Madoogali
 

Reisebericht – Madoogali
13. – 20. April 2008

INSEL:
Die Insel ist eine der kleineren Malediven-Inseln, das heißt: nicht überlaufen und maximal 100 bis 125 Gäste bei voller Auslastung.
Angenehm: Sandstrand rundherum, das heißt eine richtige Barfuss-Insel, man kann sie umrunden (ist vielen ja auch wichtig)
Das gesamte Zimmerkontingent auf Madoogali (53 Beachbungalows) wird von Skorpion Travel in Mailand vergeben. (auch wenn Gulet die Insel anbietet, sind 90 Prozent der Gäste Italiener)
Empfehlenswert: Bungalow Nummer 1-4 sind sehr nah am Restaurant, das heisst die wöchentliche Disco hört man bis ans Bett, wer schlafen will, sollte Nummern ab Nr. 10 nehmen. Bis Nummer 19 sind die Korallen und Steine am Strand, wer direkt vor seinem Bungi am Sandstrand liegen will, sollte ab Nr. 19 wählen. Nr. 45-53 haben auch nur einen schmalen Strand. Schattige Plätze unter Palmen findet man vor fast allen Bungis.

ZIMMER:
Die Bungalows sind schön geräumig und sehr sauber, es gibt hier so gut wie keine Moskitos, vom täglichen Sprühen merkt man so gut wie nix.
Leider kein maledivisches offenes Badezimmer, sonst alles „normal“: Mini-Bar, Ventilator, Klimaanlage mit Fernbedienung, kleine Terrasse.
(kein Flatscreen-TV oder Whirlpool im Badezimmer, eben normale Bungis, wie sie in den 90ern auf den gehobenen Malediven-Inseln gebaut wurden.)

Noch hat Madoogali keine Overwaterbungis, das heisst alle Zimmerkategorien sind gleich, und relativ leistbar... 2009 wird der 10 Jahresvertrag mit Skorpion Travel nur dann verlängert, wenn hier auch Overwater-Bungis gebaut werden. Das Hausriff wird in erster Linie darunter sehr leiden. (siehe Fesdu oder viele andere Inseln...) und teurer wird es vermutlich auch.
(Dann kommen auch Flat-TVs mit Satelliten Fernsehen, Jacuzzis, DVD Player,..etc)

ESSEN:
Das Frühstuck ist sehr bescheiden, anscheinend legen Italiener keinen grossen Wert auf Auswahl: Tee, Kaffee, ein paar Brötchen mit Marmeladen und Omeletts. Nur eine Obstsorte. Thats it!
Mittags dann Buffet.... mit Pizza, Pasta und gegrilltem Fisch. (eigentlich immer)
Abends: Mittwochs: Maledivian Buffet und Freitags: Italienisches Buffet. Sonst wird ein Menü serviert. Nachspeisen: Obst, Kekse und eine Torte.
Insgesamt ist zu sagen, dass das Essen, was den Fisch betrifft, ausgezeichnet ist. Die Buffetauswahl ist okay, hauptsächlich italienisch – aber Madoogali ist eben eine richtige Italienerinsel. Wer auf besondere kulinarische Genüsse wertlegt, der sollte besser nach Mirihi, Arthuruga oder Filitheo fahren!

 

