Gan

Equator Village Gan

Wir waren vom 23.08.–30.08.14 im Equator Village auf Gan. Wir hatten keine Pauschalreise gebucht, weil wir eine Kombi gebraucht hatten und Familie in Feydhoo haben.

Von daher hatte ich einen günstigen Condor-Flug gewählt und die Tickets nach Gan schon vorher gebucht und den günstigen Preis von 999 Rufiya (etwa 50 Euro pro einfachen Flug) bezahlt und als E-Ticket erhalten. Der Flug dauerte mit Maldivian Air 1 h 35 min. Zurück sind wir mit Villa Air geflogen.

Die Gäste, die normal gebucht hatten, haben beim Überqueren des Äquators ein Zertifikat erhalten. Wir hatten das früher schon einmal bekommen und es ist eine ganz nette Geste.

Bei der Ankunft im Equator Village gab es den obligatorischen Begrüßungsdrink und die Zimmerzuteilung. Wir haben einen schönen Bungalow ganz außen mit Meerblick erhalten.

Equator hat Reihenbungis, was mich jetzt aber nicht weiter gestört hat. Ursprünglich wollten wir im Dhoogas übernachten, welches sich linkerhand des Equator Villages befindet und etwas günstiger ist (um die 35 Dollar pro Nacht). Die hatten allerdings ihre Stromrechnung nicht bezahlt und somit keinen Strom.

Die Insel: Ein Vorteil von Gan ist es, dass man hier nicht nur auf seinem Inselchen hockt, sondern auch die einheimischen Inseln Feydhoo, Maradhoo-Feyhoo, Maradhoo und Hithadoo besuchen kann. Alles ist durch Brücken verbunden und ca. 17 km lang. Eine dänische Firma hat hier Straßen gebaut. Sowas findet man sonst nur in Male oder Hulumale, wobei auf Gan da viel weniger Betrieb herrscht und alles etwas ruhiger zugeht. In Hithadoo gibt es einige schöne große Läden auch. Ebenfalls in Feydhoo viele kleine Boutiquen. Man kann schöne Schuhe kaufen. Auch Arzt gibt es und in Hithadoo sogar ein Krankenhaus.

Das Resort selbst ist nett angelegt mit vielen Pflanzen, die auch gepflegt werden, Blätter werden sofort weggeräumt etc.

Zimmer: Sind zweckmäßig eingerichtet im weißen Rattan-Stil und zwar schon etwas älter, aber nicht muffig oder so, der Kategorie entsprechend. Halt kein Luxushotel, aber trotzdem ganz nett.

Gäste: Vorwiegend Engländer, die das Equator Village schon seit Jahren besuchen. Man beachte, dass es früher eine englische Kolonie war.

Da wir ohne Essen gebucht hatten, kann ich zur Verpflegung nichts sagen. Ebenso wenig zum Tauchen, da wir nicht tauchen. Allgemein ist das Addu Atoll und Gan aber hervorragend zum Tauchen geeignet und wird immer wieder gelobt. Es werden Tauchausflüge gemacht und Island Hopping zur umliegenden Insel Bushi.

Strand: Der Strand beim Equator Village ist nicht sehr schön und kaum zum Baden geeignet. Liegestühle stehen ausreichend herum. Ich benutze immer einen schönen Strand etwas weiter. Ist natürlich Industriegebiet, aber da ist kein Mensch und es wird auch geduldet. Das Equator Village hat ein Tor, welches auch aufgeschlossen wird, damit man raus kann und abends um 18 Uhr wieder geschlossen. Man könnte theoretisch am Strand lang gehen, aber es ist etwas umständlich, weil dazwischen ein breiter Bootsteg ist und man hinten rum gehen muss. Einmal haben wir das gemacht.

Der schöne Strand ist etwa 10 Geh-Minuten weit weg. Für meine Tochter zu anstrengend bei der Hitze und somit sind wir immer gependelt mit Mofa, Taxi oder Auto, je nachdem was zur Verfügung stand.

Der Strand ist sehr feinsandig da mit schönen Palmen umsäumt. Da es etwas runter geht, hat man auch Privatsphäre und wir waren wirklich jeden Tag allein. Das Wasser war wunderschön türkis und die Korallen (für Schnorchler) auch nicht weit weg. Für mich (habe einige Resorts besucht) mit einer der schönsten Strände, wenn nicht sogar der Schönste. Da die Palmen übers Wasser hängen, hat man auch gleich genug Schatten. Negativ halt, dass das Resort so weit weg davon ist und nicht direkt vor der Türe. Und ja, der Strand ist nicht breit sondern eher sehr schmal.

Wir sind ja auch mehrmals am Tag nach Feydhoo gependelt. Fahrräder stehen auch kostenlos zur Verfügung.
Wlan gibts kostenlos, allerdings nur in der Lobby.
Ich hatte mir bereits am Flughafen eine Karte von Oredoo besorgt für 300 Rufiya, was um die 2 Euro ist mit 2 GB Datenvolumen für 2 Wochen. Davon hatte ich noch 1,7 GB übrig.

Wir waren dann noch 1 Tag auf Herathera, aber dazu schreibe ich später noch etwas.

 

Reisebericht Gan (Equator Village) vom 9. bis 27. November 2008


Nach der Ankunft in Male ging es per Inlandsflug 1 ¼ Stunden nach Gan. Dort angekommen waren es noch einige hundert Meter, die wir im hoteleigenen Bus zurücklegten.

Resort
Das Resort wirkt ansprechend. Bei den Bewertungen muss man die Tatsache berücksichtigen, dass das Equator Village ein DREI-Sterne-Resort ist. Vieles ist auf Zweckmäßigkeit ausgerichtet. Wer hier ankommt und auf die Annehmlichkeiten eines Fünf-Sterne-Resorts hofft, wird enttäuscht sein.

Publikum
Das Publikum setzte sich zu etwa zu 50 % aus Russen zusammen. Der Rest waren Deutsche, Österreicher, Schweizer und Engländer. Italienische Gäste waren nicht anwesend.

Atoll
Die 5 Inseln der Westseite des Addu Atolls, Gan, Feydhoo, Maradhoo, Hankede und Hithadhoo, sind durch Brücken miteinander verbunden. Länge ca. 17 km. Man hat Kontakt zu Einheimischen und kann die Westseite mit dem Fahrrad erkunden. Fahrräder sind im All-inclusive mit enthalten. Als Tipp haben wir bekommen, keine Wertsachen im Fahrradkorb zu deponieren, sondern am Körper zu tragen. Man kann sich auch Motorräder mieten. Die Fahrt mit dem Fahrrad vom Equator Village nach Hithadhoo dauert ca. eine Stunde und ca. eine Stunde zurück von Hithadhoo ins Equator Village. Für uns hat es sich gelohnt. Die Einheimischen grüßten und winkten uns zu. Einige Kinder kamen auf uns zugelaufen und gaben uns die Hand.

Bungis und Zimmer
Die 78 Zimmer sind in Reihenbungalows angeordnet. Die Zimmer sind zwar sehr geräumig, man hat allerdings wenig Schrankplatz, um die Klamotten zu verstauen. Im Bad ist ein Föhn vorhanden (wird vom Reiseveranstalter unter der Kategorie „Zimmer“ nicht erwähnt). Gegen eine Kaution von einem US-Dollar kann man sich an der Rezeption einen Adapter ausleihen. Die Kaution für den Safe an der Rezeption beträgt 10,00 US-Dollar.

Tauchen
Die Tauchbasis „Diverland Gan“ wird von Axel geleitet. Axel heißt auch der deutsche Tauchlehrer. Es gibt zwei Axels. Ferner waren zwei einheimische Tauchlehrer präsent. Die Tauchbasis wird professionell gemanagt. Ferner ging das Personal auf die Belange der Tauchgäste ein. Die Tauchplätze sind zum großen Teil sehenswert. Am spektakulärsten war für uns der Manta-Point. Wir waren dreimal da und haben immer Mantas gesehen. Eine Manta-Garantie gibt es allerdings nicht. Sehenswert sind auch die Tauchplätze Ismahela (schönstes Hartkorallenriff der Malediven), Dheythere Point (Barrakudas, im Sand schlafende Haie), British Loyalty (Wracktauchen) …
Das Briefing findet stets an der Tauchbasis statt. Die Tauchplätze werden an einer Tafel aufgezeichnet. Fanden wir vorteilhafter als Briefings auf dem Dhoni. Das Wasser war sehr „kalt“. Die Wassertemperatur betrug „nur“ 27 Grad. Ziemlich kühl, wenn man nur einen Shorty trägt. Von anderen Atollen sind wir Wassertemperaturen von 30 Grad gewohnt. Im Raa Atoll waren es sogar 31 Grad.

Schnorcheln
Schnorcheln ist am Hausriff möglich. Da dies ein Innenriff ist, ist die Sicht meist trüb. Wer hier einen Schnorchelurlaub verbringen möchte, wird enttäuscht sein.

Essen
Das Essen war qualitativ gut. Es gab stets Buffet. Die Quantität war nicht sehr groß. Man wurde stets satt. Gerichte, die mit Curry zubereitet wurden, waren nicht übermäßig scharf (auf anderen Resorts kam es vor, dass Gerichte, die mit Curry zubereitet wurden, für mich ungenießbar waren, da „verboten“ scharf).

Service
Der Service stimmte auch. Das Personal war stets um die Zufriedenheit der Gäste bemüht.

Spa
Wir haben uns am Urlaubsende eine Taucher Anti-Stress-Massage gegönnt. War sehr wohltuend.

