es natürlich auch ohne Klimaanlage. Nebst dem Kühlungseffekt ist die Klimaanlage jedoch auch dafür gut, die Feuchtigkeit ein wenig fernzuhalten bzw. dafür zu sorgen, dass die Sachen besser trocknen (sehr hohe Luftfeuchtigkeit). Die Wasserbungalows (ebenfalls Reihenbungalows) sind optisch – zumindest von aussen betrachtet - nicht so überzeugend. Letztendlich ist dies aber Geschmackssache (der Mehrpreis hält sich in Grenzen).
Leider musste seit unserem letzten Besuch auch vor den Bungalows 26 – 31 eine Mauer errichtet werden und ein direkter Zugang zum Meer ist daher dort nicht mehr möglich. Auch sind an etlichen Orten Sandsäcke aufgestapelt. Zwar gibt es immer noch ein paar schöne Strandabschnitte und Strandbuchten aber es ist leider nicht gewährleistet, dass jeder Urlauber ein schönes, privates Liegeplätzchen mit direktem Zugang zum Meer findet.
Uns haben die Bungalows Nr. 26 - ca. 40 am besten gefallen (bzw. die Lage dieser Bungalows). Die stets begehrten Nummern um die 78 fanden wir jetzt nicht so toll. Auf dieser Seite ist es auch windiger und das Meer einiges unruhiger als auf der anderen Seite.
Sehr schön ist die grosse Sandbank und Lagune im Westteil der Insel. Von dort kann man auch prima den Sonnenuntergang beobachten. Wie bereits zu Beginn erwähnt, hatten wir ja grosses Wetterglück. Auch die Sonnenuntergänge waren grösstenteils sehr eindrücklich. Die tollen Farbkombinationen – verursacht durch die untergehende Sonne - haben eine ganz besondere Stimmung geschaffen.
Unser Bungalow: Wir bekamen Bungalow Nr. 27 zugewiesen und waren damit sehr zufrieden. Gleich bei der Lagune und der grossen Sandbank.
Die Bungalows sind einfach und zweckmässig eingerichtet. Leider sehr hellhörig und ohne offenes (= maledivisches) Bad.
Zimmerausstattung: bequemes Bett, Schrank, Telefon, Tischchen mit 1 Stuhl, Kühlschrank (ohne Inhalt bzw. ohne Minibar) und Klimaanlage. Die dortige Thermoskanne wird vom Roomboy 2x täglich mit Trinkwasser aufgefüllt.
Das Badezimmer ist ebenfalls zweckmässig (mit Dusche und Fön). Etwas störend ist, dass die Wand vom Wohn-/Schlafraum zum Badezimmer hin nicht hochgezogen ist (ca. 1 Meter offen nach oben). Ist nicht ganz so, als wenn die Toilette im Zimmer wäre, aber geht in diese Richtung. Jeder Superior-Bungalow hat zudem eine kleine Terrasse mit 2 Plastikstühlen und einem „Holzgestell“.
Liegestühle sind nicht zwingend vor jedem Bungalow anzutreffen. Da diese jedoch sehr unbequem sind, ist dies kein allzu grosser Verlust (ganz rückenunfreundliche Liegeschalen).
Unser Bungalow war in einem guten Zustand. Der Roomboy kam 2x täglich (morgens und abends) und wir haben den Bungalow jeweils in einwandfreiem Zustand vorgefunden.
Bar/Strandbar: Relativ grosse Bar mit zusätzlichen Tischchen im Sand sowie einer Holzterrasse direkt am Strand. Auf der Holzterrasse ist es sehr schön (von dort aus kann man immer sehr viel Fisch beobachten). Leider hat die Terrasse kein Dach resp. Sonnenschutz. Bei heissem Wetter ist diese daher erst am späteren Nachmittag zu empfehlen.
Grundsätzlich ist das Personal von der Bar sehr bemüht. Allerdings kann es vorkommen, dass man ein wenig länger auf die Bestellung bzw. das Unterschreiben warten muss. Wer nicht warten will, kann das Getränk aber auch an Bar selber holen und auch dort unterschreiben. Die Getränkepreise sind sehr moderat. Eine 1,5L Flasche Wasser kostet USD 2.00.
