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Reisebericht Vilamendhoo
Reisezeit: Januar/ Februar 2003

Der Reise vorausgegangen waren (letztlich doch zu oberflächliche) Recherchen im Internet, teilweise mit dem Prospekt unter dem Arm im Internet-Café auf dem Flughafen.

Für diese „Grundlagenforschung“ können wir nur ausreichend Zeit und Muße empfehlen, eventuellen Enttäuschungen kann auf diese Weise wohl am effektivsten vorgebeugt werden.

Unter den diversen Adressen wird zum Teil sehr detailliert über die verschiedenen Inseln berichtet, so dass man tatsächlich „sein“ Eiland finden kann.

Außerdem gibt es unter den Autoren der Reiseberichte sehr liebe Menschen, die per Mail ihre Erfahrungen weitergeben und den „jungfräulichen“ Malediven-Reisenden mit Tipps und Ratschlägen versorgen.

An dieser Stelle möchten wir uns darum ganz herzlich bei Marina aus St.Pölten und bei Moni und Martin bedanken. Ihr habt mit Euren netten Hinweisen unseren Urlaub auf Vilamendhoo noch traumhafter werden lassen!

Wir hoffen, uns einmal revanchieren zu können (spätestens, wenn es Euch mal nach Hamburg zieht...).

Die Insel
ist gesäumt von einem mehr oder weniger schmalen Sandstrand, der durch steinige Passagen und in das Wasser hineinwachsendes Buschwerk gesäumt ist. Zu Fuß umrunden gelingt nur bei „Ebbe“, ansonsten muß für die ca. halbstündige Umrundung ab und zu hinter die erste Baumreihe ausgewichen werden.

Das Inselinnere ist dicht bewachsen, auf (immer sauber geharkten) sandigen Wegen sind die Bungalows und übrige Einrichtungen zu erreichen. Die Beleuchtung der Wege des Nachts ist spärlich, ängstlichen Naturen (gegenüber Spinnen und übrigem Krabbelgetier) sei eine Taschenlampe empfohlen.

Als leidenschaftliche Strandläufer hätten wir uns einen üppigeren Strand gewünscht, die Abschnitte, wo der Sand „südseemäßig“ anzugucken ist, sind entsprechend gut besucht.

Die Nordseite wird (bzw. wurde während unserer Besuchszeit) ständig vom Wind heimgesucht, während des Tages (und in der prallen Sonne) z.T. eine Wohltat (und eine nicht zu unterschätzende Gefahr wg. Sonnenbrand), nach Sonnenuntergang kommt es dem einen oder anderen kühl vor. Auf der Südseite dagegen absolute Flaute, die beiden (schönen) Strandabschnitte im Westen und Osten sind prima Alternativen, allerdings auch sehr begehrt.

Die Bungalows
sind sauber und zweckmäßig, akzeptable Betten, Klimaanlage, Ventilator, Telefon, aber kein TV. Sie liegen alle hinter der ersten Baum-, bzw. Buschreihe, der Blick auf das Wasser ist also mehr oder weniger versperrt.

Die Bäder sind o.k., kein Luxus, aber sauber. Wir hatten das Vergnügen, drei „Hütten“ kennen zu lernen, alle mit geschlossenem Bad (Schilderungen bzgl. der offenen Variante sind in anderen Reiseberichten zu bekommen). Jeweils war die Nasszelle mit Waschbecken, Toilette und Dusche ausgestattet.

Einzelbungalows sind dringend zu empfehlen, wir wohnten zwei Nächte mit einem Rentner-Paar Wand an Wand und hatten den Eindruck, dass Opa mit seinem Granaten-Schrapnell in der Lunge neben uns liegen würde. Als ob die Wand aus Reisig wäre. Nach uns zogen lärmende Italiener dort ein, die haben es hoffentlich den röchelnden Greisen heimgezahlt...

Haus Nr. 49: Nordseite, windig, für den abendlichen Aufenthalt auf der Terrasse war es teilweise zu kühl
Haus Nr. 119: Südseite, windstill, Büsche vor der Terrasse, kein Blick auf das Wasser, Doppelbungalow
Haus Nr. 120: Einzelbungalow, im Ganzen o.k. (aber auch kein Blick auf das Wasser), der Weg zur Westküste ist nicht so weit (ca. 200m), dort standen auch immer unnummerierte Liegen (also ohne Zuordnung zu einem Haus). Außerdem ist dort die Sunset Bar (siehe andere Reiseberichte) quasi nebenan, so dass man sich schnell zwischendurch erfrischen kann.

Die Restaurants und Bars
sind o.k., wie in anderen Hotels wiederholt sich das Angebot der Buffets, was aber bei der Reichlichkeit der Varianten keine Kritik bedeutet.

All Inclusive wird empfohlen- um den Flüssigkeitshaushalt bei den Temperaturen im Lot zu halten, ist einiges an Getränken notwendig. Wasser und Säfte schlagen durchweg mit 3 bis 6 $ zu Buche, und wer sich nicht ständig mit Blick auf den fälligen Betrag am Urlaubsende mäßigen will, sollte AI buchen.

Fazit:
Eine schöne Insel, wobei es sicher hübschere gibt.
Ein Tagesausflug führte uns nach Vakarufali, einem Resort unter schweizer Führung.
Vermutlich teurer als Vilamendhoo, aber genau so, wie wir uns die Malediven vorgestellt hatten: Breiter, weißer Strand, vereinzelte Hütten (von der Anzahl weniger als Vilamendhoo), einfach schön.

Der nächste Malediven Urlaub führt uns auf jeden Fall auf eine andere Insel, für den Einstieg haben wir Vilamendhoo sehr genossen.

Weitere Fragen? mailto:h_moritz@gmx.de

Hannes & Sylvia

 


Vilamendhoo, 03.-13. März 2003

Nach den umfassenden Berichten von PunkyLady und Ricky und Thomas, die wirklich ALLE wichtigen Infos enthalten, gibt es eigentlich gar nicht mehr so viel zu erzählen.

FLUG:

Der Flug von Frankfurt über Dubai (3 Stunden Aufenthalt) war o.k. - dass es unmöglich ist, bei Economy eine wirklich entspannte Schlafhaltung zu finden und dass das Essen nicht so exclusiv sein kann, wie es die aufwendig gemachte Menükarte verspricht, ist klar. Pluspunkt: der im Vordersitz integrierte Bildschirm (kannte ich bisher nur von Singapur Airlines) und die Möglichkeit, Start und Landung mit den Bordkameras mitzuverfolgen. Nachteil: Bei der Filmauswahl kommt man dann ziemlich übermüdet an ;-)

Tipp: Kurze Hose oder Rock und Sonnencreme ins Handgepäck, am besten gleich in bequemen Sandalen reisen (auch wenn das doof aussieht mit Socken) und sich noch auf dem Flughafen Male umziehen.

AIRTAXI (Wasserflugzeug):

War bei uns im Angebot enthalten, muss ich aber beim nächsten mal nicht unbedingt haben. Denn da wir früh morgens angekommen waren, mussten wir über zwei Stunden warten, bis auch die weiteren Fluggäste eingetroffen waren. Der Blick von oben auf das Atoll und die Inseln ist schon fantastisch, aber bei der Strecke Hulhule - Vilamendhoo überfliegt man nur einige Inseln des Male-Atolls und leider gar keine des Ari-Atolls. Der Landeanflug ist zum Fotografieren sehr ungünstig, man hat keine Chance, Vilamndhoo von oben zu erwischen (auch beim Abflug nicht).

Tipp: beim Hinflug links, bzw. beim Rückflug rechts in Flugrichtung bekommt man mehr Inseln zu sehen - ich hatte es genau umgekehrt gemacht.

Noch ein Tipp: Ohrstöpsel mitnehmen! Ernsthaft! Nicht nur wegen dem Lärm, sondern auch wegen dem Luftzug, der nicht so gut für die Ohren ist - besonders wenn man noch tauchen will.

DIE ERSTE (und einzige) ENTTÄUSCHUNG:

Wir hatten ein Upgrade auf Superior gebucht und erfuhren bei Ankunft, dass bei der Resortleitung nur Standard reserviert war. Ein Fehler von L'tur Deutschland - angeblich. Da nicht zu erwarten war, dass während unseres Aufenthalts ein Superiorbungi frei werden würde, bot uns die Reiseleitung (alles telefonisch) an, zwei Tage später auf Filitheyo zu wechseln. Eine teurere Insel, die gebuchten Tauchpakete auch dort gültig. Wir sind dann erst mal zur Tauchschule getrabt und haben nachgefragt, wie es denn auf Filetheyo mit Tauchen aussehen würde (schließlich hatten wir uns unter anderem wegen den positiven Berichten über das Tauchen für Vilamendhoo entschieden). Bei der Tauchbasis war unser Problem nicht unbekannt und wir erfuhren, dass die Insel ständig überbucht sei, da die Resortleitung einen zusätzlichen Veranstalter aufgenommen habe, ohne die Kontingente der anderen zu kürzen und dass deshalb versucht wird, den Leuten ein Wechsel zu Filetheyo schmackhaft zu machen. Wogegen eigentlich auch nichts zu sagen ist, da die Insel tatsächlich eine Klasse besser sein soll. Aber er ezählte uns auch, dass schon einige ganz enttäuscht wieder zurück gekommen wären, da man ihnen Staff-Bunglows - die nicht am Strand liegen - angedreht hatte. :-( Nach zwei weiteren Telefonaten mit unserem Reiseleiter lehnten wir das Angebot ab, da er uns zwar einen Strandbungalow, nicht aber den baldigen Start meines Tauchkurses garantieren konnte. Diese Entscheidung haben wir auch nicht bereut, denn der Standardbungi stellte sich als gar nicht so schlecht heraus. Klar, es wirkt etwas duster und man hat keine schöne Aussicht, aber wir haben unsere Liegen an zwei sehr schönen Strandabschnitten gefunden (man kann sie von einem Boy bringen lassen, wohin mal will), keine 100 m vom Bungi weg und damit konnten wir gut leben.

DIE INSEL:

Wundervoll! Eine perfekte Mischung aus urwüchsig und gepflegt. Für uns war es genau die richtige Größe. Alles auch bei der Hitze bequem zu erreichen und genug unterschiedliche Abschnitte für den Forscherdrang. Wer allerdings breite Sandstrände erwartet, ist hier fehl am Platz. Bei Flut ist stellenweise kein Strand in der Sonne mehr vorhanden. Aber man hat Füße und kann sich zur Not ein paar Meter seitwärts bewegen und ich fand es eh viel entspannender, mich im seichten Wasser zu aalen, als auf der Liege zu dösen. Bei einem Rundgang habe ich mir Notizen gemacht über die Lage der Bungis, welche (soweit erkennbar) ein offenes Bad haben und welche Strandabschnitte die besten sind - für den nächsten Besuch. Generell: Süden - mehr und schönerer Strand, dafür etwas weniger Wind. Südosten - Gelegentlich das Gebrumm der startenden und landenden Airtaxis, was uns aber nicht störte, (fast) alle Bungis mit offenem Bad. Südwesten - angeblich gelegentlich Dieselgeruch, abends reger Fußverkehr zur Sunsetbar.

Westen - breiter Strand, Diskoabende (selten) sind hörbar. Rund um die 90er und 130er Nummern im Süd- und Nordwesten hört man den Generator brummen.

Nordwesten - schöne Strandabschnitte Norden - generell wenig Strand, dafür eine angenehme Brise

Nordosten - stellenweise viel Gestrüpp und nur kleine Strandabschnitte, bzw. steiniger Strand, für Flachwasserplantscher nicht so gut geeignet.

