Gangehi Reiseberichte

Reisebericht Gangehi

Wir waren vom 11.7. bis 25.7. auf den Malediven, davon die erste Woche auf Gangehi, die zweite auf Kurumba.

Über Gangehi wird hier wenig geschrieben, darum möchte ich Folgendes anmerken: wir haben Gangehi gewählt aufgrund der vielen positiven Bewertungen auf Tripadvisor auch im Hinblick auf Schnorcheln. Allerdings ist die Insel ist zum Schnorcheln nicht wirklich geeignet.

Gangehi liegt in der Nähe des Aussenriffs, ein Kanal führt von diesem an der Insel vorbei. Es gibt kein Hausriff um die Insel herum, in der Lagune allerdings einen Coral Garden zum Schnorcheln, auch im Kanal selbst kann man schnorcheln. Allerdings liegen sowohl der Kanal als auch der Coral Garden weit von der Insel weg, sind schwer zu erreichen, es herrschten teilweise starke Strömungen und es gab leider sehr wenig Fisch. Wir kennen die Malediven von früheren Aufenthalten auf Bandos und Vilu Reef. Bandos hat ein extrem fischreiches Hausriff, wir schwammen damals (2003) gegen Schwärme von Fischen, sahen Haie und Schildkröten. Umso enttäuschter waren wir dann von Vilu Reef, denn dort auch kaum Fisch, schon gar kein Hai. Kurumba jedoch war zum Schnorcheln ein Traum! Viele Haie, sogar fünf auf einmal, Schildkröten, Schwärme von Fischen. Außerdem war das Riff leicht zu erreichen, liegt dort quasi vor der Tür, die leichte Strömung geht immer um die Insel herum, sodass man durch die gut gekennzeichneten Einstiegskanäle leicht wieder zurück kann.

Fazit: wer das erste Mal auf die Malediven reist, dem wird Gangehi sicher gefallen. Wer Vergleiche hat, dem würde ich abraten. Als Insel hat mir da Vilu Reef vom Bewuchs viel besser gefallen, aber zum Schnorcheln ist dort auch nichts. Vor allem aber muss man, wenn man auf Gangehi schnorcheln will, ein sehr guter Schwimmer sein, denn man muss weit hinaus, man verliert durch die Strömung schnell die Orientierung und kann leicht abgetrieben werden. Über Kurumba kann ich nur das Beste sagen, ein Top Resort, das ich in jeder Hinsicht empfehlen kann.

Reisebericht Gangehi Island Resort vom 29. März bis 13. April 2014

Flug:

Mit Emirates von Frankfurt via Dubai.

Ankunft:

Von Male aus 20 Minuten mit dem Wasserflugzeug. Dann noch etwa 5 Minuten mit dem Dhoni. Bei der Ankunft gibt es feuchte Tücher sowie ein Getränk.

Resort:

Gangehi ist eine kleine Insel mit einer Größe von 250 m x 300 m. Auf der Insel befinden sich 45 Bungalows: 5 Reihenbungalows (einfache Zimmer), 5 Gartenbungalows, 8 Wasserbungalows, 8 Wasserbungalows de Luxe, Rest Strandbungalows. Alles ist überschaubar und wirkt nicht zugebaut. Holzstege wurden als Verbindung zu den Bungalows und den öffentlichen Einrichtungen über die komplette Insel angelegt.

Ins Blickfeld gerät die Orchideenzucht. Die Pflanzen verbreiten eine dichte, bunte Blütenpracht.

Das Resort steht unter italienischer Leitung. Während unseres Aufenthaltes ging es leise zu. Es herrschte eine dezente, angenehme Atmosphäre. Keine Animation; lediglich gelegentliche Abendveranstaltungen, die um 21:30 Uhr anfingen und höchstens eine Stunde dauerten.

Das Personal empfanden wir von höflich distanziert bis zu sehr aufgeschlossen und freundlich.

Außer dem Veli-Restaurant und der Bar gibt es eine Schneiderei mit Boutique, ein Spa, eine Bibliothek, einen TV- und einen Fitness-Raum sowie das Thari-Spezialitätenrestaurant. Die Menues im Thari-Restaurant sind hochpreisig; als Vollpension- bzw. All-Inklusive-Bucher erhält man einen Rabatt von 30 %.

Eine Arztpraxis befindet sich neben der Tauchbasis.

Täglich werden Ausflüge angeboten, wie Schnorcheln, Delphin-Watching, Desert-Island und Nachtfischen Neben der Bar liegen Listen aus, in die man sich eintragen muss. Meist gibt es eine Mindest-Teilnehmerzahl von 4 Personen.

Auf Gangehi gibt es die Inselzeit: Male-Zeit plus eine Stunde.

Publikum:

Das Publikum bestand hauptsächlich aus Italienern, gefolgt von Schweizern, Asiaten, Deutschen, Österreichern, wenigen Skandinaviern und einigen Russen (in dieser Reihenfolge).

Unterkunft:

Wir bewohnten in der ersten Woche einen Gartenbungalow, den wir über den Reiseveranstalter auch gebucht hatten. In der zweiten Woche bekamen wir einen Wasserbungalow zugeteilt.

Die Gartenbungalows haben eine Größe von 64 m² (Terrasse mitgerechnet). Das Zimmer ist geräumig mit ausreichend Schrank- und Ablageflächen. Das Bad ist geschlossen und hat zwei Waschbecken mit einem großen Spiegel über die ganze Wand. Ferner eine überdachte Terrasse von zirka 12 m² mit einem kleinen Tisch und zwei Liegestühlen.

Nach 7 Nächten in dem Gartenbungalow wurde uns ein Upgrade in einen Wasserbungalow angeboten – auf Kosten des Hauses, da unser Gartenbungalow für andere Gäste dringend gebraucht wurde. Das Angebot haben wir uns nicht entgehen lassen. Am darauf folgenden Vormittag, nach 8 Nächten im Gartenbungalow, sind wir für die restlichen 7 Nächte in einen Wasserbungalow umgezogen. Das hatte sich gelohnt. Die Wasserbungalows haben eine Größe von 72 m². Auch hier ist die Terrasse mitgerechnet. Ferner gibt es zusätzlich einen Kaffee- / Teezubereiter. Pro Tag werden zwei bis vier 500 ml-Wasserflaschen aufgefüllt. Von der Terrasse führt eine Leiter in die Lagune. Bei Ebbe kann man durch das knietiefe Wasser an die Sandbank (Landzunge) gelangen und die Sandbank zirka 200 Meter lang entlanglaufen.