Restaurant: Das Restaurant wurde vor nicht all zu langer Zeit umgebaut und ein wenig vergrössert. Insgesamt ist das Restaurant schön; wobei es am Tag ein wenig kalt und dunkel wirkt.
Man erhält am 1. Tag einen Tisch zugeteilt, den man den gesamten Urlaub über behält (sofern man nicht um einen Wechsel bittet). Die meisten Tische sind 4er Tische. Auf speziellen Wunsch gibt es auch einen 2er-Tisch (sofern diese noch frei sind). Wenn man jedoch nette Tischnachbarn hat, ist so ein 4er-Tisch eine ganz gute Sache.
Zum Essen: Tja, bekanntlich ein heikles Thema. Alle 3 Mahlzeiten in Buffetform. Mir hat das Essen ganz gut geschmeckt. Meine bessere Hälfte war nicht immer ganz so zufrieden…
Frühstück: Verschiedene Brotsorten, Brötchen, Toast, süsse Teilchen, Butter, 1 Sorte Käse, 2 Sorten Marmelade, Eierstation (für frische Omeletts), manchmal Croissants (sehr gut), Dosenfrüchte, süsse Säfte, Milch, eine Art Cornflakes etc.
Mittagessen: Täglich Suppe, Salatbuffet, div. Fleischgerichte, fast täglich Reis, Fisch, Gemüse etc. und ein Dessertbuffet (generell etwas zu süss – aber auch immer etwas Leckeres dabei).
Abendessen – verschiedene Themenabende: Italienischer Abend, asiatischer Abend etc. Tja, da wurde es manchmal etwas schwierig. Wer Huhn in verschiedenen Varianten, Fisch und Reis mag, ist schon mal auf der sicheren Seite… Nicht so „experimentierfreudige“ Esser tun sich evtl. an manchen Abenden etwas schwer. Wie auch immer: verhungern wird auf Embudu sicherlich niemand. Wobei es trotzdem zu empfehlen wäre, nebst den „exotischen“ Speisen wenigstens 1 Ausweichmenu (z.B. Nudelgericht) anzubieten.
Das Restaurant (inkl. Geschirr, Tischdecken etc.) war sehr sauber und gepflegt. Mit unserem Tischkellner waren wir sehr zufrieden. Er war zwar eher von der ruhigen Sorte, jedoch sehr nett und aufmerksam.
Aufenthaltsraum, Inselshop, Rezeption/Coffee-Shop/Spa: offener Aufenthaltsraum (Coffee-Shop) mit kleinem Bücherregal, Juweliershop, Inselshop und Rezeption. Die genannten Einrichtungen wurden seit unserem letzten Besuch neu gestaltet bzw. renoviert und sind schön geworden. Spa ist ebenfalls vorhanden. Dazu können wir jedoch nichts sagen (nicht besucht).
Ausflüge/Animation: Es werden div. Ausflüge angeboten (Besuch Male, Inselhopping etc.). 1x in der Woche Disco sowie ein Informationsabend veranstaltet von der Tauchschule.
Zu unserer Zeit hat eine „Diverland-Night“ stattgefunden. Das Tauchboot wurde im Korallengarten „parkiert“ und ab 21.00 Uhr gab’s auf dem geschmückten Boot Getränke und Musik (inkl. ein Gratisgetränk = ein grünes „Etwas“ aus der Tauchflasche). Und das natürlich alles bei wunderschönem Sternenhimmel.
Hausriff/Schnorcheln: Embudu hat – und ist zu Recht auch bekannt dafür - ein sehr fischreiches und interessantes Hausriff. Wen man will, kann man die Insel komplett umschnorcheln. Das Hausriff ist leicht erreichbar (mehrere Ein-/Aussteige) und bietet viel. Sehen kann man grundsätzlich alles (Kleinfische, Fischschwärme, Schildkröten, Napoleons, Muränen, Haie und sogar Walhaie). Ja, ich bin ca. 4 Min. mit einem jungen Walhai (ca. 2 1/2m) am Hausriff entlang geschnorcheltJ.
