Rangali-Hilton
   

Rangali Hilton:

Wir haben einen kurzen Ausflug von Mirihi zur Rangali gemacht, da ich sehr neugierig auf die Insel war, übernachtet haben wir dort nicht!

Carolin hat uns drüben angemeldet und die Doni gebucht (kostet 53 USD, egal wieviel Personen mitfahren - Schnellboot ist viiiel teurer) und so sind wir in 30 Minuten rüber gefahren. Dort sind wir herzlich von einer deutschen Gästebetreuerin empfangen und rumgeführt worden. Wir konnten uns ein Standard Bungalow, ein Delux Bungalow und ein Standard Wasserbungalow anschauen (es gibt aber noch mehr Kategorien! Von 2 Super Mega Delux Wasserbungis für Leute, die nicht mit dem Geld wohin wissen zu den SpaVillen die einen angeschlossenen Massageraum haben, ist ein eigenes "Resort" mit eigenem Empfang und Retsaurant-das darf auch vona nderen benutzt werden und umgekehrt )....und natürlich den Rest der Inseln.

Rangali bestaht aus zwei Inseln die mit einem Steg verbunden sind. Auf der Hauptinsel sind die Strandbungis und auf der anderen die Wasserbungis, insgesamt 130 oder 150 (weiß es nicht mehr genau). Wem der Steg zu heiß wird, kann auch mit eine kostenlosen Fähre (Doni) von einer Insel zur anderen fahren, es stehen auch Golfcarts für Gäste zur Verfügung (was dann entweder verwöhnte Gäste oder weitere Wege schon ahnen läßt). Der Weg zu den Wasserbungis war schon recht weit , bei knallender Sonne bestimmt nicht immer angenehm. Die Pflanzen auf beiden Inseln sind seeeehr gepflegt! Eine wirklich wunderschöne Anlage!!! Restaurants gibt es auf beiden Inseln (ich glaube es waren 6 Stück). Das Unterwasser Restaurant haben wir nur von oben gesehen. In der Nähe der Bar ist auch der Swimmingpool. Dieser ist sehr schön gelegen, so das man meint man würde in Meer schauen (kann ich nciht beschreieben, sorry), ein paar Sonnenliegen stehen auch im Pool, sieht wirklich schön aus! Wassersport möglichkeiten ohne Ende, vom Jetski, Katamaran, Wasserski usw., ein Glasboot für Nichtschwimmer!
Die Tauchbasis liegt in der Mitte der Insel, was ich als unpraktisch fand. Die Gästebetreuerin konnte mir auch nicht viel zur Basis oder den Tauchgebieten sagen, da sie selbst nicht taucht, sie meinte nur es würden alle Tauchgänge von Booten ausgehen. Später haben wir jedoch zwei Taucher in Montur über die Insel laufen sehen. Es gibt aber wohl ein Hausriff (würde dazu selber genre einiges erfahren). Der Empfangsbereich ist schon ein Hit, super schick und modern! Über all stehen Lümmelsofas oder Schmuseliegen rum :o)

Ein riesen Shopping bereich, der eine vergessen läßt wo man ist. Das super schöne Fitnesstudio ist im 2ten Stock und man hat Blick aufs Meer, was sehr einladend ist! Im Gymnastikraum werden verschiedene Programme angeboten, von Joga bis zu Pilates (das meiste allerdings gegen Gebühr).

Durch den Bau des Unterwasserrestaurant haben sie eine "künstliche" Insel geschaffen (irgendwo mußten sie den "Schutt" ja hintun), auf dieser war zZ eine Leinwand aufgebaut, wo die sehr internationalen Gäste (überwiegend Asiaten, Engländer und leider weniger Schweizer und Deutsche) die WM verfolgen konnten. Was mit dieser Insel noch geschehen soll steht offen )(so groß ist sie auch nicht).

Nun zu den Strandbungis die wir sehen durften...WOW sag ich da nur!!!! Wirklich traumhaft schön! Man kommt durch die Tür in eine Art Garten, dort ist eine Badewanne (sieht eher aus wie ein großer Whirlpool) überdacht mit Ventilator auf der einen Seit und auf der anderen Seite ist die Dusche mitten im garten im freien (ob das allerdings bei Sturmwetter und Regengüssen IMMER so toll ist möcht ich fast bezweifeln) die wunderschönen Waschbecken sind zwar ebenfalls im Garten aber überdacht, Toilette ist im inneren Bereich. Die Bungis sind sehr hoch und alles mit hohen Fenstern die sich zur Seite schieben lassen, durch den hellen Granitboden ist alles sehr schön hell und kühl. Die Einrichtung ist traumhaft schön, riesige Betten, eine sehr schöne Sitzgelegenheit, Kaffeautomat und Wasserkocher sind Standard, jedes Zimmer hat dort einen Flachbildschirm. Die Terrasse ist überdacht und liegt sehr versteckt im Grünen. Ein Weg durchs Grüne führt dann zum Strand, wo jeder noch eine eigene Liege hat. Aufgefallen ist uns an diesen Stränden allerdings das er zu schmal ist, es war gerade mal Platz für die Liege und dann war da auch schon das Wasser, zum rumlaufen sehr eng. Wir haben allerdings auch nur eine Seite gesehen, gut möglich das die andere Seite mit den Delux Zimmern mehr Platz bzw. mehr Strand hatten. Der Unterschied zu den Delux Zimmern war gar nicht sooo doll, die Zimmer waren etwas größer, das Bad war ein wenig anders in der Anordnung (noch feudaler) und jeder Bungi hat einen kleinen Pool der in der Form jedesmal variiert....ebenfalls traumhaft schön! Diese Badewannen hatten es mir angetan, mit Blumen geschmückt und mit Kerzen umgeben...hmmmm himmlisch romantisch (nur wer braucht das unbedingt? wie oft benutzt man es dann wirklich?wie lange braucht das Wasser jedesmal?? )

Die Wasserbungis sind in Holz gehalten, die Badewanne ist dort eine "normale" Badewanne, das Bad sehr großzügig schick. Mir persönlich haben die Strandbungis aber besser gefallen, auch von der Lage her (aber ich bin eh ein Strandbungityp).
Nach Auskunft der Gästebetreuerin ist es möglich angesammelte Hilton Punkte dort einzulösen (ist ja nicht in jedem Hiton möglich).

Die Preise der Standard Strandbungis sind übrigens zu dieser Jahrezeit im Vergleich zu Mirhihi nur unwesentlich teurer (was bei den anderen Zimmern aber ganz ander aussieht!!!) und somit fand ich den vergleich zur Mirihi sehr gewaltig, denn von der Ausstattung und größe und überhaupt, kann Mirihi nicht mithalten! Das sag ich ganz ehrlich! (das aber kommt später)
Die Preise an der Tauchbasis haben sich auch nichts gegeben (sie schienen mir sogar eher günstiger zu sein - aber das "Kleingedruckte" habe ich auch nicht gelesen)

Die Preise im Restaurant waren ebenfalls nicht gravierent (im Schnitt 50Cent teurer), dafür war die Auswahl bei Essen und Getränken schon wirklich ansehbar! Was natürlich bei über 300 Gästen auch machbar ist. Wir haben dort je eine Wrap mit Pommes gehabt (für 20USD) der super lecker war. Auch dort hatte ich keine Bedenken bezüglich der Eiswürfel (hatte auch keine Beschwerden danach).

So nun zu dem was uns nicht gefallen hat: durch die internationalen Gäste kam uns das etwas unpersönlich vor (kann man aber bei nur 2 Stunden Aufenthalt nun wirklich nicht beurteilen).
Dadurch das die Insel doch etwas größer ist und man vom Inneren aus kein Wasser sieht, kam bei uns kein Inselfeeling rüber, wir hatten eher das Gefühl in einer wunderschönen Hotelanlage am Strand zu sein als auf einer kleinen Insel auf den Malediven.
Mein Fazit: eine traumhaft schöne Anlage mit turboaffengeilen Zimmern, die ich gerne mal für 2-3 Nächten besuchen möchte, aber Urlaub möchte ich doch lieber auf einer kleinen Insel wie Mirihi machen. D.h. unserem nächsten Urlaub werden wir wieder auf Mirihi verbringen, aber unsere Hilton Punkte im Anschluß auf Rangali verbraten :o)

So nun zu einem Bericht den ich als Zuhörer nur weiter geben kann. Aber so negativ das ich doch davon Berichten möchte.
Wir hatten eine junge Familie (2 Kinder, ca 2 und 5 Jahre alt) im Flieger wiedergetroffen, die uns von Soneva Fushi (6Sterne!) erzählten. Sie hatten dort ein Zimmer mit eigenem Pool gebucht, dieser Pool wurde nach 10 Dollar Trinkgeld dann auch endlich mal gesäubert, sa das die Kinder endlich darin schwimmen konnten. Die Sauberkeit ließ wohl generell etwas zu wünschen übrig. Durhc die größe der Insel waren Fahrräder angebracht, nur diese waren meist fahruntauglich, auch der Wunsch zur Reparatur ließ immer sehr lange auf sich warten. Im Restaurant mußten sie generell den Tisch selber jeden Tag aufs neue für 4 Personen zurecht schieben. Teller und Besteck schienen irgendwie Mangelware zu sein, das sie so manches Frühstück auf den Untertassen zurcht machen mußten (weil sie nicht länger auf noch Teller warten wollten). Ein Obstkorb für die Kinder, der aus 2 Äpfeln und 2 Orangen bestand kostete schon mal 30 USD! Der unverschämter Weise am nächsten Tag nicht neu aufgefüllt wurde, sondern nur ergänzt wurde (wieder 30 USD!). Die Familie wurde die Reihe durch alle krank, der Kleinste so schlimm ,das er ins Krankenhaus mußte und dort an den Tropf mußte. Beschwerden über das Essen und der mangelnden Hygiene wurde abgeblockt. Das Essen für die Kinder zu einem früheren Zeitpunkt zu bekommen war dort nicht möglich. Sie haben erzählt, das sie schon mal mit den Kindern auf den Malediven waren und sie damals eine Insel mit Kinderbetreuung und Spielgelegenheiten(Spielplatz) hatten (weiß aber nicht wo das war) und auf dieser Insel nicht davon gab.
Sie meinten es wäre ich schlechtester Urlaub aller Zeiten gewesen und die Malediven seien für sie nun Tabu (und das nach eine Reise für 25000Euro!).

 


 

Reisezeit 27.06.06 – 12.07.06

In den vorangegangenen Berichten wurde bereits hinlänglich über die Qualität und Ausstattung gesprochen und ich kann den Ausführungen nur Zustimmen.

Meine Frau und ich haben unsere Flitterwochen im Hilton verbracht, wie ca. 75% der restlichen Urlauber und wir sind absolut begeistert.

Der Service in dem Resort ist sehr gut, durchweg sind wirklich alle Angestellten die man trifft freundlich, egal ob Gärtner, Roomboy oder Restaurantmanager.

Die Atmosphäre ist ganz leger und locker, man fühlt sich dort sehr schnell wie zuhause und kann herrlich entspannen.
Für mich ist in dem Zusammenhang wichtig, dass man sich trotz 5 Sternen und gutem Service noch normal fühlt. Meine Frau und ich sind guten Service gewohnt, haben zuhause aber keinen Butler, brauchen also auch im Urlaub keinen (wie z.B. auf Reethi Rah).

Obwohl man auch im Hilton nichts (wirklich nichts) selber machen müsste.
Der für mich schönste Ausspruch in dem Zusammenhang kam von unserem Betreuer, der uns die Villa erklärte: „Wenn Sie die Sonnenliege verstellt haben möchten, rufen Sie bitte das Housekeeping an“.

Von meinem Reisebüro wurden mir die Deluxe Beach Villen empfohlen, da die Wasservillen im Gegensatz zu den Beachvillen noch nicht renoviert waren und diese Empfehlung war Gold wert. Die Beach Villen sind wirklich TOP, mit allem Komfort und angemessen groß. Wir hatten #239, eine etwas abgeschiedenere Villa die in der nähe zum Spa-Retreat liegt.
Empfehlenswert sind meiner Ansicht nach die Spa Anwendungen in dem sogenannten Spa-Retreat. Ich habe das erste mal eine Thaimassage bekommen und kann nur sagen „göttlich“.

Die Nebenkosten sind hoch (z.B. Heineken 6,60$, Cola 6,00$ inkl. Service) aber man bekommt wirklich alles was man möchte egal ob Champagner, Zigarren oder eine leckere Wasserpfeife. Insofern wenn man dort ist, einfach genießen und nicht an die Nebenkosten denken. Auch wenn man am Reiseende nur für die Nebenkosten einen „normalen“ Urlaub machen kann.

Wichtig: Es werden hier wirklich keine Schuhe benötigt!

Also viel Spaß auf der Insel

bjoern.rummel (at) gmx.de
(Say no to Spam: einfach at durch @ ersetzen)

Bilder zum Bericht
 


 

Hotel
Das Hotel verteilt sich auf 2 Inseln, die mit einem langem Steg miteinander verbunden sind. In der Mitte ist die Plattform an der der Wasserflieger anlegt. Auf der Hauptinsel befinden sich die Beach und die Beach-Deluxe-Villen, an der Spitze ist das Over-water-Spa mit den Spavillen. Auf der Hauptinsel ist auch der Pool, das Unterwasserrestaurant Ithaa, die Tauchschule, einige Shops etc. Auf der anderen Insel gibt es nur die Wasserbungis in verschiedenen Kategorien und ein Spa und Restaurant. Die Anlage ist recht neu und alles in Top Zustand. Die Architektur ist modern mit asiatischem Einschlag. Die Sauberkeit war überall perfekt. Die Gäste sind international und vom Baby bis zu Rentner trifft man hier alles.

