Medhufushi Reiseberichte
Medhufushi Medhufushi Medhufushi

Reisebericht Medhufushi, vom 18.04 bis 03.05 2015

Zuerst wollten wir gar keinen Reisebericht schreiben, es ist unser 3. Aufenthalt dort und im Prinzip hat sich nicht so sehr viel geändert. Unseren letzten Reisebericht zu Medhufushi haben wir nun einfach kopiert und entsprechend der (teils subjektiven) Aktualität angepasst.

Es gibt bei den Fluggesellschaften wohl immer wieder schlaue Leute, die es schaffen, alles noch ein bisschen billiger zu machen, obwohl man selbst glaubt, einfacher geht es eigentlich nimmer. Das ohnehin sehr einfache Besteck in der Holzklasse von Condor ist jetzt in appetitanregenden mausgrau, die Servietten haben die Konsistenz und Größe von 2 Blättern einlagigem Klopapier. Auf dem Hinflug brauchte man eine Flex um das Laugenbrötchen wenigstens einigermaßen auseinander zu kriegen. Der Rückflug toppte dies noch mit verschimmeltem Brot und lauwarmen Nudelgericht. Den ersten 2 oder 3 reklamierenden Fluggästen konnte man das Brot noch umtauschen, als es immer mehr wurden war dies gar nicht mehr so einfach. Nach einer aktuellen Kundenbefragung soll ja Condor die beliebteste Airline der Deutschen sein (nach Preis- Leistungsverhältnis), vielleicht haben wir uns die Vorkommnisse also nur eingebildet. Naja, für die insgesamt nur rd. 20 Stunden für Hin- und Rückflug nonstop kann man ja einiges über sich ergehen lassen, das meiste an Verpflegung nehmen wir ohnehin schon seit Jahren selber mit.

Beim Landeanflug sahen wir, dass die Lagune zwischen Hulhulmale und Club Faru und sogar darüber hinaus mittlerweile vollständig aufgefüllt ist. Da ist eine Menge Landmasse dazugekommen, die wohl bald bebaut werden wird.

Vom „Aufschlagen“ des großen Fliegers in Hulule bis zur Ankunft am Wasserflieger-Terminal vergingen gerade mal 45 Minuten, das muss Weltrekord gewesen sein! Leider vergingen noch ca. 2 Stunden Wartezeit und dann ging es über Hakuraa nach Medhufushi. Der Wasserflieger legt direkt am Steg der Insel an, von dort aus sind es nur wenige Schritte bis zur Bar (die auf Stelzen über dem Meer gebaut wurde), wo wir von einer Betreuerin an einen Tisch gebeten wurden. Nach kurzer Einweisung wurden wir auf unser Zimmer geführt. Das Gepäck war fast zeitgleich ins Zimmer gebracht worden.

Medhufushi ist ca. 900 Meter lang und ca. 100 Meter breit, wunderschön mit sehr vielen hohen Palmen und anderem Grünzeugs bewachsen. Vom Meer aus sind keine Landbungis zu sehen, bzw. lässt sich nur ab und an einer erahnen. Die Insel hat kein eigenes Hausriff, und die Lagune ist auf der Ostseite - die stellenweise mit Seegras bewachsen ist - an vielen Stellen sehr flach. Die Westseite hat meist den breiteren Strand, jedoch an vielen Stellen (zwischen Resti und Wasserbungis) ist eine kleinere Abbruchkante von bis ca. 0,5 Meter sichtbar. Es existieren keine Wellenbrecher oder sonstige Befestigungen auf der Insel, der Strand geht - mit Ausnahme der ersten Bungis von Rezeption Richtung Wasserbungis an der Ostseite - rundum, an manchen Stellen etwas grobkörnig. Es gibt nur einen Weg in der Mitte der Insel, links und rechts davon verschiedene Kategorien von palmenblattgedeckten Bungis. Weiterhin gibt es 2 Honeymoon-Watervillas in der Lagune der Ostseite, die nur mit einem Boot erreichbar sind, der eigens dafür vorhandene Steg ist auf Rezeptionshöhe. An der Nordspitze der Insel - mit Blick auf eine Einheimischeninsel - befindet sich der Staffbereich, die letzten Bungis vor dem Staffbereich waren durch Management und Tauchschulenmitarbeiter belegt. So fielen schon die ersten ca. 200 Meter der doch recht großen Insel weg und durch die fast mittige Anordnung von Resti, Bar, Rezeption, Muckibude, Tauchschule, Sportcenter usw. waren die Wege am Land dorthin längstens etwa nur 300 Meter. An der Südspitze der Insel befinden sich die Wasserhütten und das SPA. Die Bar, das Resti, die Tauchschule und der Pool befinden sich an der Westseite. Das Resti (mittlerweile überall Nichtraucher) ist außen herum mit schmalem Holzboden, der Rest ist Sand. Medhufushi ist im Prinzip eine feinere und sehr legere Barfußinsel! Das Publikum ist mittlerweile (oder nur zu unserem Aufenthalt?) in der Hauptsache asiatisch. Leider die meisten davon von der Sorte, die man nicht am Nebentisch beim Essen haben möchte oder denen man nicht so gerne beim „Fressen“ - auch aus größerem Abstand - zuschauen möchte. Das in allen Facetten: von der „Riechprobe“ am Buffet (und anschließend wieder in den Topf schmeißen), teils für europäische Verhältnisse fehlende allgemeine Manieren oder auch fehlende selbstverständliche Bekleidung in einem Resti, laute Unterhaltungen über mehrere Tische hinweg. An schmatzen, rülpsen, „auf den Teller spucken“ usw. haben wir uns ja schon fast gewöhnt. Das alles zieht mittlerweile das allgemeine Niveau der Insel schon ein bisschen nach unten.