Sehr interessant war die Strecke vom Einstieg „32“ zu den Wasserbungalows. Rund um die Wasserbungalows gibt’s immer viel zu sehen. Auch ganz tolle und grosse Fischschwärme. Nachmittags hat die Strömung meistens stark zugelegt und ohne Flossen ist von einer Schnorcheltour am Hausriff strengstens abzuraten. Ist schon erstaunlich, wie viel Kraft das Wasser haben kann; sogar in der Lagune hat es manchmal mächtig gezogen (und das bei fast ruhiger Wasseroberfläche).
Korallen: Im Vergleich zu 2004 haben sich die Korallen nur unmerklich erholt (wobei dies schwierig zu beurteilen ist). Insbesondere der Korallengarten erschien uns fast noch farbloser als vor 5 Jahren. Leider war die Sicht dort konstant ziemlich schlecht (sehr sandig).
Ziemlich schöne Korallen kann man aber auch als Schnorchler sehen. Entweder beim Einstieg 32 links oder beim Eingang Bootssteg (bei der Bar) Richtung Bojen oder rechts dem Hausriff entlang. Angeblich befindet sich in dieser Richtung (jedoch ein wenig weiter draussen) ein Manta-Platz. Wobei zu unserer Zeit leider keine Mantas vor Ort waren (auch beim Tauchen nicht).
Genereller Tipp: Früh morgens, ca. 7.30 Uhr, ist eine Schnorcheltour sehr empfehlenswert. Unglaubliche Fischsuppe! Auch bei Dämmerung gegen 17.00 Uhr ist sehr viel Fisch unterwegs.
Ganz süss waren die vielen Baby-Schwarzspitzenriffhaie (teilweise waren das fast schon Teenager), die täglich ihre Runden ganz nah am Ufer ziehen. Am besten kann man diese von den Bootsstegen aus beobachten.
Tauchen (Diverland Embudu): Gut organisierte und grosse Tauchbasis. Das Leihmaterial ist in gutem Zustand. Schade ist, dass man keine Box und dadurch kein zugeteiltes Leihmaterial erhält. Vor jedem Tauchgang holt man sich somit ein anderes Leih-Jacket, einen anderen Atemregler etc. Das „System“ (Zusammenbauen vor der Tauchbasis, teilweise wieder Abbauen und auf dem Boot erneut zusammenbauen…) ist ein wenig mühsam. Flasche mit montiertem Jacket, Bleigurt sowie der gepackten Tasche (diese stellt die Tauchbasis zur Verfügung) werden dann von der Boots-Crew mittels Karren zum Boot gebracht.
Embudu hat schöne und abwechslungsreiche Tauchspots (Drift-Dives, Haiplätze, Überhänge, Hart- und Weichkorallen-, Schildkrötenplatz etc.). Da ist für jedermann etwas dabei: vom Anfänger bis hin zum erfahrenen Taucher. Wir hatten durchwegs sehr schöne Tauchgänge, wobei die fast idealen Verhältnisse sicherlich einen wesentlichen Teil dazu beigetragen haben.
Nitrox (12 L) ist leider nicht „for free“ (zu unserer Zeit gegen Euro 3 Aufpreis pro Tauchgang).
Die Tauchlehrer/Tauchguides waren sehr nett, hilfsbereit und kompetent. Folgende Tauchplätze haben uns am besten gefallen: Canyon, The Wall und Turtle Reef.
Auf den grossen Tauchbooten haben bis zu 30 Taucher Platz. Diese sind mit Toilette, Dusche (zum Ohren ausspülen) und Sonnendeck ausgestattet.
Sehr hilfsbereit und aufgeschlossen sind übrigens auch die Jungs von der Boots-Crew. Die Boots-Crew ist erfolgreich bemüht, den Tauchern möglichst viel zu bieten. So haben wir des öftern – statt möglichst rasch zur Insel zurück zu fahren – noch eine kleine Sightseeing-Tour gemacht. Die uns u.a. in die wunderschöne Lagune bei Embudu Finolu geführt hat, wo wir dann ca. 30 Min. Aufenthalt hatten, vom Boot ins Wasser springen und ein wenig baden konnten. Die Lagune ist wirklich ein Traum – unbeschreiblich! Ein anderes Mal wurden Delfinschulen gesichtet, die wir dann mit dem Boot begleitet haben oder wir haben vorsichtig einen grossen Barrakuda ein Stück weit begleitet. Sehr schöne, eindrückliche Erlebnisse!