Lage
Rangali liegt im Süd-Ariatoll und ist in 40 Minuten mit dem Wasserflieger zu erreichen. Man wird von seinem Island Host direkt vom Wasserflieger abgeholt. Der erklärt einem alles, führt einem auf Wunsch über die Insel und ist den ganzen Urlaub für einen zuständig. Man bekommt seine Telefonnummer und kann sich immer an ihn wenden wenn man ein Problem hat. Durch die Lage der 2 Inseln leicht V-förmig zueinander hat man eine "geschützte große Lagune" wo man zumindest auf der Seite der Hauptinsel sehr gut schwimmen kann da es recht schnell tief wird aber kein Riff auf dieser Seite ist.

Zu den Ausflügen kann ich nicht viel sagen. Wir haben nur einen gemacht, die Sunsetcruise. Da wir auf Honeymoon dort waren bekamen wir einen Halbtagesausflug geschenkt und wir haben uns dafür entschieden. Normalerweise kostet das ca. 80$ pro Person. Es geht gegen 17.00 los mit einem großen Motorsegelschiff. Man kann bequem auf dem Deck auf Matratzen liegen, bekommt später dann Häppchen und Champagner und auch Wasser. Wir hatten viel Glück und haben ganz viele Delfine gesehen die auch teilweise direkt neben dem Boot hergeschwommen sind. Ein anderer Ausflug bietet nämlich die Suche nach den Delfinen extra auch für den gleichen Preis an und so hatten wir beides auf einmal. Die Tour dauert bis ca. 20 Uhr und man schippert gemütlich in den Sonnenuntergang. Es werden noch einige andere Ausflüge wie Inselhüpfen angeboten, haben wir aber nicht gemacht da die Inseln die dabei besucht werden kennen wir schon.

Service
Der Service war perfekt, es gab nichts zu bemängeln. Alle hatten immer ein Lächeln auf den Lippen und die Bedienung in den Restaurants war sehr schnell. Es gab auch einen kostenlosen Internetzugang mit 4 Plätzen (oberhalb der Ladenarkaden). Dort war auch ein Fernseher und die internationale Bibliothek mit Büchern und Zeitschriften, die die Gäste dort gelassen haben. Im Zimmer gab es jeden Tag kostenlos eine 1,5 Literflasche mit Wasser für die Nespresso Kaffeemaschine. Die Kapseln mit den verschiedenen Kaffeesorten sowie viele Teesorten und eine kleine Milch am Tag gab es ebenso umsonst dazu. Am Strand erproben sie gerade ein neues "Flaggensystem" für den Strandservice. Jede Liege hat einen Stab mit roter Flagge dran und wenn man die neben sich aufstellt dann kommt der Beachservice. Bis jetzt läuft der immer so seine Runden und bringt Cocktails oder den "Salat des Tages" oder was man sonst so will. Es gibt auch einen Brillenputzer der hin- und wieder vorbeikommt. Zwischen den beiden Inseln fährt auch den ganzen Tag ein kostenloses Shuttle-Dhoni. Der Wäscheservice hat auch perfekt funktioniert. Im Zimmer gab es sehr hochwertige Pflegeprodukte (Shampoo, Conditioner, Duschgel, Bodylotion) in sehr hübschen Keramikgefäßen (kann man im Shop kaufen), 2 große Regenschirme und 2 Helly Hansen Regenjacken (brauchten wir zum Glück nicht, das Wetter war super im Gegensatz zu der Woche davor die wir im Süd-Male-Atoll verbrachten), 2 Frottebademäntel und 2 kurze Stoffbademäntel und Flip-Flops. Jeden Tag gab es 2 Stück Obst als Geschenk aufs Zimmer (bei den Spawasservillen gabs eine ganze Obstschale).

Da wir Flitterwöchler waren bekamen wir vom Hotel eine Flasche Champagner und wie oben erwähnt den Ausflug und ein Bild von uns mit hübschen Rahmen.

Gastronomie
Es gab sehr viele Restaurants verteilt auf die 2 Inseln. Wir hatten Halbpension gebucht und waren damit voll zufrieden. Auf der Hauptinsel gibt es das Atoll Market, dort ist Frühstück, Mittag und Abendessen für die gebuchte Verpflegung. Es ist immer alles in Buffetform und sooo unbeschreiblich lecker und vielfältig wie ich es noch in keinem anderem Hotel hatte. Es gibt freie Platzwahl sowohl drinnen (alles mit Sandfußboden) und draußen (unter Bäumen, also auch Schatten in der Früh möglich). Es gibt von auf Wunsch zubereiteten Omelett über asiatische Speisen (essen hauptsächlich die Landsleute, wers in der früh mag), über zig frisch gepresste Säfte, Gebäck etc. noch ein unglaubliches Obstbüffet. Es gab bestimmt 20 Sorten Obst, als Ganzes oder in Stücken oder in Sirup. Wir haben das geliebt, vor allem da man da Sorten essen konnte die es bei uns kaum zu kaufen gibt wie Mangosteen, Dragonfruit, Passionfruit usw.

Abends gab es immer "Showkochen" in den verschiedenen Büffetteilen. Die waren: Internationales Vorspeisenbüffet mit Salat (und superleckerem Dressing), Chinesisch, Japanisch (auch Sushi), Indisch, Italienisch sowie einer Barbecuestation. Das Dessertbüffet war aber für mich Süßspeisenfanatiker der Oberhammer: Es gab immer ca. 10 Sorten Mövenpickeis mit allen erdenklichen Toppings, viel Obst (sei es am Spieß oder mit warmer Schokosauce) und ca. 20 verschiedene Torten, Kuchen Cremes etc. eines hübscher präsentiert als das andere. Wir waren vollkommen zufrieden mit allem, besser gehts auch nicht!! Im Ithaa Unterwasserrestaurant haben wir nur für 20$ pro Person den Cocktail mitgemacht (ist um 11.30) um es mal gesehen zu haben. Es war dort nett aber mehr auch nicht. Der Cocktail ist ein Glas Champagner mit blauem Bols und dann kann man unten eine Stunde sitzen oder stehen und die Fische anschauen. Allerdings gibt es da kaum was zu sehen und wenn dann eher die normalen "nur silberfarbigen". Ich hätte mir da mehr erwartet und war froh nicht die 200$ für ein Abendessen dort ausgegeben zu haben.

Auf der anderen Insel gibt es auch ein Restaurant in dem alle frühstücken können und auch die HP Gäste Abendessen können (allerdings nach Karte) und da wir das Büffet so toll fanden und es immer dort was Neues gab haben wir das nie gemacht. Im Spa-Village gibt es ein "gesundes Restaurant" wo auch nur die Gäste von den Spavillen essen oder andere gegen Aufschlag. Es gibt dann noch 2 oder 3 andere Restaurants die wir aber nie besucht haben. Die Getränkepreise sind hoch, halt dem Standard der Insel angepasst. Ich weiß es nicht mehr genau, aber ein Cola war so um die 5,5$.

Frühstück gabs bis 11 Uhr (war super, auf unserer vorigen Insel haben die einem um 9.30 vom Stuhl gekippt und es gab Ermahnungen doch früher zu kommen und das im Urlaub) und Abendessen ging ab 19 Uhr los. Da man nie den selben Kellner hatte war es schwierig mit den Trinkgeldern da ja alle sehr nett und bemüht waren. Wir haben erfahren dass man an der Rezeption ein Kuvert abgeben kann mit Trinkgeld und dann z.B. Restaurant Atoll-Market draufschreiben oder Gärtner. Mir diesem Geld wird dann für die Angestellten ein Ausflug mit Picknick und so organisiert. Auch eine schöne Idee...

Sport Unterhaltung
Es gibt einen ganz schönen Pool der so wie übers Meer gebaut ist so dass das blau vom Pool optisch in das des Meeres übergeht. Witzig ist auch dass die Liegen aus Holz mit dicken Auflagen (es gibt auch Doppelliegen für Paare) im Wasser stehen. Rund um den Pool sind schöne hohe Palmen angepflanzt. Wir haben den allerdings nie genutzt da man ja das tolle Meer hat aber wers mag... (vor allem die Engländer ;-)) Ein tolles Fitnesscenter mit Blick übers Meer und guter Ausstattung (auch viele Kurse) gabs auch, natürlich eine Tauschule und alle möglichen Wassersportarten. Der Strand war super mit schönen weißen Sand. Allerdings waren stellenweise die Korallenstücke drin sehr spitz und es waren Latschen angenehm. Liegen sind sehr hochwertig und aus Holz mit dicken beigen Auflagen (Strandhandtücher gibts immer frisch im Zimmer). Die Plätze sind alle zur freien Auswahl, es gibt keinen Anspruch auf einen bestimmten Platz. Es sind wirklich genügend da. Allerdings sind nicht an allen Plätzen Sonnenschirme sondern ungefähr bei 70% der Plätze. Wir sind nie vor 11 Uhr am Strand gewesen und haben immer noch einen schönes Plätzchen bekommen. Leider gibt es dort wie solls auch andere sein dann auch die Liegenreservierer die dann den ganzen Tag nicht erscheinen aber ihr Zeug drauf liegen lassen. Aber wer solls verdenken wenn es nicht genug Sonnenschirme gibt. Da müsste das Hotel noch Abhilfe schaffen. Uns hat die Seite auf der Hauptinsel zu der anderen Insel zugewandt am besten gefallen. Auf der anderen ist schon am Nachmittag schattig und der Wind ist viel stärker (was je nach Temperatur aber auch ein Vorteil sein kann). Auf dieser Seite ist allerdings das Hausriff. Wir haben nicht viel gutes davon gehört und waren überrascht wie gut es dann doch war. Es ist sehr weitläufig und erst an der Riffkante am schönsten. Den Einstieg markiert eine Stange beim Spa-Village und man kann bis vor zum Restaurant schnorcheln. Wir haben dort alles gesehen wie auch auf Inseln mit "hochgelobtem" Riff und schön nachwachsen tut es dort mittlerweile auch. Ein Vorteil ist auch dass man so gut wie alleine ist beim Schnorcheln und nicht wie anderswo mit einem Rudel unterwegs ist. Ein Highlight waren für ich auch die Mantas, die man jeden Abend am Steg beobachten konnte. Der ist stellenweise beleuchtet und da kommen die dann hin um das Plankton zu filtern und ich konnte denen vom Steg aus direkt bis ins Maul sehen, war unbeschreiblich!! Auch der Sternenhimmel wenn man über den Steg einen Verdauungsspaziergang macht ist unglaublich toll. Am Abend gab es mal einen Film auf einer Leinwand am Pool, ein anderes mal war ein gute Liveband da (man konnte sich Stücke wünschen) oder es gab einen Casinoabend mit Spielgeld. Ein Kinderpool war bei dem großen auch da. Überhaupt gab es viele kleine Kinder, was mich sehr wunderte. Aber wer den weiten Flug und das Klima einem 6 Monate altem Baby antun muss, bitte....

Zimmer
Wir hatten eine normale Beachvilla (Nr. 117) und die war wirklich toll. Wenn man reinkommt ist wie ein Vorraum mit Minibar (gut bestückt, Preise wie im Restaurant) und Wasserkocher sowie Kaffeemaschine. Dann wirds schon halboffen und man kommt ins Bad mit modernen sehr edlen Ausstattungen. Die Waschbecken sind überdacht. Steht man davor sieht man in eine Art Innenhof mit kleinem Brunnen drin und Sandboden (nicht begehbar) und weiter in den Wohnraum. Es gibt einen begehbaren klimatisierten Wandschrank, die Toilette ist im Gang zum Wohnraum und daher auch klimatisiert. Die Dusche ist unter freiem Himmel in einem kleinen Garten und es gibt eine riesen quadratische Badewanne mit Palmenblatt gedecktem Dach (sehr romantisch, finden die Mücken allerdings auch....). Der Wohnraum ist groß mit riesigem Doppelbett und einem großen Sofa (kann als drittes Bett genutzt werden) sowie einem am Fenster lang gehenden Schreibtisch. Eine Stereoanlage ist vorhanden. Das Lichtsystem ist recht kompliziert, man kann alles dimmen und sogar die kompletten Jalousien per Fernbedienung steuern. Die Beachbungis sind alle Reihenbungis, was uns am Anfang auch nicht weiter störte. Bis dann nebenan eine deutsche Familie mit Kleinkind eingezogen ist. Da haben wir erst gemerkt wie hellhörig alles ist, man versteht teilweise jedes Wort!! Da ist man mit den Deluxe-Beachbungis besser dran aber die sind um einiges teurer. Wir hatten das Glück dass wir die letzte Nacht umsonst upgegraded auf eine Spa-Wasservilla wurden und so hatten wir das "Vergnügen" mit dem Schreihals nur 2 Nächte. Ein deutscher Gästebetreuer hat uns erzählt dass Hilton immer die Beach und die Deluxe Bungis überbucht und dann die Gäste die es auch wollen auf eine Wasservilla upgraden um die Insel auszulasten. Wir haben uns gefreut, die Spawasservilla ist ein TRAUM!!! Riesig groß mit eigenem Behandlungsraum für Anwendungen, einem tollen Bad (sehr modern) alles mit dunklem Edelholzfußboden (sauglatt gewienert, uns hätte es fast hingehauen) und einem Erker in dem eine riesen Badewanne drin ist. Man kann auf den Sonnenuntergang sehen und alle Fenster rund rum aufmachen, es gibt Windlichter und das Meer rauscht unter einem. Romantischer gehts echt nicht!!

Die Terrasse mit 2 Ebenen hat eine Sitzgruppe, ein überdachtes Tagesbett. Die Liegen sind wie die anderen auch gemütlich und ein großer Sonnenschirm ist auch da. Eine Treppe führt direkt ins Meer und man kann überall stehen. Eine so große Lagune wie dort habe ich noch nie gehabt, es war einfach super. So weit das Auge reicht nur türkises Meer... An der Treppe gab es auch eine Süßwasserdusche, man könnte aber auch von der Terrasse direkt ins Bad. Abends waren die Lampen um den Bungi an und wir haben einen Barrakuda und einen Rochen vorbeischwimmen sehen, einfach so vom Bad aus beim Zähneputzen....