Ostspitze - perfekt! (Solange nicht ganze Horden auf die Idee kommen, ihre Strandliegen da aufzustellen).

Ganz grob kann man sagen, der Osten für alle, die es einsam mögen, der Westen für die Kontaktfreudigen und Nightlifefans. Der Norden für die Leseratten im Schatten, der Süden für die Wasserplantscher und Sonnenanbeter.

Unser Favorit: Einzelbungis 12 und 13 mit offenem Bad und Palmenschaukel. Als sehr praktisch haben wir den Wasserhahn vor dem Bungalow zum Abspülen von Füßen und Schnorchelausrüstung empfunden, ebenso die Wäscheleine mit Wäscheklammern.

Tipp: Auf keinen Fall die "German Information" an einem der ersten Abende verpassen, da erfährt man alles Wichtige über die Insel, das Angebot, das Tauchen und Schnorcheln, etc.

DAS PUBLIKUM:

Seeeeehr angenehm. Die meisten zwischen 35 und 55 würde ich sagen. Keine Ballermänner, kaum Kinder (meine Tochter war nicht dabei, das wäre für sie auch wahrscheinlich etwas langweilig gewesen), keine nervenden, lärmenden Gruppen. Hauptsächlich hört man Deutsch (inkl. österreichisch und schweizerisch), dann englisch, französisch, italienisch. Keine Amis! ;-) Alle lässig und leger gekleidet, nicht aufgedonnert. Aber auch keine Badebekleidung im Restaurant.

DAS ESSEN:

Mmmmmmmh...

Also für einen Vegetarier, der keinen Fisch mag, Salaten nichts abgewinnen kann, eine Gemüseallergie hat, nicht auf Pasta steht, frische Früchte nicht verträgt und dem Papadum und Curries zu exotisch sind - ja der muss sich halt mit der Tagessuppe, verschiedenen Brotsorten und dem viel zu verführerischen Nachtischbuffet begnügen. :-)) Also ich habe meinen sonstigen Jahresverbrauch an Fisch (gedünstet, gebraten, gegrillt, als Currie) in den 10 Tagen sicherlich überschritten.

Ein Tipp: die lange Hose für den Rückflug sollte besser nicht eng anliegend sein!

Zu den Spitzenzeiten gibt es schon mal eine Schlange am Buffet, die reichte aber nie weiter, als bis zum Tellerstapel. Entweder man wartet 5 Minuten, bis weniger los ist, oder man holt sein Essen an der hinteren Seite des Buffets - da liegen nämlich genauso die Schöpflöffel und da stehen auch die Kärtchen mit den Bezeichnungen - das haben nur viele Leute nicht gemerkt, dass das zweiseitig angelegt ist - jaja, der Herdentrieb ;-) Beim Nachtischbuffet gab es allerdings schon oft lange Schlangen. Aber da ist der erste Hunger ja schon gestillt und das Warten nicht so schlimm. Beim Frühstück wäre mal Bacon oder verschiedene Käsesorten nicht schlecht gewesen, aber ein Rührei mit Zwiebeln und Tomaten ist auch nicht zu verachten und eigentlich wollte ich doch sowieso morgens nur Obst essen ;-)

ALL INCLUSIVE:

Ob wir mit Halbpension nicht günstiger gelegen hätten, weiß ich nicht, es ist aber auf alle Fälle entspannter, sich nicht ständig zu überlegen, ob man sich noch einen Saft oder noch einen Wein leisten sollte. Und irgendwie bekommt man mittags doch auch Hunger und es macht auch Spaß, gemütlich beim Essen zu sitzen und mit den Tischnachbarn zu plaudern und die anderen Leute zu beobachten ;-)

Wir haben übrigens nicht eine einzige Flasche Wasser dazugekauft, sondern beim Essen immer reichlich getrunken und unsere beiden Plastikflaschen mit dem Wasser aus der Kanne im Bungi aufgefüllt. Ein paar mal haben wir uns auch einen (extra zu bezahlenden) Cocktail gegönnt, aber eigentlich nur, weil 's so hübsch garniert ist (das Crushed Ice hat mir auch etwas gefehlt) - ansonsten hat uns Bier, Wein, Wodka Bitter Lemon, Gin Orange, Cola Rum und Pineapple Rum (alles All Inklusive) alkoholmäßig völlig gereicht.

Was das Trinkgeld betrifft, haben wir uns an die Empfehlungen gehalten, die auf dem Infoblatt der Resortleitung stehen. Je ca. 10 Dollar pro Woche für Roomboy und Kellner (jeden Abend einen und am Wochenende die restlichen 4). Außerdem gelegentlich einen Tip für die Bootsbesatzung, Kofferträger, etc. und einen dicken Batzen für meine Tauchlehrer. Ich habe öfters auch ein paar Süßigkeiten für den Kellner und Roomboy hinterlegt - ob sie sich darüber gefreut haben, weiß ich nicht, aber es ist nie liegen geblieben. Den Rest habe ich zusammen mit den Zeitschriften dem Tauchcenter überlassen.

SCHNORCHELN:

Einfacher geht's nicht. Wir haben uns meistens in der Lagune der Südseite und an der Riffkante bei Exit 2 und 3 rumgetrieben (ca. 20-30m vom Ufer) - da ist kaum Strömung und man kann ganz in Ruhe die vielen bunten Fische bewundern und die Papageienfische knabbern hören. Dass es nur ganz vereinzelt farbige Korallen gibt, dürfte bekannt sein, aber wir fanden auch so genug zu sehen. In der Lagune trifft man mit Sicherheit die kleinen Schwarzspitzenhaie und die weißen Muränen, die jeden Tag direkt am Ufer lang gleiten. Am letzten Tag waren wir auch an der Nordseite. Da ist es etwas weiter vom Strand zur Riffkante (ca. 100m) und bei Ebbe ist es schwierig, rauszukommen. Aber es lohnt sich auf alle Fälle. Da waren eher kleinere, dafür aber mehr Fische. Wir sind bei Exit 10 eingestiegen und haben uns gemütlich - leicht gegen die hier etwas stärkere Strömung anschwimmend) an der steil abfallenden Riffkante bis zum Exit 7 treiben lassen. Kurz vorher wurde das Wasser wärmer und trüber und es gab nicht mehr viel zu sehen. Meine Tauchkurspartnerin konnte übrigens an der Nordseite vom Ufer aus Delphine beobachten.

TAUCHEN:

Da habe ich keine Vergleiche, da ich meinen ersten Tauchkurs gemacht habe. Aber Dominik (und bei einem Tauchgang auch Stefan) hat seinen Job wirklich sehr gut gemacht. Meine Mittaucherin und ich waren doch sehr nervös und ich hatte bei den ersten 4 Tauchgängen wirklich Mühe, gegen meine Anfangs-Panik anzukommen (Oh Gott, was tu ich mir hier an, ich will nicht, ich kann so nicht richtig atmen, ich will sofort wieder hoch ... ;-) , da ist ein beruhigend und souverän (aber nicht obercool) wirkender Tauchlehrer, der einem die Angst nimmt und dem man vertraut ganz wichtig. Den letzten Tauchgang vom Boot aus konnte ich dann auch - trotz der nicht zu verachtenden Strömung - richtig genießen. Etwas wirklich Aufregendes, (außer einem Kraken, Barrakudas, Thunfischen, Muränen, einem Feuerfisch und tausend anderen interessanten Lebewesen ;-) habe ich nicht gesehen, war aber auch noch viel zu sehr mit mir selbst beschäftigt. Mein Freund durfte bei seinen Bootstauchgängen auch Mantas und einen etwas größeren Hai bewundern.

Nach allem was ich bisher gehört und selbst erlebt habe, scheint die Tauchschule sehr gut zu sein und sehr viel Wert auf Sicherheit zu legen, die Tauchguides sind alle sehr angenehm und versiert (und Miriam dürfte für alle Männer eine Augenweide sein ;-). Und die Tauchplätze, die angefahren werden, sind wohl auch sehr interessant - wenn auch nicht gerade strömungsarm, da am Außenrand des Atolls gelegen.

STECHMÜCKEN UND ANDERES GETIER

Einmal muss das Gerät, mit dem der Moskitomann die Insel allabendlich einnebelt, zwei Wochen lang kaputt gewesen sein - das muss die Hölle gewesen sein. So ist das aber kein Problem. Ein Mückenschutz empfiehlt sich abends schon, wir hatten Mosiguard dabei. Das wirkt nicht nur gegen Moskitos, sondern auch gegen Liebhaber - die damit eingesprühte Haut ist wirklich unküssbar! Aber das dürfte für alle Insektenschutzmittel gelten. Ich habe nur meine Apres-Milch mit Mückenschutz (von Schlecker) benutzt und bin gut damit gefahren. Zwei Stiche habe ich abbekommen, aber die haben nicht sonderlich gejuckt (in Europa bekomme ich immer dicke Beulen). Sandflöhe gab es nicht, dafür aber kleine weiße Krabben, die am Strand rumwuseln. Die Katzen haben wir nicht zu Gesicht bekommen, ebenso wenig Schlangen oder Spinnen (halt doch, eine im Baum), der Vilamendhoo-Gang entgeht man nicht ;-) die Geckos sieht und hört man reichlich, vor den klauenden Raben muss man sich, bzw. die Sonnenbrille o. ä., in acht nehmen und der (oder die?) Reiher gibt immer wieder ein schönes Foto-Motiv. Wenn man nachts mal aufwacht, dann wahrscheinlich vom Poltern einer Kokosnuss, die auf das Dach geplumpst ist, oder vom Kreischen und Jaulen der Flughunde.

ABSCHIED

Am letzten Abend wird im Restaurant immer der Tisch aufwendig mit Blumen geschmückt - eine sehr nette Geste. Das Leintuch im Bungi war dann auch nicht nur kunstvoll gefaltet, sondern ebenfalls sehr schön mit Blumen verziert. Beim Rückflug hatten wir einen langen Aufenthalt auf der Flughafeninsel Hulhule, da das Wasserflugzeug schon um 16.00 Uhr startete, unser Rückflug aber erst um 2.20 Uhr am Morgen ging. Auf einen Ausflug nach Male hatten wir nicht so richtig Lust und da überraschte uns L'tur mit dem Angebot, ein paar Stunden in einem exklusiven Hotel zu verbringen. So haben wir noch einmal geduscht, fürstlich gespeist (nur die Getränke mussten wir bezahlen) ein wenig CNN geguckt und waren dann ganz entspannt, als wir um 23.45 Uhr einchecken konnten. Das hat uns dann auch wieder mit dem nicht so erfreulichen Urlaubsstart versöhnt.

Wir können die Insel jedem empfehlen, der in traumhafter Kulisse entspannen und schnorcheln oder tauchen will!

Geckoina & Co.

 


 

Reisebericht von Vilamendhoo

Zeitraum: 30.01. bis 02.02.2003

Anreise

Pünktlich, aber ein wenig übermüdet kamen wir in Male an. Ein sonniger Tag bei 30° Celsius erwartete uns und daher konnte der Urlaub jetzt so richtig beginnen. Die Einreise- und Zollformalitäten hatten wir schnell hinter uns bringen können und nach einer kurzen Begrüßung durch unsere Reiseleiterin haben wir die ersten Sonnenstrahlen genießen können.

Der Aufenthalt am Flughafen bis zum Transfer auf die Insel dauerte ca. 1½ Stunden. Ein Speedboot nahm uns schließlich auf und nach gut 2 Stunden, erschien unsere Insel am Horizont. Bei der Anfahrt auf Vilamendhoo ist die eigentliche Bebauung nicht zu erkennen.