Gäste: Hauptsächlich aus D, CH, A, F und GB (sowie vereinzelte asiatische Gäste).
Personal: Das Personal war durchwegs nett und sehr hilfsbereit.
Fazit: Unsere Bedenken vor Reiseantritt, ob wir etwa von Embudu – nachdem wir zwischenzeitlich ein paar komfortablere Malediven-Ressorts besucht haben – enttäuscht sein werden, haben sich zum Glück nicht bewahrheitet. Das grossartige Wetter und die super Verhältnisse beim Tauchen haben sicherlich auch einen wesentlichen Teil dazu beigetragen, dass uns Embudu sehr gut gefallen hat. Die vor nicht all zu langer Zeit neu renovierten Einrichtungen (Restaurant, Rezeption, Aufenthaltsraum etc.) sind schön geworden und haben die Insel aufgewertet. Wir haben uns in der lockeren Atmosphäre sehr wohl gefühlt.
Dennoch sollte man sich bewusst sein, was man bucht bzw. was man antrifft.
Die dichte Bebauung, die einfachen Reihenbungalows und die Strandsituation sind sicherlich nicht jedermanns Vorstellung von einer Malediven-Insel. Embudu gehört jedoch zu den günstigeren Ressorts und das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt unserer Meinung nach. Wir können Embudu all jenen empfehlen, die gerne einen aktiven (viel Schnorcheln und Tauchen) Urlaub verbringen möchten und keinen Wert auf Luxus legen. Urlauber, die in erster Linie relaxen wollen, sind gut beraten, eine Luftmatratze mitzunehmen.
Bilder zum Bericht (Insel und Unterwasser) -> www.maledivenbilder.ch
Andrea & Beat
Embudu 17.02. - 04.03.09 AI superior
Anreise mit Airberlin nach kurzer Verzögerung problemlos. Gerade auf Male gelandet ging es sehr zügig weiter auf ein modernes Dhoni. Auf Embudu dann - wie immer - die alles entscheidende Frage: Welchen Bungi bekommen wir? Es war die Nr. 95 und gefiel uns nicht. Die Dusche ging nicht, der Kühlschrank war defekt, und die Lage war auch nicht optimal. Hier sei gesagt, dass das Reservieren per mail vorab leider nicht funktioniert. Man bekommt zwar eine nette Antwort, aber das war es dann auch. Das kann man sich also sparen. Wie wir beobachtet haben, gab es täglich An-und Abreisen, so dass wir von einem schnellen Wechsel ausgingen. An der Rezeption wollte man uns trotzdem vertrösten - die frei gewordenen Bungis seien "reserviert". Na, das hatten wir ja auch versucht, und damit haben wir uns auch nicht abspeisen lassen und kamen zum Glück mit dem Reservations-Manager ins Gespräch, der versprach, sich für uns einzusetzen. Auch die sehr nette Reiseleiterin Nathaly von Neckermann wollte sich für uns verwenden. Leider verläßt sie bald die Insel. Am 3. Tag konnten wir in die Nr. 37 umziehen und waren mehr als zufrieden. Die Bungis nahe der großen Sandbank sind alle zu empfehlen, aber auch viele andere - das ist ja Ansichtssache. Da man sowieso nicht vorab reservieren kann, unterlasse ich eine Aufzählung aller Bungi-Nummern, die uns als bevorzugt erschienen. Am besten macht man direkt einen Rundgang und notiert sich die Zimmer, die einem gefallen, und mit viel Glück kann man dann wechseln.