Wir hatten die Spavilla Nr. 421, das ist die letzte an dem langen Steg. Es hat den Vorteil dass man eine uneinsehbare Terrasse hat und den Sonnenuntergang frei sieht aber der Weg bis ans Ende ist recht weit. Man kann aber mit dem Golfcar sich fahren lassen.

Die Privatsphäre war dort optimal, die Villen haben große Abstände. Ausstattung und Sauberkeit waren auch dort top.

Tipps & Empfehlung
Handy ging einwandfrei, Internet ist kostenlos. Die Preise sind hoch aber die gebotenen Leistungen auch. Wir waren diesmal zur "teuren Reisezeit" im März hatten aber in der ersten Woche im Süd-Male-Atoll 5 Tage ziemlich schlechtes Wetter, dann nur noch Sonnenschein. Es war unser 5ter Urlaub auf den Malediven und trotz der vom Wetter her angeblich besten Zeit war es am verregnetsten (früher Mai, August, September, November). Wir werden auf die angeblichen Reisezeiten nicht mehr achten und eher wieder in der günstigeren Zeit buchen denn wie wir gesehen haben sagen die Statistiken nichts mehr aus. Auch der Wetterbericht vom Internet wie wetter.de wetter.com etc. hat nie gestimmt. Also fahren wann es einem passt, man kann immer Glück oder Pech haben. Zu Bunginummern kann ich nichts sagen, die weiß ich nicht mehr. Wer noch Fragen hat kann mir gerne schreiben

Im Vorfeld unserer Reise haben wir hier immer mal wieder kontroverse Diskussionen übers Hilton an und für sich und andere Luxusresorts gelesen. Es gab einige die der Meinung waren, dass eine Insel wie das Hilton furchtbar wäre wegen der „unnatürlichen angepflanzten Palmen“ und dem überflüssigem Luxus den man dort nicht bräuchte.. Ich kann nur sagen wir fanden es toll und die angepflanzten Palmen sehen kein bisschen anders aus als die die auf (z.B. Fiha) da schon immer rumstehen. Und die hochwertige Ausstattung haben wir sehr genossen. Es ist halt mal nicht jedermanns Sache in seinem hart verdienten Urlaub auf einer Plastikliege einen Bandscheibenvorfall zu bekommen. Aber jeder kann da ja seine eigene Meinung haben ;-))
 

Bilder zum Bericht


 

Hilton Rangali, Ari-Atoll, Malediven
Aufenthalt: 28.10.-08.11.05

Nach unserem Aufenthalt auf Coco Palm (siehe Reisebericht) waren wir doch sehr erleichtert, dass wir den Rest unseres Urlaubes auf Rangali verbringen konnten. Hier fand man den Luxus, den man von 5 Sternen erwartet. Die Insel bietet alles was man wünscht: Ruhe und Abgeschiedenheit, eine lebendigere Bar, wo man zu jeder Tageszeit auf andere Urlauber trifft und lustige Dinge beobachten kann, nette Musik (wenn auch manchmal etwas eintönig), alle erdenklichen Wassersportarten und –spiele, einen Pool, an dem sich meist Familien mit Kindern aufhielten, einen Strand für den Rest der Urlauber und Villen mit privaten Pools im Garten. Die Anlage ist sehr schön (auch neu, da erst nach komplettem Abbruch und Neuaufbau im Frühjahr wiedereröffnet). Den Schutt des Ursprungshotels findet man bei näherem Hinsehen unter dem Sand am höhergelegenen Strand, aber was soll’s? Schauen wir halt nicht näher hin… Die teilweise starke Brandung spülte so viele Korallenstücke an, dass man NUR mit Badeschuhen ins Wasser konnte und sehr mühselig wieder an Land “klettern” musste (und das an der ruhigeren Seite der Insel). Dies fand ich ehrlich gesagt nicht malediventypisch und eher enttäuschend, denn – was will man sonst dort? Zum Glück hatten wir eine Deluxe Beach Villa mit eigenem Pool, der sich als Alternative zum Bad im Meer anbot. Die Villa, der Garten und der Pool sind wirklich unglaublich schön und das schönste “Zimmer”, das ich je bewohnt habe (trotz dass ich viele 5-Sterne-Resorts bereist habe). Das Zimmer ist gross, modern eingerichtet, sehr hell, schön dekoriert, Minibarecke mit Espressomaschine und Teekocher, Ankleidekammer, Schminkecke (könnte jedoch heller sein) und mit CD-Player ausgestattet. Der zweite CD-Player steht in der Aussen-Kuschel-Zone im Badezimmergartenbereich, wo sich auf erhöhtem Podium eine grosse, viereckige, in den Boden eingelassene Badewanne befindet. Dass man sich dort (als typisches Malediven-Urlaubspärchen) nicht ausschliesslich vom Schmutz reinigen soll, sieht man auf Anhieb (Kerzen, Windlichter, Musik, eindeutige Polstermöbel). Im restlichen Bereich des Gartens befindet sich eine Dusche (sehr schön!) und ein Waschtisch (ca. 4 m lang mit 2 Becken und riesigen Spiegeln links und rechts). Gegenüber Regale mit Glasplatte und Handtuchhaltern. Vor unerwartetem Besuch kann man sich durch Herablassen eines Tuchs (alles elektrisch, so auch die Holzjalousien im Zimmer) schützen. Überall im Garten wunderschöne Natursteinplatten und im Eingangsbereich ein kleiner Brunnen. Richtung Meer befindet sich eine grosse Terrasse mit bequemen Liegestühlen, einer Sitzgruppe und ein grosser Pool mit Whirlpooldüsen. Einfach hervorragend und absolut zu empfehlen!! Restaurants sind zahlreich vorhanden, jedoch bietet das Hauptrestaurant einfach die beste Auswahl (italienische, indische, asiatische und japanische Ecke). Riesen Auswahl, super Desserts und Vorspeisen, alles was das Herz begehrt. Natürlich auch superfrische Früchte, mundgerecht geschnippelt. Für das Frühstück gilt das gleiche, leider musste man manchmal 20 min. auf den Kaffee warten, der dann glühend heiss war… Und abends dauerte es auch schon mal länger, bis der richtige Wein endlich auf dem Tisch stand. Die übrigen Restaurants bieten eigentlich nicht so viel andere Dinge, der Unterschied ist, dass man hier draufzahlen muss. Absoluter Nepp war das Unterwasserrestaurant Ithaa. Vielleicht bin ich auch einfach nicht der Typ für solche Veranstaltungen. Erst wichtiger Empfang bis alle 6 Pärchen (da nur 6 Tische) anwesend waren, dann grosse Rede wie einzigartig dieses Restaurant sei und nicht vergleichbar mit all den anderen Unterwasserrestaurants, die existieren, die Idee hinter dem Menu etc. dann – endlich darf man hinuntersteigen. Begrüssung durch 2 Stingrays die den ganzen Abend über blieben, eine Menge anderer bunter Fische und zwischendurch einem Baracuda, der wild drauflos jagte und frass. Begleitet wurden diese Ereignisse von einem 26-Gänge-Menu (natürlich alles nur kleine Häppchen). Jeder bekam das gleiche Menu. Zwischendurch wurde immer ganz wichtig gefragt, ob dies nicht aussergewöhnlich sei, diese exotischen Geschmacksrichtungen und –kombinationen etc. Vielleicht weiss man dort noch nicht, dass man in Deutschland nicht nur Sauerkraut essen kann und in Italien nicht nur Nudeln bekommt. Natürlich kann man in jedem besseren Restaurant heutzutage derartige exotische, ungewohnte und neue Kreationen geniessen… aber gut. Vielleicht sollte man auch nur immer wieder davon überzeugt werden, dass der Preis für diesen Abend eigentlich ein Schnäppchen war. Übrigens wurde das Menu als typisch maledivische Spezialität angepriesen, auf dem Vorspeisenarrangement befand sich jedoch erstmal Lachs… später Kalb…?! Empfohlen wurde ausschliesslich Champagner zu trinken (da so passend zu dem Rest dieses “Erlebnisses”). Der war ab 115 $ pro Flasche zu bekommen. Wein auch. Mein Freund trank 3 Gläser offenen Weisswein und ich ein Wasser, das (wie man später feststellte) 25 $ kostete (kam aber aus London und hat so schäusslich geschmeckt, dass ich keinen Bedarf hatte, den Rest – ca. 4/5 der Flasche – mitzunehmen). Gekostet hat das Abenteuer 500 $ - sorry, aber das ist wirklich lächerlich und nur empfehlenswert, wenn man absolut verrückt auf das Meeresgetier ist, das dabei um einen herumschwimmt… Was die restlichen, normalen “Nebenkosten” betrifft, keine Besonderheiten. Wenn man in ein solches Resort fährt ist einem wohl bewusst, was einen kostenmässig erwartet. Da passt auch die Massage für 90 $ ins Bild und (naja, vielleicht etwas weniger die 2,5 stündige Spa-Behandlung für 2 für 570 $). Die zweite, kleine schmale Insel ist die Wasservilla-Oase. Bis auf die zwei Restaurants und ein eigenes Spa dort ist sie wenig lebendig aber sehr idyllisch und mit schönen Stränden versehen. Der Fitnessraum ist übrigens absolut zufriedenstellend und gut ausgerüstet. Und der Ausblick ist gigantisch (wenn man gewöhnt ist, dass die Sportecke meistens an der schäbigsten Stelle eines Hotels installiert ist). Boutiquen zum Stöbern gibt es auch. Kurz und gut: Absolut empfehlenswert! Tipps: Man kann auf dieser Insel völlig ohne Schuhe auskommen, wenn man unempfindlich ist (also wenn man z.B. auf eine kleine, harte, heruntergefallene Frucht tritt). Will man dies umgehen, sollte man offene Schuhe mit dicken Sohlen mitnehmen (ansonsten ständig Sand in den Schuhen). Abends kann es manchmal so windig sein, dass man vielleicht einen leichten Paschmina umwerfen möchte… Von steifer Atmosphäre ist (trotz Hilton-Image) nichts zu spüren. Übrigens wenig Mosquitos dort (aufpassen bei Sonnenauf- und –untergang)!

 


 

Rangali Island, 04.01.04 - 11.01.04

Wir reisen per Speed-Boat von Sun-Island, unsere Urlaubsinsel der Vorwoche, an. Schönes Boot, Handtücher, Wasser, freundlicher Service. Als die 2 Inseln, verbunden mit einem Steg, in Sicht kommen, wissen wir hier sind wir "goldrichtig". Nach einem Willkommensdrink in der eleganten Lobby mit Sandboden, werden wir sofort zu unserm Beach-Bungalow geführt. Der Strand, die Flora und die Wasserfärbung sind einfach unübertrefflich. Eine sofortige Führung über die Insel lehnen wir ab, um sofort am Strand eine horizontale Position einzunehmen.

Zimmer:

Die Zimmer auf der Hauptinsel Rangali werden ab April 04 abgerissen und es entsteht ein vollkommen neues Beach-Villa-Konzept. Also beschreiben wir hier besser die schon fast fertiggestellte Mustervilla. Es werden 2 Kategorien von Villen gebaut. Mit oder ohne kl. Pool. Das Ganze im tropischen Stil, mit viel Glas, topmoderner Ausstattung und sehr groß. Bad Innen und Außen. Im hinteren Außenbereich ein Whirlpool, auf 3 Seiten eine Mauer und tropischer Garten. Zusätzlich entsteht ein SPA-Village mit 15 OW-Bungalows. Von April bis Dezember 04 ist also nur die Water-Villa Insel geöffnet.

Die Water-Villas sind Top ausgestattet und die Delux-WV haben zusätzliche noch einen Whirlpool auf der Terrasse. Ausstattung übertrifft die Erwartungen, alles im tropisch-modernen Stil. Die 2 Sunset-Villas sind wahrscheinlich im gesamten Indischen Ozean ungeschlagen - übers Meer gebaut, 250m2 groß, Wohnzimmer mit Glasboden, Kameras unter der Villa übertragen das Fischleben auf Flat-TV. Naturpool in den Korallenboden vor der Villa gebaggert (hier ist das Wasser tief genug zum schwimmen), eigener Boots-Transfer zur Hauptinsel, Butler......usw. Eine Sunset-Villa hat natürlich auch ihren Preis - USD 3.300,-- /pro Nacht ohne Verpflegung. Paul Mc.Cartney mit seiner neuen Familie wird`s nicht sonderlich zwicken und bleibt gleich 1 Monat. Die Villas sind fast ganzjährig ausgebucht.

Wo sich die besten Zimmer befinden ist ja Ansichtssache. Wir lieben es den Sonnenuntergang zu beobachten, was den Tag ganz einfach verlängert, da auf der anderen Seite schon lange Schatten herrscht. Von der Hauptinsel aus gesehen bedeutet dies, daß die Sonne hinter der Villa-Inser verschwindet.

Pool:

Der Pool ist ganz nett aber auch nicht mehr. Ist auch egal, da er sowieso abgerissen wird und ca. 100m entfernt neu entsteht. Lt. Management im "Manta-Shape" mit Wasserliegen und allem sonstigen Schnick-Schnack.

Restaurants:

Auch ein Teil der Restaurants wird im Zuge des Umbaus verändert aber beginnen wir beim VILU-Restaurant auf der Water-Villa-Insel Hervorragende Küche, mit Show-Cooking. OW-Villa Gäste mit HB/FB könne hier von einer Tageskarte wählen. Die wirklich guten Sachen gibt`s von der großen Karte, also nur BB buchen und alles durchprobieren. Man sitzt auf einer Holzterrasse direkt am Wasser. Zu dieser Jahreszeit (Jänner) bläst der Wind jedoch sehr stark und auch die OW-Gäste wählen sehr oft ein Dinner auf der Haupinsel. Der direkt unter dem Vilu gelegene Wine-Cellar ist das absolute MUST für Gourmets. 1 bis 2mal pro Woche findet ein 6-gängiges Dinner mit Weinfolge statt. Max. 12 Gäste sitzen umgeben von den besten Weinen der Welt an einer Tafel. Der Sommelier und der Chef-Koch erklären und präsentieren die Genüsse. Leider USD 120,--! Die Bar ist DER Treffpunkt und Top ausgestattet. Paparazzis wären entzückt. Es werden alle Wünsche erfüllt und der maledivische Barkeeper ist prämiert.