TAUCHEN:
Das grösste Plus der Insel.
Die PADI Tauchbasis ist unter italienischer Leitung (wie könnte es anders sein).
Der Basisleiter Lele ist seit 20 Jahren (!) auf den Malediven und kennt die Tauchplätze  wie seine Westentasche. Das gesamte Team, Rossanna (seit 10 Jahren hier), Ennio, Piero und Georgio, ist sehr engagiert. Abends gehen sie von Tisch zu Tisch und stellen die Tauchplätze des nächsten Tages vor. (Ein paar englische Begriffe kann man sich schon zusammenreimen....:-)
Das Tauchen ist wie es sein soll: Briefing am Boot, Strömungscheck und Unterwasser ist das Ari-Atoll derzeit wohl das schönste, was die Malediven (noch) zu bieten haben.
Eine aktuelle Tauchsportaerztliche Untersuchung ist hier nicht nötig, (was uns sehr erstaunt hat, war bisher immer Pflicht)
Aber: eine 25 Dollar Tauchversicherung ist für jeden Pflicht!
Das Bootscrew macht hier echt alles: Anzug, Jacket, Flossen alles wird hier samt Kiste aufs Dhoni gebracht und zusammengebaut. Jeder bekommt Hilfe beim Anziehen, Reinspringen und nach dem Tauchgang nehmen sie einem die Ausrüstung bereits im Wasser ab, helfen beim Ausziehen und bieten Kokosnuss an (Tee und Snacks bei längeren Ausfahrten). Sie tragen alles an Land und waschen das Zeug auch noch für dich und hängen es zum Trocknen auf. Und das alles für 2 Dollar! (pro Tauchgang) .
Ein besseres Service haben wir noch auf keiner Insel erlebt!

HAUSRIFF:
Das Hausriff leidet immer noch an den Folgen von El Nino: Korallensterben, -Bleiche. Beim Schnorcheln sieht man hier nicht sehr viele bunte Korallen, Hausrifftauchen wird erst ab 5 Meter Tiefe bunt. Dann ist es aber ganz okay. (die meisten machen eh nur den Checkdive am Hausriff und fahren dann mit dem Boot mit)

SPA:
Klein, aber fein (es gibt das Beach- und das Madoogali Spa).
Aber bitte nicht mit einer Therme im Burgenland verwechseln. Beim Beach-Spa stehen zwei kleine Räume für Massagen zur Verfügung – und diese sind wirklich gut und aufgrund des Dollarkurses – für uns Europäer – auch relativ günstig. (50 Dollar für eine 50-Minuten-Ganzkörpermassage, also umgerechnet 38 Euro.)
Es stehen ca. 10 verschiedene Behandlungen zur Auswahl. (keine Beauty-Behandlungen)
Wer Wellness-Urlaub machen will, nimmt eine Insel mit grösserem SPA.

ANIMATION:
Als nicht Italiener fühlt man sich bei allen Aktivitäten (außer Tischtennis und Boccia, was man ja ganz gut auch zu zweit machen kann ;-) ) eher ausgeschlossen. Die italienischen Animateure sind nicht aufdringlich, aber sie sprechen auch nur Italienisch und ziehen ihr Programm durch.
Der Arzt auf der Insel hat eine tägliche Sprechstunde.
Die Rezeption ist 24 Stunden besetzt. (hier spricht man ganz gut Englisch)
Internet (wer es braucht) kostet 5 Dollar für 30 Minuten. (es gibt zwei Plätze)
Das Service-Personal ist freundlich: Jeder Einheimische, der auf Madoogali arbeiten möchte, muss vorher  einen Italienisch-Kurs absolvieren. Die Englisch-Kenntnisse sind also eher dürftig.

Madoogali ist also eine kleine Insel mit feinem Sandstrand „rundherum“. Der „Luxus-5-Sterne Boom“ der amerikanischen und arabischen Inselhotelbetreiber hat hier noch nicht Einzug gehalten, leider werden aber immer mehr Malediven-Inseln „umgebaut“ und für uns Touristen aufgerüstet. Die Natur leider darunter natürlich gewaltig. Die Riffe werden durch die Bauarbeiten schwer beschädigt und immer mehr Abfall und Bauschutt wird vor den Inseln ins Meer gekippt.

Wer eine kleinere, ursprüngliche Insel mit Italo-Flair sucht, der ist hier genau richtig.
Uns hat Madoogali ganz gut gefallen!
Marvin & Carola
Fragen beantworten wir gerne unter: bronco (at) chello.at


Nach fünf in den Jahren 1991, 93, 94, 04 und 05 immer Ende Februar / Anfang März mit meiner Frau (Nichtschwimmer) auf Madoogali verbrachten Urlauben eine klarerweise subjektive Beurteilung eines ruhesuchenden Schnorchlers:

Positiva:

  • Einzelbungalows am Inselrand in altem, dichten Bewuchs
  • Fast bis zum Ufer reichendes Hausriff
  • Insel nicht mit Schutzmauern eingemauert
  • Keine vor dem Strand auf- und abrasenden motorisierten Sport- und Vergnügungsfahrten (Wasserski, Banane etc.).
  • Keine Disco
  • Ausgezeichnetes Essen im italienischen Stil (natürlich mit viel Fisch)
  • Sehr guter Kaffee an der Bar
  • Getränke nicht teurer als auf einer Salzburger Skihütte
  • Sportarten kostenlos: Beachvolleyball, Bocchia, Riesenschach, etc.
  • Sportarten kostenpflichtig: Katamaransegeln, Windsurfen, Kanu, etc.
  • Schnorchelausflüge, diverse Tauchausflüge, Hochseefischen, etc.

Negativa:

  • Alle Informationen auf Italienisch, Englisch und Französisch.(auch die in den Bungalows schriftlich aufliegenden Infos)
  • Infos auf Deutsch nur, falls ein österreichischer oder schweizer Tauchlehrer vorhanden.
  • Einige der jungen Animateure sind zwar sehr bemüht, die Sprachkenntnisse jedoch nicht ausreichend.
  • Kanuverleih bei so gut wie jedem Wasserstand (aus kommerziellen Gründen???), dadurch fahren unbelehrte oder nicht belehrbare Gäste wie die Verrückten über die Korallen.
  • Teilweise störender Lärm durch Arbeiten wie sägen, hobeln und hämmern. Gegen unbedingt notwendige Reparaturen ist ja nichts zu machen, aber Neuerrichtungen oder Erweiterungen sollten nicht gerade in der besten Saison erfolgen.(früher war die Insel jedes Jahr -auch dafür - zeitweilig geschlossen)
  • Leider wird heute auch im nichtzugängigen Gelände zwischen den Pflanzen das abgestorbene Laub, welches ja der einzige Dünger für die Vegetation ist, ausgekehrt und entsorgt.

Allgemeines:

Keine sichtbaren Auswirkungen des Tsunami.

Durch das Korallensterben im Jahr 1998 sind im Riff natürlich Schäden entstanden, viele Korallen wachsen jedoch bereits wieder. Durch das veränderte Futterangebot - auf den toten Korallen wachsen im Gegensatz zu früher bereits Algen - wurden auch andere Fischarten angelockt. Es ist, im Gegensatz zur Zeit Anfang 90, jetzt sehr viel Plankton im Wasser, was die Sichtweite vor allem bei hohem Sonnenstand schon behindert. Dafür gibt es aber viele Schwärme an buntesten Kleinfischen.

Trotz der obgenannten Negativa hat es uns wieder sehr gut gefallen und wir werden, so es uns möglich ist, sicher wiederkommen.

Kontakt bei Bedarf: herbert.hofhans@utanet.at

 


 

Meine Frau und ich sind langjährige Malediven-Fans und waren im Feber 2000erstmalig auf Madoogali im Ari-Atoll. Anreise mit Wasserflugzeug. Freundlichster Empfang, sofort wird ein Mittagessen und Begrüßungscocktail serviert. Zimmer sehr geräumig und schön, Strand ein Traum, nur bei einigen Zimmern steinig (beste Lage 37-43). Das Hausriff beginnte etwa ab 10 m, nach etwa 100m ist man an der Außenseite angelangt. Sehr fischreich, wir sahen Thunfischschwärme, Delphine, Adlerrochen, Mantas und auch Haie ( in der Abenddämmerung kamen einmal 3 Stück mit etwa 1.5-2m bis an ins knietiefe Wasser, darüber habe ich einen Videofilm!) Die Insel steht unter italienischer Führung und das Publikum besteht etwa aus 90% Italiener , Rest Deutsche, Österreicher und Franzosen. Das Essen ist immer italienisch und meist in Büffet und mehr als genug. Abends ist immer eine Vorstellung, wobei alle Angestellten als Künstler agieren. Die ganze Anlage ist blitzsauber und das Service ist hervorragend. Eine Insel, die wir nur bestens weiterempfehlen können.Wir haben bereits wieder für Feber 2001 14d gebucht.