Wetter
Im Addu Atoll schlägt der Monsunwechsel nicht so stark durch wie in den nördlichen Atollen. Der Regen ist gleichmäßiger auf das ganze Jahr verteilt. Die ersten vier Tage unseres Aufenthaltes war das Wetter durchwachsen (Regenschauer und Sturmböen). An diesen vier Tagen konnten nur wenige Tauchplätze angefahren werden. Danach wurde es sonnig, und der Wind ließ nach, sodass wir die nächsten 13 Tage herrliches Maledivenwetter genießen konnten.Reisebericht Gan (Equator Village) vom 9. bis 27. November 2008
Nach der Ankunft in Male ging es per Inlandsflug 1 ¼ Stunden nach Gan. Dort angekommen waren es noch einige hundert Meter, die wir im hoteleigenen Bus zurücklegten.

Was wir sonst noch erwähnen möchten
Donnerstag, 27. November 2008, Abflughalle Male Airport: Wir schauten mit anderen Abreisegästen aus dem Fenster des Restaurants, um die ankommende Condor-Maschine zu beobachten. Wir verfolgten den Landeanflug. Doch was war das plötzlich? Die Maschine war beim Landeanflug noch viel zu hoch, sodass der Pilot die Maschine durchstarten musste. Das Flugzeug drehte ab und flog den Male-Airport ca. 15 Minuten später noch mal an. Diesmal klappte die Landung.

Fazit
Für uns hat sich der Urlaub im Equator Village gelohnt, da das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte (unter der Betrachtung eines drei-Sterne-Resorts). Wir hoffen, dass das Equator Village in dieser Form bestehen bleibt, damit wir irgendwann noch einmal wiederkommen können.

Sieglinde und Ronny
14. Dezember 2008

 

 

Flug Innsbruck-Frankfurt, 4 Stunden Aufenthalt, Flug Frankfurt-Male, 4 Stunden Aufenthalt, Flug Male-Gan, aber dann ist man schnell im Hotel Equatore Village. Freundlicher Empfang, schöne Bungalows, gepflegter Garten, ebenso der Swimmingpool und herrlich das Meer. Als Solist wird man vorerst allein an einen Tisch gesetzt, nimmt aber gerne die Einladung von anderen Touristen an, sich an ihren Tisch zu setzen. Im offenen Restaurant läuft meistens der Fernseher, stört aber nicht, es gibt Bücher zur Auswahl in verschiedenen Sprachen.

Der Pool ist wunderbar, in der Mitte eine kleine Bar mit Barhocker im Wasser, die aber bei meinem Aufenthalt im Mai/Juni nicht benützt wurde.Der Weg zum Pool wird jeden Tag gekehrt, der Pool von Blüten gesäubert, Sonnenschirme aufgestellt, es ist eine ruhige, angenehme Athmosphäre.
Ich habe die Ruhe sehr genossen, weil ich vom Übersiedlungsstreß fix und fertig war und habe mich prächtig erholt.
Die Touristen kommen aus verschiedenen Ländern wie Deutschland, Rußland, Amerika, Asien usw., gesprochen wird meist englisch, man kann für sich alleine bleiben oder nette Leute kennen lernen, das ist kein Problem.

Es gibt Taucherkurse, Schnorchelkurse, ein Boot fährt zweimal täglich zum Schnorcheln, man muß sich nur am Vortag auf einer Tafel eintragen. Tauchen war für mich tabu, schnorcheln wollte ich zuerst auch nicht, habe dann aber vorerst im Pool probiert, es ging ganz gut, dann war ich einige Male im Meer und wenn man unter sich die Fische sieht, ist das ein herrliches Erlebnis. Also probiert habe ich es, allerdings ohne Flossen, möchte es auf alle Fälle wieder versuchen.

Es gibt pro Urlaub einmal Inselhüpfen, dabei geht es zuerst auf eine bewohnte Insel, die aber nicht anders aussieht, als die Nachbarinseln, die man mit dem Fahrrad besuchen kann.

Dann auf eine ganz kleine Insel mit Korallen und Sträuchern, kein Schatten, also ist es gut, einen Regenschirm mitzunehmen, wenn man nicht die ganze Zeit beim Schnorcheln im Wasser ist. Zur Mittagszeit gibt es Lunch, Pasta, Salat, Obst und Getränke. Um diese Insel zu erreichen, muß man von einem größeren Boot auf ein kleineres umsteigen, also für Fußgeschädigte nicht zu empfehlen. Wir waren nur 7 Personen, einige haben geschnorchelt, ich bin herumspaziert und dann unter dem Schirm gesessen, bis das Boot uns wieder abgeholt hat.

Radfahren war für mich jeden Tag am Plan, Fahrräder können kostenlos ausgeborgt werden.
Man kann ca.20 km asphaltierte Strasse oder durch die Inseln fahren, um Land und Leute kennen zu lernen. Allerdings möchte ich den Radfahrern ans Herz legen, keine Wertsachen in den Radkorb zu geben, habe selber erlebt, wie ein Motorradfahrer die Tasche einer Urlauberin aus dem Korb nahm und abgehauen ist. Sie hatte etwas Geld drin und eine Brille, alles war weg. Obwohl sie sich die Nummer des Motorradfahrers gemerkt hatte und eine Anzeige bei der dortigen Polizei erstattete, hat sich nichts getan, sie hat ihre Sachen nicht zurückbekommen. Also nur Getränk in den Korb, dann kann nichts passieren.
Die Einheimischen sind freundlich, die Kinder winken und rufen Hallo, es ist eine nette Abwechslung. Meist bin ich um 17 Uhr losgefahren, vorher ist es zu heiß.

Ganz wichtig ist noch, etwas gegen Mücken mitzunehmen, sonst wird man total zerstochen, was mir leider passiert ist.
Das Essen ist gut und abwechslungsreich, immer Reis, Nudeln, Kartoffel, Fisch und Fleisch, dazu Salate, als Dessert gute Mehlspeisen. Abends hat mir Bier gut geschmeckt, natürlich gibt es andere Getränke zur Auswahl.
Wertsachen kann man im Safe hinterlegen, kostet nichts, nur 10 $  sind als Pfand zu bezahlen, die man am Schluß zurückbekommt.
Am letzten Urlaubstag bekommt man ein Zertifikat, daß man den Äquator überquert hat. Auch die Tickets für den Rückflug nach Male bekommt man an der Rezeption und der Abreise-Zeitpunkt zum Flughafen wird bekanntgegeben.

Ich war allein als Seniorin unterwegs, bin mir aber nicht "verloren" vorgekommen, es hat alles geklappt, ich habe nette Leute kennen gelernt und nun schon einige E-Mails und Fotos zugeschickt bekommen.

Also für Ruhe und Erholung Suchende "auf nach Gan"!

 

 

Gan 11.2.-3.3.2007
AI mit Jahnreisen

Flug
Flug von TXL nach DOH+DOH nach MLE mit Qatar Airways. Der erste Hammer kam beim einchecken- Übergepäck (29Kg Hauptgepäck+7 Kg Handgepäck). Ein bisschen Verhandlung, aber es blieben 3 Kilo zur Bezahlung und dass hieß, ich musste 112 € für 3 Kilo Übergepäck berappen (Qatar nimmt z.Zt. 38€ pro Kilo).Aber das war mir leider schon vorher klar, also habe ich ohne zu murren, die Karte gezückt und war froh, dass ich nicht noch mehr zahlen musste. Den Hinflug fand ich etwas enttäuschend, da so viel positives über Qatar berichtet wurde. Leider hatten wir auf beiden Flügen alte Klapperkisten, das einzigste Positive war der Service während der Flüge.

Ankunft Male und Weiterflug Gan
Ankunft 7.15 Uhr in Male. Gepäck geschnappt. Schalter von Jahnreisen suchen und Enttäuschung, ich komme erst 12.00 Uhr von Male weg. Frage, wohin mit dem Gepäck, nach ein bisschen Zureden, konnte ich dann meinen Koffer bei Island- dem Weiterflieger- kostenlos unterstellen. Also vertrieb ich mir die Zeit auf dem Flughafen (erster Schock Preise: 3 $ für jeden Sofdrink, Snack ca. 10$- aber gut, die Preise auf Flughäfen sind ja weltweit nicht gerade die Billigsten) Gegen 11.00 Uhr wurde ich dann zum Flugsteig des Inselhopper`s gebracht.

Ankunft Gan
Nach 1.10 h Flug landete ich dann endlich gegen 13.15 Uhr auf dem International Airport Gan (ha, ha ) . Der Flug war grandios, da man ja einmal komplett von Oben nach Unten die Malediven abfliegt. Das Gepäck war relativ schnell in meinen Händen- in den Flieger passen ja nicht wirklich viele Leute! Draußen wurden wir schon von den Fahrern des Hotels erwartet.
Da in meinem Flieger eine Truppe Skysurfer aus Dtsch. und Polen waren, kamen an dem Tag 3 Kleinbusse vorgefahren.

Hotel/Zimmer/Anlage
Zur Begrüßung gab es im Hotel erstmal einen kalten Waschlappen, zum „Putzen“ und einen Begrüßungsdrink .Obwohl wir an die 20 Ankommende waren, ging es relativ schnell mit Einchecken. Nach nicht mal 15 min war ich auf meinem Zimmer.
Uff, ich hatte es geschafft. Bungalow 130 gehört mir für die nächsten 19 Tage.
Das Zimmer war sauber und einfach ausgestattet. Ein kleiner Kühlschrank; großer Schrank (drin fand ich dann auch die 2 Strandtücher); großer Spiegel; Schminktisch; 2 Stühle und Tisch. Klimaanlage(erstaunlicher Weise sehr leise - der Kühlschrank war da lauter!) und Ventilator .Das Bad war auch in Ordnung und relativ groß – vor allem der Duschbereich. Handtücher wurden täglich gewechselt. Die Wasserqualität lässt allerdings zu wünschen übrig, daher habe ich mir fürs Zähneputzen Mineralwasser mit einem – mitgebrachtem – Tauchsieder warm gemacht. Adapter und Fön kann man an der Rezeption für 1$ Pfandgebühr leihen. Ebenso bekommt man kostenlos einen Safe in der Rezeption für 10$ Pfandgebühr zur Verfügung. Außerdem kann jeder Urlauber ein Fahrrad ausleihen, da genügend vorhanden sind, konnte man es auch über die komplette Zeit behalten. Zu den Fahrrädern sei nur soviel gesagt, der Zustand war ok , aber viele sind nicht mit dem fehlenden Rücktritt klar gekommen. Außerdem gab es diverse Stürze, da der teilweise auf der Straße liegende Sand/Korallenabrieb, sau gefährlich ist.