Man sollte die Einweisung des Tauchlehrers am Abend der Ankunft nicht versäumen. Er sagt einem alles bezüglich der Riff-Einstiege und Strömungen. Lediglich bei Flut kann man fast überall direkt ans nahe Riff gelangen, aber risikolos geht es grundsätzlich an den gut ausgewiesenen Eingängen. Das Schnorcheln ist wirklich Klasse und mit das Beste, was wir gesehen haben (Wir haben schon viele Inseln besucht). Das Riff geht um die ganze Insel und ist sehr breit mit sehr guten Einstiegen, die Coral Gardens verdienen ihren Namen - einfach wunderschön. Man kann ohne weiteres anderthalb Stunden und länger durchgehend schnorcheln. Zu unserer Zeit war das Wasser meist ruhig und die Sicht sehr gut, nachmittags hin und wieder Strömung. Es gibt nahe der 78 und den Wasserbungis eine Menge schöner Schwärme, daneben 2-3 Schildkröten, die uns fast Leid taten wegen des Aufsehens, das sie immer erregten. Jeder hing mit der Kamera drauf (wir auch). Es gab 2 kleinere bis mittelgroße Schwarzspitzflossen-Haie, am Ufer davon ca. 5-6, einige Muränen, mehrere enorm große und schön gefärbte Mördermuscheln, einige Oktopusse, 2-3 Napoleons u.v.m., leider trotz der traumhaft schönen Lagune kaum Rochen, aber sehr viele Korallen aller Art, blau, gelb, weiss, Tisch-und Hirschhornkorallen u.v.m., geradezu ein Unterwassermärchenwald - wirklich ein Genuss. Leider mussten wir auch Leute beobachten, sogar Taucher, die mit den Flossen auf den Korallen standen, wobei große Korallen abbrachen. Da es Franzosen waren und unser Französisch eher schwach ist, haben wir zähneknirschend weiterziehen müssen. Es ist einfach nicht zu fassen, dass manche Leute immer noch nicht wissen, was so ein Flossenschlag bewirken kann und sich auch noch gemütlich auf den Korallen niederlassen, um ihre Brillen zu reinigen oder zu quatschen. Leider gehen einige auch ohne Flossen zum Riff und strampeln dann da herum - zack, bricht die nächste Koralle ab.
Die Insel ist schön bewachsen mit vielen Palmen und anderen Bäumen und Büschen, und man braucht den ganzen Urlaub lang keine Schuhe. Sie ist gepflegt und vermittelt durchaus noch das alte Malediven-feeling ohne Schnickschnack und überflüssigen Luxus. An den wunderschönen Stränden rund um die Insel kann trotz der vielen Leute jeder sein Plätzchen finden. Durch den Umbau und Neubau sind jetzt doch viel mehr Touris auf der Insel als noch vor 10 Jahren, als ich zum ersten Mal dort war. Wie man uns sagte, ist Embudu regelmäßig ausgebucht und manchmal auch überbucht, so dass einige auf andere Inseln ausgelagert werden müssen. Das ist natürlich nicht besonders erfreulich für den, den es trifft. Das war überhaupt der größte Minuspunkt, dass die Insel doch sehr überlaufen ist. Ich habe noch keine Insel erlebt, auf der so viele Menschen umeinander wieseln. Das erinnert schon leicht an Malle und nicht an Male. Wegen der schönen Sandbänke, die von den Sonnenanbetern aufgesucht werden, findet aber trotzdem jeder "seinen" Platz am Strand.
Hier kommt der 2. Minuspunkt ins Spiel: die Sonnenliegen. Die haben sich seit 10 Jahren tatsächlich nicht verändert und zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass man sehr unbequem drin liegt und nur mit Mühe wieder hochkommt. Für ältere Leute sind sie absolut ungeeignet. Man kann sich mit 2 Stühlen helfen oder, falls die Knochen es noch mitmachen, in den Sand legen. In letzterem Fall bitte 2 Badetücher mitnehmen, da es nur 2 relativ kleine Badetücher im Bad gibt. Man kann große Luftmatratzen-Sessel für ca. 25 Dollar kaufen, wenn man weder so noch so klar kommt. Eigene Handtücher sind trotzdem empfehlenswert. Klamotten braucht ja man kaum einzupacken - auf Embudu gibt es abends kein Showlaufen.