Nach einer kleinen Begrüßung im Hotel bei einem Begrüßungstrunk, konnten wir endlich die Zimmerschlüssel in Empfang nehmen. Der Weg war nicht weit und das Erste was man auf der Insel macht... SCHUHE AUS !

Serviceeinrichtungen

Vorab noch als Info. Im Süden des Süd-Ari-Atolls gelegen, erstreckt sich Vilamendhoo auf ca. 900x250 Meter. Zu den Serviceeinrichtungen im Südteil der Insel, gegenüber dem Anlegesteg, zählen die Rezeption mit der Kasse und den darin befindlichen Safes. Ebenso in unmittelbarer Nähe, die Main-Bar, der Fernsehraum mit Bibliothek. Dahinter der Souvenirshop mit einem Juwelierladen. Linker Hand der Main-Bar kommt das Hauptrestaurant und ebenfalls links davon die Tauchschule mit einem Bootsverleih.

Die Sunset-Bar mit einem Fitnessraum befindet sich (natürlich) im Südwestteil von Vilamendhoo. In der Nähe davon, hat man wiederum die Möglichkeit zum Volleyball, Tennis und Badminton. Im mittleren Teil der Insel, befinden sich die Unterkünfte des Personals.

Die Rezeption

Die Rezeption ist, im Vergleich zu anderen Inseln, recht klein, aber völlig ausreichend. Der Kassierer in diesem Bereich, welcher auch die ( kostenlosen ) Schließfächer verwaltet, hat folgende Öffnungszeiten: 09:00 bis 11:00, 13:00 bis 14:00 und 19:00 bis 21:00 Uhr. Darüber hinaus ist der Kassierer auch unmittelbar vor der Abreise von der Insel, bzw. vor Abreise zu den diversen Ausflügen anwesend. Die Möglichkeit seine Wertsachen dort zu deponieren sollte man m. E. auch nutzen.

Die Mainbar

Zur Main-Bar bleibt mir nur zu sagen: Tagsüber ist kaum was los. Nur am Abend kurz vor Öffnung des Restaurants finden sich hier die Gäste ein. Aber wir haben immer einen Platz gefunden.

Das Restaurant

Ich glaub, es waren 4 Räume, die sich sternenförmig um das Buffet verteilten, so dass das eigentliche Ausmaß des Restaurants gar nicht erkennbar war. Eine geniale Lösung. Aber ob es nun 4 oder 3 Räume waren.... Hmmm. Lasst Euch überraschen. Das Buffet an sich ist vielleicht etwas zu klein geraten. Damit meine ich die Auswahl. Das Essen war suuuper und das Buffet war auch recht liebevoll gestaltet. Alles in allem....Gut. Meiner Meinung nach, wird man trotzdem etwas runder wieder nach Haus fliegen.

Die Sunset - Bar

Nun kommen wir zur eigentlich schönsten Einrichtung der Insel. (Natürlich) an der "Sonnenuntergangsseite" gelegen, hat die Sunset -Bar einen ganz besonderes Flair. Hier finden sich gegen 16.00 Uhr die AI - Gäste ein, um Ihren Nachmittags-Snack zu genießen. Die Speisekarte wechselt täglich. Und für jeden ist etwas dabei. Auch wenn man keinen großen Hunger verspürt, aber ein Sandwich, oder ein Stück Kuchen passt ja immer irgendwie rein. Auch hier gibt es keinerlei Platzprobleme, selbst bei voller Belegung der Insel. Es ist einfach wunderschööön, bei einem kühlen Bier oder einem Milchshake, den Tag ausklingen zu lassen. Die anschließenden, bereits erwähnten Einrichtungen in der Nähe haben wir nicht ausprobiert, daher kann ich nix dazu sagen. Die Bar bleibt wirklich in ewiger Erinnerung, denn hier die Sonnenuntergänge zu beobachten ... ein Traum !

Am Abend finden in der Bar gelegentliche Diskoabende statt.

Der Souvenirshop und Juwelier

Zum Souvenirshop gibt es nicht viel zu sagen. Recht groß in seinen Ausmaßen, findet man hier alles, was man braucht, oder auch nicht.

Der Juwelier ist, meiner Ansicht nach, zu überflüssig, wie Schneeschuhe auf der Insel. Hier gilt ... handeln, handeln, handeln.

Die Tauchschule Man möge es mir verzeihen... Wir gehören zu den Fische-von-oben-Guckern und können daher nicht viel dazu sagen. Nur soviel, die Tauchschule machte einen angenehmen Eindruck und Negatives haben wir nie gehört.

In der Nähe befindet sich ein Bootsverleih, wo man sich Kanus etc. ausleihen kann, und Kurse belegen kann. Surfen, Katamaransegeln... usw.

Die Unterkünfte

Die Zimmer (Bungis) sind rund um die Insel verteilt. Sie unterteilen sich in Standard (Nr. 206 bis 218) und Superior-Zimmer. Die Standard Zimmer befinden sich im mittleren Teil der Insel und haben keinen "eigenen" Strandabschnitt. Die Superior-Zimmer haben einen direkten Strandzugang, incl. der kostenlosen Liegen und einem kleinen Tischchen. Es gibt angeblich auch "De-Luxe-Zimmer", welche sich darin unterscheiden, dass sie noch einen Fernseher haben. Mit Bestimmtheit kann ich es aber nicht sagen. Es sollen die Bungis 1-10, oder 10-20 sein. Wie gesagt, festlegen möchte ich mich hier nicht.

Zur Lage: Genau genommen gibt es eigentlich keine "guten" oder "schlechten" Bungis. Die Zimmer auf der Südseite bieten etwas mehr Strand, als auf der Nordseite. Das hat allerdings den Nachteil, dass auf der Südseite immer ein bisschen mehr los ist. Dafür hat man auf der Südseite etwas mehr Sonne. Auf der Nordseite hingegen, weht immer ein laues Lüftchen > Kann Gold wert sein. Die Bungis mit den niedrigen 30-er Nummern und mit den Nummern 115 bis ungefähr 125 haben etwas mehr Strand zu bieten. Allerdings hier der Nachteil: Gäste welche woanders keinen breiten Strand haben, kommen des öfteren Mal hierher um sich zu entspannen.

Tja, bleibt nur zu sagen, wir hatten den Bungi - Nummer 135 und es war schööön gewesen. Wir waren mit unserer Lage zufrieden, da wir zwischen der Rezeption / Hauptrestaurant und der Sunset - Bar lagen. So hatten wir nirgendwo hin lange Wege, wenn man das mal so sagen kann

und zur Main-Bar auf einen Kaffee, war's von "unserem" Strand auch nicht

weit. Als persönliche Anmerkung sei noch gesagt: Ich würde von den Bungis im Nordosten der Insel abraten. Das wären die Bungis in den 40-er Nummern. Da ist der eigentliche Strandzugang durch einen Steinmauer versperrt und von einem wirklichen Strand kann man nicht sprechen. Bei den genauen Nummern kann ich mich auch täuschen. Sofern möglich, einfach ab der Nummer 31-1, bzw. 60-141 buchen. Und man kann sich auf "seinen" Strand vor dem Bungi freuen.

An dieser Stelle jetzt was zur Ausstattung der Zimmer. Die (Superior-) Zimmer unterscheiden sich in welche älterer und neuerer Bauart (Wellblechdächer) und sind als Einzel- bzw. Doppelbungis erbaut. Dabei fügen sie sich harmonisch in das ursprüngliche Inselbild ein. Es scheint, als seien die Bungis um die Palmen herum gebaut worden. Wirklich sehr schön gemacht.

Die Zimmer (älterer Art) haben ein>supi-vor-Freude-jauchz< halboffenes Bad, incl. einen kleinen Gärtchen. Die Handtücher werden, ob man es will oder nicht, täglich gewechselt. Ansonsten sind die Zimmer schön eingerichtet. Alle haben eine Sitzgelegenheit, Klimaanlage, Ventilator, Minibar und ein recht breites Bett. Die Schränke bieten genügend Platz für die Klamotten. Die Matratzen sind optimal. Nicht zu hart und nicht zu weich. In anderen Berichten hat man mal was von durchgelegenen Matzratzen gelesen. Davon haben wir nix bemerkt. Eine Thermoskanne mit Wasser hat man auch im Zimmer, welche zweimal täglich aufgefüllt wird. Hat man mal großen Durst, einfach an der Rezeption Bescheid geben und schon kommt ein fleißiger Roomboy anmarschiert. Ansonsten kommt der Roomboy zweimal am Tag um nach dem "Rechten" zu schauen.

Eine Terrasse befindet sich unmittelbar (wo auch sonst) vor dem Zimmer, mit Sitzgelegenheiten. Seine Schuhe, oder Badetücher kann man auch über Nacht dort draußen lassen. Es wird nix geklaut. An der Seite der Bungis, mit einem direkten Zugang, befindet sich ein Wasserhahn zum Füßeabspülen. Denn wie bereits erwähnt, auf Vila läuft man besser ohne Schuhe.  

Es ist wirklich wunderschön am Morgen im Bett aufzuwachen und den Anblick, der sich Einem bietet, zu genießen. Den direkten Blick aufs Meer, von kleinen Palmen und Büschen gesäumt. Wir vermissen es wirklich.  

Das einzig "Negative" zu den Zimmern: Es gibt keinen Safe. Die befinden sich alle beim Kassierer an der Rezeption und sind kostenlos.  

Das Hausriff  

Unweit vom Strand und sehr fischreich umschließt es die Insel. Nach ein paar Schwimmzügen hat man es geschafft, um von einem der Ausstiege die Schönheit zu bewundern. Fische in allen Farben und Größen sind hierbei zu beobachten. Eine Schildi konnte ich zu meinen gesehenen Besonderheiten zählen. Die Strömung ist zwischen den gekennzeichneten Ausstiegen nicht stark und man braucht daher keine "Angst" zu haben. Nur solltet Ihr von einer Umrundung der Insel absehen, denn an den beiden Enden ist die Strömung wohl zu stark.  

Zu unserer Einschätzung des Hausriffs sei noch zu erwähnen. Wir waren bisher nur auf Sun Island und Full Moon, incl. einem Ausflug nach Kuda Bandos. Daher kann man es vielleicht verstehen. Denn im Vergleich dazu, ist Vila ein Traum.  

Aber besser, Ihr entdeckt die Schönheit selbst.  

Service und Personal

Jeder, der schon mal auf den Malediven war, weiß sicherlich was jetzt kommt. Das Personal ist ausgesprochen freundlich, überaus fleißig und wirklich um das Wohl seiner Gäste bemüht. Und das in jeder Beziehung. Und nach 2 Tagen, kennt man Euch spätestens überall und es kann schon sein, dass Euch von ganz allein gesagt wird, was Ihr wollt. Und für eine nette Kleinigkeit an den Kellner, klappt der bereits ausgezeichnete Service noch besser. Und wie viel geb' ich nun dem Tischkellner im Restaurant dem Roomboy, oder einem anderen Kellner in der Bar ? Eine Summe möchte ich an dieser Stelle nicht nennen. Einen ungefähren Anhaltspunkt erhaltet Ihr bei Ankunft im Hotel, oder bei dem Abendgespräch seitens der Reiseleitung.

Einen besseren Service, als auf den Males haben wir noch nirgendwo anders erleben dürfen. Einfach unvergesslich !