Auf Rangali wird im Hauptrestaurant jeden Tag ein "nettes" Themen-Buffet geboten, Hier essen alle HB/FB Gäste. Wiederum muß darauf hingewiesen werden, daß BB ein freies Wählen der Restaurants ohne Aufpreise ermöglicht. Man sitzt in einem der beiden Speisesäle mit Sandboden, auf der Pool-Terrasse, oder wem der Weg nicht zu weit ist, am Strand unter Palmen. In der Hauptbar gibt's noch ein a la carte Restaurant mit verschiedensten Gerichten, welches auch während des Tages von den Pool-Besuchern genützt wird. Ein weiteres Highlight ist der Koko-Grill. Versteckt zwischen tropischen Bewuchs und einem kl. Bach direkt am Strand. Max. 9 Gäste sitzen an einer Grillplatte und genießen ein 5gängiges Menü, welches teilweise direkt vor den Augen zu- bereitet wird - Japan läßt grüßen. Weiters wird 1x pro Woche ein Beach-BBQ veranstaltet. USD 105,- (83,-- für HB/FB)! Für diesen "kleinen" Kostenbeitrag wird einem aber das Beste vom Besten geboten inkl. Sekt und Wein. Dann wäre da noch der Sunset-Grill. Man erreicht das Restaurant über einen ca. 50m langen Steg. Eine runde Hütte mit ca. 6 angebauten Terrassen über Wasser. Unter den Tischen wimmelts von Fischen und Rochen. Romantisch, schön und super Service. Die Hauptbar ist sehr schön und bildet das Zentrum des Resorts.Billard, Internet und Videoecke. Alle Restaurants bieten höchste Qualität und besten Service - das hat seinen Preis - und der ist hoch!!!

SPA:

Es gibt 2 davon. Das Personal ist durchwegs aus Thailand. 1 Over-Water-Spa der sich auf bzw. an der Villa-Insel befindet. Über einen Steg erreicht man den Ruheraum mit außenliegendem Whirlpool. 4 Behandlungs-Bungalows sind schlicht ausgestattet. Aber der Boden aus Glas, mit Blick auf die bunten Fischlein ist der Hit. Man blickt während der Massage ins "Aquarium". Der Island-Spa befindet sich auf der Hauptinsel hinter den Restaurants - wird aber auch neu gebaut - ein Spa-Village! Eigentlich ist nicht zu verstehen, warum dieser SPA in den verschieden Fachzeitschriften als "Über-Drüber" bezeichnet wird. Ja, die Glasböden sind wunderschön, aber die Wellness-Hotels in Österreichs Westen schlagen diese Anlage um Längen, von Asien gar nicht zu sprechen. Die Massagen und anderen Behandlungen sind jedoch perfektauf und einfach nur empfehlenswert.

Hausriff:

Leicht zu erreichen, sehr schön und fischreich. In der Lagune kann man um ca. 21.30 h bei der Mitte des Steges mit Scheinwerferlicht Mantas beobachten. Wo gibts das noch?

Tauchen:

Der Tauch-Center ist Top-ausgestattet und der Service ist perfekt, sowie die Tauchboote. Wo hat man schon ein wunderschönes Holzboot mit Dusche und WC an Bord. Wasser, Früchte und Handtücher sind hier selbstverständlich. Kein Schleppen, man findet sich einfach 15 Min. vor Abfahrt am Steg ein, genauso verläßt man es auch.. Für längere Fahrten gibt es noch ein über Leitern erreichbares Sonnendeck. Das Tauchen an sich ist etwas kompliziert (Bürokratie), was einige Gäste verärgert und zum Stornieren gebracht hat. Die Tauchplätze sind jedoch absolute Spitze. Am Manta-Point (10 Min.Boot) mit 8 Mantas zu tauchen war einmalig und Nachttauchgänge sind auch zu empfehlen (schlafende Haie usw.).

Summe:

Alles in Allem war es eine traumhafte Urlaubswoche im Paradies, leider gab`s beim Begleichen der Rechnung einen kleinen "SCHOCK". Ich glaube jedoch daß wir auf dieser Insel, zu dieser Jahreszeit, die einzigen Gäste waren, die sich Gedanken über Geld bzw. Preise machen. Wer also schon bei der Grundbuchung an seine finanziellen Grenzen klopft, der sollte auf Grund der extrem hohen Nebenkosten lieber die Finger davon lassen. Hilton bietet einfach viel zu viel um nur am Buffet zu fristen...........

 


 

2 Wochen Rangali Hilton, Ari Atoll, Malediven
(vom 20. November bis 04. Dezember 2003)

Das Rangali Hilton liegt am westlichen Außenriff des Ari Atolls. Es gibt eine Hauptinsel mit Restaurant, Spa, Swimming-pool und Tauchschule („Rangali Finolhu“) und ein „kleinere“ mit einem Steg verbundene weitere Insel mit luxuriösen Wasserbungalows, einem eigenen Spa Bereich und ein herrliches Restaurant mit Terrasse (Vilu Restaurant) in die Lagune (letztere mehr für zahlungskräftige Ruhesuchende). Das nach unserem Thomas Cook Flug von Frankfurt nach Male begannen die Hilton Vorzüge, die wir bisher auf keiner anderen Insel vorfanden. Bei Ankunft nach der Passkontrolle in Male wird man z.B. zum Transfer mit dem Airtaxi in die gemütliche Rangali Hilton Lounge gebracht, um das komplette (Tauch) Gepäck (Transport + einchecken beim Airtaxi) kümmert sich Hilton. Gäste aller anderen Inseln müssen selbst Ihr Gepäck schleppen und beim Airtaxi einchecken. In der Hilton Lounge auf Male erledigt man auch gleich das Einchecken für die Insel. Nach dem Transfer mit dem Airtaxi (im Airtaxi gab's für jeden Gast eine Flasche Wasser !), wird jeder Gast (bzw. jedes Paar) von einem eigenen Inselangestellten schon am Airtaxi Anlegesteg in Empfang genommen und nach Begrüßungscoktail und Inselrundgang zum Zimmer geleitet.

Wir hatten die normalen an der Süd Seite gelegenen Strandbungalow über Meiers gebucht, da wir ja nach Herzenslust tauchen und etwas weniger nur in der Sonne braten wollten. Überraschenderweise hatten aber auch die normalen Strand Villen (Nr. 134) einen sehr breiten Strand, was braucht man mehr…. Es gab pro Tag und Zimmer eine 1,5 l Wasserflasche gratis, auch war ein CD Spieler und eine Espressomaschine auf dem Zimmer. Kaffeepulver gab's ebenfalls kostenlos.

Wir haben mal eine der De-Luxe-Strand Villen besichtigt; diese waren an der Nordseite gelegen und erst kürzlich renoviert, mit sehr schönem Bad mit Badewanne aus Stein und auch einem herrlichen Strand. Im Gegensatz zu den Strand Villen hat man hier freien Blick aufs Meer, wogegen man von den Strandvillen in die Lagune und dann auf die andere Insel blickt. Wir fanden die Aussicht auf die Nachbarinsel besonders zum Sonnenuntergang herrlich, dieser Punkt (lieber Blick aufs Meer oder in die Lagune + Nachbarinsel) ist jedoch Geschmackssache. Das Essen das wir nach der täglichen Happy Hour im Hauptrestaurant zu uns nahmen, war sehr abwechslungsreich und immer sehr gut ! Es war auch bei den Themenabenden (Italian, Indisch, Maledivisch, Californian, International, Japanese etc..) immer für jeden Geschmack was dabei. Auf der Nachbarinsel gibt es sogar einen „Wine Cellar“ mit internationalen Weinen und organisierten Weinproben, wenn man möchte.

Das Tauchen:
Wir hatten von zu Hause aus schon bei Subaqua jeweils 2 Wochen „Non Limit“ Tauchen gebucht was sich bei den Tauchpreisen vor Ort als sehr sinnvoll heraus stellte, auch wenn man mal einen Tag (Tauch) Pause machen würde (was bei uns aufgrund der u.g. herrlichen Tauchgänge) nun doch nicht vorkam. Die Subaqua Tauchbasis war TOP ! Super organisiert, sehr sauber, sehr gute Tauchplatzbeschreibung und besonders wichtig: Die Harmonie in der international besetzten Basis, die uns auch im Vergleich zu anderen Inseln besonders auffiel. Wir fühlten uns in den Händen von Ylenia, Moosa, Ismail, Sameer, Maeggie und Thomas (für 4 Wochen Basisleiter, vorher auf Machafushi) pudelwohl ! Super Truppe !

Besonders gefiel uns, dass wir als Nitrox Brevet Inhaber auch ohne Mehrkosten die ganze Zeit NITROX (32 % Sauerstoff) tauchen konnten, was unsere Nullzeit in den sehr interessanten Bereichen um 20 – 25 Meter erheblich steigerte. Tauchen ist auf Rangali nur zu empfehlen. Wir haben an den 30 Tauchplätzen Alles gesehen, was man sich als Malediven Besucher/Taucher erhoffte. Der besondere Service des Hilton macht auch beim Tauchen nicht halt. Man bekommt die ganze Ausrüstung auf das Boot gebracht. Auch gibt es Handtücher und Wasser (gratis) an Board. Nach dem Tauchgang nimmt man zum Waschen sein Equipment an der Basis in Empfang, also kein Schleppen der Ausrüstung.

Die (Hai)lights:
Unser Lieblingsplatz war Panettone (75 min Ausfahrt). Wir haben selten so viel Fisch gesehen. Zu Beginn des Tauchgangs lag gleich ein Leoparden Hai im Sand. Es gab zudem ganze „Wände“ von Füssilieren, Snappern, Barracudas…; in den herrlich mit Weichkorallen bewachsenen Überhängen gab es viele Soldatenfische, einen Stachelrochen im Sand. Hier sind die Malediven noch so, wie vor dem Coral Bleaching !

Am Angaga Thila gab's neben Weisspitzenhaien Octobus, Schildkröte beim Fressen und Schwimmen, Muränen mit Putzergarnelen, Süßlippen und generell Fischschwärme satt ! Ein MUSS für jeden Taucher.

DER Tauchplatz für Großfischliebhaber ist MADIVARU, nur 15 min mit dem Dhoni von Rangali entfernt. Wir haben soeben noch die Manta- und Walhai Saison vor unserer Abreise erwischt. Madivaru hat 2 Putzerstationen für Mantas auf 12 und 14 m. In der Manta-Season bleibt man in diesem Bereich und schaut den Mantas bei ihren Loopings oder beim Putzen lassen zu und taucht nicht in die auch sehr schönen tieferen Riffregionen ab. Wir hatten dort sogar einen Adlerrochen in Begleitung von Mantas. Als wir bei einem TG an der Riffkante nach Mantas Ausschau hielten, kam aus dem Freiwasser gerade ein Walhai über unsere Köpfe hinweg ! Ein unbeschreibliches Erlebnis. Obwohl der Walhai langsam zu schwimmen schien, hat man keine Chance, sich an dessen Fersen zu heften.. Am Riff gibt es viel Schwarmfisch, Napoleons und sogar einen Schaukelfisch, und für die Malediven seltenen Blaupunkt Stachelrochen.

Ein weiterer Top Platz ist das Ali Thila mit Weisspitrzenhaien, Octopus, Baraccudas, Fisch satt und super bewachsenen Überhängen auf der Nordwest Seite.

Ein Tauchgang machten wir auch am Wrack der MV Kudhimaa vor Machafushi (Schiffsschraube liegt auf 30 m); jedoch braucht unserer Meinung nach das in 1999 versenkte Wrack noch ein paar Jahre für einen ausreichend schönen Bewuchs.
Wie gesagt, wir haben an den 30 Tauchplätzen Alles gesehen, was man sich als Malediven Besucher/Taucher erhoffte. Rangali Hilton ist neben Spa Liebhabern auch zum Tauchen TOP !

Für Nichttaucher noch zu erwähnen ist, daß jeden Abend am Steg bei den Scheinwerfern die in die Lagune hinaus gingen, ZWEI Mantas ihre Runden drehten. Wir waren schon oft auf den Malediven, das hatten wir aber noch niemals ! Im Stelzenrestaurant gibt es auch jeden Abend eine Fischfütterung, hier kommen neben viel Kleinfisch die Stachelrochen zum fressen.
Für uns bleibt diese Insel auch ein Geheimtipp für nächstes Jahr !

Noch viel mehr Taucherlebnisse und Bilder vom Rangali und den Malediven gibt es unter http://www.MaMaBraun.com

von
Maria und Max Braun


 

Hilton Rangali vom 12.9. – 27.9.03
Zunächst allen ein herzliches Dankeschön für die z. T. sehr ausführlichen Reiseberichte hier im Forum. Oftmals haben wir diese gelesen und als Entscheidungshilfe hinzugezogen. Dies war nun unserer 9. Aufenthalt auf den Males. Besucht haben wir bereits 3x Kuramathi, Kandoma, Meerufenfushi, Reethi Beach, Sun Island, Vilamendhoo, Filitheyo, und Velavaru.

Anreise:
Die Anreise erfolgte von Hamburg nach München mit der Lufthansa. Weiter ging’s mit der LTU direkt nach Hulue. Die Sitzplätze hatten wir bereits vorab mit der LTU-Card reserviert. Der Flug, die Sitzplatzreservierung, das Essen und der Service an Bord war ok. Es gab keine Ausrutscher. Kurz vor der Landung wurde die sog. ‚Entry-Card’ verteilt die man bereits im Flieger ausgefüllt hat.