Die Touristen kommen primär aus Frankreich, Österreich und dem Osten der BRD. Letztere bilden gerne Würfelgemeinschaften und erklären den Kellnern den Unterschied zwischen Radler und Alsterwasser. Die überaus freundlichen und aufmerksamen Kellner sind tatsächlich so sprachbegabt, dass sie sowohl etwas deutsch als auch französisch sprechen. Die Frage ist, ob man das wirklich braucht, dass auf den Malediven deutsch gesprochen wird. Fehlt nur noch, dass es demnächst Erbseneintopf mit Würstchen gibt.
Das Service-Personal verdient ein ganz dickes Lob. Wir haben noch auf keiner Insel einen so schnellen, freundlich-witzigen und rundum Klasse Service erlebt wie auf Embudu. Noch ein extra Lob an "unseren" Hassan, der uns jeden Wunsch von den Augen abgelesen hat. Bevor wir überhaupt bemerkten, dass unser Glas leer zu werden drohte, kam er schon angelaufen und hatte Nachschub dabei. Leergegessene Teller werden sofort abgeräumt. Normalerweise sind die Kellner auf den Inseln eher mürrisch bis lahm - Embudu bildet hier eine geradezu sensationelle Ausnahme. Ein extradickes Trinkgeld sollte daher schon sein!
Das Essen war, verglichen mit anderen Inseln, außerordentlich gut. Sogar das Fleisch war zart. Ente, Fisch, Huhn, Gemüse, Suppen, Backkartoffeln, Pasta - alles ausgesprochen lecker. Es gab täglich wechselne Themenbuffets, davon war das italienische besonders gut. Draußen wurde oft gegrillt. Das Salatbuffet - täglich frisch - hätte mehr Abwechslung vertragen, es fehlten z.B. aromatische Tomaten, und ich hätte mir separat Öl und Essig gewünscht statt der 2 guten, aber kalorienlastigen Salatsaucen. Beim Dessertbuffet hätten wir frische Ananas bevorzugt statt der reichhaltigen Desserts. Insgesamt gesehen war das Essen gut bis sehr gut und immer sehr schmackhaft. An Abnehmen war nicht zu denken. Dem Küchenchef hier noch einmal ein großes Kompliment für seine Kreativität und seine wirklich gelungene Küche. Abstriche gab es beim Frühstücksbuffet, aber das kennt man ja schon langsam. Die Wurst sah komisch aus, der Käse war in Ordnung, die Vielfalt der Brotsorten sagte uns trotzdem nicht zu, und Fischcurry morgens...na ja, aber es gab ja die leckeren Omelettes und überhaupt Eier in jeder Zubereitungsart sowie guten Kaffee.
Abends sitzt man romantisch auf einer ins Wasser gebauten Terrasse oder ebenso romantisch im Sand und läßt sich z.B. einen guten, bekömmlichen Weisswein servieren. Auch hier ist der Service, an dem u.a. 2 hübsche, freundliche und fleißige Damen aus Sri Lanka beteiligt sind, hervorragend. Leider ging der gute Wein zum Ende unseres Urlaubs hin aus, und es wurde ein anderer serviert, der uns nicht so gut schmeckte. Wir wichen auf den Rose aus, und auch der war gut genießbar. Auch hier fanden wir für den super Service ein extra Trinkgeld selbstverständlich. Wie gesagt, man sitzt abends sehr schön unterm Sternenhimmel mit den kleinen Haien zu den Füßen, die die ganze Nacht unermüdlich umherschwimmen. Ab 24 Uhr ist Schluss, aber wer will, kann noch sitzen so lange er möchte und wird nicht, wie z.B. auf Lily Beach unfreundlich hinauskomplimentiert. Es gibt ab und zu eine Art Abendunterhaltung mit Feuerschlucker oder auch Disko. Wen das nicht interessiert, ist auf der Terrasse weiter hinten gut aufgehoben.
