Palm Beach Resort & Spa 5. – 20. März 2007
Anreise
Der Flug erfolgte am Montag mit Edelweiss von Zürich über Colombo nach Male. Nach 9 Stunden ruhigem Flug (die Maschine war nur etwa 80 % belegt) und zirka einsündigem Stopp in Colombo (im Flieger warten) war nach einer weiteren knappen Stunde Male erreicht. Die Einreise und Gepäckausgabe ging sehr zügig voran und nach gut einer halben Stunde waren wir schon am Check-in von Maldivian Air Taxi. Mein Übergepäck wurde mit 2 Dollar pro Kilo (Hin- und Rückweg) verrechnet. Danach hiess es aber, sich in Geduld zu üben. Unser Flug wurde und wurde nicht aufgerufen. Auf die Nachfrage, wann unser Start vorgesehen sei, erfuhr ich, dass wir insgesamt etwa drei Stunden warten müssten und es wurde uns ein Gutschein für ein Getränk und Snack abgegeben. Dann durften wir endlich in ein rot-weiss-schwarzes Airtaxi einsteigen und in direktem Kurs nordwärts landeten wir nach 45 Minuten spektakulär direkt in der Lagune vor der Insel am Steg. Elektroautos standen bereit und brachten uns zum Coffee Shop. Dort konnte man sich verköstigen, die Hotelanmeldung wurde ausgefüllt und wir erhielten den Zimmerschlüssel überreicht. Dann wurden wir zu unseren Bungalows gefahren und kurze Zeit später war auch das Gepäck da. Auch meine Tauchtasche war schon mit dabei, obwohl sie nicht mit der gleichen Maschine befördert werden konnte!
Insel
Die Insel (Madhiriguraidhoo) ist für maledivische Verhältnisse sehr gross. Sie erstreckt sich über eine Länge von rund 2 Kilometer und misst an der breitesten Stelle 300 Meter. Dort befindet sich auch die touristische und technische Infrastruktur und der Staff Bereich (250 Mitarbeiter). Westlich davon ist das Inselinnere weitgehend unberührt und auch zwischen den Bungalows gibt es Abschnitte mit dichter Vegetation. Gesamthaft ist die Insel mit gut 200 Betten vergleichsweise locker besiedelt. Zwei „Hauptstrassen“ entlang den Bungalows führen zur Sandzunge ganz im Westen. Darauf herrscht teilweise ein reger Verkehr mit Fahrrädern, Elektromobilen oder Lieferwagen und sogar zwei Motorräder gibt es auf der Insel! Trotzdem sind die Wege alle aus Sand, können aber auch schon mal mit spitzen Steinchen gespickt sein. Deshalb empfiehlt sich dort auch mal das Tragen von lockerem Schuhwerk – gerade nachts. Oder man fährt Rad oder nimmt die Dienste des Elektrotaxis in Anspruch. Die Insel ist also keine ausgesprochene Barfussinsel. Auch verfügen die Restaurants über Fliesenböden.
Palm Beach steht unter italienischem Management und ist entsprechend beliebt bei den Italienern. Man darf nicht erstaunt sein, wenn 90 Prozent der Gäste Italiener sind. Die restlichen 10 Prozent verteilen sich auf das übrige Europa (davon Deutschsprachige in leichter Überzahl – deutschsprachige Guest Relations Mitarbeiterin vorhanden) und Asiaten. Objektiv betrachtet muss ich gestehen, dass wenn, dann eher die erwähnten übrigen 10 Prozent Anlass zu besonderer Aufmerksamkeit boten, als der grosse Rest der Italiener. Mit ihnen gab es überhaupt keine Probleme und auch die zahlreichen Kinder wussten sich zu benehmen.
Nochmals zum Thema Barfuss: Die Italiener scheinen keine grossen „Barfüsser“ zu sein. Mir ist aufgefallen, dass sie immer und überall wenigstens Badelatschen tragen. Am Abend darf es gerne auch etwas eleganter sein. Beim Diner erstreckte sich die Garderobe von festlich/elegant bis zu sportlich/légère. Diesbezüglich gibt es aber keine Vorschriften, sofern man nicht gerade in der Badehose erscheint.
Es gibt auch einen hübsch angelegten Pool mit Liegen oder „Rimini“ (so habe ich es halt bezeichnet). Damit ist der westliche Strand (riesige Sandzunge) mit Beach Bar gemeint. Ein beliebter Strandabschnitt bei italienischen Familien. Dort ist im Gegensatz zur teilweise menschenleeren Nordseite immer etwas los! Es gibt ebenfalls Liegen mit Sonnenschirmen zum allgemeinen Benützung und man kann dort wunderbar schwimmen. Die Liegen haben leider nur die Stellung flach, steil oder sehr steil, können aber mit einem Korallenstück in der gewünschten Lage gehalten werden. Mein Tipp: „Rimini“ um 19 Uhr (Fotoapparat nicht vergessen!)
Die Insel im Allgemeinen macht einen sehr gepflegten und sauberen Eindruck. Sie wird sorgfältig unterhalten. Man sieht oft Angestellte bei Reparatur- oder Instandhaltungsarbeiten. Ich habe nirgends etwas Ungepflegtes oder Verlottertes vorfinden können.
Auch die Moskitoplage hielt sich trotz der üppigen Vegetation in Grenzen, da jeden Abend kurz geräuchert wurde.
Essen
Das Frühstück wird (bis 13 Uhr!) im Coffee Shop serviert. Wer mag, kann sich auch an einen der Tische davor am Strand setzen. Es gibt eine grosse Auswahl von süssem Gebäck (Dolces), wie sie die Italiener halt mögen. Daneben aber auch eine Eierstation, Toastbrot, Marmelade etc, Salami/Schinken/Wurst/Käse, Joghurt, Cerealien, und Früchte.
Wer will, kann anschliessend gleich zum Mittagessen im Hauptrestaurant übergehen. Hier erhält man einen fixen Tisch und Kellner zugeteilt. Die Auswahl ist äusserst reichhaltig, beim Diner sogar noch vielfältiger. Es gibt verschiedene Buffets und Stationen: Vorspeise mit Suppe und vielen panierten und frittierten Köstlichkeiten, Pizzas, Parmesan, Salami, Mozzarella, Parmaschinken, Salatbuffet, Pastastation mit frisch zubereiteten Teigwaren, Risotto, Lasagne, Gnoggi usw, Grill mit Fisch, Lamm, Beef, Chicken, Burger oder Würstchen, die „Strasse“ mit den warmen Gerichten wie Gemüse, Curries, Reis, Kartoffeln, Pommes und natürlich das Dessertbuffet mit Früchten, Kuchen, Torten, Cremen, Puddings und vier verschiedenen, hausgemachten Eissorten. Ich kann nur sagen die Küche ist ein Gedicht und die Italiener wissen, was gut ist! Wer bemängelt, dass es immer nur das Gleiche gebe, sieht das aus der falschen Perspektive: Eigentlich gibt es hier immer das volle Programm und der Gast wählt daraus, wonach ihm gerade der Sinn steht. Ich habe das ganze Buffet in den 14 Tagen nicht geschafft!
Falls sich der Magen zwischen Mittag- und Abendessen doch nochmals melden sollte, gibt’s um 17 Uhr im Coffee Shop eine Tea Time mit Kaffee, Tee oder Eistee, dazu Kuchen, frisch zubereiteten Crèpes und Früchten.
Wasser, Softdrinks und Bier sind bei den Hauptmahlzeiten mit im Preis eingeschlossen. Weinliebhaber müssen (zu) tief in die Tasche greifen und bezahlen im Offenausschank 8 $ pro Glas oder ab 40 $ pro Flasche.
Es gibt ausserdem ein Spezialitätenrestaurant, dass für 50 $ ein Lobster Menu serviert. Ich habe es aber nicht so mit Seafood und das Buffet ist einfach zu gut!