Verpflegung  

Zu den buchbaren Arten zählen Halb-, Vollpension und All Inclusive. Wir hatten AI und sind recht gut damit gefahren. Aber das müsst Ihr selbst entscheiden. Für Maledivenneulinge sei nur gesagt. Die Nebenkosten sind recht hoch (Flasche Mineralwasser mit 1,5 Liter, für 3,30 Dollar). Dies ist aber auch verständlich, wenn man bedenkt, das fast Alles eingeführt werden muss. Andere Länder, andere Sitten... ein Armbändchen für AI-Gäste gibt es auf den Males nicht ! Bei der Rechnung, welche man in der Bar, etc. unterschreibt, sollte man allerdings darauf achten, dass auch wirklich ein "AI"-Stempel drauf ist. Sonst gibt es nix zu beachten. Wenn man etwas bestellt, was nicht AI ist, wird man vom Kellner darauf hingewiesen. Das ist Service !

Zu bestimmten Zeiten erhält man in den Bars 20% Ermäßigung auf die Cocktails.

Sonstiges

Die Bezahlung in den Bars, dem Restaurant oder auch im Shop auf Vila erfolgt ganz einfach... "Mit dem guten Namen". Kurz vor Abreise bezahlt man dann in Dollar oder mit Kreditkarte. Angeblich soll es auch mit Euro funktionieren, aber zu welchem Kurs ?

Zimmer- und Safeschlüssel sollte man nicht verlieren, denn das wird teuer. 20 bzw. 100 Dollar kommen da auf Euch zu.

Telefonieren sollte man nicht unbedingt. Das kostet pro Minute 5 Dollar. Günstiger wäre es über das Internet. Pro Minute im Netz 0,35 Dollar und pro E-Mail einen Dollar.

Zur Erreichbarkeit:

Tel.: +960 450 637
Fax: +960 450 39

E-Mail: vilamendhoo@aaa.com.mv  

Fazit

Vilamendhoo ? Jederzeit wieder zu empfehlen. Da man ja so gern bei unserer typisch deutschen Art mit dem Negativen anfängt: Dia Auswahl beim Essen könnte größer sein und der Nordostteil der Insel ist nicht so "perfekt" wie so gern gewollt.

Die Insel ist trotzdem ein Traum. Das Barfußfeeling und die wirklich auf einen wirkende Ursprünglichkeit ist fantastisch. Palmen und Büsche sind überall und ausgesprochen dicht. Schatten und Sonne findet Ihr überall. Und am Abend in der Sunset-Bar sitzen, in den prächtigen Sternenhimmel zu schauen, sich dabei gehen lassen....Unbeschreiblich ! Das erleben zu können.....

Bevor ich jetzt endlich aufhöre... Für die etwas ängstlichen unter Euch. Auf Vila gibt es neben reichlich Palmen und Pflanzen auch noch die entsprechenden Tiere dazu. Dazu gehören u.a. ungiftige kleine Schlangen > nie gesehen, handtellergroße Spinnen > nie gesehen, ungefährliche Skorpione > nie gesehen, Insekten verschiedenster Art > überall zu sehen und auch zu spüren und natürlich die obligatorischen 5 Mio. Echsen. Ach und die Vila-Gang gibt es auch noch. Aber das müsst Ihr schon selbst rausfinden, was sich dahinter verbirgt.

Nur soviel sei mir jetzt noch gestattet... Vilamendhoo war bisher unsere schönste Maleinsel. Als Vergleich dient hier allerdings nur Sun Island und Full Moon. Und bevor sich der PC jetzt gleich aufhängt, stellt sich nur noch die Frage, warum wir nur so kurz auf Vila waren. Es gab da ein Angebot, wo wir für 20 Dollar p.P. auf die Schwesterinsel Filitheyo wechseln konnten. Dies haben wir auch genutzt.  

Jetzt werd ich endlich schließen und mich an den Bericht von Fili setzen und hoffe, dass ich Euch ein wenig weiterhelfen konnte.  

Viele liebe Grüße Ricky und Thomas


 

Vilamendhoo (Eco Island) - Ari-Atoll (Malediven)

 

Mein Traumurlaub auf einer Trauminsel

 

 

∞ Vorwort: ∞

 

Vom 28.08.02 bis 12.09.02 habe ich ein paar unvergessliche Tage auf einer Insel verlebt, über die ich ein wenig berichten mag ;o)

 

Die Malediven sind sicherlich für viele ein Begriff, aber für mich war es absolutes Neuland. Ursprünglich sollte mein Urlaub irgendwo in Europa stattfinden, aber je länger man im Internet nach Reisezielen surft, desto mehr gerät man in einen Wust, wo man gar nicht hinwollte ;o)

 

So stieß ich dann auf Urlaubsanbieter, die Inseln im Angebot haben... Bilder und Reiseberichte wurden studiert und auf einmal war der Wunsch geweckt mir mal einen Traum zu erfüllen, den ich eigentlich schon seit Kindheitstagen habe. Eine einsame kleine Insel.

 

Die Malediven rückten immer näher, auch wenn mich zuerst der Preis ein wenig abschreckte, aber nach einigen Rechenexempeln stelle ich fest, das ich als Single überall so viel Geld ausgeben würde und vielleicht noch mehr, also wohin nun auf den Malediven?

 

Die Inselwahl war eine kleine Quälerei. Sie sollte für meine erste Reise nicht zu klein sein... es gibt dort Touristeninseln da gibt es gerade mal 45 Unterkünfte, also das war mir einfach im ersten Moment zu winzig ;o) Eine Mittlere sollte also her, die den typischen Malediventouch hat. Irgendwann fand ich Berichte und Informationen über Vilamendhoo im Ari – Atoll.

 

Sicherlich war die Entscheidungshilfe auch ein wenig vom Angebot abhängig. 15 Tage für 1639 Euro ... dieselbe Reise kostete bei anderen Anbietern wesentlich ehr und dort auch eine Woche später fast 200 Euro mehr für dieselben Leitungen. Das war noch ein Preislimit, das ich gerade so verkraften konnte, auch wenn es sicherlich 700 Euro mehr waren, die ich ursprünglich ausgeben wollte, aber bereut habe ich nicht einen Cent.

 

Aber jetzt möchte ich Euch mal ein wenig über diese Insel berichten, auf die es mich verschlagen hatte :o)... viel Spaß und holt Euch lieber schon mal etwas zu trinken und vielleicht was zu knabbern... es wird ein langer Bericht ;o)

 

 

 

Transfer zur Insel:

 

Der Flug mit Condor war mein erster Flug im allgemeinen und ich war recht zufrieden. Leckeres Essen, freundliche Stewardessen. Ok etwas mehr Platz hätte ich gerne gehabt und besseres Sitzfleisch, aber was tut man nicht alles ;o)

 

Es gab zwei Möglichkeiten um vom Flughafen Male – Hulule auf seine jeweilige Insel zu kommen. In meinem Reiseangebot war ein Speedboottransfer angegeben, den ich auch nutzte. Beim Transfer zurück hätte ich upgraden können und mit dem Airtaxi zurückfliegen können mit einem Aufpreis von 100 Dollar. Da mir dies aber zu riskant war, da ich mit dem ersten Fliegen nicht gerade übertreiben wollte, blieb ich bei Bootstransfer ;o)

 

Sobald man aus dem Flughafengebäude heraustrat, wurde man freundlich an den Schalter des Reiseveranstalters weitergeleitet, wo ich persönlich einige Unterlagen in die Hand gedrückt bekam und man mich zu einem netten Herrn weiter reichte, der mir den Koffer abnahm und mich in eine Ecke brachte und mir für 3 Dollar eine Cola andrehte... das ganze ging so schnell, das man weder ja noch nein sagen konnte und man war einfach überrumpelt ... das fällt einem allerdings erst viel später auf. Vielen Leuten ging es so wie mir, aber was soll’s... die Cola war wunderbar Eisgekühlt und angenehm, da man ganz schön ins schwitzen kommt, mit seinen dicken Hosen und Socken aus dem nassen, kalten Deutschland ;o)

 

Die Wartezeit war für mich sehr kurz... man saß kaum und schon wurden die ersten Leute aufgerufen für ihre Inseln. Und plötzlich winkte man mich mit 14 anderen heran und man zockelte los Richtung Hafen. Dort wurde noch mal gecheckt ob man auch richtig ist und schon wurde einem das Gepäck abgenommen und man saß in einem Doppelstöckigen Speedboot, das recht schnell losfuhr. Nun hatte man die Wahl sich unten im geschlossenen Bereich aufzuhalten oder sich die Luft des Ozeans um die Ohren zu wehen. Hier sei nur gesagt, dass man sich gut eincremen soll, da die Sonne hier fast senkrecht steht und niederprasselt das man wirklich innerhalb von Sekunden einen Sonnenbrand bekommt. Ich war leider so dusselig und habe die Rechte Schulter und Halspartie vergessen einzucremen. Der Sonnenbrand war höllisch, aber auch lehrreich ;o)

 

Mein Transfer dauerte knappe 3 Stunden.... bitte fragt mich nicht wie schnell dieses Boot war... keine Ahnung.. es war jedenfalls ein angenehmer Transfer. Etwas holprig aber sehr angenehm und wenn ich mal nicht den Kampf mit meiner Kappe auf dem Kopf hatte, sah ich sogar die ein oder andere Insel, an der wir vorbei rasten ;o)

 

Mit dem Airtaxi soll es angeblich 45 Minuten gedauert haben, so berichteten die anderen Reisenden, aber ich gestehe das ich meinen Transfer lieber auf dem Schiff genossen habe.

 

88 Km ist Vilamendhoo vom Flughafen entfernt und damit schon recht weit weg, aber ich gestehe, das ich so was in meiner Urlaubsplanung nicht mit einbezogen habe... die Insel an sich war mir wichtig und schon bei der Anfahrt sagte mir meine innere Stimme das ich die richtige Wahl getroffen hatte. Nach der Fahrt auf dem dunkelblauen Indischen Ozean sah man nun das Glasklare Wasser der Lagune und die ersten Fische im Wasser und Palmen ohne Ende und ein weißer Sandstrand.

 

Traumhaft... ich bekam vor lauter Begeisterung gar nicht mit wie man mir vom Schiff half und ich plötzlich auf dem Steg stand und wir mit heißen Tüchern begrüßt wurden und zur Rezeption geführt wurden.

 

Der Urlaub kann beginnen.

 

 

 

Ankunft:

 

Nach der stürmischen Ankunft stellte man schnell fest, das man schleunigst aus seinen langen Hosen muss, aber wo ist der Koffer?

In der offenen Rezeption ( eigentlich wie ein kleines Holzhäuschen mit Dach und Wänden ohne Tür und Fenstern ) sollten wir uns erst mal setzen und bekamen vom Reiseleiter... den ich da erst als solchen erkannte, obwohl er mit auf dem Schiff war * g * .... unsere Anmeldeformulare. Für Visa mussten wir übrigens schon im Flugzeug etwas ausfüllen... und wenn man der englischen Sprache mächtig ist sehr schnell. Nun trug man nochmals all seine Daten ein und bekam danach seine Bungalowschlüssel ausgehändigt.

 

Von 141 Bungalows bekam ich Nr. 65 für mich ganz alleine. Ein Superior Zimmer mit allem was man braucht.

Nun kam ein Angestellter auf mich zu und führte mich zu meinem Bungalow und erklärte mir dort alles was ich wissen muss zur Handhabung usw. Freundlich und nett in einem seltsamen Englisch ;o)

 

Nun stand ich dort und wo war mein Koffer... ah ja da kommt ein Malediver und trägt meinen 21 Kg schweren Hartschalenkoffer auf dem Kopf. Oh weh der arme Mensch ich war schon vom Hinterherziehen ko ;o)

 

Schnell das Ding auf, Klamotten aus, Badeanzug an, was leichtes drüber und die Insel wird erkundet... Schlappen... na mitnehmen tu ich sie mal, aber überall ist dieser feine weiße Sand und Schuhe sind hier im Grunde nicht von Nöten, aber jetzt raus an die feuchte warme Luft.