Einen kleinen Nachteil haben die Wasserbungalows zu den Gartenbungalows: Die Terrasse ist nur zu zirka einem Drittel überdacht. Dies hat zur Folge, dass an den vollsonnigen Tagen von zirka 13:30 Uhr bis zirka 17:00 Uhr pralle Sonne herrscht. Sonnenschirme gibt es leider nicht. Für uns wäre es in dieser Zeit zu heiß gewesen, um auf der Terrasse zu liegen. In dieser Zeit haben wir Mittags-Snacks zu uns genommen, und danach waren wir entweder Tauchen oder Schnorcheln.

Zwischen Restaurant und Wasserbungalows gibt es einen kleinen Strand mit Liegen und Sonnenschirmen, an den man um diese Uhrzeit ausweichen kann. Während unseres Aufenthaltes fanden sich zu jeder Tageszeit freie Liegen und Sonnenschirme.

Einen größeren Strand mit Liegen und Sonnenschirmen gibt es zwischen den Strandbungalows der Nummern 2 bis 19.

Service:

Der Service war sehr gut. Das Zimmer wurde zweimal am Tag gereinigt und bei Bedarf Handtücher ausgetauscht. Der Roomboy frage uns jedes Mal, wenn wir ihn sahen, ob wir etwas brauchen. Falls ja, sollten wir ihm Bescheid geben.

Auch im Restaurant / in der Bar ließ es beim Service an nichts fehlen. Der eine oder andere Kellner war zu einem kurzen Gespräch bereit.

Essen:

Neben Übernachtung mit Frühstück konnte man über den Reiseveranstalter nur Vollpension und All-Inklusive buchen. Halbpension wurde seitens des Reiseveranstalters nicht angeboten. Vollpension war uns zu viel. Aus diesem Grund haben wir nur Übernachtung mit Frühstück gebucht. Ferner gibt es Abendessen erst ab 20:00 Uhr. Ist für uns zu spät, denn mit vollem Magen schläft sich‘s schlecht. Zwei Gäste sagten uns, bei dem guten Mittag- und Abendessen hätten wir etwas versäumt.

Das Frühstücksbuffet bietet neben Kaffee, Tee, Fruchtsäften und Wasser eine größere Auswahl an Broten. Ferner gibt es Obst, Käse und jeden Tag eine andere Wurstsorte, Pizzakuchen, Mozarella, gesüßte und ungesüßte Croissants, warme Speisen in entsprechenden Behältnissen (z. B. Würstchen, Reis, Gemüse, Speck, Pfannkuchen, gekochte Eier usw). Ein Koch bereitet Eierspeisen frisch zu. Außerdem gibt es ein Süßspeisen-Buffet mit Schoko- /, Vanillekuchen, Keksen, Schoko-Donuts, Rosinenkuchen, Plätzchen … Die Speisen des Frühstücksbuffets sind geschmacklich sehr gut zubereitet.

In der Zeit von 13:00 Uhr bis 14:00 Uhr gibt es Mittags-Snacks. Snacks werden bis 18:00 Uhr serviert; ab 14:00 Uhr ist die Auswahl eingeschränkt.

Bis 20:00 Uhr bekommt man – wenn man in der Bar Getränke bestellt – mit den Getränken zusätzlich Snacks mit serviert.

Für uns war das Essen ausreichend. Wer allerdings gerne isst und gerne gut isst, sollte überlegen, ob Vollpension die bessere Variante ist.

Als Übernachtung mit Frühstück-Gast hat man die Möglichkeit, Mittagsessen und / oder Abendessen bzw. All-inklusive vor Ort zu buchen. Kann man sowohl für eine Mahlzeit als auch über mehrere Tagen ordern. Ist nicht zu empfehlen, da die Verpflegung bei der Buchung vor Ort doppelt so teuer ist wie bei der Buchung über den Reiseveranstalter.

Tauchen:

Die Tauchbasis Albatros Top Diving steht unter italienischer Leitung. Eine sehr gut geführte und ebenso gut ausgestattete Tauchbasis mit kompetentem Personal (drei Tauchlehrer und eine Tauchlehrerin). Die Tauchgänge empfanden wir als sehr angenehm, da die drei Tauchlehrer und die Tauchlehrerin Ruhe ausstrahlten.

Das Tauchequipment muss der Taucher auf dem Boot selbst zusammenbauen. Wer Schwierigkeiten hat, bekommt vom Bootspersonal geholfen. Nach dem Tauchgang wird das Equipment vom Bootspersonal abgebaut, danach ausgewaschen, aufgehängt und für den nächsten Tauchgang wieder auf das Dhoni gebracht.

Das Personal geht auf individuelle Wünsche der Gäste ein. Morgens finden im Allgemeinen zwei Tauchgänge statt, und nachmittags findet ein Tauchgang statt. Wer morgens nur einen Tauchgang machen möchte, kann entweder nach dem ersten Tauchgang abgesetzt werden oder für den zweiten Tauchgang – so gegen 10:30 Uhr bis 11:00 Uhr – aufgeladen werden. Das ist allerdings nur dann möglich, wenn zwischen den beiden Tauchgängen Gangehi passiert wird. Liegen die beiden Tauchplätze dicht(er) beieinander, besteht diese Möglichkeit nicht. Dann muss der Taucher auf dem Dhoni ausharren.

Etwa einmal die Woche findet morgens nur ein Tauchgang statt, wenn ein Tauchplatz angefahren wird, der mehr als 60 Minuten einfache Dhoni-Fahrt entfernt liegt.

Die Tauchplätze waren sehenswert. Mantas gab es bei den Tauchplätzen Kuda Kandu, Reethi Thila und Gangehi Kandu North zu sehen. Ferner graue Riffhaie bei den Tauchplätzen Angothi Thila und Gangehi Kandu North. Die grauen Riffhaie hatten eine Größe von etwa zwei Metern.

Bei einem Tauchgang, der nachmittags stattfand, herrschte teilweide schlechte Sicht. Kommt auch mal vor.

Schnorcheln:

Es gibt um Gangehi zwei Schnorchelrouten: Kandu-Pass und Coral Garden.