Mein Tipp: Passionsfrucht Eiscreme probieren!
Bungalows/Lage
Es gibt fünf verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten bzw. Kategorien (alle freistehend am Strand) auf Palm Beach. Ich habe die Günstigste gewählt und war damit vollkommen zufrieden. Die Deluxe Bungalows (21-59) stehen auf der Nordseite der Insel (Sunrise - Richtung Aussenriff) und haben nicht so gute Voraussetzungen für Schwimmer. Die Lagune dort ist bis zum Riff sehr seicht und eignet sich nicht besonders gut zum baden. Auch der Strand ist relativ schmal. Die Bungalows selber stehen meist in dichtem, grünem Buschwerk mit Durchgang zum Strand.
Draussen gibt es einen Wasserhahn, um den Sand abzuspülen. Dann betritt man eine Terrasse mit zwei Holzliegen mit Auflage und Tischchen. Daneben hängt eine Maledivenschaukel mit Auflage. Ein wunderbares Plätzchen um ein Buch zu lesen oder sprichwörtlich „abzuhängen“. Hier wehte auch immer ein laues Lüftchen vom Meer her. Die hätte ich am liebsten mit nach Hause genommen!
Der Bungalow selber ist mit 60 m2 äusserst grosszügig bemessen. Die Möblierung besteht aus einer Sitzgruppe, einem Schreibtisch, einem Möbel mit Minibar und TV (Deutsch nur DW TV) sowie Kingsize Bett mit Nachttischen. Eine im Schlafbereich zugfreie Klimaanlage und ein Deckenventilator sind auch vorhanden. Dahinter befindet sich eine Ankleide mit sehr grossem Kleiderschrank, Haartrockner und Safe. Das Bad ist in maledivischem Stil gehalten und hat auch die Ausmasse eines Cityhotel-Doppelzimmers. Es gibt einen grossen Waschtisch mit einem Waschbecken, eine Badewanne (na ja?!), Aussendusche mit Warmwasser neben kleinem Garten und natürlich Toilette. Die Handtücher hängen über einem Holzgestell und eine Wäscheleine dient zum Trocknen der Badesachen. Die Bettwäsche wurde jeden zweiten Tag gewechselt, Handtücher täglich und Strandtücher gab es für meine Begriffe sogar zuviel, sodass sie nach Erstgebrauch einfach liegen gelassen wurden.
Zu jedem Bungalow gehören auch noch zwei Sitzschalen aus Kunststoff, welche man an den Strand oder ins Wasser nehmen kann sowie zwei Fahrräder, denn die Distanzen können doch beträchtlich sein.
Der Roomboy kommt zwei Mal am Tag und für den Aussenbereich sind einerseits Malediverinnen zuständig, welche unermüdlich Wege und Plätze vom Laub befreien sowie die Gärtner, welche auch den Strand säubern.
Ich hatte Bungalow Nr. 42 und somit noch einen „Alten“ erwischt. Ab etwa Nr. 45 sind bereits alle renoviert, d.h. mit einem Holzboden und erneuertem Bad versehen. Die restlichen Bungalows werden wohl auch bald renoviert werden, denn die Möbel waren bereits erneuert.
Die Deluxe Bungalows (60-85) auf der Südseite (Sunset) liegen am schöneren Strandabschnitt. Das Meer ist dort tiefer, der Strand breiter und der Sand feiner. Allerdings wurde auf der Südseite auch schon am meisten Strand weggeschwemmt und der beste Bereich liegt so zwischen Bungalow 70 bis 80. Dort sollte man dann aber eher Frühaufsteher sein, denn man befindet sich gewissermassen direkt vor der Landepiste der Wasserflugzeuge. Samstags oder montags können dann schon einmal zehn Airtaxis eintreffen, wenn sich die halbe Insel erneuert. Die einen fanden es spannend, den Flugzeugen und dem Treiben am Steg zuzuschauen, die anderen wollten so schnell wie möglich umziehen!
Die Superior Bungalows (86-100) sind näher beim Restaurant und der übrigen Inseleinrichtung und damit aber auch genau auf Höhe von Werkstatt, Generator, Müllverbrennung, Kläranlage usw. Wie ich finde keine gute Wahl und bestimmt keinen Aufpreis wert.
Auf der Ostseite befinden sich noch die Villas (1-20), grössere doppelstöckige Bungalows, ebenfalls relativ nahe zum Restaurant.
Ferner gibt es 4 Präsidentensuiten im Stil herrschaftlicher Landhäuser.
Wasserbungalows sind nicht vorhanden.
Freizeitangebot
Die Möglichkeiten auf Palm Beach sind vergleichsweise beachtlich. Sportlich gibt es Fahrradfahren, Tennis, Squash, Badminton, Ping Pong, Beach Volleyball, Basketball, Katamaran, Kanu, Fitnesscenter mit Sauna und ein grosses Fussballfeld direkt am Strand. Selbstverständlich keine Animation!
Mein Tipp: Man muss nicht Segler sein, um Katamaran fahren zu können. Einfach beim Wassersport Center nach einer begleiteten (und kostenlosen) Ausfahrt fragen.
Wöchentlich werden (ebenfalls kostenlose) Ausflüge auf eine unbewohnte Insel oder Einheimischeninsel durchgeführt. Gegen Gebühr gibt es Morning Fishing oder Sunset Fishing sowie Hochseefischen.
Abends gibt es jeweils vor und nach dem Diner Livemusik an der Bar, eine Diashow/Filmvorführung der Tauchbasis (in Italienisch), eine Kanu-Fackelshow oder einen Fussball- oder Volleyballmach.
Es gibt auch ein paar Läden für Souvenirs und benötigte Kleinigkeiten, einen Juwelier, einen Schneider und einen indischen Arzt. In der Rezeption sind eine kleine Bibliothek und ein PC mit Internet vorhanden.
Eine Empfehlung wert ist der Coconut Spa! Dort steht ein umfassendes Entspannungs- und Verjüngungsprogramm mit 15 balinesischen Therapeutinnen bereit. Jacuzzi, Dampfbad, Sauna und mehrere Behandlungsräume direkt am Strand stehen zur Verfügung. Mein Tipp: Ayurveda Massage (50 Minuten kosten 65 $!) – danach fühlt man sich wie neu geboren.
Schnorcheln/Tauchen
Palm Beach hat kein eigentliches Hausriff aber es werden um 10 und 15 Uhr kostenlose Schnorchelausflüge mit dem Dohni durchgeführt. Ich war je einmal mit dabei. Am Morgen geht es an einen etwas weiter entfernten Platz (abwechselnd) und am Nachmittag bleibt man im Inselumkreis. Vielleicht habe ich nur Pech gehabt aber die Plätze konnten mich nicht so recht begeistern. Auf vielen Inseln, die ich vorher besucht habe, war das Hausriff schöner. Ausserdem ist Rudelschnorcheln nicht jedermanns Sache!
Anders sieht es für Taucher aus. Die Tauchbasis ist gut organisiert und führt einen unkomplizierten Tauchbetrieb durch. Obwohl die Insel komplett ausgebucht war, waren maximal 25 Taucher eingecheckt. Demgegenüber standen acht Tauchlehrer. Entsprechend locker und familiär ging es zu und her. Auf dem Tauchdohni zählte ich nie mehr als zehn Taucher. Meist waren wir nur vier oder fünf, beim Nachttauchgang sogar nur zu zweit! Es wird immer mit Guide getaucht und bei der Zusammenstellung der Gruppen auf die Erfahrung der Taucher Rücksicht genommen. Mehr als vier Taucher gingen nie mit einem Guide.