Wir hatten eine sogenannte Beachvilla gebucht, die sind zum Strand hin freistehend, mit Palmblätterdach, die Seite zum Inselinnern in U-Form an der Dusche mit einer anderen Villa „zusammengewachsen“. Die Villas sind nett mit massiven Holzmöbeln eingerichtet, im Innern und ohne Bad etwa 30 Quadratmeter groß mit großem Bett einschließlich Moskitonetz, E-Safe (kostenlos), Minibar, Schrank, Kommode, Sessel, Stuhl, Wasserkocher (ein Liter Trinkwasser/Tag kostenfrei), Fön, TV (keine deutsche Welle). Es gibt auf dem Papier auch WLAN auf jedem Zimmer, Kostenpunkt 100 $ (oder waren es 120 $?) die Woche, alternativ auch zeitlich begrenzter Zugang z.B. für 5 $/Stunde. Die Front zu Meer/Terrasse hin besteht aus insgesamt 3 Glastüren, weiterhin gibt es 4 kleinere Fenster. Das halboffene Bad hat 2 Waschbecken, das WC ist durch einen extra kleinen Raum mit Tür abgetrennt. Zur Dusche muss man 2 Stufen hinab über einen kleinen Holzsteg gehen, die Dusche steht im Freien, rund gemauert mit einem extra Palmblätterdach, sieht einfach sauschön aus. Im Badezimmer steht auch ein Holzgestell zum Aufhängen der Badesachen. Standardmäßig hängen dort auch zusätzlich 2 große Strandhandtücher, bei Bedarf auch mehr. Was uns schon beim ersten und auch zweiten Besuch dieser Insel beeindruckte, ist die Terrasse der Beachvillen. Sie ist auch etwa 30 Quadratmeter groß, aus Holz und fast vollständig überdacht. Ausgestattet mit 2 bequemen Stühlen mit Auflagen, einem Tisch und einer Schaukel. Vor der überdachten Terrasse befinden sich 2 Holzliegen mit Auflagen. Plastikmöbel oder -Liegen gibt es keine. Der Blick von der Terrasse zum Meer ist nicht ganz frei, alles schön grün bewachsen, bis zum Strand sind es wenige Meter. Links und rechts der Terrasse ist auch alles ausreichend begrünt, man sieht nichts oder sehr wenig von der Nachbarterrasse (Achtung: gilt nur für Beachvillen!!). Kurzum, die Beachvillen sind mit allem ausgestattet, was benötigt wird und schön noch dazu, lediglich könnten ein paar mehr Ablagemöglichkeiten im Innern der Villen vorhanden sein. Durch die Nähe zu Einheimischeninseln ist zur Gebetszeit ab und an der Muezzin zu hören.

Bei den Beachvilla-Suiten gibt es zwar 2 Terrassen (für 2 Parteien), die sind zum Meer hin aber nur ca. 1 Meter überdacht und haben keinen Sichtschutz untereinander. Der größere überdachte Teil der Terrasse ist zwischen den Bungis, und den muss man sich mit dem Bunginachbarn teilen. Die Familienvillas bestehen aus 2 Bungis mit einer vollständig überdachten Riesenterasse.

Es kam mit dem Wechsel des Windes auf westliche Richtungen, auf der gesamten Westseite der Insel zu Seegrasanschwemmungen. Das wurde zwar ständig versucht, zu entfernen, es sieht aber trotzdem - gerade bei etwas stärkerem Wind - richtig scheiße aus. Wenn wir derzeit eine Empfehlung zur Bungilage abgeben müssten, würden wir die Ostseite zwischen Rezeption und Staff nehmen.

Das Hauptresti hat direkten Blick zum Meer/Pool und was es dort zu futtern gab, war von der Auswahl am Abend mehr als reichlich, jedoch durch die hohe Anzahl der asiatischen Gäste auch halt sehr asiatisch und auch eher Fisch-lastig geprägt. Alles in Buffetform und neben dem „normalen“ Buffet gab es zusätzlich jeweils eine Station mit Pasta, Sushi, Obst (frisch nach Wunsch zugeschnitten/geschält) sowie (aber nur beim Dinner) eine Station mit großer Auswahl asiatischer Currygerichte, alles frisch zubereitet, und Käsetheke. Obligatorisch beim Dinner und Lunch eine Station mit großer Auswahl von Brötchen/Brot, Vorspeise und Nachspeise. Wer am Buffet allerdings nach Pommes sucht, wird enttäuscht werden. Das Mittagessen war deutlich reduzierter.

Beim letzten Aufenthalt auf Medhufushi war auch Kaffee (auch Cappuccino und Espresso) im Resti eingenommen in der Verpflegungsleistung enthalten, ob das heute noch so ist wissen wir nicht. Durch das Verhalten bzw. „Gewohnheiten“ der bestimmten Sorte Reisgesichter war unsere Aufenthaltsdauer im Resti auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt, und wir nahmen unseren obligatorischen „nach-dem-Essen-Genuss“ lieber in der gemütlichen Bar ein.

Auch beim Frühstück gibt es reichlich Auswahl, wer da nichts findet, dem ist nicht zu helfen. Im Resti gibt es freie Platzwahl, der Kellner ist wohl wechselnd oder auch nicht, so richtig konnten wir das nicht ausmachen. Je nach dem welcher Kellner bediente, ist der Service meist sehr gut oder auch einfach sehr schlecht gewesen.

Zur Preisorientierung: Trinkwasser gibt es in 1-Liter-Glasflaschen für 3,50 $, Softdrinks 5,25 $, Presso 4,50 $, Cappu 5,50 $. 1 Glas für unsere Geschmacksnerven nicht so trinkbarer Rotwein 6,50 $, wir sind schnell auf Flaschenweine umgestiegen, da gibt es trinkbare ab ca. 40–45 $ die Flasche. Alles jeweils zzgl. 10 % Servicecharge plus z. Z. 12 % GST.

Die Bar ist auf Stelzen in die Lagune gebaut und in mehrere Teile unterteilt, dort gibt es auch ein á-la Carte-Resti mit Snacks und vollwertigen Gerichten. Da wir Vollpension hatten, haben wir dies nie genutzt und deshalb können wir auch zu der Qualität der Speisen nichts sagen. Weiterhin gibt es in der Bar noch eine Bibliothek und eine Möglichkeit zum Billard spielen. Die Touribespaßung in der Bar fängt gegen 21 Uhr an, ab und an war sie auch am Pool.

Zu Pool, Spa, Wassersportcenter und Muckibude können wir nichts sagen, außer dass der Pool wirklich schön aussieht. Eine Tischtennisplatte und Volleyballplatz gibt es auch.

Da Medhufushi kein eigenes Hausriff hat, wird 2 x am Tag eine Boostsfahrt für Schnorchler angeboten.

Da nur einer von uns taucht, kommt bei diesem Thema die „Ich-Form“. Das Gerödel muss man vor dem Tauchen selbst vom Trockenraum in einem Korb auf ein Wägelchen stellen. Blei muss vom Taucher selbst auf das Boot hin- und zurück getragen werden. Auch das auswaschen und wegstellen der Ausrüstung nach dem Tauchen ist Tauchersache. Das ist im Vergleich zu anderen Malediventauchbasen in dieser Hotelkategorie vielleicht nicht mehr so ganz zeitgemäß, aber sonst ist die Organisation der Taucherei typisch Lau, einfach und gut. Die Flaschen immer gut gefüllt, es fährt allerdings auf Grund der mittlerweile relativ überschaubaren Anzahl der Taucher nur noch 1 Boot. Auch wenn mal nur 1 Taucher auf dem Boot ist, es wird gefahren. Es wird vor dem Tauchen eine Flasche Trinkwasser (0,5 Ltr.) gereicht, nach dem Tauchen Kaffee, Tee oder ein Softdrink. Handtücher gibt es auf dem Boot. Die Tauchplätze im Innenatoll sind von der Strömung her im Prinzip anfängergeeignet, allerdings - wenn man es möchte - teilweise auch ziemlich tief. Die Hartkorallen im Innern des Meemuatolls sind erstaunlich gut erholt, ich behaupte es sind die intaktesten Hartkorallenbestände von all den Atollen, in denen ich bisher auf den Malediven (nach der Korallenbleiche) tauchen war. Leider ist die Fischvielfalt im Innenatoll immer noch wenig bis manchmal schon langweilig. Im Atollinneren habe ich so gut wie keine Muränen gesehen, Schwarmfisch auch nicht unbedingt reichlich. An den in der normalen Tour erreichbaren Kanaltauchplätzen (alle um den Kanal bei Muli) habe ich bei jedem Tauchgang, Haie, Rochen, Adlerrochen, Napoleons, Schildkröten usw. gesehen. Ich war diesmal nicht an die Kanäle an der Westseite tauchen gewesen, welche nur als Tagesausflug erreichbar sind. Jedoch sah ich auf dem Rückflug ein Video von Tauchern die dort gewesen sind, genauso wie vor 5 Jahren gibt es dort immer noch Grauhaie in sehr reichlicher Anzahl, wie man sie selten in so einer Konzentration sehen kann.