 

 

 

 Inselgröße + Lage:

 

Ein paar Fakten müssen natürlich sein ;o) Die Insel liegt im Süd – Ari – Atoll und ist 900 x 250 Meter groß, oder klein... je nach dem wie man es betrachtet ;o)

 

Laut meinen Informationen besteht dieser Atoll aus insgesamt 61 unbewohnten Inseln, 18 bewohnte ( von Einheimischen ) und  25 Hotelinseln. 88 Km trennen einen von der restlichen Welt und dem Flughafen.

 

Wenn man auf seiner Insel gestrandet ist, sieht man nicht viel von anderen, es sei denn man nimmt Angebote war zum Inselhüpfen uns schaut sich so ein wenig auf Einheimischen und anderen Hotelinseln um, aber viele Möglichkeiten hat man dazu nicht und brauch man auch gar nicht.

Allerdings ist man wirklich von der Welt abgeschnitten. Eine Ruhe die im ersten Moment beängstigend auf mich wirkte, aber die ich seitdem ich wieder in Deutschland bin, sehr vermisse.

 

Die Insel ist eine recht Naturbelassene Insel, bei deren Bebauung man darauf achtete das eine Art Dschungelfeeling beibehalten wurde und man so wenig Baumbestand einzubüßen versuchte wie es nur geht. Teilweise wurden die Bungalows und sonstige Gebäude um die Bäume gebaut. Teilweise sah es durch das Naturbelassene für manch einen unordentlich aus, aber diese Insel ist eben kein Park und keine aufgeschüttete künstliche Einrichtung, sondern Natur pur. Klar gibt es so viel mehr Ungeziefer wie auf anderen Inseln, aber damit kann man gut Leben.

 

So das waren ein paar Fakten zur Insel.

Und nun zu den Einrichtungen der Insel......

 

 

 

 Einrichtungen:

 

● 141 Bungalows bieten auf Vilamendhoo Unterschlupf. Davon sind ein paar wenige als Reihenbungalow ( Standard )  in der Inselmitte und der Rest als Strandbungalows ( Superior + Deluxe ) zu finden.

 

Meist waren es nicht mehr als 3 Schritte bis zum Strand und man hatte seinen eigenen Liegestuhl mit Auflage. Damit es zu keiner Verwechslung kommt sind diese Nummeriert und es gibt kein Gerangel um einen Sonnenplatz. Jeder hat sein Plätzchen und keiner muss um 5 Uhr sein Badehandtuch irgendwo deponieren * g *

 

Mein Bungalow Nr. 65 lag auf der Nordseite, wo immer ein frischer leichter Wind wehte, der mir sehr angenehm war. Viele meinten zwar das der Strandabschnitt etwas klein sei, aber mir hat es vollkommen gereicht. Bis Mittags war Ebbe und man hatte einiges an Strand... allerdings sollte man seine Liege nicht zu weit vorziehen, da mir das ein oder andere Mal nach dem Lunch das Wasser bis zum Kopfteil meiner Holzliege stand, wenn nicht gerade ein unsichtbarer Engel ( Angestellter der Insel ) alles wieder hoch gewuchtet hat und die Auflage zum trocknen hinlegte.

 

Und wenn mal kein Platz für die Liege war, nimmt man sich einfach die Luftmatratze und lässt sich treiben ;o)

 

Alle Bungalows am Strand waren zurückgesetzt und waren entweder Doppelbungalows oder Einzelbungalows. Ich hatte einen Doppelbungalow, allerdings war in der anderen Hälfte kein Gast ;o) Sie sollen nämlich etwas hellhörig sein, wie ich mir von anderen Gästen erzählen lies. Aber alle Häuschen standen schön unter schattigen Bäumen und wenn man Glück hatte, hatte man hohe kräftige Baumstämme, die eine Maledivenschaukel tragen konnte. Das Glück hatte ich leider nicht, aber das war auch nicht so schlimm ;o)

 

Die Bungalows Richtung Sunsetbar hatten zwar definitiv mehr Strand aber auch weniger Ruhe, da jeder dort mal hinpilgerte und sich nieder lies. Ich konnte sehr zufrieden sein. Die Nachbarn hörte man hin und wieder sah man aber nur, wenn sie im Wasser rumtobten, ansonsten konnte es schon mal passieren, das man den ganzen Tag niemanden zu sehen bekam ;o)

 

Die Einrichtung war Zweckdienlich und der Bungalow sehr geräumig Gerade wenn man wie ich diesen für sich ganz alleine hat.

In meinem hatte ich einen riesigen Schrank, einen Frisiertisch mit Spiegel, eine Kommode mit Minibar, die man nach eigenen Wünschen gegen Geld befüllen konnte.. dazu musste man einen Zettel ausfüllen, den man morgens mit aufs Bett legte und wenn der Roomboy kam, waren auch die Getränke im Kühlschrank... so hatte man auch etwas gegen den Nachtdurst.  Man bekommt zwar jeden tag eine Thermokanne mit Wasser hingestellt, aber dem ganzen habe ich nicht so vertraut, da man zu hören bekam es sei Leitungswasser oder gar Regenwasser. Auf den Malediven sehr üblich wie mir mein Kellner mitteilte.

Das Risiko war mir eindeutig zu groß, dann lieber ein paar Dollar ausgegeben und alles ist verschlossen. Eine Cola kostete dort z. B.. 2,50 Dollar die 0,33 Liter Flasche und eine Flasche Mineralwasser 1,50 Dollar die 0,5 Liter Flasche ohne Kohlensäure.

 

Was gab es noch... Klar das Bett, bzw. Bei mir waren es zwei mit einer dünnen Decke und einem Kissen. Im Schrank hatte man noch Wolldecken, wenn man fieren sollte bei dem Klima ;o)

Eine kleine Sitzgruppe mit 2 Stühlen gab es im Haus und das selbe noch mal vor dem Haus. Eine Klimaanlage und ein Ventilator, den man nutzen konnte wie und wann man wollte.

 

Zwei Eingangsbereiche hatte man ebenfalls. Einmal den Haupteingang und dann den Seiteneingang, wo es noch einen Wasserhahn gab, damit man sich den Sand von den Füßen spülen konnte und nicht alles mit in die Bude schleppte. Es wurde zwar mehrmals am Tag gefegt, aber das muss ja nicht sein, wenn man es verhindern kann ;o)

 

Nun das Badezimmer ;o)

 

Ich hatte das Glück ein so genanntes offenes Bad zu haben. Sicherlich nicht jedermanns Sache und ich gestehe, das es mir zu Anfang auch sehr mulmig war, dort mal mein Geschäft zu erledigen oder gar zu duschen .... was ist ein offenes Bad werden jetzt einige denken... ich versuche das mal etwas näher zu bringen.

 

Also man geht durch eine Tür und man steht in einem recht großen Raum der Teilweise mit einem Dach überdeckt ist. Dusche, Toilette und Waschbecken sind überdacht und gefliest. Ein Stück weiter fehlt das Dach, ein Baum steht dort und ein kleiner angelegter Garten um den ein Sandweg führt ;o)

 

Beim ersten Toilettengang sahen mir 2 Geckos zu und en paar Ameisen und ich hätte mir am liebsten einen Sack übergestülpt da ich das Gefühl nicht los wurde das mich noch ganz andere Sachen beobachten... ;o) Irgendwann ist einem das aber egal und man stört sich nicht mehr daran.. allerdings habe ich meine Handtücher im Zimmer gelagert, da ich keine Lust hatte ständig vor gebrauch dieses auszuschütteln und zu sehen was heraus fällt ;o)

Die Dusche hatte Kaltes und Heißes Süßwasser. Abgetrennt mit einem Duschvorhang konnte man das kühle Nass genießen und danach in seinem tropischen Bad an der Luft trockenen.. denn hier hatte man die Temperaturen die auch logischerweise draußen herrschten.

 

Klar das man viele Krabbeltierchen im Bad hat, aber die lieben Geckos haben Tag täglich aufgeräumt und durften mir dafür beim duschen zusehen * g *

 

Der Roomservice war perfekt. Man hat so gut wie nie mitbekommen wann der Roomboy da war es war immer alles sauber und das Bett frisch gemacht. Der Clou beim Bett war, das man hier abends das bett mit einer Zeremonie gemacht hat, die ich noch nie erlebt habe. Die Leute dort haben Falttechniken, die es einem schwer machen ins Bett zu steigen. Es muss eine Wahnsinns Mühe machen und es ist nicht in Worten wiederzugeben wie die Bettdecke jeden Abend neu und anders gefaltet wurde.

 

Natürlich freut sich auch dort jeder Angestellter über ein kleines Trinkgeld und man rechnet so um die 10 Dollar in der Woche. Eine besondere Freude macht man den Leuten wenn man Süßigkeiten dazu legt. Ich habe morgens den Dollarschein mit zwei Bonbons beschwert und Mittags immer was zum naschen hingelegt wie ein Snickers, Mars, Tuc oder anderen Dingen die ich mitgebracht hatte. Ich hatte nämlich vorher schon mal davon gelesen ;o)

Als Dankeschön bekam ich abends immer frische Blumen auf mein Bett gelegt... manchmal so viele das ich gar nicht mehr wusste wohin damit und sehr lange damit beschäftigt war sie wegzubekommen um schlafen zu können ;o)

 

Einen Wäscheservice hat es auch gegeben... Wäscherei war auf der Insel vorhanden, aber ich denke auf so was kann man gut und gerne verzichten und wurde von mir auch nicht beansprucht.

 

Alles in allem war es das über meinen Bungalow ;o)

 

 

● Rezeption ( offen )

 

Die Rezeption war das erste was ich man von der Insel zu sehen bekam. Nachdem man freundlich mit heißen Tüchern begrüßt wurde, stand man plötzlich in der offenen Rezeption, die gemütlich mit Sitzgelegenheiten und kleinen Tischen bestückt ist. Recht großzügig geschnitten, so das auch eine kleinere Reisegruppe ohne Platzangst dort einkehren kann. Hier musste man einchecken und bekam seinen Schlüssel und der Urlaub konnte beginnen.

 

Die Anmeldung bzw. Rezeption ist 24 Stunden am Tag besetzt. Daneben gab es einen Kassierer, bei dem man seine Rechnungen bezahlen konnte und kostenlos einen Safe bekommen konnte, was ich jedem raten kann. Hier kann man seine Reisepapiere, Geld, Kreditkarten, Schmuck usw. deponieren. Praktisch und man muss sich keinen Kopf machen ob das alles im Bungalow so sicher ist. Ich habe zwar nicht gehört, das was abhanden gekommen ist, aber bei den vielen Gästen möchte ich es lieber nicht drauf ankommen lassen... irgendwann ist mal ein schwarzes Schaf darunter und dem möchte ich nicht die Begegnung meines Geldes zumuten ;o)

 

Die Rezeption war jeden Tag meine Anlaufstelle, da man hier immer gegen 20 Uhr die aktuellen Mitteilungen für den nächsten Tag lesen konnte. Wie z. B.: wenn mal ein Deutscher Film im TV lief, Maledivenabende usw.

Ebenso war dieser Ort der Treffpunkt für Ausflüge aller Art, die immer an einem so genannten schwarzen Brett angeschlagen waren zu denen man sich eintragen konnte.