Getaucht wird mit relativ schweren 12 lt. Stahltanks. Leider ist Nitrox (noch) nicht verfügbar. Ausfahrten gibt es morgens um 9 und 10 Uhr (teilweise Two Tanks) und am Nachmittag um 15 Uhr. Nachttauchen auf Verlangen. Es gibt spektakuläre Tauchplätze wie Kuredu Express oder Fushi Faru Kandu, wo bei Strömung viel Grossfisch anzutreffen ist. Aber auch Shipyard steht auf dem Programm oder ruhigere Plätze wie Anemon Thila oder Thin Gha Thila – eher für Makro/Bewuchs. Manta Saison ist nur im Sommer. Dafür haben wir auf vielen Ausfahrten oder sogar beim Tauchen oder vor der Insel grosse Delfinschwärme gesehen.
Leider fehlt ein Ordner mit einer Beschreibung der Tauchplätze, aber man arbeite daran! Auch muss noch gesagt werden, dass die „Amtssprache“ der Tauchbasis Italienisch ist. Nicht alle Guides sprechen ein gutes Englisch. Tauchnovizen sind auf einer anderen Basis vielleicht besser aufgehoben.
Wenn man bedenkt, dass in den Tauchpreisen (10 TG-Paket = 405 $) die Ausfahrten bereits mit enthalten sind, ist das Tauchen auf Palm Beach auch vergleichsweise günstig. Andernorts zahlt man schon gut und gerne 12 $ für die Bootsfahrt, selbst wenn es nur 5 Minuten vor die Insel geht, und dann werden noch Service Charge oder Tipps erhoben. (Womit ich daran erinnern möchte, die freundlichen und hilfsbereiten Dohnicrews beim Trinkgeld nicht zu vergessen)
Wetter
Der März ist natürlich DER Monat für die Malediven und ich wurde nicht enttäuscht. Viel, viel Sonne und manchmal stahlblauer Himmel, manchmal ein paar harmlose Wolken am Horizont. Einmal machte sich Petrus einen Spass daraus und liess ein paar schwere Tropfen aus einer bedrohlich dunklen Wolke über „Rimini“ fallen. Alles packte seine sieben Sachen und flüchtete Richtung Bar. Nach fünf Minuten war der Spuk wieder vorbei…
Nun ja…
Kein objektiver Reisebericht ohne ein paar negative Anmerkungen:
Wie ich schon erwähnt habe, besitzt die Insel zwei- und vierrädrige Gefährte, die auch bewegt werden. Als Fussgänger muss man immer mit diesen anderen „Verkehrsteilnehmern“ rechnen. Ebenfalls schon erwähnt habe ich den Fluglärm der Airtaxis, die direkt vor der Insel wassern und nicht zu überhören sind. Beides schmälert das Maledivenfeeling ein bisschen.
Grosse Ameisen haben vor allem abends mein Bad in Beschlag genommen. Als sie auch in den Wohnbereich vordrangen, habe ich die Guest Relations verständigt und in der zweiten Woche hat sich die Lage dann auch verbessert.
Einmal „verirrte“ sich auch eine grosse schwarze Kakerlake in mein Bad (mein absolutes Feindbild!). Sie kroch oben im Gebälk herum. Bewaffnet mit einem Handtuch stand ich auf die Badewanne (ist halt doch für etwas gut) und versetzte ihr einen derartigen Schlag, dass sie in hohem Bogen aus dem Bad Richtung Inselmitte flog und zumindest eine Gehirnerschütterung davongetragen haben dürfte.
Ich habe Angestellte gesehen, die Fische gefüttert haben! Die Folge ist dann, dass sie einem manchmal regelrecht verfolgen und ständig an den Beinen hängen, sodass man Angst haben muss, noch einen zu zertreten.
Preise
Es gibt günstigere Inseln, was die Getränkepreise angeht. Da die Getränke zu den Mahlzeiten aber mit dabei sind und auch sonst vieles kostenlos angeboten wird, halten sich die Nebenkosten auf Palm Beach vergleichsweise tief (sofern man die Nächte nicht an der Bar verbringt).
Wasser 1.5 lt 4 $
Soft-Drink 3 $
Tonic Water 4 $
Cocktail Non Alcoholic 8 $
Cocktail/Long Drink 12 $
Hauswein Glas 8 $
Wein Flasche ab 40 $
Sunset Fischen 15 $
Massage 50 Min. ab 60 $
10 TG inkl. Boot 405 $
Autor
Vielleicht dient es dem Leser, wenn ich dem Reisebericht noch ein paar Angaben zu meiner Person mache: Ich bin männlich, im „Mittelalter“, (Deutsch)Schweizer, Familienvater (diesmal aber alleine unterwegs), Taucher und Maledivenfan. Bisher besuchte Inseln: Filitheyo, Sun Island, Vakarufalhi, Fesdu, Reethi Beach, Royal Island, Thulhagiri, Helengeli
Fazit
Es war wieder eine wunderschöne Zeit auf Palm Beach. Ich würde jederzeit gerne wieder zurückkehren, obwohl ich sonst kleinere Inseln bevorzuge. Palm Beach hat meiner Meinung nach den Spagat zwischen Robinsoninsel und Komfortinsel recht gut geschafft.
Beat
Wir waren von 11. bis 25. Mai auf Palm Beach und verbrachten dort zwei wunderschöne Wochen. Anreise: Nonstop von München nach Male mit Condor. Dann ohne lange Wartezeit weiter mit dem Wasserflugzeug (einmalige Aussicht) nach Palm Beach (ca. 40 min.).
Wir hatten Bungalow Nr. 32 (auf Seite des Hauptrestaurants, ungefähr auf Höhe der Tauchschule). Das Bungalow war sehr gepflegt und sauber, auch das Open-Air Bad ist sehr schön. Von den Liegen vor dem Bungalow und auch vom Bett aus konnten wir den Strand und das Meer sehen. Am schönsten war für uns die Tatsache, dass wir kaum einem Menschen begegneten, weder im Wasser, noch am Strand. Schnorcheln konnten wir direkt an „unserem“ Strandabschnitt. Dort lebte u.a. ein junger Hai und viele andere größere und kleinere Fische.
Zu den Restaurants sind wir entweder gelaufen oder mit dem Rad gefahren. Das Essen war gut (wir hatten Vollpension+ gebucht), und es gab eine große Auswahl an Gerichten, so dass für jeden Geschmack etwas dabei war. Der Service auf der ganzen Insel war hervorragend. Die Angestellten (entweder Einheimische oder aus Sri Lanka) waren nicht nur sehr zuvorkommend sondern auch wirklich nett und lustig. Auch die anderen Gäste waren angenehm. Da wir in der Nebensaison dort waren, war es nicht ausgebucht, so dass man sehr viel Privatsphäre hatte. Auch in den Restaurants am Grill etc. war es nie überfüllt und man musste sich nirgends anstellen.
Wir sind zweimal mit dem Boot zum Schnorcheln raus gefahren. Auch dort waren Betreuung und Service super. Bei Kuredo leben riesige Wasserschildkröten. Mein Mann hat manchmal Fußball mit den Maledivern oder Tennis mit anderen Gästen gespielt. Ansonsten gab es ein Gym, Tischtennis und Squash. Der Spa war auch sehr schön.
Die Animation abends (Modenschau am Pool, Kanuschau auf dem Meer oder Diavortrag der Tauchschule) war auf Italienisch, hat uns aber nicht sonderlich interessiert.
Mit dem Wetter hatten wir Glück, es hat nur ganz selten kurz geregnet, ein Tag war bewölkt mit etwas häufigeren Regenschauern.
Da die Insel sehr naturbelassen ist, gibt es abends Moskitos, deswegen ist es ratsam, ein Insektenmittel für die Haut mitzunehmen. Abends geht ein Mann den Hauptweg der Insel entlang und sprüht dort Moskitogift. Dem sind wir immer aus dem Weg gegangen, um das nicht einzuatmen.
Insgesamt waren wir mit der Insel sehr zufrieden. Sie entspricht einem guten 4-Sterne-Standard.