Die gesamte Anlage wird von einen liebevoll gepflegten Garten umspannt Zur Begrüßung bekam ich auch gleich von einem der Gärtner ein Blumensträußchen, welches er dann auch die gesamte Zeit immer wieder frisch auf meiner Terrasse platzierte. Die Poolanlage(einschließlich Kinderbecken) ist relativ groß und auch sehr gepflegt. Liegen sind genügend vorhanden.

Es gibt einen Barbereich, in diesem gibt es auch einen Fernseher und ein großes Regal mit Büchern ( Anspruchsvolles sollte man aber nicht erwarten).

An der Rezeption gibt es eine Internetecke (20 min kosten 5$, jeder weiteren 5 min 1$), aber Achtung, das Netz ist so langsam, ich habe 20 min. für´s Öffnen meines E-Mailfachs und schreiben von 2 kurzen Mails gebraucht!
In der Anlage hat in 1/2007 ein Serena & Spa eröffnet. Ich hab mir 2 Anwendungen gegönnt, muss aber sagen, sie stehen in keinem Preis/Leistungsverhältnis (die Massagen kosten von 50-80,-$).Der vorher außerhalb der Anlage vorhandene Massagesalon existiert nicht mehr.

Publikum
In meinen 3 Wochen waren vorrangig Deutschsprachige und Russen (leider) im Hotel. Dazu kamen vereinzelt Engländer, Franzosen, Italiener und ein paar Asiaten. Für 2 Tage überrollte uns ein Track von ca. 30 Chinesen- dies brachte alles etwas durcheinander und ließ nicht nur uns, sondern auch das Hotelpersonal an die Belastungsgrenze kommen.
Das Hotel war bis auf wenige Tage, eigentlich fast komplett ausgebucht.

AI –Angebot und Essen
Man bekommt seine Getränke auf Wunsch im Glas oder als Flasche. Softdrinks gab es die allseits bekannten Marken (auch in Light) , Wasser wurde in 1,5l Flaschen ausgegeben, Bier gab es in Büchsen (Golsch und Bitang).

Frühstück: bunt gemischt, jeder findet was passendes, bis hin zu den obligatorischen Eiervarianten. Von Süß bis Herzhaft alles dabei.

Mittag/Abendessen: Suppe , Salate, verschiedene Beilagen, Fisch, Fleisch oder Hühnchen und ein süßes Buffet. Zum Abend gab es auch verschiedene Themenabende- wie italienisch , chinesisch.

An den Tischen wird man am Anfang platziert, also d.h. man sitzt nicht allein (es gab nur wenige 2-er Tische).Das System der Kellner haben wir leider nicht durchschauen können.

Im AI -Angebot sind 2x tägliche Schnorchelbootausflüge inbegriffen (man muss sich nur am Vortag an der Rezeption auf einer Tafel verewigen). Ebenso kann man 1x an einem Nachtfischen (das Gefangene kann man sich am nächsten Abend servieren lassen) und an einem Inselhopping per Boot teilnehmen.

Zum Inselhopping sei nur soviel zu sagen, die 1h-ige Führung auf Hulhudho kann man sich sparen (gibt nichts zu sehen, was man nicht schon auf Fedu und den anderen Insel gesehen hätte), links neben dem Boot gibt es eine Kneipe…Dann geht’s zu den Delphinen, das war echt Wahnsinn- ich hab noch nie so viele an einer Stelle gesehen. Weiter geht´s nach Bushyisland und die heißt nicht nur so, sondern die Insel besteht nur aus Korallenabbrüchen und Büschen, ist vielleicht 20x30m. Daher war ich über den Tipp , einen Regenschirm mit zu nehmen, sehr dankbar. Es gab ein Barbecue, bestehend aus gegrilltem Fisch, Spagetti und ein bisschen Obst und natürlich Softdrinks. Für gehbehinderte ist dieser Trip allerdings nicht geeignet, da man von dem größerem Boot auf das Kleinere umsetzen muss und dann auch vom Wasser an Land bzw. auf´s Boot muss.


Strand
Es gibt 4 so genannte Strandabschnitte. Davon sind 3 durch Mauern begrenzt, d. h. man liegt oberhalb der Mauer auf der Liege. Der Zugang zum Wasser ist etwas beschwerlich und man kann auch nur bei Ebbe ins Meer. Der 4. und äußerste Abschnitt liegt am kleinen Hafen der Insel- welcher eigentlich nur aus 2 Molen besteht und hauptsächlich von den Tauch- und Schnorchelbooten des Hotels genutzt wird. Ab und an legten auch größere Schiffe an, aber die beeinträchtigen den Bade- und Schnorchelbetrieb nicht. Außerdem war dieser Abschnitt auch bei Ebbe zu begehen. Wer ausgiebige Strandgänge bevorzugt wird hier mächtig enttäuscht- dies ist schlicht weg nicht möglich. Liegen sind an allen Abschnitten genügend vorhanden. Zwischendurch hängen auch kleine Hängematten.

Umgebung
Links vom Hotel geht es zum Flugplatz. Rechts kommen 4 kleine- nicht erwähnenswerte Geschäfte, an der 2. Abbiegung kommt man auf die Brücke nach Fedu. Da gibt es dann 3 Möglichkeiten, folgt man der Straße- immer am Wasser lang, kommt man fast bis zum Ende der Inselkette. Geht man in der Mitte weiter, so kommt man durch das Dorf. Links dann der Strand der Einheimischen. Ich habe dort oft gesessen und den Sonnenuntergang erwartet- ohne auch nur einen Menschen zu sehen! Die Leute sind sehr, sehr freundlich jeder grüßt und lächelt einen an,manchmal hatte ich das Gefühl, ich bekomme Muskelkater in den Mundwinkeln. Und auch wenn man allein unterwegs ist, man wird nicht belästigt, außer die obligatorischen Fragen, warum man keinen Mann an seiner Seite hat- ok in einem muslimischen Land, nicht weiter verwunderlich.

Auf Grund der Hitze sind die Ausflüge auf die 4 folgenden miteinander verbundenen Inseln nur am Morgen/Vormittag (max.10.00 Uhr) oder am späten Nachmittag, ratsam- es sei denn man hat damit kein Problem, die ganze Zeit in der brütenden Sonne, ohne Schatten unterwegs zu sein.

Ich fand allein schon immer den Weg auf der Brücke von Gan nach Fedu sehr sehenswert, den auf der rechten Seite der Brücke, bekam man auch als Nichtschnorchler -und Taucher, einen Einblick in die interessante Unterwasserwelt. Es gibt viele bunte Korallen und Fische zu sehen. Ich hatte sogar die Ehre von mehreren Adlerrochen, Moränen begleitet zu werden.

Schnorcheln/Tauchen
Da kann ich leider keinen Erfahrungsbericht abgeben. Meine 2 Schnorchelversuche endeten im Luftschnappen- ich schaffe es einfach nicht meinen Kopf unter Wasser zu bekommen- leider!

Aber vom Hörensagen, waren alle begeistert, sowohl als auch. Die Schnorchler hatten sogar mehrmals die Ehre Riffhaie zu sehen (an der Seite des Flughafens) und die Taucher waren von den vielen Mantas begeistert. Es werden auch täglich andere Gebiete angefahren.

Abflug
Mein Rückflug von Male, sollte um 19.55 Uhr starten. So hatte ich gehofft, das ich am Morgen zurückgeflogen werde, damit ich auch noch mal nach Male rübersetzen kann. Aber mein Wunsch wurde leider nicht erhört und so habe ich dann wieder 5 h Flughafen Male vor mir. Also, wer unbedingt noch Male erkunden will, sollte mit dem Manager 2 Tage vorher reden und um einen frühen Rückflug bitten, das funktioniert in der Regel dann auch. Man kann sich aber auch einen Tag vorher rüber fliegen lassen und hat dann noch eine Übernachtung in Male (kostest zw. 85,- und 149,-$).

Fazit
Mir sind die 3 Wochen wie im Flug vergangen, es kam nie Langeweile auf. Kontakt als Alleinreisender findet man an jeder Ecke- ist absolut kein Problem.

Der Service im Hotel ist hervorragend. Gan ist auf jeden Fall eine Reise wert, auch wenn man nicht das eigentliche Maledivenfeeling kennenlernt. Meine Empfehlung ist, Gan mit einer anderen Insel zu kombinieren.
 


 


 

Gan (Equator Village) Februar/März 2005

All inclusive mit Kuoni

Flug
Mit Emirates (super Gesellschaft, immer genug zu Essen mit eigenem Fernseher und grosser Filmauswahl auch in der Holzklasse) sind wir via Dubai, Male und von dort aus mit einem kleinen Propeller nach Gan geflogen (eigener Flughafen). Am Flughafen Gan wird das Gepäck nochmals eingecheckt und die Passagiere dürfen ebenfalls mit ihrem Handgepäck auf die Laufband-Waage stehen (Achtung, Gewicht wird am Schalter angezeigt:-)

Ankunft Gan
Gepäck wird in die Ankunftshallle gestellt. Vom Hotelmanager wurden wir persönlich abgeholt. Fahrzeit zum Hotel ca. 5 min.

Empfangshalle Hotel
Superschöne Hotelanlage, schöner Empfang, sehr sehr liebes, freundliches und hilfsbereites Personal.