Das Schnorcheln war unsers Erachtens durchschnittlich. Es herrschte gelegentlich schlechte Sicht. Der Kandu-Pass ist abwechslungsreicher als der Coral Garden, was die Artenvielfalt angeht. Der Coral Garden besteht hauptsächlich aus bunten Korallenarten mit wenig Fisch. Am Kandu-Pass haben wir Mantas, Adlerrochen und Haie gesehen.

Täglich um 16:00 Uhr wird eine Schnorchelführung mit einer Meeresbiologin durchgeführt. Treffpunkt ist der Einstieg neben der Bar.

Wetter:

Wir waren in der für die Malediven besten Reisezeit da. Dennoch herrschte an unserem Anreisetag ab dem späten Nachmittag starker Regen mit Sturmböen. Ferner hatten wir an einem weiteren halben Tag nachmittags ebenfalls starken Regen mit Sturmböen. An den restlichen Tagen herrschte entweder Vollsonne oder Bewölkung mit einer leichten Brise bis zu einem mittelstarken Wind.

Fazit:

Uns hat der Aufenthalt sehr gut gefallen. Dennoch gibt es eine kleine Anmerkung: Je windstiller es war, umso mehr Dreck wurde angeschwemmt.

April 2014, Sieglinde und Ronny P.

Gangehi Island Resort 20.–28.11.13

Allgemein
Gangehi liegt im Nord Ari Atoll und ist mit 300 x 250 m einer der kleineren Inseln mit 45 Bungalows. Wasserflugzeugtransfer in ca. 25 Minuten. Wir waren 7 Nächte Ende November dort und hatten mehrere kurze Regenschauer, sonst Sonne satt. Die Insel steht seit Sommer 2013 unter schweizer Leitung, die europäischen Angestellten sind Italiener, Gästestruktur war geschätzte 60% Schweizer, der Rest von allen Kontinenten. Sehr angenehme Miturlauber vom jungen Honeymooner Paar, zwei Familien mit Kind bis zu Ü 70, bunt gemischt. Gebucht werden kann VP, All Inn und nur Frühstück. Im All Inn sind sehr viele Cocktails ( Caipi, Pini Colada usw., versch. Flaschenweine) enthalten. Trotzdem hätte sich für uns der Aufschlag von 44,-€ auf All Inn nicht gerechnet und wir sind mit VP besser gefahren. Als Währung ist alles in EURO ausgezeichnet! Dollar braucht man nur für die Trinkgelder.

Anreise und Ausstattung
Wir sind dieses Mal wieder mit Condor geflogen. Wie immer kann ich dazu nur sagen: die können froh sein, dass sie die einzige Direktverbindung anbieten! Beim Hinflug kam es zu einer Stunde Verzögerung wegen einer technischen Überprüfung der Maschine und nach dem Boarding mussten alle Passagiere von C 4 auf C 7 wechseln einschließlich einer erneuten Sicherheitskontrolle! Dann Boarding auf C 7 und mit dem Bus zum Flieger auf C 4!!!!
Der Hinflug war auf einer “neuen” Condor mit Seat-Entertainment, wobei nur das Standartprogramm, also 2 Filme kostenlos zu sehen sind. Für das “Premium” Programm sind pro Sitz 7 € zu zahlen, dann hat man eine gute Filmauswahl, was aber bei den arabischen Airlines Standart ist! Hinflug war Nachtflug, also konnte ich gar nicht so viele Filme anschauen, hatte schon meine Filme für den Rückflug = Tagflug ausgesucht. Tja und was soll ich sagen, beim Rückflug hatten wir -wie soll es auch anders sein- eine alte Maschine bekommen! Also 10 Stunden auf den Mini-Bildschirm in der Mitte des Flugzeuges glotzen, grausame alte Komödien und Liebesschnulzen anschauen, nur das die Zeit vergeht!
Der Weiterflug mit dem Wasserflieger ging dann wenigstens innerhalb von 45 Minuten Wartezeit recht flott, Flugdauer mit Zwischenlandung vor Velidhu ca. 35 Minuten. Die Insel wird nicht direkt angeflogen, man wird auf einer Plattform ausgesetzt und mit dem Dhoni abgeholt. Keine 10 Minuten bis zur Insel.
Sehr kleine und saubere Insel mit einem kompletten Wegesystem aus Bankirai-Holzstegen! Kannten wir bis jetzt auch noch nicht, hat uns aber auch nicht gestört, wir fanden es sogar nicht schlecht. Leider sind die Holzstege im Schnitt 2–3 Stufen höher als der Sandboden. Auch die Zugänge zu allen Bungalows sind nur über mehrere Stufen ohne Handlauf zu erreichen! Also immer treppauf / treppab, bei Tag und bei Nacht und dann war es nicht immer so einfach!

Service
Das Personal war ausgesprochen freundlich. Italienisch konnte wirklich jeder, Englisch aber auch. Also keine Probleme vor Ort. Nur mit Deutsch kommt man aber nicht sehr weit, was bei zwei deutschen Urlaubern leider zum Verhängnis wurde, die nur Basic verstanden und dann mit italienisch angehauchtem Englisch überhaupt nicht zurechtkamen. Ich dolmetsche ihnen und bekam als Dankeschön einen Obstkorb von der Managerin aufs Zimmer. War sehr nett von ihr, aber eigentlich nicht nötiggewesen. Wir hatten keine Beschwerden, aber trotzdem kam es des öfteren vor, dass sich Miturlauber hauptsächlich wegen der Bungilage beschwerten. Auch hier wurde mir erzählt, dass die Managerin persönlich sich sehr bemüht hat, dem Wunsch des Gastes zu entsprechen.
Auf der Insel gibt es einen Arzt, Sprechzeit abends eine Stunde täglich, im Notfall auch auf Abruf.
Zimmerreinigung morgens und abends, sehr diskret, hat uns nie von der Zeit gestört.