Auf dem Rückflug ist der Condorflug nach München wegen einem technischen Schaden ausgefallen. Wir hatten ca. 16 Stunden Verspätung. Die Reiseleitung hat uns aber umgehen mit einigen anderen Fluggästen mit dem Speedboot auf eine andere Insel gebracht (Laguna Beach Resort, hat wohl auch 4 Sterne ist aber nicht annähernd so schön wie Palm Beach), wo wir kostenlos in ein Zimmer einchecken konnten und mittags und abends im Restaurant Essen konnten.
Palm Beach Resort:
Als erstes muss ich sagen:
JEDER URLAUB IST SO SCHÖN WIE MAN IHN SICH MACHT!!!
Mein Schatz und ich verbrachten vom 28.05. - 11.05.2006 unsere Flitterwochen auf Palm Beach! Wir hatten in der Woche vor unserem Abflug den vorigen Reisebericht gelesen und die schlimmsten Befürchtungen! Ich hab sogar über unser Reisebüro den Veranstalter DERTour mobilisiert - wenn all die Dinge WIRKLICH zutrafen, dann haben wir uns unsere Hochzeitsreise wirklich anders vorgestellt!!! Fakt ist aber - Gott sei Dank - dass es nicht annähernd so "schlimm" war, wie beschrieben! IM GEGENTEIL! Es war einer unserer schönsten Urlaube!
Die Anreise fing zwar mit einer 3 Std. Verzögerung unseres Fluges weniger gut an, lief aber danach wie am Schnürchen. Die Ankunft in Male und der Transfer zu den Wasserflugzeugen waren perfekt organisiert. Auf der Insel erwartete uns bereits ein Mitarbeiter des Hotels mit einem Begrüßungscocktail. Nachdem wir durch die Verspätung das Mittagessen auf der Insel versäumt hatten, brachte und ein Room- boy extra Sandwiches, Pizza und Obst aufs Zimmer.
Wir waren in einem Bungalow auf Seite der Panorama-Bar untergebracht - der Strand war in diesem Abschnitt traumhaft und das Wasser glasklar ohne Seegras, etc. Da wir keine Taucher sind, haben wir die Welt unter Wasser beim Schnorcheln erkundet. Es war toll, so viele neue Fischarten zu sehen (wir waren das erste Mal in solchen Gewässern unterwegs). Wir haben bei einem Schnorchelausflug sogar Delphine gesehen! Das Problem mit dem Müll im Meer hatten wir übrigens nicht (mehr) - anscheinend gabs im März wirklich Vorfälle, diese wurden jedoch abgestellt.
Die Bungalows sind komfortabel und die Terasse mit den Liegen und der Schaukel ist einfach genial! Sauberkeit wird auf der ganzen Insel großgeschrieben! Jeden Tag sind Reinigungstrupps unterwegs, die Bungalows, Strand, Wege, etc. säubern. Das Personal in JEDEM Bereich ist total freundlich und stets bemüht, dem Gast jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Die Verständigung war mit den meisten kein Problem, da alle Englisch konnten. Einziger störender Punkt: Die Animation war fast ausschließlich in Italienisch, da die Animateure nur gebrochen Englisch sprachen. Dies wurde von uns und anderen deutschsprachigen mehrmals deponiert.
Das Essen war für meinen Geschmack perfekt: von Pasta über Fischgerichte, über indisches Essen, Walatbuffet, etc. bis hin zu frisch gegrillten Spezialitäten war alles zu haben. Wenn man nicht gerade jeden Tag das ganze Buffet durchprobiert, ist die Abwechslung eindeutig groß genug! Vor allem das Nachspeisenbuffet bot jeden Tag andere Köstlichkeiten, kombiniert mit frischen Früchten.
Das Fußballmatch Staff gegen Gäste jeden Donnerstag sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen! Wir "Spielerfrauen" als Cherrleader haben bestmöglich versucht, unsere Männer zu motivieren und was in der ersten Woche noch mit 9:1 für das Staff ein Desaster für die Gäste war, wurde eine Woche später durch ein 6:6 wieder relativiert!
Ich könnte jetzt noch lang weitererzählen, aber um es auf den Punkt zu bringen: Palm Beach war super und wir würden wieder hin fahren!
lg, Gisi
Palm Beach 03.04. - 25.04.06
Vorab: Palm Beach ist eine Insel, die ich keinem - aus den folgenden Gründen - weiterempfehlen würde!
Die Insel:
Die Insel als solche ist wunderbar, keine Frage. Eine wunderschöne Lagune mit schönem Strand. Der Sand ist zwar nur an wenigen Stellen puderzuckerfein, das grobkörnige hält sich jedoch in Grenzen - Barfuß kein Problem.
Allerdings wird der Müll in schwarzen Plastiksäcken direkt im Meer vor der Insel (teilweise im Sichtbereich) versenkt, wobei dieser dann bei Sturm wieder an die Oberfläche gelangt und bei Flut den kompletten Strand mit leeren Flaschen, Kanistern oder gar mit komplett vorhandenen und zugebundenen Mülltüten verdreckt. Ich habe diese Menge von Müll noch auf keiner anderen Insel erlebt, es war ein wirklich trauriger Anblick.
In dem Wasser auf der Nordseite schwimmen regelmäßig undefinierbare Schmutzpartikel, in denen man sich wirklich ekeln würde, würde man dort schwimmen gehen (was eh nicht geht, da das Waser dort viel zu flach ist und sich an vielen Stellen Gras gebildet hat). Erlebt habe ich ähnliches nur auf der Meeru - wenn absolute Windstille war.
Das Inselinnere ist wirklich traumhaft schön, äußerst üppig bewachsen - was jedoch auch handtellergroße Spinnen mit sich bringt - habe ich bisher so auch noch nicht erlebt.
Schlimm ist, dass diese Insel jeden Abend eingesprüht wird - dieses Gift stinkt so sehr, dass der normale Verstand einen davor warnt, diesen Geruch einzuatmen...bei aller liebe, aber da lass ich mich dann doch lieber von Mücken stechen, als dass ich jeden Abend dieses Gift einatme.
Bungalows und Lage der Bungalows:
Die Bungalows sind von Außen nicht ersichtlich, was auf der einen Seite mit Sicherheit sehr schön wirkt. Wer sich allerdings einen typischen Maledivenurlaub dort vorstellt - also am eigenen Bungalow auf der Terrasse sitzen oder liegen, von dort aus direkt aufs Meer schauen oder gar ins Wasser gehen, der liegt auf dieser Insel falsch. Denn die Lagunenseite, wo man schön ins Wasser gehen kann, ist fast nur für italienische Gäste gedacht. Wer zur Nebensaison fliegt, kann Glück haben, zur Hauptsaison nur die, welche regelmäßig wiederkehren und vorher schon ihren Bungalow-Wunsch geäußert haben.
Wir waren Erstbesucher auf Palm Beach und bekamen einen Bungalow auf der nördlichen Seite - also die, wo man nicht ins Wasser gehen kann (kann man schon aber ist eben durchgehend flach). Ein Tausch zur anderen Seite wurde uns auf Nachfrage angeboten: Für ca. 500 Dollar Aufpreis und Lage direkt am Steeg - Benzingeruch inclusive.
Liegt man auf seiner Terrasse, blickt man unmittelbar in die Botanik, das Meer ist nicht zu sehen. Will man sich dort an den Strand legen, kippt man gleich ins Wasser, da der Strand dort extrem abfällt - nicht so auf der südlichen Seite, wobei diese Bungalows aber überwiegend für Italiener gedacht sind.
Folglich hatten wir keine andere Möglichkeit als jeden Tag die Tasche zu packen und zur Sandzunge zu gehen, wo man sich einen Schirm mit weiteren 4 - 6 Personen geteilt hat - eben sehr Maledivenuntypisch und verdammt laut.