Zimmer
Hübsches und sehr sauberes Zimmer, jeden Tag frische Tücher, Strandtücher, etc. Vom Zimmerservice wurde unser Bett ab und zu mit Blumen geschmückt!
Wasser am Anfang etwas laufen lassen (gelblich/bräunlich). Klimaanlage und Venti, Fenster sind mit Sonnenschutzfilmen ausgestattet. Kühlschrank, Kleiderschrank, etc. Es hat alles was man braucht! Frauen: Wenn ihr einen Föhn braucht, bitte mitnehmen. Duschmittel und Shampoo, etc. sind in den kleinen Souvenirläden erhältlich, no problem. Kleine Terrasse mit Garten, sehr hübsch. Viele farbige und wunderbar duftende Blumen! Zimmer 111, 112 und 113 wunderschön, mit Sicht auf Strand, Meer und Palmen von der Terrasse aus.

Tiere
Ein paar süsse kleine Ghekos, Fledermäuse, ein paar Hühner welche frei im Garten herumlaufen, ab und zu mit ihren kleinen Jungen gesichtet, so süss!
Ameisen, vorallem, wenn man etwas Süsses liegen lässt:-) ab und zu ist eine kleine Spitzmaus durch die Hotelanlage gesaust.

Strand
Nicht typisch maledivisch, hat aber einen schönen Pool mit Liegestühlen.
Beim Baden am Meer sind Badeschuhe von Vorteil. Liegestühle hat es überall und genug Palmen, welche Schatten spenden.

Schnorcheln
2x täglich Schnorchelausflug mit Boot auf eine andere Insel gratis, wunderschön! Viele farbige Fische, Korallen, Adlerrochen und sogar zwei Mal haben wir einen kleinen Hai gesichtet (sehr scheu, haut sofort ab). Delphine sollte es dort viele geben, leider keine gesichtet. Ausrüstung kann beim Diving Center gemietet werden.

Tauchen
Meine beiden Jungs waren tauchen, mit Boot geht es 2x am Tag an einen anderen Ort. Super Service, alles wurde getragen, mussten sich um nichts kümmern, konnten einfach geniessen. Mantas gesehen mit 4m Spannweite,
Haie, Schildkröten und natürlich wunderschöne Korallen und viele farbige Fische. Ausrüstung kann beim Diving Center gemietet werden

Essen
Liebevoll angerichtetes Buffet, morgens viele Brote (auch Vollkorn), Müsli, Eier, Fruchtsäfte, Früchte (hauptsächlich Papaya, Bananen und Ananas).
Mittagessen immer 2-3 Salate, Kohlenhydrate, Eiweiss und Ballaststoffe, resp. Gemüse, Dessert mit Cremes und Früchten. Nachmittagsbüffet mit Biscuits, ab und zu gab es Kuchen, dazu Tee oder Kaffee. Auswahl Abendessen etwas gleich wie beim Mittag. Nach einer Woche wiederholen sich die angebotenen Menus. Das Essen war sehr lecker und abwechslungsreich.

Kellner
Jeder Tisch hat einen Kellner zugeteilt. Unser hiess Abdullah, wenn er krank war bediente uns Ibi, zwei aufgeweckte Kerle, sehr freundlich, aufgestellt, aufmerksam und hilfsbereit.

Gäste
Deutsche, Schweizer, Russen, Ostblock, Asia, alles gemischt, mega toll.

Unterhaltung
1x Pro Woche gibt es eine Live-Band im Hotel, 1x pro Woche ein Nachtfischen (gratis), 1x Inselhüpfen (gratis). Gegen Aufpreis von USD 50.- wird man vom Hotelmanager auf eine "einsame" Insel gebracht mit einem Lunchpaket und am Abend (oder wann man will) wieder abgeholt. Schorchelausflüge 2x pro Tag, Tischtennis, Badmington, Billard, Squash, Tennis, mit dem Velo kann man die Nachbarinseln (insgesamt 4) mit dem Velo erkunden.

Einheimische
Sehr freundlich, die Kinder winken einem zu mit einem big Smile im Gesicht.

Religion
Islam, wenn ihr die Hotelanlage verlässt bitte Männer und Frauen darauf achten, dass Schulter und Knie bedeckt sind. Oben Ohne ist verboten, wird gebüsst. Alkohol ist den Einheimischen ebenfalls strikte untersagt. Freitag ist bei ihnen ein Sonntag.

Wetter
Sehr heiss, abends hat es ab und zu geregnet.

Sonstiges
Poolbar von 09.30 bis 12.30 und von 14.30 bis 18.00 Uhr geöffnet. Super aufmerksamer Poolboy, Getränke werden überall serviert. Die Angestellten leben hauptsächlich vom Trinkgeld der Gäste. Ca. 5-10 USD pro Woche für Zimmer/Bar/und Kellner. Nimmt Mückensprays mit oder kauft lokal einen Spray.
Fernseher ist in der Lobby angebracht, es gibt auch einen 2. neben der Reception, Bücher und Spiele ebenfalls in der Lobby erhältlich. "The coconut man", welcher in der Hotelanlage arbeitet, hat uns ab uns zu ein paar Kokosnüsse vorbei gebracht. Ein super lieber Typ! Getränke sind gratis, inkl. Fruchtsäfte, Alkohol wie Rum und Wisky ebenfalls inbegriffen.
Markenware wie Malibu, etc. gehen auf eigene Rechnung. Obwohl meistens ein frischer Wind weht ist die Sonne sehr aggressiv. Sonnenschutzfaktor 30 aufwärts! Schnorcheln mit T-Shirt empfehlenswert.

Fazit
Wir hatten total lässige Ferien auf dieser Insel verbracht. Es wurde uns an keinem Tag langweilig. Diese Insel bietet einem u.a. auch die Möglichkeit, die Einheimischen kennen zu lernen. Wir hatten noch nie zuvor einen so super Service geniessen dürfen! Die Farbenpracht der Blumen in der Hotelanlage ist genial, die Unterwasserwelt einfach traumhaft!

Vielen herzlichen Dank ans Equator Village Team, "Schukuria":-)

 


 

Hai ihr da draußen -

Wir sind gerade von GAN zurückgekommen . Meine Frau als Schnorchlerin und ich als Taucher.
Einiges speziell hierzu . Man kann sich genau über die Gegebenheiten von GAN vorab informieren , deshalb macht es meiner Meinung keinen Sinn, sich im nachhinein über zu kleine Strände etc zu beschweren.
Wenn man hierher kommt hat man diese Insel bewußt bewählt und möchte nicht auf einer 300 m2 großen Hotelinsel stecken.
Uns hat es prima gefallen , 2 Wochen lang .
Die Anlage ist sicher nicht die Neueste , versprüht einen eigenen Charme , und der Tip für Bungalow 111 war auch Gold wert . Die Reservierung hatte prima geklappt.
Alls wir Anfang Nov. hier ankamen waren es 58 Gäste , jetzt ab KW 47 ist es jedoch ausgebucht , und die Saison fängt erst an .
Dann mag es schon manchmal etwas rummelig zugehen , vor allen zu den Essenszeiten . Ansonsten habe wir immer genug Platz an den kleinen Hotelstränden gefunden, am Pool oder unter den Palmen an der Kaimole.
Zum Service ein rundherum großes Lob. Das Essen war reichlich und vielseitig , der Nachtisch lecker. Das Angebot an Getränken absolut ausreichend inklusiv dem cocktail of the day . Das Personal immer freundlich , hilsbereit , und richtig sympatisch.
Das dies alles keine 5 Sterne Anlage ist ist ebenso bekannt , deshalb waren wir mit allem drumherum vom Equator Village sehr zufrieden.

Nun zum Tauchen und Schnorcheln.
Auch hier habe ich natürlich gehofft , das Abseits allen Trubels die Tauchgründe intakt sind , und es war schlichtweg der Hammer.
Keine Korallenbleiche , dafür intakte Korallengärten jeglicher Art, Muscheln, Schildkröten, Haie , und Fische , Fische , Fische. Alle Farben , Formen und Größe . Dazu natürlich die Mantas , manchmal keine , oder nur 1 - aber auch 15 - 20 während eines Tauchganges. Da bleibt einem wirklich die Luft weg. Der etwas eigenwillige Charme vom Tauchbasisleiter Jürgen und seiner crew ist vielleicht Geschmackssache , aber durchaus professionell und sicher. Und das ist ja die Hauptsache.
Das Hausriff ist nicht dolle , dies ist aber auch bekannt. Es finden aber 2 x täglich Schnorchelfahrten zu anderen Plätzen des Atolls statt so das man auch hier alles zu sehen bekommt .

Die zusammenhängenden Inseln kann man per Rad befahren , 18 km one way . Es ist also genug Auslauf vorhanden, um die Dörfer zu besuchen , den Fischereihafen oder seinen eigenen kleinen Traumstrand zu finden.

Das Atoll wird sich ändern. Angefangen hat es mit dem Internation Airport der nächstes Jahr eröffnet werden soll. Ebenso auf der Nachbarinsel Vilingili das Mammut Hotel Projekt welches sich zur Zeit eines Baustops erfreut , aber wohl ab Ende 2005 ans Netz gehen wird. Dann wird es mit der Ruhe und Abgeschiedenheit dieses Atolls wohl vorbei sein.

Also , jeder Bericht ist natürlich subjektiv - aber sucht Euch die Kriterien raus die für Euch wichtig sind und entscheidet wo Ihr hinfliegen wollt.

Herzliche Grüße
Michael


 


Reisebericht Gan (Equator Village) - September/Oktober 2004

Da ich selbst tagelang Reiseberichte studiert habe, werde ich meinen für die Schnellleser mit einem eindeutigen Statement, einer Plus-/Minustabelle und wertvollen (Überlebens-)Tipps ausstatten:

Mein Urlaub war spitze - die Insel war eher bescheiden. Ich werde auf jeden Fall noch einmal auf die Malediven fliegen, jedoch auf eine andere Insel.

Pluspunkte:

  • Interessantes Flair der Bungalows/Rezeption/des Esssaales durch Verquickung der maledivischen Gegebenheiten und des Versuchs, die Einrichtung im Stile der Kolonialzeit zu gestalten.