Die angebotenen Trips wie z.B. Inselhüpfen haben wir nicht unternommen, da wir das meiste davon schon von anderen Besuchen kennen. Auch zum Tauchen können wir uns nicht äußern, da wir persönlich der Meinung sind, dass auf den Malediven ausgiebiges Schnorcheln ausreicht, um alles zu sehen, was es zu sehen gibt.
Zum Schluss möchte ich sagen, dass es uns alles in allem auf Embudu hervorragend gefallen hat sowohl unter als auch über Wasser. Schnorchler kommen voll auf ihre Kosten, das Essen ist super, der Service perfekt, die Bungis je nach Lage nett (kein offenes Bad, aber schöne Terrasse mit Trockenleine und Fußdusche draußen) - da muss nur noch das Wetter mitspielen, und man kann einfach nur noch sagen: Traumurlaub! Wir werden auf jeden Fall wiederkommen, und das ist nach ca. 10 Inselbesuchen das erste Mal, dass wir das so uneingeschränkt sagen können.
Helmut und Linda
Februar 2009
Wir sind eben von unseren Ferien auf Embudu zurückgekommen und können eigentlich nur positives berichten.
Hier die wichtigsten Infos:
Flug:
Wir hatten einen Direktflug ab Zürich mit Belair,- Stuhlabstand wie üblich,- zum Schlafen aber umbequem. Verpflegung
ist okay.
Transfer:
Direkt vom Flughafen Male via Schnellboot aif die Insel. Fahrzeit cirka 40 Minuten.
Aufenthalt:
Wir hatten Superieur gebucht. Erhielten zu unserem Schrecken das Bungalow Nr. 120 im Personalhaus neben der
Tauchschule. Nach etlicher Reklamationen beim Empfang sowie der Reiseleiterin erhielten wir am nächsten Tag ein schönes
Bungalow Nr 74 direkt am Meer und schöner Aussicht. Also, unbedingt reklamieren wenn ihr im Doppelstöckigen
Personalhaus einquartiert werdet! Alles andere ist wirklich nicht Empfehlenswert!
Einrichtung:
Das Mobiliar ist einfach aber genügend. Ein grosses Doppelbett, einen Kleiderkasten, Nachttisch und einen kleinen
Ablagekasten. Dazu noch ein Ventilator an der Decke und eine sehr gut funktionierende Klimaanlage.Badezimmer ist gross
genug, beinhaltet nebst Toilette eine Douche, Föhn, elekt. Anschluss für Rasierapparat.
Die Badetücher wurden jeden Tag ausgewechselt.
Verpflegung:
Wir hatten Vollpension gewählt. Trotz regelmässigem Alkoholkonsum,- pro Tag 2-3 Biere sowie Cocktails, zusätzlich ein
Lobsterdinner pro Person (45 Dollar), eine Adam &Eva Massage (90 Dollar) zahlten wir für eine Woche schlussendlich für
alles nur 370 Dollar!
Das Essen ist nicht wahnsinnig aber findet immer etwas. Es gibt Fleisch, viel warmes Gemüse, Salatbuffet,
Dessertbuffet und eine grosse Auswahl an verschiedenen Brötchen. Mühsam ist nur, dass Anstehen an den Buffets. Am
besten erst nach 20.15h essen gehen, dann ist der Rummel vorbei.
Schnorcheln:
Die verschiedenen Schnorchelplätze waren alle absolut Top! Wir haben alles gesehen was man sehen kann und wer auf
diese Insel hautsächlich fürs Schnorcheln oder Tauchen kommt ist sicher bestens bedient.
Personal:
Alle Mitarbeitende waren supernett und wir hatten diese ab und zu auch "hinter den Kulissen" besucht und sie hatten
eine Riesenfreude.
Wenn man sieht, wie diese Menschen leben und mit sehr wenig schon zufrieden sind, -da können wir noch viel lernen!
Fazit: Es war ein wunderschöner Urlaub,- kein Luxusurlaub was wir auch nicht gesucht haben,- es war Malediven Feeling pur! Eine ruhige kleine romantische Insel mit viel Flair für das Natürliche.
Wir wünschen allen viel Erholung und viele Unterwasser-Erlebnisse die Embudu noch besuchen werden!
Aldo und Eva