Gastronomie
Es gibt das Hauptrestaurant, in dem Frühstück, Mittagessen und Abendessen als Buffett angeboten werden. Dann noch das Thari Restaurant über einen langen Steg im Meer gelegen. Gäste mit VP oder All Inn erhalten hier auf die a la carte Preise 30% Rabatt. Wir haben es nicht genutzt, deswegen keine Aussage hierzu.
Die angebotenen Speisen im Hauptrestaurant werden von zwei italienischen Köchen zubereitet. Sie stehen mit ihrer Crew auch immer hinter der Theke und erklären allen Gästen immer und immer wieder, was sie heute gekocht haben. Das Speisenangebot ist ausreichend, jedoch überwiegt deutlich der Fisch in allen möglichen Zubereitungsvariationen. Wir waren hier nicht soooo begeistert, da wir es doch immer recht ähnlich fand und für unseren Geschmack zu wenig Abwechslung geboten wurde. Qualitativ war es gut zubereitet. Länger wie eine Woche hätte ich es aber extrem langweilig gefunden.
Getränkepreise waren alle in Euro ausgezeichnet. Hier mal ein kurzer Überblick: Bonaqua still 1,5 l für 3 €, Lion Beer 4 €, Erdinger Weizen 7 €, Corona 4 €, Cola/Fanta/Sprite 3 €, Cocktail 8 €, Flasche Weißwein ab 15 €. Die gleichen Preise gelten auch für die Minibar, im Thari Restaurant plus 3 € Aufschlag!
Jeden Abend waren die Tische mit Stofftischdecken oder Läufern neu und in verschiedenen Designs eingedeckt. Ausrichtung der Tische bei freier Tischwahl in Richtung Meer. Hauptsächlich immer 2er Tische, auf Wunsch wird auch für 4 oder mehr Personen eingedeckt. Sehr freundliches Personal, trotz freier Tischwahl, immer der gleiche Kellner. Alles sehr sauber, wir hatten keine Probleme.

Tauchen und Hausriff
Kein Pool, keine Animation. Abends gelegentlich kurzes Programm: Tauchstation, Beitrag der Meeresbiologin, Modenschau der Boutique einschl. Schneiderei - immer in der Bar. Absolut dezent. Es wird auch zu festen Tageszeiten Yoga, Stretching usw. angeboten, kann ich aber nix dazu sagen. Täglich um 16 Uhr geht die Meeresbiologin zu einer Schnorcheltour am Hausriff raus. Treffpunkt an der Bar.
Jetzt zum Wichtigen: Hausriff und Tauchen!
Hausriff: Es gibt zwei ausgewiesene Schnorchelrouten: Kandu Pass und Dhoni Pass. Der Kandu Pass startet am Ende der Sandzunge und geht mit der Ströhmung in Richtung des Hauptrestaurant, wo sich der Exit befindet. Hier signalisieren weiße Bojen den Ein- und Ausstieg. Dieser Schnorchelabschnitt war für mich die absolute Enttäuschung und nicht wirklich sehenswert. Viel Korallenschrott, die übliche Fische. Der Dhoni Pass erreicht man vor der Haustür von Bungi 6 in Richtung Jetty. Oder man schwimmt vom Exit des Kandu Pass einfach weiter nach vorne. Diese Route ist mit roten Bojen markiert und endet an einer weißen großen Stange, die auch gleichzeitig die Markierung für die Dhonis zur Ausfahrt ins Meer ist. Hier gibt es einen wunderschönen Korallenbereich zu sehen, mehr Fisch, Schildkröten, Haie und Rochen. Ich fand diesen Bereich gut, aber bestimmt nicht das beste aber auch nicht das schlechteste Hausriff der Malediven, was ich bis jetzt gesehen habe. Ich war zufrieden. Tauchbasis: Albatros Top Diving. In unserer Woche waren max. 6 Taucher an Bord, sie fahren aber auch nur für einen Taucher raus. Check Dive immer vom Boot aus, Ausfahrten um 9 Uhr, zurück zur Insel, weiter um 11 Uhr, zurück bis 13 Uhr zum Lunch, nächste Ausfahrt um 15 Uhr. Es gibt kein Board, wo man sich einschreiben muss! Man sagt an der Tauchbasis Bescheid, wann man mit will, frägt nach, wohin es geht. Beim Abendessen gehen sie rum und fragen noch mal nach, ob man morgen mit möchte und wann. Kannten wir so auch noch nicht, wäre aber bei den Italienern so gewünscht. Okay, wir fanden es super, da alles sehr flexibel gemanagt wurde! Wurden weiter entfernet Tauchplätze angefahren wie z.B. Sharks Bay (absolut zu empfehlen), dann wurden 9 € Aufpreis fällig und der 11 Uhr Tauchgang entfällt dann. Auch Night Dives werden auf Anfrage gemacht, auch für nur einen Taucher! Die komplette Tauchcrew war sehr freundlich, zuvorkommend und immer zu sprechen. Sehr herzliches Team!
Für einen Euro Aufpreis hat man sein komplettes Equipment zum Boot und zurück gebracht bekommen, alles wurde gewaschen und versorgt. Nur 5 Minuten vorher kommen, aufs Boot gehen, alles war schon da. Danach vom Boot gehen, die Crew kümmerte sich um die Nachsorge! Perfekt! Wenn ein schnorchelfähiger Platz angefahren wurde, konnte man als Nichttaucher kostenlos!!! mit aufs Boot. Andere Tauchbasen haben hier immer noch extra Kohle verlangt. TOP! 10 Tauchgänge mit Full Equipment inkl. einem Night Dive und Nitrox for free, Versicherung, Boot usw. für rund 750 €.

Zimmer
Wir hatten eine Gartenvilla gebucht und waren für die eine Woche Aufenthalt absolut zufrieden.
Die Garten- und die Strandbungalows sind absolut identisch eingerichtet, sie unterscheiden sich ausschließlich in der Lage.
+ sehr große Zimmer mit geschlossenem Bad
+ viel Schrankraum
+ sehr großes, gemütliches Bett
+ Klima und Deckenventilator
+ EU Steckdosen, kein Adapter nötig, genügend Steckdosen im Zimmer vorhanden
+ nummerierte Strandliegen mit festem Sonnenschirm
- kein Wasserkocher
- viele Treppen ohne Geländer und zur Terrasse schlechte Beleuchtung in der Nacht - Duschkopf im Bad könnte mehr Wasser bringen

Von den Zimmern waren wir echt positiv überrascht, es gibt geringen Abzug wegen den Treppen ohne Geländer und ausreichender Beleuchtung am Abend und dem fehlenden Wasserkocher. Ansonsten TOP!

Absolute NO GO Bungalows sind für mich die Strandbungi # 2 und # 17 - 19. Hier kein Strand vor der Tür, sondern betonierter Korallenschutt! Wasservilla # 30 und 31, da sie auf der Sandzunge stehen und nicht im Wasser! Deluxe Wasservillen # 44 und 45, weil Ausrichtung zum Main Jetty mit regem Bootsverkehr.