Zusammengenommen hat das Tauchen sehr viel Spaß gemacht und für mich ist und bleibt der Lau eine der bestorganisierten Basen auf den Malediven!

Fazit:
Medhufushi ist eine komfortable und trotz fehlendem Hausriff und der Inselgröße eine empfehlenswerte Insel für Leute, die in schattiger Vegetation, auf einer gepflegten und legeren Insel mit Anspruch und meist gutem Service, mit reichlicher Essensauswahl und gut ausgestatteten Bungis, einen ruhigen und angenehmen Urlaub verbringen wollen. Dies mit der Einschränkung, dass man sich mit dem Verhalten und den Gewohnheiten so mancher chinesischen Inselgäste im Resti arrangieren muss. Man sollte sich nicht von den meist vergebenen 5 Katalogsternen blenden lassen, die Insel ist subjektiv gesehen nach maledivischen Maßstäben auf gehobenem 4 * Niveau!

Reisebericht Medhufushi, vom 18.04 bis 03.05 2015

Zuerst wollten wir gar keinen Reisebericht schreiben, es ist unser 3. Aufenthalt dort und im Prinzip hat sich nicht so sehr viel geändert. Unseren letzten Reisebericht zu Medhufushi haben wir nun einfach kopiert und entsprechend der (teils subjektiven) Aktualität angepasst.

Es gibt bei den Fluggesellschaften wohl immer wieder schlaue Leute, die es schaffen, alles noch ein bisschen billiger zu machen, obwohl man selbst glaubt, einfacher geht es eigentlich nimmer. Das ohnehin sehr einfache Besteck in der Holzklasse von Condor ist jetzt in appetitanregenden mausgrau, die Servietten haben die Konsistenz und Größe von 2 Blättern einlagigem Klopapier. Auf dem Hinflug brauchte man eine Flex um das Laugenbrötchen wenigstens einigermaßen auseinander zu kriegen. Der Rückflug toppte dies noch mit verschimmeltem Brot und lauwarmen Nudelgericht. Den ersten 2 oder 3 reklamierenden Fluggästen konnte man das Brot noch umtauschen, als es immer mehr wurden war dies gar nicht mehr so einfach. Nach einer aktuellen Kundenbefragung soll ja Condor die beliebteste Airline der Deutschen sein (nach Preis- Leistungsverhältnis), vielleicht haben wir uns die Vorkommnisse also nur eingebildet. Naja, für die insgesamt nur rd. 20 Stunden für Hin- und Rückflug nonstop kann man ja einiges über sich ergehen lassen, das meiste an Verpflegung nehmen wir ohnehin schon seit Jahren selber mit.

Beim Landeanflug sahen wir, dass die Lagune zwischen Hulhulmale und Club Faru und sogar darüber hinaus mittlerweile vollständig aufgefüllt ist. Da ist eine Menge Landmasse dazugekommen, die wohl bald bebaut werden wird.

Vom „Aufschlagen“ des großen Fliegers in Hulule bis zur Ankunft am Wasserflieger-Terminal vergingen gerade mal 45 Minuten, das muss Weltrekord gewesen sein! Leider vergingen noch ca. 2 Stunden Wartezeit und dann ging es über Hakuraa nach Medhufushi. Der Wasserflieger legt direkt am Steg der Insel an, von dort aus sind es nur wenige Schritte bis zur Bar (die auf Stelzen über dem Meer gebaut wurde), wo wir von einer Betreuerin an einen Tisch gebeten wurden. Nach kurzer Einweisung wurden wir auf unser Zimmer geführt. Das Gepäck war fast zeitgleich ins Zimmer gebracht worden.

Medhufushi ist ca. 900 Meter lang und ca. 100 Meter breit, wunderschön mit sehr vielen hohen Palmen und anderem Grünzeugs bewachsen. Vom Meer aus sind keine Landbungis zu sehen, bzw. lässt sich nur ab und an einer erahnen. Die Insel hat kein eigenes Hausriff, und die Lagune ist auf der Ostseite - die stellenweise mit Seegras bewachsen ist - an vielen Stellen sehr flach. Die Westseite hat meist den breiteren Strand, jedoch an vielen Stellen (zwischen Resti und Wasserbungis) ist eine kleinere Abbruchkante von bis ca. 0,5 Meter sichtbar. Es existieren keine Wellenbrecher oder sonstige Befestigungen auf der Insel, der Strand geht - mit Ausnahme der ersten Bungis von Rezeption Richtung Wasserbungis an der Ostseite - rundum, an manchen Stellen etwas grobkörnig. Es gibt nur einen Weg in der Mitte der Insel, links und rechts davon verschiedene Kategorien von palmenblattgedeckten Bungis. Weiterhin gibt es 2 Honeymoon-Watervillas in der Lagune der Ostseite, die nur mit einem Boot erreichbar sind, der eigens dafür vorhandene Steg ist auf Rezeptionshöhe. An der Nordspitze der Insel - mit Blick auf eine Einheimischeninsel - befindet sich der Staffbereich, die letzten Bungis vor dem Staffbereich waren durch Management und Tauchschulenmitarbeiter belegt. So fielen schon die ersten ca. 200 Meter der doch recht großen Insel weg und durch die fast mittige Anordnung von Resti, Bar, Rezeption, Muckibude, Tauchschule, Sportcenter usw. waren die Wege am Land dorthin längstens etwa nur 300 Meter. An der Südspitze der Insel befinden sich die Wasserhütten und das SPA. Die Bar, das Resti, die Tauchschule und der Pool befinden sich an der Westseite. Das Resti (mittlerweile überall Nichtraucher) ist außen herum mit schmalem Holzboden, der Rest ist Sand. Medhufushi ist im Prinzip eine feinere und sehr legere Barfußinsel! Das Publikum ist mittlerweile (oder nur zu unserem Aufenthalt?) in der Hauptsache asiatisch. Leider die meisten davon von der Sorte, die man nicht am Nebentisch beim Essen haben möchte oder denen man nicht so gerne beim „Fressen“ - auch aus größerem Abstand - zuschauen möchte. Das in allen Facetten: von der „Riechprobe“ am Buffet (und anschließend wieder in den Topf schmeißen), teils für europäische Verhältnisse fehlende allgemeine Manieren oder auch fehlende selbstverständliche Bekleidung in einem Resti, laute Unterhaltungen über mehrere Tische hinweg. An schmatzen, rülpsen, „auf den Teller spucken“ usw. haben wir uns ja schon fast gewöhnt. Das alles zieht mittlerweile das allgemeine Niveau der Insel schon ein bisschen nach unten.