  • Fantastisches Hausriff und noch schönere Schnorchelgründe vor Ort - für Schnorchler ideal. Habe Mantas, Haie, Napoleons, Muränen, Schildkröten, Anemonenfische und tausende anderer Fischen in allen Farben und Größen gesehen.

  • Die Korallen sind wirklich schön erhalten. Die Taucher äußerten sich auf Nachfrage begeistert über die Tauchgründe.

  • Freundlicher und zuvorkommender Service an der Bar und der Poolbar.

  • Sehr saubere Zimmer - jeden Tag frische Handtücher, Strandlaken inkl.

  • Helles, freundliches Mobiliar - Ungeziefer zwar gesichtet, aber nicht in meinem Bungalow.

  • Freundliche Gärtner die immer eine Kokosnuss parat haben.

  • Eisgekühlte 1,5l Wasserflaschen jederzeit und für jede Strecke zu bekommen (ist auf anderen Inseln oft anders).

  • Interessantes Atoll - gut zu überblicken. Für einen Inselausflug zu Fuß oder mit dem Rad ideal.

  • Mittag- und Abendessen - immer Nudelgerichte, ein schmackhaftes Thunfischgericht, Hühnchen, Beef ab und zu, Beilagen und frische Salate - ist aber Geschmackssache. Einige der Gäste mochten das Essen nicht so - das waren aber eh die, welche auch sonst die "gute deutsche Küche" bevorzugen.

  • Klima und Vegetation sind einfach paradiesisch!

Minuspunkte:

  • Tagesunterkunft auf Male (Reisegesellschaft Jahn/Tui) -> ein direkter Transport nach Gan ist (noch) nicht möglich. Das bedeutet im Klartext, dass ihr den ersten Tag und die letzte Nacht in einem Hotel auf Male verbringt. Das Hotel wird über das Inselmanagement angebucht und ist meiner Meinung nach sehr dürftig. In meinem Zimmer waren die Fenster mit brauner Farbe überstrichen, alles wirkte etwas schmuddelig. Achtung: Bitte plant ein, dass ihr gut 1 1/2 Tage Inselurlaub durch die Inlandsflüge verliert.

  • Strand auf Gan - winzig und hauptsächlich bei Ebbe zu nutzen. Einen direkten Zugang gibt es nur an einer Stelle, ansonsten muss man über eine Mauer hüpfen.

  • Wellenbrecher = Strand ist durch Mauern abgegrenzt - überall Stein-/Korallengeröllstege, die auf das Meer hinaus führen.

  • Reihenbungalows - so gut wie jeder Urlauber war zu Beginn enttäuscht:
    v Das Wasser aus dem Waschbecken stinkt erbärmlich - das Duschwasser nur manchmal.

  • Zimmerservice kam häufig sehr früh (8:30 Uhr) oder sehr spät (16:00 Uhr). Es wird nur das Bett gemacht -> keine Extras, in meinem Fall auch nicht, wenn man zu Beginn ein sattes Trinkgeld gibt.

  • Eher dürftige Vorgärten mit schmutzigem Erd-/Sandgemisch, die allerdings liebevoll gepflegt werden ... abgesehen von den Sandsäcken, die hier und da herumliegen (keine Ahnung warum).

  • Gepflasterte Wege, die ein bisschen angeschmockelt wirken – Barfuß laufen ist nicht so angebracht

  •  Umrandung des Pools zerbröckelt langsam - der Pool ist aber nett und wird auch genutzt, weil es eben so wenig Strand gibt.

  • Bootsanlegesteg direkt neben dem Hotel - die Hälfte der Zeit haben große Schiffe Material für den im Umbau befindlichen Flughafen angeschifft.
    · Mit den klassischen Malediveninseln nicht zu vergleichen. Neben der Anlage gibt es Lagerhallen, ein kurzes Stück davon entfernt ist der Flughafen. Um die Ecke verrottet ein riesiges Schiff. Das Panorama vom Meer aus ist bedrückend hässlich.

  • Der Flughafen wird übrigens im nächsten Jahr den Stempel "international" aufgedrückt bekommen. Das bedeutet, früher oder später werden direkt neben der Anlage mehr al zwei Flugzeuge täglich (so ist es bisher) landen und starten.

  • Frühstück - für Deftigesser nicht das Wahre, wenig Obst (Ananas + Papayas + Bananen, meist abwechselnd), eine Käsesorte, dafür immer frisches Spiegelei, Omelett oder Rührei, ein Gericht, welches eher Mittagessencharakter hat, manchmal Bohnen, ab und zu Speck, French Toasts oder eine Art Pfannkuchen. Marmelade und Sirup gibt es standardmäßig.

  • Die angebotenen Cocktails sind Geschmackssache – mir schmeckten sie nicht. Im All Inclusive Getränke-Angebot bekommt man ausschließlich „No-name-Produkte“ (das gilt auch für Bier). Besonderheiten wie braunen Zucker, Cocktailkirschen, Sahne oder auch nur Kokoscreme gibt es nicht. Es gibt täglich eine Reihe von Cocktails zur Auswahl – die unterscheiden sich meiner Meinung nach aber nur darin, dass der enthaltene Alkohol mal mit O-Saft und mal mit Cola gemischt ist.

  • Fast jeden Abend große Sprühaktion gegen Insekten -> sieht so aus (und riecht so) als würde jemand mit einem uralten Dieselmotor mit enormer Abgasentwicklung durch die Bungalowreihen gehen. Die Luft ist anschließend noch eine gute halbe Stunde "stinkig".

  • Leider war unser Tischkellner sehr unaufmerksam und wirkte recht arrogant - die anderen Kellner und die Köche waren aber sehr nett.

  • Sobald man die Insel verlässt sollte man aus Respekt vor dem Glauben (Moslems), Schultern und Knie bedecken. Das gilt übrigens für Männlein und Weiblein. Ich fand das ziemlich umständlich, weil man sich so ständig umziehen musste - hab es aber respektiert.

  • Inselhopping: Mein Rat -> Bitte fahrt da nicht mit! Die Führung über Viligandu ist noch o.k. - das Absetzen auf "Bushy-Island", einer aus Korallengestein bestehenden Insel ohne Palmen, mit unspektakulärem Hausriff, viel Müll und keiner Möglichkeit vor der sengenden Sonne Schatten zu finden ist allerdings auch für zähe Aktivurlauber unattraktiv.

 

Heiße Tipps:

  • Wenn ihr ebenfalls einen Tag (Hinflug) und eine Nacht (Rückflug) auf Male untergebracht seid, packt euch eine kleine Tasche, die ihr dann mitnehmen könnt und lasst das schwere Gepäck am Flughafen (3 Dollar pro Koffer). Das erspart eine Menge Stress und Schlepperei.

  • Wer das Resort-Gelände verlässt wird auf der rechten Seite ein schönes Stück Strand direkt vor dem Flughafen entdecken. Solange man ein wenig auf Flut und Ebbe achtet, erlebt man dort zumindest ein kleines bisschen des "klassischen" Maledivenflairs.

  • Am Ende der übernächsten Insel (alles über Brücken zu erreichen) gibt es auf der linken Seite ein kleines Restaurant (Habour Bar), in welchem man auf Vorbestellung toll Lobster essen gehen kann. Kostet inkl. Beilagen und Getränke (außerhalb des Resorts werden keine alkoholische Getränke ausgeschenkt) 20 Dollar pro Person. Der Lobster wird auf dem offenen Feuer zubereitet - wenn man will kann man zuschauen. Die Hotelleitung sieht es leider nicht gerne, wenn man auswärts isst - man wird ständig gefragt und komisch angeschaut. Der Lobster im Hotel kostet übrigens 35 Dollar.

  • Probiert mal die Gewürzmischungspäckchen, die einem im Flugzeug angeboten werden. Ist dort so etwas wie "Tick-Tack-Ersatz" und wird einfach gekaut.

  • Nehmt auf jeden Fall selbst Schnorchelsachen mit - das Ausleihen kostet 4 Dollar für Brille/Flossen/Schnorchel pro Tag.

  • Lasst euch per Schnorchelboot nach "Banana Reef" fahren - wenn man Glück hat, gibt es dort Mantas zu sehen. Der Bootsguy (der ältere mit dem kleinen Boot) begleitet euch (wenn ihr lieb seid) gerne und hat ein Auge für die ganz besonderen Fische.

 

Ich bin (als kontaktfreudiger Mensch) übrigens alleine auf die Malediven geflogen. Hatte kein Problem Anschluss zu finden - weder bei den anderen Paaren (nirgendwo streiten sie sich so schön wie auf den Malediven), noch bei den Leuten aus aller Welt, die gerade beim Ausbau des Flughafens helfen und ebenfalls in der Anlage untergebracht sind.

Solltet ihr auf Gan euren Urlaub verbringen, bestellt letzteren schöne Grüße von Bianca. :-)
 


 

Reisebericht Gan (Equator Village) vom 17.03.2004-01.04.2004

Reiseveranstalter: Neckermann
Gebucht im Reisebüro Hillebrand. Auf diesem Weg viele Grüße und Dankeschön an Frau Lengowski.
Fluggesellschaft:Condor. Besser als LTU, mit denen wir letztes Jahr auf die Malediven geflogen sind. Es war etwas mehr Platz und Essen und Service waren in Ordnung.

Ankunft:
Wir sind um 11.00 Uhr auf Hulule gelandet. Der weiter Flug nach Gan war für 17.45 Uhr angesetzt. Wir hatten aber die Möglichkeit nach Male in ein Tageshotel zu fahren. So lernten wir Peter und Jasmine kennen, die auch nach Gan weiter flogen und mit denen wir einen super Urlaub verbracht haben. Viele liebe Grüsse an Euch zwei.
Nach einem unspektakulären Essen im Kam Hotel schauten wir uns Male kurz an. Nicht so toll. Für uns zu laut, zu voll und zu gross, wenn man sich im Geiste schon auf die kleinen, ruhigen Malediveninsel eingestellt hat.
Der Flug nach Gan ging zum Glück dann eine Stunde früher als geplant, worüber keiner böse war. Mit 12 Touristen waren wir ziemlich viel, zumal wir in anderen Reiseberichten immer gelesen haben, das Gan fast immer leer wäre. In unserer Zeit war das Equator Village total ausgebucht. Als wir endlich nach 75 min Flug auf Gan landeten, war es stockdunkel. Vom Manager wurden wir mit einem Kleinbus ins Hotel gefahren (5 min fahrt).