 

Einige Informationen zu Reisanbietern fand man natürlich auch... Werbung gehört einfach zum Geschäft. Zu gewissen festgelegten Zeiten konnte man hier auch den Reiseleiter antreffen, wenn man mal Probleme hat, oder mit etwas unzufrieden ist. Diese Sprechstunden habe ich persönlich nicht genutzt ;o)

 

Die Insel verfügt über eine Ärztin, die man in dem Bereich auch antreffen kann, wenn mal ein Wehwechen auftauchen sollte, aber ich habe die Dame aus Sri Lanka glücklicherweise immer nur aus der ferne gesehen ;o)

 

Das Personal dort war total nett und immer freundlich, allerdings sind hier Englischkenntnisse angebracht, aber auch mit Händen und Füßen kann man sich zur Not verständigen * g *

Beeindruckend war für mich, das hier wirklich immer jemand da war... 24 Stunden lang. Spaßig ist es wenn mal ganz früh morgens mal den Sonnenuntergang betrachten will und zum Steg stiefelt und an der Rezeption vorbei schleicht... dann kann man schon mal den ein oder anderen Mitarbeiter im sitzen schlafen sehen * g *

Aber mal Spaß beiseite. Ich denke die Leute haben einen verdammt harten Job, weil es in den zwei Wochen 3 Leute gab, die fast den ganzen Tag anwesend waren. Ich würde da vor Müdigkeit sogar am Tag einschlafen.

 

Wer mal ein Fax oder Mail senden will oder muss, kann das übrigens auch von hier tun... zu den Preisen komme ich in einem anderen Kapitel ;o)

 

Tja... das war so das wichtigste zur Rezeption und ohne die geht es auf der Insel einfach nicht ;o)

 

 

● Main – Bar ( offen )

 

Die Main Bar war mein Anlaufziel Nummer 1. Zum einen weil man hier sehr ruhig sitzen konnte und in Ruhe bei einem eiskalten Getränk lesen konnte. Die Bedienungen waren in den 2 Wochen auch immer die gleichen und ich war schnell bekannt dafür das ich gerne mal einen Cocktail trinke ;o) Das kam aber auch nur deshalb, weil man an einem Eingang ein Tischlein dekoriert hat und dort immer 3 Tagescocktails präsentierte. Sie sahen immer so verführerisch aus, das ich mir jeden Tag einen gönnte ;o) Alle waren immer perfekt und lecker, allerdings nicht im AI enthalten. Wenn man ab 18:00 Uhr bis 19:00 Uhr sich für einen entschieden hatte, bekam man 20 % auf den Cocktailpreis. Nicht viel aber immerhin. So ein Cocktail kostete in der Regel um die 6 Dollar, aber man ist ja schließlich im Urlaub ;o)

 

Das Personal war immer sehr freundlich und auch hier gibt man schon mal gerne Trinkgeld von einem Dollar pro Tag an seinen Kellner... man hat nämlich hier auch immer ein und den selben. Hier konnte man sich auch schon mal Chips gegen Geld mit auf seinen Bungalow nehmen und auch Getränke in der Dose, aber dieses Angebot habe ich nie genutzt, da es ja ein perfektes Buffet gab ;o)

 

Die Getränke waren immer perfekt und eiskalt.. Auch Eiswürfel konnte man getrost in seinem Getränk lassen... wie überall auf der Insel... Keine sorge vor Bakterien oder ähnlichem.

 

Die Einrichtung war gemütlich auch wenn einige sich darüber beklagten, das man hier gefliesten Boden vorfindet. Ich und meine Füße fanden das mal ganz angenehm, da sie ständiges Barfuss laufen auf Sand nicht gewöhnt sind ;o)

 

Alles in allem eine feine nette ruhige Atmosphäre mit etwas dezenter Musik. Man konnte sehr schnell dort Kontakte knüpfen, gerade wenn man als Alleinreisende unterwegs ist. Alles Sauber und ordentlich und freundlich... was will man in seinem Urlaub mehr?

 

 

● Restaurant + Essen ( offen )

 

Das Restaurant war für mich das absolute Highlight und total beeindruckend vom Buffet her.

Da es wunderbar vom Klima her ist, hat man auch hier auf Fenster und Türen verzichtet. Es ist ein offenes Gebäude. Man sollte sich hier ein wenig ordentlich anziehen. Badehose, Bikini oder Badeanzug sind hier nicht erwünscht. Schuhe bzw. Schlappen sind ratsam, da der Boden gefliest ist.

Das Restaurant ist riesig groß und kann somit sicherlich mehr als 300 Gäste einen Sitzplatz anbieten. Aber diese Größe wurde einem gar nicht so bewusst, da der Raum wunderbar verwinkelt war und man so die Masse gar nicht wahrnahm. Da auch recht großzügig mit den Öffnungszeiten umgegangen wurde, verlief sich das ganze über mehrere Stunden und es war nie zu voll und es gab kein Gerangel an dem Buffet. Ventilatoren sorgten für eine Angenehme Kühle und die Ausstattung war sehr bequem und gemütlich.

 

Die Öffnungszeiten waren zum:

 

◦ Frühstück: von 7:30 Uhr – 9:30 Uhr

◦ Mittagessen: von 12:30 Uhr – 14:00 Uhr

◦ Abendessen von 19:30 Uhr – 21:30 Uhr

 

Das Frühstück habe ich ehrlich gesagt sehr oft verpasst. Man will in seinem Urlaub ja keinen Wecker stellen und wenn man nicht gerade tauchen geht ist das Frühstück auch nicht so wichtig und verhungert bin ich deswegen auch nicht ;o)

 

Das Essen war zu jeder Mahlzeit die wahre Pracht und hat mich jeden tag beeindruckt. Ich möchte Euch einfach mal ein wenig zu den einzelnen Essensetappen berichten. Dazu muss ich sagen das ich All Inklusive hatte und man hier wirklich vom Hungergefühl locker mit Halbpension ausgekommen wäre. In der letzten Woche habe ich eigentlich nur etwas gegessen weil es lecker aussah und verführerisch duftete ;o)

 

Aber was gab es nun alles leckeres? Ich fange mal beim Frühstück an.

 

◦ Frühstück ◦

 

Wer nun erwartet hier Körnerbrote oder gar Schwarzbrot anzutreffen, der irrt sich gewaltig... so was kennen die Malediver nicht, aber dafür wurden die wunderbarsten Weißbrotsorten und süße Frühstückskuchen sowie englische Brötchen präsentiert und innerhalb der 2 Wochen dort habe ich nicht alles geschafft auszuprobieren.

 

Da gab es z.B.: unser all bekanntes Toastbrot... natürlich auch einen Toaster ;o)....Weißbrot gefüllt mit Käse, Ananas, Zwiebeln, Mango, Nüssen oder einfach pur. Muffins, Sandkuchen aller Art, herbe Kuchen, die mir nicht sonderlich zusagten, Rosinenschnecken, Plunderstückchen und vieles mehr. Wer so früh am Morgen eher auf Müsli steht, hatte die Wahl zwischen zig verschiedenen, die ich aber gar nicht versucht habe.. bin eben nicht unbedingt der Müslityp ;o). Frische Milch aus der Schweiz gab es natürlich auch dazu * g *... kein Scherz die Milch kam laut meines Reiseführers aus der Schweiz... ich fand das sehr bemerkenswert.

 

Früchte konnte man morgens futtern... ich nahm mir immer eine der Minibananen, die wunderbar süß waren. Für aufs Brot gab es nicht viel Auswahl. Wurst kann man dort logischerweise nicht erwarten, auch wenn man heiße Würstchen angeboten hatte, die aus Lamm und Rind hergestellt wurden... sie schmeckten schrecklich... vor allem wenn man ursprünglich Metzgerin von Beruf ist, war dieses eine Würstchen, was ich verkostet habe, die reinste Qual ;o) Es gab dann noch eine Käsesorte, die wohl Gouda darstellen sollte.. na ja.. er war arg salzig, aber essbar. Wem das nicht zusagte, konnte unter zig Marmeladen – und Geleesorten wählen oder sich an Rührei vergnügen oder sich an hart gekochten Eiern gütlich tun. Das war so mein Favorit ;o)

 

Wer es ganz besonders mag, konnte sich ganz frisch Spiegeleier braten lassen, die am Buffet frisch gebrutzelt wurden. Ich persönlich habe davon keinen Gebrauch gemacht... morgens etwas zu essen ist für mich eine Qual und an den gebackenen Bohnen bin ich immer mit einer gerümpften Nase vorbeigelaufen ;o)

 

Kaffee und Tee gab es soviel man wollte am Tisch. Zucker und Milch bekam man von seinem Kellner und stand nie auf den Tischen herum.

Säfte gab es auch jeden tag zum Frühstück. Den konnte man sich ebenfalls eisgekühlt am Buffet zapfen. Wenn man mal Grapefruchtsaft wollte, konnte man seinem Kellner Bescheid geben und ich bekam oft ein extra großes Glas... ich scheine wohl die einzige gewesen zu sein die so einen Saft mag * g *

Soviel zum Frühstück es war zwar nicht abwechslungsreich, aber von einem Frühstück erwarte ich das auch nicht. Alles war immer frisch und lecker und nett zubereitet. Die Butter lag übrigens auf Eis... sie wäre bei den morgendlichen Temperaturen sonst weg gelaufen ;o)

 

◦ Mittagessen + Abendessen ◦

 

Ich weiß nicht wie viele Köche an den Leckereien gebastelt haben, jedenfalls war jedes ein Highlight.. egal ob Mittags oder Abends.. es war einfach perfekt und wie ich finde, für jeden etwas dabei.

 

Was es immer gab, waren zig verschiedene frische Salate mit diversen Dressings und Zutaten die man darüber geben konnte, verschiedene Suppen mit Brötchen, Currys in allen erdenklichen Variationen mit Kartoffeln, Fisch, Fleisch wie Lamm, oder Hähnchen, Reis in verschiedenen Ausführungen und dann verschiedene Dinge wie Fisch, Huhn, Lamm, Hot Dogs, Pizza, Nudeln mit Soße... oh menno... ich will wieder zurück ;o) Je mehr ich darüber schreibe, desto mehr läuft mir das Wasser im Mund zusammen... alles war einfach nur lecker.. sicherlich war auch mal das ein oder andere dabei was nicht meinen Geschmack getroffen hatte, aber dafür gab es mindestens 20 andere Sachen die zu gut geschmeckt haben ;o)

 

Das Dessert war das schlimmste ;o) Leckere frische Kuchen, Tarts, Törtchen, Puddings, Süßes und fruchtiges, warme Grießpuddinge, heiße Apfelstrudel mit Sahnesoße, wunderbare warme nachspeisen, deren Namen ich nicht mehr kenne und die ich einfach nicht mehr beschreiben kann ;o) Obst gab es immer in Hülle und Fülle und fast jeden tag eine Sorte selbst gemachtes Eis.

Einfach schrecklich lecker und verführerisch.

 

In meiner Reisezeit durfte ich 2 Maledivische Abende erleben, bei der es nichts Europäisches zu essen gab. Alles war sehr scharf gewürzt und lecker. Ein Candlelight Dinner fand auch 2 mal statt und das ganze Restaurant erstrahlte im Kerzenlicht. Richtig heimelig ;o)

 

Zu jeder Mahlzeit konnte man trinken was man wollte, auch Alkohol, der nur auf en Touristeninseln ausgeschenkt wird.

Bei All Inklusive musste man nicht so sehr darauf achten, ob es mal ein Saft mehr war, als man sich leisten konnte ;o)

Einfach nur perfekt und wunderschön und vor allem viel zu lecker * g * 2 Kg habe ich in meinem Urlaub zugenommen ;o(

 

 

◦ Kellner ◦

 

Die Kellner haben ein ganz besonderes Lob verdient. Ich kann zwar nur von einem berichten, aber ich denke das es bei jedem Angestellten so ist, da sie dementsprechend geschult sind und nur auf das Wohl des Gastes bedacht sind.