Wir hatten eine sogenannte Beachvilla gebucht, die sind zum Strand hin freistehend, mit Palmblätterdach, die Seite zum Inselinnern in U-Form an der Dusche mit einer anderen Villa „zusammengewachsen“. Die Villas sind nett mit massiven Holzmöbeln eingerichtet, im Innern und ohne Bad etwa 30 Quadratmeter groß mit großem Bett einschließlich Moskitonetz, E-Safe (kostenlos), Minibar, Schrank, Kommode, Sessel, Stuhl, Wasserkocher (ein Liter Trinkwasser/Tag kostenfrei), Fön, TV (keine deutsche Welle). Es gibt auf dem Papier auch WLAN auf jedem Zimmer, Kostenpunkt 100 $ (oder waren es 120 $?) die Woche, alternativ auch zeitlich begrenzter Zugang z.B. für 5 $/Stunde. Die Front zu Meer/Terrasse hin besteht aus insgesamt 3 Glastüren, weiterhin gibt es 4 kleinere Fenster. Das halboffene Bad hat 2 Waschbecken, das WC ist durch einen extra kleinen Raum mit Tür abgetrennt. Zur Dusche muss man 2 Stufen hinab über einen kleinen Holzsteg gehen, die Dusche steht im Freien, rund gemauert mit einem extra Palmblätterdach, sieht einfach sauschön aus. Im Badezimmer steht auch ein Holzgestell zum Aufhängen der Badesachen. Standardmäßig hängen dort auch zusätzlich 2 große Strandhandtücher, bei Bedarf auch mehr. Was uns schon beim ersten und auch zweiten Besuch dieser Insel beeindruckte, ist die Terrasse der Beachvillen. Sie ist auch etwa 30 Quadratmeter groß, aus Holz und fast vollständig überdacht. Ausgestattet mit 2 bequemen Stühlen mit Auflagen, einem Tisch und einer Schaukel. Vor der überdachten Terrasse befinden sich 2 Holzliegen mit Auflagen. Plastikmöbel oder -Liegen gibt es keine. Der Blick von der Terrasse zum Meer ist nicht ganz frei, alles schön grün bewachsen, bis zum Strand sind es wenige Meter. Links und rechts der Terrasse ist auch alles ausreichend begrünt, man sieht nichts oder sehr wenig von der Nachbarterrasse (Achtung: gilt nur für Beachvillen!!). Kurzum, die Beachvillen sind mit allem ausgestattet, was benötigt wird und schön noch dazu, lediglich könnten ein paar mehr Ablagemöglichkeiten im Innern der Villen vorhanden sein. Durch die Nähe zu Einheimischeninseln ist zur Gebetszeit ab und an der Muezzin zu hören.

Bei den Beachvilla-Suiten gibt es zwar 2 Terrassen (für 2 Parteien), die sind zum Meer hin aber nur ca. 1 Meter überdacht und haben keinen Sichtschutz untereinander. Der größere überdachte Teil der Terrasse ist zwischen den Bungis, und den muss man sich mit dem Bunginachbarn teilen. Die Familienvillas bestehen aus 2 Bungis mit einer vollständig überdachten Riesenterasse.

Es kam mit dem Wechsel des Windes auf westliche Richtungen, auf der gesamten Westseite der Insel zu Seegrasanschwemmungen. Das wurde zwar ständig versucht, zu entfernen, es sieht aber trotzdem - gerade bei etwas stärkerem Wind - richtig scheiße aus. Wenn wir derzeit eine Empfehlung zur Bungilage abgeben müssten, würden wir die Ostseite zwischen Rezeption und Staff nehmen.

Das Hauptresti hat direkten Blick zum Meer/Pool und was es dort zu futtern gab, war von der Auswahl am Abend mehr als reichlich, jedoch durch die hohe Anzahl der asiatischen Gäste auch halt sehr asiatisch und auch eher Fisch-lastig geprägt. Alles in Buffetform und neben dem „normalen“ Buffet gab es zusätzlich jeweils eine Station mit Pasta, Sushi, Obst (frisch nach Wunsch zugeschnitten/geschält) sowie (aber nur beim Dinner) eine Station mit großer Auswahl asiatischer Currygerichte, alles frisch zubereitet, und Käsetheke. Obligatorisch beim Dinner und Lunch eine Station mit großer Auswahl von Brötchen/Brot, Vorspeise und Nachspeise. Wer am Buffet allerdings nach Pommes sucht, wird enttäuscht werden. Das Mittagessen war deutlich reduzierter.

Beim letzten Aufenthalt auf Medhufushi war auch Kaffee (auch Cappuccino und Espresso) im Resti eingenommen in der Verpflegungsleistung enthalten, ob das heute noch so ist wissen wir nicht. Durch das Verhalten bzw. „Gewohnheiten“ der bestimmten Sorte Reisgesichter war unsere Aufenthaltsdauer im Resti auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt, und wir nahmen unseren obligatorischen „nach-dem-Essen-Genuss“ lieber in der gemütlichen Bar ein.

Auch beim Frühstück gibt es reichlich Auswahl, wer da nichts findet, dem ist nicht zu helfen. Im Resti gibt es freie Platzwahl, der Kellner ist wohl wechselnd oder auch nicht, so richtig konnten wir das nicht ausmachen. Je nach dem welcher Kellner bediente, ist der Service meist sehr gut oder auch einfach sehr schlecht gewesen.

Zur Preisorientierung: Trinkwasser gibt es in 1-Liter-Glasflaschen für 3,50 $, Softdrinks 5,25 $, Presso 4,50 $, Cappu 5,50 $. 1 Glas für unsere Geschmacksnerven nicht so trinkbarer Rotwein 6,50 $, wir sind schnell auf Flaschenweine umgestiegen, da gibt es trinkbare ab ca. 40–45 $ die Flasche. Alles jeweils zzgl. 10 % Servicecharge plus z. Z. 12 % GST.