In den Deluxe Wasservillen gibt es zum Wasserkocher auch eine Nespresso Maschine mit 2 € pro Kapsel!
Die Club Rooms 60–65 liegen im Erdgeschoß des Staff-Gebäudes. Genauso möbiliert wie die Bungalows mit kleiner Terrasse. In der Nähe der Tauchbasis und daher für Taucher absolut zu empfehlen, die wenig Zeit im Zimmer verbringen, aber nicht für Liegestuhl-auf-Terrasse und Sonnenanbeter Urlauber geeignet! Auf Anfrage sind alle Bungalows auch für Familie mit einer Aufbettung mit max. 2 Zusatzbetten zu haben. Club Rooms 64 und 65 haben schon ein Tagesbett für eine dritte Person drin stehen.

Tipps & Empfehlung
Gangehi war seit Januar 2011 unsere 6. Insel. (Veligandu, Kandholhu, Filitheyo, Ellaidhoo, Bandos, Gangehi)
Gangehi hat uns mit den Bungalows, der Tauchbasis und der (kleinen) Größe jedenfalls sehr überzeugt. Sie kommt auch in Bezug mit dem bezahlten Reisepreis auf Platz 3 und wir würden sie wieder buchen.
Internetzugang kostenlos an der Bar und der Rezeption. Mückenspray nicht vergessen!

mn2112

Reisebericht Gangehi Nord Ari Atoll
Reisedatum: 20.11.2005 – 05.12.2005

Nun nach zahlreichem Stöbern dachten wir endlich unsere Trauminsel gefunden zu haben. Leider hatten wir die Rechnung ohne unsere Mitmenschen gemacht, denn die Insel war schon ausgebucht. Somit haben wir uns dann kurz entschlossen und ohne große Informationen einzuholen mit Hilfe unseres Reisebüro für Gangehi entschieden. Über Gangehi gibt es im deutschsprachigen Netz sehr wenig zu lesen, da es eigentlich eine italienische Club Insel (Club Vacanze) ist und erst seit kurzem in Deutschland angeboten wird. Gebucht haben wir über Maier’s Weltreisen mit LTU und Direktflug ab München. Unser Hinflug gestaltete sich als arbeitsreich, da wir Mitreisenden ärztliche Hilfe leisten mussten. Deswegen klappte auch unser Treffen mit anderen Forumsmitgliedern nicht. LTU zeigte sich wegen unserer „Urlaubsverkürzung“ mit einem Glas Champagner und einen Einkaufsgutschein als dankbar. Trotzdem werde ich in Zukunft vermeiden solche langen Strecken mit LTU zu fliegen, oder mir zumindest ein Upgrade gönnen. Auf Grund des verspäteten Abfluges in MUC (Enteisung) kamen wir natürlich eine Stunde später an und mussten auch noch sehr schöne Warteschleifen über den Malediven drehen. Somit hatten wir auch unsern Wasserflieger verpasst und mussten hier wieder 1 ½ Stunden warten. Über den Flug mit dem Wasserflugzeug muss ich nicht viel berichten, denn wie jeder hier fanden wir auch diesen als super. Beim Hinflug machten wir dann noch einen kleinen Zwischenstop in Velidhu, um die ersten Gäste herauszulassen. Der Weiterflug war dann nur ein kurzer Hupfer, bat mir aber die Möglichkeit ein paar schöne Luftaufnahmen von Gangehi zu machen. Leider war die Scheibe getönt, so dass die Farben (trotz Photoshop) etwas verfälscht sind. Ein solches Bild habe ich mal mit diversen Informationen beschriftet (siehe Galerie). Man muss an einem Anlegefloß aussteigen und wird dann mit dem Dohni an die Insel gebracht. Dort wird man von dem Rest der Mannschaft begrüßt und erhält einen schönen Cocktail und ein Erfrischungstuch. Nachdem wir ja etwas Verspätung mitgebracht haben, wurden wir zuerst ins Restaurant gebracht. Dort hatte man extra für uns noch das Mittagessen aufbewahrt. Danach wurden wir zu unserem Bungi gebracht. Anfangs waren die Holzstege im Innern der Insel etwas verwirrend, aber mit der Zeit hat man schnell herausbekommen wo es lang geht, denn schließlich ist Gangehi nicht besonders groß. Wir bekamen den Bungi Nr. 27 und waren sehr glücklich mit der Wahl. Zur Begrüßung stand ein üppiger Obstkorb bereit.