Am Flughafen in Hulule ging’s sehr zügig durch die Passkontrolle, um sein Gepäck in Empfang zu nehmen. Anschließen wurde kurz vorm Verlassen des Gebäudes das Gepäck auf Alkohol und pornographische Zeitungen durchleuchtet. Diese geschah allerdings eher sporadisch. Kaum ein Angestellter interessierte sich für das Gepäck. Nachdem uns die Reiseleitung in Empfang nahm, wurden wir zum Bus geschickt, der uns über das Rollfeld zu den Wassertaxis rollte.

Vor dem Check-In Schalter wurden wir freundlich in Empfang genommen. Um das Gepäck brauchten wir uns jetzt gar nicht mehr zu kümmern, dies wurde automatisch von den Herren am Schalter abgefertigt. Die Zeit vor dem Weiterflug zur Insel konnten wir uns in der sehr modernen, klimatisierten Hilton-Lounge vertreiben. Begrüßung erfolgte mit einem Erfrischungstuch und einem kühlen Getränk. Wer wollte konnte sich am Buffet bedienen. (Luxus pur) Hier wurde unser Handgepäck gewogen und wir mussten tatsächlich $12,- fürs Übergepäck bezahlen. Das war das erste Mal das wir überhaupt bezahlen mussten! Nach dem wir hier bereits alle Formalitäten fürs Hotel ausgefüllt hatten blieb uns das auf der Insel erspart. Kurz vor Abflug bekommt jeder Fluggast einen kleinen Beutel mit einer Flasche Wasser, Ohrstöpsel und einem weiteren verpackten Erfrischungstuch. Transferdauer betrug ca. 40 min. und war wie immer ein besonderes Erlebnis. Auch nach dem 9. Aufenthalt!

Die Insel:
Die Insel Hilton Rangali besteht aus zwei Inseln. Die Hauptinsel und die Nachbarinsel. Auf der Haupinsel befinden sich alle Strandbungalows. Die Wasserbungalows stehen auf der Nachbarinsel die mit einem 500m langen Steg oder per Dhoni (kostenlos) zu erreichen ist. Auf der Hauptinsel stehen 100 Strandbungalows. 50 Beach und 50 Deluxe Bungalows. Auf der Hauptinsel befindet sich die Rezeption, Bar, Restaurant, kleine Fernsehecke und Bücherei, SPA und Fitnesscenter, Juwelier, Souvenirshop sowie die Tauchschule von Sub Aqua. Alles ist sehr schön und edel eingerichtet und mit Sand ausgelegt. Das Management steht unter deutschsprechender Leitung und erfüllt jeden ausgesprochenen Wunsch!

Bungalows:
Wir hatten ein Deluxe Bungalow gebucht. Dieser Bungalow war ein relativ kleiner dunkler Raum mit einem Doppelbett einem Schreibtisch und einem kleinem Sofa und Sessel ausgestattet. Das Badezimmer war halb offen, d.h. die Dusche war im freien, der Rest unter einem Vordach. Vorm Bunig hatten wir eine kleine Holzterrasse mit zwei Sonnenliegen und einem kleinen Tisch.
Espressomaschine, Minibar, Safe, CD-Player und Kerzen im Bad waren ebenfalls vorhanden. Täglich gab’s eine Fl. Wasser 1,5 ltr. gratis im Bungalow.

Die Bungis waren sehr hellhörig und man konnte teilweise das nächtliche Treiben der Nachbarn hören... Die Privatsphäre war trotz dichter Bebauung ok, weil dichtes Buschwerk zum Teil die Sicht zum Nachbarn verhinderte. Urteil: Für das Geld was wir bezahlt haben, hatten wir mehr Komfort und einen größeren Bungalow mit mehr Privatsphäre erwartet.

Strand:
Der Strand auf der Hauptinsel ist durchgängig breit genug für ein Sonnenbad. Die Liegen am Strand sind jedoch ohne Auflagen. Diese muss man sich vom Bungalow mitbringen. Das ist sehr umständlich wenn man noch weiter Sachen zum Tragen hat. Für ein 5 Sterne Hotel unmöglich und unverständlich. Hier wurde am verkehrten Ende gespart!
Vor den Bungalows bzw. Terrassen verlauft der Weg wo jedermann vorbeirennt. Erst dann gelangt man zum Strand der mehr oder weniger breit ist. Hier hat man überall freie Liegen gefunden. Ehrlich gesagt, haben wir anderenorts schon bessere Bedingungen vorgefunden.

Verpflegung:
Absolute Spitzenklasse! Sehr zu empfehlen. Alles nur erdenkliche wurde zubereitet und gekocht. Es gab täglich eine europäische und asiatische Ecke mit Speisen. Für jeden Geschmack war etwas dabei!
Es gab keine besondere Sitzordnung. Man konnte sitzen wo etwas frei war. Meistens haben wir am Strand gesessen. Dort waren einige Tische aufgestellt jedoch wurden diese nur sehr selten benutzt, da etwas abseits vom Buffet. Das war wohl den meisten Gästen zu unbequem.
Mehrmals wöchentlich wurden sog. Themenabende wie z.B. Maldivian-Night, Burgernight, u.ä. angeboten. Das war sehr abwechslungsreich und interessant und war ohne Aufpreis
möglich.

Ausflüge:
Diverse Ausflüge wurden angeboten. Wir haben eine Schnorchelsafari mitgemacht. Unserer Meinung nach erheblich zu teuer und fast nix gesehen. Wir haben pro Person $25,- bezahlt. Dafür habe wir ein Riff einer unbewohnten Insel besucht. Dauer ca. 1,5 Std. Die Tour wurde von einer Hotelangestellten begleitet die mit einer Schwimmhilfe unterwegs war um bei Erschöpfung helfen zu können. Im Anschluss gab’s Handtücher zum Abtrocknen und eine Kleinigkeit zum Essen z.B. Joghurt, Äpfel und Wasser.

Unterhaltung:
Einmal pro Woche wurde der Bodubero-Tanz aufgeführt. Gelegentlich gab’s ‚open air’ Kino am Strand. Sonst wurde nicht außergewöhnliches angeboten. Ist aber hier auch nicht notwendig. Ansonsten muss man woanders hinfahren.

Hausriff:
Nicht besonders sehenswert. Ein totes Korallenriff mir relativ wenig Fischen. Da haben wir schon viel schönere Riffe gesehen.

Tauchen:
Ich habe zwar keine Vergleichsmöglichkeiten weil ich hier meinen Tauchschein gemacht habe, kann aber sagen das Sub Aqua einen sehr guten Job gemacht hat. Bei allen Tauchgänge erfolge ein sorgfältiges Briefing und ein Guide prüfte jedes Mal die Unterwasserströmung bevor alle anderen ins Wasser hüpften. Jeder bekam seinen Buddy zugewiesen und es wurde darauf geachtet, dass die ihm zugewiesene Position auch eingehalten wurde. Das machte alles einen gut organisierten Eindruck. Jeder kümmerte sich um einen sobald Hilfe benötigt wurde. Hier nachmals einen herzlichen Dank an Maeggie, die mir mit aller Ruhe und Geduld das Tauchen näher brachte.

Publikum:
60 % Asiaten, 40 Europäer davon ca. 10% deutsche Gäste. Sehr angehen im vergleich zu anderen Inseln.

Allgemeines:
Aufgrund einer Überbuchung hatte man uns bereits in der Hilton-Lounge auf Male gefragt, ob wir Interesse hätten für 1-2 Tage auf White Sands (Ari Beach) im Overwater Bungalow zu verbringen. Als Entschädigung würden wir dann für die restl. 10 Tage ein
Wasserbungalow bekommen. Wir haben sofort zugeschlagen. Das war ein Top Angebot was wir uns nicht entgehen lassen wollten.
Am selben Abend (in unserem WB) wurden wir zum ‚Champagner-Empfang’ am Strand eingeladen. Exklusiv nur für WB-Gäste. Es wurden kleine Häppchen und Champagner gereicht und die Hotel-Crew vorgestellt. Das war sehr romantisch, beeindruckend und persönlich.
Der Wasserbungalow auf Hilton war einmalig! Die Einrichtung ist vom feinsten und hat eine sehr schöne möblierte Terrasse mit Zugang zum Meer. Gäste der WB hatten die Möglichkeit auf dieser Insel in einem separaten Restaurant a la carte zu essen. Trotzdem konnten wir auch im Hauptrestaurant essen. Wir sind dann oftmals mit dem Dhoni zum Essen gefahren. Das ist sehr romantisch und war jeden Abend wieder ein Erlebnis.
Gäste der WB hatten auf der Nachbarinsel von 17-18 Uhr Softdrinks frei.
Nichtmotorisierter Wassersport war für die WB Gäste ebenfalls kostenlos, das war auch bei uns der Fall.
Allerdings ist die Lagune zum Cat segeln viel zu klein und nicht besonders gut geeignet für Wassersportbegeisterte. Man musste stets auf die Wassertaxis aufpassen da die Lagune auch als Start und Landeplatz diente.

Fazit:
Uns war die Insel ein wenig zu groß und zu international. D.h. mehrmals täglich landeten Wassertaxis und warfen die Touristen aus. Das hatte uns ein wenig an ein Großstadthotel erinnert. Das Publikum war sehr international was die Atmosphäre auflockerte. Der Nachteil war das unpersönliche. Man traf jedes Mal andere Gäste und so kam man nur sehr selten ins Gespräch, um Urlaubsbekanntschaften zu machen.
Vorteile: Wer Wert auf etwas besonderes, Exklusivität, Anonymität sowie seine Ruhe haben will wird diese hier finden. Ein perfekter Ort für besondere Feierlichkeiten. Das Hotel bietet eine Große Anzahl von Festivitäten an. Jeder Wunsch wird hier erfüllt. Das hat zwar seine Preis aber dafür bekommt man wirklich was einmaliges geboten.
Weitere Vorteil das Publikum: Keine Ballermänner und sonstige Proleten unterwegs. Zu ca. 90% waren die Gäste auf Honeymoon. Dennoch waren alle locker und leger gekleidet. Keine
große Abendgarderobe oder Schickimicki auf der Insel zu sehen.
Unserer Favorit unter denen uns bekannten Insel ist: Filitheyo und Velavaru.
Den nächsten Urlaub wollen wir auf Angaga verbringen mit weniger Luxus und dafür mehr Natur.

J&S aus Schleswig Holstein
 


 

Reisebericht Hilton Rangali

 

Vom 12. bis 27. Juli 2002 waren wir auf der Insel Hilton Rangali. Es war unser 4. Malediven-Urlaub (bisher: Velavaru, Kandooma, Bathala). Da nun schon einiges hier beschrieben wurde, werden wir nicht alles im Detail noch einmal aufführen.

Fazit vorweg: Das Hilton Rangali ist eine traumhafte Malediven-Insel mit hohem Komfort und alles, was das Herz begehrt. Wer dies bucht, macht absolut nichts falsch. Es ist eine Insel zum Wohlfühlen, Entspannen und Genießen. Strand, Zimmer, Essen, Leute, Tauchen - alles bestens. Schwachpunkt evtl. Schnorcheln.

Transfer/Ankunft:

Weiterflug mit Airtaxi: Sehr schön war natürlich die Hilton Lounge am Airtaxi-Flughafen. Dort wurden wir sehr nett empfangen, man bekommt ein Erfrischungsgetränk, ein Parfum-Erfrischungstuch, Ohrstöpsel gegen den Lärm des Airtaxis usw. Wie wir schon im Internet gelesen und vermutet hatten, wurden wir prompt auf Übergepäck angesprochen. Wir hatten wie immer knapp unter 20 kg pro Person plus die ca. 30 kg. Tauchgepäck (die ja bei LTU kostenlos befördert werden) dabei. Nie mussten wir bisher Übergepäck zahlen, obwohl dies natürlich immer wieder in Prospekten etc. steht. Wir wiesen darauf hin und sagten, dass wir es nicht einsähen, dieses Mal Übergepäck zu zahlen, nur weil wir jetzt ins Hilton fahren und somit "nach Geld riechen". Es wurde zwar geschmunzelt, doch ich bekam direkt die Hilton-Managerin ans Ohr gehalten, die selbstverständlich auch nichts für uns tun konnte. Auf eine stundenlange Diskussion hatten wir keine Lust und die Male davor wahrscheinlich einfach nur Glück gehabt. Fazit war, dass wir dann die 40 US$ zahlten. Man sagte uns, dass im Gegenteil sogar Hilton-Gäste 5 kg p. P. zusätzlich mitnehmen dürften. Wie dem auch sei. Trotzdem etwas unfair.

Gäste:

Wir wussten ja aus dem Bericht, dass mit "normalem" Publikum auf Rangali zu rechnen ist. Und so ist es auch. Es waren ganz normale nette Leute dort. Lediglich im Airtaxi hatten wir ein Paar, die in dieses Klischee, das man evtl. haben könnte, reinpassten. Die 2 sahen etwas geldmäßig abgehoben aus (verhielten sich entsprechend) und verschwanden auch recht schnell in Richtung Wasserbungis. Die Inselgäste sind sehr international. Da war alles dabei: viele viele Japaner, Italiener, Amerikaner, Spanier, Briten, Deutsche, Österreicher, Schweizer, Franzosen. Einfach alles. Das kannten wir vorher auch noch nicht. Wir fanden das toll! Im Urlaub nur Deutsche um sich zu haben, braucht man definitiv nicht!