Bar / Restaurant
Man sucht auf dieser Insel vergeblich nach einer Bar mit Terrasse, wo man auch normalen Kaffee oder Tee bekommt. Es gibt nur die Strandbar an der Sandzunge - an heißen Getränken nur Espresso. Wer also gerne mal nen Kaffee oder Tee trinken möchte, der muß warten, bis es 17:00 Uhr wird, dann kann man nämlich zum Cafe-Shop (dort nimmt man auch das Frühstück zu sich, was wirklich schön war) und dort bis 18:00 Uhr Kaffee oder Tee zu sich nehmen. Die kostenlosen Snacks, die dort angeboten werden, beinhalten fast ausschließlich Plätzchen und kleine Pizzastücke - nichts für den Hunger.
Das Essen im Restaurant ist zwar wirklich lecker, wiederholt sich jedoch täglich. Auf dem ersten Blick siehts nach viel aus, auf dem zweiten Blick erkennt man dann, dass die gebratenen Zucchinis, Auberginen und Möhren auf zahlreichen Tellern verteilt sind, damit's nach viel aussieht. Ansonsten viel viel viel Salat und 4 warme Gerichte, die sich im 1 - 2 Tagesrythmus abwechseln. Ach ja...und natürlich ne Menge an panierten Sachen und Pasta.
Es gibt aber noch einen Grill, wo man immer frischen Fisch und Fleisch (u.a. Lamm, Huhn) bekommt.
Beim Essen sollte man genauer hinschauen, ich hatte einmal Mäusekot im Salat...spricht nicht gerade für sich.
Italiener:
ja das ewige Thema, was ich ständig überflogen habe, da ich bisher keinen Grund hatte, darüber negativ zu denken.
Hier jedoch wurden die Italiener in der Tat und offensichtlich den anderen Nationen bevorzugt behandelt.
Spürbar bei irgendwelchen Aktionen, die nur auf Italienisch vorgetragen werden, die Verteilung der Bungalows, die Wartezeit bei der Bezahlung der Rechnung (Italiener erhalten ihre Rechnung zuerst - dann die anderen), die Organisation der Rückflieger nach Male (bei einem dänischen Paar, welche auf Male um 20:00 abflogen, bot man ihnen einen Rücktransfer um 06:00 Uhr an). wir mussten 5 Stunden auf dem Flughafen verbringen. Italiener, die fast zur gleichen Zeit vom Flughafen aus abflogen, kamen nach ca. 3 Stunden an - hatten also noch einen angenehmen Aufenthalt auf Palm Beach).
Die ganze Insel spricht italienisch - auch die Malediver. Man wird stets auf italienisch angesprochen. Und da man so schlecht die Möglichkeit hat, seinen Urlaub in Ruhe am eigenen Bungalow zu verbringen, wird man dann auch dem ständigen Lärm an der Sandzunge durch lautes Gelaber gestört.
Fazit:
Diese Insel ist nicht empfehlenswert, wenn man einen typischen Maledivenurlaub erleben möchte!
Palm Beach ist ein Traum! Obwohl wir schon viel von der Welt gesehen haben, hat uns diese Insel einfach umgehauen. Sie ist so schön, dass wir einen eisernen Grundsatz über Bord geworfen haben: Kehre niemals an den gleichen Ort zurück, dafür gibt es auf der Welt zuviel zu entdecken.
Nach dem ersten Besuch auf Palm Beach konnten wir diese Maxime nicht mehr aufrecht erhalten und werden in zwei Wochen das dritte Mal auf diese Trauminsel fahren. Der erste Besuch im Herbst 2003 war eigentlich ein "Unfall": wir wollten nach Vietnam, bekamen aber keinen Flug mehr und ließen uns von unserem Reisebüro beraten. Während mein Freund gleich von dem Foto im Prospekt angetan war (der einsame Sonnenschirm gehört mir!), wollte ich lieber nach Medhufushi. Unser Reisebüro rief dann bei der Einkäuferin von Thomas Cook an, die uns unabhängig von unserer Vorauswahl Palm Beach empfahl. Welch Glück wir hatten!
Unser Besuch hat so süchtig gemacht, dass wir am Tag nach unserer Rückkehr mit einem dicken Blumenstrauß ins Reisebüro gingen und gleich die nächste Reise für das Frühjahr 2004 buchten. Wieder waren wir von Palm Besch begeistert, obwohl das Hotel diesmal - im Gegensatz zum Herbst - ausgebucht war. Trotzdem hatten man nie den Eindruck, die Insel sei voll. An der Beachbar und an der Poolbar waren immer Liegen frei, die Atmospähre ruhig - alles bestens! Dies liegt zum Teil auch daran, dass die Insel zum größten Teil von Italienern frequentiert wird und die nach dem Mittagessen zum Teil bis 16:30-17:00 Siesta halten. Dazu kommen die vielen Ausflüge (zu Nachbarinseln, zum Schnorcheln, Kanu fahren oder Kat segeln (inklusive)) sowie die Tauchgänge am Nachmittag, die dafür sorgen, dass man auf der Insel so viel Ruhe finden kann wie man haben will. Andererseits sind immer genügend Gäste da, um sich zu unterhalten zu können oder aber auch gemeinsam Sport zu treiben.
Es war also auch bei unserem zweiten Besuch ein voller Erfolg, aber wir wollten ja auch noch etwas Neues entdecken, sodass wir im Sommer 2004 auf die Seychellen (La Digue, Mahe und Praslin) flogen. Dort war es auch traumhaft schön - ohne Frage - aber im Herbst haben wir dann doch für das Frühjahr 2005 wieder Palm Beach gebucht.
Die Atmosphäre, die Herzlichkeit, das gute Essen, der tolle Spa und die hervorragende Tauchschule sind schon mehrfach gelobt worden und das auch zu recht! Ich habe Tauchschulen in Australien, Indonesien, Thailand, Belize, den Seychellen, Mexiko, Kuba, Mauritius, Malediven und Kenia ausprobiert - keine war so hervorragend wie der Macana Dive Center! Das Tauchen findet in sehr kleinen Gruppen statt (wir waren nie mehr als vier Personen pro Tauchlehrer, z. T. sogar hatten wir zu zweit sogar zwei Taucherlehrer) und es arbeiten dort ausschließlich Tauchlehrer, also keine Divemaster. Das bedeutet auch, dass sie sehr aufmerksam und professionell sind. Das Briefing ist immer sehr ausführlich, es wird viel unter Wasser gezeigt, alles verläuft äußerst dizipliniert. Ich habe mich nirgendwo so sicher gefühlt wie dort! Tauchen bringt dort einfach noch mehr Spaß als anderswo. Meinen Freund musste ich fast immer zum Tauchen prügeln, er hat es nur meinetwegen getan - auf Palm Beach ist es anders: Dort bekomme ich ihn kaum aus dem Wasser, 29 Tauchgänge waren es im zweiwöchigen Urlaub im Frühjahr 2004.
Wir können Palm Beach nur aus vollstem Herzen empfehlen. Im DERTOUR-Katalog ist es sehr teuer, über Thomas Cook ist es auch als Reisebaustein zu buchen. So sind wir letztes Jahr mit einem verbilligten LTU-Flug geflogen und haben nur Transfer und Hotel über Thomas Cook gebucht. Dieses Jahr sah es mit den Flügen sehr schlecht aus (alle Bundesländer haben Ferien und wir buchten 2,5 Monate vor der Tsunami-Katastrophe), was uns aber nicht von unseren Plänen abbringen konnte: Diesmal fliegen wir über Zürich und dann mit der schweizerischen Chartermaschine von Edelweiss. Diese Möglichkeit herauszufinden, hat zwar Tage in Anspruch genommen, wir sind aber sicher, dass es sich wieder lohnen wird. Wenn wir in vier Wochen zurückgekehrt sind, werden wir davon berichten!