Zunächst mal ein paar Worte zu den Unterkünften: Wie schon gesagt waren wir in Nr 27 untergebracht. Die normalen Strandbungis haben eine gute Größe und ein großes Bad. Leider ist das Bad etwas schlecht belüftet, aber ansonsten war alles sauber und zweckmäßig. Die Klimaanlage war angenehm leise und funktionierte tadellos. Die Minibar (im All inklusive enthalten was sehr angenehm war!) wurde einmal täglich aufgefüllt und zweimal täglich kam der Roomboy und machte sauber. Jeden Tag gab es frische Strandtücher und auch die Bettwäsche und Handtücher wurden sehr oft gewechselt. Jeder Bungi hatte eine Terrasse mit zwei Liegestühlen und einem kleinen Tisch. Dann hatte jeder Bungi noch zwei Liegen. Wir konnten unsere Liegen leider nicht nutzen, da unser Bungi sehr dicht am Wasser gelegen war und bei Flut Wasserbungiatmosphäre aufkommen ließ, was uns aber sehr gefallen hat. Unser Bungi war nach Süden ausgerichtet, und somit hatten wir den ganzen Tag Sonne. Die Luftaufnahme aus dem Katalog ist schon etwas älter, da inzwischen durch Sandanspülen mehr Strandfläche geschaffen wurde. Die Gartenbungis sind nicht zu empfehlen! Sie habe zwar die gleiche Größe wie die Strandbungis liegen aber innerhalb. Da die Insel sehr dicht und schön bewachsen ist, sind diese sehr dunkel und schattig. Sonne kommt dort keine hin! Über die Wasserbungis kann man geteilter Meinung sein. Sie sind etwas größer als die Strandbungis und liegen auf der Westseite auf der Insel. Die Atmosphäre ist dort aufgrund mangelnder Grünpflanzen und geringem Abstand der Häuser zueinander bei weitem nicht so schön wie bei den Strandbungis, und bei Ebbe liegen diese auch komplett auf dem Trockenen. Meiner Meinung nach lohnt sich hier der deutliche Aufpreis nicht. Ein Paar hatte z.B. obwohl sie einen Strandbungi gebucht hatte einen Wasserbungi bekommen. Darüber waren sie so enttäuscht, so dass sie darauf bestanden, am nächsten Tag in einen Strandbungi zu kommen. Ich denke das spricht doch schon für sich. Unser Favorit an Bungis ist die Nummer 27 und 24. Beide Bungis liegen sehr dicht am Wasser (man blickt vom Bett aus direkt ins Meer) nur Nummer 24 hat den Vorteil, dass er neben sich eine schöne Palme hat, unter der man ein schönes schattiges Plätzchen finden konnte. Außerdem liegt die Nummer 24 sehr dicht an der Bar. Keine Angst zu laut wird es dort nicht. Da es ja eine Clubinsel ist gab es natürlich auch Animation. Diese war aber gering und sehr sehr unaufdringlich. Es wurden zweimal täglich kostenlose Schnorchelausflüge angeboten, obwohl das Hausriff zum Schnorcheln super ist. Aber wenn man mal was anderes sehen will und etwas Dohni fahren will, sollte man dieses nutzen. Außerdem leitete Marco diese Ausfahrten und erklärte auch das ein oder andere Interessante. An manchen Tagen konnte man dann noch abends und morgens zum Fischen raus fahren. Jeden Abend gegen 17.30 wurde Beachvolleyball gespielt, was uns sehr viel Spaß gemacht hat und wir oft genutzt haben. Wir hatten lustige Matche mit Marco und Rene. Donnerstagabends ist dann immer Maledivscher Abend mit typischem Essen und „Pareotragen“. Nach dem Essen findet dann normalerweise ein Volleyballmatch Gäste/Staff gegen Malediver statt. In unseren zweiten Wochen fiel diese Spiel einmal aus, da wir nicht genug Leute hatten. In der ersten Woche kam leider nur ein Match Gäste gegen Staff zustande. Wir, die Gäste gewannen!!! Marco war darüber untröstlich und sagte, dass sei das erste mal gewesen. Marco war übrigens der italienische Leiter vor Ort. Ein netter lustiger und kleiner Italiener. In der ersten Woche waren noch drei weitere Animateure (zwei fürs Tauchen, einer für die Musik) da, welche uns dann aber in der zweiten Woche verließen. Deswegen waren dann nur noch Marco und Mayla da. Beide sehr angenehme Menschen.
Nun einige Worte zum Essen. Insgesamt ist das Essen sehr italienisch geprägt. Das Frühstück ist typisch italienisch (kaum Wurst oder Käse) sprich wundervoller Kaffe und eine große Auswahl an verschiedenen Gebäcken. Gegen 12 Uhr ging dann immer ein Angestellter über die Insel und verteilte kleine Pizzastückchen. Ab 13.30 gab es dann Mittagessen in Buffetform mit einer sehr großen Auswahl. Hier findet eigentlich jeder etwas, was im schmeckt. Ich habe mich hier immer sehr gerne an die Pasta gehalten, die immer sehr sehr gut war. Der Nachtisch (Süßspeisen, Früchte und selbst gemachtes Eis) war auch immer sehr verführerisch und hat mich so manches Kilo gekostet. Das Abendessen gab es leider erst um 21 Uhr was wir nicht als positiv empfanden. Aber nun gut die Italiener essen nun mal später. Hier waren dann die Vorspeisen in Buffetform, danach gab es eine weitere Vorspeise, nachfolgend zwei verschiedene Pastagerichte und dann erst der Hauptgang. Hier hatte man die Wahl zwischen Fleisch und Fisch, man konnte aber auch beides bekommen. Abschließend gab es natürlich noch ein Dessert. Jeden zweiten Tag gab es zusätzlich noch frische Crepes. An den Crepes freien Tagen konnte man sich frische Omeletts machen lassen. Also man sieht schon, verhungern wird man auf Gangehi nicht. Zum Abnehmen ist die Insel natürlich auch nicht geeignet. Anfangs nimmt man noch alles mit, aber mit der Zeit selektiert man deutlich mehr. Die Qualität des Essens fanden wir als sehr gut. Gangehi ist ja eine All inklusive Insel. Lediglich Getränke ab einem Alkoholgehalt von 30% waren nicht frei, was uns aber überhaupt nicht störte. Der angebotene Wein war sehr schmackhaft. Die italienischen Gäste haben übrigens ein deutlich reduziertes All inklusive. Wir habe auf der Insel lediglich Geld für Trinkgelder gebraucht. Es gab auch einen kleinen Shop, in dem man die üblichen Sachen kaufen konnte. Was dort empfehlenswert ist, ist das Maßschneidern von Kleidung. Meine bessere Hälfte hat sich zwei Kleider Maßschneidern lassen wovon jedes nur 35 $ gekostet hat. Eigentlich hätten sie 45$ gekostet, aber diesmal hat der Lehrjunge (auch ein ausgewachsener Mann) die Kleider gemacht.