Die Bar ist auf Stelzen in die Lagune gebaut und in mehrere Teile unterteilt, dort gibt es auch ein á-la Carte-Resti mit Snacks und vollwertigen Gerichten. Da wir Vollpension hatten, haben wir dies nie genutzt und deshalb können wir auch zu der Qualität der Speisen nichts sagen. Weiterhin gibt es in der Bar noch eine Bibliothek und eine Möglichkeit zum Billard spielen. Die Touribespaßung in der Bar fängt gegen 21 Uhr an, ab und an war sie auch am Pool.

Zu Pool, Spa, Wassersportcenter und Muckibude können wir nichts sagen, außer dass der Pool wirklich schön aussieht. Eine Tischtennisplatte und Volleyballplatz gibt es auch.

Da Medhufushi kein eigenes Hausriff hat, wird 2 x am Tag eine Boostsfahrt für Schnorchler angeboten.

Da nur einer von uns taucht, kommt bei diesem Thema die „Ich-Form“. Das Gerödel muss man vor dem Tauchen selbst vom Trockenraum in einem Korb auf ein Wägelchen stellen. Blei muss vom Taucher selbst auf das Boot hin- und zurück getragen werden. Auch das auswaschen und wegstellen der Ausrüstung nach dem Tauchen ist Tauchersache. Das ist im Vergleich zu anderen Malediventauchbasen in dieser Hotelkategorie vielleicht nicht mehr so ganz zeitgemäß, aber sonst ist die Organisation der Taucherei typisch Lau, einfach und gut. Die Flaschen immer gut gefüllt, es fährt allerdings auf Grund der mittlerweile relativ überschaubaren Anzahl der Taucher nur noch 1 Boot. Auch wenn mal nur 1 Taucher auf dem Boot ist, es wird gefahren. Es wird vor dem Tauchen eine Flasche Trinkwasser (0,5 Ltr.) gereicht, nach dem Tauchen Kaffee, Tee oder ein Softdrink. Handtücher gibt es auf dem Boot. Die Tauchplätze im Innenatoll sind von der Strömung her im Prinzip anfängergeeignet, allerdings - wenn man es möchte - teilweise auch ziemlich tief. Die Hartkorallen im Innern des Meemuatolls sind erstaunlich gut erholt, ich behaupte es sind die intaktesten Hartkorallenbestände von all den Atollen, in denen ich bisher auf den Malediven (nach der Korallenbleiche) tauchen war. Leider ist die Fischvielfalt im Innenatoll immer noch wenig bis manchmal schon langweilig. Im Atollinneren habe ich so gut wie keine Muränen gesehen, Schwarmfisch auch nicht unbedingt reichlich. An den in der normalen Tour erreichbaren Kanaltauchplätzen (alle um den Kanal bei Muli) habe ich bei jedem Tauchgang, Haie, Rochen, Adlerrochen, Napoleons, Schildkröten usw. gesehen. Ich war diesmal nicht an die Kanäle an der Westseite tauchen gewesen, welche nur als Tagesausflug erreichbar sind. Jedoch sah ich auf dem Rückflug ein Video von Tauchern die dort gewesen sind, genauso wie vor 5 Jahren gibt es dort immer noch Grauhaie in sehr reichlicher Anzahl, wie man sie selten in so einer Konzentration sehen kann. Zusammengenommen hat das Tauchen sehr viel Spaß gemacht und für mich ist und bleibt der Lau eine der bestorganisierten Basen auf den Malediven!

Fazit:
Medhufushi ist eine komfortable und trotz fehlendem Hausriff und der Inselgröße eine empfehlenswerte Insel für Leute, die in schattiger Vegetation, auf einer gepflegten und legeren Insel mit Anspruch und meist gutem Service, mit reichlicher Essensauswahl und gut ausgestatteten Bungis, einen ruhigen und angenehmen Urlaub verbringen wollen. Dies mit der Einschränkung, dass man sich mit dem Verhalten und den Gewohnheiten so mancher chinesischen Inselgäste im Resti arrangieren muss. Man sollte sich nicht von den meist vergebenen 5 Katalogsternen blenden lassen, die Insel ist subjektiv gesehen nach maledivischen Maßstäben auf gehobenem 4 * Niveau!

Reisezeitraum 17.06. bis 02.07.2012

Nun schon unser 11. Maledivenurlaub, zum 4. Mal auf Medhufushi.

Anreise :

Oman Air- sehr empfehlenswert. Guter Service, enorme Sitzabstaende in der ECO und kurze Wege beim Transfer in Muscat.

Die Insel

Alles bekannt, die Zimmer immer noch in einem sehr guten Zustand, sehr schoene Ausstattung. Wir bevorzugen die Zimmer auf der dem Pool abgewandten Seite, dort is es sehr viel ruhiger. Auf der Poolseite starten und landen die Flieger von MAT. Das Seegras ist immer noch da, man bemueht sich redlich es vom Strand wegzuraeumen, aber das ist ein verlorener Krieg.

Das Essen und Trinken

Die Qualitaet der Speisen ist klasse. Die Auswahl hat aber im Vergleich zu vorherigen Aufenthalten doch stark gelitten. Ob das nur daran lag, das die Insel nur zur Haelfte belegt war ?? Wasser wird in unversiegelten Kippverschlussflaschen verkauft. Auf Nachfrage haben wir erfahren, dass es gefiltertes Wasser aus der Inselquelle sei. Man kann aber fuer deutlich mehr Geld auch importiertes Mineralwassser bekommen.

Das Tauchen

Neben dem Essen DER Grund, nach Medhusfushi zu kommen. Sehr gut organisierte Tauchbasis, excellente Dive Sites und nettes Personal ( Unsere besonderen Gruesse an Baz, yes we know you are French ).

Der Service

Ist mittlerweile eine Katastrofe. Leider in allen allen Belangen : Der Kellner im Retaurant kommt, oder auch nicht. Originalzitat : “ You are not allowed to sit here “, obwohl angeblich freie Tischwahl herrscht. Der Roomboy kommt zwar taeglich, es ist immer wieder eine spannende Loterie, wann. Dass dann trotzdem leere Colaflaschen eine Woche auf dem Fussboden rumliegen, tote Ameisen im Bad mindestens so lange ausharren und die Toilette waehrend eines 2 Wochen Aufnthaltes gar nicht geputzt warden, ist einer 5 Sterne Insel unwuerdig.

3 Tage vo Abflug rief uns die Rezeption mit der Information an, dass wir heute noch das Zimmer tauschen muessten, da ab morgen vor unserem Zimmer Strandarbeiten begaennen. Nein, ein neues Zimmer ist noch nicht fertug ( halb belegte Insel) aber wir sollten schon mal packen, den wenn Sie wisssen, welches Zimmer fertig wird, muesse es schnell gehen.