Die Zimmer sind in Ordnung und sauber. Ungeziefer hatten wir zum Glück nicht. Neben Bett, Schrank, Tisch und 2 Stühlen gab es noch eine Frisierkomode und einen Kühlschrank. Der Schrank hat zwar eine Kleiderstange und Bügel, aber keine andere Ablagefläche für T-Shirts außer dem Boden. Im Zimmer gibt es auch Standlaken. Die Zimmernummer 136 war für 2 Wochen unser zu Hause, das wir allerdings nur zum duschen und schlafen benutzt haben.

Der Strand ist durch Wellenbrecher unterbrochen, uns hat das allerdings nicht gestört. Das am Hafen ständig Schiffe ausgeladen wurden war schon etwas nerviger. Der Kran der dazu benutzt wurde war nicht der leiseste und seine besten Tage hatte er wohl schon lange hinter sich gelassen. Man konnte es aber aushalten.

Tiere:
Kleine Geckos die in den Abendstunden aus ihren Löcher kommen, genauso wie die Flughunde sind ja sowieso toll. Schönechsen und Reiher waren tagsüber zusehen. Mit Stechmücken hatten wir dank Autan keine Probleme.

Schnorcheln:
Einfach genial!!! Viele große Fische, tolle Farbenpracht und eine ca 80 cm große Schildkröte die in der Nähe des Hafens ihr Revier hat. Delfine konnten wir fast jeden Tag sehen. Auch die Schnorchelausflüge sind zu empfehlen. Einen Tag sind über 100 Delfine mit unserem Boot geschwommen. Ein Wahnsinns Erlebnis. Eine kleine Netzmuräne haben wir im Strandbereich auch öfter gesehen, genauso einen kleinen Schwarzspitzenhai.

Essen:
Ausreichend und nahrhaft. Wir haben immer etwas gefunden und mussten keinen Hunger leiden.

Personal:
Sehr freundlich und hilfsbereit. Die Kellner in der Bar waren super und Schnell.

Publikum:
Deutsche, Russen, Ostblock. Dazu muss man wohl nichts mehr sagen. Die meisten wurden beim Essen aber getrennt gehalten ;-)))!

Wetter:
Super!!! Zwei Wochen nur Sonnenschein. Richtig Urlaub!

Abendunterhaltung:
1x wöchentlich Disco in der Bar. Also d. h. nicht der Kellner legt eine CD auf, sondern ein DJ. Kein Unterschied zu merken.

Sonstiges:
Tischtennis, Darts und Snookertisch sind vorhanden. Fahrräder kann man sich kostenlos ausleihen, was auch empfehlenswert ist, wenn man die Inseln um Gan erkunden möchte. Da sie alle durch Dämme verbunden sind ist die einfache Strecke 17 km lang. (Genug Wasser für die Tour mitnehmen!)

Der Rückflug nach Male ging um 17.45 Uhr. Die letzte Nacht schliefen wir im Hotel Kai Lodge. Zweckmäßig.
Der Heimflug war ziemlich anstrengend, mit 600 km/h wegen starkem Gegenwind waren wir ganz schön lahm. Aber nach 10 1/2 Stunden sind wir gesund und halbwegs munter gelandet.

Fazit:
Für Leute die auf den typischen Maledivenstrand verzichten können und aktiv sein wollen sehr empfehlenswert. Für uns war dieser Urlaub absolut Klasse!!!

Grüße an Jasmine und Peter, Dagmar und Thomas und Robert und Bernhard


 

GAN – Malediveninsel mit Einheimischenkontakt!

 Nachdem wir unsere Hochzeitsreise im Herbst 2001 zum Tauchen auf der Malediveninsel „Kandooma“ verbracht hatten und mich vor allem die Distanz zur Kultur des Landes gestört hatte, war meine Devise: Wenn Malediven, dann nur auf eine Insel, auf der man auch die Kultur und Lebensweise der Einheimischen kennen lernen kann (und nicht für eine Stunde bei einem „Island-Hopping“ wie im Zoo über eine Einheimischeninsel läuft)! So blieb uns eigentlich nur Gan. Gan ist ehemaliger britischer Stützpunkt und mit anderen Inseln des Addu-Atolls über Brücken (naja, eher Dämme * grins*) verbunden. Das relativ kleine Addu-Atoll ist das südlichste der Malediven (700 km südlich von Male) und liegt jenseits des Äquators, was bedeutet, dass man von der Flughafeninsel Hulhule noch einmal einen anderthalbstündigen Inlandsflug mit einer Propellermaschine (kein Wasserflugzeug!) hinter sich bringen muss. Auf dem Flughafen (naja, eher Flugplatz!) in Gan angekommen wird man vom Hotelmanager persönlich mit dem Auto abgeholt und an der Post, sowie einer netten Bar vorbei, zum Resort gebracht. Ja, ihr habt richtig gehört: mit dem AUTO. Da Gan mit 3 x 5 km eine sehr große Insel ist, wundert es eigentlich nicht, dass es hier sogar geteerte Straßen und Autos gibt. Dies bietet ja auf den Malediven sonst nur noch Male, die Hauptstadt.

 Normalerweise ist auf den Malediven jede Touristeninsel ein ganzes Resort oder umgekehrt ein Resort nimmt die ganze Insel ein. Da Gan sehr groß und noch anderweitig bewohnt ist, befindet sich das Resort „Equator Village“ in umzäuntem Gebiet an der Innenseite des Atolls. Das Tor wird zu jeder Zeit von einem freundlich grüßenden Malediver bewacht. Zwischen vielen Bäumen und Büschen sind die (laut Reiseführer 78) Zimmer in Reihenbungalows angeordnet. Zu jedem Zimmer gehört eine Terrasse mit Mobiliar über die man nach ein paar Schritten schon am Strand steht. Der Strand ist leider nicht so schön, wie auf typischen Touristeninseln, aber wer nach Gan wegen etwas anderem kommt, als dem Tauchen, der ist hier sowieso falsch, da man sich hier sonst zu Tode langweilt. Weil Gan so weit ab liegt und in den Reisekatalogen ein stiefmütterliches Dasein führt, kommen nicht sehr viele Besucher hier her. Wir waren alles in allem acht (!!!) Gäste. Dadurch geht es sehr familiär zu und jeder kennt jeden. Irrwitzigerweise gab es mehr Angestellte als Touristen in dem Resort * grins* Also bitte, liebe Singles: sucht Euch doch bitte eine andere Insel aus! Die vielen Frauen, die es hier gibt (mehrere große Klamottenfabriken auf der Insel mit mehreren Tausend, teilweise eingeflogenen, Frauen als Näherinnen), sind nur heiratswillig, wenn man vorher zum Islam übertritt...

Nochmal zur Unterbringung: Die (Doppel-)Zimmer sind recht groß und haben neben zwei Korbsesseln mit Tischchen, einem Schrank, zwei Nachttischchen und einem Sideboard auch noch einen Kühlschrank. Außerdem Klimaanlage und Ventilator, der bei entsprechender Runterkühlung der Temperatur die Moskitos fernhält. Das Bad ist mit warmem und kaltem Süßwasser (Waschbecken und Dusche) ausgestattet und nicht nach außen offen, wie in anderen Resorts oft üblich.

Die Doppelzimmer kann man auch mit drei Personen belegen. Dann wird allerdings einfach ein Einzelbett dazu geschoben (adé du traute Zweisamkeit...)!

Obwohl wir die Zimmer als recht sauber empfunden haben, sahen wir mehrmals kleine Kakerlaken. Dies ist in tropischen Ländern aber eigentlich normal und zeugt davon, dass nicht zu viel Gift versprüht wird.

Der Roomservice war leider nicht so überschwänglich, wie in anderen Resorts. So wurden zwar einmal am Tag die Betten gemacht, aber nicht gegen Abend mit Faltornamenten und Blüten verziert. Naja, nicht wirklich wichtig, aber man würde sich trotzdem drüber freuen!

Die Verpflegung gibt es in diesem Resort nur „all inclusive“, was bedeutet, dass man, neben den Snacks am Nachmittag, natürlich noch englisches Frühstück, warmes Mittag- und Abendessen vom Buffet (war sehr lecker!) und soviel zu trinken wie man will bekommt. Dazu zählen Softdrinks, Mineralwasser, Fruchtsäfte, Bier, Wein (offen), einige Spirituosen und der Tagescocktail. Softdrinks und Mineralwasser (ohne Blubb) wurden in Flaschen serviert und konnten so auch mit aufs Zimmer genommen werden. Ich bekam sogar einmal einen ganzen 1,5 l-Pack Orangensaft mit, weil sie gemerkt hatten, dass das zu meinen Lieblingsgetränken zählt. Ansonsten war der Service freundlich, aber sehr distanziert. Manchmal hätte man sich, gerade bei so wenigen Gästen, mehr familiäre Nähe gewünscht. Die gab einem lediglich der (deutsche) Tauchlehrer, der froh zu sein schien endlich mal ein paar Gäste um sich zu haben mit denen er reden konnte. Da wir nur 5 Taucher waren hatten wir durch ihn und den Tauchguide Umar (Gummibärchen für dessen Kinder mitbringen!) fast Einzelbetreuung.