Tauchen:
Nun wir wollten auf Gangehi unsren Tauchschein machen. Anfangs waren wir etwas skeptisch, da der Tauchschulenchef kaum Englisch sprach. Er sagte uns auf Italienisch ein einheimischer Guide spräche Englisch und der würde uns dann unterrichten. Nun, Abu spricht zwar besser Italienisch als Englisch, aber wir konnten uns verständigen und er war ein super Lehrer. Wir hatten uns ja zu Hause schon etwas vorbereitet, was sich als hilfreich erwies. Wir waren mit Abu alleine und fühlten uns bei ihm immer sehr gut aufgehoben. Was für einen guten Lehrer wir hatten zeigte sich als in unserer zweiten Woche deutsche Taucher kamen, die genauso weit waren wie wir. Die waren aber mit der Freiwasser-Situation vor Ort deutlich überfordert. Außerdem waren da noch unsere zwei Chaositaliener. Sehr nette Leute, aber beim Tauchen und auch sonst etwas chaotisch. Sie zog beim Tauchen eine Spur der Verwüstung hinter sich her, und er kannte keine Regeln. Abu war aber so gutmütig, dass er mit ihr nach einem Tauchgang, wenn alle anderen bereits wieder an Bord waren noch einige Übungen gemacht hat. Nur leider brachte das nicht viel, da sie nicht verstehen wollte und die Problematik ihres Tauchstils nicht erkannte. Da sie mit Shorty tauchte, hatte sie dementsprechend viele Verletzungen an den Armen und Beinen. Aber selbst das war ihr egal. Sehr sehr bedauerlich für die Unterwasserwelt. Abu war in unserer zweiten Wochen alleine in der Tauchbasis, so dass er zum Teil 5 Dives pro Tag machen musste. Wir versuchten ihn zu helfen wo wir konnten, und Abu honorierte das sehr deutlich bei unserer Rechnung. Wir haben einen wirklich super Preis bekommen. Die Ausrüstung ist in italienischem Zustand was nach Aussagen von anderen Gästen, die erfahrenere Taucher waren, nicht dem maledivischen Standart entsprach. Für 10$ pro Woche konnte man den Basketservice buchen. Dieses beinhaltete das Hin- und Hertragen und Spülen der Ausrüstung. Ein sehr angenehmer Service. Beim Abendessen kommt dann Abu immer zu einem und macht die Dives aus. Da Abu in der zweiten Woche alleine war, und er alle Taucher zufrieden stellen wollte, grasten wir die Tauchplätze in der Umgebung ab sprich:„Gangehi Kandu“ und „Das Kurani“. Gangehi Kandu hat uns wirklich super gefallen, da das ein sehr abwechslungsreicher Tauchplatz war. Unser zweiter Freiwassertauchgang war dort und wirklich ein Erlebnis. Es war gleich ein Strömungstauchgang und wir konnten, nachdem wir uns in eine kleine Höhle mit wunderschönen herabhängenden Korallen begaben von dort aus zahlreiche graue Riffhaie beobachten, die sehr dicht an uns vorbei schwammen. Ein einmaliges Erlebnis! Wir tauchten dort insgesamt 7 mal und jedes Mal war es anders. Haie haben wir jedes Mal gesehen, nur graue Riffhaie nur beim ersten Mal. Es hat dort wunderschöne Korallen, und man trifft dort Schildkröten, Weißspitzenhaie, Schwarzspitzenhaie, Rochen, Thunfische, Leopardenhaie, Ammenhaie, Napoleonfische, Muränen um nur die Großfische aufzuzählen. Die Stärke der Strömung ist dort sehr unterschiedlich. Leider ist gleich am ersten Tag mein Unterwassergehäuse der Digitalkamera undicht geworden, so dass meine Kamera auf den Malediven ihr Leben ausgehaucht hat. „Das Kurani“ ist weniger spektakulär dafür mit vielen kleineren sehenswerten Sachen. Hier findet Abu immer jede menge Steinfische und holt sie auch immer erfolgreich aus ihren Verstecken heraus. Zum Abschluss machten wir noch am Hausriff einen sensationellen Nachttauchgang, der zugleich unser stärkster Strömungstauchgang war. Aber die Eindrücke waren überwältigend und dann in einen wunderschönen Sternenhimmel wieder auftauchen! Gigantisch!

So ich denke, ich sollte mal eine abschließende Beurteilung abgeben. Gangehi ist eine kleine, gemütliche und sehr familiäre Insel mit max. 50 Gästen. Wir konnten uns dort prächtig erholen und größere Inseln kommen für uns nicht mehr in Frage. Die Unterbringung, der Service und das Essen (vielleicht mehr einheimische Kost) entsprachen voll und ganz unseren Vorstellungen. Zum Baden und Schnorcheln ist Gangehi auch sehr gut geeignet. Zusätzlich erhält man durch die zahlreichen Italiener einen kostenlosen Italienischkurs. Auch mit den Italienern haben wir uns prächtig verstanden und das Vorurteil von irgendwelchen lauten Italienern können wir absolut nicht bestätigen. Lediglich zwei deutsche Reisende waren etwas unangenehm bzw. amüsant, da sie an allem was auszusetzen hatten (sie wollten z.B. gleich ein Badeverbot aussprechen, weil sie in der Entfernung angeblich eine Rückenflosse eines Haies gesehen hatten….) und sich ziemlich großkotzig aufführten, obwohl sie den günstigsten Gartenbungi gebucht hatten. Aber solche Leute findet man halt überall. Also, wir können Gangehi absolut empfehlen! Alles ist sauber, die Insel sehr schön bewachsen, gepflegt und das Personal zu jeder Zeit freundlich und hilfsbereit. Interessant wird allerdings eine andere Entwicklung. Leider ist das Privatunternehmen Club Vacanze zum 15.12.2005 an ein großes italienisches Reiseunternehmen verkauft worden. Was dieses für Gangehi bedeutet, lässt sich bis jetzt noch nicht sagen. Hoffen wir, dass sich nicht so viel verändert. Den Gerüchten nach sollen mehr Bungis auf die Insel kommen, was natürlich sehr bedauerlich wäre, da hierunter das familiäre Ambiente sicherlich leiden würde. Aber warten wir ab.

In die Galerie habe ich zahlreiche Bilder gestellt bzw stellen lassen, so dass sich jeder selber ein Bild machen kann. Wenn irgendjemand noch spezielle Fragen haben sollte, dann kann er sich gerne an mich wenden.
 


 

Reisebericht Gangehi, 13.03.2005 – 21.03.2005 von Marianne und Michael

Wir möchten bei unserem Reisebericht vor allem darauf hinweisen, dass dies die Beurteilung von Gangehi aus unserer Sicht ist. Vermutlich würden andere Reisenden Sachen zum Teil anders beurteilen. Wir sind ein Paar, welches seit bald 10 Jahren Urlaub in Mauritius, den Seychellen und neu den Malediven macht.

Vor acht Jahren waren wir eine Woche auf Paradies Island, Malediven. Diese Insel war uns zu gross und deshalb haben wir bis 2004 Mauritius und die Seychellen den Malediven vorgezogen. In der Zwischenzeit waren wir auf Velidhu und Thulagiri und jetzt eben auf Gangehi. In Gangehi haben wir uns auf Grund der Beschreibung im Katalog von Meiers Weltreisen verliebt. Gebucht haben wir dann in der Schweiz bei Kuoni.