 

Betritt man am ersten Tag zur Essenszeit das Restaurant bekommt man einen Tisch zugewiesen und hat somit den ganzen Urlaub seinen Tisch und den dazugehörigen Kellner, der meist für 3 – 5 Tische zuständig ist. Ist der Gast unzufrieden mit seinem Platz kann er ihn selbstverständlich auch tauschen ;o)

‚Mein’ Kellner war ein richtig netter und sorgte immer für eisgekühlte Getränke sobald das alte Glas leer war. Der leer gegessene Teller wurde sofort weggeräumt, der Stuhl wurde für einen zurechtgerückt... ich gestehe, das mir so was eher unangenehm ist, auch wenn es laut Knigge so richtig ist ;o)....

 

Er war immer sehr aufmerksam und zurückhaltend freundlich, was mir sehr gut gefallen hat. War mal etwas Luft und nicht zuviel zu tun konnte man sich auch schon mal etwas unterhalten.. ein Mischmasch aus Englisch und Deutsch ;o)

 

Man wurde immer gefragt wie es einem geht, ob der Tag schön war und man erwartete auch eine Antwort... bei uns in Deutschland sind das ja eher Fragen, auf die man eigentlich keine Antwort will... hier will man wirklich noch wissen wie der tag ist und wie sich der gast fühlt.

 

Ich habe mich immer sehr wohl gefühlt, auch wenn es die ersten Tage schon seltsam war was den Service betrifft, da ich es aus Deutschland so nicht kenne.

 

Natürlich sollte man auch etwas Trinkgeld geben. 10 Dollar pro Woche sollen so das Maß sein. Ich persönlich habe es so gehalten, das ich jeden tag einen Dollar nach dem Essen überreichte, wenn man die Rechnungen unterschreiben sollte... auch bei AI war das so... allerdings mit einem fetten AI – Stempel drauf... diese Rechnungen galten bei mir nur zur Übersicht.... Am Ende der Woche waren es dann 3 Dollar, so das man dann wieder bei den 10 angekommen war ;o)

 

Da man diesen Kellner bei allen Mahlzeiten hat, ist das wirklich nicht viel in unseren Augen, aber man soll sich nicht verführen lassen mehr zu geben... Es stand auch in einem Brief, den man von der Hotelleitung bekommen hatte. Sicherlich bleibt es jedem selbst überlassen, aber es gibt Regeln die sollte man beachten... leistet der Angestellte natürlich irgendeine Arbeit die nicht zum Standard gehört, wird es natürlich auch dementsprechend belohnt.. so war jedenfalls meine Devise ;o) und ich denke damit kam ich gut zu Rande.

 

So jetzt aber genug zum Restaurant ;o) Ist schon wer eingeschlafen ? * g *

Na dann mal ab zur Bar zum Kaffee oder Cocktail ;o)

 

 

● Sunset – Bar ( offen + geschlossen )

 

Die Sunset – Bar war mein Anlaufziel um den wahnsinnigen Sonnenuntergang zu beobachten. Die Sunset – bar liegt an der Süßspitze der Insel und hat einen Innenbereich, in dem auch jeden Samstag ein Diskoabend stattfindet, der allerdings nicht so einen Anklang findet. Die Musik ist eben etwas lauter, aber tanzen will dort wohl keiner und ich finde das man darauf auch verzichten kann bei dem Anblick des tollen Sternenhimmels ;o)

 

Im weißen Sand hat man gemütliche Klappstühle und Liegen stehen. Ein Tisch vereinfacht den Getränken gut zu stehen und das Meeresrauchen unter schattigen Palmen versüßt dem gast den Urlaub ;o)

 

Die Bar ist von 10:00 Uhr geöffnet und schließt, wenn der letzte Gast geht und der wird nicht rausgeschmissen wie in Deutschland, sondern weiter freundlich bedient... das ist Service ;o)

Allerdings sei AI – Gästen gesagt das um 24:00 Uhr Feierabend ist mit kostenlosen Softdrinks, Bier, Kaffee und was alles zu AI gehört... dann muss man zahlen... es sei denn man steht sich mit dem Kellner gut, aber wie das funktioniert, verrate ich nicht ;o) Das muss jeder selbst herausfinden * g *

 

Von 16.00 Uhr bis 18:00 Uhr werden kleine Snacks und Kuchen angeboten. Den Kuchen habe ich nicht probiert, aber zweimal einen kleinen Snack, der beim ersten Mal höllisch scharf war und ich eigentlich nicht weiß, was da unter dem heißen Blätterteig war und beim zweiten Mal gab es Toast mit Erbsen, Thunfisch und Pommes Frites, die unbedingt ein Hühnchen haben wollte, die wirklich allen Charme und List an den Tag legte an ihre Beute zu kommen ;o) Aber ich bin als Sieger aus diesem Wettstreit gegangen und die Gäste um mich herum hatten einiges zu schmunzeln ;o)

 

Cocktails konnte man hier auch leckere trinken und ab 21:30 Uhr gab es 20 % Rabatt und noch kleine Leckereien wie Popcorn oder Krabbenchips. Bei dezenter Musik lässt man einen wunderschönen Tag ausklingen und wenn man Glück hat bekommt man noch etwas Einheimisches geboten. Bei mir war es eine Maledivische Traditionelle Musik - und Tanzgruppe, Boduberu genannt. Wirklich schön und jedem zu empfehlen.

 

Die Bedienungen waren sehr fix und sehr freundlich und wenn sie mal etwas weniger zu tun hatten, unterhielten sie sich auch schon mal gerne mit den Gästen ohne dabei aufdringlich zu sein, oder gar andere Gäste zu vernachlässigen.

Auch hier sollte man seinem Kellner ein kleines Trinkgeld geben... hilft schon mal über den Durst nach Mitternacht ;o)

 

 

● Coffee – Bar ( geschlossen )

 

Tja, die Coffee – Bar war auf Vilamendhoo irgendwie ein ungeliebtes Stiefkind. Egal zu welcher man Zeit dort ankam, es war niemals nie jemand drin ;o) Sie liegt direkt neben der Sunset – B ar an der Südspitze der Insel und fristet sein Dasein im Schatten schöner großer Palmen und hatte von 10:00 Uhr bis 24:00 Uhr geöffnet. Wer aber jetzt denkt das dies sehr seltsam ist, der täuscht sich. Die Sunset – Bar serviert alles was man normalerweise an der Coffee – Bar bekommen würde, auch die Snacks und der Kuchen die ab 16 – 18 Uhr gereicht werden.

 

Und wer wird sich schon in einen etwas dunklen Raum hocken, wenn draußen die Sonne lacht und langsam untergeht und man dort in bequemen Stühlen den wunderbaren Himmel und das mehr beobachten kann ?....  richtig... niemand.. ich jedenfalls auch nicht ;o)

 

Man kann diese Coffee – Bar getrost links liegen lassen, auch wenn es sehr schade ist, aber vielleicht findet sie ja ein wenig Zulauf, wen es mal regnen sollte.... da ist man ja froh ein Dach über dem Kopf zu haben ;o)

 

 

● Souvenir – Shop

 

Der Souvenir – Shop war im Grunde für mich nur eine Ramschbude mit teilweise sehr happigen Preisen. Man bekam dort sicherlich das ein oder andere interessante Mitbringsel, aber meist nichts was typisch Maledivisch ist, wenn man mal von den bemalten Holzfischen absieht und den drei Booten aus Kokosnuss, die maßlos überteuert waren, wenn man den vergleich anstellt und mal auf einer Einheimischen Insel nachfragt. Man spart fast 10 Dollar und das ist nicht gerade wenig.

 

Alles andere ist Zeug was keiner braucht und nicht wirklich interessant ist, wenn man von diversen Sarongs in tausend Ausführungen absieht... einige kamen auch in meinen Besitz, da ich auf der Einheimischen Insel nicht fündig wurde. Es gab zwar genug, aber sie trafen nicht meinen Geschmack ;o)

 

Natürlich konnte man auch Kleinigkeiten dort erstehen, die man zu hause vergessen hat... Sonnencreme, Zahnpasta, Batterien, Zigaretten, Filme für Fotoapparate, Süßigkeiten usw.

Alles ist sehr teuer. Ein Snickers kostete dort 1,25 Dollar. Ganz schön happig und wenn man so was unbedingt in seinem Urlaub brauch, sollte man es aus seiner Heimat mitnehmen, aber ich denke bei den leckeren Süßspeisen am Buffet kann man sich das sparen ;o)

 

Postkarten gibt es dort natürlich auch noch zu kaufen und die passenden Briefmarken dazu natürlich auch. Schreiben und dann bei der Rezeption abgeben und 5 Tage später sind sie dort wo sie die Leute neidisch machen ;o)

 

Bezahlt wird hier vorwiegend nur auf Rechnung, die dann am Ende vom Urlaub an die Rezeption weitergeleitet wird... übrigens ein perfektes Computersystem und dort zahlt man dann alles was noch ansteht... oder wenn man eine Kleinigkeit kauft... eben in harten Dollars ;o)

Alles in allem schnuppert man sicherlich mal rein und erwirbt auch etwas, aber zwingend notwendig war dieser laden für mich nicht, aber die Verkäufer waren nett und die typische Landesmusik war eine Erholung zu dem Geträller in der Sunset – Bar wo man täglich Modern Talking spielte ;o)

 

 

● Fernsehraum / Bücherecke

 

Hier hielt ich mich so gut wie nie auf, aber um ab und an mal etwas vom Weltgeschehen mitzubekommen fand ich mich auch mal im Fernsehraum ein, wenn man ihn als solches bezeichnen kann, da dieser Raum auch wie viele andere Einrichtungen ein offenes Gebäude ohne Fenster und Türen ist.

 

Im TV konnte man nicht viel finden vor allem wenn man nicht der englischen Sprache mächtig ist, aber auch zum lesen oder Dart spielen war der Raum nützlich. Eine kleine Bücherecke war vorhanden. Englische und Deutsche Bücher und Zeitschriften fand man dort vor. Angelegt wurde dieses Regal nicht vom Hotel oder Reiseleitung, sondern von den Gästen. Wenn man seine ausgelesenen Bücher nicht mehr mit Heim nehmen wollte, konnte man sie den anderen Gästen überlassen. Ich habe von 7 Büchern auch 5 dort gelassen für die kommenden Gäste.... nur ob die meinen Lesegeschmack teilen ist wieder eine andere Sache * g *

 

Dieser Raum wurde auch genutzt um die neuen Gäste in die Geheimnisse der Malediven und der Unterwasserwelt einzuweihen. Am ersten tag der Anreise bekam man dort vom Reiseleiter und einem Mitarbeiter der Tauchstation nützliche Tips zum Leben auf den Malediven und über das Verhalten der Gäste, wie es sein sollte ;o)

 

Ein Raum also, der zwar da ist, aber für mich nicht weiter interessant war, es sei denn meine Main Bar war überlaufen... denn auch im Fernsehraum bekam man Getränke serviert von den Mitarbeitern aus der Main Bar. Eine feine Sache, das man die Gäste nicht verdursten lässt ;o)

 

 

● Juwelier

 

Hier habe ich den Sinn seines Daseins immer noch nicht verstanden, obwohl ich schon ein paar Tage wieder im grauen Deutschland bin.