Insel:

Die Insel bzw. Inseln Rangali sind sehr schön. Es ist schon eine Barfußinsel, obwohl an manchen Stellen die Korallenstücke am Strand etwas schmerzen. Es ist aber durchaus auszuhalten. Pflanzen und Tiere wie üblich (Einsiedlerkrebse, Moorhühner, fliegende Hunde, Fischreier, Schönechsen etc.). Was sehr schön ist, ist, dass hier an vielen Palmen Hängematten angebracht sind, die man natürlich auch nutzen kann. Allerdings wurden diese häufig schnell belegt, da nicht für jedes Bungalow eine  vorhanden ist. Die Sache mit den Liegen ist folgende: Auf der Terrasse an den Zimmern befinden sich 2 Holzliegen mit Auflagen. Am Strand sind jedoch nicht pro Bungalow Plastikliegen vorhanden. Anfangs war die Insel nicht so ausgebucht, da war dies überhaupt kein Problem. In der zweiten Woche war die Insel allerdings recht voll und - man glaubt es kaum - die Liegen wurden tatsächlich mit Handtüchern schon früh am Morgen geblockt, so dass man dann etwas später keine mehr bekommen hat. Dies könnte man mit der Anschaffung von ein paar neuen Liegen unterbinden (Engpass bei Zimmer 145, d. h. am anderen Ende der Insel).

Zimmer:

Obwohl wir ein Standard Strand Bungalow reserviert hatten, bekamen wir ein Deluxe mit CD-Player, Himmelbett, Espressomaschine und großem Bad. Das war toll! Ich hatte darum gebeten, ein Zimmer möglichst weit entfernt zum Restaurant zu erhalten. Dies war es dann auch. Wir hatten das Zimmer 145. Auf dieser Seite (mit Blick auf die andere Insel) hören die Bungalows bei 146 auf. Es ist also die Spitze der Insel. Die Standardzimmer gehen bis 122 oder so. Die Zimmer 101 bis 115 o. ä. würden wir nicht empfehlen, da sie direkt am Steg/Rezeption/Restaurant/Tauchbasis liegen. Aber wer's mag... Auf der anderen Seite lagen ebenfalls die Deluxe Zimmer von 201 bis 255 (?) Wir fanden "unsere Seite" recht gut, da wir hier schön Wind hatten, was auf der anderen Seite nicht der Fall war. Unser Bad war wie gesagt traumhaft mit schön großer Badewanne, in der bequem 2 Personen Platz finden sowie Dusche. Ferner sind 3 schöne Kerzen am Boden, die wir immer angemacht haben. Das ist schon sehr romantisch. Ebenso ist dort ein Lautsprecher im Bad installiert, so dass man die Musik (CD) nicht nur im Zimmer, sondern auch im offenen Bad hört. Das Zimmer 145 war also toll. Wir haben auf Rangali auch sehr nette Leute kennengelernt. U. a. waren diese in 143 (ebenso wie unser Zimmer ausgestattet) und 142 untergebracht. Komischerweise hatte 142 nur eine Dusche, keine Kerzen usw., aber auch CD-Player, Espressomaschine. Es ist wohl so, dass nicht jedes Zimmer das große Bad hat?!

Tauchen:

Man muss tatsächlich sagen, dass dies keine klassische Taucherinsel wie andere ist. Es tauchen im Verhältnis recht wenige und es scheinen auch eher Anfänger hier zu tauchen. Zumindest zu dieser Jahreszeit. Wir waren 1 x nur zu 3. auf dem Boot, d. h. Guide und wir. Es war das erste Mal mit Sub Aqua. Wir fanden es klasse! Die Guides waren alle sehr nett und auch passend zu den Gästen international. Nur 1 Deutsche war dort. Die Guides dort zur Zeit sind: Claudia, Ilenia, Moosa, Karen, Patrick, Marc u. a. Alles läuft in Englisch ab. Der Service ist super! Man bekommt alles zum Boot gebracht. Es gibt Wasser, Melone, Handtücher auf dem Boot umsonst. Dusche und WC inklusive. Ein Dhoni der Luxusklasse! Was wir toll fanden, ist dass hier sehr auf Sicherheit geachtet wird. Auf die Sicherheit der Taucher und auch auf den Schutz der Riffe, was man auch wieder leider nicht von jeder Insel behaupten kann. Wer in den letzten 18 Monaten keine 30 Tauchgänge gemacht hat, muss in jedem Fall guided tauchen. Fast alle auf dem Boot waren guided. In der Hochsaison und auch Mantazeit (Dez. - April) fahren dann oft 2 Boote raus, dann wird auch zwischen einfacheren und schwierigeren Tauchplätzen unterschieden.

Das Tauchen war recht teuer. Da wir über keinen Veranstalter, sondern ganz individuell gebucht hatten, konnten wir auch kein Tauchpaket im Voraus buchen (bietet sich sonst immer an!). Wir haben für 14 Tauchgänge unguided, inkl. Check-Dive und 2 Night Dives (eigene Ausrüstung vorhanden) ca. 1100 US$ bezahlt. Ein normaler Tauchgang kostet ca. 47 US$, die Bootsfahrt 11 US$. Bei 6 bzw. 12 TGs wird das dann natürlich entsprechend günstiger.

Das Highlight hier auf Rangali ist natürlich Madivaru, der Manta Point. Obwohl keine Saison war, hatten wir wirklich großes Glück und am 19.07. 5 Mantas! Das war traumhaft!!! Die Guides sagten schon, dass in letzter Zeit immer mal wieder welche gesehen wurden. Auch ohne Mantas ist Madivaru ein sehr schöner Platz.

Das Tauchen war wie gesagt sehr entspannend, Rowdy-Taucher, wie man sie leider schonmal hat, hatten wir zum Glück keine. Es waren doch alle sehr vernünftig und auch sehr nett. Die Guides fanden wir gar nicht unpersönlich. Es waren alle super nett, obwohl das klassische Beisammensein nach dem Tauchen hier auf Rangali nicht stattfindet.

Am Steg konnte man abends auch immer einen Manta beobachten, der seine Kreise zog, um das Plankton zu fressen. Das war dort, wo auch die Wassertaxis ankommen. Apropos: es gibt scheinbar eine regelrechte Luftbrücke zwischen Hulule und Rangali. Es kommen mehrmals am Tag Airtaxis an.

An der Sunset Bar werden abends wohl ab ca. 19.00 Uhr Stachelrochen und andere Großfische mit Fischresten gefüttert.

Schnorcheln:

Das Schnorcheln hier auf Rangali ist nicht sehr schön bzw. es ist kein klassisches Hausriff vorhanden. Wenn man dies möchte, sollte man auf eine andere Insel fliegen. Einige schöne bunte Fische sieht man natürlich auch hier! Die Korallen wachsen nach, bis auf die, von denen man sieht, dass sie frisch von laienhaften Schnorchlern mit den Flossen abgebrochen wurden. Sehr Schade.

Essen/Getränke:

Das Essen auf Rangali war hervorragend und die Auswahl reichlich. Das Buffet ist mittags meist identisch, abends wechselt es im Wochenrhythmus. Man muss aufpassen, um nicht zuzunehmen. Auch das Frühstücksbuffet lässt in unseren Augen keine Wünsche offen. Wer hier noch etwas zu bemängeln hat, dem kann man dann auch nicht mehr helfen... reichlich Obst, frische Säfte aller Art, Warmes, Süßes, Herzhaftes und auch Sekt auf Kosten des Hauses... Mittags ist zum Beispiel für den eher international angehauchten Esser immer Pizza, Pasta, Hähnchengyros, Sandwiches auf dem Buffet. Indische und asiatische Speisen gibt es ebenso reichlich.

Die Getränke sind natürlich wie erwartet recht teuer. Wir haben meistens 1 ½ l Flasche Crystal Wasser ohne Kohlensäure getrunken. Das kostet 4,95 US$. Wassersorten gibt es diverse. Ein Bier und eine Cola kosten 4,50 US$, ein Glas Wein 6,50 US$, ein Cocktail, z. B. Rangali Ice Tea 10 US$. Während unseres Aufenthaltes wurden in der letzten Woche die Preise für alkoholische Getränke angehoben: 1 Glas Wein 8,00 US$, Cocktail: 12,00 US$. Warum, wissen wir nicht. Eine Mitteilung ins Zimmer bekamen wir leider auch nicht, obwohl wir sonst bei jeder Kleinigkeit eine schriftliche Info auf dem Zimmer hatten.

Internet kostet 5,00 US$ pro 15 Minuten.

Bücher sind in englischer, japanischer und deutscher Sprache vorhanden. Nähe der Bar steht ein Fernseher, über den man sich auch Videos anschauen kann. Dies haben wir gar nicht genutzt, daher wissen wir nicht, ob dort auch aktuelle Filme verfügbar sind.

Das Fitness-Studio war sehr klein. Es gab nur 2 Cardio-Geräte o. ä. Dort waren wir nicht Trainieren. Ferner gibt es 2 Spas/Wellness Oasen. 1 auf der "normalen" Insel, den anderen auf der Wasserbungalow-Insel. Der Over the Water Spa sah toll aus. Eine lange Thai Massage (1 ½ Stunden o. ä.) sollte  95 US$ kosten.

 

Drüben auf der Insel (wo die Wasserbungis sind) weht kein Windchen und es ist brüllend heiß dort. In der Lagune schwimmen haufenweise Baby-Schwarzspitzenhaie, was sehr schön ist. Schnorcheln ist leider dort nicht gut möglich, da wenig Korallen und demzufolge Fische. Die beiden Luxus-Wasservillas kosten in der Nebensaison 1000 US$ pro Nacht und waren tatsächlich ausgebucht (Hauptsaison: 3000 US$).

Abendprogramm:

 

es gibt täglich abends Programm, so z. B. Live-Musik 2 x die Woche, Kinoabend mit großer Leinwand, Casino-Time, Spiele (Dart-Turnier u. ä.), Sarong-Show... Beim Kinoabend wurde z. B. gezeigt: Chocolat, Staatsfeind Nr. 1, Wedding Singer (soweit wir das erkennen konnten).

Wer eine kurze und zeitnahe Frage an uns hat, kann diese stellen. Diese werden wir dann knapp beantworten. Bitte keine Fragen zu Preisen etc. nach längerer Zeit, so etwas vergisst man sehr schnell.

Natalie & Henning Dicke

 

henning.dicke@freenet.de

 


Reisebericht Claudia und raik / Hilton on Rangali 7. März bis 21. März

Vom 7. März bis 21. März waren wir auf Rangali im Hilton Hotel. Die normalen Katalogpreise für dieses Hotel waren für uns eigentlich nicht akzeptabel. Aufgrund eines Last-Minute-Sonderangebotes mit einem Preisabschlag von 30% haben wir uns aber dann doch für Rangali entschieden.

Allgemein: Das Hotel, das auf zwei nebeneinander liegende Inseln aufgeteilt ist, ist ein 5 Sterne-Hotel. Auf der größeren Insel befinden sich die Strand-Villen und auf der mit einem Steg verbundenen kleineren Insel die luxeriösen Wasser-Villen. Der Strand ist überall sehr schön und hervorragend zum Baden geeignet. Die Atmosphäre und die Freundlichkeit der Angestellten sind hervorragend.

Unterkunft: Die Strand-Villen werden derzeit alle renoviert. Wir waren leider in einer noch nicht renovierten Villa untergebracht - und das merkte man auch. Vor allem im Bad sah man deutlich, dass alles schon alt und abgenutzt war. Auch die Terrasse und die Möbel dort waren nicht 5-Sterne-wuerdig. Die Strandvillen stehen sehr eng beisammen. Man hört  die Nachbarn aufgrund der massiven Bauweise zwar nicht, aber wenn man auf der Terrasse sitzt, nervt der ohrenbetäubende Lärm der Klimaanlagen. Unser Pech war außerdem, dass sich gerade hinter unserer Villa (Nr. 126) die Tischlerei befand, die von morgens bis abends die Kreissäge angestellt hatte. Ein entspanntes Liegen auf der Terrasse war also nicht möglich.

Unserer Meinung nach war die Westseite der Insel zur Lagune hin schöner (vor allem zum Sonnen und Baden). Auf der Ostseite war es sehr windig, was zwar die Hitze erträglicher machte, aber aufgrund des hohen Wellenganges und des weggespühlten Strandes hinderlich war.

Baden: Der Strand lädt überall zum Baden ein, es sind kaum Korallenstücke im Wasser. Als wir auf Rangali waren, war die Insel ausgebucht, was sich auch am Strand bemerkbar machte. Ruhe und Einsamkeit, wie wir sie z.B. auf Filitheyo gekannt haben, gab es auf Rangali nicht. Es war für maledivische Verhältnisse sehr voll und manchmal entbrannte - man glaubt es kaum - ein Kampf um die Liegestühle, da einige (vorwiegend Deutsche!) Urlauber Mallorca-artig schon vor dem Frühstück ihre Handtücher platzieren mussten.

Essen: Das Essen war im Grossen und Ganzen sehr gut. Vor allem der Fisch war immer wieder hervorragend zubereitet. Einzig die Auswahl zum Frühstück ließ etwas zu Wünschen übrig.

Sport: Zum Tauchen und Schnorcheln eignet sich Rangali hervorragend. Schon am Hausriff kann man jede Menge Fische beobachten. Außerdem gibt es einen gut ausgestatteten Fitnessraum und einen schönen Tennisplatz.

Fazit: Insgesamt hat es uns sehr gut gefallen auf Rangali. Das Preisleistungsverhältnis kann man aber nur als schlecht bezeichnen. Für den normalen Katalogpreis muss man einige Unzulänglichkeiten hinnehmen (siehe oben), die eines 5-Sterne-Hotels nicht würdig sind.

 


 

Urlaubsbericht Rangali Island, Malediven 18. Januar bis 1. Februar 2002

Bilder zum Bericht

Fazit

Vorweg für den eiligen Leser eine kurze Zusammenfassung der Erfahrungen, die wir im 14 tägigen Urlaub im Hilton auf Rangali gemacht haben:

Unterbringung: Auch in der "billigsten" Kategorie sehr gut

Essen: Spitzenklasse!