Nachdem man seine Tauchausrüstung in einer Kiste verstaut und vor der Tauchschule bereitgestellt und das Briefing in der Tauchschule (vorher dick mit Autan einsprühen!) genossen hat geht es 150 m zum Boot, wo schon die 10- oder 12-Liter-Pressluftflaschen und das „Tauchgerödel“ warten. Die 3köpfige Crew (der Käptn, der „Alte“ und der „Gnom“) bringt einen 2-3x täglich dann zu den 10 bis 60 Minuten entfernten Tauchplätzen, die meist am anderen Ende des Atolls liegen. Einige Highlights:

„Fihali Fara“: mehrmals 2,5m Ammenhai gesehen

„Kuda Kandu Corner“: Schaukelfisch und viele Napoleons (1-3 m große Fische)

„Kuda und Bodu Hoholha“: mehrere Höhlen, Steilwandtauchen

„British Loyality“: 140 m langer Tanker mit Torpedo-Einschussloch; bis 33m Tiefe

Ansonsten war eigentlich jeder Tauchgang einfach nur genial, weil hier die Korallenbleiche weiter nördlich vorüber gezogen ist und die Riffe, bis auf vereinzelte Sturmschäden sehr schön und weitgehend intakt sind. Einzig das Hausriff ist nicht so der Brüller und kann getrost übergangen werden. Fast alle Spots haben mehr oder weniger Strömung. Aber weil man vom Boot aus taucht, welches die Taucher wieder einsammelt (Signalboje nicht vergessen), kann man sich getrost treiben lassen und spart so Kräfte und Luft.

Da dies die einzige Touristeninsel im Addu-Atoll ist taucht man immer nur alleine an den Spots, muss sich also die Haie und vielen bunten Fischlies nicht mit Hunderten von anderen Tauchern teilen. Wer also z. B. aus Ägypten Massentauchen oder ständig laute Schiffsmotoren über sich kennt, der wird angenehm überrascht sein. Man kann sich ein interessantes Tier (oder Pflanze) so lange anschauen und evtl. ablichten, wie man möchte ohne dass 30 andere Taucher ungeduldig warten.

 Die maximale Tauchzeit ist wie überall auf den Malediven 60 Minuten und maximale Tauchtiefe 30 Meter. Diese Vorsichtsmaßnahmen sind nötig, da die nächste Dekokammer sehr weit weg ist (Bandos).

Die Tauchsachen können in der Tauchschule ausgewaschen und in einem Raum zum Trocknen aufgehängt werden. Hier kann man auch bei Bedarf sämtliches Equipment ausleihen. Die Ausbildung erfolgt nach PADI, der größten Ausbildungsorganisation weltweit. Wer weniger, als 30 Tauchgänge vorzuweisen hat (Logbuch und Brevet nicht vergessen) muss in Begleitung des dortigen Tauchlehrers tauchen.

Dieses Jahr gab es für den Juli das Sparangebot: zwei Wochen non limit-Tauchen aber nur eine Woche bezahlen. Bezahlt wird vor Ort entweder über die Rechnung des Hotels oder bar direkt in der Tauchschule.

 Weiteres Sport- und Unterhaltungsangebot auf Gan sind: TV-Raum, Volleyball, Darts, Tennis, Tischtennis, Squash, Schnorcheln, Windsurfen, Katamarane, kostenloser Mountainbikeverleih und nicht zu vergessen der Süßwasser-Swimming-Pool mit Poolbar. Naja, die Poolbar ist nur für die Werbung aufgezählt, da sie in der Zeit in der wir dort waren kein einziges Mal in Benutzung war. Aber das Personal kommt auch so an den Pool und serviert das Gewünschte.

Die Mountainbikes kann man wunderbar dazu benutzen um die anderen Inseln mit ihren Einheimischendörfern zu erkunden. Man sollte allerdings darauf gefasst sein von den Bewohnern angeglotzt zu werden, als käme man vom Mars. Jeder grüßt einen lächelnd und die Kinder fahren schon mal für ein paar Meter mit ihren Fahrrädern mit. Die Wohnverhältnisse sind sehr einfach. Die Häuser sind einstöckig und meist ohne Fenster. Die Frauen stehen mit ihren Babys auf dem Arm an den Grundstücksmauern und unterhalten sich, während die Männer in Open-Air-Bars sitzen. Die Mädchen halten sich in der Nähe des Hauses auf und die Jungen gehen auf den zahlreichen Fußballplätzen dem Lieblingssport der Malediver nach. Ansonsten hat mich als Lehrerin die Schulausbildung dort noch interessiert, würde aber jetzt den Rahmen des Berichtes sprengen.

 

Die folgenden Exkursionen, die im Preis eingeschlossen sind, haben wir nicht genutzt, weil uns das Tauchen gereicht hat: Nachtfischen, Island-Hopping mit Barbecue, Strandausflug mit Fischessen und 2x täglich Schnorchelausflüge nach Villingili. In der Nachbarschaft zum Resort gibt es noch ein Internetcafe, wo allerdings astronomische Preise verlangt werden.

 

Die Preise für einen zweiwöchigen Aufenthalt mit „all inclusive“ belaufen sich pro Person auf ca. 1700 €. Das ist zwar etwas mehr, als man für die durchschnittliche Malediveninsel sonst zahlt, aber wenn man bedenkt, dass hier noch mal zwei innermaledivische Linienflüge für je ca. 200 US $ schon includiert sind, kann man nicht meckern.

Für 6 Tage „non limit Tauchen“ wird man ca. 250 US$ los.

Buchen kann man bei vielen bekannten Reiseveranstaltern, wie z. B. Jahn Reisen und Neckermann.

 Obwohl es noch sooooo viel zu berichten gäbe über Gan, beende ich jetzt den Bericht und gehe zum Fazit über:

 Für Taucher ne Superinsel, weil kein Massentauchen stattfindet, sondern eher Einzelbetreuung. Der Tauchspot kann auch schon mal nach Wunsch angefahren werden. Die Riffe sind weitgehend intakt und Fischreich. Klasse Tauchschule! Das Essen war super gut und abwechslungsreich, der Service freundlich. Durch die „Auslaufmöglichkeiten“ auch eine Insel für Leute, die schnell den Inselkoller bekommen.

Nichts für Leute, die gerne viel Leben, Animation, viele andere Touristen, und Luxus benötigen. Die Zimmer sind gemütlich, aber nicht luxuriös eingerichtet und der Service kann auch nicht mit einem 5***** Marriott-Hotel verglichen werden. Außerdem nichts für Leute, die nicht tauchen gehen, da der Strand und die sonstigen Möglichkeiten nicht so optimal sind.

Aber da das alles Geschmackssache ist bekommt die Insel von mir 4 von 5 Sternen. Für mich eine sehr schöne Taucherinsel, auf die wir wahrscheinlich im nächsten Sommer für drei Wochen fahren werden.

 


Reisebericht Gan - Addu Atoll 04.03.2001

oder Malediven mal ganz anders

Endlich habe ich mich aufgerafft den im www.malediven.net angekündigten und versprochenen Reisebericht zu schreiben. Ich habe mich bemüht ihn ausführlich und anschaulich zu erstellen und vor allem auf viele immer wieder im Forum gestellte Fragen einzugehen. Ich hoffe es ist mir einigermaßen gelungen. Wer spezielle Fragen hat kann mich gerne per E-Mail unter mailto:frank.klockgether@ewetel.net kontaktieren.

Am 15.01.2001 habe ich mich zusammen mit meinem Freund Siggi auf den Weg nach Gan im Addoo (Dhivehi-Bezeichnung Seenu)-Atoll gemacht. Ausschlagebend für unsere Entscheidung nach Gan zu fliegen war 1. eine E-Mail im Winter 1999 vom Diverland Embudu bei denen ich im Herbst 99 getaucht habe und die jetzt auch die Basis auf Gan (ehemals Eurodivers) übernommen haben, 2. der Bericht in der Zeitschrift "Unterwasser 11/00" und 3. die Aussicht auf den Malediven eine noch intakte Unterwasserwelt ohne "Coral Bleaching" zu finden. Ausserdem reizte uns die Möglichkeit sich per Fahrrad oder auch zu Fuß (beides eigentlich nicht unbedingt mein Ding) die Insel Gan sowie die mit Gan per Damm verbundenen Inseln Feydhoo, Maradhoo, Hankede und Hithadhoo zu erkunden und vielleicht Land und Leute etwas besser kennenzulernen als auf den Islandhoppingtouren die eigentlich bei mir so ein komisches Zoofeeling hervorrufen.

Um es vorwegzunehmen, uns hat Gan prima gefallen und das was wir uns erhofften haben wir bekommen. Doch nun zu unserer Reise.

Wir flogen am 15.1.2001 ab Hamburg mit der LTU (Jahn-Reisen) nach Hulule. In Hulule angekommen ging es durch den Zoll und zum Gepäckband. Mit Gepäck weiter in die Vorhalle des Flughafens wo sich zahlreiche Schalter der verschiedenen Reiseveranstalter befinden um uns bei dem für uns bzw. für den Weiterflug nach Gan zuständigen Schalter

anzumelden. Hier erfuhren wir dann auch was uns Jahn-Reisen leider auch auf mehrfache Anfrage nicht mitteilen konnte, nämlich mit welcher Gesellschaft der Weitertransport erfolgt.

Inzwischen weiß ich mehr als der Reiseveranstalter denn die Flüge nach Gan werden alle mit der "Ocean Air" durchgeführt da diese extra vom Hotel Equator Village beauftragt wurde nachdem es mit Maldivian Air immer wieder Probleme wegen Verspätungen oder Treibstoffmangel gegeben hat. Die "Ocean Air" ist eine südafrikanische Firma und die Turbopropmaschinen sind nicht gerade die Jüngsten aber topgewartet und hier wird fliegen noch mit der Hand gemacht. Nach ca. 2 stündiger Wartezeit mussten wir mit Gepäck wieder alle Sicherheitskontrollen durchlaufen um für den Flug nach Gan einzuchecken. Beim Check-In werden hier die Passagiere mitgewogen, vor allem dann wenn man, wie wir, reichlich Übergepäck (Tauchausrüstung) dabei hat. Achtung an die Damen, die Digitalanzeige der Waage ist auf der Publikumsseite des Abfertigungsschalters und somit wird das bestgehütetste Geheimnis (neben dem Alter) einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

Für das Übergepäck brauchten wir übrigens nicht zusätzlich zahlen. Auf dem Flugfeld stellten wir dann fest das außer uns nur noch zwei Europäer (Thorsten u. Susanne aus Wolfsburg mit denen wir fast den gesamten Urlaub verbrachten und viel Spaß hatten –an dieser Stelle einen lieben Gruß-) in die Maschine stiegen, ansonsten ausschließlich Einheimische auf dem Heimweg.