Die Nebenkosten

Sehr gestiegen. Wer auch im Urlaub zeitweise arbeiten muss, sollte sich auf Internet Gebuehren von ueber 100 Euro pro Woche einstellen. Unbedingt die Rechnungen in der Bar und auch beim Abflug an der Rezeption pruefen, da die Kellner gerne und recht grosszuegig Zuschlaege verteilen. Das auf unseren Rechnungen an der Bar statt der Softdrinks, die wir hatten, Heineken und Red Bull auftauchten, war fast Standard.

Das Fazit

Ein Zwiespalt : Die Insel ist wirklich schoen, das Essen und Tauchen Extraklasse – aber der Service kann einem den Urlaub wirklich vermiesen. Zum ersten Mal waeren wir mit All Inclusive besser gefahren, obwohl wir auf den Malediven praktisch keine alkoholischen Getraenke konsumieren.

Reisebericht Medhufushi, vom 11.03. bis 25.03.2010

Medhufushi durfte die erste Insel sein, die wir das zweite Mal beurlaubten. Unser erster Aufenthalt ist allerdings vor dem Tsunami gewesen, die Insel musste danach nahezu vollständig neu aufgebaut werden. Wir haben uns bereits bei unserem ersten Aufenthalt dort sehr wohlgefühlt, die Erwartungshaltung war also entsprechend groß.

Über den Flug, Passstempeln und Gepäckannahme gibt es nichts Besonderes zu berichten, lediglich dass dieses zusätzliche Formular wegen der Schweinegrippe nicht mehr auszufüllen ist. Nach dem Einchecken für den Wasserflieger und ca. 90 Minuten Wartezeit ging es dann über Hakuraa nach Medhufushi. Der Wasserflieger legt direkt am Steg der Insel an, von dort aus sind es nur wenige Schritte bis zur Bar (die auf Stelzen über dem Meer gebaut wurde), wo wir von einer deutschsprechenden Betreuerin an einen Tisch gebeten wurden. Dort lag schon unser Zimmerschlüssel bereit, die „Check-in-Karte“ (da gibt es welche für Damen und andere für die Herren) hatten wir schon beim Einchecken am Wasserflieger gekriegt und bereits ausgefüllt. Nach ein paar allgemeinen Erklärungen über die Insel gingen wir kurz zum Mittagessen und dann zu unserem Bungi. Das Gepäck wurde schon vorher dort hin gebracht.

Medhufushi ist ca. 900 Meter lang und ca. 100 Meter breit, wunderschön mit sehr vielen hohen Palmen und anderem Grünzeugs bewachsen. Vom Meer aus sind keine Landbungis zu sehen, bzw. lässt sich nur ab und an einer erahnen. Die Insel hat kein eigenes Hausriff und die Lagune ist auf der Ostseite - die stellenweise mit Seegras bewachsen ist - an vielen Stellen sehr flach. Die Westseite hat den breiteren Strand, auch dort ab Steg Richtung Norden mit Seegras bewachsen. Es existieren keine Wellenbrecher oder sonstige Befestigungen auf der Insel, der Strand geht rundum, an manchen Stellen etwas grobkörnig. Es gibt nur einen Weg in der Mitte der Insel, links und rechts davon verschiedene Kategorien von Bungis. Weiterhin gibt es 2 Honeymoon-Watervillas in der Lagune der Ostseite, die nur mit einem Boot erreichbar sind, der eigens dafür vorhandene Steg ist auf Rezeptionshöhe. An der Nordspitze der Insel - mit Blick auf eine Einheimischeninsel - befindet sich der Staffbereich, die letzten Bungis vor dem Staffbereich waren durch Management und Tauchschulenmitarbeiter belegt. So fielen schon die ersten ca. 200 Meter der doch recht großen Insel weg und durch die fast mittige Anordnung von Resti, Bar, Rezeption, Muckibude, Tauchschule, Sportcenter usw. waren die Wege am Land dorthin längstens etwa nur 300 Meter. An der Südspitze der Insel befinden sich die Wasserhütten. Die Bar, das Resti, die Tauchschule und der Pool befinden sich an der Westseite. Das Spa befindet sich an der Südspitze der Insel. Das Resti ist außen herum mit schmalem Holzboden, der Rest ist Sand. Es gibt im Resti keine Kleiderordnung (außer natürlich nicht im Badeanzug), Medhufushi ist eine feine, aber sehr legere Barfußinsel! Plastikmöbel oder -Liegen gibt es dort keine. Das Publikum ist in der Hauptsache englisch-, deutsch- und französischsprechend.

Wir hatten eine sogenannte Beachvilla gebucht, die sind zum Strand hin freistehend, mit Palmblätterdach, die Seite zum Inselinnern in U-Form an der Dusche mit einer anderen Villa „zusammengewachsen“. Die Villas sind nett mit massiven Holzmöbeln eingerichtet, im Innern und ohne Bad etwa 30 Quadratmeter groß mit großem Bett einschließlich Moskitonetz, E-Safe (kostenlos), Minibar, Schrank, Kommode, Sessel, Stuhl, Wasserkocher, Fön, TV (deutsche Welle) und DVD-Player. Es gibt auch WLAN auf jedem Zimmer, Kostenpunkt 100 $ die Woche, alternativ auch zeitlich begrenzter Zugang für 5 $ bzw. 15 $. Die Front zu Meer/Terrasse hin besteht aus insgesamt 3 Glastüren, weiterhin gibt es 4 kleinere Fenster. Das halboffene Bad hat 2 Waschbecken, das WC ist durch einen extra kleinen Raum mit Tür abgetrennt. Zur Dusche muss man 2 Stufen hinab über einen kleinen Holzsteg gehen, die Dusche steht im Freien, rund gemauert mit einem extra Palmblätterdach, sieht einfach sauschön aus. Im Badezimmer steht auch ein Holzgestell zum aufhängen der Badesachen. Standardmäßig hängen dort auch zusätzlich 2 große Strandhandtücher, bei Bedarf auch mehr. Was uns schon beim ersten Besuch dieser Insel beeindruckte, ist die Terrasse der Beachvillen. Sie ist auch etwa 30 Quadratmeter groß, aus Holz und fast vollständig überdacht. Ausgestattet mit 2 bequemen Stühlen mit Auflagen, einem Tisch und einer Schaukel. Vor der überdachten Terrasse befinden sich 2 Holzliegen mit dicken Auflagen. Der Blick von der Terrasse zum Meer ist nicht frei, alles schön grün bewachsen, bis zum Strand sind es keine 10 Meter. Links und rechts der Terrasse ist auch alles ausreichend begrünt, man sieht nichts von der Nachbarterrasse (Achtung: gilt nur für Beachvillen!!). Kurzum, die Beachvillen sind mit allem ausgestattet was benötigt wird und schön noch dazu, lediglich könnten ein paar mehr Ablagemöglichkeiten im innern der Villen vorhanden sein. Außerdem war das Licht der Nachttischlampen zum lesen am Abend etwas schwach. Frau Thym brachte es tatsächlich fertig, das ein- oder andere Mal mit der Taschenlampe in der Hand einzuschlafen. Ein Glücksfall war auch die Lage unseres Bungis (185) wo davor in der Lagune eine größere Untiefe vorhanden war, in der man ausgezeichnet schwimmen konnte. Auch haben wir eine Veränderung zu unserem ersten Besuch festgestellt, der Duschbereich ist nach dem Neuaufbau deutlich kleiner als vorher, wir meinen es gibt jetzt insgesamt mehr Bungis auf der Insel, was nicht bedeutet, dass die Insel überbevölkert ist, ganz im Gegenteil. Durch die Nähe zu mehreren Einheimischeninseln ist auch zur Gebetszeit der Muezzin zu hören.