Allgemeines Wohlbefinden: Sehr gut

Tauchbasis: Gut geführt und hoher Sicherheitsstandard, aber eher unpersönlich; ziemlich teuer

Unterwasserwelt: viele viele viele Fische: auch Mantas, Haie (leider keine Walhaie), Schildkröten und Muränen; die Korallenriffe selbst sind jedoch noch stark beschädigt

Buchung

Wir haben Last-Minute das Maldives Hilton (http://www.hilton.com/en/hi/hotels/index.jhtml?ctyhocn=MLEHITW) auf der Malediveninsel Rangali (südwestliches Ari-Atoll) gebucht. Der Katalogpreis für 2 Wochen (Halbpension) lag bei ca. 3600 Euro. Last-Minute gab es das ganze um etwa 1/3 billiger.

Unsere Buchung lief ganz normal übers Reisebüro. Reiseveranstalter war Kreutzer. Tauchgepäck ist beim Flug auf die Malediven laut Kreutzer-Katalog bis 30 kg pro Person gebührenfrei. Die Mitnahme einer Tauchlampe kostet zwar nichts, muss aber angemeldet werden.

Im Reisepreis war auch der Flugtransfer von Male nach Rangali enthalten. Vorsichtshalber haben wir aufgrund einiger Berichte im Internet uns per Fax von Kreutzer bestätigen lassen, dass die 30 kg Tauchgepäck auch für den Flugtransfer von Male nach Rangali gebührenfrei sind. Dieses stellte sich später als sehr sinnvoll heraus.

Anreise

Die Anreise verlief problemlos. Entgegen anders lautender Berichte im Internet haben wir den Nachtflug mit Condor (19:30 Uhr Ortszeit ab München, 9:00 Uhr Ortszeit an Male) nicht als unangenehm empfunden.

In Male wurden wir per Bus auf der Flughafeninsel vom Hauptterminal zum Terminal der "Maldivian Air Taxi" gebracht, um dort in der "Hilton Lodge" auf den Abflug des Wasserflugzeugs zu warten. Dort wurde uns kurz unser Handgepäck abgenommen und zum Wiegen gebracht. Die nette Dame von Hilton kam mit unserem Handgepäck und einer Rechnung über 30 US-Dollar wieder, da wir insgesamt 75 kg Gepäck hätten und im Wasserflugzeug nur 60 kg (30 kg pro Person) erlaubt wären. Jedes weitere Kilo sollte mit 2 Dollar berechnet werden. Hier war das Fax von Kreutzer hilfreich, obwohl es schon ein wenig Hartnäckigkeit unsererseits bedurfte, um die 30 Dollar nicht bezahlen zu müssen. Da kein "Agent" von Kreutzer oder Neckermann erreichbar war, einigten sich Air Taxi und Hilton darauf, dass Hilton die 30 Dollar zunächst übernimmt. Wir haben jedenfalls weder auf der Hotelrechnung noch sonst wann wieder etwas davon gesehen oder gehört.

Der folgende Flug mit dem Wasserflugzeug von Male nach Rangali war schon klasse. Den spektakulärsten Ausblick hatten wir als wir den Ostrand des Ari-Atolls überflogen und wie an einer Perlenkette die smaragdgrünen Kleckse der Riffe und Lagunen des Atoll-Randes im Norden wie Süden bis zum Horizont reichten.

Rangali

Rangali besteht eigentlich aus zwei Inseln. Diese sind durch einen ca. 500 Meter langen Steg verbunden. Die größere der beiden Inseln misst etwa 800 x 400 Meter, die andere ist fast genauso lang aber noch wesentlich schmaler, an der schmalsten Stelle vielleicht mal grade 20 Meter. Beide Inseln sind recht grün, bewachsen mit Kokosnuss-Palmen sowie anderen Bäumen und Sträuchern. Aussen herum verläuft ein schöner Sandstrand.

Übrigens laufen auf Rangali die Uhren etwas anders als auf den meisten Malediveninseln: um den Tag abends länger im Hellen genießen zu können, ist die Ortszeit eine Stunde später als in Male, d.h. im Winter insgesamt 5 Stunden Zeitverschiebung im Vergleich zu Deutschland.

Unterkunft

Im Maldives Hilton auf Rangali gibt es 5 Kategorien von Zimmern. Diese teilen sich auf die beiden Inseln auf. Auf der größeren Insel liegen die 50 Standard-Beach-Villen und die 50 Deluxe-Beach-Villen. Der Unterschied zwischen den beiden liegt in der ein paar Ausstattungsdetails (größerer Kühlschrank, Espressomaschine, Stereoanlage), dem Bad (in der Standard-Variante ist die Dusche in der Badewanne, in der Deluxe-Villa gibt es eine separate Dusche und alles ist etwas anspruchsvoller) und in der Lage. Die Standard-Villen liegen auf der westlichen Seite, die der anderen Insel zugewandt ist und haben damit keinen direkten Blick aufs offene Meer sondern nur in die Lagune zwischen den Inseln. Der Strand vor den Deluxe-Villen etwas breiter, in der Wintersaison ist es auf dieser Inselseite (Osten) etwas windiger.

Wir hatten eine Standard-Beach-Villa und waren damit voll zufrieden. Aus unerfindlichen Gründen war diese Villa während unserer Anwesenheit auch mit Espressomaschine und Stereoanlage ausgestattet, was ganz angenehm war. Für Malediven-Verhältnisse waren die Zimmer mehr als zweckmäßig. Alles war absolut sauber und ordentlich. Der kleine blau gekleidete Roomboy tauchte 2x täglich auf und säuberte so vor sich hin. An den ersten zwei Abenden erlegten wir 3 Kakerlaken und einmal mussten wir ein 10cm Spinnenmonster aus der Tür herausbefördern, aber so was gehört in solchen Regionen halt dazu. Mücken haben wir keine gesehen oder gehört. Trotzdem hatten wir gelegentlich mückenstichartige Punkte an Armen und Beinen. Vermutlich kam das von den Riesen-Ameisen, die eigentlich überall als Einzelgänger zu finden sind, aber genau wissen wir das nicht.

Die Klimaanlage im Zimmer funktionierte sehr gut. Die eigentliche Anlage war auf einem Holzgerüst einen Meter außerhalb des Zimmers angebracht und war eher laut. Nachts hatten wir sie deshalb aus und liessen lediglich den absolut geräuschlosen Deckenventilator die Luft umrühren.

Direkt vor jedem Bungalow befindet sich eine durch Bäume beschattete Holzterasse auf deren komfortablen Liegen wir regelmäßig gemütlich eingenickt sind. Von dort sind es dann noch etwa 5 Meter bis zum Strand und insgesamt etwa 10 Meter bis ins Wasser. Fernseher gibt es in den Beach-Villen nicht, die sind den gehobenen Wasservillen vorbehalten.

Auf der kleinen Insel sind die anderen 3 Zimmer-Kategorien, die Wasservillen, untergebracht. Von diesen gibt es 40 Standard, 8 Deluxe und 2 Super-Deluxe-Villen. Alle haben gemein, dass sie auf Stelzen im Wasser stehen. Von der Ausstattung kann man dort wirklich schon von Luxus reden. Allerdings stellt man beim Blick in den Reiseprospekt schnell fest, dass dieser Luxus auch Geld kostet. Uns wurde ein Sonder-Upgrade-Angebot gemacht, bei welchem wir für "nur" 200 US-Dollar pro Nacht in eine Standard-Wasservilla hätten umziehen können. Gegenüber der Super-Deluxe-Wasservilla war das geradezu geschenkt, denn diese kostet 2.000 (in Worten: zweitausend) US-Dollar pro Tag. Dafür gibt es dort so ungefähr alles was man sich vorstellen kann, vom persönlichen Butler über den persönlichen Wirlpool  auf der  Terasse bis zum Glasboden im Hauptwohnraum mit Blick auf die sich dort zahlreich tummelnden Fische. Ausserdem gibt es dort eine BOSE Surround-Anlage und einen 43-Zoll Plasma-Screen an der Wand sowie eine runde elektrisch drehbare "Spielwiese".

Die Angestellten waren übrigens, ob es nun die "getarnten" grünen Gartenarbeiter, die blauen Roomboys oder die eher bunt gekleideten Rezeptions- und Restaurantangestellten waren, immer freundlich und zuvorkommend. Es gab nicht die kleinste Verstimmung oder Unzuverlässigkeit.

Essen

Bei der Beurteilung des Essens auf den Malediven muss man normalerweise dem Standort einen gewissen Tribut zollen. Eine große Vielfalt und Frische der Lebensmittel ist auf den kleinen Inseln dort normalerweise sehr schwierig. Umso größer ist unser Lob und unsere Begeisterung für das im Hilton servierte Essen. Hier sind die 5 Sterne des Hotels sehr deutlich sichtbar. Morgens reichte das Spektrum vom frischen Croissant über Bircher-Müsli und frisches Obst bis zu Frühlingsrollen und Sushi. Leckere Marmeladen und Honig waren ebenso vorhanden wie frischer Käse und Aufschnitt. Und vom Omlett bis zu "baked beans" mit Schinken und Würstchen war ebenfalls alles da. Zu Trinken gab es neben Kaffee und Tee auch Milch und täglich 3 Saftsorten. Leider gab es ausser Wasser-Melonensaft, den man sich mit dem Melonenenschredderer selbst machen konnte, keine weiteren frisch gepressten Säfte, aber ansonsten fiel uns nichts ein, was uns noch glücklicher hätte machen können.

Dieselbe Lobeshymne kann man auf das Dinnerbuffet singen. Neben einer immer vorhanden Basis gab es täglich wechselnde Spezialitäten aus verschiednen Ländern. Dabei wurde neben der lokalen Küche mit indisch-asiatischem Akzent auch europäische, fernöstliche oder amerikanische Küche serviert. Einmal ist sogar Bratwust mit Sauerkraut aufgetaucht! Die Vielfalt war jedenfalls enorm.

Die Preise für die Getränke zum Abendessen waren in etwa wie erwartet und dem Rest angemessen. Die 1,5 Literflasche Mineralwasser gab es für 4,40 USD und die Flasche guten Wein gab es ab 20 USD. Für einen Cocktail an der Bar musste man 8-12 USD hinblättern. Die Dose Cola kostete 4 USD.

Auf dem Zimmer stand  pro Person und Tag übrigens eine 0,5l Flasche Wasser. Beim Tauchen gab es pro Tauchgang auch noch eine dazu.

Der gesamte allgemeine Hotelbereich (Empfang, Bar, Restaurant usw.) ist weitgehend offen nach draußen, es gibt keine Klimaanlage, jedoch viele Deckenventilatoren. Alles ist mit Sandboden ausgestattet, so dass die Mehrzahl der Gäste nur barfuß umherlief. Jegliche Schuhe zieht man also am besten direkt nach der Ankunft aus und erst kurz vor dem Abflug wieder an. Sie sind nur unnötiger Ballast im Koffer.  Ansprüche an die Bekleidung zum Abendessen oder sonst wann gab es auch keine. Wenn man nicht gerade in der Badehose zum Essen ging, war alles im Rahmen.

Man kleidete sich leger und der Temperatur angemessen - lange Hosen wurden eher selten gesehen.

Strand, Meer und Baden

Der Strand ist überall feinsandig mit kleineren Korallenresten und absolut sauber. Wenn man ins barfuß Meer stapft, muss man ein wenig aufpassen, da die Korallen oder zumindest ihre Überreste gelegentlich bis direkt ans Ufer reichen, aber ein Problem stellt das nicht dar. Schwimmen ist rund um die Inseln überall problemlos möglich. Aufgrund der vielen Fische macht Schnorcheln allerdings viel mehr Spass als einfach nur Schwimmen. Einmal haben wir auf etwa 10 Quadratmetern 13 kleine (ca. 50cm) Schwarzspitzenhaie herumschwimmen sehen, das macht schon Spass. Gefährliche oder irgendwie unangenehme Tiere scheint es dort im Wasser nicht zu geben.

Korallen / Hausriff

An vielen Stellen  rund um die Inseln findet man mehr oder weniger große Korallenbänke. Diese reichen häufig bis an den Strand heran. Leider sind die Korallen zu mindestens 80% tot. Die Spuren der vor ein paar Jahren vermutlich durch El Nino ausgelösten "Korallenbleiche" sind extrem deutlich zu sehen. An den meisten Stellen sieht es mehr nach einem Trümmerhaufen oder Korallenfriedhof aus als nach einem Korallenriff. Man kann sich kaum vorstellen, wie das einmal ausgesehen haben muss, als es noch lebendig war. Erfreulichweise schwimmen zwischen den Korallentrümmern immer noch sehr viele bunte Rifffische durch die Gegend. Tauchen macht am "Hausriff" jedenfalls keinen Spass. In den zwei Wochen, die wir da waren, haben wir dort auch keinen einzigen Taucher gesehen.

Die Gäste

Das Publikum auf Rangali ist recht international. Man findet etwa 2/3 Europäer, vornehmlich Deutsche, Engländer und Italiener und 1/3 Japaner. Erstaunlicherweise sind darunter recht viele junge Paare. Unsere Befürchtungen, dass uns die Wahl der gehobenen Preisklasse gleichzeitig einen Urlaub in der gehobenen Altersklasse bescheren würde, haben sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Allerdings könnte das auch ein wenig an den derzeitigen Last-Minute-Angeboten gelegen haben.