Ein kleines Lädchen in dessen Schaufenstern ich nette Schmuckstücke entdeckt habe, die vorwiegend aus Gold und diversen Edelsteinen gefertigt wurden. Ich gestehe, das ich diese Schmuckstücke als sehr kitschig empfand und daher auch nicht rein gegangen bin, um zu sehen wie dort die Preise sind und was es sonst noch so gibt.

In den 2 Wochen habe ich dort übrigens nie jemanden gesehen und ich glaube auch nicht, das die Preise so attraktiv sind, das man dort etwas kaufen sollte. Es sah jedenfalls alles sehr teuer aus und irgendwie wirkte das Lädchen befremdend in dieser Umgebung, aber na ja... es wird seine Gründe haben, das es einen Juwelier hier gibt und er wird sicherlich auch Kundschaft haben, sonst wäre er auch nicht da ;o)

 

Ich persönlich fand ihn eben nicht interessant, aber gestört hat er mich auch nicht * g *

 

 

● Fitnessstudio

 

Ob man das ganze wirklich als ein Studio betrachten sollte, wage ich mal anzuzweifeln, aber man hat sich schon ein wenig Mühe gegeben um auch den Muskelprotzen unter uns mal etwas zu bieten ;o) Die Ausstattung war für mich persönlich nicht ansprechend.... 2 Ergometer, Hantelbank und 2 Geräte für alles Mögliche. Natürlich mit einem dicken fetten Spiegel und wunderbar gekühlt.

 

Dieser Raum befindet sich im Gebäude der Sunset – Bar und wurde wahrscheinlich in der Zeit wo ich dort war eher nur von den Tauchlehrern und Angestellten genutzt. Von den Gästen habe ich dort nie jemanden entdeckt. Vielleicht sieht es bei Regenwetter ein wenig anders aus, daher sollte man auf alle Fälle mal ein paar Schuhe mitnehmen, die man nur für diesen Räum tragen kann. Wäre ein Crosstrainer drin gewesen hätte ich auch mal was gegen meine Urlaubspfunde getan, aber so habe ich nur mal reingeschaut und die Tür von Außen wieder geschlossen ;o)

 

Die Idee zu so einem Fitnessraum fand ich sehr gut und ich persönliche würde so eine Einrichtung auch nutzen, wenn man wirklich mal einen Inselkoller bekommen sollte ;o)

 

 

Tischtennis + Vollyballplatz + Tennisplatz mit Flutlicht

 

Eine beliebte Ecke war eindeutig der Tischtennisplatz, der überdacht war und über Zuschauersitzplätze verfügte. Natürlich auch für die Abendstunden Licht. Schläger und Bälle konnte man sich wie beim Tennis ohne Aufpreis ausleihen. Es fand in meiner Urlaubszeit sogar ein Turnier statt und der Gast an meinem Nachbartisch hat sogar ein T – Shirt gewonnen ;o) Ich persönlich bin für solche Spiele einfach ungeeignet und habe zwei linke Hände, daher überlasse ich so was anderen, aber ich habe oft von der Main – Bar aus zugesehen während ich einen Cocktail geschlürft habe ;o)

 

Das Vollyballfeld ist direkt neben der Sunset – Bar und bestand aus wunderbarem weißen pulvrigem Sand und erfreute sich großer Beliebtheit. Leider habe ich immer en Anfang verpasst, so das ich in 14 tagen nicht einmal mitgespielt hatte. Einmal die Woche gab es ein Mannschaftsduell zwischen Angestellten und Gästen. Beim nächsten Urlaub muss ich einen Wecker mitnehmen, damit ich auch mal dazu komme einen ball zu schmettern ;o)

 

Der Tennisplatz mit kostenlosem Flutlicht lag etwas versteckt und wurde nicht allzu oft benutzt. Ok... es wäre auch bei 31 Grad sehr Schweißtreibend geworden, aber der Platz war wie alles andere sehr sauber und gepflegt. Ab und an konnte man mal ein Blopp hören, aber sehr selten. Das Faullenzen und tauchen war für viele Leute einfach interessanter und ich muss sagen, das ich ihn auch nicht gebraucht hätte, das man Tennis auch zu Hause spielen kann wenn man will, aber diese Paradiesische Natur hat man nur dort und die sollte man genießen, so lange man dort ist... die Zeit ist nämlich viel zu schnell um ;o(

 

 

Tauchbasis + Segel + und Surfschule

 

Über die Tauchbasis an sich kann ich nicht viel sagen, da ich nicht tauchen war, auch wen mich dafür jetzt einige am liebsten steinigen würden ;o) Aber wenn ich jetzt sage, das ich noch nicht mal schwimmen kann, werden viele den Kopf schütteln. Aber keine Panik... ich war schnorcheln und das geht sogar ohne schwimmen zu können * g *

 

Wer Daten und Preise zur Tauchbasis benötigt, möchte bitte unter http://www.wernerlau.de

nachlesen. Wie der Name schon vermuten lässt, ist die Tauchbasis unter Deutscher Leitung und ich habe nichts negatives hören können und kann nur sagen, das die Mitarbeiter dort sehr freundlich und nett waren.

 

Woher ich das weiß?

Ganz einfach... meine Schnorchelbrille war defekt und ich habe mir dort eine ausgeliehen für 3 Dollar den Tag und ich kann mich über Freundlichkeit usw. nicht beklagen.

Leider war es das aber auch schon was ich zur Basis sagen kann und viel mehr gibt es nicht über die Segel – und Surfschule zu sagen.

Alles sah gepflegt aus und hin und wieder sah man mal jemanden um die Insel rudern und ein paar Anfänger versuchten sich auf den brettern, aber viele Informationen gibt es auf besagter Homepage... alles was ich sonst noch sagen würde, wäre falsch, da ich vom Tauchen usw. absolut keine Ahnung habe ;o) Das überlasse ich den Fachleuten.

 

 

Steg

 

Sicherlich werden sich einige wundern, warum ich die Stege erwähne, aber das ist schnell erklärt und Ihr könnt getrost sein, das dieses Kapitel nicht all zu lang wird ;o)

 

In einigen Reiseberichten habe ich gelesen, das hin und wieder mal die Stege bemängelt wurden, als Fußfalle oder gar etwas morschen, bei dem man Halsbrecherische Akrobatik vollbringen muss.

 

Auf der Insel Vilamendhoo muss man sich darüber keine Gedanken machen. Sie waren im besten Zustand auch wenn ich solche Stege nicht mag, die keine Absperrungen zur Seite hin haben ;o) Aber das ist mein persönliches Problem und viele Stege mit Halterungen für solche Geschöpfe wie mich kenne ich nicht ;o)

 

Teilweise ist es ein waghalsiges Unterfangen vom Schiff den Steg zu erklimmen, oder von diesem in ein Boot zu fallen ;o) Aber in den 2 Wochen meines Urlaubs habe ich niemanden ins Wasser fallen sehen ;o)

 

Beide Stege waren intakt und sauber und sahen relativ neu aus.... hier also keine Gefahrenzonen.

 

 

● Strand + Hausriff ( 20 – 50 Meter entfernt )

 

Der Strand auf Vilamendhoo ist sicherlich ein großer Streitpunkt unter Maledivenreisenden, da er eher sehr schmal ist und nur an der Südspitze richtig ausgeprägt ist. Man kann die Insel zu Fuß nicht komplett auf Sand umrunden, da immer wieder Palmen und Büsche ins Wasser ragen und einen zwingen durch das wunderbare Wasser zu waten ;o)

 

Ich persönlich fand das schön und ich mag es eh lieber wenn ich im Schatten liege und nicht in der prallen Sonne auf dem weißen Sand. Sicherlich sieht das jeder anders und es wird auch einigen nicht gefallen, das bei Flut fast gar kein Strand mehr vorhanden ist, bzw. überschwemmt ist. Mir ist es schon passiert, das ich morgens meine Liege unter eine Palme am Strand gezerrt habe und dann irgendwann zum Lunch getappt bin. Nach einem netten Plausch komme ich zurück um mich noch was hinzuflegeln und etwas zu lesen und stehe erstmal vor meiner Unterwasserliege ;o) Total überschwemmt innerhalb einer Stunde. Mir war das eher peinlich, da die Liegen auf der Insel alle aus Holz sind und ich einfach zu dusselig war um an die Flut zu denken. Glücklicherweise ist die Auflage nie weg geschwommen ;o)

 

Mir hat der kleine Sandabschnitt vollkommen gelangt, da man wirklich absolut seine Ruhe hatte und kein Platz da war, damit sich dort jemand niederlassen konnte. Die Gäste, die ihren Bungalow an der Südspitze haben, haben den ganzen Tag regen Betrieb in Kauf nehmen müssen... da weiß ich nicht was besser ist ;o)

 

Sicherlich gibt es Insel, die mehr Sandstrand bieten, aber mir hat es gefallen und das ist die Hauptsache ;o)

Positiv war die Tatsache das der Strand immer schön sauber war und Krabben Tag täglich neue Löcher in den feinen Sand buddelten und meine Liege hin und wieder untergraben haben * g *

 

Natürlich sieht man auch vieles, was der Gast eigentlich nicht sehen soll. Müll, die irgend ein Gast am Strand oder gar im Wasser entsorgt. So was muss wirklich nicht sein. Kleine abgestorbene Korallen dagegen kann man nicht als Mangel an Sauberkeit sehen, sondern man muss sich eher über die Umwelt generell Gedanken machen.

 

Bei Flut wurde einiges angeschwemmt, aber bei Ebbe hatte man einen wunderbaren weichen weißen Sand unter den Füßen, der warm ist und sehr angenehm für die gestressten Füße ;o)

Egal wo man am Strand war, hatte man ein schönes Fleckchen das zum verweilen einlud und Tagsüber war der Strand oft Menschenleer, da alle unter Wasser waren ;o)

 

Und so kommen wir zum Hausriff, das 20 – 50 Meter vom Strand entfernt ist.

Viel kann ich dazu leider nicht sagen, da ich meine Reise antrat ohne schwimmen zu können und mit einer gewissen Panik vor Fischen ;o) Aber zu Hause riet man mir eine Schnorchelausrüstung mitzunehmen und es mal damit zu versuchen. Verrückt... es funktioniert sogar ohne Schwimmkenntnisse, aber da ich dadurch sehr unsicher war, bin ich nie lange am Riff gewesen, da es für mich eher unheimlich war, diese Fischis zu sehen, die mich mit verwunderten Augen ansahen und wahrscheinlich mein Herz rasen gehört haben ;o)

 

Jede Menge Fische habe ich trotzdem gesehen, aber bei weitem nicht alle und vor allem konnte ich abends nicht mitreden wenn Gäste von Schildkröten usw. redeten die sie am Hausriff gesehen haben. Ich habe in meinen 2 Wochen nichts nachteiliges über das Hausriff gehört. Sicherlich ist es auch etwas mitgenommen, aber nach den Aussagen der Tauchlehrer erholt sich das Riff langsam aber sicher und alle Fische kehren wieder zurück und die ersten bunten Korallen sind auch zu sehen. Ich habe nur kleine gesehen, da ich etwas unsicher war, als ich den feinen sandigen Boden nicht mehr in greifbarer Nähe hatte, aber für Schnorchler und Taucher, die nicht solche Angsthasen sind wie ich ist es sicherlich eine feine Sache, vor allem da man nicht jeden Tag mit einem Schiff raus muss um ein paar interessante Dinge zu sehen.

 

Leider kann ich zu dem Thema nicht viel erzählen, außer das ich das was ich sah, wunderschön fand und einige Fische versuchten durch meine Schnorchelbrille zu schwimmen ;o) * rums * 4 erschreckte Glubschaugen und dann schwamm jeder schnell in eine andere Richtung davon ;o)

Sah bestimmt spaßig aus * g *