Reisebericht Palm Beach
11.10.04-18.10.04
Palm Beach Ressort – wir lieben Dich. Es ist eine so schöne Insel mit einem tollen Flair, relaxten Gästen und einem allgegenwärtigen tollen Service.
Wir hatten ein deutschsprachige Gästebetreuerin – Eva, der unser Dank gilt und die uns mit ihrem fröhlichen Temperament den Urlaub zusätzlich versüßt hat.
Wir nutzten ein Upgrade von Kuredu nach Palm Beach und waren so glücklich, dieses Paradies gefunden zu haben.
Die Insel hat eine so schöne , ursprüngliche Vegetation, dass man manchmal glaubt im Dschungel zu sein. Wir hatten einen Deluxe Bungi. Es ist schwierig Fotos von diesen zu schießen, da er komplett eingebettet ist in die Natur. Die Ausstattung ist sehr schön, das offene Bad wirklich riesig und von den Nachbarn hört und sieht man nichts. Jeder Bungi hat zwei Holzliegen und zwei Strandliegen, die letzteren schwimmen auch im Wasser- eine originelle Idee. Am schönsten sind die Bungis von Nr 60 bis 80 gelegen. Die Fahrräder, die es kostenlos zu jedem Zimmer in der Bycicle-Clinic gibt, eröffnen einem die gesamt Insel. Kleine Golfcars helfen abends nach dem Drink an der Poolbar den Heimweg zu verkürzen.
Das Essen ist fantastisch - probiert das Fisch – Carpatio !!! Fleisch und Fisch werden frisch gegrillt angeboten in einer ganz tollen Qualität.
Den anderen Reiseberichten könnt Ihr weitere Informationen entnehmen, wir möchten Euch noch etwas anderes berichten. Mein Mann überkam es beim Anblick des fantastischen Fußballfeldes auf Palm Beach und er spielte mit Fußball Gäste gegen Staff. Dabei hatte er einen Unfall und seine Kniescheibe rutschte heraus. Was wir daraufhin an Hilfsbereitschaft seitens der Malediver und des Managements des Resorts erfahren haben, war beeindruckend.
Mein Mann hatte Schmerzen, die der Inselarzt leider nicht betäuben konnte, da solche Medikamente in den Ressorts verboten sind. (Also lieber ein wenig Zurückhaltung bei sportlichen Aktivitäten). Wir wurden ins Krankenhaus nach Neifaru gebracht . Dort waren alle sehr bemüht ,uns zu helfen, mit den vorhanden maledivischen Möglichkeiten . Ein Manager von Palm Beach und Eva wichen nicht von unserer Seite und halfen uns bei den Formalitäten und bezahlten die Rechnungen. Mein Mann musste nach der OP im eine Nacht im Krankenhaus bleiben, liebevoll umsorgt von dem Personal. Eva und ich wurden eingeladen, in der Wohnung des Managers der Krankenhauses zu übernachten.
Zurück auf Palm Beach wurden wir von den Maledivern und dem Managements aufmerksam umsorgt und man half uns, aus der Situation einfach das Beste zu machen. Wir hatten am Pool ein schattiges Plätzchen und das ganze maledivische Fußballteam kümmerte sich um meinen Mann. Massimiliano und Christian ,die italienischen Manager auf der Insel haben immer nach uns geschaut und gefragt, ob Sie irgendetwas für uns tun können. So ärgerlich der Unfall auch war, waren wir doch froh auf Palm Beach zu sein und uns so gut umsorgt zu wissen. Durch die Golfcars konnten wir problemlos zu den Restaurants gelangen. 2 mal am Tage hatten wir Termin beim Inselarzt. Das Spa- superschön übrigens- spendierte meinem Mann eine Behandlung und unser Kellner hätte uns das Essen auch in den Bungalow gebracht.
Am Ende hat das Resort alle Kosten für die Behandlung meines Mannes übernommen. Bemerkenswert besonders für mich, denn ich habe auf Kuredu für eine 10 minütige Konsultation beim Arzt und 3 Pillen 95 Dollar bezahlt. Massimiliano sagt mir zum Abschied und als ich mich für die Kostenübernahme bedankte, Geld ist nicht alles und wir möchten , dass Ihr wiederkommt. Und das werden wir !!!!
Hallo!
Wir waren vom 12.-27.02.2004 auf Palm Beach Island und ich kann nur sagen: „Ich will zurück!!! Es war wirklich klasse dort!“ Gebucht haben wir über Thomas Cook, da andere und vielleicht günstigere Anbieter nicht zu finden waren.
Zur Insel:
Die 1600 m lange und 300 m breite Insel steht unter italienischer Leitung. Das hatte auch zur Folge, dass während unserer Zeit ca. 85% der Urlauber Italiener waren. Für die deutsch- und englischsprachigen Gäste hatte das Management Kati und Nina als Gästebetreuer angestellt, die für fünf Monate ihr Praktikum auf Palm Beach machen. So staunten wir nicht schlecht als wir von den beiden deutschen Mädels begrüßt wurden. An dieser Stelle noch einmal ein dickes, fettes Dankeschön an euch! Eure Betreuung war wirklich klasse und hat uns einen tollen Urlaub bereitet.
Bungalows:
Es gibt drei Arten von Bungalows (Deluxe, Superior und Villen). Wir hatten Deluxe und es war für uns voll ausreichend. Der Schlaf-/Wohnraum war ca. 30 qm groß, hatte einen Deckenventilator und eine Klimaanlage. Er hatte ein offenes Bad mit Badewanne und jeder Bungalow hatte zwei Liegen auf der Terrasse (zur Meerseite), zwei Plastikliegen (schwimmen im Wasser und macht recht viel Spaß! ;-)) und eine große Liegeschaukel. Für jeden Gast gab es, soweit verfügbar, ein Fahrrad, mit dem er die „weiten“ Strecken überwinden kann. Für die bequemeren Urlauber steht auch ein Fahrdienst mit kleinen Wägelchen zur Verfügung. Der Unterschied zwischen Deluxe und Superior ist, dass die Superior-Bungalows dichter beim Restaurant, Bar, Pool, Rezeption etc. liegen. Die Villen sind über zwei Etagen. Oben der Schlafraum mit Blick auf’s Meer und unten der Wohnraum. Sogar ein Whirlpool findet man in den Villen. Jeder Bungalow ist in der weitgehend naturbelassenen, üppigen Vegetation versteckt und hat ne Terrasse zur Meerseite. Die Deluxe-Bungalows von ca. Nr. 45-59 hatten während unseres Aufenthaltes bei Flut nicht so viel Strand, so dass sonnen direkt am Wasser nicht immer möglich war. Dafür konnte man dann auf andere Strandabschnitte (Beach-Bar, Pool, ...) ausweichen.
Mahlzeiten:
Wer nicht satt wurde bzw. nichts nach seiner Mütze gefunden hat, war selber schuld! Das Büfett zum Mittag- und Abendessen war sehr umfangreich. Fisch in allen Variationen (sogar ne Art Sushi), Fleisch, Salate, Pizza, Pasta, Obst, Kuchen, Suppen, … Ich will nicht wissen, wie viel Kilos es mehr geworden sind. Bislang habe ich einen großen Bogen um die Waage gemacht! ;-) Zu den Mahlzeiten waren Bier und Softdrinks im Preis inklusive. Wer Wein, Sekt oder Espresso haben wollte, musste dies bezahlen.
Genial waren die Essenszeiten. Frühstück gab’s von 7.00 Uhr bis 13.00 Uhr, Mittag von 13.00 Uhr bis 14.00 Uhr, Tee von 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr und Abendessen von 20.30 Uhr bis 22.00 Uhr.