Tauchen

Rangali ist keine Taucherinsel! Nichts desto trotz gibt es dort natürlich eine Tauchbasis. Sie gehört dem Münchner Unternehmen Sub Aqua und befindet sich momentan unter englischer Leitung. 6 Tauchlehrer/Guides waren anwesend. Von den Nationalitäten gaben Sie einen guten Spiegel der Verteilung unter den Gästen ab: 1 Engländer, 2 Deutsche, 1 Italienerin, 2 Japaner. Die Tauchbasis entspricht bzgl. Preis und Leistung dem Niveau des Hotels. D.h. alles war sehr ordentlich und immer sehr auf Sicherheit bedacht. Allerdings kommt keine besonders persönliche Atmosphäre auf. Es war nicht, wie bei anderen Tauchbasen öfter anzutreffen, üblich, sich nach dem Tauchen bei der Tauchbasis zusammenzusetzen, etwas zu trinken und zu klönen. Es war auch nicht selten zu beobachten, dass die Tauchlehrer die ersten waren, die das Boot (Dhoni) verliessen, um schnellstmöglich wieder in ihrem Bungalow zum Fernsehen verschwinden zu können, weil auf HBO der nächste Spielfilm begann. Wir haben in unseren 14 Tagen 22 Tauchgänge unternommen und dabei noch den PADI AOWD-Schein gemacht. Dieser Spass hat pro Person noch mal 1250 Dollar gekostet, wobei wir unsere Ausrüstung komplett mitgebracht hatten. Damit liegt Rangali wohl am oberen Ende von dem, was man fürs Tauchen so bezahlen kann.

Bei den Tauchplätzen im Süd-Ari-Toll (Rangali liegt an der westlichen Aussenseite des südlichen Ari-Atolls) gibt es genau eine Hauptattraktion, die von Rangali mindestens jeden zweiten Tag angesteuert wurde: MADIVARU (Manta Moint). Vor allem in der Zeit des Nordost-Monsuns, also Dezember bis März, ist hier die Manta-Wahrscheinlichkeit aufgrund des hohen Planktonanteils im Wasser sehr hoch. So haben wir dort bei unseren etwa 6 Besuchen von Madivaru zwar auch zweimal gar keinen, dafür aber meistens mehrere und einmal ca. 15 Mantas um uns herumschwimmen sehen. Manchmal schweben die bis 5 Meter Spannweite aufweisenden Mantas nur knapp einen Meter über den Köpfen der an der Riffkante kauernden Taucher herum. Das ist schon ein gewaltiges Erlebnis. Die hohe Manta-Wahrscheinlichkeit geht allerdings auch mit zwei unangenehmen Erscheinungen einher, nämlich schlechter Sicht und mitunter starker Strömung. Während die Tauchgänge normalerweise 60 Minuten dauerten haben wir aufgrund der Strömung einen nach 15 und einen nach 30 Minuten abgebrochen, weil es in Strömungsrichtung nichts mehr zu sehen gab und ein Tauchen gegen die Strömung absolut unmöglich war. Die Sicht war bei den meisten Tauchgängen um die 10 Meter. Je nach Ort waren es vielleicht auch mal 20 oder noch weniger als 10.

Zu sehen gab es auch ausser Mantas massenhaft interessantes Fischzeug. Neben den besonders hervorzuhebenden Attraktionen wie einem 3-Meter grossen Ammenhai, einigen Weißspitzen-, Schwarzspitzen und Riffhaien und vielen Riesenschildkröten gab es unendlich viele Schwärme von Fischen aller Größen. Auch Muränen, Langusten und diverse Rochenarten waren zu finden. Als wir einmal gemütlich irgendeinen kleinen Fisch im Riff beäugten, kam direkt vor unserer Nase eine Riesenschildkröte dazwischengepaddelt und störte unsere Beobachtungen. Ebenso konnten wir eine unserer Navigationsübungen im Rahmen des AOWD-Kurses nicht ordentlich vollenden, weil plötzlich ein Manta im Weg war. Nun ja, solche Störungen ist man dann letztlich doch bereit hinzunehmen.

Die Korallen an den besuchten Tauchplätzen sehen zwar nicht ganz so schlimm aus wie das Hausriff von Rangali, das diesen Namen eigentlich gar nicht verdient, aber vor allem die Riffdächer sehen im allgemeinen schon noch recht trostlos aus. Getaucht wurde meistens an geraden Riffkanten oder größeren runden Riffblöcken (Thilas) und dort sah es häufig noch etwas besser aus.

Sonstiges

Über die sonstigen Angebote des Hotels, sei es Wassersport, Fitness-Center, Tennisplatz, Spa/Wellness-Bereich oder Hochseeangeln können wir nichts berichten, da wir sie nicht in Anspruch genommen haben. Ein recht spassiges und schönes Erlebnis war ein abendlicher Ausflug mit dem Dhoni (ca. 15 Minuten Fahrzeit) zum Angeln (20 USD pro Person). Dabei kann man mit einem Haken, der mit einem Fischköder versehen an einer langen Nilonschnur befestigt ist (keine Angelrute oder ähnlicher Schnickschnack!), sein Glück im Fischefangen versuchen und nebenher mit etwas Glück einen prächtigen Sonnenuntergang geniessen. Unsere Ausbeute beinhaltete sogar u.a. ein ca. 5-6kg Red Snapper, der uns am nächsten Abend zum Abendessen serviert wurde (Option ist im Ausflugspreis enthalten).

An weiteren Ausflügen werden unter anderem ein "Schnorchelhopping" und ein "Inselhopping" angeboten, von denen andere Hotelgäste uns berichtet haben, sie seien nicht so empfehlenswert. Wir selbst hatten mit unseren Tauch-Dhoni-Ausflügen schon genügend "Hopping", so daß wir ansonsten an keinem Ausflug teilgenommen haben.

Die Abendunterhaltung im Hotel wiederholt sich jede Woche. Als wir da waren bestand sie aus DVD-Leinwand-Kino (bei gutem Wetter draußen), Folklore-Abend, Casino-Abend, Bar-Spiele-Abend und Life-Music-Abenden. Je nach Stimmung und Alkoholpegel können dabei ganz nette Runden entstehen, die Anzahl der teilnehmenden Gäste war aber eigentlich immer eher gering.

 


 

Reisebericht RANGALI-HILTON von Fritz (01/2002)

Es war nicht mein/unser erster Malediven-Urlaub. Meine Frau war bereits 7 x auf den Malediven, ich das 3. mal. Es war unser erster Besuch auf RANGALI.

Wir waren auf RANGALI-Hilton im ARI-Atoll; für 2 Wochen Ende Januar 2002. Nachdem das Internet heute die Möglichkeit bietet, alle buchbaren Inseln rundum sehr genau zu studieren, war nach langen Recherchen die Wahl auf RANGALI gefallen. Wie sich herausstellte, ein absoluter Volltreffer!

Das Wetter war während der gesamten Zeit vortrefflich, obwohl die Angestellten über das Wetter der vorangegangenen Wochen eher geklagt hatten. Nun - wir hatten von 2 Wochen tagsüber ein einziges mal 1/2 Stunde Regen, ansonsten ausnahmslos gutes bis bestes Wetter, wobei auf den Malediven durchaus Wolken ziehen und keinesfalls der Himmel ständig wolkenlos blau ist; dennoch stets (für unsere Begriffe) hochsommerlich warm, aber nicht schwül, denn meist weht eine kleine Brise.

RANGALI HILTON besteht aus 2 Inseln, ca 400 Meter voneinander getrennt, aber durch einen komfortablen, breiten Steg verbunden. In der Mitte des Steges befindet sich die Wasserflugzeug-Anlegestelle. Die beiden Inseln sind grundverschieden: Die Hauptinsel ist wunderschön; ca 600 x 300 Meter, rundherum mit einem traumhaften, breiten Sandstrand. Die Insel ist extrem gepflegt, mit hohen Palmen und anderen Sträuchern bewachsen; wie wohl alle anderen Inslen auch, ragt kein Dach über die Bäume, sodaß die Insel von "außen" wie unberührt aussieht.

An der Südspitze liegt der gesamte Verwaltungsbereich, Empfangsbereich (daneben gleich ein großes Juweliergeschäft!), die Bar, dann das Restaurant, davor 2 Süßwasserpools mit elegantem Liegebereich, die Tauchbasis, die Wassersport-Geräte, ein kleiner Restaurantbereich unter Bäumen und ein kleiner Steg mit einem Exclusiv-Restaurant. Nach Osten zu ist der Bereich der de-Luxe-Bungalows; dort ist der Strand noch breiter, zum Wasser zu stehen palmblätter-vedeckte große Parapluis (feste Schirme), da überall große, gesunde, stämmge Kokospalmen stehen, hängen viele überbreite, dekorative Hängematten aus weichen(!) Fasern - wie aus 1001 Nacht.

Jeder(!) Gast hat 2 Liegen: eine Holzliege vor dem Bungalow und eine breite, bequeme, neu, verstellbare Kunststoffliege mit schönen (losen) Auflagen. Somit gibt es kein Rimini-artiges Gerenne am Morgen, um mit den Handtüchern knappe Liegen zu belegen; dies ist nicht erforderlich.

Auf der Westseite liegen die Standard-Bungalows, welche sich nicht großartig unterscheiden; wir hatten einen Standard-Bungalow, der bestens ausgestattet war. Vor dem Bungalow ist eine kleine Holzterrasse mit 2 Holzliegen, 1 BeiTischchen, 1 Frühstückstisch + 2 Stühle; der Wohn-Schlafbereich hatte bestimmt 40 qm; ein hochwertiges, breites Doppelbett, 1 Sofa, 2 Sessel usw. - keinen Fernseher - aber der ging nicht ab. Dann ein kleiner Vorplatz vor dem Bad mit Schränken, Tresor, einer großen Ablage, ein großer Spiegel.

Auf der Ablage hatte jeder eine top-moderne Espresso-Maschine incl. Espressos selbst; 2 Flaschen Wasser wurden jeden Tag gestellt (beides ohne zusätzliche Berechnung); eine Minibar ist natürlich auch dabei. Das Bad ist - wie wohl oft auf den Malediven - teilweise offen, was für uns stets unglaublich beeindruckend wirkt. In dem Bad ist alles vorhanden, was man sich wünscht; die Dusche ist in der Wanne, nicht separat. Fast alle Bungalows (in beiden Kategorien) sind Doppelbungalows, jedoch gegeneinander nicht einsehbar. Vor jedem Bungalow ist ein kleiner Garten; auf der Luxusseite größer und schöner. Welche Kategrorie man wählt, hängt von vielen Faktoren ab; braucht man noch mehr Luxus?? Uns war die Westseite ohenhin lieber, da man von dort den sprichwörtlichen Sonnenuntergängen zuschauen konnte, und die waren teilweise wirklich "kitschig!!"

Die Verwaltung bieten von sich aus mehrmals Möglichkeiten an, von "upgrades" Gebrauch zu machen, denn es gibt ja noch mehrere andere Möglichkeiten (Wasserbungalows auf der anderen Insel) Davon aber später.

Die Insel heißt RANGALI-HILTON! - und das HILTON spührt und sieht man überall. Alles, aber auch alles auf der Insel ist extrem gepflegt und oft nur vom Feinsten; man sagte uns, daß über 300(!!) Bedienstete arbeiten; alle, aber auch wirklich alle sind ausnahmslos überaus freundlich und hilfsbereit; der Gast ist hier wirklich immer und überall "König". So eine durchgängige Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft haben wir noch nicht erlebt! Absolute Spitze!

Die Verpflegung ist märchenhaft; da die Besucher international durchmischt sind, ist die Küche dementsprechend international. Bereits das Frühstück ist ein Erlebnis; es würde den Rahmen sprengen, alles zu beschreiben; es gibt alles, ob Säfte aus diversen Früchten zu schleudern, oder japanisch zu probieren, alles -aber auch alles Edenkliche ist vorhanden.  Das Abendessen steht jeden Tag unter einem internationalen Motto; jeder Tag ein Erlebnis. Etwa 2 mal pro Woche wird außen gedeckt, was besonders erlebnisreich ist.

Die Insel hat 2 Riffe: im Ost das größere Hausriff, welches leider - wie wohl fast überall - immer noch fast gänzlich tot ist; eine Erholung ist nur extrem spärlich zu ersehen; Fische sind dennoch vorhanden. An der Nordspitze ist ein weiteres längliches Riff, welches erheblich mehr Korallenbewuchs hat, teilweise ein Stück sogar überraschend bewachsen; ich schätze einmal: 50 %. Wir sahen dort neben den vielen bunten Fische kleine Haie, 2 Schildkröten, 1 großer Tintenfisch und Stachelrochen (klein). Unter dem Steg konnte man nachts 3 Mantas sehen, die jeden Tag kamen.

Die Tauchbasis ist wohl der Traum schlechthin: Die Leute dort waren ebenfalls wahnsinnig freundlich und hilfsbereit. Maximal 4 Personen auf einen Guide; die Ausrüstung wurde getragen; beim Anziehen geholfen, beim Ausziehen geholfen und dann wurde die Ausrüstung komplett zur Basis gebracht. Dies hat natürlich möglicherweise mit dem ursprünglichen Tauchen nur noch wenig gemein, aber es ist der Stil und Geist der Insel (HILTON). Die Tauchplätze sind außerordentlich zahlreich und sind so, wie wohl anderswo ebenfalls; sie dürften sich in nichts unterscheiden.

Nun zur 2.Insel. Diese ist schlank und lang und beherbergt NUR Wasserbungalows in 3 Kategorien; da wir überhaupt keine Freunde von Wasserbungalows sind, hält sich unsere Begeisterung in Grenzen. Für deren Freunde dürften diese wohl einen Standard bieten, wie wohl kaum sonst auf einer anderen Insel - bis hin zu Präsidentensuiten. Diese Insel bieten von der Natur und dem Bewuchs her bei weitem nicht die Reize.

Auf beiden Inseln gibt es echte Weinkeller(!!) tatsächliche Keller, d.h. weit unter dem Wasserspiegel. Diese sind je mit einem großen Tisch + Stühlen ausgestattet und 1 x pro Woche gibt es dort tatsächliche Weinkeller-Probier-Abende mit kompletten Menue; wer's mag!

Fazit:

Eine tolle Insel mit höchstem Niveau, internationales, sehr gutes Publikum, meist jedoch nur 3-7 Tage-Gäste, kaum längere Gäste; wem diese Insel nicht gefällt, der muß dann den Grund bei sich suchen, nicht auf der Insel - es ist ein Paradies.

FRITZ