Bei den Beachvilla-Suiten gibt es zwar 2 Terassen (für 2 Parteien), die sind zum Meer hin aber nur ca. 1 Meter überdacht und haben keinen Sichtschutz untereinander. Der größere überdachte Teil der Terrasse ist zwischen den Bungis und den Bereich muss man sich mit dem Bunginachbarn teilen. Die Familienvillas bestehen aus 2 Bungis mit einer vollständig überdachten Riesenterasse.

Das Hauptresti hat direkten Blick zum Meer/Pool und was es dort zu futtern gab war nicht gut, es war ausgezeichnet! Alles in Buffetform und neben dem „normalen“ Buffet mit allerlei Auswahl gab es zusätzlich jeweils eine Station mit Pasta, Sushi, Obst (frisch nach Wunsch zugeschnitten/geschält) sowie aber nur beim Dinner eine Station mit großer Auswahl asiatischer Currygerichte, alles frisch zubereitet, und Käsetheke. Obligatorisch beim Dinner und Lunch eine Station mit großer Auswahl von Brötchen/Brot, Vorspeise und Nachspeise. Wer am Buffet allerdings Pommes sucht, wird enttäuscht werden. Kaffee (auch Cappuccino und Espresso) ist im Resti eingenommen in der Verpflegungsleistung enthalten. Auch beim Frühstück gibt es alles was das Herz begehrt, wer da nichts findet, dem ist nicht zu helfen. Sollte wirklich was nicht dabei sein ist man auch bemüht, das Essen nach Wunsch zu servieren! Im Resti gibt es freie Platzwahl, Raucher- und Nichtrauchertische, der Kellner ist immer der Gleiche. Am Service war jedenfalls bei uns nichts bis sehr wenig zu bemängeln. Zur Preisorientierung: Trinkwasser gibt es in 1-Liter-Glasflaschen für 3,50 $, Softdrinks 5 $, 1 Glas sehr trinkbarer Rotwein 8,50 $, jeweils zzgl. 10 % Servicecharge.

Die Bar ist auf Stelzen in die Lagune gebaut und in mehrere Teile unterteilt, dort gibt es auch ein á-la Carte-Resti mit Snacks und vollwertigen Gerichten. Da wir Vollpension hatten, haben wir dies nie genutzt und deshalb können wir auch zu der Qualität der Speisen nichts sagen. Weiterhin gibt es in der Bar noch eine Bibliothek und eine Möglichkeit zum Billard spielen.

Auch zu Pool, Spa, Wassersportcenter und Muckibude können wir nichts sagen, außer dass der Pool wirklich schön aussieht. Eine Tischtennisplatte und Volleyballplatz gibt es auch.

Da Medhufushi kein eigenes Hausriff hat, wird 2 x am Tag eine Boostsfahrt für Schnorchler angeboten.

Es gibt auch Dinge, die uns nicht so gefallen haben, obwohl es wirklich nicht sehr viele davon gibt. Es kam mit dem Wechsel des Windes auf westliche Richtungen, auf der gesamten Westseite der Insel zu nicht sehr ansehnlichen Seegrasanschwemmungen, zum Glück wohnten wir auf der anderen Seite. Das wurde zwar versucht ständig zu entfernen, war aber eine Mission impossible. Weiterhin sind da z.B. die vorhandenen Elektroautos zu nennen und die Unverschämtheit des Managements, die Zimmer mit einer Personenwaage auszustatten.

Da nur einer von uns taucht, kommt bei diesem Thema die „Ich-Form“. An der Tauchbasis ist (oder darf) der Taucher noch Taucher sein. Das Gerödel muss man selbst vom Trockenraum in einem Korb auf ein Wägelchen stellen. Auch das auswaschen und wegstellen nach dem Tauchen ist Tauchersache. Und um die Weicheier ganz abzuschrecken, sein Blei muss man selber bis auf das Boot und zurück tragen. Die Organisation der Taucherei ist typisch Lau, einfach gut. Die Flaschen immer gut gefüllt, es fahren immer 2 Boote (eines für stressige und eines für weniger stressige Tauchgänge), teilweise wird aber das 2. Boot als Tagestour angeboten. Auch wenn nur mal 2 Taucher auf dem Boot sind, es wird gefahren. Die Korallen im Innern des Meemuatolls sind erstaunlich gut erholt, wenigstens gleichwertig oder sogar besser als im Ari. An vielen Tauchplätzen merkt man gar nicht mehr, dass da vor ein paar Jahren nur Korallenschrott zu sehen war. Leider ist die Fischvielfalt im Innenatoll wenig bis manchmal schon langweilig, vielleicht überfischt?? Ich habe selten so wenige Muränen oder Schwarmfisch gesehen wie hier im Innenatoll. Die Kanaltauchplätze haben im Gegensatz dazu keinesfalls enttäuscht, ich habe immer Haie (selten Grauhaie), Rochen, Adlerrochen, Napoleons, Schildkröten usw. gesehen, diese Arten scheint es jedenfalls noch ausreichend zu geben. An einem Tauchgang an einen weiter entfernten Kanal durfte ich sehr viele Grauhaie und andere auf einmal an mir vorbeiziehen sehen, das ist auf den Malediven selten geworden. Scheinbar kann man sich darauf einstellen, dass der Monsun dieses Jahr schon etwas früher als sonst wechselt. Ein paar Tage vor Urlaubsende drehte bereits der Wind, das Wasser wurde planktonhaltiger und ich sah bei meinem vorletzten und letztem Tauchgang und auch vom Boot aus mehrere Mantas wo eigentlich noch keine sein durften. Am meinem letzten Urlaubstag nachmittags, als ich nicht mehr tauchen durfte, sahen die anderen Taucher eine Mantaschule von weit über 20 Exemplaren. Zusammengenommen hat das Tauchen sehr viel Spaß gemacht und für mich ist und bleibt der Lau eine der bestorganisierten Basen auf den Malediven!