Freizeit:
Da die Insel kein Hausriff hat, dass vom Strand aus zugänglich ist, werden morgens (10.00 Uhr) und nachmittags (16.00 Uhr) kostenlose Schnorchelausflüge angeboten. Morgens geht es weiter weg (ca. 1 Stunde Bootsfahrt, 1 Stunde schnorcheln, 1 Stunde Rückfahrt). Nachmittags ist es in der näheren Umgebung (15 Minuten Bootsfahrt, ½ Stunde schnorcheln, 15 Minuten Rückfahrt).
Ansonsten bietet die Insel einen Tennisplatz (Hartplatz mit Flutlicht), Tischtennis, Fitnessraum, Squash, Fußball, Volleyball, Katamaran, Kanu, Windsurfen, Fischen und natürlich Tauchen.
Weiterhin kann man Samstags um 15.00 Uhr kostenlos mit dem Dhoni auf eine bewohnte Insel fahren. Die Gästebetreuer machen dort eine Führung und anschließend hat man noch Zeit zum Einkaufen. Freitags wird jetzt neuerdings um 11.00 Uhr kostenlos ein Halbtagesausflug angeboten. Hier fährt man zuerst schnorcheln, dann geht’s auf eine halbwegs unbewohnte Insel (es wohnen dort eine Familie mit 5 Personen) mit Lunch und zum Baden. Gegen 16.00 Uhr ist man dann wieder zurück.
Wer will kann sich für einen Tag ein Dhoni für 200 Dollar mieten. Es werden dann Stellen angefahren, die man gerne sehen möchte. Wir wollten z.B. Mantas, Delphine, Schildkröten, Haie sehen, auf einer unbewohnten Insel Mittagessen und an einem Wrack schnorcheln. Diese Wünsche haben wir bis auf das Schnorcheln am Wrack wegen schlechtem Wetter auch erfüllt bekommen. Es war einfach ein supertolles Erlebnis mit ca. 8 Mantas zu schnorcheln, die förmlich im Wasser tanzten. Die Bootcrew war wirklich nett und wollte uns zum Lunch einen Fisch fangen, doch leider war ein gieriger Barrakuda schneller und hat uns unseren Fisch vom Angelharken geklaut.
Auch das Nachtfischen (10 Dollar pro Person) ist empfehlenswert. Maximal 8 Gäste können auf einem Dhoni mitgenommen werden. Wir waren nach dem ersten mal so begeistert, da wir mit Michael, Regina, Fred, Silke und Kati so viel Spaß hatten und es tatsächlich mal geschafft haben, dass zwei Italiener in der Minderheit waren, dass wir es noch ein zweites mal mitgemacht haben. Natürlich auch unserer sportlicher Ergeiz spielte eine Rolle, denn wer will schon ohne Fisch nach Hause kommen, oder? ;-)
Nicht zu vergessen ist das Coconut Spa, dass vor 5 Monaten an anderer Stelle neu eröffnet wurde. Dort kann man sich von den balinesischen Masseusen verwöhnen lassen, die ihr Handwerk wirklich verstehen. Toll ist das „Schokoladen-Vergnügen“ für Zwei! Erst ein Peeling, dann eine Schokoladenmassage und anschließend ein Bad in Schokolade! Herrlich kann ich nur sagen!
Tauchen
Die Tauchschule steht ebenfalls unter italienischer Leitung und ist einwandfrei. Leo, einer der Tauchlehrer, konnte allerdings sehr gut deutsch. Es werden täglich zwei Ausfahrten gemacht. Morgens geht es um 9.00 Uhr und nachmittags um 15.00 Uhr los. Morgens geht es wie beim Schnorcheln weiter weg von der Insel. Hierbei können bis zu zwei Tauchgänge gemacht werden. Nachmittags bleibt man in der näheren Umgebung. Während unserer Tauchgänge im Lhaviyani-Atoll haben wir viel gesehen: Mantas, Haie, Stachelrochen, Schildkröten, Muränen, Fischschwärme etc.
Es war für uns ein wunderschöner Urlaub. Ganz viel Spaß hatten wir auch mit Michael, Regina, Fred und Silke, die wir dort kennen gelernt haben. Durch uns wissen die Italiener, dass Regen am Abend nicht wehtut und ein Bad in vollen Klamotten im Pool eine Mordsgaudi ist. Hoffentlich klappt es wirklich mal mit einem Treffen. Es war wirklich klasse mit euch.
Palm Beach Island ist wirklich zu empfehlen. Bei der Abreise dachte ich nur: So müssen sich Adam und Eva bei der Vertreibung aus dem Paradies gefühlt haben, denn -2°C und Schnee in München war wirklich nicht so schön wie Palm Beach Island.
Melanie und Martin
Wir waren vom 17. Febr. bis 06. März 2003 auf Palm Beach in Urlaub.
Die Insel ist sehr stark mit Palmen und verschiedenem Buschwerk bewachsen. Sie ist 1300 m lang und misst an der breitesten Stelle 350 m. Dadurch bedingt ist es für einige Bungalows ein weiter Weg zu Rezeption und Restaurant.
Dieses vermeintliche Manko hat das Insel-Management sehr elegant gelöst; für jeden Urlauber steht ein Fahrrad zur Verfügung. Wer nicht ganz sattelfest ist, kann jederzeit über die Rezeption ein Club Car ordern (kleines Fahrzeug für 5 oder 7 Personen).
Die Bungalows sind sehr großzügig angelegt. Zwischen Terasse und Meer ist immer ein breiter Streifen Buschwerk, so dass man keine Probleme hat, ein Schattenplätzchen zu finden. Die Strände sind ein Traum. Bei Ebbe kann man die komplette Insel barfuß umrunden.
Die Insel steht unter Italienischer Leitung. Natürlich prägt dies auch das Angebot der Speisen, die in Buffetform serviert werden. Das Speisenangebot ließ selten einen Wunsch offen; Salat, Gemüse, frisch gegrillter Fisch oder Lamm oder Beef und natürlich Pasta in vielen Variationen. Es gab fast täglich eine Ecke mit Spezialitäten der Malediven oder Indien.
Da wir gerne schnorcheln, fiel uns am Anfang die Orientierung etwas schwer. Ein Hausriff in der gewohnten Form existiert nicht. Aber auch hier hatte das Insel-Management eine gute Alternative zu bieten. Es gab täglich 2 geführte Schnorchelgänge mit fachkundiger Betreuung. Morgens um 9:30 Uhr fuhr ein Dhoni zu einem 3-Std.-Trip hinaus ( 1 Std. hin, 3/4 Std. schnorcheln, 1 Std. zurück). Nachmittags um 16:00 Uhr ging es in gleicher Art zu einem Ziel in der näheren Insel-Umgebung. Alle Trips wurden von Ali, einem erfahrenen Schnorchel-Guide und von mehreren Gästebetreuern begleitet. Die Trips waren kostenlos und es war auch keine Anmeldung notwendig. Bei vielen Trips haben wir große Delphin-Schulen gesehen, die auch dicht vor dem Dhoni gekreuzt sind.
Die abendlichen Sonneuntergänge haben wir fast immer von der westlichen Sandbank aus genossen. Leider war die dort installiert Beach-Bar zu diesem Zeitpunkt nicht bewirtschaftet, sonst hätten wir sicher den Sonnenuntergang mit einem Cocktail in der Hand erlebt.
Da wir nicht tauchen, können wir zur Tauchschule nichts berichten.
Alles in Allem war es eine tolle Insel mit einem hohen Erholungswert.
Ilse und Karl-Heinz
aus Mainz am Rhein
Madiri-Guraidho <-> Palm Beach Resort
Wir haben 2 Wochen Palm Beach Island , vormals Madiri-Guraidho bei Kreutzer gebucht, vom 19. Januar bis 3. Februar 2003.
Palm Beach Island, ca. 1300 Meter lang und 300 Meter breit, seit 4 Jahren touristisch erschlossen mit 100 Bungalows, liegt im Lhaviyani Atoll ca. 130 Km nördlich von Male. 19. Januar 22 Uhr abends: Abflug von Flughafen Frankfurt mit Condor über Colombo nach Male.