Erwähnenswert ist vielleicht noch die Tatsache das ich von der maledivischen Stewardess

(sehr hübsch und ein bezauberndes Lächeln) weil ich zufällig am Notausgang saß, in der Bedienung desselben eingewiesen und zum Bordhilfspersonal für den Fall einer Notwasserung

bestimmt wurde. Der 1 ¼ stündige Flug in knapp 4000 m Höhe über die Atolle war wunderschön und ruhig und es wurden sogar Getränke und ein kleiner Imbiss (wie bei den Grossen) serviert.

Bei diesem Flug wird auch der Äquator überquert (es gibt übrigens entgegen den Angaben in den Landkarten und auf den Globen keine dicke schwarze Linie mit einer 0 zu sehen.).

Nach der Landung auf der von den Engländern gebauten Runway auf Gan wurden wir am Flughafen (oder eher Flugplatz) vom Manager des Equator Village in Empfang genommen

und per Minibus zum Hotel gebracht wo ein kalter Begrüßungscocktail auf uns wartete.

Das Equator Village (vormals Ocean Reef Resort) ist zur Zeit das einzige Hotel im gesamten Atoll. Es wurde von den Engländern als Offiziersunterkunft bzw. –messe gebaut und 1999 umgebaut und renoviert. Es gehört seit 1999 zur Kaimoo-Kette zu der auch Embudu-Village, Sun Island und das Kam Hotel auf Male (in dem übrigens die letzte Übernachtung vor dem Rückflug erfolgt) gehören. Die insgesamt 78 Zimmer befinden sich in Reihenbungalows zu je sechs Wohneinheiten und sind geräumig, sehr sauber und verfügen über ein sep. Bad, Klimaanlage und Kühlschrank sowie eine Terrasse (wir hatten Nr.111, von der Lage wohl der schönste). Zwischen den einzelnen Reihenbungalows ist ein Park mit schönem alten Baumbestand und Blumenbeeten angelegt.

Die Wege zwischen den Bungalows sind mit Gehwegplatten befestigt, an der Meeresseite zieht sich ein Sandweg über das Gelände. Rezeption, Speisesaal, Lobby, Bar und Poolbereich sind gefliest.

Die Anlage verfügt über einen sehr schönen Swimmingpool mit Poolbar und sep. Kinderbecken, Tennis- sowie Volleyballplatz. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten sind der kostenlose Fahrradverleih (neue Mountainbikes), Tischtennisplatte, Dart und der riesige Snookertisch (Hinterlassenschaft der Engländer). In der Lobby steht ein Fernseher ( DW und BBC) der leider Tag und Nacht läuft.

All Inclusive enthält hier nichtalkoholische Getränke wie z.B. Kaffee, Tee, Cola, Sprite, Fanta, Bitter Lemon sowie div. Fruchtsäfte (nicht frisch gepresst). An alkoholischen Getränken werden

u.a. Bier (wir hatten in der 1.Woche noch deutsches Holsten, dannach leider nur noch "Anchor" aus Singapur-BRRRR.), Rum, Wodka, Arrak sowie Rot-und Weisswein (ganz passabel) angeboten. Markenspirituosen wie Hennessy oder Johnny W. sind zu kriegen, müssen aber bezahlt werden (sauteuer).

Das Frühstück ist leider etwas spartanisch. Toast, zwei Sorten Marmelade, ein wenig Käse, Gurken und Tomaten. Wer möchte kann sich Eier braten oder Omeletts machen lassen (sehr gut). Die englische Küche mit dicken, heißen Bohnen und anderen warmen Gemeinheiten zum Frühstück waren leider nicht unbedingt meine Sache.

Mittagessen wird am Tisch serviert. Man kann wählen zwischen einer warmen Hauptspeise oder Sandwich (meistens mit Pommes).

Nachmittags gibt es noch Sandwiches, Kaffee, Tee und Kuchen.

Abendessen ist Buffetzeit. Verschiedene, täglich wechselnde Gerichte stehen zur Auswahl.

Diverse Salate, Vorsuppe und vor allem die diversen leckeren Nachspeisen lassen eigentlich jeden etwas nach seinem Geschmack finden. Einmal pro Woche gibt es Barbeque am Pool.

Das Personal ist sehr freundlich und versucht jeden Wunsch zu erfüllen.

Die Tauchbasis "Diverland Gan" befindet sich im hinteren Bereich der Anlage. Ausstattung mit Geräten und Preise sh. http://meineseite.i-one.at/diverland.gan . Basisleiter sind Detlef und Daniel. Detlef war während unseres Urlaubs auf der "Boot" in Düsseldorf so das wir ihn leider nicht kennengelernt haben. Mit Daniel hatten wir aber sehr viel Spass (gesalzene Erdnüsse zum "Anfüttern" mitbringen-:). Diveguide ist Umar, ein Malediver der die Tauchplätze sehr gut kennt und zum tauchen scheinbar keine Luft benötigt. Auch die Bootscrew ist sehr freundlich und hilfsbereit. Das morgendliche Anschieben des maroden Basispickups, der die Ausrüstung zum Bootspier fährt, gehört hier zum Tauchen wie die Luft. Es werden zweimal täglich Ausfahrten zu 24 verschiedenen Tauchplätzen unternommen (Fahrzeiten ca. 20 bis 45 min).

Liste der Tauchplätze wird von mir zur Zeit bearbeitet und kann angefordert werden.

Tatsächlich hat auf Gan das "Coral Bleaching" nicht zugeschlagen und die Unterwasserwelt ist hier wirklich noch okay. Einige Schäden an den Korallen sind wohl auf einen starkenSturm vor ein paar Jahren zurückzuführen. Vom kleinsten Anemonenfisch über reichlich Schildkröten bis zu Napoleons, Barrakudas, Riff-und Ammenhaien ist hier so ziemlich alles zu sehen was auf den Malediven rumschwimmt. Nur die Mantas haben sich leider während unseres Aufenthaltes rargemacht obwohl es hier sehr gute Mantaplätze gibt. An einem Nachmittag waren 5 Mantas an einem Platz aber das war leider ein Tag an dem wir nachmittags mal Tauchpause gemacht haben.

Besonders zu erwähnen ist noch das Wrack der "British Loyalty". Es ist ein ehemaliges Tankschiff von 140 m Länge aus dem 2. Weltkrieg und liegt innerhalb des Atolls auf einer Tiefe von 16 –33 m.

Die Tauchgänge auf Gan waren ein wunderbares Erlebnis mit einer tollen Crew und einer sehr schönen Unterwasserwelt wie man sie auf den Males erwartet.

Für die Nichttaucher gibt es einen Strand, der allerdings nur sehr klein ist und nicht zu vergleichen mit den Robinsonstränden auf den kleinen Malediveninseln. Mit kostenfreien Liegen (ev. vom Pool organisieren) findet man trotzdem sein Sonnenplätzchen.

Für denjenigen der auch im Urlaub die Finger nicht vom Computer lassen kann gibt es ca. 200 m vom Hotel einen kleinen Cybershop mit Internetanschluss (1 Computer / 15 min online 2 $).

Sehr zu empfehlen und ausserdem wohl einmalig auf den Males ist die Möglichkeit ausgedehnte Radtouren über die Inseln zu unternehmen und dabei die Einheimischendörfer, die üppige Natur und nicht zuletzt die Hinterlassenschaften der Engländer (alter Meerwasserpool, Park, Reste von Befestigungsanlagen usw.) zu erkunden. Wasser nicht vergessen.

Man kann sich auch kostenlos von den hoteleigenen Booten zweimal täglich zur Nachbarinsel Vilingili (leider sehr schmutzig) oder zum Schnorcheln fahren lassen.

All inclusive beinhaltet ausserdem eine Ausfahrt zum Nachtfischen sowie einmal Islandhopping zu einer der bewohnen Nachbarinsel und anschliessendem Grillen auf Vilingili (so lala).

Eine "Kleiderordnung" gibt es weder im Hotel noch bei Inselausflügen. Kurze Hosen und T-shirt reichen allemal aus, nur die Damen sollten bei Inselausflügen auf schulterfreies verzichten. Es sagt zwar keiner was aber es gehört sich nun mal so. Ebenso sollte man bedenken und akzeptieren das "oben ohne" hier verboten ist. Man ist schließlich Gast in einem moslemischen Land.

Fazit: Gan ist allemal eine Reise wert. Für Taucher die die maledivische Unterwasserwelt in noch größtenteils intaktem Zustand erleben wollen und für Reisende die sich auch für das Leben, die Einheimischen und die Natur auf den Malediven interessieren. Den paradiesischen Strand und das Robinsonfeeling der kleinen Touristeninseln findet man hier nicht. Gan ist eben Geschmacksache. Wer die Ursprünglichkeit dieses Atolls noch kennenlernen möchte muß sich allerdings beeilen, denn schon in diesem Jahr soll begonnen werden auf der Insel Vilingili ein neues Resort mit ca. 1000 Betten zu bauen. Dann dürfte vielleicht mit der Ruhe und Ursprünglichkeit und vielleicht auch mit den unberührten Riffen vorbei sein. Für uns war Gan auf jeden Fall ein Erlebnis und eine Erfahrung.

 

Frank Klockgether