Fazit:
Medhufushi ist eine sehr komfortable und trotz fehlendem Hausriff und der Inselgröße eine empfehlenswerte Insel für Leute, die in schattiger Vegetation, auf einer gepflegten und legeren Insel mit Anspruch und gutem Service, mit sehr gutem Essen und gut ausgestatteten Bungis, einen ruhigen und angenehmen Urlaub verbringen wollen. Wer eine modern stylistisch ausgestattete Behausung mit Butler sucht und das Essen vom Buffet vom Kellner hinterher getragen haben möchte, wird enttäuscht werden. Man sollte sich nicht von den 5 Sternen blenden lassen, die Insel ist sicher edel, insgesamt gesehen unserer Meinung nach nur etwas höherwertiger als beispielsweise CP Dhoni Kolhu. Alles zusammengenommen bleibt bei Frau Thym diese Insel nur die zweitbeste der beurlaubten, für Herrn Thym ist es immer noch insgesamt die schönste die wir jemals besucht haben!

 

Reisebericht Medhufushi Feb-März 09

Wir waren 10 Tage auf Medhufushi , da wir kurzfristig nichts anderes bekommen haben im 5***** Sektor, der auch bezahlbar ist.
 
Dies war unsere zweite Reise auf die Malediven, 2006 waren wir schon auf Mirihi.
 
Uns ist es wichtig, dass auf der Insel keine Plastikmöbel zu finden sind und ein gutes Bufett auf uns wartet, da wir Vegetarier sind.
 
Zum Essen schon mal vorab: Fantastisch!!!!!!!!!!! Auch für Vegetarier überhaupt kein Problem, wir haben nicht mal alles vegetarische geschafft. Nach Mirihi, was auch sehr gut war, hatten wir die Vermutung, dass es nicht mehr besser geht, aber es ging besser!
 
 
Zu Medhufushi:
 
Positiv:
-"Hütten" Deluxe-Fantastische Villen, schöne Holzmöbel, Maledivische Schaukel auf der Terrasse
- sehr, sehr gutes Essen
- schöner Spa-Bereich
- Freundliches Personal, besonders die Köche, waren immer zu einem Plausch bereit
- schwimmen auch bei Ebbe in "Blauen Löchern" (Ostseite) möglich (wahrscheinlich wurde dort Sand zur Landgewinnung weggepumpt, so entstanden 
   natürliche Pools im Meer)
 
 
Leider negativ:
- 80% der Villen hatten eine völlig indiskutable Lage für eine 5***** Insel(Strandvillen), ausschließlich die obere Hälfte der östlichen Villen sind ganz schön und man hat das Malediven Feeling. Alle anderen Villen sind versteckt und dunkel oder auf der Westseite, unbedingt bei der Buchung beachten!)
- kein Hausriff (es war ziemlich nervtötend auf vollen Booten zu den Schnorchelstellen zu fahren, mit vielen Leuten an einer Stelle in Nahkampf zu treten ;-),  am Strand kaum Fische
-schwimmen auf der Westseite kaum möglich, Algen und Seegras
 
 
Fazit:
Jetzt wissen wir warum diese Insel zu einem sehr günstigen Kurs angeboten wird! Wir würden sie nicht mehr besuchen, da wir als Schnorchler ein Hausriff doch schmerzlicher vermisst haben, als wir dachten. Und wir hatten extremes Glück mit unserer Villa,  da sie auf der Ostseite am richtigen Abschnitt lag. Wenn das nicht so gewesen wäre, wären wir, wie einige andere Reisende, sehr unglücklich gewesen.
 
Leider haben schöne Villen, Holzmöbel, gutes Essen und ein schönes Hausriff eben doch seinen Preis...........von der Schwesterinsel Filitheyo wurde uns schon von unserer Reiseleiterin auf Medhufushi viel Gutes berichtet.......DA hat man dann wohl alles, was Medhufushi fehlte..........
 
Kerstin

 

 

Reisezeitraum : Februar 2009

Für ein "5*****upgrade" wurden wir leider verleitet, die völlig überbuchte Insel Filitheyo nach einer Woche Aufenthalt wieder zu verlassen. Bis auf die Stömungen am Hausriff war es dort ein sehr schöner Aufenthalt. Ruhe,guter Sevice,hervorragendes Essen,ect.

Die Insel
Medhufushi entspricht allerdings keineswegs unseren Vorstellungen einer 5***** Insel. Im Vergleich dazu ist Filitheyo ein Paradies. Das
Essen war zwar genau so gut wie auf Filith., aber viele Dinge waren eben "gerade nicht da", "haben wir im Moment nicht "..ect. Das Restaurant im Vergleich zu Filith. keineswegs so gemütlich, hatte den Charme des Bahnhofsrestaurants einer Großstadt. Durch fehlende "feste Sitzplätze" mußte der wenig engagierte Kellner jedesmal erneut auf die Suche nach seinen Gästen gehen. Hektik und Lärm (auch vom Pool davor ) taten das Übrige.

Unterkunft
Schöne Holzmöbel alleine machen noch keine 5***** Unterkunft. Nur ein kleiner Teil der Villen liegt gut, entweder stehen sie so im Wind, daß man kaum am Strand liegen kann, oder sie liegen an der Seite der Wasserbar, hautnah am lärmenden Wassersport und den häufig ohrenbetäubend startenden und landenden Wasserflugzeugen. (Bereits um 6 Uhr morgens wird man so vom Schlaf aufgeschreckt. ) Nachdem wir dann eine "Over-water-villa" bekommen hatten, war die Unterkunft zwar ideal,man konnte ohne Klimaanlage und frischer Luft schlafen, hatte aber auch den Flugzeuglärm und "herrlichen Brandgeruch"in der Nacht (weil der Müll jedweder Herkunft einfach offen verbrannt wird) - daher haben wir unseren gesamten Müll wieder mit zurückgenommen.

Gottseidank hatten wir "all inclusive" gebucht,denn die Getränkepreise auf Medhu.waren exorbitant.

Service
Nur der Hotelmanager und der Restaurantchef sowie unser Zimmerkellner (nach dem entsprechenden Trinkgeld )waren sehr bemüht,unseren Aufenthalt angenehm zu gestalten.Ein Barkellner verdient lobende Bewertung, den Rest konnte man vergessen.

Tauchen/Schnorcheln war nur vom Boot aus möglich,weil die Insel kein Hausriff hat. Aber sowohl die Werner Lau Tauchschule als auch die Crew auf dem Schnorchelboot, welches meist täglich kostenlose Ausfahrten ermöglichte , war in Ordnung. Leider wird zu wenig darauf geachtet.,daß Gäste mit Schuhen oder Flossen auf den Korallen herumtrampeln und es werden auch schlafende Schildkröten -meist von italienischen Gästen - aufgeschreckt und begrapscht.Die in Panik geratenen Tiere tauchen dann lange unter - aber irgendwann müssen sie wieder atmen ....

Wir werden uns sicher das nächste Mal eine ganz andere Insel suchen, vielleicht auch wo ganz anders.....

Adele und Gregor