Ankunft gegen 15:30 Ortszeit am folgenden Tag.
Transfer zu Maldivian Air Taxi und 40 minütiger Flug nach Palm Beach mit De Havilland Twin Otter und sehr netten skandinavischen Piloten. Unkonventionelles Anlegen direkt am Strand und wir hüpften ins Wasser um von K... aus München begrüsst zu werden, die als studienbegleitendes Praktikum deutschsprachige Touristen auf dieser Insel betreut(e). Unser Gepäck wurde bereits zu unserem Bungalow transportiert während wir von K... mit einem Elektromobil oder Golf Caddy zur Rezeption gefahren wurden. Hmmmm.
Es gab einen Fruchtsaft zur Begrüßung und wir mussten die Anmeldeformalitäten erledigen. K... machte uns auf sehr nette Weise mit den Einrichtungen der Insel vertraut, besonders gefiel uns die Möglichkweit, Fahrräder auszuleihen um die Entfernungen auf der Insel etwas flotter bewältigen zu können. Kurz darauf wurden wir zu unserem Bungalow gefahren, ca. 1 Kilomter von dem Restaurant usw. entfernt, nahe der nordwestlichen Sandzunge hatten wir die Einsamkeit gefunden, die wir suchten. Die Bungalows sind aus Stein gebaut mit konventionellen Dachpfannen gedeckt. Grundfläche von fast 70 qm mit offenem Badezimmer, und großem Schlafzimmer mit abgeteiltem Kleiderschrank (Ankleidezimmer) na ja, wie mans nimmt.
Sehr schöner Ausblick vom Zimmer auf das Meer und den Strand, vom Bett aus konnten wir das Meer sehen. Ausstattung mit Klimaanlage, Deckenventilator, Fernsehgerät und Minibar. Kurzum allerlei überflüssiges für meine Begriffe. Minibar, Klimaanlage und Fernsehen wurden nicht benutzt. Der Bungalow ließ sich wunderbar am Nachmittag durchlüften so dass Abends angenehme Temperaturen von ca. 28 Grad zu erreichen waren. Somit wurden wir vor jeglicher Erkältung bewahrt. Die Bungalows sind in die natürliche Vegetation integriert und vom Strand aus fast nicht zu sehen. Die Beschränkung auf insgesamt 100 Bungalows, mithin also maximal ca. 200 Gästen auf dieser Insel, führt zu einer relativ behutsamen touristischen Nutzung, was auch angenehm spürbar ist. Man findet seine Ruhe.
Im Zuge der touristischen Erschließung wurde die Infrastruktur auf der Insel aufgebaut. Es gibt eine Ringkanalisation mit angepasster Kläranlage.
Die geklärten Abwässer werden zur Bewässerung von Obstgärten usw. benutzt. Süßwasser zum Duschen usw. wir durch eine Meerwasserentsalzungsanlage aufbereitet, Technologie: Filterung durch Mikrofilter und anschließender Umkehrosmose. Es gibt Vorratsbehälter für Süßwasser als Puffer für Spitzenbelastungen. Stromerzeugung über 4 Dieselgeneratoren mit Spitzenbelastung von 600 KW/h. Nach Aussage eines Maledivischen Technikers werden täglich für den Betrieb der Infrastruktur ca. 15 Barrel Öl benötigt um den Energiebedarf der Insel zu decken. Das sind mehr als 2300 Liter Öl täglich. Wir haben allerdings bei manchen Bungalows auch Sonnenkollektoren zur Erzeugung von Warmwasser entdeckt, es wundert nur, dass dies nicht überall umgesetzt wird. Auf Nachfrage wurde uns durch das Engagement von K... eine Führung durch die technischen Anlagen ermöglicht, wofür sich aber wohl recht selten Touristen interessieren.
Originalaussage eines Touristen hierzu, im Urlaub wollen wir doch nur Spaß haben, und uns nicht mit Problemen herumschlagen.
Nun gut, ich sehe das anders.
Die Insel besteht in weiten Teilen aus eher undurchdringlichem Dschungel mit dichtem Buschwerk, es gibt künstlich angelegte Wege die mit Sand aufgeschüttet wurden, als Fundament hat man offensichtlich Sandsäcke im morastigen Untergrund versenkt. Im südöstlichen Teil liegen die Restaurants und die Rezeption. In der zentralen Mitte der Insel liegen die Unterkünfte der maledivischen Angestellten, auf Anfrage wurde mir mitgeteilt dass hier ca. 180 Malediver arbeiten und leben. Somit wäre bei einer touristischen Auslastung von 90 % ein Malediver zur Betreuung eines Touristen eingesetzt. Es gibt eine eigene Tischlerei, die mit modernen technischen Geräten ausgestattet ist und wo sämtliche Einrichtungen für die Bungalows hergestellt werden. Die Verpflegung auf dieser Insel besteht aus Frühstück (von 8:00 bis 12:00), Mittagessen (13:00 bis 14:00), Teestunde (17:00 bis 18:00) und Abendessen (20:30 bis 22:00). Da die Insel unter Italienischem Management betrieben wird, kommen ca. 90 % der Gäste aus Italien, während unseres Aufenthaltes haben wir noch Japaner, Schweizer und Österreicher kennengelernt. Die inoffizielle Amtssprache ist Italienisch und wir waren zu Anfang doch recht verwundert, dass uns Malediver auf italienisch gegrüßt hatten.... Davon abgesehen ist das Essen eben auch italienisch geprägt und hier sehe ich den besonderen Vorteil, es schmeckt einfach sehr lecker und ehrlich gesagt habe ich noch nie ein so gutes und abwechslungsreiches Buffet erlebt wie hier. frischer Fisch, gegrillter Fisch , Antipasti, Sushi usw...es ist einfach ein kulinarischer Hochgenuss, ohne wenn und aber. einfache Getränke, dazu gehört auch Bier, sind inclusive. Zusätzlich zu dem guten Essen gibt es täglich Ausflüge mit dem Boot, Schnorcheltouren zu Korallenriffen oder unbewohnten Inseln, morgens um 9:30 bis 12:30 und eine kurze Tour Nachmittags von 16:00 bis 17:00. Die Schnorchelmöglichkeiten direkt an der Insel sind arg begrenzt, westlich der Insel ist eine schöne Lagune mit Sandstrand, wo man auch bei Ebbe gut baden kann, das Wasser ist jedoch wegen des Sandes eher trübe und man kann kaum Fische sehen. Auf der östlichen seite mit dem vorgelagerten Korallenriff könnte man bei Flut eventuell Richtung Riff schwimmen, jedoch haben wir das aufgrund der wirklich starken Strömung schnell abgebrochen, es ist nicht möglich in der Strömung als geübter schwimmer seine Position zu halten und man würde unweigerlich an der Insel vorbei ins Atoll abgetrieben. Aus diesem Grund werden wohl die kostenlosen Ausflüge per Boot angeboten. Überall auf der Insel sieht man den Einfluß der Klimaveränderung (steigender Meeresspiegel). Die Sandzungen im Süden und Norden schrumpfen von Jahr zu Jahr, überall sieht man Stümpfe von Kokospalmen meter weit im Meer liegen, das Meer frisst die Strände, ganz eindeutig. Als Resümee bleibt uns jetzt, 4 Tage nach Vertreibung aus dem Paradies, nur der Gedanke, es war schön und wir wollen wieder dorthin zurück, trotz aller widersprüche, trotz aller Kosten, (es ist teuer aber den Preis wert = preiswert).
In den nächsten Wochen werde ich Bilder und weitere Berichte im Ramen eines Internetauftrittes publizieren. Soweit meine Freizeit es zulässt.
Ich freue mich über feedback
Stephan