Am 12.03.05 sind wir dann von Zürich mit Emirates nach Dubai geflogen und nach einem Aufenthalt von drei Stunden nach Male. Beim Wasserflugtransfer mussten wir dann über eine Stunde warten, bis die Reisenden der Edelweiss Air eingetroffen waren. Wir wurden dann aber dafür entschädigt, indem der Flug zuerst nach Helengeli ging und dann nur noch mit uns zwei nach Gangehi. Vor Gangehi wird man auf einer Plattform vom Dhoni abgeholt.

Die Begrüssung auf dem Steg fand mit einem sehr erfrischenden kalten Tuch statt, was wir sehr schätzten. Wir wurden dann nach Ausfüllen des entsprechenden Formulars in unseren Bungalow begleitet.

Insel
Gangehi ist eine kleine – schön bewachsene Insel, welche schattige Holzwege aufweist. Das Resort ist auf ideale Weise der Natur angepasst.

Es hat 14 Bungalows, von welchen man direkt auf das Meer sieht, ausser man hätte einen, wo die Pflanzen die Sicht zum Teil beeinträchtigen. Dann noch drei Bungalows in der bewachsenen Inselmitte und 8 Wasserbungalows. Es sind alles Einzelbungalows. Die Ausstattung ist bei den normalen Bungalows mit Sicht auf das Meer bei allen gleich. Sehr grosses Bett mit zwei Einzelbetten (bemerkt man nicht) und super guten Matratze. Wir hatten keine Rückenbeschwerden, was eigentlich nicht vorkommt im Urlaub. Dann auf der einen Seite einen genügend grossen Schrank für die Kleider, wo auch die Minibar und der Safe untergebracht waren. Auf der anderen Seite gab es einen Spiegel und auf einer Höhe von ca. 80 cm schöne dunkle Bretter, wo man verschiedene Sachen ablegen konnte. Im Zimmer hatte es noch einen grossen Korbsessel. Dazu kam ein wunderschönes Badezimmer mit Dusche und Doppellavabo (geschlossen). Selbstverständlich waren die Bungalows mit Klimaanlage und Deckenventilator ausgestattet. Auf der Veranda hatte es zwei Liegestühle und eine Holztreppe zum Sandstrand oder teilweise fast direkt ins Meer. Aus unserer Sicht waren dies sehr schöne Bungalows, obwohl der Innenraum nicht riesig war.

Auf der Insel ist immer ein italienischer Arzt.

Es gibt auch einen kleinen Inselshop wo man sich sogar Kleider anfertigen lassen kann. Dies habe ich benutzt und freue mich bereits auf den nächsten Urlaub auf den Malediven mit einem Kleid, welches niemand sonst hat. Die Anfertigung von Kleidern ist nicht ganz billig, aber schon etwas Spezielles.

Gangehi verfügt über eine Openair-Bar und ein Openair-Restaurant. Beides schön eingerichtet. In der Mitte der Bar befindet sich ein Meerwasser-Aquarium, wo sich viele kleine Fische tummeln.

Mahlzeiten
Beim Frühstück hat es ein internationales Buffet mit Sachen u.a. verschiedene Süsswaren, vier Konfitüren, Käse, Schinken, verschiedene Früchte (welche frisch geschnitten werden) und vor allem sehr guten Fruchtsäften (obwohl etwas verdünnt).

Beim Mittagessen wird ein italienisches Buffet aufgebaut, bestehend aus verschiedenen Salaten, zwei Pasta, vieles mehr und Fisch, sowie Geflügel oder Fleisch. Dazu Auswahl aus verschiedenen Desserts und nach Wunsch Eiscremes sowie frische Früchte.

Am Nachmittag gibt es eine kleine Auswahl von Kuchen und dazu wird Kaffee oder Tee serviert.

Das Abendessen wird serviert und besteht aus einem Gemüse- und Salatbuffet und dann vier Gänge, Apéro z.B. Toast mit etwas belegt und kleine Beilage, dann werden 2 verschiedene Pasta serviert und anschliessend Fisch, Geflügel oder Fleisch mit einem Gemüse. Anschliessend gibt es einen Dessert oder auf Wunsch Eiscremes (haben wir meistens genommen, da die Eiscremes unwahrscheinlich gut waren).

Aus unserer Sicht war das Essen sehr gut, doch ist dies sicher Ansichtssache.

Gangehi ist eine AI Insel. Inbegriffen waren alle Getränke bis zu 30 Grad, d.h. Spirituosen wie Rum, Whisky, Gin etc. sowie Cocktails waren nicht inbegriffen, Ebenso Champagner nicht. Den Wein konnte man aussuchen (Flaschen), zu unserer Zeit hatte es drei Weissweine (aus Italien), ein Roséwein (aus Frankreich) und zwei Rotweine (aus Italien und Australien). Nach dem Essen konnte man an der Bar einen italienischen Espresso oder Capuccino trinken (im AI inbegriffen).

Schnorcheln
Michael geht Schnorcheln und war bereits beim Riff, welches er vom Strand her erreichen konnte hell begeistert. Es wurden aber täglich zwei Schnorchelausflüge mit dem Dhoni angeboten, welche zu unserer Zeit gratis und von einer Meeresbiologin begleitet wurden. Dies hat Michael sehr gerne benutzt und sah dabei ganz verschiedene wunderschöne Muscheln, Korallen. eine kleine Roche, Schildkröten und auch viele Fische, zum Teil grosse Schwärme.

Wir haben unsere Tage auf Gangehi sehr genossen und es war wunderschön, vom Bett aus direkt auf das Meer zu sehen, ohne dass man den Aufpreis für einen Wasserbungalow bezahlen musste. Wir würden jederzeit wieder nach Gangehi gehen, auch wegen des sehr freundlichen und zuvorkommenden Personals. Man muss einfach die Italiener akzeptieren, wie auch, dass die Animation italienisch geführt wird. Es handelt sich um eine Insel von Club Vacanzes. Uns hat dies nichts ausgemacht, weil wir abends gerne in unseren Bungalow gehen und nicht Unterhaltung suchen. Diese wurde aber jeden Abend angeboten. Auf Gangehi waren zu unserer zeit auch keine lauten Italiener und das Alter war sehr unterschiedlich. Uns hat es sehr gut gefallen.

Nächstes Mal sind wir im Mai auf Vilamendhoo für eine Woche.

Bei Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Marianne und Michael

seeturm@yahoo.de